
Der heilige Gott
Heilig, heilig, heilig: Wie kann ein Sünder vor Gott bestehen?
Jesaja 6,1-818.07.2026
Event•Teil 3 / 3Esra Jugendtag 2026
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und Gebet zum Abschluss
Letztendlich freue ich mich. Und bevor wir reingehen, bete ich noch mit uns.
Herr, ich danke dir für Kaffee und Kuchen. Ich danke dir für Musik, danke für Gemeinschaft und danke dir, dass wir jetzt noch einmal Zeit haben, über dein wunderbares Wort und über dein wunderbares Wesen nachzudenken. Und ich bitte dich, dass du uns jetzt noch einmal hilfst, fokussiert zu sein. Alles, was uns ablenken will, dass wir das vor dir niederlegen können. Und dass du uns hilfst, vom Geist Gottes unterwiesen zu werden in deiner Wahrheit und verändert aus diesem Jugendtag herauszugehen, mit einer größeren Liebe zu dir und mit einer größeren Freude über dich und über dein Evangelium. Amen.
Ja, wir wollen uns, ihr seht das schon, zum Abschluss mit dem Thema der heilige Gott beschäftigen. Wenn du das Wort heilig hörst, kannst du ja mal nachdenken, was dir da zuerst in den Sinn kommt. Ich denke, wenn man so in der Gesellschaft fragen würde, was man unter heilig versteht, würde man wahrscheinlich so etwas hören wie moralisch perfekt, moralische Vollkommenheit. Man hat da irgendwie so heilige Mutter Teresa oder keine Ahnung, so jemanden im Kopf. Also in der Gesellschaft, ich weiß nicht, ob das bei euch auch so ist, also jemand, der einfach ein exzellentes Leben führt. Ja, Gerechtigkeit und moralische Vollkommenheit oder moralische Reinheit ist ein Teil davon, was es bedeutet, heilig zu sein. Das schauen wir uns auch gleich an.
Aber biblisch gesehen gibt es noch eine wichtigere Bedeutung dessen, was es bedeutet, heilig zu sein. Vielleicht kennst du das aus deinem Leben, oder vielleicht hast du das schon mal gehört, dass jemand sagt: Das ist mir heilig. Diese eine Sache oder diese eine Person, dieses eine Hobby, wie auch immer. Übersetzt bedeutet das so viel wie: Das fasst du mir nicht an, es sticht hervor. Vielleicht hast du so etwas in deinem Leben, wo du das sagen würdest, etwas, was besonders ist. Letztlich ist es genau diese Abgesondertheit, die heilig am besten definiert.
Einer der wichtigsten Bibeltexte zum Thema Heiligkeit finden wir beim Propheten Jesaja. Kapitel 6 in den Versen 1 bis 8. Und ich möchte euch jetzt gerne diesen Text vorlesen und dann mit euch gerne durch die Verse durchgehen.
Wir lesen dort:
Im Todesjahr des Königs Usia sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel. Seraphim standen über ihm; jeder von ihnen hatte sechs Flügel. Mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie. Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Herrscharen, die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit. Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme des Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfüllt. Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, den Herrn der Herrscharen, gesehen. Da flog einer der Seraphim zu mir und hielt eine glühende Kohle in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen hatte, und er berührte meinen Mund damit und sprach: Siehe, dies hat deine Lippen berührt, deine Schuld ist von dir genommen und deine Sünde gesühnt. Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich!
Ich möchte mit euch, wenn ich durch diesen Text durchgehe, gerne zwei Punkte betrachten, nämlich erstens: Gott ist heilig, und zweitens: Ich bin heilig. Irgendwie erst mal komisch, aber wartet es ab.
Also, erster Punkt: Gott ist heilig. Das sehen wir vor allen Dingen in den ersten fünf Versen, und gerade in den ersten vier Versen, die ich vorgelesen habe, sehen wir vor allen Dingen, wie seine Abgesondertheit beschrieben wird, dass er ganz anders ist. Ich habe euch hier mal ein paar Begriffe mitgebracht. Ups, nein, schon gespoilert. Ihr könnt mal in euren Gedanken diese Begriffe sortieren: ganz oben steht der Begriff, der am stärksten, am mächtigsten, am vollkommensten ist, und unten dann der, der das am wenigsten ist. Also: Mensch, Qualle, Gott, Bakterie, Hund. Wie würdet ihr das so aus dem Gefühl heraus sortieren?
