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Anbetung als Bewunderung Gottes (Teil 1/4)

Pfingstkonferenz Crivitz 2026
06.08.2026
SerieTeil 1 / 2Anbetung als Bewunderung Gottes
Pfingstkonferenz Kriwitz 2026
Anbetung als Bewunderung Gottes
Theologie, die dich im Glauben wachsen lässt.
Nachfolge praktisch – dein geistlicher Impuls für den Tag.

Fingstkonferenz Kriwitz zwanzigsechsundzwanzig Anbetung als Bewunderung Gottes Theologie, die dich im Glauben wachsen lässt, nachfolge praktisch dein geistlicher Impuls für den Tag.

Der Zusammenhang von Gebet und geistlichem Wachstum

Mein Name ist Jürgen Fischer, und im ersten Teil geht es um: „Geheiligt werde dein Name.“
Da, wo wir unser Leben aktiv in Gottes Heilsgeschichte hineinschreiben wollen, spielt Gebet eine ganz, ganz wesentliche Rolle. Es ist wahrscheinlich weniger das, was du im Leben tust, als das, wofür du betest, was am Ende darüber entscheidet, wie viel Wirksamkeit du in dieser Welt hattest.
Ich weiß, das klingt komisch, weil wir alle so die Machertypen sind. Wir denken, es kommt immer auf das an, was wir tun. Aber ich habe den Eindruck, dass die Bibel, vor allem habe ich den Eindruck bei dem Herrn Jesus, dass es bei ihm viel, viel ausgewogener ist. Auch von der Zeit, die er investiert, ist es viel, viel ausgewogener, dass Gebet da eine viel, viel größere Rolle spielt.
Jesus war ein Beter, und wenn wir ihm ähnlicher werden wollen, dann müssen wir das irgendwie ernst nehmen. Wir müssen Beten ernst nehmen, wir müssen es lernen, wir müssen das praktizieren. Und wenn wir sagen: Ich möchte mich darauf einlassen, ich will diesen Gedanken nachspüren, wie kann ich beten lernen?, dann müssen wir ein Stück das tun, was die Jünger tun: zu Jesus gehen und sagen: Herr, lehre uns beten.
Dann müssen wir uns mit dem Vaterunser beschäftigen. Und wir dürfen verstehen, dass das Vaterunser eine Struktur ist, mit der wir unserem täglichen Gebet etwas geben können, was es auf eine Art richtig macht. So bekommen wir all das, was wir brauchen, um in einer tiefen geistlichen Beziehung zu dem Herrn Jesus zu leben.
Das Vaterunser soll unser tägliches Gebetsleben prägen. Wir sollen das nicht ritualisiert irgendwie herunterbeten. Wir sollen darüber nachdenken, wie so ein Gerüst unsere regelmäßige Gebetszeit strukturiert.
So, jetzt schauen wir uns also das Vaterunser an. Wir hatten ja heute Morgen diesen Überblick, und am Anfang heißt es in Matthäus 6,9: „Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name.“
Damit fängt das an: „Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name.“

Der Vater als Ausgangspunkt des Gebets

Wenn wir beten, dann beginnt alles mit Gott. Am Anfang stehen also nicht unsere Bitten. Es geht nicht zuerst um meine Sünden, und es geht auch nicht zuerst um meine Ängste. Es geht um Gott.
Wenn wir beten, dann reden wir mit dem Schöpfer des Universums. Und das Großartige ist: Wir nennen ihn Vater. Allein das ist schon etwas ganz Besonderes. Die Majestät auf dem Thron lädt mich ein, ihm so zu begegnen, wie ein Kind seinem Vater begegnet.
Wenn ich das so sage, denke ich mir allerdings: Ich hatte einen unberechenbaren Vater, der sich über Jahre hinweg nicht um mich gekümmert hat. Und als er es dann doch tat, war das eine durchaus schwierige Beziehung. Ihr merkt: Schon dieser Begriff Vater kann total belastet sein. Deshalb müssen wir verstehen, was einen richtig guten Vater ausmacht, bevor wir Gott als Vater anbeten können.
Wir müssen aufpassen, dass unsere Erfahrungen mit unseren Vätern nicht in unsere Beziehung mit Gott hineinwirken. Und ich kann euch an dieser Stelle nur raten: Wenn das euer Thema ist, dann nehmt euch die Zeit, die es braucht, um Vaterschaft von der Bibel her neu zu denken.
Ich kann hier nur mit einer Folie einen kleinen Überblick geben, was einen guten Vater ausmacht. Ein guter Vater nach der Bibel liebt auf eine ganz verlässliche Weise. Er sorgt treu für seine Kinder. Er ist zugänglich. Er erzieht zum Leben. Er reizt seine Kinder nicht zum Zorn. Er gibt Orientierung durch sein Wort und natürlich auch durch sein Vorbild. Er beschützt, ohne zu kontrollieren. Er vergibt. Er stellt gerne wieder her. Er segnet seine Kinder. Er handelt gerecht. Und er führt sie in die Gottesfurcht statt in die Menschenfurcht.

