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Hebräer 1, 2-4

Hebräer 1,2-406.10.2008
SerieTeil 3 / 27Der Hebräerbrief
Gott hat nicht widersprochen, als er im Sohn neu redete. Das Alte bleibt gültig – und zeigt gerade auf ihn: Ziel, Ursprung und Halt deines Lebens.

Rückblick auf den bisherigen Gedankengang

Also, wir kommen jetzt zu dem kleinen Punkt D. Wir hatten also jetzt, damit ich das kurz wiederhole, den Punkt des Redens Gottes im Sohn: erstens a) die Zeit dieses Redens, b) die Art und Weise dieses Redens, nämlich endgültig und vollkommen, und c) den Status dessen, durch den Gott redete: Er war einer, der Sohn ist, und nicht einfach nur ein Prophet.
Und jetzt D, der Adressat, zu wem Gott redete. Hat ein Bruder, ich glaube, Bruder Viktor, schon gesagt: Der Adressat, zu dem Gott redete, nachdem Gott zu alter Zeit zu den Vätern geredet hatte, redet er jetzt zu uns durch seinen Sohn. Also das erste Reden geschah zu den Vätern, und das zweite Reden geschah zu uns.
Und nun ist die Frage: Ja, war denn das erste Reden nicht für uns, nicht zu uns? Doch, doch, denn es war ein erstes Reden Gottes. Auch das erste Reden Gottes war für alle. Wenn Gott spricht, ist wichtig: Wenn Gott spricht, spricht er für alle, es sei denn, er schränkt es ein und sagt: Nur dir sage ich das, wie der Herr Jesus sagt zu Lazarus: „Komm heraus!“ Aber das sagt er nur zu Lazarus, sonst wären ja alle herausgekommen aus dem Tod, aus dem Grab.
Aber wenn Gott so spricht wie im Alten Testament, dann spricht er allgemein gültige Dinge. Das, was er zu den Vätern geredet hat, ist also ein allgemein ewig gültiges Wort Gottes. Und deshalb bekamen die Leser Probleme. Da sind die Geschwister, da kommen die Rabbiner und sagen: Ja, Moment mal, Gott hat aber so gesagt, und ihr sagt anders. Aber bitte, wir haben die Bibel, 1. Mose bis Maleachi. Und was jetzt?
Jetzt kommt etwas ganz Wichtiges. Jetzt sagt er: Gott hat neu geredet zu uns im Sohn. Und diese Tatsache, dass es ein göttliches Reden war, nicht dass Jesus geredet hat im Gegensatz zu Gott, sondern dass es derselbe Gott war, der geredet hat, zeigt, dass es keinen Widerspruch geben kann. Das heißt: Ich kann das Alte Testament verwenden, um euch zu zeigen, euch Rabbis und euch Hebräerchristen, dass das kein Widerspruch ist. Und das wird er auch tun. Wir werden das dann lesen: Er wird sehr viel vom Alten Testament verwenden im ganzen Hebräerbrief, um zu zeigen, dass das Reden Gottes, das neue Reden Gottes im Sohn, kein Widerspruch zu dem ist, was früher die Propheten geredet haben, was Gott durch die Propheten geredet hat.
Das ist jetzt sehr wichtig für diese Leute. Wenn ihr vom Sohn ausgeht, wenn ihr von dem Reden Gottes in dem Sohn ausgeht, werdet ihr Mose schätzen lernen. Mose ist es, der von mir geredet hat, hat der Herr Jesus gesagt. Der Mose, auf den ihr vertraut, der hat von mir gesprochen. Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in den Schriften das ewige Leben zu haben, und gerade sie sind es, die von mir zeugen, sagte der Herr Jesus in Johannes 5, ich glaube, Vers 39.
Ihr müsst Mose nicht verlassen, sondern verstehen, und zwar richtig verstehen. Und wenn Gott einen Schritt weitermacht, dann müsst ihr den Schritt mitmachen. Aber es ist nicht im Widerspruch zu Mose. Das ist auch das, was Stephanus sagen wollte zu den gleichen Leuten damals, Apostelgeschichte 7, in dieser langen Predigt. Gott hat einen Schritt weitergemacht, und ihr seid stehen geblieben, ihr mit harten Herzen und mit trägen Herzen, träge zu verstehen, was Gott tut.
Es besteht also kein Widerspruch zwischen Mose und dem Herrn Jesus. Aus demselben Grunde, weil es ein göttliches Reden war und Gott durch Mose für sie auch redete, kann der Schreiber jetzt das Alte Testament verwenden, um zu zeigen, dass das Reden Gottes durch Jesus oder in Jesus zu einem Höhepunkt gekommen ist. Jetzt hat Gott neu geredet, aber das ist ein Fortschritt, ein weiterer Schritt in der progressiven Offenbarung Gottes. Das ist kein Widerspruch zu dem, was vorher gesagt worden ist. Das war eine sehr, sehr wichtige Botschaft für diese Hebräerchristen, aber sie ist für uns genauso wichtig. Also: Das Neue ist nicht im Widerspruch zu dem Alten.
