Generierte Mitschrift
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Einführung und Vorstellung des Predigers
Nun freuen wir uns auf unseren Bruder Matt Schmucker, den gleich unser Bruder Kai Soltau vorstellen wird. Kai Soltau ist ebenfalls Mitglied des Leitungskreises von Evangelium 21, und er wird Matt gleich übersetzen. Kai hat in den Vereinigten Staaten Theologie studiert. Er lebt jetzt in Wien, ist also ein Österreicher – nein, eigentlich ein Hamburger. Kai ist einer von uns. Er ist Hamburger, wohnt aber jetzt in Wien und ist dort Dozent an der Evangelikalen Akademie in Wien. Außerdem ist er im Reisedienst unterwegs und hält hier und da Vorlesungen und Seminare. Er ist verheiratet mit Missy, und Missy sitzt dort hinten und winkt. Auch dir ein herzliches Willkommen. Und dir, Kai, wünschen wir Gottes Segen beim Übersetzen, und Matt wünschen wir Gottes Segen beim Predigen. Aber jetzt hören wir von Kai noch etwas mehr über Matt.
Die meisten von euch haben Matt heute Nachmittag schon gehört, als er von seinem Weg aus dem Katholizismus erzählt hat. Er war eigentlich auf dem Weg, Priester zu werden, und war auch im Priesterseminar. Aber ich glaube, er hat auf jeden Fall das Bessere gewählt. Mittlerweile ist er verheiratet und hat fünf Kinder. Statt das Kloster aufzusuchen, hat er alles auf die Gemeinde gebaut. Ja, er dient seit zwanzig Jahren in der Capitol Hill Baptist Church, wo er auch Ältester ist. Zusammen mit Mark Dever hat er dort jahrelang auch als Geschäftsführer Nine Marks Ministries geleitet.
Diese Workshops, die er jetzt für uns an diesem Wochenende hält, sind der Kern dieses Gemeindeaufbaudienstes Nine Marks Ministries. Und ja, ich denke, er hat wirklich sein Leben in die Gemeinde investiert. Es ist schön, dass er uns jetzt auch in seinen Vorträgen erzählt, was Merkmale einer gesunden Gemeinde sind. Das kann er wirklich aus eigener Erfahrung berichten, so wie er es auch in der Capitol Hill Baptist Church erlebt hat.
Matt, join us, we look forward to your next message.
Kai, mit einem Namen wie Schmucker habe ich das Wort Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Schmuck, Kommt sein Name ursprünglich von „Schmücker“? Na ja, also müssen wir alle mal spekulieren, was wohl seine Vorfahren beruflich gemacht haben.
Ein Blick auf Gemeinde, Treue und Wachstum
Einige kurze Geschichten:
Mark Dever wurde 1994 als Pastor der Capitol Hill Baptist Church eingestellt. Seitdem ist es bei uns schon lange Tradition, dass wir mittwochabends als Gemeinde zusammenkommen und gemeinsam zu Abend essen.
Ich sitze hier neben Mark, und neben uns sitzt eine ältere Dame aus unserer Gemeinde. Während wir essen, schaut diese ältere Schwester uns an und sagt: Nun, ihr wisst, dass ich keine jungen Pastoren ausstehen kann.
Als 34-Jähriger senkte Mark einfach den Kopf über seiner Suppe und aß weiter. Dann fragte er: Und warum?
Ja, junge Pastoren haben die Tendenz, die Gewohnheit, dass sie die Gemeinden schnell wieder verlassen.
Und er fragte: Gut, glauben Sie, dass ich das auch tun werde?
Und sie sagte: Ja, das ist, was ihr alle macht.
Und er sagte: Glauben Sie wirklich, dass Sie mich überleben werden?
Nun, die Tatsache ist, dass sie schon ein ziemlich hohes Alter hatte. Und während er weiter aß, sagte Mark: Ich glaube, Sie haben Ihren Herausforderer gefunden.
Mark ist mit der Vorstellung in diese Gemeinde, die Capitol Hill Baptist Church, gekommen, dass er dort auch seinen Grabstein kaufen würde, wenn er wüsste, dass er, wenn der Herr es gibt, hier sein Leben lang in der Gemeinde dienen würde.
Er sieht die Beziehung zwischen einer Gemeinde und dem Pastor, zwischen dem Pastor und seiner Herde, eher wie die Beziehung zwischen einem Vater, der sich um seine Kinder kümmert, oder schon fast wie ein Ehemann, der sich um seine Braut kümmert. Man sollte sehr vorsichtig sein, bevor man sich voneinander trennt.
An Marks zehntem Jubiläum, also an seinem zehnten Jahrestag als unser Pastor, kam eine andere ältere Schwester auf ihn zu. Sie sagte: You know, most pastors come and we get a real jump in growth.
Sie sagte also, dass die meisten Pastoren in eine neue Gemeinde kommen und es dort ein großes Wachstum gibt. Und dann sagte sie zu Mark: Bei dir haben wir das aber noch nicht wirklich gesehen.
Aber wir haben langsames, so ungefähr langsames Wachstum gesehen. Wie es oftmals bei den anderen Pastoren aussieht, ist, dass es zuerst dieses große Wachstum gibt, wenn sie ihre neuen Programme einsetzen und umsetzen. Aber dann verlassen sie auch wieder die Gemeinde.
