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Unser Dienst ist wichtiger als unser Leben

Apostelgeschichte 20,2414.07.2020
Serie•Teil 196 / 366Solid Joys
Wir müssen uns nicht darum sorgen, wie wir unser Leben bewahren, um unseren Dienst gut zu Ende zu bringen. Doch Gott allein weiß die Zeit, die er für unseren Dienst eingesetzt hat.

Die Berufung zum Dienst

Vierzehnter Juli
Unser Dienst ist wichtiger als unser Leben. Aber auf all das nehme ich keine Rücksicht. Mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe.
 Apostelgeschichte 20,24
Aus Sicht des Neuen Testaments betrifft der Dienst das Leben eines jeden Christen. Epheser 4,11-12 sagt, dass es die Aufgabe der Pastoren ist, die Heiligen für das Werk des Dienstes zuzurüsten. Es sind jedoch die ganz normalen Christen, die den Dienst tun.
Wie der jeweilige Dienst genau aussieht, fällt so unterschiedlich aus, wie verschiedene Christen unterschiedlich sind. Dieser Dienst ist also kein bestimmtes Amt, wie das eines Ältesten oder Diakons, sondern ein Lebensstil, der Christus groß macht und den Bedürfnissen anderer dient.
Es bedeutet, dass wir an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.
 Galater 6,10
Ob wir Banker oder Bauarbeiter sind, heißt das, dass wir uns darum bemühen, andere zur Ehre Gottes im Glauben und in der Heiligkeit voranzubringen.

Der Vorrang des Auftrags vor dem eigenen Leben

Es ist wichtiger, unseren Dienst zu erfüllen, als am Leben zu bleiben. Diese Überzeugung macht das Leben von Menschen, die sich radikal für Jesus hingeben, so inspirierend.
Die meisten sprechen über ihren Dienst so, wie Paulus es hier in Apostelgeschichte 20,24 tut: Aber auf das alles nehme ich keine Rücksicht. Mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe.
Den Dienst zu tun, in den Gott uns stellt, ist wichtiger als unser Leben. Vielleicht denkst du, dass du dein Leben bewahren musst, um deinen Dienst tun zu können. Ganz im Gegenteil: Die Art und Weise, wie du dein Leben verlierst, kann der Schlussstein deines Dienstes sein. So war es auf jeden Fall bei Jesus, der schon in seinen Dreißigern starb.

Gottes Zeit und die Vollendung des Dienstes

Wir müssen uns nicht darum sorgen, wie wir unser Leben bewahren, um unseren Dienst gut zu Ende zu bringen. Gott allein weiß, welche Zeit er für unseren Dienst bestimmt hat. Er wird entscheiden, wann unser Tod keine Unterbrechung unseres Dienstes, sondern die letzte Tat unseres Dienstes sein wird.
Henry Martin hatte Recht, als er sagte: „Wenn Gott hier noch Arbeit für mich hat, dann kann ich nicht sterben.“ Dieser Gedanke ist oft in folgenden Worten wiedergegeben worden: „Ich bin unsterblich, bis die Aufgabe, die Christus für mich hat, getan ist.“
Also ist unser Dienst wichtiger als unser Leben.