Das zweite Reden geschah zu uns. Und jetzt gibt es kein weiteres Reden mehr darüber hinaus. Gottes Reden beschränkt sich nicht auf eine Generation. Ja, es gibt kein weiteres Reden, und das Reden Gottes in Jesus Christus ist ein bleibendes Reden. Das heißt, es beschränkt sich nicht auf die Christen des ersten Jahrhunderts, sondern gilt auch für die Christen der weiteren Generationen. Das Reden Gottes im Sohn ist auch ein Reden Gottes zu uns. Nicht nur zu uns, den Hebräern, sondern auch zu uns, die wir hier in Deutschland sitzen. Es ist dasselbe Reden Gottes. Wir werden das nachher noch sehen.
Kapitel 3 zitiert er einen Vers aus dem Alten Testament und sagt nicht: So wie der Heilige Geist sprach. Er sagt: So wie der Heilige Geist spricht. Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht. Nicht so, als hätte der Heilige Geist vor vielen, vielen Jahren einmal etwas gesagt, und vielleicht sollte man sich noch einmal daran erinnern, was er gesagt hat. Nein, das, was der Heilige Geist damals gesagt hat, ist immer noch genau gültig. „Verhärtet euer Herz nicht“ gilt für die Christen im ersten Jahrhundert, für die Hebräer, und gilt für die Christen im einundzwanzigsten Jahrhundert. Was Gott spricht, ist ein ewig gültiges Wort Gottes. Es ist nicht beschränkt auf eine Generation.
Wir sagen nicht: So hat Gott gesagt. Wir sagen: So sagt Gott. Wenn wir mit den Leuten auf der Straße reden und wir sagen ihnen, wie sie gerettet werden, und sie fragen, wie wird man jetzt gerettet, dann sagen wir nicht: Gott hat einmal gesagt, so wird man gerettet. Nein, wir sagen: Gott sagt heute. Wenn er seine Stimme hört. Gott sagt heute noch: Es gibt keinen anderen Weg, in keinem anderen ist das Heil. Ja, das hat er früher einmal gesagt, mittlerweile ist die Zeit anders geworden. Nein, was er damals gesagt hat, das sagt er heute noch. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt, immer noch sagt und den Menschen überhaupt sagt.
Also dieser Punkt: Das Reden Gottes ist nicht auf eine Generation beschränkt.
Römisch drei: Der Zusammenhang macht deutlich, dass beide Reden Gottes an uns gerichtet sind. Warum? Der Hebräerschreiber sagt: Gott hat früher geredet, nachdem Gott zu den Vätern geredet hat, durch die Propheten redete er jetzt zu uns durch den Sohn. Beides ist göttliches Reden, und das eine ist nicht sozusagen überholt. Der Gott, der zu den Vätern redete, ist der gleiche Gott, der zu uns redet, im Sohn.
Und hier sind die folgenden Beispiele jetzt, die das beweisen, dass das alte Reden Gottes heute noch genauso gültig ist. Hebräer 3, Vers 7 habe ich schon zitiert: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht.“ Da sagt er so, wie der Heilige Geist spricht, nicht wie der Heilige Geist sprach. Er spricht es immer noch. Er spricht das, was der Heilige Geist vor tausend Jahren zu David gesagt hat, das spricht er heute zu euch Hebräerchristen im Jahre 70 nach Christus. Und dasselbe spricht er heute zu uns Christen im Jahre 2008.
Zweite Stelle: Hebräer 6, Vers 13 und folgende. Hebräer 6: Als Gott Abraham Verheißung gab, schwor er, da er nicht die Möglichkeit hatte, bei einem Größeren zu schwören, schwor er bei sich selbst: Wahrlich, reichlich werde ich dich segnen und sehr werde ich dich mehren. Und nachdem er auf diese Weise geduldig gewesen war, erlangte er die Verheißung, den Menschen usw. usw. Vers 17: Weshalb Gott, da er den Erben der Verheißung auf nachdrücklichere Weise die Unverrückbarkeit seines Ratschlusses zeigen wollte, mit einem Eid ins Mittel trat, damit wir, hören wir das, damit wir nicht, damit die Leute damals, zu Abrahams Zeiten, damit wir heute, wir im Jahre 70 nach Christus, damit wir durch zwei unverrückbare Dinge, bei denen es Gott unmöglich war zu lügen, einen starken Trost hätten, die wir flüchteten, um die vorgelegte Hoffnung zu ergreifen und festzuhalten, welche wir als einen Anker der Seele haben usw.
Was sagt er hier? Er sagt: Gott hat damals bei Abraham geschworen, damit wir heute ein bestätigtes Wort Gottes haben, etwas Gewisses haben. Was Gott Abraham damals geschworen hat, vor zweitausend Jahren, das ist deshalb, damit wir heute ein festes Wort haben im Jahre 70 nach Christus oder wann das war. Ich rede jetzt so, als wäre ich ein Hebräer, oder? Wir versetzen uns jetzt zurück, wir gehen jetzt einfach in die Zeit 70 nach Christus oder 68 oder 66 nach Christus zurück.