Mark hat jedoch kein großes Programm eingeführt, sondern er hat einfach angefangen zu predigen und zu lehren. Und unser Wachstum hat das widergespiegelt. Es gab ein langsames, stetiges Wachstum.
Der Schwerpunkt des Dienstes
Und genau diesem Thema wollen wir uns jetzt zuwenden: dem Lehr- und Predigtdienst in der Gemeinde. In unserer ersten Einheit haben wir festgehalten, dass wir als Gemeinden existieren, um Anbetung stattfinden zu lassen. Gemeinden sollen das herrliche Wesen Gottes widerspiegeln, und zwar durch den Gehorsam gegenüber seinem Wort. Somit ist also der wichtigste Bestandteil des Gemeindelebens die Predigt. Denn während dieses Ereignisses des Predigens können die Ältesten das Denken der Gemeinde in höchstem Maße beeinflussen und formen.
Bei 9 Marks Ministry existieren wir, um Pastoren zu helfen. Und so bekommen wir viele Telefonanrufe, viele E-Mails und viele Fragen zum Thema Mitgliedschaft in der Gemeinde oder auch Gemeindezucht. Fragen über die Leidenschaft in der Gemeinde, über Älteste und Diakone und darüber, was ihre Aufgaben sind. Aber wisst ihr, wie viele Fragen wir über Predigen bekommen? Was meint ihr? Keine, fast keine Anfragen.
Und wenn wir uns einmal eine Umfrage anschauen, die in einem bekannten Journal in Amerika veröffentlicht wurde, in dem 1200 Pastoren interviewt wurden, ganz egal, welcher Denomination sie angehören, Pastoren von ganz unterschiedlichen Gemeindegrößen und mit ganz unterschiedlich langen Dienstzeiten als Pastoren, dann ratet einmal, was jeder dieser Pastoren von sich meinte, was seine Stärke sei: Predigt und zweitens Lehre.
Das ist interessant, denn wenn es wirklich wahr wäre, dass diese Prediger und Lehrer so stark sind, dann müsste es einen Dienst wie Nine Marks eigentlich nicht geben. Aus unserer Perspektive heraus sind wir der Überzeugung, dass hier etwas fehlt. Und was fehlt, nennen wir Auslegungspredigt. Und so würde ich gerne einmal definieren, was Auslegungspredigt bedeutet, und das dann auch veranschaulichen und anwenden.
Was Auslegungspredigt eigentlich ausmacht
Ist eine Predigt, die den Text auslegt, sagen wir es einmal so: Es ist eine Predigt, in der die Hauptaussage des Textes auch die Hauptaussage der Predigt ist. Und zwar auch darin, wie sie sich auf das Leben der Gemeinde heute anwenden lässt. Es ist also nur dann eine treue Auslegung, wenn der Hauptpunkt der Predigt auch der Hauptpunkt des Textes ist. Aber es ist nur dann eine treue Predigt, wenn das dann auch auf die Gemeinde heute angewandt wird.
Und so ist eine Auslegungspredigt ganz bestimmt nicht einfach ein fortlaufender Textkommentar. Vielmehr ist es eine Erklärung des Textes, die sagt: Der Hauptpunkt sagt, Freunde, das ist, was Gott sagt, und das ist, wie es auf euch angewandt ist. Es ist also eine Erklärung des Textes, in der der Hauptpunkt des Textes herausgearbeitet wird und gesagt wird: Mein Freund, das ist es, was Gott zu dir sagt, und so lässt sich das heute in deinem Leben anwenden.
Vielleicht könnt ihr mir mal einige Namen von Auslegungspredigern sagen: John MacArthur, Martin Lloyd-Jones, thank you from England, Dick Lucas, another Brit, also zwei Engländer, Helge Stademann, Präsident des Seminars hier, Steve Larson. Ich sage, dass expositives Predigen nicht an einen bestimmten Stil oder eine bestimmte Persönlichkeit gebunden ist. Auslegungspredigten sind nicht an einen ganz bestimmten Stil oder an eine ganz bestimmte Persönlichkeit des Predigers gebunden.
So gibt es also einen großen Unterschied, sagen wir einmal, zwischen einem Martin Lloyd-Jones und jemandem wie C. J. Mahaney. Aber ich glaube, beide teilen, dass sie Auslegungsprediger sind. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass Auslegungspredigt nicht daran gebunden ist, dass es eine Vers-für-Vers-Auslegung des Textes ist. Nicht unbedingt.
Eine Auslegungspredigt kann sich auch mit einem ganzen Kapitel oder sogar mit einem ganzen Buch beschäftigen. Denn es ist dann eine Auslegungspredigt, wenn die Hauptaussage des Kapitels oder die Hauptaussage eines ganzen Buches die Hauptaussage deiner Predigt ist. Und wenn sie auf das Leben heute angewandt wird.
Biblische Beispiele und die Frage nach dem Warum
"Read from the Book of the Law", denken wir zum Beispiel an Nehemia 8, wo erklärt wird, wie die Leviten das Buch des Gesetzes auslegten. Dort heisst es, dass sie das Gesetz Gottes klar und verständlich machten, so dass man verstand, was gelesen worden war.
