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Galater 2,11–3,9

Galater 2,11-3,909.08.2014
EventTeil 4 / 10Spurgeon-Konferenz 2014
Ein Vortrag von David Jackman auf der Spurgeon-Konferenz 2014.

Einleitung und Vorbereitung der Gruppenarbeit

Lasst uns zu Beginn dieser zweiten Session beten.
Himmlischer Vater, wir danken dir für das Privileg und die Freude, diese Zeit hier zusammen zu verbringen. Hab Dank für eine Bibel in einer Sprache, die wir verstehen können. Wir beten, dass dein Wort uns Wegweiser sein wird, dass dein Heiliger Geist unser Lehrer sein möge und dass deine Verherrlichung unser Hauptanliegen sein möge. Das beten wir in Jesu Namen. Amen.
In dieser Einheit wollen wir 2. Korinther 2,11 bis 3,9 betrachten. Bevor wir darauf eingehen, möchte ich kurz etwas zu der Einheit heute Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr sagen.
Ihr habt wahrscheinlich gesehen, dass dies eine Zeit sein wird, in der wir in Gruppen zusammenarbeiten wollen und noch einmal über genau diese Passage nachdenken wollen. Wir werden jedoch nicht den ganzen Abschnitt betrachten. Stattdessen wollen wir uns einen kürzeren Abschnitt anschauen, von 2. Korinther 2,15 bis zum Ende des Kapitels in Vers 21. Das heißt, der Abschnitt, den wir heute Nachmittag studieren wollen, ist 2. Korinther 2,15-21.
Wir wollen uns heute Nachmittag gemeinsam darin üben, wie man so eine Bibelbotschaft verfasst. Und ich möchte eine gewisse Struktur für die Zeit zusammen vorschlagen.
Ich möchte gerne die letzten 30 oder 40 Minuten dafür verwenden, dass wir Feedback aus den Gruppen bekommen können. Wir werden insgesamt zwei Stunden haben. Dafür müsst ihr zunächst einmal einen Gruppensprecher bestimmen, also jemanden, der während der Feedback-Zeit für die Gruppe spricht. Außerdem braucht jede Gruppe eine Person, die die Gruppe ein wenig anleitet.
Im Grunde brauchen wir also zwei Leute: einen, der als Sprecher der Gruppe agiert, und einen, der die Gruppe ein wenig anleitet. Das sollte nicht mehr als zwei Minuten dauern, um das zu entscheiden. Ich war schon auf Konferenzen, in denen die Leute zwanzig Minuten darüber diskutiert haben. Ja, das ist das Problem, wenn die ganze Gemeinde mitredet.
Also, das ist das Erste, was zu tun ist. Danach möchte ich, dass ihr an drei Aufgaben zusammenarbeitet.
Erstens sollt ihr auf eine thematische Aussage hinarbeiten. Ich möchte, dass ihr einen Satz formuliert, der grob das Thema des Abschnitts beschreibt. Dieser Satz soll wirklich eine Zusammenfassung der Gesamtaussage dieses Abschnitts sein. Mit anderen Worten: Das ist genau das, was ich verkündigen muss, damit ich diesen Text treu verkündigt habe. Dieser Satz, dieser Zusammenfassungssatz, ist letztendlich die Frucht unserer Arbeit am Text.
Das heißt: Wenn wir verstehen, was dieser Abschnitt uns sagen will, dann ist das das Thema. Und wenn wir das Thema klar haben, dann möchte ich, dass wir an dem Ziel arbeiten und es ebenfalls in einem Satz formulieren. Das ist das, was die Passage letztendlich bedeutet, worum es da geht. Das Ziel ist also letztendlich das, worauf dieser Vortrag hin abzielt.
Also: Das Thema ist der Inhalt, und das Ziel ist dann letztendlich das Ziel. In dieser Zielformulierung, in diesem Satz, sollt ihr darüber nachdenken: Warum predige ich eigentlich diese Botschaft? Wenn ihr ganz kurz verstehen wollt, wie ihr das tun sollt, dann wäre vielleicht eine gute Frage: Warum bitte ich Gott, dass er es durch diesen Vortrag tun soll? Wir müssen also nicht nur wissen, was wir predigen, sondern auch, warum wir es predigen.
Und als Drittes möchte ich dann, dass wir diesen Vortrag strukturieren. Das zeigt uns dann, wie dieser Abschnitt mit dem heutigen Leben in Verbindung kommt und wie er auf uns angewandt werden kann. Egal, ob das nun ein, zwei oder drei Punkte sind oder wie das genau aussieht, ich möchte, dass wir eine Zusammenfassung haben, wie dieser Vortrag letztendlich in seiner Struktur aussehen wird.
Der Leiter der Gruppe hat die Verantwortung, die Gruppe durch diese drei Dinge hindurchzuführen. Wenn wir dann später wieder in einer großen Gruppe zusammenkommen, wollen wir, dass der Sprecher der Gruppe noch einmal mit diesen drei Hauptaugenmerkten zusammenfasst.
Ist das klar? Gibt es dazu Fragen, was wir heute Nachmittag machen wollen?
Eine Sache, die ihr lernen werdet und an der ihr Freude haben könnt, ist, dass du nicht immer deine Predigten in der Gruppenarbeit erarbeiten musst. Es ist manchmal ganz hilfreich, das in der Gruppe zu tun und auch die Meinung von anderen zu hören. Aber streng genommen ist es oft schwierig, dass die ganze Gruppe letztendlich einen gemeinsamen Gedanken findet.
Gerade deshalb bleibt nicht an einer Stelle hängen, sondern sorgt dafür, dass ihr die Zeit möglichst gleichmäßig einteilt, damit ihr wirklich alle drei Dinge macht. Die Passage, die wir nachher betrachten wollen, steht wirklich im Zentrum der Passage, die wir jetzt als Ganzes betrachten wollen. Ich werde auch über diese zentralen Aussagen ein wenig sprechen, aber nehmt euch nachher noch einmal bewusst Zeit, um genauer darauf zu schauen.
Und nun lesen wir den Abschnitt von 2. Korinther 2,11 bis 3,9.

Der Konflikt in Antiochia und seine Bedeutung

 Galater 2,11-3,9
Als aber Kephas nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn es war Grund zur Klage gegen ihn. Denn bevor einige von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden. Als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus dem Judentum fürchtete. Und mit ihm heuchelten auch die anderen Juden, sodass selbst Barnabas verführt wurde, mit ihnen zu heucheln.
Als ich aber sah, dass sie nicht richtig handelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Kephas öffentlich: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum zwingst du dann die Heiden, jüdisch zu leben?
Wir sind von Geburt Juden und nicht Sünder aus den Heiden. Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes. Denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht.
Sollten wir aber, die wir durch Christus gerecht zu werden suchen, auch selbst als Sünder befunden werden, ist dann Christus ein Diener der Sünde? Das sei ferne! Denn wenn ich das, was ich abgebrochen habe, wieder aufbaue, dann mache ich mich selbst zu einem Übertreter.
Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben hat. Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn die Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.
O ihr unverständlichen Galater, wer hat euch bezaubert, denen doch Jesus Christus vor die Augen gemalt war als der Gekreuzigte? Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist empfangen durch das Gesetzeswerke oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unverständlich? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr es denn nun im Fleisch vollenden? Habt ihr denn so vieles vergeblich erfahren, wenn es denn vergeblich war? Der euch nun den Geist reicht und solche Taten unter euch tut, tut er das durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?
So war es mit Abraham: Er hat Gott geglaubt, und es ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden. Erkennet also, dass die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder. Die Schrift aber hat es vorausgesehen, dass Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum verkündigte sie dem Abraham: In dir sollen alle Heiden gesegnet werden. So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham.