Vermutlich würden die meisten von euch ganz oben Gott hinsetzen, dann den Menschen, dann den Hund, dann die Qualle und dann die Bakterie. Aber dann ging es schon noch hin, das ist nicht korrekt. Es müsste so aussehen: Mensch, Hund, Qualle, Bakterie, und auf der nächsten Folie steht Gott. Gott steht außerhalb der Kategorien. Er ist heilig, und zwar er allein.
Im Hebräischen steht da das Wort, wenn wir heilig lesen, das Wort Kadosch, und es bedeutet so viel wie: Er ist abgesondert. Und es bedeutet auch furchterregend. Und in Vers 1 lesen wir: Im Todesjahr des Königs Usia sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel. Hier wird direkt die Abgesondertheit Gottes vom Menschen sehr sichtbar. Wir sehen ja einen extremen Kontrast. Es wird hier vom Todesjahr des Königs Usia gesprochen, das war ungefähr im 8. Jahrhundert vor Christi Geburt. Und es zeigt uns ganz eindeutig eine Sache, die wir auch schon vorher gehört haben: Herrscher kommen und Herrscher gehen, sie sind nur ein Hauch in dieser Geschichte. Aber Gott, Gott kann nicht sterben, er ist ewig und er thront.
Und in Vers 2 lesen wir: Seraphim standen über ihm; jeder von ihnen hatte sechs Flügel. Mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. Hier sehen wir eine weitere Form der Abgesondertheit, diese Seraphim, das sind Engel. Und Engel, denen ist letztlich Sünde, denen ist Unreinheit unbekannt, weil das im Himmel nicht existiert. Aber selbst diese Engel, die Sünde nicht kennen, bedecken ihr Angesicht, weil sie die Herrlichkeit Gottes nicht anschauen dürfen, nicht anschauen können, weil auch sie nur Geschöpfe sind. Und es steht da, dass sie ihre Füße bedecken, was vermutlich ein Zeichen ihrer Ehrerbietung gegenüber diesem heiligen Gott darstellt.
Wir wissen aus dem Alten Testament, dass kein Mensch letztlich Gottes Angesicht sehen kann. Als Gott sich Mose offenbart, in 2. Mose 33,20, spricht er zu Mose: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. Und scheinbar trifft das sogar auf die Engel zu, dass sie ihr Angesicht verbergen müssen. So rein und so heilig ist unser Gott.
Und dann lesen wir in Vers 3 diese berühmte Stelle: Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Herrscharen, die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit. An keiner anderen Stelle in der Bibel wird dreimal etwas über Gott ausgerufen. Außer: heilig, heilig, heilig. Und das ist eine Eigenart der hebräischen Literatur, man nennt das Trichagon, und das ist letztlich die stärkste Form des hebräischen Superlativs. Also wenn man etwas im Hebräischen zweimal sagt, was wir auch öfters in der Bibel sehen, dann bedeutet das: Die folgende Aussage ist von wesentlicher Bedeutung, du solltest gut zuhören. Und wenn etwas dreimal wiederholt wird, bedeutet das: Das ist jetzt von allerhöchster Bedeutung. Heilig, heiliger, am heiligsten.
Heiligkeit ist genau genommen auch gar kein Attribut Gottes, sondern sie beschreibt letztlich Gott, sie ist ein Synonym für Gott, weil heilig ist sonst nichts auf dieser Welt. Heilig ist auch Gottes Name. So lesen wir zum Beispiel im Lobpreis der Maria, nachdem sie die Ankündigung bekommen hat, dass sie Jesus gebären wird: Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist sein Name. Psalm 111,9: Er hat seinem Volk Erlösung gesandt, auf ewig verordnet seinen Bund; heilig und furchtgebietend ist sein Name. Oder 1. Samuel 2,2: Niemand ist heilig wie der Herr, ja, es ist keiner außer dir, und es ist kein Fels wie unser Gott. Und es sind nur einige wenige Verse, die von der Heiligkeit Gottes sprechen.
Gott ist es übrigens auch, der allein das Recht hat, heilig zu sprechen. Ja, das kann kein Mensch tun, irgendwelche Menschen heilig sprechen, sondern das kann allein Gott. Und wir können in der Bibel immer wieder lesen, wie Gott das tut. Zum Beispiel im zweiten Buch Mose lesen wir von heiligen Kleidern, da lesen wir von einer Stiftshütte, die geheiligt wird, da lesen wir von heiligem Öl, da lesen wir von einem heiligen Diadem. Wir lesen auch am Anfang der Bibel im ersten Buch Mose, Kapitel 2, von einem Sabbat, der von Gott geheiligt wird, also abgesondert wird. Und interessant ist, wenn man das liest: Es sind alles Dinge, es sind alles Gegenstände oder Tage. Es ist letztlich nichts, was moralische Leistung aus sich heraus hervorbringen kann, was viele Menschen ja zuerst assoziieren mit dem Begriff heilig. Also Gott ist es, der heilig ist. Er allein entscheidet, was heilig ist und was nicht heilig ist.