Nächste Stelle: Hebräer 10, Vers 37. Sehr interessante Stelle, sehr interessant. Vers 35: „Werft also euer Zutrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat, denn ihr habt Ausdauer nötig, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontragt; denn noch ein Weniges, wie sehr, wie sehr Weniges, der, der kommt, wird kommen, und er wird nicht verziehen.“
Was macht denn der jetzt hier, was macht der Schreiber hier? Er zitiert, und Sie haben es alle gemerkt, dass er zitiert, denn Sie kannten Ihre Bibel. Die kannten die griechische Übersetzung des Alten Testaments, dass er Habakuk 2,3 zitiert. Aber er sagt gar nichts, dass er zitiert. Er nimmt einfach das Wort aus dem Alten Testament einfach so und stellt es daher. Er sagt nicht: Ja, denn vor vielen Jahren hat Gott durch Habakuk einmal gesagt, er würde kommen oder so. Nein, er sagt: Jetzt gilt es für euch. Denn, das Denn: Wir sollen unser Vertrauen nicht wegwerfen, damit wir die Verheißung bekommen, denn noch ein Weniges, und der da kommt, wird kommen, und er wird nicht verziehen. Aber der Gerechte wird vom Glauben her leben, und wenn er zurückweicht, hat meine Seele nicht Wohlgefallen an ihm.
Also er zitiert hier zweimal aus Habakuk 2, Vers 3 und 4, und er sagt gar nicht, dass er zitiert, sondern er nimmt es direkt her aus dem Alten Testament. Es gilt noch genauso das Wort Gottes. Es ist kein Widerspruch, das Alte Testament zu dem Neuen Testament.
Andere Stelle: Hebräer 12, Vers 5. Da ist es ganz deutlich, also da ist es ganz klar. Hebräer 12, Vers 5: „Und ihr habt ganz vergessen den Aufruf, welchen er an euch richtet, wenn er zu euch als zu Söhnen spricht.“ Ja, Moment, in Sprüche 3, Vers 11 und 12 sind doch nicht die Hebräer angesprochen. Die erlebten doch erst tausend Jahre später. Wie kann der Schreiber sagen, dass Sprüche 3, Vers 11 und 12 für die Hebräer gilt? Er sagt: Er spricht euch als Söhne an, euch, euch Hebräer. Wie kann er das sagen? Nur deshalb, weil er weiß: Dies ist ewig gültiges Wort Gottes. Und genauso, was Gott vor tausend Jahren gesprochen hat im Buch der Sprüche, das spricht er heute zu den Hebräern.
Also noch einmal: Die Betonung liegt auf „zu euch“, „an euch“. Die Betonung liegt auf diesen Wörtern. „Ihr habt ganz vergessen den Aufruf, welchen er an euch richtet“ – an euch ist Sprüche 3, Vers 11 und 12 gerichtet, wenn er euch als Söhnen spricht: „Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und ermüde auch nicht, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst; denn wen der Herr liebt, den züchtigt er, und er geißelt jeden Sohn, den er aufnimmt.“ Sprüche 3, Vers 11 und 12.
Ich glaube, noch eine Stelle haben wir: Kapitel 12, Vers 6. Da zitiert er wieder unvermittelt: „Nun aber hat er verheißen, also dessen Stimme damals die Erde erschütterte: Nun aber hat er verheißen und gesagt: Noch einmal erschüttere ich nicht nur die Erde, sondern auch den Himmel. Dieses noch einmal zeigt die Beseitigung des Erschütterten an.“ Er nimmt wieder das Alte Testament direkt weiter.
Kapitel 13, Vers 5 und 6: „Die Lebensweise sei ohne Geldliebe, begnügt euch mit dem Vorhandenen; denn er hat gesagt ...“ Bitte, die Betonung liegt auf dem Wörtlein „denn“. „Begnügt euch mit dem Vorhandenen, denn er hat gesagt: Ich werde dich nicht verlassen.“ Wer ist „dich“? Wer ist „dich“? Ich werde dich nicht verlassen. Josua 1, Vers 5. Wer ist „dich“? Josua. Der Hebräerschreiber sagt: Nein, ihr, du bist gemeint, du, du Hebräerchrist.
Ja, aber das ist doch Josua. Nein, das ist nicht Josua. Das ist eine Aussage, die nicht nur für Josua stimmt. Das ist eine ewig gültige Aussage, dass der Herr mit einem Gläubigen ist. Der Herr ist auch mit dir, deshalb gilt sie genauso für dich. Deshalb braucht er nicht nur zu sagen: Ja, zu Josua hat er mal gesagt, er ist mit ihm. Er sagt: Nein, der Herr ist auch mit dir, er wird dich nicht verlassen. Einzige Bedingung: Du musst auch ein Sohn sein wie Josua, ein Gläubiger. Dann gilt das für dich. Es ist nicht ein anderes Reden.
