
01.01.2000
Generierte Mitschrift
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Einleitung in die Verteidigung des christlichen Glaubens
durch uns alles Unheil hier auf der Welt verursacht worden sei. Also, man sagt: Tritt der Tiber über seine Ufer, werft die Christen vor die Löwen. Gibt es eine Missernte, werft die Christen vor die Löwen. Ist die römische Armee nicht siegreich, werft die Christen vor die Löwen. Überall sollen die Christen daran schuld sein.
Und sind sie es? Nein. Nun, diese Leute können doch nicht nachdenken, die können nicht eins und eins zusammenzählen. Sonst würden sie doch wohl sehr schnell merken: Gibt es etwa erst Erdbeben und Überschwemmungen und Missernten, seitdem die Christen da sind? Nein, natürlich nicht. Wir sehen, die Katastrophen im Römischen Reich gab es schon lange, lange, lange, bevor die Christen überhaupt im Römischen Reich aufgetaucht sind.
Und was ist das für ein Zeichen, was führt uns das vor Augen? Nun, natürlich sind die Heiden in ihrer Halsstarrigkeit dafür schuld, dass es diese Unglücke gibt. Würden sie sich zu Jesus Christus bekehren, dann würde das nicht so geschehen.
Sehen wir doch ganz deutlich vor Augen: Sie sind folterbar. Würden Sie denn aber trotzdem alles ablehnen? Weil die Vorwürfe sind ja auch Götzenopfer, zum Beispiel von den Christen, oder gegen den Staat. Würden Sie alles ablehnen?
Ja, also selbstverständlich, selbstverständlich. Also Götzenopfer nun, da wird gesagt, die Christen trinken Blut und essen Fleisch von kleinen Kindern. Waren Sie schon mal in einer christlichen Veranstaltung?
Nein.
Also, dann würde ich Sie aber nicht in eine solche Veranstaltung bitten. Dann würde ich Sie einmal bitten, mitzukommen, dann können Sie sich selbst ein Bild davon machen. Vorurteile, nichts als Vorurteile.
Wissen Sie was hier? Sehen Sie die Bibel. Also, ich habe mich ja daran gemacht, das Neue Testament auswendig zu lernen, und dann könnte ich Ihnen jetzt gleich zitieren, was da drinsteht. Aber ich kann es Ihnen auch so kurz zusammenfassen: Uns als Christen ist bezüglich der Frage des Blutes sogar verboten, Tierblut zu essen, geschweige denn Menschenblut.
Meinen Sie, wenn wir hier nach vorgehen, wenn wir uns darauf verlassen, dafür foltern und hinrichten lassen, was hier drinsteht? Und darin steht: Nicht mal das Blut von Tieren essen wir. Und wenn dann sogar quälerische, sadistisch veranlagte Soldaten, wenn sie uns gefangen nehmen, uns Blutwürste zum Essen vorsetzen, um uns zu provozieren, und wir sie nicht anrühren, meinen Sie, dann würden wir in unseren Versammlungen eben Blut trinken?
Wenn bei uns in der Bibel sogar verboten ist, Kinder, ungeborene Kinder abzutreiben, meinen Sie, wir würden geborene Kinder schlachten, um sie aufzuessen? Nein, natürlich nicht. Das ist ein vollkommen aus der Luft gezogener Vorwand, der sich sofort entblößt, wenn jemand zu uns kommt. Ich lade Sie ein: Kommen Sie vorbei, schauen Sie sich das an.
Wissen Sie, ich werde Ihnen einmal vorlesen, was ich hier darüber in meinem Apologetikum geschrieben habe. Also, passen Sie mal auf! Denn es geht ja noch weiter. Es ist ja nicht nur so, dass wir es nicht tun, sondern Sie, Sie und Ihre Genossen hier, Sie und die anderen Römer, Sie sudeln sich ja im Blut überall, nicht? Und uns werfen Sie es vor. Ganz typisch: die eigenen Sünden anderen vorwerfen, um sie dann zu verurteilen.
Ich lese Ihnen gerade vor. Also, wenn Sie es selbst nicht wissen, dann will ich ihn jetzt gerade einmal zitieren. Ich meine: In Nordafrika, wissen Sie beispielsweise, dass in Nordafrika kleine Kinder den römischen Göttern geopfert werden? Nein? Lustig, nicht? Ja, sehen Sie, das passiert heute im Römischen Reich.