Gottes Vaterschaft neu verstehen

Und ich bin mir leider sicher, dass viele von uns so einen Vater nicht erlebt haben. Sein Vater will aber Gott sein.
Ein Vater ist ein Gott, bei dem bedingungslose Liebe auf Zugänglichkeit trifft, auf Ehrlichkeit, auf Freigebigkeit und auf echtes Interesse an meinem Vorankommen. Das ist Gott.
Und ich möchte euch bitten: Wenn euch dieser Begriff „Vater“ vielleicht so ein bisschen quer runtergeht, mir hat es total geholfen, irgendwann in meinem Leben zu sagen: Okay, ich studiere noch mal, was die Bibel zum Thema Vaterschaft sagt. Auf diese Weise bin ich falsche Erfahrungen oder schwierige Erfahrungen, falsche Prägungen, tatsächlich ein Stück weit losgeworden.
Und das müssen wir, wenn wir Gott als Vater begegnen. Gott ohne Angst begegnen: Wir dürfen ihn ansprechen, wir dürfen ihn anbeten. Oder im Hebräerbrief heißt es einmal, wir dürfen mit Freimütigkeit, also völlig ohne Angst, vor den Thron der Gnade treten, weil da mein Vater sitzt.
Und wenn wir ihn jetzt im Gebet anrufen, dann ist das erste Thema, um das es sich im Gebet drehen muss, Gott selbst.

Die Heiligkeit Gottes im Gebet ehren

 Matthäus 6,9: Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name.
Wenn hier steht: Geheiligt werde dein Name, dann bedeutet das nicht, dass Gottes Name irgendwie heiliger werden müsste oder könnte. Gott ist heilig, und da spielt es auch keine Rolle, was wir sagen. Er wird auch nicht heiliger dadurch, dass wir ihn heilig nennen. Seine Heiligkeit ist tatsächlich nicht steigerbar.
Von daher geht es hier, wenn wir sagen: Geheiligt werde dein Name, darum, dass wir Gottes Heiligkeit, die schon ist, anerkennen. Dass wir sie ehren. Dass wir sie öffentlich machen. Wir behandeln Gottes Namen, und der Name Gottes ist Gottes offenbarte Identität, so, wie es der Wirklichkeit entspricht.
Jetzt kann man die Bibel aufschlagen und sagen: Okay, wenn ich dem Thema Heiligen in der Bibel nachspüre, was heißt das in der Bibel, Gott zu heiligen? Da gibt es verschiedene Stellen. Wenn wir Gott heiligen, hat das damit zu tun, dass wir Gott fürchten, dass wir uns öffentlich zu ihm stellen im Glauben, dass wir ihm gehorsam sind, dass wir seinen Namen gerade nicht entehren, sondern sichtbar ehren. Und vielleicht ist das der schönste Aspekt: dass wir ihm in unserem Herzen einen Ehrenplatz geben.
Also: Wo die Welt sich hinstellt und Gott verachtet und entehrt, da stelle ich mich als Kind Gottes und gerade auch im Gebet ganz bewusst auf die Seite Gottes. Der Beter sagt: Vater im Himmel, ich wünsche mir, dass dein Name nicht klein gemacht wird, und zwar nicht in meinem Denken, nicht in meinem Reden, nicht in meinem Leben und auch nicht in dieser Welt.

Die Gebetszeit mit Gottes Herrlichkeit beginnen

Nochmal: Merkt ihr, worum es am Anfang geht? Ich habe meine persönliche Gebetszeit, die wollen wir jetzt strukturieren. Wir fangen mit dem Vaterunser an, und wir merken: Ganz am Anfang geht es darum, dass wir Gott selbst vor Augen haben und uns neu seine Größe und seine Herrlichkeit bewusst machen.
Wir starten unsere Gebetszeit damit, dass wir uns selbst neu predigen, wer unser Gott ist und was wir an ihm großartig finden. Also beginnen wir unsere Gebetszeit gerade nicht mit unseren Defiziten oder unseren Wünschen, sondern mit Gottes Herrlichkeit. Unser Vater in den Himmeln ist der Heilige, und genau das machen wir ganz am Anfang klar. Das sind unsere ersten Gedanken beim Gebet: Wer bitteschön ist Gott?
Ich komme als Kind zum Vater und ich merke: Ich darf. Vor der Bitte kommt die Bewunderung, vor dem Mangel kommt die Fülle Gottes, vor der Sorge kommt die Herrlichkeit dessen, der genau weiß, was wir brauchen. Wir beginnen nicht mit der Größe unserer Probleme, sondern mit der Größe Gottes. Wir haben einen Vater im Himmel, und wir dürfen ihn feiern. Damit beginnt unser Gebet!
Das war's für heute. Nimm dir Zeit, in Ruhe über das Thema Anbetung nachzudenken. Was solltest du ändern? Welche Bibelverse könntest du auswendig lernen? Welche Aspekte des Themas müsstest du noch studieren?
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Aus der Erhöhung wird eine Erfüllung.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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