Generierte Mitschrift
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Lob und Vertrauen als Grundton des Psalms
Psalm 33
Freut euch des Herrn, ihr Gerechten; die Frommen sollen ihn recht preisen. Dankt dem Herrn mit Harfen, lobsingt ihm auf dem Psalter von zehn Saiten. Es ist immer auch eine Ermutigung, dass wir Instrumente einsetzen dürfen, an die wir vielleicht vorher nicht gedacht haben. Sonst wäre es nicht immer so ausdrücklich erwähnt. Offenbar war es nicht alltäglich, diese besonderen Instrumente noch zum Lob Gottes heranzuziehen.
Singt ihm ein neues Lied, spielt schön auf den Saiten mit fröhlichem Schall. Denn das Herrnwort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss. Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist voll der Güte des Herrn.
Der Himmel ist durch das Wort des Herrn gemacht und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes. Er hält die Wasser des Meeres zusammen wie in einem Schlauch und sammelt in Kammern die Fluten. Alle Welt fürchte den Herrn, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnt. Denn wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da.
Der Herr macht zunichte der Heiden Rat und wehrt den Gedanken der Völker. Aber der Ratschluss des Herrn bleibt ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für. Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.
Der Herr schaut vom Himmel und sieht alle Menschenkinder. Von seinem festen Thron sieht er auf alle, die auf Erden wohnen. Er lenkt ihnen allen das Herz, er gibt Acht auf alle ihre Werke. Einem König hilft nicht seine große Macht, ein Held kann sich nicht retten durch seine große Kraft. Rosse helfen auch nicht; da wäre man betrogen, und ihre große Stärke errettet nicht. Die Pferdeliebhaber unter uns: Ich möchte Ihnen einen Tipp geben. Studieren Sie mal, was im alten Israel das Pferd bedeutet hat. Die haben ganz wenig Beziehung zum Pferd gehabt, weil das das Kriegstier der mächtigen feindlichen Heere war. Und die Aussagen der wenigen, die wir in der Bibel haben, deuten darauf hin, dass sie wenig Bezug zu Pferden hatten. Salomo hat es eingeführt, und es blieb in Israel immer ein Fremdkörper. Darum klingt dies auch in diesem Psalm so an, dass dies, was damals die Hochrüstung der umliegenden Armeen war, das ist es nicht.
Siehe, das Herrauge achtet auf alle, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen, dass er sie errette vom Tode und sie im Leben erhalte in Hungersnot. Unsere Seele harrt auf den Herrn; er ist uns Hilfe und Schild. Denn unser Herz freut sich seiner, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. Deine Güte, Herr, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.
Amen!
Der Umgang mit Zweifeln im Glauben
Gott kann man trauen, so haben wir die Predigt heute überschrieben. Und ein paar von Ihnen sagen jetzt vielleicht: Ich zweifle.
Immer wieder werde ich angesprochen, dass Sie sich von mir in den Predigten etwas ungerecht behandelt fühlen. Ich würde Ihre Zweifel nicht so richtig ernst nehmen. Ich will es wieder und wieder sagen, dass ich Sie sehr gut verstehen kann. Es gibt vermutlich keinen Zweifel, mit dem ich mich und andere sich nicht ebenso herumgeschlagen haben wie Sie.
Aber was uns beide unterscheidet, das ist dies: Ich sage, dass Sie sich nicht im Zweifel verlieren dürfen. Sie dürfen nicht im Zweifel stehen bleiben, sonst sind Sie verloren, sonst kommen Sie darin um. Sie müssen heraus.
Aber wie? Zuerst einmal müssen wir uns darin einig sein: Ich muss raus aus dem Zweifel, ich kann nicht darin bleiben. Wenn heute Land auf, Land ab gepredigt wird, dass Zweifel zum Glauben gehören, so spricht das der ganzen Bibel Hohn. Nein, Glaube ist die Überwindung unserer Zweifel.
Es gibt Zweifel ja nicht nur im Glauben, sondern auch im alltäglichen Leben. Und daran kann ich es Ihnen vielleicht am besten verdeutlichen.
