Event•Teil 5 / 11Spurgeon-Konferenz 2015
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Well, good morning to you and welcome back to Isaiah.
Well, good morning to you and welcome back to Isaiah.
So, sind wir jetzt alle angeschlossen?
Ihr kennt das vielleicht manchmal bei diesen TV-Sendungen, wenn sie einen Rückbezug nehmen auf das letzte Mal und sagen: Letztes Mal haben wir das und das behandelt. Das letzte Mal also bei Jesaja, da hatten wir die Kapitel 1 bis 39, und wir haben gesehen, dass man das in drei grosse Abschnitte einteilen kann: die ersten zwölf Kapitel während der Lebenszeit von König Ahas und die Kapitel 38 bis 39 während der Zeit von Hiskia, und zwischendrin dann die Aussprüche über die Nationen und Gottes Souveränität.
Ihr könnt euch daran erinnern, wir haben gesagt: Einen Elefanten, den isst man Stück für Stück. Und wenn man in so einem grossen Elefantenbuch wie bei Jesaja ist, dann muss man auch ab und zu mal wieder stoppen und zurückschauen: Wo war ich denn jetzt eigentlich überall? Und der Weg dahin ist, indem wir dieses Buch in Abschnitte einteilen. Und offensichtlich ist die Kapitel 39 bis 40 so die grosse Trennlinie in dem Buch.
Und dann können wir also jeden einzelnen Abschnitt auch dieses Buchs weiter noch gliedern. Und wenn wir jetzt zum Beispiel diese Sektion in diese drei Einzelteile einteilen, dann sehen wir: Die können wir wieder weiter einteilen.
Da haben wir gesehen, dass die Kapitel 1 bis 5 eine Einheit sind, die sozusagen die Szenerie, den Hintergrund darstellen. Kapitel 7 bis 12 sind das Buch von Immanuel, die Verheissung des Immanuel, der kommen wird. Und die Kapitel 7 bis 12, das sind die Kapitel über Immanuel. Und dieser Kern, der diese beiden Abschnitte dann sozusagen zusammenhält, ist die Berufung Jesajas in der Mitte.
Wir können auch den hinteren Abschnitt weiter einteilen. In den Kapiteln 28 bis 35, da sehen wir die Vorgehensweise von Hiskia. Als die Bedrohung von Assyrien kam, die Frage also: Will er Gott vertrauen oder auf Ägypten? Dann kommen die Kapitel 36 bis 37, und dort haben wir diesen historischen Bericht, wie die Assyrer vor Jerusalem stehen. Und dann haben wir in den Kapiteln 38 und 39 die Zusammenfassung des Ganzen, mit Hiskias Leben, das zu Ende geht.
Und dann sozusagen der Abschluss, die Zusammenfassung, in den Kapiteln 38 und 39: das Ende von dem Leben Hiskias.
Wenn wir also diese Abschnitte erkennen, dann macht dieses Buch in seiner Gesamtheit mehr Sinn für uns. In der Mitte sahen wir diesen grossen Abschnitt über die Souveränität Gottes, wie er über die ganze Welt regiert. Die Kapitel 13 bis 23 waren die Fremdvölkeraussprüche, und die Kapitel 24 bis 27 die kleine Jesaja-Apokalypse, wo wir sozusagen vorausschauend auf das Ende der Welt geblickt haben, wie Gott die Völker richten wird.
Natürlich könnten wir auch jetzt diese kleinen Einheiten noch weiter gliedern, aber so viel Platz haben wir gar nicht auf der Tafel. Frag dich selbst: Wo ist die grosse Trennlinie irgendwo in der Mitte des Briefes? Und dann arbeite von dieser Trennung aus nach aussen in die Abschnitte hinein, sodass du dein eigenes Verständnis aufbaust.
Und ich möchte euch wirklich dazu ermutigen, dass ihr, egal welches Bibelbuch ihr lest, auch bei kleinen Büchern versucht, so eine Gliederung zu erstellen. Fangt erst einmal an, irgendwo in der Mitte zu suchen, wo so diese grosse Trennlinie ist zwischen den Themen, und versucht dann, immer weiter zu gliedern, bis ihr wirklich den ganzen Inhalt so erfasst habt.
Ich war sehr dankbar als junger Student, als ich den Tipp oder die Frage gestellt bekam: Weisst du, was das beste Hilfsmittel für das Bibelstudium ist? Und er sagte, die Antwort ist ein leeres Heft zum Reinschreiben. Das war damals weit vor iPads und so weiter. Also ein iPad oder ein leeres Notizbuch, wo du draufschreiben kannst, was du so siehst beim Bibeltext, ist wirklich das beste Hilfsmittel fürs Studium.
Ich denke, es wäre ganz gut, wenn du ein Buch der Bibel wählst, das du nicht so sehr kennst. Vielleicht kein zu langes und kompliziertes Buch, sondern etwas, das ziemlich kurz ist. Vielleicht nicht etwas, was sehr gross und kompliziert ist, sondern einfach ein kleines Buch.
Nimm ein neues Notizbuch oder hab dein iPad bereit und fang an, dieses Buch zu analysieren. Und dann kaufst du ein Notizbuch oder verwendest ein iPad und versuchst eben auch, dieses Buch zu gliedern, so wie wir das hier gemacht haben.