Die Gefahr, den Text von außen zu lesen

Es ist jetzt an dieser Stelle wichtig, dass wir uns in die Schuhe von Paulus selbst hineinbegeben. Es ist natürlich ganz leicht, jetzt von draußen zu sagen: Ganz offensichtlich, die waren ja völlig blöd, diese Galater. Wir wären natürlich niemals so wie die Galater. Und dann richten wir die Galater und hören gar nicht mehr, wie der Text eigentlich zu uns sprechen sollte.
Es ist im Prinzip genau das Gleiche, wie wenn wir es mit den Pharisäern in den Evangelien zu tun haben. Es ist ein bisschen so wie die Sonntagsschullehrerin, die ihren Sonntagsschülern von dem Zöllner und dem Pharisäer erklärt hat, die beide im Tempel gebetet haben. Und der Pharisäer, der betete mit sich selbst, sagte Jesus, und er betete: Ach Gott, ich danke dir, dass ich nicht so bin wie die anderen hier, dass ich einfach anders bin. Und so hat sie dann diese Geschichte erzählt und endete mit folgendem Kommentar. Sie sagte: Lasst uns Gott dafür danken, dass wir nicht so sind wie der Pharisäer.
When we see that we are the Pharisees, the whole Gospel story comes alight. Aber erst wenn wir verstehen, dass wir eigentlich wie die Pharisäer sind, dann verstehen wir diese ganze Evangeliumsgeschichte. Denn ich habe ein Pharisäerherz, und das hast du wahrscheinlich auch. Denn ich werde mich oft so verhalten wie ein Pharisäer. Und ich brauche die Veränderung, die Gott in meinem Herzen bewirken muss.
Und genauso habe ich eben auch die Tendenzen der Galater. Ich ergänze das Evangelium um Dinge. So sagt mein Herz immer mal wieder: Ja, natürlich bin ich allein durch den Glauben gerechtfertigt, aber auch so ein bisschen durch die christlichen Dinge, die ich so tue. Und ich brauche immer wieder die Bibel, die mich dahin zurückführt, dass ich sage: allein aus Gnade, allein durch den Glauben, allein an Christus.
Und deswegen lasst uns jetzt an dieser Stelle mal den Text so betrachten, dass wir schauen, welche Argumente eigentlich für die Lehrer in Galatien sprechen. Also erst einmal müssen wir erkennen, dass die alttestamentlichen Schriften auf ihrer Seite standen. Die Tage, die Feste, all diese Dinge, die wurden im Alten Testament gelehrt. Die Speisevorschriften und die ganzen zeremoniellen Gesetze gehörten alle zum alttestamentlichen Gesetz. Und auch die Beschneidung war von Gott selbst angeordnet worden für die Kinder Abrahams.
Und zum Zweiten hatten sie dann noch Jesus auf ihrer Seite. Zumindest haben sie das so gedacht. Er hatte sehr wenig mit den Heiden zu tun. Er war selbst beschnitten, und er hat nicht dagegen gepredigt. Und wenn du also Jesus folgen willst, dann solltest du so sein wie er.
Und dann haben wir natürlich noch die Gemeinde in Jerusalem, die grundlegende Gemeinde. Sie wird immerhin geleitet von Jakobus, dem Bruder des Herrn Jesus. Also warum sollte die Geographie die Lage der Heiden jetzt irgendetwas an der jüdischen Theologie ändern?
Und ich glaube, wir können sehen, wie überzeugend diese Argumente auf einmal erscheinen mögen. Aber die Ereignisse der Fleischwerdung, des Sterbens und der Auferstehung von Jesus, diese Ereignisse, sagt Paulus, haben alles für alle Zeit grundlegend verändert. Und wir sind jetzt auf der Erfüllung all der Dinge, für die Christus gekommen war. Und jetzt zurückzugehen auf die Zeit davor, das wäre dumm.
Also stellt euch mal vor, ein Student ist jetzt im letzten Semester seines Studiums. Und wenn der Student jetzt sagen würde: Also bevor ich jetzt dann graduiere aus meinem Studium, möchte ich nochmal zurück zur Grundschule gehen und mal mein ABC lernen. Da würdest du sagen: Der ist verrückt.
Das ist genau der Grund, warum Paulus in Kapitel 3 Vers 1 sagt: O ihr unverständigen Galater! Von der Zeit der Erfüllung zurückzugehen in die Zeit vor der Erfüllung, das ist verrückt.

