Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und Hinführung zum Gespräch
Wir wollen noch ein paar Dinge einfach kurz Revue passieren lassen, in einer Runde mit Fragen und Antworten, hoffentlich. Und ich möchte Ron Kupsch und Greg Gilbert einladen, dass ihr zu mir kommt, und Kai als Übersetzer für Greg, damit wir gemeinsam noch ein bisschen über das reden, was wir gerade gehört haben.
Greg, ich danke dir dafür, dass du gerade im Predigen und Lehren eigentlich genau das getan hast, was du gerade auch als den großen Missionsauftrag beschrieben hast. Denn du hast ja gelehrt, und das ist ja Teil des Missionsauftrags. Ich weiß nicht, ob du heute Abend Jünger gemacht hast, aber ich hoffe, wir sind schon Jünger. Aber zumindest hast du uns gelehrt.
Greg, ist das also dann der Missionsauftrag der Gemeinde, was du gerade getan hast? Das heißt, der Missionsauftrag der Gemeinde unterscheidet sich dann von dem Missionsauftrag des Christen?
Der besondere Auftrag der Gemeinde
Hervorragende Frage. Der Auftrag der Gemeinde ist sehr spezifisch, aufgrund des Platzes, den die Gemeinde in dem großen Plan Gottes einnimmt. Die Gemeinde ist die Botschaft des Königs, während der König weg ist. Die Botschaftseinrichtung des Königs während seiner Abwesenheit. Als ein Konsulat oder seine Botschaft hat sie also eine ganz bestimmte Anweisung während seiner Abwesenheit.
Aber der einzelne Christ ist nicht die Botschaft oder das Konsulat des Königs. Und deshalb gibt es so etwas im Neuen Testament auch nicht, wie einen Christen, der nicht Teil einer Ortsgemeinde ist. Als Einzelne tun wir also viele Dinge, zu denen uns unser König berufen oder beauftragt hat. All die Ehemänner hier sind dazu berufen, ihre Frauen so zu lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat. Aber eure Gemeinde ist nicht beauftragt, eure Frau so zu lieben.
Wir haben unterschiedliche Verantwortungen. Ich bin ein Ehemann, ich bin ein Vater, ich habe einen Job. Wir haben unterschiedliche Aufgaben und Verantwortung. Ich bin Vater, ich bin Ehemann, ich habe einen Beruf. Und all das sind Verantwortungen, die ich als individueller Christ habe. Aber all diese Dinge sind nicht dasselbe wie die Mission der Gemeinde.
Als die Botschaft des Königs hat sie spezifische Anweisungen. Denn als die Botschaft des Königs hat sie ganz bestimmte Aufgaben.
Gute Werke und ihr eigentlicher Zweck
Also, wenn ich das richtig verstehe, würdest du sagen, dass zum Beispiel der Auftrag, sozialdiakonisch tätig zu sein, ein Auftrag ist, den wir als Christen sehr wohl haben, aber den wir als Gemeinde gemeinschaftlich in dem Sinne nicht haben. Denn es ist ein Auftrag an Christen, den wir im Wort Gottes finden, aber kein Auftrag, den die Gemeinde als Ganzes bekommt.
Es ist ein bisschen komplizierter, als dass ich jetzt einfach nur Ja oder Nein sagen könnte. Am Wochenende werden wir noch weiter darauf eingehen. Aber hier schon mal eine kleine Vorschau:
Die goldene Mission der Kirche ist das, was ich gerade gesprochen habe: das Evangelium zu proklamieren und Jünger zu machen. Das ist das, was uns als Gemeinde antreibt. Aber das Neue Testament oder die Bibel macht es sehr deutlich, dass gute Taten in gewisser Weise dem Evangelium, unserer Botschaft, auch irgendwo Glaubwürdigkeit verleihen.
Ist es also falsch, für eine Ortsgemeinde gute Taten zu vollbringen? Die Antwort wird ganz bestimmt Nein sein, es ist nicht falsch. Aber die eigentliche Frage sollte sein: Was ist der Zweck dieses guten Werks? Ist der Zweck, dass dadurch vielleicht die Nachbarschaft zu einem besseren Wohnort wird, oder ist der Zweck, dass die Botschaft, das Evangelium, das wir verkündigen, damit geschmückt wird und bestätigt wird?