Da sind zwei junge Leute, die haben sich furchtbar lieb, heiraten und sind glücklich. Und dann fängt der eine an, an der Treue des anderen zu zweifeln. Da kommt der Mann abends vom Geschäft heim. Die Frau hat alles liebevoll bereitet, die Bratkartoffeln dampfen auf dem Herd. Und dann sagt der Mann: „Wo warst du denn heute?“ Sie sagt: „Ich habe etwas besorgt.“ Er guckt sie so von unten an und zweifelt: Vielleicht hat sie sich mit einem anderen Mann herumgetrieben. Wenn er das ein paar Tage lang macht und ein paar Wochen lang, dann ist die Ehe bald futsch. Sie dürfen nicht im Zweifel stehenbleiben. So oder so: Sie müssen wissen, was los ist. Zweifel zerstört jedes menschliche Zusammenleben. Deshalb seien Sie nicht überrascht, dass Zweifel auch die Verbindung mit Gott lähmt.
Oder Sie gehen in ein Lokal, bestellen sich Jägerschnitzel mit Pommes frites, und der Kellner kommt und serviert es Ihnen. Und Sie sagen zum Kellner: „Ist das nicht vergiftet?“ Der guckt Sie ganz komisch an. Aber Sie sagen: Kann ich Ihnen trauen? Der kann reden, was er will, Sie zweifeln. Sie trauen dem nicht, was er sagt. Ja, vielleicht der Koch und so, ich weiß ja nicht, wo der herkommt. Sie zweifeln. Mit solchen Zweifeln können Sie überhaupt nicht mehr irgendwo in ein Lokal einkehren, da hört Ihr ganzes Leben auf.
Und noch ein drittes Beispiel, wenn es Ihnen noch nicht genügt: Sie fahren mit 130 auf der Autobahn, und Ihre Frau neben Ihnen sagt: „Du, was ist, wenn die neulich in der Werkstatt die Mutter nicht festgeschraubt haben am Rad?“ Dann sagt er: „Ja, ich habe es extra vorher geprüft. Ich weiß, du kommst immer mit so Dingen.“ Dann sagt er: „Aber du, ist deine Lenkung wirklich mit Kronenmutter und Splint gesichert?“ Das muss man ja nicht, eigentlich muss sich der Fahrer immer vor Antritt der Fahrt überzeugen. Und ob da nicht irgendwo ein Materialfehler drin sein kann? Dann können Sie aussteigen und Bundesbahn fahren, obwohl da auch Zweifel möglich sind.
Sie müssen aus dem Zweifel raus.
Aber nun steht in der Bibel, dass ja auch Jünger, wie Petrus, als er auf das Wasser trat, plötzlich erschrak vor seinem eigenen Glaubensmut und unterging. Und dass ein Thomas selbst vor dem auferstandenen Jesus seine Zweifel bekennen muss. Aber immer hat Jesus in einer Deutlichkeit gesprochen, dass das nicht bleiben darf, weil man so nicht zu Jesus Vertrauen fassen kann.
Gott kann man trauen, aber ich sehe nicht alles. Alles andere, was ich betasten und fühlen kann, das habe ich viel näher und viel konkreter. Da fangen doch die Fragen an, und dann gibt es so viel Bedenken. Da gibt es doch auch solche Leute, die Gott leugnen, die sein Wort umdeuten. Da fangen doch die Fragen an, und die Zweifel haben doch ihren Grund, ich weiß das.
Darum will ich Ihnen heute drei Trümpfe geben, die Sie gegen Ihre eigenen Zweifel ausspielen können.
Die erste Grundlage: Verlässlichkeit des göttlichen Wortes
Der erste Trumpf Gottes Wort ist verlässlich, verlässlich. Ausgerechnet das Wort Gottes: Und da wird schon sichtbar, wie die Bibel unsere Zweifel kritisch unter die Lupe nimmt. Und das müssen wir uns auch gefallen lassen. Nicht nur, dass wir alles in Zweifel ziehen, sondern dass Gottes Wort uns in Zweifel zieht und uns kritisch überprüft.
Und das ist in der Tat das Beste, was sie tun können in ihren Zweifeln: die Bibel lesen. Gerade vor unseren Zweifeln haben wir dann ganz oft harte Urteile. Und ich höre das aus dem Mund gerade derer, die von Zweifeln angefochten sind: Ja, gerade das Wort Gottes, das kann ich nicht annehmen. Setzen Sie sich dem Wort Gottes aus und ertragen Sie es auch in Ihren Zweifeln. Solange sie Gott zumuten, ihre Zweifel zu ertragen, überprüfen sie vor Gottes Wort einmal kritisch ihre Position.
