
Sunntigsdate: Engel, Geister und Dämonen - Faszination der unsichtbaren Begleiter
Kolosser 1,1610.11.2002
Generierte Mitschrift
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Ein Blick auf das Unsichtbare
Ja, das ist so eine Sache mit Engeln, Geistern und Dämonen. Die einen schwören darauf, dass es sie wirklich gibt, andere sind eher skeptisch.
Er hat seinen Engel befohlen über dir, das klingt so schön, so nett. Es ist ein schöner Gedanke, dass wir irgendwo von unsichtbarer Hand beschützt werden. Und vielleicht, weil der Gedanke so schön ist, hat ja auch unser Hauptbahnhof symbolisch einen Schutzengel an die Decke gehängt, der das symbolisieren soll, dass wir von unsichtbarer Hand beschützt werden.
Gibt es nun diese Wesen wirklich? Es existieren unsichtbare Begleiter, die sogar Hollywood salonfähig gemacht hat, wie wir das jetzt eben gesehen haben. Unsichtbare Begleiter, die Künstler immer inspiriert haben, so wie unser Künstler hier, der diese ganze Kulisse mit Engel und Dämonen aufgebaut hat. Ein Motiv, das immer wieder von Künstlern aufgegriffen wird.
Als Jesus lebte, gab es Leute, die davon gar nichts gehalten haben, obwohl sie auch die Bibel, das Alte Testament, kannten. Das war die Gruppe der Sadduzäer. Über sie heisst es in der Bibel, sie bestreiten die Existenz von Engeln und anderen übernatürlichen Wesen. Es gibt also immer Menschen, die mit diesen ganzen unsichtbaren Dingen nichts anfangen können. Sie hielten es offenbar nach der Devise: Was ich nicht sehen kann, das existiert auch nicht.
Nun gibt es aber Menschen, die von Erscheinungen berichten, die sie hatten. Die einen berichten über Begegnungen mit Geistern oder Dämonen, anderen begegneten Engel. Ob das alles immer so zuverlässige Berichte sind oder ob das viel mit eigener Fantasie, mit Persönlichem zu tun hat, das ist noch schwierig zu sagen. Jedenfalls haben Schweizer Neurologen eine interessante Entdeckung gemacht: dass ein Überschuss an dem Hirnbotenstoff Dopamin den Glauben an paranormale Phänomene fördert. Also, die haben irgendwie so eine Substanz herausgefunden, und wer da ein bisschen viel davon hat, der neigt stärker dazu, irgendwie über das Übersinnliche nachzudenken. Wie auch immer man das beurteilen will.
Heute Morgen versuche ich, dieses Thema, das sich ja mit der jenseitigen Welt beschäftigt, anhand der Bibel zu erklären. Die Bibel sagt, dass Gott alles erschaffen hat, und meines Erachtens hat die Bibel Recht. Also ich gebe der Bibel eigentlich grundsätzlich Recht, damit Sie das schon einmal wissen. Deshalb halte ich mich auch sehr an diese Aussage.
Gott selbst ist unsichtbar, und deshalb meine ich auch, ist er der Einzige, der uns wirklich einen zuverlässigen Aufschluss darüber geben kann, wie die unsichtbare Welt gestaltet ist. Zuerst betrachten wir das Verhältnis der unsichtbaren zur sichtbaren Welt, dann beschäftigen wir uns mit den sogenannten Geistern und Dämonen, also mit dieser Seite hier, und dann zuletzt mit den Engeln.
Die Bibel unterscheidet die sichtbare von der unsichtbaren Welt. Diese Welten sind beide von Gott geschaffen worden, so heisst es im Neuen Testament. In Jesus ist alles erschaffen worden, was im Himmel und auf Erden lebt: die sichtbaren Geschöpfe auf der Erde und die unsichtbaren im Himmel. Die Welt kann man demnach nur in ihrer ganzen Wirklichkeit verstehen, wenn man diese beiden Welten im Blick behält.