Und du könntest jetzt sagen: Na ja, aber die ganzen Bibelhandbücher und Kommentare machen doch das schon für mich. Ja, aber es macht einfach viel mehr Spass, wenn man es selber tun kann. Und du wirst so viel mehr lernen, wenn du selbst diese Arbeit machst. Ja, natürlich kannst du in die Kommentare schauen und gucken, was du da findest, das ist auch eine gute Idee. Aber hol so viel wie möglich von der Bibel selbst heraus.
Wenn du diese Art von Arbeit machen willst, dann wirst du feststellen, dass du den Text lesen musst und lesen musst und lesen musst.
Und das Herz einer jeden guten Bibelstudie oder Bibelstunde ist, selbst zu hören, was der Text sagt. Und für euch, die ihr schon Prediger seid oder noch Prediger werden wollt: Auf den Text zu hören, ist das Wichtigste, was ihr tun könnt.
Der Übergang in die zweite große Hälfte des Buches
Also lasst uns jetzt zu dem Text gehen und zur zweiten Hälfte des Buches, von Kapitel 40 an bis 66. Diese Sektion ist voll mit biblischer Theologie. Es gibt einige Ausleger, die Jesaja 40 bis 48 mit dem Brief des Paulus an die Römer verglichen haben, weil Jesaja dort genauso viel über Gott und seinen Errettungsplan offenbart wie Paulus im Römerbrief.
Und hier haben wir auch zwei weitere Bilder für den Messias.
Nach der Kaffeepause wollen wir die Kapitel 49 bis 55 anschauen, wo die dominante Figur der Knecht des Herrn ist. Also von 49 bis 55. Wir werden dort die dominante Person betrachten, nämlich den Knecht des Herrn. Und diese Hauptfigur, die wir da betrachten wollen, ist der leitende Gottesknecht.
Aber es gibt noch eine weitere Figur, die erscheint. Es wird noch eine weitere Person beschrieben, die hier als der Diener des Herrn betitelt wird. Und den würden wir eigentlich gar nicht so in diesem Kontext erwarten.
Ein unerwarteter Herrscher und die Perspektive des Exils
Schlagt bitte mit mir Kapitel 44 auf und den letzten Vers des Kapitels, Vers 28. Und lasst uns den allerletzten Vers dieses Kapitels anschauen, nämlich Vers 28. Wir werden also den letzten Vers von Kapitel 44 lesen und den ersten Vers von Kapitel 45 und diese nun zusammen betrachten.
Mein Hirte, und der all mein Wohlgefallen ausführt, indem er von Jerusalem sagen wird: Es werde aufgebaut, und vom Tempel: Er werde gegründet. So spricht der Herr zu seinem Gesalbten, zu Chores, den ich bei seiner rechten Hand ergriffen habe, um Nationen vor ihm niederzuwerfen und damit ich die Lenden der Könige entgürte, um Pforten vor ihnen zu öffnen und damit Tore nicht verschlossen bleiben.
Und das ist das erste Mal, dass diese Person Chores uns hier vorgestellt wird. Wir haben vorher von ihm nicht gehört. Schaut mal her, wie Gott ihn hier nennt. Es heißt hier: Er ist mein Hirte. Er ist derjenige, der meine Pläne verwirklichen wird. Und in 45,1 heißt es sogar: Er ist mein Gesalbter. In Kapitel 45 nennt er ihn sogar meinen Gesalbten. Es ist die Idee von dem Gesalbten, denn der Messias heißt der Gesalbte. Natürlich ist Cyrus nicht der Messias, wir wissen, Jesus ist der Messias, aber Cyrus wird ein menschlicher Diener Gottes sein. Chores dient hier als ein menschlicher Diener Gottes, der den Plan Gottes verwirklichen soll.
Und es ist ganz interessant, dass er hier schon eingeführt wird, wobei eigentlich das, was er tun wird, erst hundertfünfzig Jahre später verwirklicht wird. Und das zeigt uns auch, dass wir hier in diesem Abschnitt bei Jesaja einen Blick auf eine zukünftige Zeit bekommen. Erinnert euch daran: Der erste Abschnitt endet mit den Worten Babylon. Das Exil wird passieren, die Reichtümer werden gestohlen werden, und Jerusalem wird zerstört werden. Und dann, sofort und ohne Unterbrechung, sehen wir in Kapitel 40 diese Ermutigung.
Und wenn man ganz aufmerksam in Vers 2 schaut, dann sehen wir, dass wir bereits dort von der gegenwärtigen Zeit Jesajas wegschauen auf eine zukünftige Zeit. Hier haben wir also eine Prophetie, die für Jesaja sehr fern in der Zukunft liegt. Und wir sehen nämlich hier, dass eben das Exil ein Ende genommen haben wird, dass die Sünde ein Ende genommen haben wird und dass das Exil in der Vergangenheit liegt.
Und die Botschaft, die Jesaja hier hat, ist für das Volk Gottes, aber eben nach dem Exil. Aber natürlich sagt er es ja hier zu den Menschen, die in seiner Zeit leben. They need to know what God is going to do in the future so that they will pass the message on to the next generation. Sie müssen wissen, was Gott in der Zukunft machen wird, damit sie diese Botschaft an die nächste Generation weitergeben können.
And all the way between what Isaiah says in his own lifetime and the events of the exile, this word from Isaiah was used by God to strengthen his people. Und eben von der Zeit Jesajas an bis sogar nach dem Exil hat Gott diese Passage genutzt, um sein Volk zu stützen. So that when it does happen they will know that he is God. Gott lässt sein Volk diese Worte voraus wissen, damit sie, wenn es passiert, wissen: Okay, so ist es. Jesus hat mal gesagt, das ist eben der Grund für Prophetie.