Paulus’ Gegenrede und die Logik des Evangeliums

Also, um seine biografischen Informationen zu vervollständigen und gleichzeitig sein Argument voranzutreiben, beschreibt Paulus in den Versen 11 bis 14 seine dritte Begegnung mit den Aposteln.
Wir haben ihn zuletzt in Kapitel 2, Vers 9 gesehen, wo er Jakobus, Kephas und Johannes die Hand geschüttelt hat, in vollständiger Einheit mit ihnen. Aber jetzt, in Kapitel 2, Vers 11, ändert sich alles komplett. Als Petrus, also Kephas, nach Antiochia kam, widerstand er ihm ins Angesicht.
Was macht hier den Unterschied aus? Wir wissen, dass Petrus das wahre Evangelium gepredigt hat. Aber sein Verhalten hat sein Predigen unterminiert. Aus Vers 15 und 16 wird sehr deutlich, dass Petrus und Paulus dasselbe Evangelium hatten. Denn Paulus schreibt hier, dass wir, ob Juden oder Heiden, alle die Rechtfertigung durch den Glauben an Jesus Christus brauchen.
Der Widerspruch, den Paulus Petrus jetzt entgegensetzt, ist also nicht der Versuch, ihn wieder zurück zur Lehre der Rechtfertigung allein aus Glauben zu bringen. Vielmehr geht es darum, dass Petrus nun auch konsequent so leben soll, wie er es sagt. Petrus hat letztendlich die Konsequenzen der Rechtfertigung aus Glauben untergraben. Denn die Folge davon ist ja, dass wir alle eins sind in Jesus Christus.
Deswegen führt die Lehre von der Rechtfertigung durch den Glauben zur Einheit. Denn alle Einheit ist letztendlich im Evangelium begründet. Es gibt keine andere Möglichkeit für Einheit als die Einheit, die aus dem Evangelium kommt. Und wir sind eins in Christus, weil wir alle an ihn glauben und ihm vertrauen.
Aber wenn wir nicht einmal gemeinsam essen können, dann sind wir keine Familie. Wenn wir beim Mittagessen sagen würden: Na ja, aber ich komme ja aus England, deswegen brauche ich einen besonderen Tisch, dann könnte es sein, dass ihr sagt: Dann geh doch lieber gleich nach Hause, dann brauchst du gar nicht erst hierherzukommen. Das wäre doch verrückt, oder?
Und Paulus sagt: Genau das Gleiche passiert hier mit Petrus. Du hast dieses Evangelium verkündigt, das uns vereint. Aber als dann die Männer von Jakobus, also aus Jerusalem, kamen, lesen wir in Vers 12, dass Petrus sich zurückzog und sich separierte.
Paulus gibt uns hier auch die Begründung dafür: Petrus fürchtete die, die zur Beschneidungsgruppe gehörten. Das heißt, die Gründe für das Verhalten von Petrus waren eben nicht theologischer Natur. Sondern Petrus hat dem Druck einer sehr mächtigen Gruppe nachgegeben.
Und Paulus sagt ohne Kompromisse in Vers 13, dass das Heuchelei war, und dass selbst Barnabas dadurch verführt wurde. Und so wissen wir jetzt, worum es Paulus ging. Bevor Petrus kam, hatten die jüdischen und heidnischen Gläubigen zusammen gegessen. Und als Petrus dann dazukam, schloss er sich ihnen an, denn er glaubte auch an das Evangelium der Rechtfertigung aus Glauben.
Aber jetzt, unter dem Druck aus Jerusalem, verändert er sein Verhalten. Und was sich hier ändert, ist nicht seine Überzeugung, sondern die Konsequenz seines Handelns. Vielleicht tut er es sogar aus guten Motiven heraus. Vielleicht denkt er sich: Wenn wir diese mächtigen Leute jetzt nicht vor den Kopf stoßen, dann ist das wahrscheinlich besser für uns alle. Er hat wahrscheinlich Sorge darum, was deren Meinung für diese Gemeinde bedeuten könnte.
Also wird das Verhalten von Petrus letztendlich durch pragmatische, taktische Erwägungen bestimmt. Aber das Verhalten von Paulus wird durch theologische Überzeugung bestimmt. So heißt es in Vers 14: Als ich aber sah, dass sie nicht richtig handelten nach der Wahrheit des Evangeliums ...
Soweit es Paulus betrifft, ist das hier eine Frage des Evangeliums. Und deshalb scheut er sich auch nicht, Petrus öffentlich zu diesem Thema herauszufordern. Denn wenn er das nicht tut, dann wird das Evangelium angegriffen, das keine Beschneidung braucht. Und so nennt er diese Angreifer zum ersten Mal letztendlich die Gruppe der Beschneider.
Das ist ein anderer Weg, um zu sagen, dass das Leute sind, die die ganzen alten jüdischen Vorschriften auferlegen wollen. Da steckt auch für uns eine Menge Lehre drin, oder? Die Trennung, die hier geschieht, geschieht also nicht auf Grundlage tiefer theologischer Überzeugungen, sondern durch inkonsequentes Verhalten.
Im Blick auf das Verhalten von Petrus muss man einfach sagen, dass die Bibel hier nicht der bestimmende Faktor ist. Er erfreut sich an der Freiheit des Evangeliums und lebt wie ein Heide, aber jetzt will er auf einmal, dass die Heiden sich an die jüdischen Regeln halten. Das heißt, dass das Evangelium auf einmal nicht mehr die Kontrolle hat.
Wenn Paulus das in Antiochia zulässt, dann zerstört es wirklich das Evangelium. Das heißt: Die Konsequenzen der Theologie sind genauso wichtig wie die Theologie selbst.

Vom Kopf zum Herzen und zum Willen

Lasst uns noch einmal ein grundsätzliches Prinzip hier betrachten. Der britische Prediger Dr. Martin Lloyd Jones hat es folgendermaßen gesagt: Die Wahrheit Gottes spricht zuerst einmal den Kopf an. Von daher wird es im Predigen zunächst ein kognitives Verstehen der Wahrheit geben.
Aber die Wahrheit wandert dann vom Kopf zum Herz. Und das Herz ist in der Bibel nicht der Ort, wo die Emotionen sitzen, sondern das Herz ist das Kontrollzentrum der Persönlichkeit eines Menschen. Das ist das Kontrollzentrum, wo du deine Entscheidungen triffst und den Weg definierst, den du gehen wirst.
Das heißt: Die Wahrheit, die im Kopf beginnt, die muss im Herzen empfangen werden. Denn wie Jesus sagt, kommen aus dem Herzen der Menschen die bösen Worte und Taten. Also, wenn das Herz richtig ist, dann ist das Leben richtig. Aber wenn das Herz dem Wort Gottes widersteht, dann wird auch unser Leben inkonsequent sein.
Also, das heißt: vom Kopf zum Herz.
Die große Gefahr ist also, dass ich, wenn ich das Wort Gottes höre, mein Herz verhärte. Psalm 95,7: Heute, wenn du sein Wort hörst, verhärte dein Herz nicht. Das heißt: Immer wenn ich Gottes Wort in der Bibel höre, dann ist es meine Aufgabe, nicht das Herz zu verhärten.
Und ich muss eigentlich gar nichts tun, um mein Herz zu verhärten. Es reicht, wenn ich das Wort Gottes einfach höre und nichts weiter damit tue. Denn dann wird durch meine Inaktivität mein Herz härter und härter werden.
Und von daher seht ihr, dass die Wahrheit, die vom Kopf zum Herz geht, letztendlich wirklich den Willen aktivieren muss. Also: Kopf, Herz, Wille. Oder wie wir das hier hingeschrieben haben: der Verstand, das Herz und der Wille. Also der Themensatz, was ich wissen muss, und dann die Zielformulierung, wie ich leben sollte, und dann der Outline, wie genau ich das tun werde, wie mein Wille jetzt da involviert ist.
Und wenn wir diese Balance im Klaren haben, dann werden wir von unserem Herzen zu den Herzen unserer Hörer predigen.
Niemand wird einen Antrag auf eine Lebensversicherung ausfüllen. Und da steht er in einer Frage: Tust du irgendwelche Dinge, die wirklich gefährlich sind? Also machst du irgendwie so etwas wie, dass du Flugzeuge fliegst oder Bungee-Jumping machst oder Tiefwassertauchen? Die ich alle schon längst aufgegeben habe, leider. Da kommt die Frage: Machst du irgend so was?
Dann schreib doch mal rein: Ich studiere die Schrift. Denn das Studieren der Schrift wird dein Herz entweder weich machen oder verhärten.
Du wirst dich niemals von der Bibel wieder wegbewegen als dieselbe Person, die du vorher warst. Das heißt, du wirst irgendwie auf Gottes Wort reagieren. Also entweder reagierst du positiv darauf oder du sagst: Ich mag das nicht, ich will das nicht. Oder vielleicht sagst du sogar: Ja, das macht schon irgendwie Sinn, aber da mache ich jetzt nichts mit.
If you hear his voice, do not harden your heart. Wenn du seine Stimme hörst, verhärte dein Herz nicht.
See why does a faithful Bible ministry not always produce faithful Bible Christians? Also: Warum ist der treue Bibeldienst, warum bringt er nicht immer treue biblische Christen hervor?
Weil du nämlich letztendlich unter einem treuen Dienst sitzen kannst und trotzdem dein Herz verhärten kannst. Das heißt, die Möglichkeit ist da, dass dein Herz weich werden kann. Aber wenn wir nicht auf diese Wahrheit reagieren, dann wird das Herz hart.
Und das ist genau der Grund, warum Paulus das hier so sehr betont. Die ganze Zukunft der Gemeinde in Antioch hängt davon ab. Das ist der Grund, warum er in Vers 14 sagt, dass Petrus und Barnabas nicht in Übereinstimmung mit dem Evangelium agierten. Und Paulus sagt eben zu ihm: Wie kannst du ein solcher Heuchler sein, so inkonsequent in Bezug auf das Evangeliumleben?
Und von Vers 15 bis 21 entfaltet Paulus jetzt weiter die Argumentation, die dahinter liegt. Und es gibt unter den Auslegern eine Diskussion darüber, ob er all diese Verse jetzt direkt zu Petrus gesagt hat. Und ich denke mir: Ja, wahrscheinlich nicht. Aber was wir hier haben, das ist letztendlich die Zusammenfassung, die Substanz, die Kernsubstanz dessen, was er gesagt hat.