Und darüber hinaus kann ich Ihnen jetzt noch weiterhin zeigen, also beispielsweise: Nicht die Christen allein verachten euch, auch wird kein Verbrechen für ewige Zeiten ausgerottet, noch ändert seine Gewohnheiten irgendein Gott. Da Saturn seinen eigenen Sohn nicht geschont hat, so blieb er in seiner Sitte treu, indem er Fremde natürlich auch nicht schonte, sondern sich solche seinen eigenen Eltern darbrachte.
Nun weiter: Es ist ja das Blut der Tierkämpfer, werdet ihr sagen, das dünkt mich nicht weniger als Menschenblut, und das ist es, was ihr trinkt bei dem Besuch in den Arenen. Wissen Sie, Sie kennen sich ja nicht aus, bei Ihnen gibt es ja keine Arenenstierkämpfe, nicht? Wissen Sie, was passiert, wenn in der Arena ein Gladiator sein Leben verliert? Dann springen die Menschen von der Arena herunter und wollen das Blut auffangen, das aus seinem Kopf oder seinen Gliedern strömt, weil sie es für heilkräftig halten. Das trinken die Römer, nicht wir.
Nun, und beim Kindermord ist es ja kein Unterschied. So ist es beispielsweise auch, ich lese Ihnen weiter vor, hinsichtlich des Blutgenusses und dergleichen. Lesen wir beispielsweise bei Herodot, ihrem Geschichtsschreiber: Herodot erzählt darüber, dass gewisse Nationen bei Abschließung ihres Bündnisses den Arm aufschneiden, sich Blut entlaufen lassen und gegenseitig dieses Blut trinken. Ebenfalls weiß man von den skythischen Völkerschaften im Osten, an der Grenze unseres Reiches, dass sie die Verstorbenen, die eigenen Angehörigen, essen, ihre Verstorbenen aufessen.
Nun, beispielsweise wissen wir in Gallien, was Sie, glaube ich, heute Frankreich nennen, dass zu Ehren der Bellona Tiere und Menschen geopfert und bei lebendigem Leibe gegessen werden. Soll ich Ihnen noch mehr erzählen, was hier in Ihrem Land stattfindet? Oder genügt Ihnen das? Das findet statt. Da sieht man die Verkommenheit dieser Zeit und der heidnischen Sitten. Und da werfen Sie den Christen vor, dass sie Blut und Wein trinken würden und Fleisch essen würden. Aus der Luft gegriffen.
Wir erinnern uns, indem wir Brot und Wein essen und trinken, daran, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, für unsere Schuld gestorben ist, und wir, weil er gestorben ist, einmal bei ihm im Himmel sein werden. So läuft das. Das ist ja eine ganz andere Wendung.
Natürlich, natürlich, sage ich Ihnen ja. Vielleicht können wir ein bisschen unblutiger weitermachen. Ich habe ja auch noch ein großes Thema, und das ist die Philosophie. Die Philosophie sagt ja auch, damit sie ihre Sachen, die Gott erkennen können, und diese, was halten Sie von der Philosophie, von Philosophen, von dieser Richtung?
Philosophen, soll ich Ihnen sagen, was ich davon halte? Gar nichts. Das ist ja nicht so viel. Diese Wortakrobaten, diese Sophisten, diese Schleimscheißer, diese, also wie soll man die sonst noch nennen hier, die sind ja bloß dabei, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, nicht? Einer eigenen Eitelkeit frönen sie, sie versuchen, ihre eigenen Gedanken weiter zu verfolgen.
Meinen Sie, man kann Gott erkennen, indem man einfach sich in der Natur umschaut? Natürlich nicht, wir brauchen die Offenbarung Gottes. Gott muss es uns zeigen, wer er ist. Da gibt es diejenigen, selbst einige unter den Christen behaupten, dass beispielsweise ein Plato oder ein Sokrates schon Gott erkannt hätten. Wie sollen sie denn? Die haben sich in sich selbst hineingeschaut. Was haben sie gefunden? Natürlich nichts als Dreck und Sünde. Sie haben nur etwas vorgespielt, als ihnen nichts mehr anderes übrig geblieben ist.