Und da ist Gott immer gewaltig, wie er angesichts unserer vielen Fragen einmal auf die Weite der Weltschöpfung verweist. Gott weiss, wie unser Blick immer hängen bleibt an den sichtbaren Dingen, an der Natur, an den Bergen und am Meer, an der Tiefe des Himmels. Und dann sagt Gott: Hebe deine Augen auf in die Höhe, so heisst es einmal in einem Trostabschnitt bei Jesaja. Warum sprichst du denn: Mein Weg ist dem Herrn verborgen? Sieh doch mal die Sterne an, es ist doch imponierend, wie sie ihre Bahn ziehen.
Und hier in diesem Psalm: Die Weite der Ozeane dieser Welt mit ihren Tiefen bis zehntausend Meter, undurchdringliche Tiefe, werden zusammengehalten vom Wort Gottes. Für sie ist das Wort Gottes immer nur so etwas Geschwätztes, so etwas Unverbindliches, Unmaterielles. Sie müssen einmal sehen, dass das Wort Gottes in der Bibel immer verleiblicht ist. Das hat einen Hintergrund, und die ganze Grösse der Natur, alles dessen, was man sehen kann, steht im Wort Gottes.
So heisst es dann ab Vers 6, dass der Himmel durch das Wort des Herrn gemacht ist. Gott sprach, und wenn Gott spricht, dann schafft er solche Dinge. Der Zweifler kann ja das Wort Gottes gerade deshalb nicht nehmen, weil es ihm nur so dahingesagt erscheint. Gott will es ihnen immer wieder einhämmern: Mit jedem Wort hat er sich festgelegt. Dieses kann nicht aufgehoben werden.
Jetzt verstehen Sie erst, warum es Naturgesetze gibt. In unserer Welt gibt es sonst überall eine grosse Unruhe. Die Welt ist fortwährend im Umherwerfen, da werden dauernd neue Konzepte geschaffen. Die Welt ist unruhig. Nur die Natur, die geschaffene Welt, zieht ihre Bahnen. Die Planeten ziehen ihre Bahnen, und Sommer und Winter, so wie Gott es einst verfügt hat.
Und dann steht hier in Psalm 33 für dieses Ganze nicht das Wort, das wir gebrauchen: Naturgesetze. Das dürfen sie gebrauchen. Aber wissen Sie, woher sie kommen? Aus der Treue Gottes, der sein Wort nicht mal so, mal so umändert, sondern der sein Wort gelten lässt, das bleibt, als sein Tun in Treue besteht. So könnte man einen Vers hier übersetzen: Was er macht, das bleibt. Und Gott ändert das nicht um.
In dieser Welt wird alles umgeschmissen. Sie selbst bereuen oft ihre Entschlüsse vom letzten Jahr. Ja, schon kann man sagen: Was geht mich mein dummes Geschwätz von gestern an? Aber bei Gott ruht alles im Lauf der Zeit. Darum ist dieses Wort Gottes so verlässlich, so bestimmend und so wichtig. Der Hauch seines Mundes, der Lebenshauch Gottes, dringt hinein in diese geschaffene Welt.
Wir dürfen uns heute, wenn es die Zeitung gestern getan hat, auch ruhig an Oetinger erinnern, wenn wir den zweihundertsten Todestag bedenken, morgen, 28. Februar. Das war ja Oetinger wichtig in einer Zeit der grossen Loslösung von Gott, als die modernen Wissenschaften sich ganz selbständig machten und der Gedanke aufkam, als ob schon die Erinnerung an Gott unwissenschaftlich sei. Dann hat Oetinger noch einmal versucht, eine Weltschau zu gewinnen. Darum hat er sein Labor gehabt und geforscht.
