Die Herausforderung persönlicher Vorlieben gegenüber biblischer Wahrheit
Wenn Gott spricht, dann sind seine Worte der Maßstab. Einen Satz, den ich so oder so ähnlich oft höre, lautet: „Ich glaube nicht an den Gott der Bibel, weil mir das und das in der Bibel nicht gefällt.“
Zum Beispiel sagen manche: „Mir gefällt nicht, was die Bibel über die Hölle sagt. Mir gefällt nicht, was die Bibel über Sex sagt. Mir gefällt nicht, dass die Bibel sagt, dass Jesus der einzige Weg in den Himmel ist. Mir gefällt es nicht, deswegen glaube ich da auch nicht dran.“
Für viele Menschen ist es ein Grund, an der Bibel zu zweifeln, wenn darin Dinge stehen, die ihnen nicht gefallen. Sie sagen, dass es deshalb nicht stimmen kann, weil manche Werte der Bibel zum Beispiel nicht mit ihren eigenen oder mit denen der Gesellschaft, in der sie leben, zusammenpassen. Oder weil Gott Dinge tut, die ihnen nicht immer gefallen oder die sie nicht schön finden.
Das Problem dieser Logik ist, dass man sie auf die meisten anderen Bereiche im Leben nicht anwenden kann. Es gibt viele Dinge, die uns nicht gefallen oder die wir nicht schön finden, die aber trotzdem real sind.
Ich mag zum Beispiel Sushi nicht. Ich kann dieses Essen nicht ausstehen. Vielleicht ist das bei dir anders, aber ich mag es nicht. Ich mag auch keine Zahnarztbesuche. Trotzdem hören Sushi und Zahnärzte deswegen nicht auf, real zu sein.
Ob ich etwas mag oder nicht, sagt nichts darüber aus, ob es existiert, ob es wahr ist oder ob es real ist. Und nur weil Menschen manche Dinge, die Gott in der Bibel sagt, nicht mögen, hört das Christentum deswegen nicht auf, wahr zu sein.
Der Maßstab Gottes versus menschliche Wunschvorstellungen
Viele Menschen befinden sich im „Pippi-Langstrumpf-Modus“ und wollen nur das glauben, was ihnen selbst gefällt. Sie basteln sich ihre Welt und ihren Glauben nach eigenen Vorstellungen zusammen.
Was eine einzelne Person mag oder nicht mag, oder welche Werte die Gesellschaft vertritt, in der man gerade zufällig lebt, ist dabei nicht der Maßstab. Wenn Gott spricht, dann ist seine Meinung der Maßstab dafür, was richtig und was falsch ist. Nicht ich, nicht meine Gesellschaft und auch sonst niemand.
Es wäre doch auch sehr merkwürdig, wenn Gott zufälligerweise genau so wäre, wie du ihn gerne hättest – oder wie die Gesellschaft, in der du gerade lebst, ihn gerne hätte. Es gibt so viele Menschen auf der Welt. Warum sollte Gott sich gerade zufälligerweise genau an meine persönlichen Wunschvorstellungen anpassen?
Es wäre doch eigenartig, wenn der ewige Schöpfer des Universums genauso wäre, wie Max Mustermann im Jahr 2022 in Deutschland sich ihn vorstellt. Die entscheidende Frage ist nicht, ob ich alles schön finde, was Gott sagt, oder ob mir alles gefällt, was in der Bibel steht. Vielmehr geht es darum, ob Gott real ist und ob das Christentum wahr ist.
Praktische Hilfe im Umgang mit kritischen Fragen
Das, was Simon hier sagt, ist sehr wertvoll.
Mehr dazu und vor allem, wie du das in der Praxis wirklich nutzen kannst, erfährst du, sobald das Gespräch darauf kommt.
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Und jetzt weiter mit Simon.
Gottes Maßstab für Gut und die Wahrheit des Christentums
Versteh mich richtig: Ich glaube absolut, dass Gott ein guter Gott ist, ein Gott der Liebe und ein Gott der Gnade.
Aber meine Vorstellungen von Gut und deine Vorstellungen von Gut sind nicht der Maßstab, an den sich Gott immer anpassen muss. Vielmehr sind Gottes Vorstellungen von Gut der Maßstab, an den du und ich uns anpassen müssen.
Auch wenn ich einmal nicht alles verstehe, was Gott sagt oder macht, weiß ich, dass mein Glaube nicht nur auf warmen Gefühlen basiert oder darauf, ob ich alles schön finde.
Das Christentum ist nämlich nicht nur schön, es ist auch wahr.