Und in Vers 4 lesen wir: Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme des Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfüllt. Hier ist von toten Gegenständen die Rede, und selbst tote Gegenstände erbeben angesichts der Gegenwart und der Heiligkeit Gottes. Hast du schon einmal gebebt vor der Heiligkeit Gottes?
Also: Gott ist abgesondert, das bedeutet heilig. Und es bedeutet auch, dass er moralisch rein und absolut gerecht ist. Der Theologe, den wir heute auch schon mal hatten, A. W. Tozer, der hat mal Folgendes gesagt: Heiligkeit ist Gottes Art. Um heilig zu sein, richtet er sich nicht nach einem Maßstab, er selbst ist der Maßstab. Seine absolute Heiligkeit ist von einer unendlichen, unfassbaren Reinheitsfülle, die unfähig ist, etwas anderes zu sein, als sie ist. Gottes Heiligkeit ist absolut und kennt keine Abstufungen. Also Tozer sagt: Seine absolute Heiligkeit ist von einer unendlichen, unfassbaren Reinheitsfülle, die unfähig ist, etwas anderes zu sein, als sie ist.
Also Gott ist nicht nur abgesondert, sondern er ist auch vollkommen gerecht und moralisch rein, er ist absolut perfekt und gut. Und das bedeutet auch, dass er von der Sünde getrennt ist. Im Propheten Habakuk lesen wir im ersten Kapitel, in Vers 13, sagt der Prophet über Gott: Deine Augen sind so rein, dass sie das Böse nicht ansehen können. Gott kann keine einzige Sünde in seiner heiligen Gegenwart tolerieren. Es ist letztlich wie Feuer und Wasser, es geht nicht zusammen, das Feuer wird ausgelöscht von dem Wasser. Gott verabscheut die Sünde, wie ein Vater die Krankheit hasst, die das Leben seines Kindes bedroht. Gott hasst alles, was seine gute, was seine heilige Schöpfung zerstört.
Da sind wir beim Kern des Problems dieser Menschheit: Die Menschen sind alle von dieser Sünde durchdrungen. Die Bibel zeichnet uns da ein klares Bild. Der Apostel Paulus schreibt in Römer 3: Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, auch nicht einer. Und das sind vernichtende Worte an die Menschheit, die der Apostel Paulus hier trifft.
Der erste Mensch, Adam, brachte die Sünde in die Welt, indem er Gott ungehorsam war, und genau das ist Sünde: Gott ungehorsam sein. Und seither ist quasi das gesamte Geschlecht der Menschheit mit dieser Sünde infiltriert. Wir sind nicht Sünder, weil wir sündigen, sondern weil wir Sünder sind, sündigen wir. Du musst einem Menschen nicht das Sündigen beibringen, es steckt alles in uns drin. In Adam ist sozusagen die gesamte Menschheit eine große ungerechte Familie. Von Natur aus interessieren wir uns nicht für Gott in unserem natürlichen Zustand, ganz im Gegenteil, wir spucken ihm ins Gesicht.
Im Alten Testament hat Gott nach dem Sündenfall seinem Volk Gebote gegeben, nach denen sie leben sollten. Ja, und diese Gebote, Paulus beschreibt das auch in Römer 7, sind durch und durch heilig, gerecht und gut, weil sie den Charakter Gottes widerspiegeln. Aber das Problem bei den Geboten war: Sie verändern nicht das Herz der Menschen. Aber da liegt der Ursprung der Sünde in deinem und meinem Herz. Sie machten die Menschen nicht gerecht, sondern diese Gebote zeigten vielmehr wie in einem Spiegel die Ungerechtigkeit der Menschen auf bis heute. Das Gebot ist sozusagen wie ein Doktor, der die Diagnose stellt: ungerecht. Keiner wird durch das Einhalten von Geboten gerecht. Wer nur ein einziges Gebot übertritt, hat das gesamte Gesetz Gottes übertreten, so schreibt Jakobus in Kapitel 2, Vers 10.