Vers 6 ebenfalls: „So dass wir guten Mutes sagen können: Der Herr ist mein Helfer.“ Psalm 118, Vers 6. Aber Psalm 118, Vers 6 richtet sich doch nicht an die Hebräerchristen. Aber er sagt: Wir, ihr Hebräerchristen und ich, wir können sagen: Der Herr ist mein Helfer, was sollte mir ein Mensch tun? Psalm 118, Vers 6, woraus er zitiert, ist aber ein Zitat in einem Kontext. Der Kontext ist: So spricht der Gläubige. Ein Gläubiger darf sagen: Der Herr ist mein Helfer. Eine allgemeingültige Aussage gilt genauso heute.
Das zeigt uns: Wenn wir das Alte Testament lesen, Geschwister, dann dürfen wir, wenn es sich um allgemeingültige Aussagen für Gläubige handelt, das eins zu eins nehmen. Wir machen es ja auch, oder? Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte.“ Da sage ich: Na, Moment, der Herr ist dem David sein Hirte, nicht mein Hirte, dem David sein Hirte. Ja, aber ich bin jetzt auch ein Gläubiger, jetzt ist er auch mein Hirte. Deshalb kann ich mir jetzt diesen Psalm 23, der ja von David gehört, von David gesprochen ist, zu eigen machen, weil es eine allgemeingültige Aussage ist, die genauso für jeden Gläubigen gilt.
Und wenn man so vorgeht, und es ist das Anliegen des Schreibers, dass die Christen verstehen: Gottes neues Reden im Sohn ist nicht im Widerspruch zu dem alten Reden Gottes. Und die Rabbis, die sagen zwar: Ja, wir haben die Bibel, 1. Mose bis Maleachi, wunderbar, und wir sagen ja, richtig. Aber bitte, dann lies deine Bibel genau, lies deinen 1. Mose bis Maleachi genau und schau, was steht über den Messias. Und jetzt kommt er zu den Zitaten dann ab Vers 5. Jetzt schau mal, was steht in diesem alttestamentlichen Buch Gottes. Was steht da über den Messias? Und das wird er jetzt dann tun in Kapitel 1.
Gehen wir zurück. Wir kommen also jetzt, wenn wir die Gliederung wieder anschauen, zu diesem Punkt E, klein e, die Qualität dieses Sohnes. Die Qualität dieses Sohnes, das ist auf der zweiten Seite. E, das heißt, ich habe keine besseren Titel gefunden, vielleicht könnte mir jemand helfen, das besser zu formulieren. Damit soll gesagt sein: Wie ist jetzt dieser Sohn, durch den Gott gesprochen hat? Was ist das für einer, durch den er gesprochen hat? Und das gesamte Kapitel, Vers 2 bis Vers 14, handelt jetzt von der Qualität dieses Sohnes. Und er ist von hoher Qualität. Und jetzt führt er sieben Aussagen an, die zeigen, dass dieser Sohn sehr hoch erhaben ist. Sieben Aussagen.
Bitte, kann mir jemand sagen, wie die sieben Aussagen lauten? Nein, nicht auf die Gliederung schauen und mir trotzdem die Aussagen sagen. Mal nur vom Text, nicht auf die Gliederung schauen, nur auf den Text. Was steht da alles über den Sohn? Nur vom Sohn ausgehen, vom Text ausgehen.
Er ist Erbe. Ja, gut, eins, er ist der Erbe. Weiter.
Er hat alles geschaffen, das wäre zwei. Er ist auf dem Land seiner Herrlichkeit. Ja, er hat alles geschaffen, das wäre zwei. Da könnte man noch hinzunehmen, also ihr seht hier: Ausstrahlung seiner Herrlichkeit, habt ihr Abglanz? Ach so, das ist das Gleiche. Okay, Ausstrahlung seiner Herrlichkeit oder Abglanz seiner Herrlichkeit, ja, weiter.
Drei, vier, Abdruck seines Wesens, weiter, trägt alles, fünf, Sitz zu Rechten Gottes wäre sechs. Aber da ist noch ein kleiner Satz eingeschoben. Ich habe den als siebte Aussage genommen. Man könnte ja sagen, das ist nur ein Nebensatz, aber auf der anderen Seite ist es doch auch eine Aussage über den Sohn, oder? Ja, nachdem er die Reinigung vollzogen hat, hat er sich gesetzt. Also das würde ich dann extra noch nehmen. Aber wenn man das auslassen will, dann hätte man sechs Aussagen.
Und es kommt dann noch eine Aussage, die habe ich jetzt noch nicht erwähnt. Was ist die nächste Aussage über den Sohn? Jetzt haben wir schon sieben. Was ist die nächste? Er ist besser als die Engel. Die habe ich jetzt aber rausgenommen, weil er die dann in einem siebenfachen Zitat belegt. Insgesamt haben wir also sogar acht Aussagen hier über die Erhabenheit des Sohnes.