Ich freue mich über jeden jungen Menschen heute, der die ganze Weite auch der Schöpfung in seinen Glauben aufnehmen kann, weil das hier steht: Das Wort Gottes hält die Welt zusammen. Und viele sagen, so schwer Oetinger zu lesen ist, es war manches an ihm einfach genial, wie er das fertiggebracht hat. Zum Beispiel zu zeigen, dass Gottes letztes Ziel sich immer leiblich darstellt. Das Ende der Wege Gottes ist leiblich. Es gibt nicht einen Geist ohne Leiblichkeit. Gott drängt in die Materie hinein, und er hat immer Wert darauf gelegt: Auch die Materie ist erfüllt von Geist, du musst das zusammen sehen.
Und er hat dann diese ganze Welt in ihren Nöten gesehen auf eine neue Welt hin, die ja schon in der alten angelegt sei. Dieser Gott drängt auf die Erfüllung seiner Pläne. Er hat das in der naturwissenschaftlichen Sprache seiner Zeit sagen können und hat dann Wert darauf gelegt. Er nannte das die Ochsenarbeit tun, dass man alle seine Gedanken nicht wie einst die inspirierten Schwärmer, bei denen er sich kurz aufhielt als Student, die alles bloss durch ihre privaten Erlebnisse deuteten, so wie man es heute oft in Visionen sieht, dass Menschen sagen: Ich sehe das so, hat gesagt, dann kommt erst die Ochsenarbeit, es auf die Schrift zurückzuführen, von der Schrift zu belegen, im Wort Gottes.
Denn das ist das Aufregende, dass alles, was wir sehen in der Natur, im Wort Gottes seinen tiefsten Grund hat. Da sind Bezeichnungen drin, dass Gott pünktlich seine Pläne erfüllt, dass das, was er sagt, fest ist und beständig ist. Und von dieser Welt wird dann gesagt, dass sie nach Gerechtigkeit, durch Gerechtigkeit und Recht, er liebt Gerechtigkeit und Recht, in diese Welt hineingibt. Es gibt nicht nur eine äussere Ordnung. Unsere moderne Zeit heute kennt ja nur noch die äusseren Naturgesetze und verleugnet, dass die ganze Natur ihre innere Erfüllung von Gott her nur finden kann.
Und hier sind Christen, so hoffe ich doch auch bei Ihnen, noch bessere Ökologen als die grünen Fanatiker, indem sie sagen: Ich will ein Gespür kriegen für die Welt, für die Natur, für die Schöpfung. Aber ich weiss, wo es erst zur Erfüllung kommt. So wie der Mensch seine Bestimmung findet, wenn er auf Gott zulebt, der ihn doch geschaffen hat, so hat alles seinen Sinn von dort her.
Gott kann man trauen, weil sein Wort wahr, gewiss und verständlich ist. Da stehen sie auf dem Felsengrund, und er wankt nicht, und nichts wackelt mehr, ganz gewiss.
Der zweite Trumpf: Gottes Plan in der Geschichte
Der zweite Trumpf, den Sie gegenüber Ihren Zweifeln haben, ist: Gott sieht seinen Plan entschlossen durch.
Woher kommen denn so viele Zweifel? Wenn die Leute sagen: Woher kommen die Kriege? Schau doch an das Unrecht, wie mir mitgespielt wird. Wir sollten den Ungläubigen unserer Zeit immer ein wenig helfen und ihnen ganz deutlich sagen: Das hat nicht Gott gemacht. Gott gibt den Menschen viel Raum, auch dem Bösen, und wir selbst betätigen uns darin. Immer wieder müssen wir das sagen: Das ist die Antwort darauf. Menschen machen das. Menschen zerstören die gute Welt Gottes.
Und hier steht es, das fängt schon an in Vers 10: Vom Heidenrat und von den Gedanken der Völker, was die im Schild führen, was sie planen, ist unheimlich. Und da kann man nicht Gott dafür haftbar machen. Ja, wo ist dann Gott? Nicht im Ablauf der Geschichte sehe ich die Werke Gottes; das ist ein Irrtum. Die Weltgeschichte ist kein Weltgericht. Ich sehe das Handeln Gottes nur an der ganz engen Stelle, wo Menschen dem Rat Gottes folgen.