Nein, bei den Philosophen der alten Griechen können wir doch nicht Gott finden. Gott zeigt sich bei uns nur durch Offenbarung von ihm. Diese Selbstgerechtigkeit der Menschen hat Gott doch entlarvt. Da hat er gezeigt, dass alles bei uns schlecht ist. Unser Leben, unser Wille, unser Verstand, unser Denken ist schlecht. Wir brauchen Gott, der uns erneuert, und dann können wir umkehren, um zu ihm zu gehen.
Das sind wiederum solche haltlosen Ideen, da sagen doch Leute eben, wir seien intellektualitätsfeindlich. Das sind wir nicht. Natürlich können wir denken, aber es kommt darauf an, wo die Grundlage unseres Denkens ist, und dann können wir uns damit auseinandersetzen. Das ist ja genauso an den Haaren herbeigezogen, wie einige sagen, dass wir den Staat hassen oder Menschenhasser sind, weil Gott in seinem Wort geoffenbart hat, dass einmal alle vor ihm voll im Gericht sein werden und dass es einmal einen jüngsten Tag geben wird.
Deshalb sagt man, wir sind Menschenhasser. Aber wir freuen uns doch nicht, dass die Menschen verloren gehen. Wir wollen sie erretten, wir wollen sie herausziehen, aber wir müssen ihnen doch auch die Wahrheit sagen. Warum sollen wir ihnen ins Angesicht lügen? Aber wir sind diejenigen, die staatstreue Diener sind. Wenn wir bei allen Menschen das Herz gläsern machen könnten, dass man hineinschauen könnte, was meinen Sie, was würden Sie bei den Politikern finden und bei all den Heiden, die hier herumlaufen? Meinen Sie, dass die treu zum Staat stehen? Da hat doch einer bloß Mordgelüste gegen den anderen.
Schauen Sie sich unsere letzten Kaiser an: Wer ist eines natürlichen Todes gestorben? Und die sind nicht ermordet worden durch Christen, sondern durch ihresgleichen. Da merkt man: Das, was uns vorgeworfen wird, das praktiziert ihr doch selbst. Ihr seid so, dass ihr eigentlich dem Staat nicht gehorcht. Wir, obwohl der Staat uns verfolgt, gehorchen dem, was der Paulus uns geschrieben hat. Wir sind dem Staat untertan, und wir beten sogar für den Kaiser. Allerdings opfern wir ihm nicht als Gott.
Aber geben Sie doch mal ehrlich zu: Wer in Ihrer Umgebung glaubt denn heute noch daran, dass der Kaiser Gott ist? Es sind schon sehr wenige.
Ja, keiner glaubt mehr daran. Das war vielleicht vor Hunderten von Jahren so. Und wir werden umgebracht, weil wir es nicht glauben. Und wir sind die einzigen, die es ehrlich aussprechen, dass der Kaiser nicht Gott ist. Kein anderer glaubt das, aber jeder andere denkt bloß an seinen eigenen Vorteil dabei, und sie bekennen halt mit den Lippen vor dem Mund, dass sie das vertreten würden, und insgeheim zücken sie schon den Dolch, mit dem sie den Kaiser umbringen können.
Ja, wenn er Gott wäre, wie könnte man einen Gott umbringen? Also, da merkt man doch schon, das ist doch alles an den Haaren herbeigezogen. Das sind leere Götzenbilder, die dort aufgestellt werden, die Menschen aufstellen, weil sie sich selbst verehren wollen. Die weichen Gott aus, dass sich Gott so stellen.
Sie gehen aber jetzt ziemlich massiv gegen einige Gruppierungen vor. Ich zeige Ihnen die Wahrheit! Also, ich meine, dabei will ich Ihnen nur sagen: Ich habe auch ein Buch über die Geduld geschrieben und die Sanftmut. Aber ich muss ernsthaft sagen, das ist eine der Eigenschaften, der Gaben, die mir noch fehlt. Ich bin noch dabei zu ringen.
Aber wissen Sie, manchmal ist es ja gerade so, dass der Kranke am besten über die Gesundheit schreiben kann. Denn der Kranke weiß am besten, was er vermisst, und weiß am besten, was die Gesundheit wert ist. Und deshalb habe ich extra dieses Buch geschrieben, um mir vor Augen zu führen, wo Gott mich noch verändern muss.