Merken wir den Kernsatz, den er zum Erben einsetzte, durch den er die Welten machte, und der sich zur Rechten Gottes setzte. Alles andere sind untergeordnete Sätze. Ich habe sie hier so aufgeschrieben: Der Sohn, den er zum Erben einsetzte, durch den er die Welt machte und welcher sich setzte zur Rechten. Hier sind also eins, zwei, drei Relativsätze. Das ist der Hauptgedanke, das sind Untergedanken. Schauen wir uns die jetzt alle miteinander an.
Also das erste A, groß A, Doppelpunkt: Er ist der Erbe von allem. Er ist der Erbe von allem. Also er ist, das heißt mit anderen Worten: Gott hat alles für ihn gemacht. Wenn er alles erbt, dann ist alles für ihn. Wenn ich einen Sohn habe und sage: Weißt du, du bist mein Alleinerbe, dann heißt es: Alles, was ich erworben habe, ist für dich. Und wenn Gott zu dem Sohn sagt, er ist der Erbe von allem, dann heißt das: Das ganze Universum ist für dich. Das ganze Universum ist für dich.
Viele unserer Zeitgenossen haben ein großes Problem. Viele junge Leute meinen, alles ist sinnlos, und je länger sie darüber nachdenken, desto irre werden sie daran. Es gibt Leute, die sich das Leben nehmen, weil sie sagen, es ist alles sinnlos. Aber unser Denken kann mit diesen Gedanken nicht umgehen, dass etwas sinnlos sei. Warum? Weil wir in einer Welt leben, die sinnvoll ist.
Ich sage ein Beispiel. Wir haben einen Magen, der verdaut, was wir essen. Ist das sinnvoll oder ist es sinnlos? Sehr sinnvoll, oder? Und je mehr wir nachdenken über die Dinge des Lebens, über die Dinge der Schöpfung, sagen wir: Das ist sehr sinnvoll. Da gibt es Wasser, das verdunstet und aufsteigt und wieder herunterkommt in anderer Form. Ist das sinnvoll? Ja, das hat einen Sinn, einen Zweck. Aha, das heißt: Je mehr man darüber nachdenkt, je mehr man die Schöpfung entdeckt, merkt man: Das ist ja alles Sinn und Plan. Wenn es komplizierter wird, da ist die DNS, das ganze Erbgut und der ganze Aufbau des Menschen und alles Mögliche. Das ist alles sehr, sehr sinnvoll. Es steckt ein Plan dahinter.
Und dann sagt man: Ja, das ist alles sinnvoll, die ganze Welt ist sinnvoll, aber wohin es geht, ist alles sinnlos. Und das kriegt der Mensch nicht zusammen. Instinktiv weiß jeder Mensch: Das kann nicht gehen, dass die Teile sinnvoll sind und das Ganze sinnlos ist. Du sitzt in einem Bus, und es ist alles sehr sinnvoll, in dem Bus funktioniert alles, du bist ein Rädchen in dem Bus und weißt genau, wie du funktionieren sollst, aber wohin der Bus fährt, völlig sinnlos. Der hat keinen Zweck, der fährt einfach, aber er hat keinen Zweck. Das bringt der Mensch nicht zusammen, dann wird er irre innerlich. Das hält er nicht aus. Das heißt, der Schöpfer hat in uns dieses Denken nach Sinn und Plan ins Herz gelegt.
Was hat das zu tun mit dem Hebräerbrief? Sehr viel. Denn wenn das Universum ein Ziel hat, was könnte das Ziel sein? Der Hebräerbriefschreiber sagt: Wisst ihr, was das Ziel des Universums ist? Den Sohn Gottes. Ihn hat er zum Erben von allem gesetzt. Alles ist für den Sohn Gottes. Der Bus fährt Richtung Sohn Gottes. Alles ist für ihn. Das ist etwas Gewaltiges. Die Menschen sind für ihn, und ich, ich bin auch für ihn. Hat es Sinn, mein Leben aufzuopfern für den Sohn Gottes? Hat es Sinn, mein Leben aufzuopfern für den Sohn Gottes? Das ist ja eigentlich die Bestimmung meines Wesens. Gott hat mich von der Schöpfung her bestimmt, mein ganzes Leben aufzuopfern für den Sohn, denn für ihn bin ich geschaffen. Das ist ja das einzige Sinnvolle in diesem Leben, dass ich mit Haut und Haar ganz diesem Sohn Gottes zur Verfügung stehe. Das hat sehr viel Sinn.
Glaubt ihr, dass das den Geschwistern hilft, den Hebräerchristen? Wenn die Rabbis sagen: Was will denn der Nazarener? Gotteslästerer, er ist zu Recht gekreuzigt worden, weg mit dem! Und ihr glaubt so einem, ihr törichten Hebräerchristen? Oh nein, also: Der erbt alles, der erbt die sichtbare Welt, alle Menschen, die ganze Schöpfung, die Erde ist des Herrn und alles, was darauf ist. Wenn wir das nächste Mal mit jemandem reden, können wir sagen: Weißt du, wem du gehörst? Steht in Psalm 24, Vers 1, wem du gehörst? Die Erde gehört dem Herrn und alles, was drauf ist. Bist du auf der Erde? Wem gehörst du?