Und vielleicht sagst du dir jetzt: Thomas, so schlimm bin ich doch gar nicht. Dann möchte ich mit dir ein kurzes Gedankenexperiment machen. Wir brennen jetzt gleich alle Gedanken, die du in der vergangenen Woche gedacht hast, auf eine DVD oder einen Blu-ray heutzutage oder was auch immer, und dann laden wir alle deine Freunde ein und deine ganze Familie, und wir machen uns einen schönen DVD-Abend. Wenn du ganz ehrlich mit dir selbst bist, wirst du das nicht wollen. Jeder einzelne Gedanke, den du in der letzten Woche gedacht hast.
Jesus sagt in der Bergpredigt, dass wer eine Frau, die nicht die eigene Ehefrau ist, begehrlich ansieht in seinem Herzen, schon mit ihr die Ehe gebrochen hat. Das heißt, Jesus setzt letztlich noch einen drauf auf die Gebote, die wir im Alten Testament haben. Er sagt nicht, dass sich deine Ungerechtigkeit beziehungsweise deine Sünde erst zeigt, wenn du es äußerlich tust, sondern es geht hier in deinem Innern los, was wir auch heute schon gehört haben. In deinem Herzen ist das Problem. Und ich kann dir auch sagen, du wirst nicht gerechter beziehungsweise heiliger, wenn du dich mit anderen Menschen vergleichst, denn der Vergleichsmaßstab ist immer Gott, der Schöpfer.
Und ich habe euch das jetzt deshalb so ausführlich noch einmal vor Augen gemalt, um euch deutlich zu machen, dass es da wirklich keinen Menschen gibt, der so gerecht, so gut und so heilig ist, und dass es deshalb auch keine Menschen gibt, die in der Gegenwart Gottes bestehen könnten. Und das ist letztlich unser Problem, das ist das Problem dieser Welt, dieser Menschheit. Wir können aus uns heraus nicht vor Gott gerecht und heilig werden, wir können in seiner Gegenwart nicht bestehen. Er schließt, er macht keine Kompromisse mit der Sünde, deswegen gibt es sie auch nicht in seiner Gegenwart, und somit sind wir letztlich als Menschheit hoffnungslos verloren. Denn Gott muss Ungerechtigkeit strafen und kann nicht einfach sagen: So schlimm ist das ja nicht, schwamm drüber. Denn damit würde er seinem eigenen Charakter, seinem gerechten Charakter, widersprechen.
Stellt euch mal einen weltlichen Richter vor, der einen Mörder trotz eindeutiger Faktenlage einfach so freispricht: Das ist alles nicht so schlimm. Er verfehlt komplett sein Amt, sein Wesen als Richter. Er ist lieblos und er ist ungerecht in dem, was er tut. Und genau dieses Problem erkennt der Prophet Jesaja. In der Erkenntnis der Heiligkeit Gottes in Vers 5 erkennt Jesaja seine eigene Sündhaftigkeit und die Sündhaftigkeit seines Volkes aller Menschen. Und Jesaja sagt letztlich hier: Wehe mir, so viel wie ich bin verloren, ich kann vor diesem Gott nicht bestehen.
Und was Jesaja hier beschreibt, ist: Er erkennt seine unreinen Lippen, und das ist auch ein Indiz dafür, dass das Problem im Herzen des Menschen ist. Wie komme ich darauf? Jesus spricht in Matthäus 15 Folgendes: Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen. Diese Lippen sind verunreinigt, weil das Herz verunreinigt ist. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerung; das ist’s, was den Menschen verunreinigt.
Hattest du bereits diese Offenbarung dieser absoluten Vollkommenheit und Heiligkeit Gottes und somit auch im Umkehrschluss deiner eigenen Sündhaftigkeit in deinem Leben? Ich möchte dich ermutigen, dass du dich danach ausstreckst, wenn du das noch nicht hattest. Es ist schmerzhaft und gleichzeitig so heilsam, das zu sehen. Denn das Wunderbare ist: Es endet hier nicht. Wir bleiben nicht in dieser Verlorenheit gefangen, sondern es gibt eine Lösung, und das ist dieser zweite Punkt, nämlich: Ich bin heilig.
Und da ist der erste Punkt: Christus ist es, der mich heilig macht. Denn die große Frage lautet ja, die wir schon gehört haben: Wie können Feuer und Wasser zusammengebracht werden, ohne dass das Feuer erlischt? Oder anders gesagt: Wie können Sünder wie du und ich überhaupt vor einem heiligen Gott bestehen? Ist das überhaupt möglich?
Und da kommen wir zum Zentrum unseres Glaubens: das Kreuz. Und wir lesen in den Versen 6 und 7 bei Jesaja Folgendes: Da flog einer der Seraphim zu mir, und er hielt eine glühende Kohle in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen hatte, und er berührte meinen Mund damit und sprach: Siehe, dies hat deine Lippen berührt, deine Schuld ist von dir genommen und deine Sünde gesühnt.