Als unser Denken noch stärker vom Materialismus geprägt war, glaubte man vorwiegend das, was man sehen und betasten konnte. In den letzten Jahren öffneten sich aber vermehrt Menschen den Ansichten, dass sich die Wirklichkeit nicht in der sichtbaren Welt allein erschöpft. Das haben wir auch in diesen Interviews gesehen, dass eigentlich viele, viele Menschen, der grösste Teil eigentlich fast vorbehaltlos irgendwie der Überzeugung ist, da muss es noch etwas mehr geben.
Dass Menschen immer wieder zu diesen Überlegungen kommen, hat eigentlich mit unserer eigenen Beschaffenheit als Menschen zu tun. Wir sind eigentlich selbst als Menschen, als Originale, in zwei Welten beheimatet. Haben Sie das auch schon überlegt? Wir haben eine sichtbare Komponente, das ist unser Körper, Fleisch und Blut und Knochen und Adern und weiss ich was alles dazugehört. Das ist alles zugreifbar, sogar von Chirurgen. Die können bis in die tiefsten unserer Sichtbarkeit hineinschauen. Das ist die sichtbare Komponente.
Aber wir haben auch eine unsichtbare, das, was wir Seele oder Geist nennen. Das kann kein Chirurg, das kann kein Psychologe und kein Psychiater irgendwo orten. Man kann es auch nicht sehen, es ist einfach existent in uns. So verkörpern wir selbst als Menschen eigentlich diese beiden Komponenten in uns selber: die Sichtbarkeit und die Unsichtbarkeit. Das ist offenbar ein Konzept, das der Schöpfung zugrunde liegt.
Das zeigt, dass die ganze Wirklichkeit nur erfasst werden kann, wenn wir die unsichtbare Welt in unser Denken einbeziehen. Wenn wir das ausklammern, dann haben wir schon Probleme mit dem Menschenbild, weil der Mensch eben nicht nur sichtbar ist, sondern das, was uns eigentlich ausmacht, das, was ich denke, meinen Charakter, kann ich ja nicht festlegen auf gewisse Organe. Natürlich kann man sagen, das Hirn usw. Aber das ist also eine Kombination wie unsichtbar, ein bisschen wie vielleicht Computer und Software. Die Software kann man auch nicht packen, aber man kann die Harddisk packen. So ist das Konzept des Lebens.
Aber wie sollen wir uns die Welt in Bezug auf die Engel, Geister und Dämonen vorstellen, diese unsichtbare Welt? Die unsichtbare Welt oben und wir unten, so wie das auch in der Kunst oft dargestellt wird, also der Himmel ganz oben und dann in der Mitte die Welt und unten dann vielleicht noch die finstere Welt. Die Bibel lehrt uns, dass die unsichtbare Welt weder oben noch unten ist. Sie ist nämlich um uns herum.
Die unsichtbare Welt und die sichtbare Welt durchdringen sich gegenseitig, genauso wie unser Körper und Geist. Sie greifen ineinander. Also Sie sitzen jetzt zugleich in der sichtbaren Welt auf einem Stuhl und in der unsichtbaren Welt. Wir sind umgeben von dieser unsichtbaren Welt, wir haben einfach nicht das Sensorium dafür. Die Augen haben wir nicht geöffnet, wir haben nicht diesen Horizont.
In der Bibel finden wir diesbezüglich ein eindrückliches Ereignis. Im Alten Testament wird berichtet von einer Stadt in Israel, die belagert wird. Und da ist ein Prophet in dieser Stadt, der heisst Elisa, und er hat einen Knecht. Und der Knecht wird von der Panik ergriffen: Jetzt kommt das Ende, dieser Armee können wir nicht widerstehen, wir sind hoffnungslos verloren.
Und dann betet dieser Prophet Elisa und bittet Gott: Gott, öffne doch meinem Diener die Augen. Und da öffnete Gott ihm die Augen, und er sah: Der ganze Berg, auf dem die Stadt lag, war rings um Elisa bedeckt mit Pferden und Streitwagen aus Feuer. Dieser Diener hat plötzlich eine Dimension erkannt, die er bis anhin gar nicht gesehen hatte. Der Prophet wusste das, und nun hat Gott ihm wie den Schleier von den Augen weggezogen und hat ihm für einen kurzen Augenblick die Augen geöffnet für die unsichtbare Welt. Und da hat er gesehen, wie diese Stadt von himmlischen Herrscharen belagert wurde.