Sie kritisieren aber auch in Ihren Büchern eigentlich die zeitgemäßen Leute, die da am Wirken sind, das Christentum zu Ihrer Zeit. Warum gehen Sie da so massiv vor?
Nun, Sie drücken das ja sehr freundlich aus, nicht? Die zeitgemäßen Christen, zeitgemäß, wenn ich das schon höre, das heißt diejenigen, die sich dieser sündigen Welt anpassen, diejenigen, die ihrem Fleisch frönen, diejenigen, die ihrer Lust nachgehen, diejenigen, die regelmäßig das Theater und die Zirkuspiele besuchen, die Frauen, die sich mit ihrem Kopfputz und ihrem Puder im Gesicht und ihren Farben im Gesicht verunstalten. Diejenigen, die dadurch Gott ins Angesicht spucken. Also, auf solch eine Art und Weise kann man nun doch wohl nicht leben.
Wir sind von Gott herausgerufen auf dieser Welt, nicht uns gleich zu machen dieser Welt. Und ich habe den Menschen auch gesagt: Es ist natürlich nicht möglich, jeden Beruf zu ergreifen. Wenn ihr in eurem Beruf den Götzenkult fördert, dann ist das Sünde, und dann müsst ihr dabei aufhören. So geht es nicht.
Und dann haben mir mal einige vorgeworfen und haben gesagt: Na ja, was können wir denn machen? Wir verkaufen unsere Sachen, und wenn das nur in einem Götzentempel eingebaut wird, von unserer Schreinerei, wir müssen doch Geld verdienen. Da denken Sie nur ans Geld, sind geprägt von dieser Welt, von dem Materialismus. Nein, so geht es nicht.
Ich habe Ihnen gesagt: Selbst wenn ihr dann arm werdet, wie lesen wir bei Jesus in seiner Bergpredigt: Selig sind, die geistlich arm sind. Überhaupt, was sagt er zum reichen Jüngling? Gib deinen Reichtum weg. Wenn wir arm sind und um Christi willen leiden und selbst wenn es das kosten sollte, dass wir verhungern, dann verhungern wir vor dem Angesicht Gottes. Es ist Leiden vor dem Angesicht Gottes. Aber wir können doch nicht den Götzendienern zuspielen, womöglich noch unseren Gewinn daran suchen, dass andere in die Irre geführt werden.
Übrigens habe ich deshalb auch gesagt: Kann ein Christ nicht Soldat werden, ist ja wohl auch ganz klar. Denn die Soldaten müssen dem Kaiser schwören, müssen den Kaiser als Gott verehren. Selbst Lehrer können wir als Christ nicht werden, werden es ja auch selbstverständlich. Wissen Sie, warum man nicht Lehrer werden darf als Christ? Nein, das ist doch ganz offensichtlich. Was wird in den Schulen gelehrt heutzutage? Da wird nur der Götzenkult gelehrt. Es werden die Texte der antiken heidnischen Schriftsteller gelesen, es wird gelernt, wie man sich dort bei einem Opferkult zu benehmen hat, und dann besucht man noch die Theatervorstellungen dieser heidnischen, moralisch vollkommen verkommenen Dichter. Wie eben Aristophanes und Sophokles und all diese Kerle hier, die nichts anderes als Ehebruch und Wiebeleien und Gewalttaten und so etwas darbieten.
Wo ist da die christliche Liebe, die Geduld, miteinander umzugehen? Das sind unsere Vorbilder! Aber diese Art und Weise ... Ich lese Ihnen etwas vor, sehen Sie einmal an. Ich werde Ihnen einmal zeigen, wie das hier zusammenhängt, wenn ich Ihnen einmal hier in meinem anderen Buch zeige. Ich habe ein Buch geschrieben, extra für die Christen. Wie das nun mit dem Theater beispielsweise ist, das sehe ich mir gerade mal vor hier. Theater.