Was Jesaja hier letztlich erlebt in diesem Moment, ist eine Vorausschau auf das, was am Kreuz von Golgatha geschehen ist vor zweitausend Jahren, beziehungsweise aus der Perspektive von Jesaja, was noch geschehen wird am Kreuz auf Golgatha. Paulus schreibt davon im 2. Korinther 5,21: Denn er, und das ist Gott der Vater, hat den, der von keiner Sünde wusste, und das ist Jesus Christus, der Sohn, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm, also in Jesus, zur Gerechtigkeit Gottes werden.
Jesus Christus lebte das perfekte heilige Leben an deiner Statt und ging ans Kreuz, um den Preis für deine Schuld zu zahlen. Jesus ging für die Ungerechten, für die Unheiligen ans Kreuz und trug die Strafe, die du und ich verdient hatten. Und ihr Lieben, das passierte nicht zufällig, es war kein Unfall oder Jesus war auch kein Opfer von Menschen. Nein, er tat es aus freien Stücken. Es war der Wille des Vaters, wie wir das hier auch lesen können bei Paulus, denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, ein aktiver Akt des Vaters. Und Jesus tat das nicht widerwillig, nein, da habe ich keinen Bock drauf, sondern er tat es freiwillig. Ich komme, um deinen Willen zu tun, sagt er an einer Stelle.
Und erinnert euch an den Vortrag davor, dass Gott eigentlich nichts nötig hat, weil er alles hat. Asketisch? Und es bringt noch eine viel tiefere Bedeutung in dieses Opfer von Jesus Christus hinein. Paulus schreibt hier, dass Jesus Christus für sein Volk zur Sünde gemacht wurde. Das heißt, jede einzelne Sünde, die du in deinem Leben begehst, wurde auf Jesus gelegt und ihm angerechnet: Mord, Totschlag, Ehebruch, sexuelle Unreinheit, Sauferei, Lüge, Hass, Neid und so weiter und so weiter, das volle Programm. Jesus wurde kein Sünder, aber er wurde so behandelt, als ob er dein Leben gelebt hätte. Gott machte ihn für uns zum Sündopfer.
Und vielleicht bist du schon sehr lange Christ und kennst diese Botschaft und denkst dir so: Ja, kenne ich schon. Ihr Lieben, diese Botschaft sollte niemals langweilig für uns werden, wir müssen sie immer wieder hören. Denn wenn das der Fall ist, dass sie langweilig für uns wird, diese wunderbare Botschaft, dann sollten wir Buße tun über unsere Lauheit, über unsere Abgestumpftheit. Diese Botschaft sollte uns immer wieder zum Erzittern bringen und den Lobpreis ausbrechen lassen über das, was Gott da am Kreuz auf Golgatha getan hat.
Kurz vor seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane betet Jesus in Matthäus 26,39 zu seinem Vater: Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst. Was war in diesem Kelch, von dem Jesus hier spricht? In diesem Kelch war nicht das physische Leiden, nicht der Verrat durch seine Freunde, so schlimm das alles ist, und das will ich auch nicht kleinreden. Nein, in diesem Kelch befand sich der gerechte Zorn Gottes, des heiligen Gottes, der sich über jeden ungerechten, unheiligen Sünder verdientermaßen ausgießt. Und Jesus wusste, wie schrecklich dieser Zorn auf Sünde ist, und dennoch trank er ihn aus bis zum letzten Tropfen.
Und für uns Christen ist es häufig so selbstverständlich, gerettet zu sein, und wir denken, dass es für Gott etwas Leichtes war. Aber die Bibel sagt uns, dass Jesus am Kreuz auf Golgatha, weil er eben zur Sünde gemacht wurde, wie wir hier lesen, ein Fluch wurde um unsertwillen. Jesus wurde ein Fluch um unsertwillen, Galater 3,13. Und was bedeutet das? Dass Jesus ein Fluch wurde um unsertwillen: Der Herr verfluche dich und liefere dich schutzlos aus, der Herr lasse es finster über dir werden und erweise dir keine Gnade, der Herr verberge sein Angesicht vor dir und gebe dir Unfrieden.