Der Vorhang der unsichtbaren Welt wurde für einen kurzen Moment gelüftet. Wir würden auch staunen, wenn ich jetzt beten würde und Gott sagen würde: Herr, öffne uns jetzt bitte einen Moment die Augen, wenn es auch nur 15 Sekunden sind, für das, was um uns herum ist. Ich habe es noch nie gesehen, abgesehen davon, aber wir wären vermutlich verblüfft darüber, was wir sehen würden. Also, die unsichtbare Welt durchdringt die sichtbare Welt. Wir bewegen uns in beiden Welten gleichzeitig, und wir selber verkörpern diese beiden Welten, diese beiden Dimensionen des Fassbaren und des Unfassbaren in uns selbst.
Und der Apostel Paulus, ein sehr bekannter Apostel im Neuen Testament, der viele Briefe geschrieben hat, gibt dem Unsichtbaren sogar eine höhere Bedeutung als dem Sichtbaren. Es heisst, er schreibt da: Ich baue nicht auf das Sichtbare, sondern auf das, was jetzt noch niemand sehen kann. Denn was wir jetzt sehen, besteht nur eine gewisse Zeit, das Unsichtbare aber bleibt ewig bestehen.
Also hier wird uns gezeigt, dass eigentlich das, was von Bedeutung ist im Leben eines Menschen, sich mehr im Unsichtbaren abspielt. Mit anderen Worten: Wir werden alle einmal diese sichtbare Welt verlassen, unweigerlich. Das erfahren wir jedes Mal, wenn wir vor einem Grab stehen und einen Menschen verabschieden müssen. Wir sehen: Dieser sichtbare Leib wird nun in diesen Boden hineinversenkt, und Erde wird darauf geschüttet. Aber es ist nur die sichtbare Seite der Wirklichkeit. Die unsichtbare Seite ist, dass dieser Mensch als Persönlichkeit weiterlebt in der unsichtbaren Welt, die dann natürlich, wenn wir das Sichtbare abgelegt haben, für uns nicht mehr unsichtbar sein wird, sondern sichtbar.
Das ist also das Verhältnis der beiden Welten zueinander. Sie sind ineinander verwoben, das Sichtbare durchdringt das Unsichtbare und umgekehrt.
Und nun einige Gedanken über Geister, Dämonen und Dämonen. Wussten Sie, dass die Schweiz ein bekannter Ort sein soll, wo man diese Geister und Dämonen erleben kann? Das hat Facts kürzlich in einem Artikel geschrieben. Und ein Wissenschaftler, Konservator für religiöse Volkskunde, Kurt Lussi, sagte: Die unsichtbare Welt der Geister und armen Seelen, der Dämonen, Hexen und Fähen ist ein wichtiger Teil unseres kulturellen Erbes.
Diese Geister und Dämonen werden gefürchtet. In den Ländern, in denen Geistern und Dämonen viel Beachtung geschenkt wird, hat man vor allem Angst vor ihnen. In unserem Kulturkreis, wo man eher dabei ist, diese finsteren Mächte wieder neu zu entdecken, da ist man irgendwie wie von einer Faszination gepackt, das zu entdecken und damit etwas zu spielen. Aber in den Kulturen, in denen man mit dem Bewusstsein von solchen Geistern lebt, hat man Angst vor ihnen. Das realisieren wir oft gar nicht.
Man versucht nämlich, diese Geister zu beschwichtigen, man möchte sie fernhalten. Das ist eigentlich auch der ursprüngliche Grund für Halloween. Mit den gruseligen Masken und Verkleidungen wollte man die Geister irritieren und abschrecken. Man wollte verhindern, dass sie sich im Haus niederlassen und Unheil anrichten. Man hat nicht damit kokettiert, sondern man wollte sich schützen.