"And beginning with Moses and all the prophets, Jesus explained to them what was said in all the scriptures concerning himself." Oder wie es auch in Lukas 24 heisst, dass Mose bei allen Propheten und dem ganzen Gesetz des Mose anfing und ihnen in allen Schriften auslegte, was sich auf ihn bezog.
Warum sollten wir Auslegungspredigten predigen? Hauptsächlich deshalb, weil das Volk Gottes das Wort Gottes hören muss. Gott beruft und wächst seine Gemeinde durch die Predigt seines Wortes.
Was ist also unter Auslegungspredigten eingeschlossen? Bedeutet es zum Beispiel, dass ich wirklich konsequent durch ein ganzes Buch durchpredigen muss, etwa durch den ersten Thessalonicherbrief oder den ersten Korintherbrief?
Nicht unbedingt. Ich könnte sowohl Auslegungspredigt als auch einen eher thematischen Predigtansatz gleichzeitig verfolgen. Es ist sicherlich nicht leicht.
Nehmen wir uns zum Beispiel das Thema Gebet vor. Wir könnten dazu ungefähr drei thematische Predigten halten. Der Titel der ersten Predigt könnte heissen: mit Glauben beten. Ich kann dazu eine Auslegungspredigt über den blinden Bartimäus halten, der zu dem Herrn sagte: Herr, ich will sehen. Und Jesus darauf sagte: Dein Glaube hat dich geheilt.
Eine zweite Predigt könnte lauten: mit der rechten Motivation beten. Hier könnte man vielleicht Jakobus 4,3 auslegen: Ihr bittet und empfangt nicht, weil ihr in üblen Absichten betet.
Eine dritte Predigt könnte lauten: mit Kühnheit beten. Da könnten wir vielleicht Hebräer 4,16 auslegen, wo der Autor sagt, dass wir mit Zuversicht zum Thron der Gnade kommen sollen.
Hier haben wir also drei textliche Sermone, die thematisch ausgesucht wurden. Sie werden dann ausgelegt, als Auslegungspredigt, bei der tatsächlich die Hauptaussage des Textes auch die Hauptaussage der Predigt ist.
Die Gefahr thematischer Vorgaben
Aber hier habe ich meine Bedenken. Wenn der Prediger mit einem Thema anfängt und dann in Bezug auf den Text dieses Themas vorgeht, wenn der Prediger also mit einem Thema anfängt, das er behandeln will, und dann auf der Suche nach passenden Texten ist, dann wird sein Zugang zu dem Text oftmals dadurch beschränkt, warum er sich diesen Text eigentlich ausgesucht hat.
Nehmen wir die Beispiele, die ich eben genannt habe. Der Prediger kommt immer wieder mit der Frage: Was sagt dieser Text über das Gebet aus? Das ist eine andere Frage als: Was ist die Hauptaussage dieses Textes?
Kommen wir zum Beispiel noch einmal auf Hebräer 4,16 zu sprechen. Wir sollen mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade kommen. Geht es hier nicht wirklich darum, in Kühnheit zu beten? Sicherlich, das könnte entweder eine Implikation oder eine Anwendung sein. Aber eigentlich geht es in Hebräer 4 darum, dass Jesus sündenlos war und sich damit als Opfer Gott hingegeben hat. Der Zorn Gottes wurde gesühnt, wurde durch ihn weggenommen. Und deshalb können wir mit dieser Zuversicht herantreten, weil Jesus uns mit Gott versöhnt hat.
Ist das Gebet Teil dieses Textes? Sicher. Aber der Text dreht sich eigentlich darum, was es heißt, versöhnt zu sein mit Gott als ein Teil des Evangeliums. Sehen wir also hier die zwei unterschiedlichen Ansätze. So kann man sicherlich als Prediger zu Hebräer 4,16 kommen und hier etwas über Gebet in der Predigt sagen, aber das Wesen einer thematischen Predigt wird ihn immer wieder mit Vorurteilen an den Text herangehen lassen, sodass dann letztendlich nicht Gott in seinem Wort die Agenda für die Gemeinde setzt. Nein, es ist eher die Weisheit des Predigers, die hier die Agenda für die Predigt setzt. Vielleicht setzen sogar das, was er gern mag, und das, was er nicht mag, die Agenda.
Er fragt mich, ob wir das Wort Hobby Horse haben, dass man auf etwas ständig herumreitet. Predigten, bei denen ein Prediger immer wieder gerne auf etwas herumreitet. Ein Steckenpferd, ja. Er ist begrenzt in dem, was er bereits schon weiß, anstatt dass er sich von dem Text neu belehren lässt.
Durch die Bibel lernen statt nur über Lieblingsstellen zu sprechen
Stattdessen, dass er durch ein ganzes Buch hindurch predigt, wo es Gott ist, der letztendlich die Agenda angibt.
Diese Woche werden wir uns Lukas 1 anschauen und sehen, was Gott uns zu sagen hat. In der ersten Woche werden wir uns Lukas 1 anschauen und sehen, was es ist, was Gott uns zu sagen hat. Nächste Woche kommen wir zu Lukas 2 und werden sehen, was Gott uns zu sagen hat. Und dann Lukas 3 und sehen, was Gott uns zu sagen will.
Der Prediger lernt zusammen mit der Gemeinde, wodurch dann der Prediger zusammen mit der Gemeinde dazulernt.