Gott hat einen bestimmten Plan in dieser wirren Weltgeschichte. Dieser Plan war zum Beispiel die Erlösung Israels und die Hinführung ins Land. Da hat ein Pharao planen können, was er wollte. Er hat sich stur gegen Gott auflehnen können. Er hat gesagt: Für mich gibt es diesen Gott der Israeliten nicht. Und Gott hat ihn zuschanden gemacht. Da standen wir vor dem Roten Meer, und selbst die Naturgewalten, das sagt doch die Bibel, müssen dann dem Ratschluss Gottes folgen. Nur an der Stelle, wo Gott seinen Heilsplan durchführt.
Die meisten Dinge dieser Welt sind vom Heilsplan Gottes gar nicht berührt. Ich muss immer wieder daran denken, wenn ich heute so Artikel in der Zeitung lese über den Nahen Osten, über die Gefährdung der zukünftigen Politik. Man spürt, wie bis heute in unser politisches Zeitungsgeschehen hinein der Rat Gottes auch mit Israel weitergeht, so wie es einmal gesagt ist: Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig, auch über Israel. Auch das, was Gott über Jerusalem gesprochen hat, über die Anfeindung Israels und die Völker, die sich versammeln und wie sie über Israel reden, all das bleibt.
Aber jetzt dürfen wir es doch weiterführen: Der Ratschluss Gottes, den uns Jesus enthüllt hat, die Liebe Gottes zu den Menschen, der Bau der Gemeinde, die Verkündigung des Evangeliums allen Völkern. Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig. Gott zieht diesen Plan entschlossen durch.
Wenn Sie zweifeln, müssen Sie einmal auf die Geschichte des Volkes Gottes schauen. Da ist es erstaunlich, wie Gott sogar gegen die Untreue der Kirchen und der Christen und der Funktionäre der Frommen immer wieder seine Gemeinde baut und erneuert, wie er Weltmissionen oft gegen den Widerstand der Christen durchgeführt hat, wie er Leute geholt hat, wo man sagt, die waren gar nicht dafür geeignet. Gott zieht seinen Ratschluss durch, und das werden Sie erfahren, wo Sie in diesem Rat Gottes, in dieser Planung Gottes mitmachen, wo Sie mitarbeiten. Für das Reich Gottes dürfen Sie es ausbreiten und erfahren, wie Gott dazusteht, wieder aller Feindschaft, wieder aller Gegnerschaft, wieder aller Gegnerschaft, wieder aller Gegnerschaft, wieder aller Gegnerschaft, wieder aller Gegnerschaft, wieder aller Gegnerschaft, wieder aller Gegnerschaft, wieder aller Gegnerschaft, wieder aller Gegnerschaft.
Da finden sich die schönsten Worte natürlich etwa in der Reformationszeit. Wie hat Luther immer wieder auf diesen Psalm zurückgegriffen! Da hat er einmal dem Kurfürsten geschrieben: Eure kurfürstliche Durchlaucht brauchen sich nicht zu sorgen, auch wenn das Heer des Kaisers wieder vor ihnen steht. Das kann man gar nicht mehr überdenken, welcher Entschluss das war, wenn der Kurfürst von Sachsen sich stellt gegen den Kaiser Karl V., der von Spanien bis Rom die größte Masse Europas beherrschte. Was soll denn der? Der wird in kurzer Zeit entmachtet.
Und dann sagt er: Ich kann Ihnen das nicht abnehmen, jeder muss für seinen Glauben stehen, aber der Rat des Herrn wird hinausgeführt. Bleiben wir nur ihm treu.
Ich will Ihnen das sagen, weil da Lebensentscheidungen für Sie fallen. Sie dürfen nicht im Zweifel stehen bleiben, weil heute Gott von Ihnen konkrete Gehorsamsschritte will. Ich las von Elisabeth von Tatten, einer jungen Frau, die in Frankreich Dienst hat im Krieg und in einem kleinen Freundeskreis darüber sprach, wie es einmal sein wird, wenn die Hitlerherrschaft vorbei ist. Ein Spitzel war dabei und hat sie verraten. Man hat sie 1944 hingerichtet. Auf dem Weg in die Hinrichtungsstätte sang sie das Lied „Befiehl du deine Wege“.