So we've got to put ourselves not only in the shoes of Isaiah's generation. Also wir müssen uns hier jetzt nicht nur sozusagen in die Perspektive von Jesajas Generation hineinversetzen, sondern er sagt: Das liegt fern in der Zukunft. Aber ihr müsst es wissen, weil es euren Glauben stärkt.
Trost, Gericht und der Weg zurück
Und deshalb beginnt Kapitel 40, Vers 1, mit diesen Worten: Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott.
Im Englischen steht hier der Begriff „Comfort“. Man könnte ihn auf Deutsch übersetzen, und man könnte es so verstehen wie einen warmen Kaffee in der Nacht, also so, dass es einem richtig gut geht. Die deutsche Übersetzung ist hier etwas besser als die englische. „Be relaxed“ bedeutet hier nicht einfach nur entspannt sein, sondern vielmehr: sei gestärkt, habe neue Kraft. Denn der hebräische Begriff meint nicht bloß: sei entspannt, genieße es, sondern vielmehr: habe Kraft. Man könnte es also auch so übersetzen, dass Gott hier sagt: Stärke, Stärke mein Volk, spricht euer Gott.
Ich finde, dies ist eines der wunderschönsten Kapitel in der ganzen Bibel. Darum wollen wir etwas mehr Zeit mit Kapitel 40 verbringen und uns wirklich darauf konzentrieren, was es sagt.
Gott verkündigt hier wirklich Stärkung und Stärkung, weil das Zerbrechen des Exils komplett ist. Das Gericht oder die Bestrafung des Exils ist vorbei. Und versucht das einmal mit dem großen Bild zu verbinden, das Jesaja uns zeigt. Erinnert ihr euch an die Frage, die wir eingangs gestellt haben: Wie kann die gottlose Stadt zur treuen Stadt werden? Und die Antwort ist: durch das Gericht Gottes, das kommen wird, um Gottes Volk zu reinigen. Er wird sie letztendlich retten, aber er rettet sie durch das Gericht hindurch.
Das ist natürlich ein Bild, das wir immer und immer wieder in der Bibel sehen: dass die Errettung durch das Gericht kommt. Denkt zum Beispiel an Noah und die Arche. Wegen der Sündhaftigkeit der Menschheit kommt das Gericht Gottes in Form einer Flut. Wegen der großen Sündhaftigkeit der Menschheit kam das Gericht Gottes in Form einer Flut.
Aber die Gnade Gottes hat sozusagen den Weg der Rettung vorbereitet, indem er Noah wissen ließ, dass er eine Arche bauen soll, damit er darin gerettet werden könne. Und eben weil Noah der Verheißung glaubt, dass er gerettet wird, obwohl er die Arche baut, und eben weil Noah der Verheißung Gottes glaubt, baut er auch diese Arche. Und er geht durch das Gericht hindurch, er und seine Familie, die acht Leute und die Tiere. Sie gehen durch das Gericht hindurch, aber sie werden nicht durch das Gericht zerstört, weil sie in der Arche gehalten sind, weil sie in der Arche fest geschützt sind.
Das war sicherlich keine schöne Erfahrung. Es ist, als würde man mit seiner Familie in einem Zoo leben. Aber wenn draußen eine Flut ist, dann preist den Herrn für die Arche. Und diese Flut bringt Noah und seine Familie durch das Gericht hindurch zu einem neuen Leben. Eben durch das Gericht hindurch wurden sie errettet.
Und wir sind ebenso errettet durch das Gericht, das auf Jesus Christus niederkam, als er am Kreuz hing. Jesus Christus hat es an unsere Stelle genommen. Ja, und eben durch das Kreuz werden wir hindurchgetragen, durch das Gericht in ein neues Leben.
Und das passiert hier auch mit dem Exil, in einer etwas kleineren Weise. Wir gehen durch das Gericht, aber auf der anderen Seite ist die Errettung, zu der Gott sie bringen wird. Kapitel 40 ist also ganz und gar von Errettung und Wiederaufbau geprägt.
Die Stimme in der Wüste und die Zuverlässigkeit des Wortes
Und es wird hier in Vers drei mit einer rufenden Stimme eingeleitet, die diese Nachricht weitergibt. Hier gibt es zwei Stimmen, eine in Vers drei und eine in Vers sechs. Wir wollen uns einfach einmal anschauen, was die erste Stimme sagt, und das sind die Verse drei bis fünf.
Stimme eines Rufenden:
In der Wüste bahnt den Weg des Herrn, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott. Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Höckrige soll zur Ebene werden und das Hügelige zur Talebene. Und die Herrlichkeit des Herrn wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird sie sehen; denn der Mund des Herrn hat es geredet.
Also, was sagt diese Stimme? Er sagt: Da kommt eine große Prozession aus Babylon nach Jerusalem. Es wird ein großer Fortschritt sein, da wird etwas passieren von Babylon nach Jerusalem. Gott wird sein Volk zurückholen aus dem Exil von Babylon. Und wir sehen das hier in Vers drei, da heißt es nämlich, wir müssen dem Herrn den Weg vorbereiten. In Vers vier liest sich das so, als würden da große Straßen gebaut werden. All die Täler werden sozusagen gefüllt, und all die Berge werden abgetragen, sodass man eine gerade Bahn hat.