Es gibt ja einige Christen, die meinen, unbedingt ins Theater gehen zu müssen, nicht? Also, wird uns nicht ebenso befohlen, jegliche Schamlosigkeit fernzuhalten? Auch hierin liegt für uns ein Verbot des Theaters, welches die Heimat und der Tummelplatz der Schamlosigkeit ist, wo nichts den Beifall findet, was sonst irgendwo zu finden wäre. Daher setzt sich sein größter Zauber meistens aus Unflätigkeiten zusammen, welche dem Theaterspieler durch Gestikulation aufdrückt, welche der mimische Schauspieler sogar in Weiberkleidern wirklich darstellt, womit er das schmeichelhafte Geschlecht vertreibt, so dass er damit im Hause des Theaters errötet, welche eigentlich auch der Balletttänzer von Jugend auf durch seinen Körper erduldet, um ein rechter Künstler sein zu können.
Sogar die öffentlichen Huren werden als Futter für die Ausgelassenheit des Publikums auf der Bühne produziert. In der beklagenswerten Gegenwart der Frauen, denen allein sie unbekannt waren, werden sie im Anblick der Person jedes Alters und jeder Stellung vorgeführt, und ihre Standorte, ihre Preise und ihre guten Eigenschaften und auch die, welche nicht geschehen sollten, angepriesen.
Ich schweige von den übrigen Dingen, welche anstandshalber in der Dunkelheit und in den Lasterhöhlen verborgen bleiben sollen, damit sie nicht durch das Sonnenlicht besudelt würden. Es sollen sich den Schändlichen der Senat, es sollen sich Schemen aller Stände selbst die Person, die Mörderin ihrer eigenen Schamhaftigkeit, verraten, doch nur in der Geste der Furcht vor dem Tageslicht und dem Volke. Wie schämen sie sich einmal? Das sehen sie auch meistens, wenn sie diese Versachen abends aufführen, damit es keiner sieht, nicht, damit die Sonne es nicht sieht, die damit Gottes nicht sieht.
Und das schauen sich Christen an und haben sogar noch ihre Freude daran: Ehebruch, freie Sexualität, angepriesen, Gewalttätigkeit, Mord, Betrug und haben ihren Spaß daran. Nein, das geht nicht. Und darüber hinaus werden die meisten dieser Spiele sogar zu Ehren von Göttern abgehalten. Unvorstellbar!
Ich möchte Sie auch bitten, den Sportveranstaltungen fernzubleiben, denn Sportveranstaltungen werden ausschließlich in unserem Reich zu Ehren der Götter durchgeführt. Olympische Spiele zu Ehren Zeus. Also, und da wollen Sie dazu beitragen, da gehen Sie hin, da unterstützen Sie diesen Götzenkult. Nein, das ist nicht möglich.
Und die Frauen, also ich muss ein Wort zu den Frauen sagen hier. Also, ich muss ein Wort zu den Frauen sagen, ich lese Ihnen vor. Ich lese Ihnen vor. Also, ich muss ja sagen, die Frauen sind insbesondere vom Teufel angefochten. Ich habe ein Buch geschrieben über den weiblichen Putz.
Das Gesagte soll nicht dazu dienen, euch ein gänzlich verwildertes und tierisches Aussehen anzuempfehlen. Also, ich will ja nicht, dass ihr nun herumlauft wie die Tiere, aber auch wollen wir euch nicht die Nützlichkeit des Schmutzes und der Unsauberkeit überzeugen, sondern nur der rechten Weise das Wesentliche und die rechten Gesetze in der Pflege des Körpers. Man darf nicht weitergehen als die absichtslose und ausreichende Sauberkeit, man verlangt nicht weiter als das, was Gott will.
Denn eher ist es gegen den jegliches Fehlen, welches sich die Haut mit Salben einreiben, die Wangen durch Schminke entstellen, die Augenbrauen durch Schwärze verlängern. Natürlich missfällt ihnen das Gebilde Gottes, natürlich beknitteln sie sich damit selber und tadeln den Schöpfer aller Dinge, dass er sie nicht gut genug gemacht hätte.
Die Mittel dazu entlehnen sie natürlich von einem rivalisierenden Künstler, aber der ist der Teufel. Denn wer wäre sonst imstande, Mittel und Wege zu zeigen, mit denen der Körper Veränderungen vorgenommen werden, als der, welcher auch den Geist des Menschen durch das Böse umgestaltet hat? Eher ist es ohne Zweifel, welcher der geistigen Leichen künstliche Mittel zubereitet hat, so dass ihr offenbar in gewisser bloßerer Hand euch Hand an Gott legt. Was angeboren ist, das ist das Werk Gottes.