Alle Mächte, alles gehört ihm. „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden“, alle Obrigkeit im Himmel und auf Erden, Kolosser 1, denn alles ist für ihn und zu ihm hin, ich glaube, Vers 16 oder so, 16 bis 20. Alles ist für ihn, es ist alles für ihn geschaffen. Er ist das Ziel des Universums. Das stand schon im Psalm 2, und das ist wichtig, was wir dann im Psalm 2 zitieren. Aber gerade da in der Bibel der Juden steht drin im Psalm 2, dass alles der Sohn erben wird. Genau dort steht es. Es ist nicht ein neuer Gedanke, den der Hebräerschreiber erfunden hat. Es steht in der Bibel der Juden, Psalm 2, Vers 6 und 7: „Ich, ich habe auf dem Zion meinen König gesalbt, auf meinem heiligen Berge, ich melde von einer Bestimmung, Jahwe sagte zu mir: Du bist mein Sohn, ich habe dich heute geboren. Bitte von mir, und ich gebe dir die Völker zum Erbe und die Enden der Erde zum Besitz.“ Steht in eurem Alten Testament, ihr Hebräerchristen, steht in der Bibel der Rabbis, dass dem Sohn, dem Sohn Gottes, dass er der Erbe ist von allem.
Das war jetzt Psalm 2, Vers 6 und 7, 8: „Du regierst sie, mit eisernem Stabe zerbrichst du sie wie mit einem Töpfergeschirr. Nun, Könige, handelt weislich, lasst euch unterweisen, Richter der Erde, dienet Jahwe mit Furcht, küsset den Sohn, damit er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Wege, wenn sein Zorn ein wenig brennt. Selig alle, die Zuflucht nehmen bei ihm!“ Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe, hört ihn! Das war die Stimme vom Himmel damals auf dem Berg der Verklärung und am Jordan.
Wenn Jesus so erhaben ist, dann betrachtet ihn. Und er ist nicht nur das Ziel des Universums, er ist auch zweitens der Ursprung des Universums. Er ist Ziel und Ursprung des Universums. Er ist der Schöpfer, er ist der, durch den Gott die Welten gemacht hat, die Zeitalter, die Weltzeiten gemacht hat, die Welten mit ihren Zeiten. Er ist auch der Ursprung. Und das ist sehr wichtig für den Verfasser, dass er ihnen das zeigt, dass Jesus nicht erst in der Verherrlichung das geworden ist, was er ist, sondern dass er das schon immer war. Das ist ganz wichtig.
Nicht nur der Herr Jesus ist Mensch geworden und dann in den Himmel aufgefahren und sitzt zur Rechten Gottes, wer weiß, ob es stimmt, wer weiß, ob es stimmt. Jetzt lest mal euer Altes Testament, er ist der Schöpfer, und er wird nachher noch zitieren aus Psalm 102: Der Herr hat Himmel und Erde gemacht, oder? Er ist der Schöpfer. Wir kommen gleich nun darauf. Er wird es gleich dann zitieren. Also er ist der Schöpfer, alles hat Gott durch den Sohn gemacht, und zwar schon lange, bevor er Mensch wurde. Er ist die Hauptfigur. Von Anfang bis Ende um ihn dreht sich alles. Ist das eine Hilfe für die Hebräerchristen?
Nächstes: Er ist die Ausstrahlung der Herrlichkeit Gottes und der Abdruck seines Wesens. Zwei Ausdrücke, die zeigen, dass er die Offenbarung Gottes in Person ist. Er ist die Ausstrahlung der Herrlichkeit Gottes. Andere übersetzen: der Abglanz. Aber Abglanz ist zu wenig. Abglanz ist ein bisschen zu schwach, Abglanz klingt so wie ein kleiner Widerschein, aber es ist mehr. Er ist der Strahl selbst.
Die Sonne, da ist die Sonne, oder? Was sehen wir von der Sonne? Wir sehen ihre Strahlen. Was sehen wir von den Sternen? Wir sehen ihre Strahlen, die zu uns kommen. Und die Sonnenstrahlen sind im Wesen eigentlich von der gleichen Art wie die Sonne. Die Strahlen, die ankommen, die sind die Sonne. Wir sagen, wir sehen die Sonne; in Wirklichkeit sehen wir nur die Strahlen der Sonne, die Lichtstrahlen der Sonne. Aber es ist ein Stück Sonne, was wir da sehen, oder? Es sind die Strahlen dieser Sonne, die zu uns kommen. Und genauso ist dieser Sohn Gottes die Ausstrahlung Gottes, der Herrlichkeit Gottes. Das heißt: Er ist göttlich. Der Strahl, der ankommt, ist von derselben Art wie die Sonne selber, ist ein Stück von der Sonne.