Es gibt viele Wege, wie Menschen mit diesen Dingen, mit finsteren Mächten, mit Dämonen und Geistern, in Kontakt kommen. Der Pädagoge und Okkultexperte Wolfgang Hund erklärt in einem Interview mit Focus, das jetzt gerade neu am Kiosk erhältlich ist, er sagt: Anfangs interessiert man sich vielleicht für Bachblüten oder Horoskope und kommt dann auf eine Esoterikmesse mit Geistheilern in Kontakt und macht das Leben fortan von allerlei Scharlatanerie, nennt er das, abhängig. Für jede Entscheidung wird ein Orakel befragt und jeder Kopfschmerz mit Reiki bekämpft.
Es kann dann weitergehen mit der Befragung von Verstorbenen, Kontakte zu Verstorbenen, zu Eltern, zu Kindern, bis hin zu den scheusslichsten Praktiken des Satanismus, die übrigens auch vor Kinderopfern keinen Halt machen. All das missfällt Gott. Die Bibel sagt nicht, dass es solche Phänomene nicht gibt. Sie sagt nie: Es gibt keine Geister und es gibt keine Dämonen. Sie sagt nicht: Das ist alles Humbug, auch wenn manches heute sicher Humbug ist und weder Hand noch Fuss hat, sondern einfach Leute irritiert. Aber die Bibel sagt nicht: Das gibt es nicht. Sie lässt das einfach stehen als eine Wirklichkeit, aber sie sagt, dass das Gott missfällt.
Lesen wir doch dasselbe gerade, wie es in der Bibel steht. Wir haben das hier an der Wand: Ihr dürft keine Wahrsager unter euch dulden, sagt Gott zu seinem Volk Israel, niemandem, der aus irgendwelchen Zeichen oder mit irgendwelchen Praktiken die Zukunft voraussagt. Auch niemandem, der Zauberformeln benutzt und damit Geister beschwört oder Tote befragt. Das kann man alles, es ist alles möglich. Aber niemand soll das tun. Wer so etwas tut, sagt Gott, ist Gott zuwider. Wer das tut, der tut nicht das, was Gott gefällt.
Viele Menschen, die solche Dinge tun, die meinen, sie tun das mit der Kraft Gottes. Aber hier sagt Gott deutlich: Wer so etwas tut, der ist mir zuwider. Das ist nicht in Ordnung, das will ich nicht.
Die Geschichte einer Frau, die solche Praktiken ausübte, schon als Kind in so einen Sog hineingeraten ist, berichtet hier in diesem Video, das am Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wurde, der Sendereihe Finster zum Sonntag, darüber, wie sie mit solchen Praktiken und auch mit Geistern und Dämonen in Kontakt gekommen ist und wie sie durch den Glauben an Jesus freigekommen ist. Wer das interessiert und wer vielleicht vor allem auch mit diesen Dingen zu tun hat und unsicher ist und vielleicht denkt: Ja, der da vorne hat keine Ahnung, der hat das noch nie erlebt, hier haben Sie einen Menschen, der das erlebt hat und der porträtiert wird. Und ich schenke Ihnen dieses Video, das können Sie am Infotisch mitnehmen und zuhause ansehen. Eindrücklicher Bericht.
Noch ein Gedanke zu den Dämonen: Sie sind im Grunde auch Engel. Engel heisst ja nichts anderes als Bote. Sie sind einem Engelfürsten gefolgt, der in der Bibel als Teufel oder Satan genannt wird, und diese Engelsschar lehnte sich in der unsichtbaren Welt gegen Gott auf. Sie bauten praktisch wie ein Gegenreich auf. Und zusammen mit Satan bilden sie das Heer der finsteren Mächte.
Und Jesus äussert sich über den Charakter dieser Mächte und im Speziellen über den Charakter Satans. Das ist ganz interessant. Jesus sagt: Der Teufel war von Anfang an ein Mörder und stand nie auf dem Boden der Wahrheit, weil es in ihm keine Wahrheit gibt. Wenn er lügt, redet er so, wie es seinem ureigensten Wesen entspricht, denn er ist ein Lügner, ja, er ist der Vater der Lüge. Mit anderen Worten: Der Teufel lügt, ohne rot zu werden. Es macht ihm nichts aus. Man merkt es ihm gar nicht an, er ist nicht in der Wahrheit gegründet, er kann sehr täuschen.