Man könnte also sagen, Gott gräbt sich oder baut einen Tunnel durch die Berge, und er baut eine Autobahn von Babylon nach Jerusalem. Und es wird nichts geben, was sich ihm in den Weg stellen kann, was ihn stoppen kann. Sie fahren natürlich nicht in schöne, glänzende deutsche Autos, sie werden zurückreisen mit Eseln und Kamelen. Und deswegen sind Hügel und Berge wirklich große Barrieren. Trotzdem, dass das eben ein so großes Problem ist, will dieser Vers aussagen, dass es egal ist: Gott hat gesagt, er würde es tun. Er würde dieses Volk zurückbringen, trotz eben dieser Barrieren.
Und Vers fünf sagt dann, dass die ganze Welt das wahrnehmen wird, jedes Fleisch wird es sehen. Und hier ist die Aussage von dem, was passiert.
Hier heißt es in Vers sechs: Stimme eines Rufenden. Und er spricht: Was soll ich rufen? Und jetzt kommt, was die Stimme Jesajas hier sagen soll. All men are like grass, all their glory like the flowers of the field. Alles Fleisch ist Gras und all seine Anmut wie die Blume des Feldes. Das Bild ist natürlich, dass wir schnell aufwachsen, schnell blühen und schnell wieder verwelken und fallen.
Und dann schaut aber das Ende von Vers acht: Aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit. Und jetzt bitte achtet darauf, wie Jesaja hier wirklich Vertrauen in das Wort Gottes entwickeln will. Warum wird diese große Erneuerung kommen, Vers fünf? Weil Gott gesagt hat, dass es so sein wird. Warum wird diese große Erneuerung und Rückführung passieren, warum wird dieses Heil geschehen? Weil Gott es gesagt hat.
Babylon mag kommen und gehen, Jerusalem mag kommen und gehen, aber das Wort des Herrn steht für immer. Babylon mag kommen und gehen, Jerusalem wird kommen und gehen, aber das Wort Gottes besteht in Ewigkeit. Das ist also die Zuversicht, die wir haben müssen in das, was Gottes Wort spricht. Und eben deshalb sind wir so darauf bedacht, auslegend zu predigen. Denn wenn der Geist Gottes das Wort Gottes nimmt, dann wird er das Werk Gottes damit vollbringen. Und wenn der Geist nicht wirkt, dann wirst du die Bibel vielleicht wie so ein akademisches Buch studieren können und etwas lernen, aber es wird kein Leben in dir schaffen.
Der Geist Gottes unterweist uns darin und wendet es auch auf unser Leben an. Und wenn du aber nicht das Wort Gottes hast, dann hast du eben auch keinen Inhalt, der bleiben wird. Ihr habt bestimmt schon viele Prediger gesehen, die unglaublich spannend waren beim Zuhören, aber dann bist du weggegangen und hast dich gefragt: Was hat er eigentlich mitgeteilt? Ja, es mag sein, dass viel Feuerwerk da war und viel Spannung und Action und tolle Dinge. Die Frage ist aber: War das Wort Gottes da? Die Worte eines Predigers bleiben vielleicht für ein paar Minuten hängen, an einem guten Tag. Aber das Wort Gottes besteht in Ewigkeit.
Deshalb habe ich gesagt, dass der Geist Gottes das Wort Gottes gebraucht, um das Werk Gottes zu vollbringen. Und in den Worten von Präsident Obama: Es gibt keinen Plan B. Gott hat keinen Plan B. Gott hat keinen Plan B. Wenn das Wort Gottes nicht in der Kraft des Geistes verkündigt wird, dann wird da kein Werk Gottes sein.
Und deswegen sagt Jesaja: Ihr müsst wirklich alles auf diesem Wort gründen, was Gott euch zugesprochen hat. Wisst, dass es nicht das Ende der Geschichte ist. Gott wird seine Menschen wieder heimbringen. Liebe Zukunftsgeneration, wenn ihr in das Exil verschleppt werdet nach Babylon, dann seht, dass es nicht das Ende ist. Gott wird eine Rettung bringen. Und deswegen versucht er, sich schon einmal das vorzustellen, diese große Freude, die die Menschen haben werden, wenn sie aus dem Exil zurückkommen.
Der Gott, der zugleich herrscht und trägt
Schaut man in die Verse neun bis elf:
Auf einen hohen Berg steige hinauf, Zion, du Verkündigerin froher Botschaft. Erhebe mit Macht deine Stimme, Jerusalem, du Verkündigerin froher Botschaft. Erhebe sie, fürchte dich nicht. Sprich zu den Städten Judas: Siehe da, euer Gott! Siehe, der Herr der Herrscharen kommt mit Kraft, und sein Arm übt Herrschaft aus. Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung geht vor ihm her. Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Die Lämmer wird er auf seinen Arm nehmen und in seinem Schoß tragen, die Säugenden wird er sanft leiten.
Und die Kernaussage ist: Hier ist euer Gott. Und uns werden hier zwei Bilder von Gott gegeben. Einerseits sehen wir in Vers zehn den souveränen Herrscher, aber dann auch zweitens, dass er eben der Hirtengott ist, der seine Schafe oder Lämmer weidet. Es geht um Gottes Arm. Habt ihr das gesehen, dass in beiden Versen vom Arm Gottes gesprochen wird? Der souveräne Herrscher regiert mit seinem mächtigen, starken Arm. Aber es ist eben derselbe Gott, der auch seine Schafe in seine Arme nimmt und sie hütet. Ist das nicht ein geniales Bild von Gott? Diese überragende Herrlichkeit und Souveränität und dann zeitgleich einfach diese Liebe und Zuneigung. Und das möchte er seinem Volk wissen lassen, damit sie verstehen: So ist euer Gott.