Es ist eine sehr wichtige, entscheidende Frage. Denn wenn der Zweck der guten Taten ist, dass die Nachbarschaft verbessert wird, dann gibt es nirgends in der Bibel ein Versprechen, dass das wirklich auch geschehen wird. Es gibt natürlich die Hoffnung, die wir dabei haben. But there is no promise that any set of good works will actually make the world better. God has not promised that. What he has promised is that the Gospel preached and confirmed and affirmed by the good works that we do, wird durch die guten Werke, die wir tun, dann das Mittel sein, wodurch Sünder errettet werden.
So seht ihr also, warum es eine eher komplizierte Frage ist. Das soll ganz bestimmt nicht besagen, dass die Gemeinde keine guten Werke tun soll, und es soll auch nicht bedeuten, dass gute Werke unbedeutend sind. Sondern es soll sagen, dass es einen goldenen Auftrag gibt, in dem diese guten Werke mit hineinspielen.
Die Spannung zwischen vielen Aufgaben und dem einen Kernauftrag
Ich versuche, das mal mit meinem begrenzten Verstand zu verstehen.
Wir als Christen haben also eine Vielzahl von Aufträgen, viele Imperative in der Bibel, die uns alles Mögliche auferlegen, unter anderem gute Ehemänner zu sein oder treue Ehefrauen. Aber die Gemeinde als Ganzes hat einen spezifischen Auftrag, und das ist der große Unterschied. Und die Gemeinde sollte sich bewusst und klar darüber sein, dass sie einen wesentlichen Auftrag hat, auch wenn viele andere Dinge getan werden, auch zu Recht von der Kirche getan werden. Aber diese sind letztendlich nur dazu da, dem Auftrag dienlich zu sein.
Ja, aber nicht jeder versteht das. There are many churches in the world who think their purpose is to make their neighborhood or city or world a better place, and the great danger that I've seen in many churches, und die große Gefahr, die ich in vielen Gemeinden festgestellt habe, ist: Because they think their great purpose is to make the world a better place, and because being too straightforward about their Christianity could cause problems for that purpose, und weil ihnen bewusst ist, dass wenn sie sich offen als Christen bekennen, dass vielleicht diesem Unterfangen in den Weg kommt, spielen sie deshalb die Tatsache herunter, dass sie das in Jesu Namen tun.
Das ist nur ein Beispiel dafür, warum es so wichtig ist, dass man sagt: Das ist die goldene Mission, und diese Dinge sind im Dienst dazu. Und das ist der Grund, warum es so entscheidend ist, dass wir das auch offen bekennen: Unsere goldene Mission ist, dass wir Jünger machen.
Beobachtungen aus der deutschen Gemeindelandschaft
Vielleicht darf ich mich da mal an dich wenden, Ron. Du bist uns bekannt als ein Beobachter, gerade auch der Situation in Deutschland. Dein Theoblog hat immer den Finger am Puls der Zeit. Erlebst du das als eine Herausforderung auch für Gemeinden hier in Deutschland in unserer Zeit?
Ja, also ich habe die Botschaft von Greg ehrlich gesagt aufgesogen wie ein nasser Schwamm. Ich höre zu oft, dass der Auftrag der Kirche sei, die Wahlen zu retten oder das Klima zu verändern. Insofern bin ich sehr, sehr dankbar für das, was Greg gesagt hat, und würde das voll unterstreichen.
Der Hauptauftrag, den die Kirche hat, ist es, das Evangelium zu verkündigen, zu taufen, Jünger zu machen und zu lehren. Ich denke, dass die größere Gefahr derzeit ist, die Taten zu stark zu betonen, ohne zu sehen, wie wichtig es ist, das Evangelium zu verkündigen.
Ich würde vielleicht zwei Sachen ergänzen oder erwähnen in dem Zusammenhang, die mir auch wichtig sind. Zum einen glaube ich, dass wir alle nicht nur Christen sind, sondern auch Weltbürger, und dass wir schon in der Bibel auch einen Auftrag finden, kulturschaffend tätig zu sein. Ich denke an den Noah-Bund beispielsweise, der sich an alle Menschen richtet, an den Auftrag, den Tieren Namen zu geben, und an „Seid fruchtbar und mehret euch“. Auch das ist ein wichtiger Auftrag, der allen Menschen gilt, und wir als Christen sollen uns diesem Auftrag nicht entziehen.
Insofern: Wir sind Weltbürger, wir sollen uns einbringen in die Kultur, wir sollen Künstler in den Gemeinden fördern und ihnen die Möglichkeit geben, auch ihre Gaben zu pflegen. Aber das ist ein Auftrag, den wir teilen. Es geht um Weltverantwortung, um schöpferische Tätigkeit, um das Allgemeinwohl. Das ist nicht der eigentliche Auftrag. Das ist genau das, was Greg gesagt hat: Matthäus 28, der große Auftrag.