Womöglich kennst du diese Worte nur positiv formuliert als Segen. Was ich euch eben vorgelesen habe, war sozusagen eine veränderte Form des sogenannten aronitischen Segens, aber letztlich ist es genau die Form, die wir alle verdient haben, weil wir das Gesetz Gottes übertreten haben und somit Ungerechte sind und somit zu Recht unter Gottes Fluch und Zorn stehen. Aber stattdessen hören wir die Worte: Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Warum? Weil Jesus Christus diesen aronitischen Fluch in Anführungszeichen stellvertretend für dich und für mich getragen hat, damit du und ich, die wir unser Vertrauen auf dieses Opfer setzen, gerecht und damit gesegnet werden, unverdient, ohne Zutun unsererseits, aus reiner Gnade.
Am Kreuz sprach Jesus, Matthäus 27,46: Eli, Eli, lama sabachthani? Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Der Mensch Jesus ertrug die Abwendung Gottes, den Fluch und den Zorn, damit wir sie niemals erfahren müssen. Wir können mal nachlesen zu Hause: 5. Mose Kapitel 28, all die Flüche, die dort aufgezählt sind für diejenigen, die das Gesetz Gottes übertreten haben, von Vers 15 bis Vers 31. 5. Mose 28,28: Der Herr wird dich schlagen mit Wahnsinn und mit Blindheit und mit Verwirrung der Sinne. Ein Vers später: Und du wirst am Mittag umher tappen wie ein Blinder im Dunkeln und wirst kein Gelingen haben auf deinen Wegen, sondern wirst bedrückt und beraubt sein dein Leben lang, und kein Retter wird da sein. Lest die volle Palette zu Hause. All das, was dort steht, das haben wir verdient, aber Christus hat es für uns getragen.
Und das Unglaubliche ist: Wenn Jesus für uns zur Sünde gemacht wurde, wie das Paulus ja auch beschreibt, dann sind wir entsprechend dazu zu Gerechten, zu Heiligen geworden. Wenn sein Tragen des Fluches bedeutet, dass er in Gottes Augen zum Sünder wurde, dann bedeutet unser Empfang des Segens, dass Gott uns so betrachtet, als wären wir vollkommen, rein, gerecht, heilig. Und das will ich dir zusprechen: Wenn du in Jesus Christus bist, dann ist es in Stein gemeißelt, du bist heilig und du bist gerecht, du hast Zugang in die Gegenwart dieses heiligen Gottes. In Christus haben wir Gerechtigkeit empfangen. Das haben wir nicht verdient, sondern das ist Gnade. Und wenn du deine Sünden bekennst und Jesus als deinen Herrn und Heiland anerkennst, dann will ich es noch einmal betonen: Bist du heilig! Gott macht heilig, er allein.
Und du darfst jetzt freimütig vor Gott treten, ja, noch immer mit einer Gottesfurcht, aber nicht mit Todesangst. So lesen wir zum Beispiel in Offenbarung Kapitel 1: Und als ich ihn sah, also Johannes hat die Offenbarung und sieht Jesus, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und dann kommt Jesus und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach: Fürchte dich nicht, ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende, und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Und ich habe die Schlüssel des Todesreiches und des Todes.
Aber das ist kein anderer Gott, als wir in Jesaja 6 gelesen haben. In Offenbarung 4,8 lesen wir nämlich: Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel; ringsherum und inwendig waren sie voller Augen, und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herrgott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt.
Christus macht mich heilig. Das ist auch der einzige Grund, warum ich hier stehen kann und predigen kann. Es hängt nicht davon ab, was ich letzte Woche geleistet habe beziehungsweise nicht geleistet habe, sondern es hängt einzig und allein davon ab, was Christus an meiner Statt geleistet hat. Am Kreuz hat er auch gesagt: Tetelestai, es ist vollbracht. Dieses griechische Wort Tetelestai wurde früher in der Antike auf Rechnungen daruntergedruckt, wenn die Rechnung im Ganzen bezahlt wurde. Das hat Jesus mit deinen Sünden gemacht: Alles ist bezahlt. Gott spricht heilig.
Der Auftrag aus der Begegnung mit Gott
Am Ende heißt es in Vers 8: „Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich!“
Das ist der letzte Punkt, den ich euch noch mitgeben will: durch diese Heiligsprechung. Durch dieses Gerechtsein in Jesus haben wir nun den Auftrag, auch in Reinheit zu leben, in Heiligung zu leben. Jesaja hört hier, nachdem er diese Begegnung mit Gott hatte, zum ersten Mal seine Stimme nach seiner Reinigung, nach seiner Heiligsprechung.
Er ist übrigens auch ein Hinweis auf die Dreieinigkeit, weil Gott erst in der Einzahl spricht und dann in der Mehrzahl. Und auch wir wollen wie Jesaja sagen: Wenn wir das Evangelium ergriffen haben, sende uns her. Sende uns. Nachdem wir durch Jesus gerecht und heilig gesprochen wurden, wollen wir nun auch gemäß unseres neuen Standes als Königskinder leben. Und die Bibel nennt genau das Heiligung.