And he is coming back with his people from exile to resettle the land.
See, God didn't cast them off, he didn't say, I've finished with them. He went with them into the exile.
Gott hat sie nicht verworfen, er hat nicht gesagt: Ich will nichts mehr mit euch zu tun haben, sondern er ist mit ihnen ins Exil gegangen.
You remember when Ezekiel receives that vision at the beginning of his book, of the throne of God lifting up and moving from Jerusalem?
Ihr erinnert euch vielleicht an dieses Bild in Ezekiel, das eingangs beschrieben wird: der Thron Gottes, der sich erhebt und dann von Jerusalem nach Babylon wandert. Zwar ein etwas mysteriöses Bild, aber es will uns mitteilen, dass Gott nicht einfach nur in Jerusalem ist, sondern er ist da, wo sein Volk ist.
Und nun kommt er eben zurück von Babylon, wo er die ganze Zeit bei seinem Volk war, um mit ihnen wieder in Israel das Land zu bewohnen.
Realistische Predigt und die Größe Gottes
Nun, Jesaja ist ein sehr realistischer Prophet, und wir müssen realistische Prediger sein. Darauf müssen wir achten, dass wir realistische Prediger sind. Er weiß, dass die Menschen diese Botschaft hören werden und sagen: Oh nein, not really. Und er weiß, dass die Menschen diese Botschaft hören werden, viele Menschen, und sagen werden: Ach wirklich, das glaubst du doch selber nicht.
Und wenn du ein Prediger und Sprecher der Worte bist, musst du erkennen, dass das die normale Antwort des menschlichen Herzens sein wird. Dann musst du dir dessen bewusst sein, dass es die normale Reaktion ist, die Menschen dir bringen werden. Selbst in meinem Herzen ist das so, und ich denke, in deinem Herzen auch oft.
Als ich also noch ein junger Prediger war, im Dienstkarren da, habe ich mir meine Gemeinde so vorgestellt wie junge Vögel im Nest. Ihr kennt diese Dokumentarfilme aus der Natur, wenn diese kleinen Küken im Nest sitzen, mit ihren offenen Schnäbeln, und Futter haben wollen, und Mamavogel kommt und sie füttert. Und ich bin sozusagen der Pastorenvogel, und hier komme ich mit meiner Botschaft. Aber es ist nicht sehr oft so, oder? Einige dieser kleinen Vögel haben ihren Mund immer zu. Und manchmal ist es in unserem eigenen Herzen so, dass wir nicht das Futter haben wollen, das Gott uns gibt.
intercept missiles as they come in okay, und er hat das Gefühl, dass jede Gemeinde so ein Radarsystem hat, um Raketen, Raketensysteme, aufzustellen und zu schießen. Und wenn er also das Wort predigt, dann geht das Radarsystem an. Mein Job as the preacher is to ask for the help of the Holy Spirit, und seine Aufgabe als Prediger ist es, um die Kraft des Geistes zu bitten, damit er so predigen kann, dass sozusagen seine Botschaft unter diesem Radarschutzsystem durchgeht.
Und das macht Jesaja im Rest des Kapitels, er geht am Radar unten vorbei. Vers 12 ist ein gutes Beispiel, lasst uns das mal lesen: Wer hat die Wasser gemessen mit seiner hohlen Hand und die Himmel abgegrenzt mit der Spanne und hat den Staub der Erde in ein Maß gefasst und die Berge mit der Waage gewogen und die Hügel mit Waagschalen?
Die Antwort auf diese Fragen ist sehr klar: Gott, nicht du. God is far more powerful than you are and he will complete his purposes, it is true, but it doesn't get under the radar. Wenn er jetzt einfach gesagt hätte: Ja, Gott ist viel mächtiger und souveräner als ihr, und Gott wird es alles tun nach seinem Willen, dann wäre es natürlich wahr gewesen, aber es wäre nicht durch den Radar durchgegangen. Instead he takes four human measurements and relates them to God.
Und anstelle davon macht er das, dass er einfach vier menschliche Maßeinheiten nimmt und das dann ins Verhältnis mit sich, mit seinem Werk setzt. Denk mal an das, was in eure Hand so reinpasst. Ja, was kannst du da schon mit fassen, vielleicht ein paar Tropfen Wasser? Denk mal, wie breit deine ganze Hand ist. Was kannst du damit schon abmessen, ein paar Zentimeter? Denk doch mal an deinen Einkaufskorb, wie viel passt denn da hinein? Ein paar Leckereien aus dem Laden? Ja, und dann denk mal an die Maßeinheiten in deiner Küche. Ja, kannst du mit deinen Waagschalen in der Küche ein paar Gramm vielleicht abmessen?
Und jetzt denk mal über Gott nach. Was passt in die Hand Gottes? Die Meere der Welt. Seht ihr, wie Gott gerade versucht, euch wirklich umzufegen, euren Verstand? Wow! Was kann Gott mit seiner Hand abmessen? Die Himmel. Was hat Gott in seinem Einkaufskorb? Den ganzen Staub der Erde. Was kann er in seinen Waagschalen in der Küche messen? Die ganzen Berge und Hügel der Welt. Seht ihr, so groß ist Gott.