Die gemeinsame Grundlage von Juden und Heiden

Und er beginnt damit, dass er die gemeinsame Grundlage von Juden und Heiden beschreibt. Er weiß, dass die Juden die Heiden als Sünder bezeichnen, weil diese außerhalb des Bundes der Barmherzigkeit Gottes stehen.
Die Juden haben den großen Vorteil, dass sie in die Abstammungslinie Abrahams hineingeboren wurden. Gleichzeitig wissen die christlichen Juden, also die gläubigen Juden, dass auch sie eine Rechtfertigung allein aus dem Glauben brauchen. Denn genau das hat sie ja zu Christen gemacht. Sie haben ihren Glauben auf Jesus Christus gesetzt, damit er sie rechtfertigt, und nicht ihr Vertrauen in das eigene Halten des Gesetzes.
Vers 16 sagt das auf verschiedene Weise. Erstens: Der Mensch wird eben nicht durch das Halten des Gesetzes gerechtfertigt, sondern durch den Glauben. Zweitens: Wir haben unseren Glauben in Jesus Christus gesetzt, damit wir gerechtfertigt werden, also nicht durch das Halten des Gesetzes, sondern durch den Glauben an ihn. Und drittens: Das Halten des Gesetzes rechtfertigt niemanden, denn selbst wenn das ein Weg zur Rechtfertigung sein könnte, schafft das ja keiner. Das will er zeigen.
Das heißt, er bringt sein Hauptargument hier dreimal innerhalb eines Verses. Du musst schon wirklich ein sehr langsamer Denker sein, um den Punkt nicht zu verstehen. Und ich liebe das, wie Paulus hier seine Punkte quasi unterstreicht. Da hast du das gelesen, hast du es verstanden? Wie die alte Frau in der Gemeinde, die sagte: Ich liebe unseren neuen Pastor, denn zuerst sagt er uns, was er sagen wird, dann sagt er es, und dann sagt er uns, was er uns gesagt hat.
Das könnte eventuell ein bisschen langweilig werden, wenn der Pastor nicht sehr kreativ ist. Aber immerhin kommt dadurch die Botschaft dann klar rüber. Und so vermittelt Paulus hier seine Botschaft, indem er sie dreimal wiederholt.
Und nachdem er jetzt diese Aussage gemacht hat, wendet er sie dann an. Er tut das, indem er die Vorwürfe seiner Gegner aufgreift. Die werfen ihm wohl vor, dass er Christus zu dem macht, der die Sünde befördert. Ich denke, was sie gesagt haben, war Folgendes: By making everybody out to be a sinner, in dem sie jeden als Sünder identifizieren, verschwindet die Unterscheidung zwischen der Gerechtigkeit der Juden und der Ungerechtigkeit der Heiden. Not to behave in a righteous way. Und wenn du diesen Unterschied wegnimmst, dann könnte dich die Glaubensbotschaft dahinführen, dass du dich nicht mehr in einer rechtschaffenen Art und Weise verhältst.
Das ist ein bisschen so ähnlich wie das Argument, das Paulus selbst in Römer 6 vorbringt: Sollen wir in der Sünde fortfahren, damit die Gnade umso größer werde? Auf keinen Fall! Das heißt, die Rechtfertigung allein und frei aus dem Glauben heißt nicht, dass wir völlig befreit sind von der Rechtfertigung Christi. Nein, im Gegenteil: Die Rechtfertigung durch Christus wird uns zugerechnet, damit wir dann auch darin leben.
Das heißt, zu sagen, dass, if you promote the Jewish laws, you are promoting sin. Das heißt, wenn du sagst, dass du durch die Förderung des Gesetzes auch die Sünde förderst, weil niemand die Gesetze halten kann, and then you are making Christ the agent of that sin. Und dann machst du auf einmal Christus zum Agenten für diese Sünde. Das ist absolut falsch, auf gar keinen Fall. Wenn du nämlich genau das tust, dann richtest du wieder das auf, was gerade vorher zerstört wurde.
Und das ist der Punkt, den er in Vers 18 macht. Was die Sünde wieder aufrichtet, ist das, was das Evangelium als nicht notwendig erwiesen hat. Das Gesetz ist eben nicht der Weg hin zur Rechtfertigung. Und wenn ich dann zum Gesetz zurückgehe, dann leugne ich letztendlich die Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben.
So schiebt er in Vers 18 das Halten des Gesetzes als einen Weg zur Rechtfertigung erst einmal zur Seite, und dann erklärt er nämlich, dass er durch dieses Gesetz dem Gesetz gestorben ist, in Vers 19. Ich sehe, was er hiermit sagen will: Das Gesetz war letztendlich eben nicht in der Lage, mich gerecht zu machen. Deswegen sagt er: Das Gesetz kann mich nicht rechtfertigen, deswegen bin ich ihm gestorben. Und wenn ich also für Gott leben will, dann muss das auf einer anderen Grundlage geschehen als durch das jüdische Gesetz.
Was ist also dann dieses neue Prinzip? Und das führt uns dann zu dem sehr bekannten zwanzigsten Vers: Ich bin mit Christus gekreuzigt worden, und ich lebe doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben hat.
Und das ist wirklich das grundsätzliche Prinzip, nach dem Paulus jetzt lebt. Sein neues Leben hängt jetzt ganz ab von dem Leben in Christus. Das ist der Sohn Gottes, der sich für mich aufgeopfert hat am Kreuz. Denn der Sohn Gottes, der eben gekreuzigt wurde, ist wieder auferstanden, und er lebt jetzt in mir, wie es hier in diesem Vers heißt, in seiner Auferstehungskraft.
Ist also dieser Vers letztendlich ein Aufruf, sich persönlich zu heiligen? Nein, er sagt letztendlich: Nein, nein, ich bin mit Christus gekreuzigt. Und so bin ich eben dem Gesetz gestorben, denn ich habe einen anderen Weg, über den ich gerechtfertigt werde. Und alles, was er in seinem jüdischen Leben noch für ganz wichtig hielt, ist jetzt tot. Der alte Weg zu leben, der ist zu einem Ende gekommen, am Kreuz mit Jesus.
Und das neue Leben ist das Leben von Christus in ihm, immer noch im gleichen Körper, aber doch ein ganz neues Leben. Und das Grundprinzip dieses neuen Lebens ist eben der Glaube an den Sohn Gottes. So ist nun alles, was ihm einst ganz wichtig war, von keiner Bedeutung mehr.
Und so kannst du eben nicht zurückgehen in diese alte Welt der Selbstrechtfertigung. Wenn du siehst, was Christus für dich getan hat, dann kann es keinen anderen Weg geben, um gerechtfertigt zu werden. Und deswegen ist es eben auch am Ende des Briefs das Kreuz Christi, das alles andere bestimmt. Und das ist auch der Grund, warum am Ende dieses Kapitels in Vers 21 das Kreuz da steht: Da siehst du doch die Gnade Gottes in Aktion.
Aber wenn du das Kreuz nicht brauchst, wenn du diese Gnade nicht brauchst, dann ist Christus umsonst gestorben, vergeblich. Also wenn du vor Gott irgendwie noch besser bestehen könntest, allein durch deine religiösen Taten, als du in the sense that you trust in Christ, if you could be more acceptable through your actions than trusting in Christ, also wenn du durch deine Werke irgendwie akzeptabler sein könntest als allein durch dein Vertrauen auf Christus, warum ist Christus denn gestorben? Dann wäre das doch völlig vergeblich.
