Serie•Teil 7 / 20Harsewinkel 2015 - Daniel 2 und 7-12
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Der zeitliche Rahmen der prophetischen Worte
In Jeremia 29, in Jeremia 30, in Jeremia 31, an mehreren Stellen. Ja, aber dann ist die nächste Frage: Und wann war das?
Nun, das eine war im Jahre 605, zum Beispiel Jeremia 25. Das war im Jahre 605. Jeremia 29, das war im Jahre 597. Jeremia 32, das war im Jahre 587. Also irgendwann in diesen Jahren 605, 597, 587. Irgendwann da ging immer wieder das Wort Gottes aus an Jeremia: Jerusalem soll und wird wieder gebaut werden, beides. Es soll gebaut werden, und es wird gebaut werden. Das heißt wohl am einfachsten: Diese Deutung würde am einfachsten passen.
So wisse denn: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis zu einem Gesalbten, einem Fürsten, sind es sieben Wochen. Das heißt, wir haben zuerst das Ausgehen des Wortes. Das Wort geht von Gott aus: Jerusalem soll wiederhergestellt werden und gebaut werden. Und dann verstreicht eine Zeit, aber es wird nicht gebaut. Es verstreicht einfach nur Zeit bis zu einem Gesalbten. Und dann wird gebaut, und zwar der zweite Abschnitt: 62 Wochen werden Platz und Graben wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in bedrängnisreichen Zeiten.
Eines können wir einmal festlegen: Die erste Zeit, die sieben Wochen, werden nicht gebaut. 62 Wochen werden gebaut, und dann kommt die Katastrophe. Dann wird ein Gesalbter ausgerottet, und im dritten Abschnitt kommt die große Katastrophe. Da wird dann Jerusalem wieder zerstört, der Tempel verwüstet und so weiter.
Diese Textstellen habe ich Ihnen schon gelesen, das kann ich jetzt mit Ihnen überspringen. Und wir schauen uns jetzt weiter den Text an.
Wer mit dem Gesalbten gemeint sein könnte
Der Text sagt nun: Von der Zeit an, da das Wort ausgeht, dass Jerusalem wieder gebaut werden soll, bis zu einem Gesalbten sind sieben Wochen. Wer ist dieser Gesalbte, dieser Fürst? Ein Gesalbter, ein Fürst?
Manche Übersetzungen haben: bis zu dem Gesalbten, also der Gesalbte. Im Hebräischen fehlt jedoch der Artikel. Deshalb müssen wir wohl übersetzen: bis zu einem Gesalbten.
Und jeder von uns denkt sofort: Der Gesalbte, das muss der Herr Jesus Christus sein, oder? Aber es ist so: In der Bibel gibt es nicht nur den Herrn Jesus Christus als Gesalbten. Ein Gesalbter war entweder ein Priester, ein Hoherpriester, der öffentlich gesalbt wurde, oder ein König. Nicht jeder, aber zum Beispiel wurde König David gesalbt.
Da könnte also hier entweder ein Hoherpriester oder ein König gemeint sein. Aber die Hebräisch-Spezialisten sagen uns: So, wie das im Hebräischen geschrieben steht, er ist ein Gesalbter und ein Fürst, dann muss es ein Priester sein. Warum? Weil der Fürst schon bedeutet, dass er ein König ist oder ein sehr Mächtiger. Also kann man nicht sagen: ein König und ein König.
Es war nicht ein König und ein König. Es war ein Gesalbter, ein König, ein Gesalbter, ein Priester, der auch zusätzlich noch ein König war. Das ist gemeint.
Ein Hohepriester als Führungsfigur beim Wiederaufbau
Und jetzt überlegen wir, wo wir einen Gesalbten finden, einen Hohenpriester, der gleichzeitig auch ein König war oder jedenfalls ein Fürst. Man muss ja nicht unbedingt ein König sein, aber ein Fürst.
Also suchen wir jetzt einen Gesalbten, einen Hohenpriester, der zugleich ein Fürst war. Und das brauchen wir ungefähr für die Zeit, als mit dem Bauen begonnen wurde. Denn er sagt: Sieben Wochen sind es, dann kommt dieser Gesalbte und der Fürst, und dann wird gebaut, und zwar 62 Wochen lang.
Wer könnte dieser Hohepriester sein, der auch ein Fürst ist, und zwar genau zu dem Zeitpunkt, als man angefangen hat, die Stadt zu bauen? Wo ist der gesalbte Hohepriester, der zugleich ein Fürst war, zu der Zeit, als die Juden im Jahr 538 aus Babylon zurückgeführt wurden und man anfing, den Tempel zu bauen und die Häuser zu bauen, die Stadt zu bauen? Wo ist der Hohepriester? Haben Sie schon einen Kandidaten?