Nun, ich überspringe etwas. Ich sehe manche Frauen und Personen, die ihre Haare mit Safran färben, damit sie gelb werden, hell, also hell, hell werden, nicht? Sie schämen sich sogar ihrer Herkunft, dass sie nicht aus Deutschland oder Gallien geboren sind. So geben sie sich so viel in ihr Haar, eben gelb, dass es auch so aussieht. Ihr feuerroter Kopf ist ein schlechtes und sehr schlimmes Vorzeichen, oder auch ihre blonden Haare.
Sie halten diese Flecken für Zierrat. Ja, die Einwirkung des Farbstoffes ist ihrem Haupt sogar schädlich, und doch anhaltend, bloß durch ihre einfache Flüssigkeit verursachen sie Nässe, bringen dem Gehirn schweren Schaden bei. Sodann schaden sie dem Haar, auch in einer Wiederbelebung und Abtrocknung angewandt, wo sonst wohltuende Hitze wäre. Was ist das für eine Verschönerung, die mit Nachteilen verbunden ist? Was für eine Anmut, die mit Unsauberkeit verbunden ist?
Ein christliches Weib sollte Safran auf ihren Kopf bringen? Wie ist das auf einem Opferaltar? Das geht doch nicht. Es ist alles dem unreinen Geist zu Ehren angezündet zu werden und als Götzenopfer angesehen zu werden. Also, ich werde Ihnen das hier nicht merken. Wer von euch kann weißes Haar in schwarzes färben, sagt Jesus, und wer kann es? Nun, Gott, höchstens, aber nicht wir als Menschen, und hier bilden sie sich ein, es selbst tun zu können.
Also, was nützt die große Sorgfalt zur Anordnung der Haare zum Seelenheil? Warum dürfen eure Haare nicht ruhig liegen, sondern sind bald aufgebunden, mal herunterhängend, mal in die Höhe gerichtet, mal niedergelegt? Die einen ziehen es vor, die krausen Glöckchen zu befestigen, während die anderen sie wild und fliegend herunterhängen lassen und glattbürsten. Löbliche Einfachheit ist gefragt, die innere Schönheit ist gefragt, worüber schon der heilige Johannes davon berichtet in seinen Briefen.
Also, ich muss Ihnen sagen: Die Frauen heute in der christlichen Kirche richten sich nicht nach dem Hobbottes. Sie versuchen, sich anzupassen der Welt um sich herum, und die Männer natürlich genauso. Die Männer machen es ebenfalls so, sie gehen ins Theater zu Vergnügungen, sie besuchen die Prostituierten, sie richten sich in ihrem Beruf nicht danach, was gottgemäß ist, sondern danach, was Geld bringt. So geht es nicht, so geht es nicht.
Wir müssen auch den Christen zeigen, was Gott von ihnen will. Meinen Sie da bestimmt damit, unsere Menschen heutzutage eine ganz falsche Gesinnung haben? Aber selbstverständlich, selbstverständlich, vollkommen gottlos! Wie kann denn auch ein Mensch, der sich von Gott abwendet, der sich nur sich selbst und der Welt und seinem Fleisch und seinen Müsten zuwendet, wie kann der richtig leben? Er wird die Irre laufen.
Und ich sage Ihnen bei dem Theaterspiel: Sie haben vielleicht Freude daran, aber wissen Sie, wir werden einmal ein Theaterspiel erleben, was viel glorioser ist, am jüngsten Tag! Dann werden diese schamlosen Dichter da sein und werden ihr eigenes Leid beweinen können, dann werden sie hören, was plötzlich aus ihrem Mund für eine Tragödie fließt, dann werden wir sehen, wie die hochmütigen Richter, die jetzt uns verurteilen, im Feuer braten werden, dann werden wir sehen, wie sie von Gott verurteilt werden, und wir werden sehen, wie Jesus Christus in Herrlichkeit auf die Erde kommt, und wir werden Glück erleben, wie es kein Theaterspiel zu geben vermag.
Weitere Dinge getan, damit sie sogar aus der Kirche ausgetreten sind.