Gemälde und Karikaturen stellen den Teufel ja oft als eine schwarze und finstere Gestalt dar, wie hier bei diesem Kunstgemälde bei der Versuchung Jesu. Und dann verpasst man dem Teufel in Bildern und Karikaturen oft noch Hörner, wie wir das hier sehen. Das sehen Sie ja viel in Karikaturen: Hörner und Dreispitz usw. Der Teufel kann furchteinflössend erscheinen und wirken, aber er kann auch täuschen, denn er ist ein Lügner.
Der Teufel kann sehr wohl in freundlicher Gestalt erscheinen. Er ist ein Verwandlungskünstler, und die Darstellung von William Blake aus dem Jahr 1810 von dem Teufel ist eigentlich sehr aussagekräftig, finde ich. Er stellt ihn nämlich als einen Engel des Lichts dar, und das sagt auch Paulus im Neuen Testament: Der Satan verwandelt sich und gibt sich für einen Engel des Lichts aus.
Seine Absicht ist es, die Menschen von der Wahrheit fernzuhalten. Der Satan, der Herrscher dieser Welt, hat sie mit Blindheit geschlagen, die Menschen, so dass sie der guten Nachricht nicht glauben und so können sie auch deren heilenden Glanz nicht sehen, oder deren hellen Glanz nicht sehen, den Glanz, in dem Christus aufleuchtet, der das Bild Gottes ist.
Also der Teufel, so sagt es uns die Bibel, setzt alles daran, um den Menschen davon abzuhalten, das zu sehen, was für ihn genau wichtig und nötig ist, nämlich was Jesus für das Leben bedeutet und auch für das Sterben. Es ist ihm egal, er muss nicht als böse erscheinen, er kann sich verwandeln als ein Engel des Lichts, als ein Helfer anbieten. Aber was er im Schilde führt, ist, den Menschen davon abzuhalten, auf das zu hören, was Gott eigentlich als Botschaft, als rettende Botschaft dem Menschen geben möchte.
Also wenden wir uns nun den Engeln Gottes zu. Sie sind eigentlich, wie es das Wort Engel sagt, eben Boten. Sie gehören gewissermassen zum Hofstaat Gottes und sie verehren Gott und beten ihn an. Sie erfüllen Gottes Aufträge. Sie sind Boten von Gericht und Boten von Gnade. Wenn sie in Erscheinung treten, ist ihre Gestalt überwältigend.
Der Engel, der den Stein vom Grab Jesu wegwälzte, wird mit einem Blitz verglichen. Wir haben ja eingangs in der Lesung gehört: Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiss wie Schnee. Wenn die Bibel schreibt, es war weiss wie Schnee, dann will sie nur sagen: Das war weisser als Schnee. Das ist ein Weiss, das man einfach mit Schnee einigermassen vergleichen kann. So ein Weiss, wie wir vermutlich noch nie gesehen haben, sehr eindrücklich.
Der Schreiber des letzten Buches in der Bibel, der Offenbarung, hatte auch eine sehr beeindruckende Engelserscheinung. Da heisst es: Ich sah, wie ein mächtiger Engel vom Himmel herabkam. Der Engel war in einer Wolke gehüllt, über seinem Kopf stand ein Regenbogen, sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Beine sahen aus wie Säulen aus Feuer. Ganz eindrückliche Erscheinungen.
Sind Engel auch für die Menschen zuständig? Das ist ja jetzt wieder das, was uns so sehr gefällt. Die Engel sind zuständig für uns. Da heisst es, die Engel sind alle nur Diener, Wesen der unsichtbaren Welt, die denen zu Hilfe geschickt werden, die am kommenden Heil teilhaben sollen, dem Erbe, das Gott uns schenkt. Also sind sie Diener, die im Auftrag Gottes helfen, die ihr Leben, also den Leuten, die ihr Leben abhängig gemacht haben von Gott, die bewusst mit Gott leben, für die sind sie Diener.