Und das hieße wirklich, die Gnade Gottes letztendlich zu verwerfen. Denn die Gnade Gottes zeigt sich doch gerade im Evangelium. Also zu sagen, dass Christus für nichts umsonst, unnütz gestorben ist, das heißt doch, das Evangelium zu verwerfen. Aber genau das ist die Position, zu der du kommst, wenn du eben die Rechtfertigung allein aus dem Glauben verwirfst.
Und wenn du dann sagst, das ist einfach eine Entwicklung des Evangeliums, dann sagt er ihnen: Ihr unverständlichen Galater! Also lasst mal die Kapiteleinteilung weg, einfach weiterlesen zum nächsten Vers. Und da sagt der Herr: O ihr unverständlichen Galater, wer hat euch bezaubert?
Und wenn du die Grundargumentationslinie dieser Passage verstehst, dann verstehst du auch, warum er diese Worte gebraucht hat. Es wäre völlig verrückt, zu diesem alten System des Gesetzes zurückzukehren. Und der Grundton hier aus Kapitel 3, Vers 1, ja, der ist schon liebevoll. Es ist nicht so, dass er jetzt hier total verärgert und aggressiv gegen sie redet.
Es ist mehr so, dass er den Kopf schüttelt und sagt: „Oh nein, oh nein, warum würdest du so etwas Dummes tun?“ Und die nächsten Verse zeigen uns dann, warum Vers 1 da steht. Jemand muss euch bezaubert haben. Das stellt es natürlich in der Phantasie so dar. Da muss also irgendwie dämonischer Einfluss bei dir sein. Denn ihr habt doch den gekreuzigten Jesus klar vor Augen gehabt!
Ihr kennt diese riesigen Werbetafeln, die ihr in Flughäfen seht oder anderswo? Die kann man ja gar nicht übersehen, die sind riesig. Und so war doch das Kreuz für euch, so habe ich es euch verkündigt. Ich habe euch doch gezeigt, wie es genau im Zentrum aller Dinge war. Und als ihr auf diese Botschaft geantwortet habt, bedenkt doch noch einmal, was ihr damals erfahren habt, und dann beantwortet meine Fragen.
Ihr seht, dass da jetzt eine ganze Reihe von Fragen kommen in den Versen 2, 3 und 4. Und die Hauptaussage letztendlich dieser Fragen ist: Wo kommt denn eure Erfahrung als Christen her? Also wenn ihr tatsächlich schon Gott gegenüber lebendig wart durch die Verkündigung des gekreuzigten Christus, wenn ihr tatsächlich schon den Geist empfangen habt, denn es ist ja der Geist, der uns das neue Leben gibt, und du kannst kein Christ sein ohne den Geist Gottes in dir, und wenn ihr schon die Kraft Gottes erlebt habt, die durch die Wunder geschah vor euren Augen, vielleicht physische Wunder, mindestens das geistliche Wunder der Wiedergeburt, und all das geschah, bevor jetzt diese Unruhestifter auftauchten, und es war ja letztendlich durch das Vertrauen, letztendlich in die christliche Botschaft, dass sie Teil dieser christlichen Gemeinschaft wurden.
Und der Weg hinein in das christliche Leben, das ist auch der Weg, über den man dann weitergeht. Und seht hier die Betonung der Gabe Gottes: Ihr habt den Geist empfangen als ein Geschenk. Gott gibt euch den Geist und wirkt seine Wunder, inklusive eures Leidens für das Evangelium, von keinerlei Bedeutung, wenn ihr euch also davon abwendet, dann ist Christus für nichts gestorben.
Und unser Vater, wollt ihr wirklich so unverständlich sein? Nein, ihr hattet das doch alles schon, bevor diese falschen Lehrer kamen. Und ihr habt das alles empfangen allein dadurch, dass ihr geglaubt habt an das, was gesagt wurde? Seht ihr das am Ende von Vers 2? Und noch einmal am Ende von Vers 5? Es kam durch den Glauben an den gekreuzigten Christus, dass diese Dinge zu euch kamen.
Das ist hier ein sehr persönlicher, vom Herzen kommender Aufruf: Kommt, ihr unverständlichen Galater, versteht das doch wieder! Geht doch nicht zurück zu diesen alttestamentlichen Auflagen! Haltet euch fest an dieser Freiheit, die ihr in Christus habt!
Und wir müssen doch auch diesem Druck widerstehen, nicht wahr? Es ist natürlich sehr gut, dass du Christ geworden bist, aber wisst ihr, da ist in meiner Gruppe eine besondere Betonung, die wird euch noch ein bisschen mehr geben, als du schon hast. Und wenn du nur noch diese Dinge annimmst, diese besonderen Dinge, die wir in unserer besonderen Gruppe haben, dann wirst du ein noch viel besserer, stärkerer Christ.
Aber was es letztendlich tut, ist doch: Es nimmt euch gefangen innerhalb dieser Gruppe. Der englische Schriftsteller C. S. Lewis hat einen ganz interessanten Kommentar dazu. Und er bezieht sich dabei auf ein Buch, das Tolstoi geschrieben hat. Und der Artikel, in dem Lewis darüber spricht, nennt sich Der innere Zirkel.
In der Geschichte von Tolstoi, über die Lewis dann schreibt, da gibt es einen Militäroffizier, der befördert werden will. Die Frage, um die es in der Geschichte geht, ist: Was ist er bereit aufzugeben, zu opfern, um einfach noch einen Schritt weiterzukommen in seiner Militärkarriere? Seine letztendliche Motivation sind eben nicht seine Prinzipien, sondern seine Ambitionen.
Und so macht er dann in dieser Geschichte Kompromiss um Kompromiss, um den Leuten zu gefallen, die für ihn wichtig sind. Denn für ihn ist das, was ihm am allerwichtigsten ist, am Haupttisch zu sitzen, im innersten Kreis.
Aber das, was die Geschichte ganz verzweifelt werden lässt, ist Folgendes: Denn wenn er dann am Ende, nachdem er dann alle seine Prinzipien kompromittiert hat, in den inneren Zirkel kommt, da erkennt er dann, dass es innerhalb dieses inneren Kreises noch einen inneren Kreis gibt. Und es gibt immer noch einen kleineren inneren Kreis, in den man noch hineinkommen könnte.
Lewis hat zu Theologiestudenten darüber gesprochen, und er sagt, das wird nämlich deine Versuchung sein. Also wenn du das Evangelium so ein bisschen kompromittierst, dann kannst du in der Denomination wichtig werden. Du musst nämlich gar nicht so viel ändern, du musst nur die Betonung ein bisschen wegnehmen vom Kreuz und von der Rechtfertigung allein aus Glauben. Du bist nämlich im Prinzip klug genug, um ein Bischof zu werden.
Für euch ist das vielleicht erst einmal ein erschreckender Gedanke. Aber ihr versteht, wo die Attraktivität davon liegt: Du willst im inneren Kreis sein. Und seht ihr, das ist genau das, was auch hier geschieht. Ein bestimmtes Verhalten bringt dich näher in die Gruppe hinein, die du begeistern willst, die dich imposant finden soll.
Und das ist genau das, wovon Paulus spricht in Kapitel 1, Vers 4, wenn er davon spricht, dass wir errettet werden aus dieser gegenwärtigen bösen Welt. Das heißt, wir sollten niemals in unserem Handeln bestimmt werden von dem, was wir denken, dass die Leute, die wir begeistern wollen, wollen. Was uns beherrschen sollte, ist das Evangelium von Gnade und Gnade.