Vor einiger Zeit habe ich von einem Pastor gehört, der angefangen hat, einfach eine Liveschaltung zu einem anderen Prediger zu schalten. Dem Prediger namens Andy Stanley, der mittlerweile seine Predigten anbietet, sodass sie über das Internet oder über Satellit in anderen Gemeinden auch ausgestrahlt werden.
Alle zwei Wochen lässt dieser Pastor Andy Stanley per Video zu Wort kommen. In den Wochen dazwischen predigt er selbst. So wechseln sich Stanley und der Pastor ab: Stanley, Prediger, Stanley, Prediger.
Und auf seinem Weblog hat dieser Pastor dann zu seiner Gemeinde geschrieben: Es ist einfach so schwer, Woche für Woche mit frischem und relevantem Material Woche nach Woche zu treten. Aber ich frage mich, Bruder, hast du so kleines Vertrauen in die Relevanz und dass wirklich das Gotteswort ausreichend ist? Er sucht nicht in Gottes Wort zu sprechen, er muss kreative Sachen aus seinem eigenen Kopf kommen. Und es klingt so, als ob er nicht sehr erfinderisch war.
So muss Auslegungspredigt also nicht unbedingt bedeuten, dass man durch ein ganzes Buch der Bibel hindurch predigt? Aber sicherlich würden wir das einem jeden sehr ans Herz legen, durch Bücher durchzupredigen. Denn noch einmal: Dadurch wird es ermöglicht, dass es Gott und seine Weisheit ist, die letztendlich den Ton oder die Agenda für eine Predigt angibt.
Es zwingt den Prediger, den Pastor dazu, mit der Gemeinde zusammenzulernen. Preach the hard parts as well as the easy parts of Scripture. Aber es zwingt auch den Prediger, dass er sowohl die schweren Teile der Bibel als auch die leichten Teile der Bibel predigt.
We've had members of our congregation accuse pastors as they preach through books that they deliberately preach that passage for them. Wie oft haben wir das gehört, dass die Gemeinde einen Pastor anklagt, dass ausgerechnet dieser Text nur für sie gepredigt wurde, ausgesucht wurde. Aber Tatsache ist: Es ist nicht ausgesucht, es ist einfach der nächste Vers, der jetzt gepredigt werden muss.
Aber wir freuen uns sehr darüber, dass tatsächlich Gottes Wort eine Auswirkung hat.
Die ganze Schrift im Blick behalten
Aber kommen wir vielleicht hier auf die ganze Bibel zu sprechen. Im zweiten Timotheus heißt es: Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich. Wir alle kennen diesen Vers, wir sagen ihn auf. Aber warum beschränken wir uns auf die Episoden und kommen nie ganz zurück auf diese Seite? Warum beschränken wir uns auf die Briefe und kommen nie zurück ins Alte Testament? Vielleicht wagen wir uns an die Evangelien, aber wie werde ich jemals eine Predigt aus den Sprüchen predigen?
Aber wir sollten anfangen, über die Verheißungen Gottes im Alten Testament und im Neuen Testament zu predigen. Ein bekannter Prediger aus dem zwanzigsten Jahrhundert in Amerika hat gebraucht, um von 1. Mose bis Offenbarung zu predigen. Das würde ich nicht unbedingt empfehlen.
Hier eine andere lustige Frage: James Montgomery Boice ist jetzt tot. Hier vielleicht noch eine andere witzige Anekdote: James Montgomery Boice, der mittlerweile auch verstorben ist, hat acht Jahre lang den Römerbrief gepredigt. Eine Frau, die in diese Gemeinde gekommen ist, hat das Folgende gesagt. Sie hat gesagt: Ich bin in der Gemeinde in Römer 2, Er hat gesagt, ich bin der Gemeinde beigetreten in Römer 2, in Römer 5 habe ich meinen Mann kennengelernt und geheiratet, in Römer 8 hatten wir unser erstes Baby.
Sicher, wir sind in einer sehr schnelllebigen Kulturgesellschaft. Die durchschnittliche Person in unserer Gemeinde ist vielleicht gerade mal drei, vier Jahre da. Wenn wir also in unserer Gemeinde acht Jahre für ein Buch bräuchten, dann würden die Glieder der Gemeinde gar nicht den Geschmack entwickeln für die unterschiedlichen Teile, unterschiedlichen Gattungen, die wir in der Bibel vorfinden.
Und so werden wir Predigtserien immer wieder abwechselnd zwischen dem Alten und Neuen Testament und auch zwischen den unterschiedlichen Gattungen im Alten und Neuen Testament. So fangen wir vielleicht in der Tora an und kommen dann zu den Evangelien, dann zu den geschichtlichen Büchern aus dem Alten Testament und dann zu den Briefen des Paulus, und dann vielleicht eine Predigtserie über die Weisheitsliteratur im Alten Testament und dann die anderen Briefe aus dem Neuen und dann vielleicht etwas über die Propheten und dann vielleicht etwas über die Evangelien.
So try we to give our people a taste of each genre within a three-year period.
Wir wollen also in einem Drei-Jahres-Zeitraum unserer Gemeinde einen Geschmack für die unterschiedlichen Gattungen der Bibel bieten.
We will spend most of our time in the New Testament, so the Old Testament sermon series will be shorter.