Ja, Sie haben vollkommen Recht. Also, als ich gemerkt habe, dass diese Kirche, in der ich bin, nicht bereit ist, klare Konsequenzen zu ziehen, diejenigen, die in Sünde und Hurerei leben, auszuschließen, ihnen zu zeigen, dass Gottes Strenge auch ihnen gilt, und dann diese eingebildeten Bischöfe und der Papst in Rom, wer sich nicht einmal danach richtet, der im Überfluss lebt, das Geld in seinem Reichtum ansammelt, der meint, er stünde über allen Menschen statt der Diener der Menschen zu sein, dann bin ich aus der Kirche ausgetreten.
Ich habe eigene Gemeinden gegründet, und in diesen Gemeinden habe ich darauf Wert gelegt, dass streng nach der Bibel vorgegangen wird, dass das tägliche Leben nicht nur das Denken, nicht nur das Sprechen, was wir in der Gemeinde leicht tun, sondern das Leben daran misst, ob wir wirklich Christen sind, ob wir Jesus nachfolgen, ob wir bereit sind, das auf uns zu nehmen. Und da gab es einige Auseinandersetzungen. Deshalb hat die Kirche hinterher mich auch als Abtrünnigen bezeichnet, die katholische Kirche. Bis heute ist das noch ein Makel auf meinem Namen.
Meine Gedanken haben sie übernommen, meine Bücher haben sie übernommen, die haben sie benutzt, um ihre Lehren weiter voranzutreiben, aber mich wollten sie hinterher nicht mehr haben, nur weil ich ihnen auch ins Gesicht gesagt habe, wie den Heiden, wo sie nicht dem Willen Gottes entsprechen. Und ich denke, wir müssen es tun, Gott verlangt es von uns.
Gott will doch nicht, dass wir klein beigeben, Gott will doch nicht, dass wir in der Sünde bleiben, aus der er uns herausgerettet und gerissen hat. Das ist doch Gott ins Angesicht spucken. Also nein, deshalb bin ich aus der Kirche ausgetreten bis zum Ende meines Lebens.
Nun, selbstverständlich ist Kirche wichtig, und Kirche hat Gott eingesetzt, um seine Ämter zu verwalten, um die Bibel zu bewahren, um die Taufe zu vollziehen, um zu lehren. Sonst aber da, wo Kirche nicht mehr Kirche ist, wo diejenigen, die in der Kirche sind, nicht nach den Geboten Gottes leben, da bleibt nichts anderes übrig, als sich von der Kirche fernzuhalten. Also, ich finde es traurig, leider so.
Ich habe andere kritisiert, die dasselbe getan haben. Denken Sie beispielsweise an den Markion, der hat nun an der Bibel herumgestrichen. Plötzlich hat er gesagt, wir brauchen das nicht mehr, also Johannesevangelium raus, viel zu jüdisch, hat er gesagt. Dann hat er gesagt, Matthäusevangelium rausgestrichen, viel zu jüdisch. Dann hat er gesagt, Johannesbriefe, viel zu jüdisch. Also, da muss ich ja sagen, so geht das nicht. Und das ganze Alte Testament hat er weggelassen.
Ich habe ihm gesagt, was fällt er Bäumen in einem Wald, die ihm nicht gehören? Er streicht doch Sachen heraus, das ist doch Gottes Wort. Nur Gott kann dort was reinstellen und was herausnehmen. Aber dieser eingebildete Kerl hat versucht, eine eigene Bibel zusammenzustellen. So geht es natürlich nicht.
Nicht um jeden Preis aus der Kirche, sondern nur dann, wenn es nicht anders geht. Diese Irrlehrer, diese Ketzer, die sind nicht dem Willen Gottes gemäß. Gottgemäß ist Einigkeit unter Christen, aber da, wo es nicht möglich ist, da, wo Gott verachtet wird, da müssen wir Konsequenzen in unserem Leben ziehen. Also, es geht mir anders.
Ja, aber schon vielen Dank erstmals für diese richtungsweisenden Worte, die wir heute Abend hier hören durften, die dem einen oder anderen bestimmt ein neues Nachdenken gegeben haben für seine Richtung, in der wir unterwegs sind und wo wir selbst an uns arbeiten müssen.