Doch auffällig ist, dass hier steht, dass sie nur Diener sind, nur Diener. Das wirkt fast beleidigend. Jetzt haben wir doch gesehen, wie mächtig Engel sind, wie ihre Erscheinung beeindruckend und übermächtig ist. Und jetzt sagt hier dieser Schreiber, sie sind aber nur Diener. Das klingt fast abwertend, aber er schreibt das ganz bewusst so.
Engel sind nur da, um zu dienen. Sie sind nicht da, damit sie verehrt, angerufen noch angebetet werden. In der Bibel kennen wir einige Beispiele, da erscheinen Menschen Engel. Moment jetzt, Menschen erscheinen Engel, ja, die Engel erscheinen Menschen, so geht das. Die Engel erscheinen Menschen, das haben wir gesehen, wie eindrücklich das ist, und bei diesem Eindruck fallen diese Menschen oft nieder vor diesen Engeln und wollen die Engel anbeten.
Und ein Engel Gottes sagt immer: Erhebe dich, bete mich nicht an, sondern verehre Gott, den Schöpfer. Kein Engel hat je Anbetung eines Menschen entgegengenommen. Er hat immer jeden Menschen, der sie anbeten wollte, immer dazu gemassregelt und gesagt: Bete Gott an, den Schöpfer, wir sind nur seine Boten.
So meint es auch dieser Schreiber, der davon spricht, dass die Engel nur Diener sind. Er sagt dann, wie also eine Konklusion etwas später: Daher richtet eure ganze Aufmerksamkeit auf Jesus. Konzentriert euch auf Jesus! Die Engelwelt mag existieren, aber konzentriert euch auf Jesus. Jesus genügt. Wir sollen uns nicht durch Engel ablenken lassen. Sie sind nur Diener, sie handeln im Auftrag von Jesus.
Es ist, wie wenn ich befreundet werde mit einem Banker, mit dem Inhaber einer mächtigen, starken, finanzkräftigen Bank. Also ich bin es nicht, aber nehmen wir jetzt mal an, ich wäre das. Ich bin befreundet mit dem, ich kann bei dem ein und ausgehen wie zu Hause. Und jetzt habe ich ein wichtiges Bankgeschäft zu erledigen, das für mich von hoher Bedeutung ist. Was mache ich jetzt? Gehe ich jetzt in diese Bank an den Schalter und beschäftige mich jetzt mit diesem Bankbeamten, der hier am Schalter steht, und erkläre ihm, was ich möchte? Würde jeder sagen: Du spinnst ja wohl, wenn du den Chef und den Eigentümer kennst.
Natürlich gehe ich zu ihm ins Büro oder nach Hause und sage: Du, ich habe ein Problem, ich muss dieses Geschäft erledigen, kannst du mir helfen? Der sagt: Kein Problem, ich werde meine Leute anweisen. Das wird er tun. Und dann wird auch der Mann am Schalter oder wo auch immer auf dieser Bank die Anweisung bekommen, was er zu tun hat für mich.
Genau so meint es Gott. Wir müssen nicht alle Engel kennen, wir müssen uns nicht in der unsichtbaren Welt auskennen. Wenn wir zu Jesus kommen, dann sind wir beim Chef. Er weiss dann schon, welche Engel er schickt, zu welchem Auftrag. Er hat die Übersicht, das ist die Meinung, die uns die Bibel sagt. Es genügt, sich auf Jesus zu konzentrieren.
Was gebe ich mich mit dem Bankschalterbeamten ab? Nichts gegen ihn, ich habe auch schon auf einer Bank gearbeitet, aber was gebe ich mich mit dem Bankbeamten ab, wenn ich den Eigentümer kenne? Jesus genügt. Warum soll ich mich also intensiv mit Engeln beschäftigen, wenn ich einen klaren Zugang zu dem habe, der diese Engel befehligt?
In Jesus sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. Es genügt, wenn ich zu ihm komme. Ich finde das eine wunderbare Sache. Die einen denken vielleicht, das ist natürlich wieder so eine Engführung auf Jesus. Sicher, es ist eine Engführung auf Jesus, genau das ist es, was die Bibel macht. Aber das ist ja auch das Befreiende.