Sicherlich werden wir den Hauptteil im Neuen Testament verbringen, die Serien über die alttestamentlichen Bücher sind also kürzer.
Und sicher, wenn wir nur, sagen wir mal, über den Römerbrief predigen, werden Leute in unserer Gemeinde zum Glauben kommen, und die Christen würden wachsen. Aber das Verständnis, das Wissen unserer Geschwister, würde dann beschränkt sein auf den Römerbrief. Gott hat uns aber noch so viel mehr gegeben: den ganzen Kanon, die ganze Bibel.
Wenn wir zum Beispiel Ruth auslassen, dann würden wir diesen Einblick in Gottes Güte und seine Liebe übersehen. Wenn wir das vierte Buch Mose überspringen, dann würden wir ein Verständnis davon verpassen, wie unser Herz oftmals hin und her gerissen ist, und uns wird die Untreue Israels vor Augen geführt. Nein, alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich.
Umfang, Perspektive und der rote Faden der Schrift
Aber reden wir hier auch mal über den Umfang. Oder vielleicht auch über unterschiedliche Ebenen, die unterschiedlichen Ebenen, gerade in denen wir die Schrift betrachten.
John MacArthur, one of you mentioned, he would just go verse by verse by verse by verse by verse, one verse at a time. Vorhin wurde John MacArthur erwähnt. Er zum Beispiel geht einfach von Vers zu Vers zu Vers in seiner Auslegungspredigt.
Ein Freund, ein Prediger aus Australien, Philip Jensen, würde den Text eher in den natürlichen Einheiten, die sich beim Lesen des Texts ergeben, predigen. Eine Gemeinde und ein Prediger sollten also die eigenen Stärken hier auch in der Predigt entdecken. Aber wenn ich mich dazu zwinge und mir es angewöhne, auch zu einem unterschiedlichen Grade, einem unterschiedlichen Umfang die Texte zu betrachten, so kann ich meine Hand mit bloßem Auge sehen und sie dir beschreiben. But if I take a microscope to it and really focus in, I can describe even more to you. And if I decide to take an airplane ten thousand feet in the sky, looking at the same thing, I can still describe yet more to you.
Und wenn ich einen Kilometer hoch in einem Flugzeug sitze, dann könnte ich vielleicht auf ganz andere Art und Weise dasselbe beschreiben.
So especially for you younger pastors who are just beginning your preaching. Also gerade vielleicht für die jüngeren Pastoren, die jetzt gerade anfangen in ihrem Predigtdienst: Predige den ganzen Galaterbrief, bevor du einzelne Verse dieses Buchs predigst. Warum? Die Deutschen sind ruhig, leise, denn so verstehen wir das grosse Bild. Ich will das ganze Argument, die ganze Hauptaussage des Buches, mir vor Augen führen, bevor ich mich einschiess, fixiere auf einzelne Verse. Denn ich will ja nicht abenden, dass ich ein Vers gegen das Hauptargument dieses Buches gegenüber setze oder aus.
Das ist also der Umfang. Aber kommen wir vielleicht jetzt auch über den roten Faden in der Bibel zu sprechen, die Storyline. Ich glaube, dass rechte Auslegungspredigt auch bedeutet, dass ich den Text dort predige und verstehe, wo er in den roten Faden der ganzen Bibel reinpasst. Und das ist nichts anderes, als wenn ich sage, wir müssen biblische Theologie praktizieren. Die Themen und die Betonungen, auf die sich der biblische Autor fixiert, die müssen wir herausstreichen in unserer Predigt. So viele Prediger enden eigentlich in moralistischen Predigten, wo sie eigentlich meinen, dass sie Auslegungspredigten halten.
Nehmen wir zum Beispiel 2. Samuel 11, die Sünde Davids mit Bathsheba. Wir könnten sagen, worum es hier in diesem Text geht, ist, dass wir der Versuchung widerstehen sollen, und das dann auch zu dem Hauptpunkt unserer Predigt machen. Well, you know, you could say resisting temptation is certainly a significant part of that story. But how is that a Christian sermon?
Aber inwiefern ist das jetzt eine christliche Predigt? Könnte nicht auch ein Jude oder ein Muslim diese Predigt halten? Wenn die Moral der Geschichte ganz einfach ist: Du sollst der Versuchung nicht nachgeben, wie David es getan hat? Ich glaube, dann habe ich diesem Text nicht recht getan.
Diese Geschichte ist ja Teil einer sehr viel grösseren Geschichte. Wir haben in diesem Buch gesehen, wir sehen in diesem Buch, wie David aufwächst, wie er König wurde. Ein grosser König ist er geworden, aber bei alledem ist er nicht der Messias, nicht der Christus. Denn ein anderer König musste noch kommen, ganz ähnlich wie David, aber noch viel grösser als er. Und dieser König, der kommen würde, würde nicht versagen, wie dieser König es getan hat.
Und ich komme hier eigentlich auf zwei Punkte zu sprechen. Einerseits sollten wir kanonisch predigen, dass ich also die ganze biblische Geschichte vor Augen habe, was dann aber auch bedeutet, dass ich christozentrisch predige. Denn die Geschichte zielt ja immer auf Jesus ab. Und genauso dann auch in den Briefen des Neuen Testamentes weisen sie zurück auf Christus. Aber in beiden Fällen weisen sie auf Christus hin.