Abraham als Maßstab des Glaubens

Und jetzt noch ein Punkt, bevor wir zum Ende kommen. Wenn du das predigst, dann musst du dir entscheiden, wie lang die Predigtabschnitte sein sollen. Also es wäre sicherlich möglich, den Galaterbrief Vers für Vers, also ein Vers pro Predigt, zu halten. Und man könnte dann die ganze Theologie, die in jedem Vers steckt, herausarbeiten und alle möglichen Anwendungen daraus ableiten.
Ich würde aber empfehlen, dass ihr einen Abschnitt predigt, weil ihr dann den Kontext klarer versteht. Dann versteht ihr auch genau, was dieser Abschnitt mit der Situation in Galatien zu tun hat. Und dieser kurze Abschnitt, Kapitel 3, Verse 6 bis 9, ist eben ein ganz wichtiger Schritt nach vorne in der Argumentationslinie im Brief. Dieser Abschnitt hat wirklich eine Brückenfunktion. Es ist also ein ganz mutiger, wichtiger Schritt in der Fortführung des Arguments.
Ich habe das falsch gesagt: Er redet über Kapitel 3, Verse 6 bis 9. Er war jetzt zurück in Kapitel 3. Und hier kommt jetzt der wichtige Schritt. So war es mit Abraham. Denn Abraham ist ja der große Held für die jüdischen Leute, die dann in die Gemeinde hineinkommen. Vater Abraham, durch den die Beschneidung zum jüdischen Volk kam.
Und so sagt Paulus: Okay, jetzt denken wir über Abraham nach. Seht ihr, wie er das Argument jetzt eigentlich genau zu ihm hinbringt? Ihr wollt die Segnung, die Abraham versprochen wurde. Das war tatsächlich eine großartige Segnung: Durch seinen Nachkommen soll die ganze Welt gesegnet werden. Also dann lasst uns mal genau betrachten, wie Abraham eigentlich gerechtfertigt wurde.
Vers 6: Er hat Gott geglaubt, und es ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden. Also in anderen Worten: Auch das war aus Glauben und nicht durch Werke. Das heißt, in gewisser Weise zieht er ihnen den Boden unter den Füßen weg. „Okay, ihr wollt Nachkommen Abrahams sein? Okay, Abraham war ein Mann des Glaubens. Das heißt, wenn du ein Kind Abrahams sein willst, dann musst du ein Mensch des Glaubens sein.“
Und hier wird jetzt wirklich das Prinzip dargelegt, über das er in den nächsten zwei Kapiteln predigen wird. Die Hauptaussage ist wirklich, dass die Annahme Abrahams durch den Glauben kam, schon vor der Beschneidung. Also dass wir hier in Vers 6 sehen, diese Aussage: Er hat Gott geglaubt, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, das findet sich ja in 1. Mose 15,6. Aber der Befehl zur Beschneidung, der kommt erst in 1. Mose 17,10. Ihr seht, es ist also ein Glaube, der vor der Beschneidung kommt.
Und der Grund dafür, den er in Vers 8 argumentiert, ist, dass Gott nämlich voraussieht oder voraussagt, dass die Rettung allein aus dem Glauben kommen wird. Und so ist eben dieses große Versprechen, dass alle Nationen durch Abraham gesegnet werden, allein basierend auf dem Prinzip des Glaubens. Und die Zusammenfassung dieses Arguments ist dann Vers 9: So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Das heißt, er definiert hier ganz neu die Familie Abrahams.
Es sind also nicht Blutsbrüder, sondern Seelenverwandte, die die Kinder Abrahams sind. Und egal, ob sie Juden sind oder Heiden, es gibt nur einen Bund der Gnade. Und dieser Bund führt sie letztendlich beide hin zu den gleichen Segnungen. Und er macht eben deutlich, dass sowohl das Alte wie auch das Neue Testament genau das bezeugen. Und hier kommt also das Argument letztendlich zusammen. Er hat noch sehr viel mehr zu sagen, um das nachher zu belegen und anzuwenden, aber wir enden hier bei Vers 9, weil das wirklich die Aussage des grundsätzlichen Prinzips ist: Die aus dem Glauben sind, das sind die Kinder Abrahams.
Aber eben nicht irgendein Glaube, sondern Glaube an Jesus Christus und ihn gekreuzigt. Und ich werde jetzt hier aufhören und möchte euch einladen, Fragen zu stellen, wenn ihr welche habt. Gibt es Fragen? Also erst einmal gibt es Fragen konkret zu diesem Abschnitt, über die ihr noch mal ins Gespräch kommen möchtet?
Wie erlebst du persönlich, was in Vers 20 steht: Christus lebt in mir, einfach Tag für Tag? Wie wird diese Wahrheit, die Paulus hier ausdrückt, für dich lebendig? How does verse 20 come for you personally alive, that Christ lives within you on a day-to-day basis? Thank you very much, because this is an important application point. It is that I am