Wenn ich in Buchhandlungen gehe und mich orientiere, wo soll ich mich orientieren, da finde ich x Bücher über Engel, über Geister und weiss ich was und x verschiedene Theorien. Und wenn ich eine angewendet habe, weiss ich ja nicht, ob ich mich noch allenfalls mit einem anderen Engel beschäftigen muss, um ans Ziel zu kommen, oder vielleicht noch mit einem anderen Geist Kontakt aufnehmen muss oder vielleicht noch einen anderen Heiligen anbeten muss, dass es reicht. Und dann irre ich umher und irre umher und ich weiss nie: Wann ist das endlich zu Ende und wann bin ich am Ziel?
Ich habe das Problem nicht. Wissen Sie warum? Ich weiss, wer der Chef ist, ich weiss, wer die Welt geschaffen hat, ich weiss, wer die Aufträge gibt, und ich habe sogar Zugang zu ihm. Ich kann ihn sogar direkt ansprechen, und er wird das dann schon organisieren, was zu organisieren ist. Das muss ich für ihn nicht tun. Ich finde das eine wunderbare, befreiende Sache, und das ist vielleicht das, was wir eingangs gehört haben: dieses plötzlich auch geborgen sein zu können und zu wissen, Jesus genügt.
Wenn ich auf Jesus sehe, wenn ich Jesus nachfolge, brauche ich nicht, mich mit noch hundert verschiedenen Theorien, die Menschen entwickelt haben, zu beschäftigen. Ich bin am richtigen Punkt.
Ich empfehle Ihnen, wenn Sie sich weiter mit diesen Fragen beschäftigen möchten, lesen Sie doch selber in der Bibel. Wir haben verschiedene Bibelausgaben, die Sie da auch kaufen können. Beginnen Sie doch in der Bibel zu lesen, wenn Sie das nicht schon tun, vielleicht einmal am Tag oder jede Woche einmal oder wie auch immer, lieber ab und zu als gar nie, und lassen Sie sich von dem, was Gott uns offenbart, konfrontieren.
Und wer das noch ein bisschen intensiver möchte und auch dann noch die Fragen loswerden will, der kann sich gerne zu unserem Seminar anmelden, das am nächsten Freitag beginnt: Aufatmen, das Leben neu beginnen. Das startet am nächsten Freitag. Melden Sie sich doch an, es ist ein Seminar, da werden die zentralen Fragen des christlichen Glaubens erklärt, und dann hat man auch Zeit, all die Fragen einzubringen. Es gibt übrigens auch ein Nachtessen, das sind acht Abende, die am Freitag stattfinden. Falls Sie am Freitag nicht können und doch denken: Ich möchte sehr gerne an diesem Seminar teilnehmen, dann kreuzen Sie das an, und dann vielleicht verschieben wir auch noch den Termin, oder es gibt auch dann wieder ein weiteres Seminar.
Die unsichtbare Welt ist eine Wirklichkeit. Engel, Geister und Dämonen existieren, und wir sind dieser Wirklichkeit ausgesetzt, ob wir das zur Kenntnis nehmen möchten oder nicht. Wir verkörpern die Wirklichkeit der sichtbaren und unsichtbaren Welt sogar in uns selber. Gott hat das so gemacht, dass wir das sogar in uns und im eigenen Wesen erkennen können, dass Sichtbares durchdrungen wird vom Unsichtbaren.
Wir können entscheiden, wie wir dieser Wirklichkeit begegnen, ob wir zum Spielball finsterer Mächte werden und allem hinterherrennen müssen oder ob wir vom Schöpfer dieser Welt umsorgt werden. Das ist unsere Entscheidung, da lässt uns Gott die Freiheit. Wer Jesus begegnet und ihm Raum gibt in seinem Leben, der ist von diesen Mächten beschützt. Der muss keine Angst haben vor Geistern.