Der andere Gedanke, den ich noch vielleicht erwähnen möchte, ist, dass die Kirche darüber hinaus auch hin und wieder einen prophetischen Auftrag hat. Sie soll die Heiligkeit Gottes spiegeln, auch in dem, was sie sagt, sehr dezent und zurückhaltend. Ich glaube nicht, dass das der eigentliche Auftrag der Kirche ist, aber dass wir schon hin und wieder Stellung beziehen sollen, wie zum Beispiel einige Christen im Dritten Reich. Bonhoeffer gehörte dazu. Er ist heute vor ungefähr 70 Jahren dafür hingerichtet worden, dass er in der Frage der Juden Stellung bezogen hat oder in der Frage, wie gehen wir mit noch nicht geborenem Leben um. Ich glaube, dass es schon auch Auftrag der Kirche ist, dort dezent immer wieder Stellung zu beziehen.
Prophetisches Reden und die Bindung an die Schrift
Greg, würdest du dem zustimmen, dass die Gemeinde auch in gewisser Weise diesen begrenzten prophetischen Auftrag hat? Also dass nicht nur Christen individuell diese Dinge ansprechen sollten, sondern auch die Kirche als Organisation, bewusst als Gruppe von Menschen Stellung beziehen kann, zum Beispiel zum Thema Abtreibung?
Ja, aber nur insofern, wie auch die Bibel davon spricht. Meine Autorität als Pastor zu reden beginnt und endet mit diesem Buch. Und die Autorität der Kirche zu sprechen beginnt und endet mit dem Wort des Königs. Auch das Wort der Gemeinde, der Kirche, fängt an und hört auf mit diesem Buch, den Worten des Königs.
Wenn also die Bibel über den Wert des menschlichen Lebens spricht, ob das nun ungeborene Babys betrifft oder Bonhoeffer, die Juden, in dem Fall von Bonhoeffer, dann spricht die Gemeinde dieses Wort und wendet es auf ihre zeitgenössische Generation an. Aber auch hier müssen wir vorsichtig sein. Viele Gespräche, die unsere Gesellschaften miteinander führen, werden von der Bibel entweder gar nicht angesprochen oder nur sehr allgemein behandelt. Und wir als Pastoren, wir als Kirchen, müssen mit derselben Genauigkeit oder Allgemeinheit sprechen, wie auch die Bibel spricht. Wir sollten also nur so spezifisch auf diese Themen eingehen, wie auch die Bibel sich spezifisch dazu äußert.
Es ist bestimmt keine einfache oder offensichtliche Aufgabe, die wir hier haben. Aber Teil unserer Berufung als Christen und vor allem als Pastoren ist es, diese Arbeit zu tun. Und ich glaube, da, wo diese beiden Dinge zusammenkommen, ist Folgendes: Gerade wenn wir diese Themen ansprechen, weil wir von der Bibel lehren und dann auch auf solche Themen zu sprechen kommen, müssen wir sie immer im Zusammenhang mit dem Evangelium verkünden.
Das heißt: Ja, wir sagen etwas zum Thema Abtreibung. Aber wir sagen das, indem wir der Gemeinde auch sagen: Wenn du eine Abtreibung vorgenommen hast, ist die Gnade in Jesus Christus größer. Deine Schuld kann dir in Jesus Christus vergeben werden, wenn du ihn als deinen Retter und Herrn anerkennst.
Wir reden also in die Gesellschaft hinein, aber nicht losgelöst vom Evangelium, sondern im Zusammenhang mit dem Evangelium. Wir verkünden Wahrheit, wir sprechen prophetisch, aber immer rückgekoppelt an das Evangelium, immer mit der Verkündigung des Evangeliums.
Wege zur Erneuerung in Gemeinden
Ich möchte das Thema noch ein bisschen wenden, denn hier sitzen eine ganze Menge Christen. Einige Pastoren, andere nicht, die vielleicht in Gemeinden sind, die auf den Zug eines sehr stark sozialdiakonischen Denkens aufgesprungen sind. Vielleicht tun sie genau das nicht aus böser Absicht, sondern einfach, weil sich das so entwickelt hat und man dann nicht weiter darüber nachgedacht hat. Dabei haben sie vielleicht das Evangelium mehr an den Rand gestellt und sich bestimmten guten Werken gewidmet.
Und diese guten Werke, genau wie du es gerade beschrieben hast, Greg, führen jetzt dazu, dass wir, wenn wir die Menschen durch unsere guten Werke erreichen wollen, nicht dieses konfrontative Evangelium gleich so hochhängen können. Sonst erreichen wir die Menschen nicht mehr so gut und können auch nicht mehr so schnell gute Beziehungen aufbauen.