Christus lebt in mir: persönliche Anwendung und geistliche Kraft

Das ist letztendlich erst einmal die Lehre von der Einheit in Christus. Diese Lehre wird in den späteren Schriften von Paulus noch sehr viel deutlicher erklärt, vor allem in Römer 6 und Kolosser 3.
Also sagt er hier zunächst, dass diesen Menschen ein ganz neues Leben in Christus gegeben wurde. Er sagt nicht nur: Ich folge jetzt Christus, sondern: Christus lebt in mir. Und er wird uns dann in Kapitel 3 und 4 erklären, dass genau das die Gabe des Geistes ist. Wenn der Geist Gottes in die Persönlichkeit des Gläubigen hineinkommt, dann kommt das Leben Gottes. Dann kommt Christus wirklich in unser Leben durch den Geist, der in uns wohnt.
Ganz praktisch heißt das, dass die Kraft, in der ich mein christliches Leben lebe, die Kraft Gottes ist. Denn es gibt eigentlich nur eine Person, die das christliche Leben wirklich leben kann, und das ist Christus. Aber wenn Christus in uns lebt, dann kommt sein Leben auch durch unsere Körper und unsere Persönlichkeiten zum Ausdruck. Das heißt: Wenn ich mein Vertrauen auf die Kraft Gottes setze, dann wirkt sie in mir, um mich zu verändern. Und dann verändert er mich von innen nach außen.
Die Religiosität tut genau das Gegenteil. Sie versucht, dich von außen nach innen zu verändern. Aber hier ist ein ganz neues Prinzip am Werk, nämlich dass Christus in mir lebt. Und der Christus, der gestorben ist und auferstanden ist, bringt seine ganze Auferstehungskraft in uns hinein.
Von daher denke ich auch, dass diese Lehre von der Einheit mit Christus, oder von Christus in uns, noch viel mehr gelehrt werden sollte. Denn die Botschaft ist eben nicht nur, dass Christus mich gerettet hat und ich jetzt irgendwie versuchen muss, ein christliches Leben zu führen, sondern dass ich wirklich mit der göttlichen Kraft verbunden sein kann, wenn ich mit ihm lebe.
Das möchte ich auch betonen, wenn ich das in einer Gemeinde predige. Denn die Frage, die du gestellt hast, ist die praktische Frage, die sicherlich viele Menschen stellen würden, wenn du so eine Predigt hältst. Hat dir das jetzt ein bisschen geholfen? Fragen zum Text.