Also, ich lade Sie gerne ein, kommen Sie auch mal vorbei, ich werde Ihnen zeigen, wie Christen wirklich sind. Sie werden Ihnen zeigen, was es bedeutet, Christ zu sein und sich auch danach zu richten, was Gott in seinem Wort sagt. Ich werde Ihnen zeigen, wie Sie aus Ihrem sündigen Leben herauskommen können, neu anfangen können und wie Sie Ihre Lüste des Fleisches unter die Füße bekommen, wie Sie nicht mit irgendwelchen Vergnügungen langgehen müssen, sondern wie Sie die Freude in Ihrem Herzen und Ihrem Inneren haben.
Und dann empfehle ich Ihnen: Lesen Sie in der Bibel. Sie können auch gerne meine Schriften lesen, die werden Ihnen weiterhelfen, sich zu orientieren in der Welt. Sie werden sehen, welchen Beruf Sie erwählen können. Sie werden auch sehen, wie Sie hier mit der Welt umgehen, dass Sie nicht den Verführungen unserer Zeit nachlaufen, den Ideologien, den Philosophien. Da finden Sie klare Worte. Ich schreibe nicht lange herum, sondern ich sage direkt, wo es lang geht. Da brauchen Sie keine Angst zu haben.
Wir empfehlen hier bitte sehr zwei meiner Bände. Wenn Sie wollen, können Sie gerne noch ein bisschen mehr haben, und natürlich das Wort Gottes. Schauen Sie da zuerst rein. Zuallererst: Wenn Sie wollen, kommen Sie zu meinem Unterricht. Ich will Sie sich taufen lassen. Ein halbes Jahr werde ich Sie unterrichten, Ihnen zeigen, wie es nun ist, als Christ zu leben, und dann werde ich Ihnen also sich selbst überlassen. Wenn Sie dann noch eine Frage zu mir haben, können Sie die gerne stellen.
Ich bedanke mich, dass Sie mich eingeladen haben hier, und werde mich dann auf den Weg nach Afrika machen.
Wir danken für Ihren Besuch, mit einem Applaus wollen wir ihn verabschieden. Wir sind in der Zeit schon sehr, sehr schwer unterwegs, um gegen Missstände in dem Reich anzugehen, und ich denke auch, diese Themen, die damals schon die Leute bewegt haben, die ihn bewegt haben, ich glaube nicht, dass die heute viel weniger sind.
Wenn wir heute unsere Welt betrachten, wenn wir unsere Zeit betrachten, in der wir jetzt stehen, freue ich mich schon auf solche Themen, wie er sagte, in Gemeinden, wie weit man Veränderungen zulassen soll und wie weit es vorangehen soll. Ich denke, das sind alles Themen, die uns auch jetzt noch bewegen und die auch jetzt eine Rolle spielen, wie damals, auch heute. Und dafür einfach Dankeschön, Michael, für diesen Einblick von diesem Mann.
Also gut, ich hoffe, dass ihr euch zumindest ein bisschen einführen könnt, was die Absicht von Sintertulian gewesen ist, wo seine Schwerpunkte gelegen hat, also Verteidigung gegenüber Angriffen, aber auch den Leuten durchaus zu zeigen, wo ihre Schwachpunkte sind. Aber er hat auch die Christen nicht geschont. Er hat durchaus gezeigt, wo Missstände in der Kirche und bei den Christen liegen. Und ich denke, viele seiner Auseinandersetzungen waren richtig pointiert. Da hat man gemerkt, den Leuten blieb der Mund offen stehen, wo sie dann gesagt haben, die Christen sind so und so, und er dann einen Punkt nach dem anderen widerlegt hat. Das ist zum Teil wirklich recht spannend bis heute zu lesen darin.
Wer das gerne tun will, ich kann euch die Bücher ausleihen, die hier sind auf Deutsch, die sind auf Deutsch übersetzt, und wer noch Fragen hat, kann gerne nach vorne kommen, und dann können wir uns heute etwas unterhalten.
Allen anderen wünsche ich einen schönen Abend, genießt den Abend, genießt die Gemeinschaft miteinander, und dann werden wir uns morgen zum Frühstück wieder treffen, und da werde ich dann weitere Informationen geben für die Seminare am Abend und auch für den Ablauf des Familientages.