Es gibt einen. Es gibt einen, der Hohepriester war und auch ein Fürst war. Wenn Sie ein bisschen an die Bibel denken, welche Bücher sind da geschrieben? Bei der Rückführung steht zum Beispiel der Prophet Sacharja. Er weissagte, dass sie den Tempel bauen sollen, dass sie den Tempel weiterbauen sollen. Das war damals um diese Zeit der Rückführung. Zuerst haben sie gebaut, dann haben sie wieder aufgehört zu bauen, und dann sprechen Sacharja und Haggai zwei Personen an: Sie sollen bauen.
Und das waren welche zwei Personen, wissen Sie es? Im Buch Haggai? Ja, richtig: Serubbabel war der eine Führer. Und wer war der andere Führer? Der Hohepriester, genau. Und wie hieß er? Jeschua oder Joshua, Jeschua der Hohepriester.
Die Gestalt des Joshua als Vorbild
Und in Sacharja Kapitel 6 heißt es: Nimm eine Krone und setze sie auf das Haupt von Josua oder Jeschua, des Hohen Priesters. Der heißt zufällig wieder Herr Jesus, oder? Josua ist ja Jesus, oder Josua heißt auch Jesus.
Also dieser Hohe Priester, der zusammen mit Serubbabel kam, der ein Fürst war, sollte sogar eine Krone auf den Kopf gesetzt bekommen. Denn er sollte ein Vorfahre sein, ein Prototyp des Herrn Jesus, der einmal auch ein Hoher Priester wird und der ebenfalls eine Krone auf dem Kopf trägt. Hier haben wir den besonderen Gesalbten.
Das heißt: Josua, ab ihm wird gezählt, ab ihm wird gebaut. Zuerst haben wir sieben Wochen von der Prophetie Jeremias an bis zu Josua. Das waren ungefähr fünfzig Jahre oder wie auch immer; wir zählen ja nicht haargenau, sondern ungefähr. Da war also die Zeit Jeremias, in der Gott zu Jeremia spricht. Dann wird nicht gebaut. Dann kommt der Hohe Priester, der ein Fürst ist, und jetzt wird gebaut. Alles ist voller Hoffnung. Sie kommen zurück, und es wird 62 Wochen lang gebaut, so sagt es der Text.
Und 62 Wochen lang wird gebaut werden, Vers 25: Jerusalem wird wiederhergestellt und gebaut, Platz und Graben, und das in Bedrängnis der Zeiten.
Bedrängnis und politische Umbrüche während der Bauzeit
Also, die Zeit wird schwer. Die Zeit wird schwer von dieser Zeit ab 538. Da wurde gebaut, aber es gab viel Widerstand. Die Samaritaner leisteten Widerstand. Dann kamen die Kriegszeiten. Es war alles schwierig. Der Tempel wurde eine Zeit lang nicht weitergebaut. Dann hat man wieder angefangen zu bauen. Schlussendlich war der Tempel fertig. Und die Leute haben geweint, weil sie gesehen haben, wie klein der Tempel im Vergleich zum Salomotempel war.
Dann kamen die Kriegszeiten. Immer wieder zogen Scharen von Soldaten durchs Land. Dann kam Alexander der Große. Danach kamen die Seleukiden und die Ptolemäer. Sie bekämpften sich immer wieder, und Israel war ständig dazwischen. Einmal war Israel auf der Seite der Ägypter und wurde einfach von Ägypten eingenommen. Später kam Israel auf die Seite der Seleukiden. Dann wurde es von den Seleukiden bedrängt, vor allem von diesem Antiochus.
Die Frage nach dem späteren Gesalbten
Dann lesen wir: Nach Ablauf dieser 62 oder am Ende dieser 62 Wochen heißt es, nach den 62 Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden, und das Volk wird keinen mehr haben. Es wird ein Gesalbter ausgerottet, was heißt das? Getötet. Und ein Gesalbter nun.
Der Gesalbte vorher war der Hohepriester Joshua. Der lebte da nicht mehr. 400 Jahre später gab es den Joshua schon lange nicht mehr. Es muss also ein anderer Hohepriester gemeint sein. Welcher Hohepriester könnte das sein?
Nun, viele Ausleger meinen, das war doch der Herr Jesus, der wurde doch auch getötet. Ja, aber Moment einmal, es heißt: Und es wird keinen mehr haben. Das Volk wird dann keinen Hohen Priester mehr haben. Aber gerade als der Herr Jesus getötet wurde, dann wurde er der Hohepriester des Volkes, des Gottesvolkes. Also das passt nicht auf den Herrn Jesus Christus.
Wer könnte dieser Gesalbte sein, der hier ermordet wurde? Außerdem ist die Zeit ein bisschen schwierig, denn man kommt nicht so weit bis auf Jesus Christus. Denn nach 400 Jahren, da kommt man vielleicht höchstens auf das Jahrhundert oder 120 oder irgendwann vor Christus, aber nicht auf Christi Zeit. Also das geht sich nicht aus.
Wer war dann dieser Gesalbte, der da ermordet wurde? Nun, wir warten noch, vielleicht hilft uns der Text weiter.