Und er ist der Abdruck des Wesens Gottes. Also das sind zwei Begriffe. Das eine zeigt: Er ist von der gleichen Art, von der gleichen Herrlichkeit. Und das zweite zeigt: Er ist gleich groß. Ein Abbild ist gleich groß wie das Urbild. Hier ist das griechische Wort der Stempel, das griechische Wort heißt Charakter. Charakter. Ein Charakter ist ein Gepräge. Wenn man Münzen prägt, dann hat man einen Charakter, und man kann einen Menschen prägen. Das, was uns prägt, das ist unser Charakter. Das griechische Wort für Charakter ist der Stempel, das Negative sozusagen, das man jetzt hineindrückt, das drückt man dann hin, und das ist dann genau gleich groß wie das Urbild. Abbild ist gleich groß wie das Urbild. Es geht hier um die gleiche Größe, er ist gleich groß. Das eine zeigt, er ist gleichartig, und das andere zeigt, er ist gleich groß. Also der Abdruck von derselben Größe wie der Stempel, der Abdruck ist genau gleich groß wie der Stempel, oder?
Beide Ausdrücke zusammen zeigen uns, dass er die Offenbarung Gottes ist. Er ist wie Gott in der Herrlichkeit und in Größe. Und dann das Nächste: Oder sind da, ich bin vielleicht zu schnell? Fragen oder Gedanken dazu? Also bitte, Sie dürfen gerne unterbrechen, Fragen stellen und Ergänzungen machen, oder wenn es zu schnell ist, bitte melden.
Das Nächste: Er ist der Träger von allem, das heißt, er hat alles geschaffen, und er trägt auch dazu bei, dass es am Leben bleibt. Was er macht, das erhält er auch. Der Schöpfer setzt ins Leben und erhält. Das ist ja etwas, was wir ja auch tun, oder? Wir setzen Kinder ins Leben, und die erhalten wir dann auch, wir sehen dann dazu, wir schauen zu ihnen. Wir passen auf sie auf. Und es gibt immer Ausnahmen. Es gibt Menschen, die setzen Kinder in die Welt und werfen sie weg. Das ist dann schon so furchtbare Entartung. Aber er ist ein Schöpfer, er ist auch ein Versorger. Und wenn er etwas schafft, dann erhält er es auch.
Übrigens, da fällt mir gerade ein: Der Psalm, nein, nicht Psalm, der erste Petrusbrief ist hier sehr, sehr schön. Im ersten Petrus, Kapitel 4, ich glaube, Vers 19, heißt es: „Daher sollen auch die, die nach dem Willen Gottes leiden, ihm als einem treuen Schöpfer ihre Seelen anvertrauen.“ Er ist ein treuer Schöpfer, ein treuer Schöpfer, beachten wir: ein treuer Schöpfer. Und wenn man leidet, soll man dem treuen Schöpfer die Seelen anvertrauen. Wieso denn? Was hat denn das zu tun? Was hat denn mein Leiden mit dem treuen Schöpfer zu tun? Bitte, Sie dürfen antworten. Was hat mein Leiden mit einem treuen Schöpfer zu tun? Wieso soll ich, wenn ich leide, wieso ist es wichtig, dass er ein treuer Schöpfer ist?
Bitte?
Ich bin durch Gott wiedergeboren, zu einem Abbild Christi, und leide deshalb, weil ich ihm gleich bin, als Christ, Leiter meiner Verfolgung.
Und wieso soll ich dann mich ihm anbefehlen, als treuen Schöpfer? Es ist ja gut, es war sehr gut, es war sehr richtig. Aber jetzt weiter, es geht noch ein Stück weiter: Weil er ein treuer Schöpfer ist, kümmert er sich um seine Geschöpfe. Wir sind seine Kinder, und weil er treu ist, ein treuer Schöpfer, der uns geschaffen hat, kümmert er sich um die, die er geschaffen hat. Deshalb darf ich, wenn ich leide, mich genau diesem Schöpfer anvertrauen.
Ja, das Bild stimmt für beides. Er schaut zu einem Körper bis zu einem gewissen Grad, wo er sagt: Jetzt kommst du nach Hause. Also einmal sagt er: Jetzt lasst man den Körper zurück, einmal ist es aus, aber für das Innerliche auf jeden Fall, oder? Die innere Schöpfung, das Neugeschaffene in mir, das bringt er auf jeden Fall nach Hause, auf das passt er auf, gibt er Acht. Also, es betrifft im Wesen beides, aber hier im speziellen Sinn natürlich besonders jetzt für die neue Schöpfung. Aber das ist das gleiche Prinzip, oder? Wenn er der Schöpfer von allen Dingen ist, ist er auch der Träger von allen Dingen, der Erhalter, er versorgt die Schöpfung. Würde er eine Sekunde lang Pause machen, wären wir alle tot. Aber er trägt uns durch das Wort seiner Kraft.
Mit dem Wort seiner Kraft trägt er uns. Kann sich jemand vorlesen?
„Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auch mich sehen, wenn sie das durchstochen haben; ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen Sohn, und sie werden bitterlich über ihn leidklagen, wie man bitterlich leidklagt über den Erstgeborenen.“
Es heißt hier: Sie werden auf mich sehen. Nach Vers 1: Wer ist „mich“? Vers 1, lies noch Vers 1. Wer spricht, wer ist der Sprechende in Sacharja 12? Wer spricht hier? „Dies ist die Last des Wortes des Herrn.“ Der Herr spricht, im Hebräischen heißt es Jahwe, Jahwe spricht. Und dann sagt er: „Sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben.“ Wen haben sie durchstochen? Man muss sich vorstellen, man redet mit einem Juden, man fragt einen Juden: Wer spricht? Jahwe spricht. Gut, wen haben sie durchstochen? Den Jahwe haben sie durchstochen. Aber in Wirklichkeit wissen Sie genau: Sie haben den Sohn durchstochen. Der Sohn ist Jahwe, der alles trägt.
Es gibt ungefähr zehn Verse, wo man das Alte und das Neue Testament vergleicht, zehn Verse, wo immer Jahwe im Alten Testament ist und im Neuen Testament Jesus steht. Ein anderes Beispiel, ein sehr wichtiges Beispiel, ist Jesaja 6, am Anfang, Jesaja 6, die ersten Verse. Da heißt es: Da sah ich den Herrn im Todesjahr des Usija, da sah ich den Herrn sitzen auf hohem und erhabenem Thron, und dann ist die Rede von den Cherubim, und der Saum seines Kleides füllte den Tempel. Und dann geht es weiter. Kann jemand weiterlesen? Kannst du gerade einrichten? Lies weiter. Drei, glaube ich, habe ich jetzt zitiert, oder? Und einer rief dem anderen zu und sprach: „Heilig, heilig ist der Herr, der Herrscher, die ganze Erde ist erfüllt von deiner herrlichen Feinde.“ Da erbebte die Schwelle von der Stimme des Rufenden, und das Haus wurde erfüllt von Rauch.
Da sprach ich: „Wehe mir, ich vergehe, denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, den Herrn der Herrscher, gesehen.“ Wer ist der König, den Herr der Herrscher an? Bitte, Jahwe, Hebräisch: Jahwe. Und jetzt geht es weiter, und jetzt kommt dieses Gerichtswort, oder? Da trug einer der Seraphim zu mir und hielt eine glühende Kohle in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen hatte, und er berührte meinen Mund damit und sprach: Siehe, dies hat deine Lippen berührt, deine Schuld ist von dir genommen und deine Sünde gesühnt. Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich! Und er sprach: Geh und sprich zu diesem Volk: Hört immer fort und versteht nicht, seht immerzu und erkennt nicht! Mache das Herz dieses Volkes unempfänglich und mache seine Ohren schwer und verklebe seine Augen, damit es mit seinen Augen nicht sieht und mit seinen Ohren nicht hört und damit sein Herz nicht zur Einsicht kommt und es sich nicht bekehrt und für sich Heilung findet.
Deshalb konnten sie nicht glauben, weil wiederum Jesaja sagte: Er hat ihre Augen blind gemacht, ihr Herz hat er verhärtet, damit sie nicht mit den Augen sehen und mit den Herzen verstehen und sie umkehren und ich sie heile. Solches redete Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah, und über ihn redete er. Über wen? Der Kontext in Johannes ist ein anderer, nicht über Jahwe, über Jesus. Dort steht: Deshalb konnten sie nicht glauben. Ich lese weiter oben: Diese Dinge redete Jesus, und er ging weg und verbarg sich vor ihnen. So viele Zeichen hatte er vor ihnen getan, und sie glaubten nicht an ihn. Dieses „ihn“: an Jesus. Das ist Johannes 12, Vers 37.
Damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, dass er sagte: „Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und der Arm des Herrn, wem ist er geoffenbart worden?“ Deswegen konnten sie nicht glauben. An wen? An Jesus. Warum? Weil er, und jetzt heißt es: Weil wiederum Jesaja sagte, er hat ihre Augen blind gemacht usw. Solches redete Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah, und er redete von ihm. Von wem redete Jesaja, als er die Herrlichkeit Jahwes sah? Er redete von ihm. Wer ist ihm? Jesus. Jesaja redete von Jesus und nennt ihn: „Ich sah den Jahwe sitzen auf hohem und erhabenem Thron.“ Das ist einer dieser Verse, und das „ihn“ ist betont im Griechischen: Er redete von ihm, über ihn redete er. Gleichwohl glaubten tatsächlich auch von den Obersten viele an ihn. An wen? An Jesus. Aber Jesaja redete von ihm, und wenn man dann Jesaja liest, redete Jesaja von Jahwe. Das sind Verse, die haben ungeheures Gewicht. Johannes sagt: Jesaja redete von Jesus, und Jesaja sagt: Es ist von Jahwe, er redet von Jahwe. Jesus ist Jahwe.
Ich wollte es nur, das war eigentlich jetzt nur ein Nebengedanke. Aber wir sind schon über der Zeit. Wir machen hier dann am Abend weiter. Aber ich habe gesagt, wir kommen nicht bis über Vers 4 hinaus. War es richtig? Gut, vielleicht würde uns noch jemand im Gebet leiten, dann stehen wir dazu auf.