Die Bibel sagt auch, dass es extrem wichtig ist, dieser Heiligung nachzujagen. Die Heiligsprechung kommt davor, aber die Heiligung danach, und sie ist auch total wichtig. So heißt es zum Beispiel in Hebräer 12,14: „Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.“ Oder in 1. Thessalonicher 4,3: „Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.“ Falls du das schon mal wissen wolltest, was der Wille Gottes für dein Leben ist: eure Heiligung. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.
Und wenn wir das Kreuz von Jesus wirklich verstanden haben, dann werden wir uns danach ausstrecken, mit unserem Leben immer heiliger, auch in unserem Umgang mit der Sünde, zu sein. Du willst Heiligung, weil du heilig bist. Das ist dein neuer Geschmack. Du erkennst jetzt, was wirklich gut ist. Früher hast du dich mit McDonald’s zufriedengegeben, und jetzt willst du nur noch argentinisches Medium-Bio-Rindersteak.
Vielleicht sagst du jetzt: Aber Thomas, ich sündige doch noch so häufig, dann kann ich doch noch nicht heilig sein. Zunächst möchte ich betonen: Deine erste Reaktion nach deiner Sünde sollte darin bestehen, zu Jesus zu rennen. Das ist der einzige Weg, der richtig ist, die einzige Richtung: immerhin zu Jesus.
Der Teufel wird dir einreden, dass du das nicht darfst. Vor der Sünde wird er sagen: Ja, ja, ist doch alles nicht so schlimm, Gott wird dir schon vergeben. Und nach deiner Sünde wird er sagen: Na, aber jetzt darfst du drei Monate nicht in Gottes Gegenwart reden. Oder: Jetzt war es einmal zu viel, jetzt darfst du nicht mehr zu ihm kommen. Alles Lügen. Sünde tötet.
Und nachdem du doch gesündigt hast, dann gibt es nur einen Weg: hin zu Christus. Du darfst es, Gott hat teuer dafür bezahlt. Du darfst freimütig vor den Thron Gottes treten. Deine Sünde und deine Scham sind abgewaschen. Danke, Jesus.
Und wenn Jesus dein Herr ist und du dem Evangelium glaubst, dann darfst du mit voller Überzeugung in deinem Leben sagen, wenn du hier rausgehst: Ich bin heilig. So sieht dich Gott bereits jetzt. Das gerechte, heilige Leben Jesu wurde dir angerechnet. Das ist Rechtfertigung, das ist Heiligsprechung, das ist der Startpunkt eines jeden Christenlebens. Das ist sozusagen eine einmalige Sache, die nicht wiederholt wird, ein juristischer Freispruch, der bestätigt wurde. Du bist heilig.
Und aktuell, wenn du mit Jesus gehst, befindest du dich in diesem Prozess der Heiligung. Das heißt, du wirst immer mehr in das Bild Jesu verwandelt, auch in deinen Taten. Du denkst, du sprichst und du handelst immer gerechter, je länger du mit Jesus wandelst. Und am Ende, wenn dein Herz aufhört zu schlagen, folgt, so nennt es die Bibel, die Verherrlichung. Dann wirst du mit deinem ganzen Wesen heilig sein, gerecht sein, indem du auch handelst, wie du denkst, und so weiter. Du wirst vollendet sein.
Also: Rechtfertigung, Heiligsprechung, Heiligung, in der du dich aktuell befindest, und am Ende die Verherrlichung, der glorreiche Tag. Und es ist wirklich wichtig, dass wir diese Reihenfolge beachten, denn sonst wird dein Christenleben sehr ungesund und von wenig Freude geprägt sein.
Also: Rechtfertigung ist etwas, Heiligsprechung ist etwas, was von außen nach innen geschieht. Wenn du es vertauschst, wird es Mist, denn dann würde es bedeuten, es hängt an deiner Performance, dass du genug leistest, um heilig zu sein, um gerecht zu sein. Aber nein, Christus hat es für dich getan, und es wurde auf dich gelegt und dir angerechnet.
Heiligung, wo wir uns jetzt befinden, das passiert von innen nach außen. Wenn es andersherum ist, ist es Mist. Dann ist es nur antrainiert, was wir heute auch schon hatten. Dann hat keine Herzenstransformation stattgefunden, sondern es geht immer hier los, in deinem Herzen. Die Heiligung wird sich nach außen hin sichtbar auswirken.