Wenn also jetzt Menschen hier feststellen: Ja, da sind wir wahrscheinlich ein bisschen weggekommen von unserem eigentlichen Missionsauftrag, was wären dann Stellschrauben für A, einen Pastor, und B, ein normales Gemeindeglied, wo wir ansetzen könnten, um hier vielleicht Veränderungen zu bewirken?
Ich würde die Frage insbesondere gerne auf normale Gemeindeglieder herunterbrechen, denn ich denke, für sie ist es viel schwieriger, wenn sie so etwas jetzt erleben. Was machen wir dann? Ron, du bist Gemeindeglied, du bist kein Pastor in einer Gemeinde, du bist Theologie-Dozent, aber normaler Gemeindebesucher. Was kannst du tun? Was können Geschwister tun, die das erleben, um sich da positiv einzubringen?
Ja, ich habe mehrere Gemeinden kennengelernt, die diesen Prozess sozusagen durchschritten sind. Sie haben sich immer stärker in das soziale Engagement investiert, den humanitären Auftrag immer mehr ausgeweitet und dadurch irgendwann, das war zumindest meine Beobachtung, evangeliumsarm wurden, vielleicht sogar manchmal evangeliumsfrei, so wie ich das gerne sage.
Und ich glaube, dass es für jede Gemeinde, für den Pastor und für jeden Arbeitskreis, angefangen von der Kinderarbeit bis hin zur Rentnerarbeit, sehr, sehr wichtig ist: Welche Rolle spielt das Evangelium? Ist das Evangelium die treibende Kraft? Wird das Evangelium verkündigt? Wenn das Evangelium verkündigt wird und Leute zum Glauben kommen, wenn sozusagen das Evangelium durch das Herz hindurchgeht, dann werden gute Werke folgen. Auch Werke, die sich für das Allgemeinwohl bewähren, werden dann viel mehr bewirken, als wenn wir uns verzetteln in sozialen Aufgaben und das Evangelium in Vergessenheit gerät.
Deswegen mache ich Mut, immer reinzuschauen in die Arbeitskreise. Das gilt für den Pastor, das gilt auch für andere Verantwortliche in der Gemeinde. Man sollte schauen: Läuft dort das Evangelium? Ist das Evangelium die treibende Kraft, auch bei den Aufgaben, die eher einen sozialen Charakter haben? Und an dieser Frage oder an dieser Antwort dann zu entscheiden, wie es weitergeht.
Das heißt, wenn ich feststelle, dass das nicht der Fall ist und ich nicht gleich Gemeindeflucht begehen will, versuche ich mich in spezifischen Kreisen, wo auch immer ich Einfluss bekommen kann, einzubringen, um das Evangelium wieder mehr ins Zentrum zu bringen, zumindest in einzelnen Gemeindebereichen.
Ja, das ist also unser Auftrag, liebe Geschwister.
Greg, würdest du dem zustimmen? Würdest du auch sagen, dass du gerade als Gemeindeglied einfach in kleinen Bereichen anfängst, das Evangelium wieder mehr ins Zentrum zu rücken, zumindest das zu versuchen? Oder was würdest du tun?
Es kommt darauf an, as you said, has liberated itself from the Gospel. Wenn deine Gemeinde sich wirklich von dem Evangelium freigemacht hat, hast du gesagt, und if you as a member of the church are not in any sort of position of authority or influence, und wenn du als Mitglied in dieser Gemeinde wirklich keine Autorität hast und keinen Einfluss nehmen kannst, dann müsstest du dich fragen, ob du wirklich viel bewegen kannst.
Denn Tatsache ist, dass du als Mitglied in einer Gemeinde dich an einem Ort aufhalten solltest, wo Woche für Woche das Evangelium klar verkündigt wird. Es ist ja nicht so, als ob das Evangelium nur für Ungläubige ist und du okay bist, wenn du es nicht jede Woche hörst.
Wenn du jedoch eine Rolle mit einflussreicher Stellung hast, dann tust du, was in deiner Macht steht, um Dinge wieder in eine andere Richtung zu lenken. Aber wenn das nicht der Fall ist, dann kann es sein, dass ich dir raten würde: Geh zu einer Gemeinde, wo wirklich das Evangelium verkündigt wird. Das ist eventuell leichter gesagt als getan in unserem Land, in manchen Städten leichter, in anderen schwieriger.