Von Lukas lesen wir, was lesen wir hier in Lukas 24? Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht. Wenn ich also die ganze Geschichte weiterverfolge, wenn ich den ganzen roten Faden der Bibel im Auge behalte, dann ende ich immer bei Christus.
Ein Freund von mir hörte einmal eine Predigt über den Garten Gethsemane. Der Titel der Predigt war: Wie gehe ich mit Stress um? Das ist ein schlechtes Beispiel dafür, wovon ich hier rede. Predige den roten Faden, predige die grössere Geschichte. Und sei dir sicher, dass du immer wieder darauf hinweist, wo Jesus hier in diese Geschichte reinpasst, so dass es wirklich eine christliche Predigt ist.
Evangelium, Theologie und Weltanschauung in der Predigt
Aber kommen wir auch zu sprechen auf das Evangelium, die Rolle des Evangeliums in der Predigt. Jede Predigt, jede christliche Predigt, sollte eine Evangeliumspredigt sein. Ich spreche also nicht davon, dass wir eine christuslose Predigt halten und dann ganz am Ende noch schnell Jesus Christus erwähnen. Der Text, recht ausgelegt, wird mich immer wieder hinweisen auf das Erlösungswerk Jesu Christi, auf das Evangelium.
Gerade letzte Woche habe ich über Zechariah 10 in Capitol Hill gepredigt. Und dort ist in der Zeit nach dem Exil von den untreuen Hirten des Volkes die Rede. Die Auswirkung treuloser Hirten ist, dass die ganze Herde sich verstreut. Und wie können wir jetzt hier in Zacharia 10, Vers 2, uns nehmen und daraus eine christliche Predigt machen? Diese Hirten wurden als böse Hirten bezeichnet. Und welchem Hirten dienen wir? Wir dienen dem guten Hirten, der nicht verstreut, sondern sammelt. Seht ihr, wovon ich rede? Nickt mir zu, wenn ihr wisst, wovon ich rede, und dann können wir weitergehen.
Kommen wir auch zu sprechen auf die systematische Theologie als Bestandteil der Auslegungspredigt. Wenn du zu einem Text kommst, wenn du zu einem Text kommst, wenn du zu einem Text kommst, wenn du zu einem Text kommst, wenn du zu einem Text kommst, wenn du zu einem Text kommst, wenn du zu einem Text kommst, wenn du zu einem Text kommst, wenn du zu einem Text kommst, wenn erweist sich die Möglichkeit, dass du auch ihn systematisch-theologisch angehst.
Wenn also der blinde Bartimäus ruft: „Herr, ich will sehen“, dann kannst du darauf zu sprechen kommen, was Gebet wirklich bedeutet. „Name it, claim it“-Art von Gebeten: Du kannst zu sprechen kommen auf diesen Gedanken: Sag es nur und nimm es für dich in Anspruch. Ist es also okay, dass der Rest der Bibel jetzt diesen Text bereichert und informiert, wie er gepredigt werden soll? Letztendlich, wenn ich systematisch-theologisch den Text angehe, dann ist es die Bibel, die einen anderen Teil der Bibel für mich auslegt.
Aber auch hier vielleicht noch einige Erklärungen. Ich will nicht, dass meine Auslegung, meine Exegese, hier ertrinkt in meiner systematischen Theologie. Gerade bei jungen Predigern erweist sich das als eine Gefahr. Alles, was er im Predigerseminar gelernt hat, will er jetzt in einzelne Verse reinschütten. Nein, wichtig ist: Lasst den Vers selbst sprechen.
Ich rede hier auch nicht davon, dass wir unserer Gemeinde irgendwelche komplizierten theologischen Begriffe beibringen. Wir wollen unseren Leuten helfen, damit die Eltern, die ein Kind haben, das eine Diagnose von Krebs hat, unterstützt werden. Nehmen wir eine Familie, deren Kind mit Krebs diagnostiziert wurde. Wir wollen, dass diese Eltern bereits schon belehrt wurden über die Souveränität Gottes. Wir wollen, dass die 18-Jährige, die jetzt an die Uni studieren geht, weiß, dass die Bibel für sich selbst vollständige Zuverlässigkeit beansprucht; dass das, was die Bibel aussagt, zuverlässig ist, dass es absolut wahr ist und dass das Wort Gottes vollen Anspruch auf ihr Leben hat.
Oder wenn vielleicht ein Schwager einem Gemeindeglied irgendetwas theologisch versucht vorzumachen, dass er vorbereitet ist, hier eine Antwort zu haben. Oder kommen wir auf das Thema Weltanschauung zu sprechen. Vielleicht sag mir mal, was sind einige der vorherrschenden Weltanschauungen? Postmodernismus, Monismus, Humanismus, Gender Mainstreaming, Individualismus, Naturalismus, Relativismus, Materialismus, Darwinismus. All these worldviews are like gases that fill our world. All diese Weltanschauungen sind wie Gas, das die ganze Welt durchsetzt, but they're odorless and colorless, but we breathe it in. Trotzdem atmen wir diese Gase ein.