Ich bin heilig – das sollte der Herzschlag deines Christenlebens sein. Und wenn du das nicht tief ergriffen hast, werden die Meinung anderer Menschen und die Einflüsterung des Teufels dich zu Fall bringen, weil du keine Heilsgewissheit haben wirst. Aber die darfst du haben, weil Jesus für alles gesorgt hat.
Das Evangelium ist nicht nur die Eingangstür in unser Christenleben, die wir dann passieren, sondern es ist das Wohnzimmer, in dem wir leben. Jeden Tag neu sollen wir uns dieses wunderschöne Evangelium vor Augen halten, damit es unser Leben verändert. Gehe täglich zum Kreuz von Jesus, um Vergebung zu empfangen.
Und diese Rechtfertigung, diese Heiligsprechung, die wir hier jetzt gehört haben, allein aus Glauben, muss der ultimative Grundstein für ein gesundes Leben als Christ sein. Ohne sie wirst du dich nicht von ganzem Herzen auf das christliche Leben einlassen und keine echte Freude und Integrität vor Gott haben. Erst wenn du siehst, wie barmherzig Gott ist und wie er dich gemäß seiner Freundlichkeit und nicht gemäß deiner Leistung behandelt, wird dein Herz in ihm zur Ruhe kommen.
Und mit dieser Wahrheit möchte ich euch gerne in diesen Abend, in diesen Sonntag und in die kommende Woche senden. Unser Gott ist heilig, außerhalb jeder Kategorie. Er ist moralisch rein, absolut gerecht. Keine Sünde, keine Boshaftigkeit kann in seiner Gegenwart bestehen. In seiner Gegenwart ist nur Freude, nur Glückseligkeit, nur Liebe, nur Freundlichkeit und so viel mehr.
Aber er hat den Weg zu sich durch sein eigenes Eingreifen freigemacht. Deswegen häng dich an Jesus Christus, vertraue ganz auf sein Werk am Kreuz, ruhe in dieser Wahrheit, dass du aufgrund der Leistung Jesu heilig gesprochen bist und nicht aufgrund deiner Leistung. Das wird dich auf der geraden Bahn halten, das wird dir Freude schenken in deinem Christenleben.
Lebe auf Grundlage dieser Wahrheit dein Leben als Christ und freue dich an dieser Freiheit in Christus und mache deinen Gott groß, denn ihm gebührt alle Ehre: Soli Deo Gloria, wie wir es heute auch schon gesungen haben.
Ich möchte noch beten.
Herr, im Psalm heißt es: „Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre.“ Und das wollen wir. Ich hoffe, dass das jetzt das Anliegen eines jeden hier in diesem Raum ist, nach deiner Ehre zu streben. Denn das Beste ist für uns das Beste ist für das Leben auf dieser Erde, und weil es ja letztlich diese Bestimmung ist, zu der wir geschaffen wurden.
Danke, Herr, dass wir das Recht haben, wieder in deine Gegenwart zu treten, in deine heilige Gegenwart, wo selbst die Engel erbeben, weil du den Preis bezahlt hast, Jesus. Zeige uns ganz neu, wenn wir das vielleicht so als selbstverständlich genommen haben, was es dich gekostet hat, diesen Fluch, diesen Zorn zu tragen und zum Fluch zu werden. Lass uns neu davor erzittern und gleichzeitig in Lobpreis ausbrechen.
Und begegne du jedem Einzelnen, der das noch nicht in der Tiefe seines Herzens ergriffen hat, dass er diese Entscheidung fällt und dieses Ja zu dir: Jesus, du allein machst mich gerecht, du allein machst mich heilig. Es hängt nicht an mir. Ich darf mich einfach freuen und staunen über das, was du getan hast. Und meine einzige Reaktion soll sein: Ich will dir dienen, ich will zu deiner Ehre leben, weil du mir das Beste geschenkt hast, dich selbst, in deine Gegenwart zu kommen.
Danke, Herr, dass du den Tod besiegt hast und dass wir keine Furcht haben brauchen in dieser Welt, weil du gesiegt hast, weil du die Welt überwunden hast. Wir erheben dich und lieben dich, Herr. Amen.
Wir wollen diese zwei Lieder mit euch zusammen singen und ja, steht noch ein letztes Mal dazu auf, bitte!
Es hat sehr Spaß gemacht, euch durchzuführen, und ja, es war einfach sehr ermutigend. Auch dir, Thomas, danke einfach für deinen Dienst, dass du gekommen bist, dass du deiner Familie, dass sie dich losgelassen haben für den einen Tag, für die lange Reise, und ja, einfach für deine Begeisterung.