So sagt es auch die Bibel: Gott hat uns, und da spricht er von den Menschen, die Jesus in ihr Leben eingeladen haben, die mit Jesus leben, neues Leben bekommen haben, Gott hat uns aus der Gewalt der dunklen Mächte gerettet und uns unter die Herrschaft seines geliebten Sohnes gestellt. Gott hat die Menschen, die an ihn glauben, aus den Klauen der Finsternis herausgerissen, und er hat uns unter die Herrschaft seines geliebten Sohnes gestellt, das heisst, er hat uns praktisch in einen Sog der Liebe hineingestellt. Unser Herrscher Jesus ist nicht einer, der Menschen verdrückt und kaputt macht, sondern einer, der Menschen liebt und Menschen auferbaut. Das ist eine wunderbare Sache.
Wenn das geschieht, wenn ein Mensch das wirklich annimmt, wirklich sagt: So, jetzt will ich mich doch auf diesen einen wahren Gott verlassen und alles andere loslassen und will mich seinem Schutz anbefehlen, dann geschieht bei den Engeln etwas ganz Erstaunliches. Da sehen Sie es: Sie freuen sich. Es gibt wie ein Fest im Himmel. Die Engel freuen sich über einen Menschen, der umkehrt, der zu Gott zurückkommt, der sagt: Ich will wirklich jetzt mit dir leben. Und die Engel freuen sich. Es gibt ein Fest im Himmel. Wie das aussieht, weiss ich nicht.
Da würde ich gerne mal hineinsehen, da würde ich gerne mal, dass Gott mir dann diesen Vorhang schnell wegnimmt, damit man sehen kann, wie die Engel feiern, wie sie sich freuen. Aber sie freuen sich, weil die Engel wissen, was hier geschieht, wenn ein Mensch das tut, wenn ein Sünder Busse tut oder umkehrt, sein Leben Jesus anvertraut, dann sehen die Engel, dass dieser Mensch gerettet ist und eine neue Perspektive hat für die Zukunft.
Jesus gibt uns absolute Geborgenheit, die wir alle wirklich nötig haben. Zum Leben und zum Sterben brauchen wir diese Geborgenheit, und das schreibt Paulus, wenn er den Römern schreibt, und mit diesem Abschnitt möchte ich abschliessen. Es heisst ja: Ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch unsichtbare Mächte, weder gegenwärtiges noch zukünftiges noch gottfeindliche Kräfte, weder Hohes noch Tiefes noch sonst irgendetwas in der ganzen Schöpfung uns je von der Liebe Gottes trennen kann, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.
Nichts, aber auch gar nichts, sei es sichtbar oder unsichtbar, vermag uns zu trennen. Das ist Geborgenheit, die ich jedem von uns wünsche, in der sichtbaren Welt und in der unsichtbaren, jetzt wenn Sie gesund sind, wenn Sie krank sind. Ich wünsche Ihnen diese Geborgenheit, wenn Sie leben und wenn Sie sterben. Denn weder Hohes noch Tiefes noch sonst irgendetwas in der ganzen Schöpfung kann uns je von der Liebe trennen, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn. Das ist Evangelium, frohe Botschaft.
Ich bete mit uns.
Ich möchte dir danken, Vater, du Schöpfer des Himmels und der Erde. Ich möchte dir danken, dass du alles geschaffen hast in wunderbarer Weise und auch vom Konzept her eigentlich in einer verblüffenden Logik. Wir selbst sind Menschen aus Fleisch und Blut, aber auch Menschen aus Geist, das uns in eine Welt gestellt, deren Wirklichkeit das Sichtbare übersteigt. Und du hast dich erbarmt über uns Menschen, und du möchtest mit uns zusammenleben, mit uns in Verbindung stehen. Du möchtest, dass jeder Mensch diese Geborgenheit erleben darf und diese Geborgenheit sein darf, dass nichts, weder Hohes noch Tiefes, noch Engel, noch sonst irgendwelche Mächte uns trennen können von deiner Liebe.
Ich möchte dir danken, dass du eine frohe Botschaft in diese Welt hineingesagt hast. Ich möchte dir danken, dass du deinen Sohn auch in diese Welt gegeben hast, dass er für uns gestorben ist, damit wir leben können. Wir beten dich an und preisen deinen Namen, und ich bin dankbar, dass jeder Mensch immer eingeladen ist, zu dir zu kommen. Amen.