We need to speak to these world views as we're preaching God's word, und wir als Prediger müssen diese Weltanschauungen ansprechen, wenn wir Gottes Wort auslegen. Weil es, wie gesagt, farblose und geruchslose Gase sind, wissen unsere Glieder in der Gemeinde nicht einmal, dass sie überhaupt diesem Gas ausgesetzt sind. Und so musst du als Prediger ihre Weltanschauungen ansprechen und den biblischen Aussagen gegenüberstellen.
Evangelisation, Zurüstung und Veränderung
Kommen Sie, wir sprechen in unserer Predigt über Evangelisation. Was brauchen Nichtchristen? Das Evangelium, Gott, die Wahrheit. Und warum verstecken wir dann die Wahrheit vor ihnen? Wenn du Christus angehörst, wie hast du von Christus gehört? Durch sein Wort. Warum sind wir scheu, das Wort zu verkündigen? Das ist ihre einzige Hoffnung.
So ist es eine gute Sache, Prediger, wenn du am Sonntagmorgen auch die Nichtchristen in der Predigt ansprichst. Ganz bestimmt würdest du nicht hier mit dem Finger zeigen und sagen: Wir wissen ganz genau, wer ihr Ungläubigen hier im Saal seid. Ihr kennt nicht unser Geheimzeichen, wenn wir uns grüssen. Nein, du sagst ganz einfach: Mein Freund, wenn du heute Morgen hier als Ungläubiger bist, wir als Christen verstehen deine Welt, denn auch wir waren einst Teil davon. Wir verstehen deine Welt mehr, als wir wollen.
Aber Gott hat unser Denken durch sein Wort verändert. Und ich will, dass du dir vor Augen führst, woran du noch festhältst, statt dass du dich Christus zuwendest. Diese Hoffnung, an der du festhältst, ist, sagen wir, wie etwas, das verpufft. Also halt dich an Gott fest, an seiner Ewigkeit. Und diese Hauptaussage der Predigt, die zu der Hauptaussage deines Textes kommt, findet so auch Anwendung im Leben des Ungläubigen.
Sacharja 10,2. Sie verneigen sich vor Götzen. Und dann heisst es dort, dass diese Götzen eine vergängliche Zuversicht schenken. Mein Freund, das, worauf du dein Leben baust, ist vergänglich. Siehst du, wie hier das Evangelium sich in der Predigt entfaltet?
Kommen wir auch zu sprechen auf die Zurüstung der Heiligen. Unsere Predigt ist sicher für Ungläubige, aber auch dafür, dass die Heiligen zugerüstet werden. Wir wollen sie zurüsten für einen plötzlichen Tod oder auch für ein finanzielles Versagen. Wir wollen sie darauf vorbereiten, dass ihre Pastoren und Prediger in Gefängnisse gesperrt werden. Wir wollen sie zurüsten gegen beeindruckende und bekannte falsche Propheten. Wir wollen sie darauf vorbereiten, dass Propheten, von denen sie hören und die vielleicht beeindruckend sind, enttarnt werden. Wir wollen sie darauf vorbereiten, dass selbst Gemeindeleiter fallen können.
Ich frage mich: Sind Sie vorbereitet auf eine Schlacht? Auf die Schlacht, die in Ihren Köpfen stattfindet, wo die Seele gegen das Fleisch kämpft, aber auch auf die Schlacht, die ausserhalb unseres Körpers stattfindet? Woche für Woche wollen wir sie vorbereiten für die Hoffnung, die für sie aufbewahrt wird, die Christus angehören.
Es gibt hier einige mit grauem Kopf. Wir bereiten hier einige mit grauem Kopf. Wir bereiten uns nicht auf die Pensionierung vor, auf das Rentenalter. Nein, wir bereiten uns auf den Himmel vor. Wir bereiten uns darauf vor, dass wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Und der gute Prediger wird unsere Augen dorthin wenden.
So geht es also letztendlich hier um Veränderung: dass die Lahmen wieder gehen, dass die Blinden sehend werden, dass die Tauben hören, dass die Toten zu Leben erweckt werden. Wir sind eine Gruppe von Rebellen, die erneuert wurden und neu geschaffen wurden.
Praktische Hinweise für die Anwendung
Aber ich will auch ganz kurz noch Anwendungen in unseren Predigten anstreifen. Einige benutzen vielleicht Geschichten, andere vielleicht durch Fragen. Aber wenn es hier zur Anwendung kommt, vielleicht einige Tipps.
Diejenigen, die Anwendungen gut benutzen, denken durch, was ihr Publikum ist. Sie bedenken, was der geistliche Zustand der Zuhörer ist. Ich habe schon über einen Zustand gesprochen: Christen und Nichtchristen. Und sicherlich werden die Anwendungen für die Christen ganz anders aussehen als die für die Nichtchristen.
Wie wäre es zum Beispiel mit denjenigen, denen es eigentlich alles egal ist, und denjenigen, die wirklich hungrig sind? Diejenigen, denen alles egal ist, die müssen Warnungen hören, und die Hungrigen müssen Verheißungen hören. Und so werde ich die Predigt ganz unterschiedlich anwenden, abhängig davon, wer mir zuhört.