What do you mean by school when taking them to their school in the car with other children? Er hat mal vor einigen Jahren seine Kinder zur Schule gebracht mit dem Auto, and as we stopped at the traffic light a little voice from the back said how big are God's hands. Und als sie so vor der roten Ampel dann standen, kam eine kleine Stimme aus der Rückbank und hat gesagt: „Wie groß sind die Hände Gottes?“ Es war Montagmorgen, acht Uhr, viel Verkehr. Und das Kind hat dann gesagt: Denn wir haben in der Sonntagsschule gestern gelernt, dass die ganze Welt in den Händen Gottes liegt. Gott muss also sehr große Hände haben. Ihr versteht die Botschaft?
Und Gott sagt auch später in diesem Kapitel: Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Das seht ihr in Vers 18, und auch in Vers 25. Er möchte wirklich euch umhauen, damit ihr seht, es gibt nichts, was vergleichbar mit Gott ist. Er denkt an die menschlichen Messwerkzeuge oder Maßeinheiten und vergleicht das zu Gottes immensem Power und all den Ressourcen, die er in seinen Händen hat. Er denkt an die menschlichen Messwerkzeuge oder Maßeinheiten und vergleicht das mit dieser überschwänglichen Kraft Gottes und dem, was er gemacht hat.
Also warum sagt ihr, wenn ihr diese großen Verheißungen hört: Ah, das wird bestimmt nicht so passieren? Es liegt daran, weil euer Gott zu klein ist, es ist nicht der echte Gott. Und ihr seht das, wie sich dieser Gedanke weiterentwickelt, später im Kapitel, wo die Leute vielleicht sagen möchten: Ja, Babylon ist viel mächtiger und größer als wir. Aber die Frage ist: Ist das ein Problem für Gott?
14 Whom did the Lord consult to enlighten him? Who taught him the right way? Schadner Vers 14, da steht: Mit wem beriet er sich, also Gott, dass er ihm Verstand gegeben und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechtes. See, it's like the book of Job, isn't it? When God created the world, where were you, Job?
Das ist ein bisschen wie diese Botschaft im Buch Hiob, wo Gott sagt: Als ich die Welt geschaffen habe, Hiob, wo warst du da? Wen hat Gott sozusagen zu Rate gezogen für die Erschaffung der Welt? Gott braucht keine menschliche Hilfe, er ist über die Maßen über uns, er ist transzendent. Und dementsprechend Babylon, was ist schon Babylon? Schaut doch mal in Vers 15 die Antwort. Da steht, dass all die Nationen wie ein Tropfen in einem Eimer sind.
Du magst sagen: Oh, das ist eine große Übertreibung. Ja, aber es leistet die Wahrheit, nicht wahr? Es bekommt es unter den Radar. Aber es zeigt uns hier eine große Wahrheit, und es geht wieder unter dem Radar hindurch. Interessierst du dich für einen Tropfen in irgendeinem Eimer? Natürlich nicht. Es ist also total die Gnade und Barmherzigkeit Gottes, die uns jetzt hier betrifft. But believe his word.
Deshalb sollen wir hier lernen, dass wir Gott nicht nach unseren eigenen Standards messen oder prüfen, sondern anhand seiner eigenen. Es ist eben nicht so schwer, Errettung zu bringen, nicht für Gott, und keine Nation kann in seinem Weg stehen, und the center of your whole life.
But of course they don't believe God, because as we read in Verses nineteen und zwanzig they are believing in their idols. Aber wie wir leider sehen in Versen 19 und 20 glauben sie nicht an Gott, sondern vielmehr an ihre Götzen. Wir sehen in diesem Abschnitt mehrere Male, dass über die Götzen gesprochen wird. Wir können es uns nicht im Detail anschauen, aber wir haben hier eine gute Zusammenfassung davon. Lasst uns 19 und 20 lesen: Hat der Künstler das Bild gegossen, so überzieht es der Schmelzer mit Gold und schweißt silberne Ketten daran. Wer arm ist, so dass er nicht viel opfern kann, der wählt ein Holz, das nicht fault. Er sucht sich einen geschickten Künstler, um ein Bild herzustellen, das nicht wankt.
Wird hier nicht der Götzendienst wunderbar zerstört? Was ist ein Götze? Es ist etwas, was hergestellt wird von einem Handwerker oder einem Goldschmied. Es beginnt im Geist des Menschen, und es wird von den Händen des Menschen gemacht. Es entwickelt sich in den Gedanken des Menschen, und es wird dann gebaut mit den Händen des Menschen. Und wenn du einer bist, der einen Goldgötzen hat mit silbernen Ketten, dann zeigt das: Wow, was du für ein reicher und imposanter Mensch bist.
But most of us need the economy family model of idle. Ja, aber die meisten von uns brauchen diese gutbürgerliche Holzversion, Familienversion. Und das sehen wir in Vers 20. Und da wählen wir dann vielleicht Holz, das nicht vergammelt. Ja, das wäre ja irgendwo eine sehr entmutigende Sache oder doofe Sache, wenn dein Gott wegfault im Winter. Und du brauchst natürlich auch einen sehr geschickten Handwerker, der diesen Götzen baut, damit er nicht schiefsteht und umfällt in deinem Garten. Es ist sehr beschämend, wenn du morgens aufwachst und in deinen Garten schaust und dein Nachbar sieht, dass dein Götze umgefallen ist.