Glaube, Werke und die Einheit der Schrift

Ja, ich denke, letzteres ist der Fall, also alles, was zum Gesetz gehört. Der Grund, warum ich das sage, liegt wirklich in Kapitel fünf. Denn dort sagt er, dass selbst die, die unter dem Gesetz sind, das Gesetz nicht halten können. Zum Beispiel in Kapitel fünf, Vers drei: Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist.
Von daher denke ich, worum es hier geht, ist eben nicht nur die Beschneidung, sondern dass man dann wirklich in allen Dingen nach dem Gesetz leben müsste. Denn es heißt dann ja auch in Vers vier: Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt. Also ich denke, es ist wirklich dieses ganze Paket mit allem, was dazugehört, was er hier meint. Denn sie sehen die Beschneidung jetzt hier also als das eine große Ereignis, das zeigt, dass du wirklich ein Kind Abrahams bist. Und Paulus sagt dann: Okay, wenn du das tust, was ist dann als Nächstes dran? Und das ist dann das ganze Gesetz und das Halten des ganzen Gesetzes.
Deswegen sagt er: Du kannst dein Vertrauen, deine Zuversicht, nicht einerseits in die Rechtfertigung allein aus Glauben setzen und dann auf Beschneidung und alles andere. Von daher musst du dich dann entscheiden zwischen Gnade und Gesetz.
Da hinten ist noch eine Frage. Paulus hat als Argument Abraham gebracht, und ein anderer, der Abraham als Argument bringt, ist Jakobus. In Jakobus 2,21 schreibt Jakobus: Ist es nicht Abraham, unser Vater, aus Werken gerechtfertigt worden, als er Isaak opferte? Können Sie das ein bisschen kommentieren?
Ja, gute Frage. Gute Frage. One of the things that Calvin says is that the faith that alone justifies is not on its own. Also, eine Sache, die Calvin dazu sagt, ist: Wenn gleich die Rettung allein aus Glauben kommt, bleibt der Glaube nie allein. Es ist der einzige Weg, wie wir gerechtfertigt werden können. Aber er bleibt nicht alleine, sondern er führt uns dann zu Werken. Aber die Werke sind die Konsequenz davon, dass Christus in uns lebt und uns eben immer mehr verändert hinein in seine Ebenbildlichkeit. Paulus nennt das dann im Galaterbrief zum Beispiel die Frucht des Geistes und eben nicht die Werke des Gesetzes.
Und was Jakobus letztendlich sagt, ist: Du weißt, dass dein Glaube echt ist aufgrund der Veränderung in deinem Leben. Vielleicht können wir alle zusammen mal schauen in Jakobus 2, Vers 26. Da sagt er nämlich: Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.
Und ich würde, wenn ich den Vers jetzt schreiben würde, sagen: So wie Werke ohne Glauben tot sind, denn als ein guter Evangelikaler weiß ich ja, dass ich nicht durch meine Werke gerechtfertigt werde. So wäre also das Bild erst mal von einem toten Körper, in dem kein Leben ist. Aber Jakobus formuliert das eben ganz anders, das ist eine große Überraschung für uns in Vers 26. Du siehst einen Leib ohne irgendeinen Atem, der ist tot. Und er sagt, genauso ist eben ein Glaube, der sich nicht irgendwie in Werken zeigt, auch tot.
So he said earlier in the chapter, verse eighteen, James 2, und er hat vorher in demselben Kapitel gesagt in Jakobus 2,18: Show me your faith without deeds and I will show you my faith by what I do. Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken.
Das Argument, das er hier vorbringt, ist also, dass der Glaube eben nicht einfach nur irgendwie eine intellektuelle Überzeugung ist. So sagt er ja in Vers neunzehn: Du glaubst, dass nur einer Gott ist, du tust recht daran, die Teufel glauben es auch und zittern. Das heißt, so sagt er auch in Vers zwanzig, ein rein intellektueller Glaube ohne Werke, der ist nutzlos.
So he is very determined to concentrate on Genesis 15, und es heißt, er ist hier sehr bedacht darauf, sich auf 1. Mose 15 zu konzentrieren. So zitiert er ja dann in Vers 23 1. Mose 15, aber er sagt halt, dass der Beweis, dass es wirklich Glaube war, dass es wirklicher Glaube war, dann später darin liegt, dass er seinen Sohn Isaak auch opfern will. Es gibt also keinen Widerspruch zwischen Glaube und Werken. Du siehst also, es heißt in Vers 22, da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken.
Das heißt, Jakobus 2 bringt letztendlich ein Argument vor, dass es keinen rein intellektuellen Glauben ohne Werke geben kann, aber es ist ganz sicher kein Argument gegen Rechtfertigung allein aus Glauben. Er sagt einfach nur, dass der Beleg dafür, dass du echten Glauben hast, eben gerade auch in einem veränderten Leben ist. Oder ist das klar?
Also, den Punkt, den ich noch ein bisschen selbst lassen hatte, Vers 21, wirklich steht, aus, merken, gerecht, dass es so außen. Aber dem widerspricht dann Vers 23. Was er damit sagt, ist eben, dass letztendlich die Werke der Beleg, der Beweis für die Rechtfertigung sind. Und wenn wir kein verändertes Leben haben, dann sollten wir ein Fragezeichen stellen über unseren Glauben, ob der wirklich echt ist.
Ich könnte ja viele Leute in meinem Land zeigen, die zum Beispiel als Teenager gesagt haben: Ja, ich bin ein Christ. Ich glaube an Jesus, ich unterschreibe als Christ. Aber ihr Leben hat sich in keinster Weise verändert. Sie haben kein wirkliches Interesse an christlichen Dingen. Aber die sagen: Na ja, wenn es den Himmel gibt, dann werde ich da auch hinkommen, denn ich habe ja als Kind irgendwann mal meinen Glauben in Jesus hineingesetzt.
Und ich denke, das ist genau das, worum es Jakobus hier geht, dagegen zu argumentieren, gegen solches Denken. Und das ist der Grund, warum Calvin sagt, dass Glaube nie ohne Werke bleibt, sondern dass die Werke immer die Konsequenz des Glaubens sein müssen. Aber die Werke sind eben nicht die Grundlage, auf der wir gerechtfertigt werden, sondern die Konsequenz unserer Rechtfertigung.
Sonst redet laut, ich übersetze es dann in Ton. In Apostelgeschichte 15 geht es ja auch um dieses Thema, beim Apostelkonzil, und da wird in Vers 28 und 29 auch noch einmal gesagt, dass den Heiden keine Last aufgelegt werden soll, dann aber halten uns gut, außer diesen notwendigen Dingen. Was das Besondere daran ist, ist, dass die Gentiles certain aspects. What is the special thing about these? I think they are things which pertain to the uniqueness of God's revelation. Dinge, die etwas mit der ganz besonderen Einzigartigkeit von Gottes Offenbarung zu tun haben.
Das heißt, wenn du Götzenfleisch isst, dann nimmst du letztendlich an diesem Götzenopfer teil. Und wenn du sexuelle Unmoral auslebst, dann machst du dich selber letztendlich zu deinem Götzen? Ich glaube nicht, dass er sagt, diese Dinge sind notwendig, damit du gerechtfertigt wirst. If you are justified by faith in Christ then these things are the evidences of that also wenn du gerechtfertigt bist allein aus dem Glauben dann sind das die Zeugnisse dafür, dass du wirklich gerechtfertigt bist and they are still of course in the Jewish context here you see I think the Council of Jerusalem
I glaube, als Paulus den Galaterbrief geschrieben hat, ist das hier Apostelgeschichte 15 noch gar nicht geschehen. Ich weiß, das ist ein bisschen umstritten, diese These, aber das wäre meine Sicht der Dinge. Und ich glaube, worüber Paulus im Galaterbrief schreibt, das ist das, was letztendlich zu diesem Jerusalemer Konzil geführt hat.
Aber eins ist auch klar: Dieses Konzil in Jerusalem hat das Problem nicht ein für alle Mal gelöst. Wir sehen hier im Konzil letztendlich die Entscheidung der Apostel im Hinblick auf die Heiden. Und das große Fazit in diesem Konzil ist wirklich, dass es eben eine Freiheit gibt für die Heiden in Christus. Aber hier klingen immer noch so ein paar alttestamentliche Dinge mit, zum Beispiel eben mit dem Götzenopferfleisch. Das ist mehr so ein kulturelles, heidnisches Thema.
Aber was er letztendlich sagt, ist: Christus ist einmalig, und du musst ganz an ihm hängen. Und von der Kultur her und von der Moral her ist er letztendlich der, um den es geht.
Manche Leute sagen, warum hören wir im Galaterbrief nicht über dieses Konzil? Ich glaube, weil es einfach noch nicht stattgefunden hat. Es sind die Themen, um die es im Galaterbrief geht, die letztendlich dazu führen, dass wir zu diesem Konzil kommen. Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, dann kann man dahin kommen, dass man denkt, das ist alles sofort nacheinander geschehen. Aber da sind doch schon größere Zeiträume zwischen den Geschehnissen, die beschrieben werden.

Schlussgebet

Jetzt gibt es Mittagessen. Wir wollen beten.
Himmlischer Vater, wir danken dir für diese wunderbare Passage, die wir uns eben angeschaut haben. Und wir bitten dich, dass du unsere Herzen bewegst mit dieser rechtfertigenden Gnade in Jesus, der großartigen Nachricht der Rechtfertigung allein aus Glauben an Jesus Christus. Herr, wie wunderbar ist es doch zu wissen, dass du nichts mehr gegen uns hast und dass es keine Verdammnis mehr für uns gibt.
Danke, dass all das, was das Gesetz niemals tun konnte, Christus durch sein eigenes Opfer getan hat, wie es von Paulus gepredigt und verteidigt wurde. Hilf uns, dass wir uns nicht von den kulturellen Fragen ablenken lassen. Aber hilf uns auch, dass uns gerade das noch mehr hilft, die Wahrheit zu verstehen, um die es hier geht.
Und wir bitten dich, dass du uns hilfst, von dieser Passage jetzt wegzugehen mit herzlicher Freude und Dankbarkeit über den Herrn, der uns geliebt hat und sich für uns dahingegeben hat.
In Jesu Namen, Amen.