Nicht dieses Trostlied, das uns inaktiv und träge macht, sondern dieses Lied wie dieser Psalm, der uns mutig macht, allen Gewalten dieser Welt zu trotzen und dann eben nicht im Zweifel zu bleiben, sondern Säulen des Reiches Gottes zu werden, die Gott belasten kann und auf die er aufbauen kann. Darum ist es so wichtig, dass Ihre Lebenspläne auf dem Wort Gottes ruhen und fest gegründet sind und dass Sie stehen. Da kann geschehen, was will: Der Herr führt seine Sache hinaus.
Und wenn Sie all die Geschichten jetzt vor Augen haben, wie Leute im Dienst Gottes nicht nur in der verfolgten Gemeinde oder in der bedrängten Gemeinde, heute eine kleine Christengemeinde unter der Feindschaft des Islam im Sudan sich sammelt oder in Persien ihre Lieder singt: Der Rat des Herrn ist gewiss, darauf kannst du bauen, sein Wort ist wahr. Und wenn die Weltgeschichte tut, was sie will, und wenn der Khomeini wütet, sein Volk ist geborgen. Wohl dem Volk, dessen Gott Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.
Der dritte Trumpf: Bindung an Gottes Zusage
Und der dritte Trumpf: Gott will sich binden. Das ist so schade, immer wieder, dass wir in unseren ganzen kirchlichen Traditionen, in unserer Volkskirche, so wenig davon sprechen, dass Glauben zu Gott eine gewisse und feste Sache sein muss. Manche regen sich schon auf, wenn man in die Entscheidung ruft. Aber natürlich muss ich mich entscheiden. Und eben das ist so notvoll, wenn man im Zweifel stehen bleibt, weil man dann immer wieder wackelt. Und Gott will, dass wir fest werden.
Wenn wir solche Themen anschneiden, dann gibt es auch manche Beunruhigung, ich weiß das, und fürchte auch, dass heute manche getröstet werden, aber manche auch sehr beunruhigt werden und hinausgehen und sagen: Das halte ich nicht mehr aus. Sie spüren erst, dass sie gar nicht auf dem Grund stehen. Und darum legt auch hier dieser Psalm uns noch einmal ins Herz, uns zu binden, an die Zusagen Gottes fest und gewiss zu werden.
Ohne Gewissheit kann man nicht leben im Glauben. Ich brauche Gewissheit, oder ich bin unbrauchbar für Gott. Und darum sagt der Psalm aus einer persönlichen Erfahrung heraus, dass ein König nicht durch seine große Macht gerettet wird und die Helden Angst kriegen und die Könige ratlos sind und dass die Riesen, die Starken, zittern und die Starken schwach werden.
In dieser Welt ist es natürlich, dass man unsicher wird. Das ist nicht Gott, das ist das Geschick dieser Welt, dass es eine Verunsicherung gibt. Es gibt keine Sicherheit außer bei Gott, und genau darum müssen sie sich in Gott flüchten. Das, was ich vorher mit den Pferden gesagt habe, das war damals der Traum der äußeren Sicherheit, auf die man gründen kann. Doch das ist es nicht.
Und so schließt dieser Psalm: „Wir harren auf den Herrn.“ Das ist wieder dieses angespannte und doch so geduldige Warten. „Er ist uns Hilfe und Schild, wir freuen uns seiner, wir trauen auf seinen heiligen Namen.“ Gott hat sich festgelegt, Gott ist verlässlich und gewiss. Und Sie? Ist das immer noch für Sie so eine windige Sache, wenn Gott heute Ihr ganzes Ja will, Ihre ganze Hingabe?
Und für viele von uns heißt es jetzt, einen ganz konkreten Schritt zu tun, auch einen Schritt im Gehorsam, auch in Lebensentscheidungen, in denen wir stehen, zu brechen mit unrechten Dingen und einen Weg des Gehorsams zu gehen. Die, die auf den Namen des Herrn trauen, die wissen: Er geht mit mir.
Und dann fängt dieser Lobgesang an, von dem am Anfang dieses Psalmes steht: „Nun freut euch des Herrn, ihr Gerechten, jauchzt und holt die Harfen heraus und spielt und singt in der Freude an unserem Gott, der uns so wunderbar führt.“ Wir haben diesen Gott, dem es nicht zu wenig ist, Sie ganz demütig zu bitten: Glaube mir! Gott sagt das zu Ihnen: Glaube mir! Du kannst ihm trauen! Amen!