Ihr seht, er versucht wieder, unter den Radar zu gehen. Und auch wir müssen unsere Fähigkeiten im Predigen da weiterentwickeln. Er ist natürlich sehr kritisch über die ganze Sache, er macht sich ja lächerlich darüber. Aber er macht das eben in einer Art und Weise, dass die Menschen nachdenken, damit sie sehen: Okay, das ist dieser große Gott und das sind unsere Götzen. Da haben wir einerseits diesen großen Gott, wie wir ihn sehen in Jesus Christus, das ist unsere Vorstellung, unsere Vision von Gott. Und dann wollen wir aber unser Leben um unsere Götzen bauen.
Und ihr wisst, was diese Götzen sind, wir haben sie in unserer Gesellschaft, wir haben sie in unserem Herzen. Und wir können sogar unseren Gemeindedienst zum Götzen werden lassen. Das sind die Dinge, worauf wir schauen, dass sie uns Erfüllung und Freude und Befriedigung im Leben geben. Und diese Götzen, die werden uns irgendwann mal am Ende unseres Lebens übernehmen und uns völlig verzehren. Ja, natürlich können wir über diese Leute lachen, die sich ihre Götzen bauen aus Gold und Holz, aber lasst uns nicht die Götzen in unseren eigenen Herzen vergessen.
Und da möchte er also jetzt noch mehr ihr Verständnis von Gott fördern. Du kannst Gott nicht mit irgendetwas oder irgendjemand anderem vergleichen. Genau genommen ist es so mit Gott: Er ist es, der da thront über den Kreisen der Erde. Und im Vergleich zu Gott sind all die Menschen dieser Erde wie Grashüpfer. Ein Kommentator sagte, dass die Grashüpfer so kleine, gewiefte Tierchen sind, die immer hoch und runter hüpfen.
Well, that's what human beings are compared to God. And yet the Shepherd God has compassion on little squeaky creatures like us. So that's how great he is.
Und deshalb sollen wir auf Gott vertrauen und auch auf ihn warten, bis er sein Werk vollbringt. Ja, Gott wirkt in diesen großen Zeiten der Geschichte, in diesen großen Begebenheiten, aber auch in den kleinen Details.
Die letzte Frage an den Menschen und die Kraft für die Schwachen
Lasst uns mal Vers 27 anschauen, denn das ist eine weitere Frage, die die Menschen stellen könnten, oder ein Einwurf, den sie machen: Ja, Gott hat vielleicht die Kraft, aber hat er auch das Recht? But there's no evidence of his shepherd care. Er mag vielleicht der souveräne Gott sein, aber hat er auch wirklich das Interesse, ein Hirtengott zu sein?
Und deswegen sagen sie: Na ja, Gott weiß bestimmt nicht Bescheid oder ist nicht interessiert an uns. Und dann sagen aber die letzten Verse wieder: Hör auf, Gott mit deinen Maßstäben zu beschreiben. Er ist der ewige Gott. Er wird niemals müde sein. Er wird niemals entmutigt, lustlos oder müde sein. Aber er gibt eben denen Stärke, die ermüdet sind, und er erhöht die Macht der Schwachen.
Wir sehen also: Die Definition von Stärke ist nicht, dass wir die Stärke in uns selbst haben. Er nimmt hier in Vers 30 dieses Bild von physischer Stärke und von einem Athleten. Die Jünglinge, die hier beschrieben werden in Vers 30, sind eben die, die ja natürlich nur jung sind und viel Kraft haben, aber selbst die werden einmal ermüden und ermatten. Also brauchst du Gottes Energie, spirituell, um dich zu retten und zu halten und dich zu nutzen. Du brauchst also Gottes Energie in einem geistlichen Sinne, die dich stärkt und vor der Müdigkeit bewahrt. Und dementsprechend ist er derjenige, der uns wieder die Kraft gibt.
Und ich liebe dieses Bild ganz am Schluss, in Vers 31: Flying, Running and Walking are all Realities. Wenn wir in diesen Gott vertrauen, dann wird Fliegen, Rennen und Laufen alles eine sehr mögliche Realität sein. I think they are talking about different experiences in life but all of them energized by God. Ja, ich denke, hier wird von verschiedenen Begebenheiten des Lebens gesprochen, aber in allen Bereichen werden wir die Kraft haben.
Warum diese lange Auslegung wichtig ist
Now, I've deliberately spent a long time on chapter forty for what I hope is a good reason. Und ich habe jetzt viel Zeit in Kapitel vierzig gebracht für einen, was ich sagen würde, guten Grund.
Die Bibel wird am besten dargestellt, wenn sie gepredigt wird. Proclaimed because it is revealing the mind and will of God. Die Bibel ist ein Buch, das verkündigt werden muss, weil sie den Willen und die Taten Gottes darstellt.
And we could have these three days together and understand the text, but I want to motivate you to preach the text. Und wir können jetzt Tage damit verbringen, damit ihr den Text versteht, aber ich möchte euch eigentlich motivieren, dass ihr den Text predigt.
Now you may preach it to the Sunday school class, you may preach it in Bible study group. Und du magst es vielleicht predigen in der Sonntagsschulklasse oder der Bibelstunde und auch in deinen Jugendstunden, eben immer dann, wenn die Bibel verkündigt wird, nicht nur im Sonntagsgottesdienst.
Wenn dieses Wort gepredigt wird, dann schafft es Leben, und es transformiert wirklich das ganze Leben einer Person. Gott hatte nur einen Sohn, und er war Prediger. Jesus hat ja selbst gesagt: Ich muss auch in die anderen Städte gehen und predigen, denn dazu bin ich gekommen.
Also egal, ob du es so in einem Eins-zu-eins-Gespräch machst, mit vielen Kaffeetassen, oder ob du im Gottesdienst predigst: Es ist alles die gleiche Art und Weise, indem wir nämlich durch die Verkündigung den Willen Gottes weitergeben.