Und ich denke, deswegen bleibt uns oft vor allem eins: Auch wenn wir nur die Botschaft aufrichten und als Botschafter tätig sein sollen, dürfen wir gleichzeitig wissen, der König ist voll aktiv. Und er lebt in der Botschaft und nicht in der Message, die wir proklamieren, sondern in der Embassy. Der König lebt in der Embassy, der König ist da, obwohl er nicht da ist. Entschuldigung. Message und Embassy ist das gleiche Wort in Deutsch.
Abschlussgedanken und Gebet
Deswegen möchte ich eigentlich zum Abschluss kommen. Aber Ron wollte noch etwas sagen, deshalb lasse ich Ron jetzt noch zu Wort kommen.
Noch ein ganz kurzer Gedanke: Solche Entwicklungen in Gemeinden haben ja immer auch eine Geschichte. Meine Beobachtung ist, dass es damit anfängt, dass man die Schönheit des Evangeliums nicht mehr sieht und auch nicht mehr an die Kraft des Evangeliums glaubt.
Dort, wo die Kraft des Evangeliums sichtbar wird, gibt es natürlich gute Werke. Wenn durch eine verkürzte Verkündigung des Evangeliums diese Werke dann auf einmal nicht mehr da sind, dann dreht man sich um die Werke. Dann will man die Werke produzieren, dann will man gute Taten sehen. Aber die Therapie wird nicht funktionieren.
Es wird also nicht besser dadurch, dass wir jetzt anfangen, Gutes zu tun. Wir müssen wirklich schauen, dass das Evangelium wieder im Mittelpunkt steht und dass wir die Schönheit des Evangeliums sehen. Und wer das Evangelium verstanden hat, der kann nicht mehr anders, als Gutes zu tun.
Abschluss von Christian Wegerts Predigt
Die guten Werke sind sozusagen der Röntgenapparat, der das Herz zeigt, wenn ich das richtig erinnere, lieber Christian.
Ich wollte gerade unsere Runde beenden, weil es 21 Uhr ist und wir pünktlich enden wollen. Deswegen war ich gerade dabei zu sagen: Weil der König in der Botschaft lebt, können wir uns ihm zuwenden und ihn bitten, sein Evangelium in den Gemeinden wieder mehr Raum zu geben.
Deswegen möchte ich zum Abschluss für uns beten, und für die Gemeinden, die hier durch uns in diesem Raum repräsentiert sind, dass Gott uns Weisheit geben möge und Mut, der Gemeinde, unserer Gemeinde, dabei zu helfen, ihren Auftrag wieder klar zu erkennen. Und dass der Herr Gnade schenken möge, dass Gemeinden sich wieder treuer diesem Auftrag zuwenden.
Und so möchte ich zum Abschluss mit uns beten. Vielleicht stehen wir zum Abschluss dazu auf.
Himmlischer Vater, wir wollen dir danken, dass du deinen Sohn Jesus Christus in diese Welt gesandt hast, um zu suchen und zu finden, was verloren war. Danke, dass du in Jesus Christus aller Gerechtigkeit Genüge getan hast, dass du das Leben voll Liebe und guten Werken getan hast, das wir hätten tun sollen, und dass du dann stellvertretend für unsere Schuld am Kreuz von Golgatha gestorben bist.
Danke, dass du dein Wort in diese Welt gesandt hast, so dass wir es hören konnten und durch das Hören des Wortes zum ewigen Leben kommen konnten. Und danke, dass du uns sammelst in lokalen Gemeinden, Herr.
So möchte ich beten für alle Gemeinden, die hier durch Mitglieder und Pastoren repräsentiert sind, dass du uns Weisheit gibst, wie wir in diese Gemeinden hineinwirken können, damit wir als Gemeinden immer mehr und immer wieder neu dahinfinden, das zu tun, wozu du uns berufen hast. Dass wir deinen Auftrag als Gemeinden ausüben, dass wir Menschen zu Jüngern machen und sie lehren, sie taufen.
Herr, wir wollen dich bitten, dass du uns nicht nur Weisheit gibst, sondern auch Mut, Dinge anzusprechen und sie zu verändern. Und gib uns Liebe, dass wir die Wahrheit in Liebe reden, dass wir gewinnend Wahrheit lehren können. Und wir wollen dich bitten, dass du dann mächtig wirkst.
Danke, dass du uns zugesagt hast, dass du deine Gemeinde baust und die Pforten der Hölle dem nicht widerstehen können. Und so bitten wir dich, dass du uns auch für heute Abend mit deinem Segen begleitest.
Herr, so sei nun die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes mit uns allen. Amen.