Oder vielleicht gibt es hier diejenigen, die gesetzlich sind, und andere, die eher hedonistisch auf Genuss aus sind. Diejenigen, die gesetzlich sind, hören gerne Regeln und Gesetze, und sie übersehen oftmals die Verheißungen des Evangeliums. Aber diejenigen, die eher frei leben wollen, sie klammern sich fest an den Verheißungen des Evangeliums. Aber sie wollen nicht von Buße und dem Anspruch Christi hören, dass er Herr unseres Lebens ist. Und so muss sich die Predigt auf beide Gruppierungen anwenden.
You should know that all people struggle with idolatry. Address that in your application. Alle, die vor uns sind, kämpfen mit Götzendienst. Das muss also etwas sein, was in der Anwendung angesprochen wird. Wir alle kämpfen gegen Selbstgerechtigkeit, dass wir uns selbst rechtfertigen. Das muss angesprochen werden. Wir alle kämpfen damit, dass wir die Welt lieben. So müssen wir in unseren Anwendungen auffordern, dass wir uns zu Christus hinwenden und uns von der Welt abwenden.
Das war jetzt alles nur Ratschlag Nummer eins. Kommen wir zu Nummer zwei.
Wir haben ganz unterschiedliche Leute vor uns, wenn wir predigen: Kinder, Erwachsene, diejenigen, die vielleicht schon Rentner sind, und andere, die vielleicht gerade ihre Karriere anfangen, ihren ersten Job anfangen, die Reichen und die Armen, vielleicht Angestellte und Arbeitgeber. If we do our work well we are going to address each one not necessarily each time but we will think about how a sermon will apply to these different categories of people. Und wenn wir wirklich hier unserer Aufgabe richtig nachkommen, dann werden wir denken, wie kann ich die Predigt für diese unterschiedlichen Gruppen anwenden.
Männer, Frauen, Single, verheiratet, verwitwet – das sind alles Kategorien, die wir bedenken müssen.
Kommen wir zu Ratschlag Nummer drei. Denk nicht nur an Einzelne, zu denen du predigst, sondern komm in deiner Anwendung zu sprechen auf die Gemeinde als Ganze. So those passages in the New Testament, the one another passages, denken wir an die Texte in der Bibel, die voneinander sprechen, was wir aneinander tun sollen. You're not just instructing solo Christians, you're instructing the body of Christ. Wir sprechen nicht nur zu Solo-Christen, sondern zu der Gemeinde als einem Leib.
So fix work to kill your ambitions that are original to you, fix yourself on the text, kill the ambitions that are unique to you, and kämpfe gegen den Ehrgeiz, der sich vielleicht gerade in deinem Leben zeigt. Und versuch durchaus, dich immer wieder zu wiederholen. Mach dir keine Sorgen, dass du dich beim Thema Evangelium immer wieder wiederholst. Du sollst etwas Durchgängiges sein, du sollst wie ein Kanal, wie eine Röhre sein.
Ich will also nachahmen und nicht schöpferisch sein. Ich will also Gottes Wort nehmen, es soll mich durchlaufen und bei den Geschwistern ankommen. So will ich ein treuer Kanal, ein treues Wesen sein, das weiterreicht.
Vertrauen auf Gottes Wirken und der abschließende Gebetsteil
Aber bei alledem müssen wir Gottes Wort vertrauen, vertrauen.
Bei einer Konferenz vor einigen Jahren hat John MacArthur das Thema Schlaf angesprochen und gesagt: „Predige einfach das Wort Gottes wie ein Bauer, der einfach den Samen sät, und dann geh zu Bett und leg dich zur Ruhe. Und dann schau und staune einfach, wie Gott den Samen aufgehen lässt und wachsen lässt.“
Sicherlich, lieber Pastor, bedarf das deines Glaubens. Aber was können wir anders tun? Es ist Gott, der das Wachstum schenkt.
Lasst uns beten.
Herr himmlischer Vater, wir danken Dir für die Verheißung, dass Dein Wort nicht leer zurückkommt. Herr, wir danken Dir, dass Du den Glauben durch Dein Wort bewirkst. Wir loben und preisen Dich, dass Dein Wort wahrhaftig gewaltig ist.
Unser Herr, wir bitten Dich sehr demütig, dass Du uns befähigst, Dein Wort in rechter Weise auszulegen. Hilf uns, dass wir nicht unserem eigenen Ehrgeiz nachgehen und nicht versuchen, auf eigene Faust etwas in unseren Gemeinden zu bewirken. Sondern lass uns sagen: Herr, wir wollen ganz einfach Kanäle sein, die Dein Wort freisetzen. Wir wollen nicht Dein Werk tun, sondern wir wollen Dein Wort Dein Werk tun lassen.
Vater im Himmel, wir bitten Dich, dass Du durch die rechte Predigt Deines Wortes wirkst. Wo wirklich Dein Wort gepredigt wird und nicht unsere eigene Weisheit, nicht unsere eigenen Gedanken, Herr, da erneuere Du unsere Gemeinden, erneuere unsere Städte, erneuere unser Land. Herr, gib uns eine ganz neue Reformation, weil Dein Wort auf rechte Weise freigesetzt wird.
So danken wir Dir, Herr, nun für das, was wir hören durften, und bitten Dich, dass Du uns zu treuen Dienern machst, die diese Dinge in rechter Weise anwenden und umsetzen. Dir sei die Ehre, Lob und Preis allein.
In Jesu Namen beten wir. Amen. Amen.