We will have a one minute break and then we will do the rest of the section much more quickly, but I wanted to concentrate on that chapter because it's so good. Okay, wir werden jetzt eine kleine Pause haben, eine Minute, und danach wollen wir diesen Abschnitt voll fertig machen und etwas schneller vorangehen als jetzt in diesem Text.
Der weltweite Horizont von Gottes Gericht und Rettung
So, dann lasst uns jetzt mit Kapitel einundvierzig einsteigen. Hier haben wir also nicht nur einen Fokus auf das Volk Gottes, sondern sogar auf die ganze Welt.
Wenn ihr also in euren Unterlagen die Notizen anschaut, dann sehen wir, dass der Bundesgott eben souverän, aber auch liebevoll zu seinem Volk kommt. Aber die heidnischen Nationen, die in ihrem Götzendienst versunken sind, haben keine solche Hoffnung.
Und Kapitel 41 ist sozusagen wie ein Gerichtssaal, in dem Gott die Nationen vor sich holt, damit er sie richten kann. Und deswegen sagt er zu ihnen in Vers 22:
Lasst uns die Verse 22 bis 24 in Kapitel 41 lesen. Sie mögen herbeibringen und uns verkündigen, was sich ereignen wird. Das Frühere, was es ist, verkündet, damit wir es zum Herzen nehmen und dessen Ausgang wissen. Oder lasst uns das Künftige hören. Verkündet das später Kommende, damit wir erkennen, dass ihr Götter seid. Ja, tut Gutes oder tut Böses, damit wir uns gegenseitig anblicken und es miteinander sehen. Siehe, ihr seid nichts, und euer Tun ist Nichtigkeit. Ein Gräuel ist, wer euch erwählt.
Ihr seht hier, wie dumm es wäre, wenn Israel diese Götzen der Nationen hochheben würde. Jesaja spricht diese Worte in die Gemeinschaft der Götzen hinein, und er sagt: Wenn Gott die Welt ansieht, sieht er nichts, was sich mit ihm vergleichen lässt.
Und Jesaja spricht hier zu dem Bundesvolk Gottes. Er sagt: Wenn Gott auf die Welt schaut, dann sieht er nichts, was man mit ihm vergleichen kann. Um wieder unter dem Radar durchzugehen, schafft er also diese Gerichtssaal-Szene. Und er sagt zu den Nationen: Okay, ihr Nationen, bringt doch eure ganzen Götzen einmal her, damit sie mir zeigen können, was sie tun können. Lasst sie doch mal die Geschichte erklären oder die Zukunft voraussagen.
Und dann in Vers 23: Macht überhaupt irgendetwas. Ihr seid nur Holz und Stein, und trotzdem glauben die Leute an euch. Deswegen heißt es hier auch, dass sie weniger als nichts sind und dass sie absolut untauglich sind.
Aber es ist eben nicht das Ziel Gottes, die Nationen jetzt in diesem Zustand zu lassen, weil er ja der Gott ist, der uns alle geschaffen hat. Sie brauchen die Rettung Gottes genauso sehr, wie Israel sie braucht. Denn diese Nationen, die in ihrem Götzendienst versunken sind, brauchen eben genauso diesen Rettergott wie Israel.
Der Ausblick dieser Prophetie wird jetzt viel breiter, viel internationaler. Aber die Situation wird ganz gut beschrieben im letzten Vers von Kapitel 41:
Siehe, sie alle sind Eitelkeit, Nichtigkeiten sind ihre Machwerke, Wind und Leere ihre gegossenen Bilder.
Es ist einfach nur Wind und Leere, nichts, was Stabilität bietet.
Der Knecht als Antwort Gottes
Und dann liest du direkt weiter zu Vers 1 von Kapitel 42 und siehst: Hier ist mein Knecht, siehe meinen Knecht, den ich stütze. Und es wird der Knecht Gottes sein, der das Problem lösen wird.
Schaut mal in Vers 4: Er wird nicht wanken oder entmutigt werden, er wird Gerechtigkeit auf Erden errichten. Da heißt es in Kapitel 42,4: „Er wird nicht ermatten und nicht niedersinken, bis er das Recht auf der Erde gegründet hat, und die Inseln werden auf seine Lehre harren.“
Der Knecht, der hier beschrieben wird, ist also das Mittel, durch das die Errettung, die Gott geben wird, durch die ganze Welt geht. Und wir werden nach der Pause diesen Abschnitt noch einmal näher betrachten, weil wir dann die Gottesknechtslieder, die vier Gottesknechtslieder, betrachten möchten.
Ja, nur kurz hierzu: Wir sehen hier, Gott wird das Heil schaffen. Er wird Heilung bringen durch seinen Knecht, und das in der ganzen Welt.
Das Volk Gottes, sein Name und die Tiefe des Problems
Der Rest von Kapitel 42 bis Kapitel 48 behandelt den Zustand von Gottes Volk und nicht den der Nationen. So erinnert Gott sie in 42,8 daran, wer er ist, und in 42,9 daran, was er tun wird.
Wir werden feststellen, dass Vers 8, „Ich bin der Herr, das ist mein Name“, sich durch den ganzen Abschnitt zieht. Dieser Satz, beginnend in Vers 8, „Ich bin der Herr, das ist mein Name“, kehrt immer wieder zurück. 42? Nein, 42. Okay, das ist es. Ja, okay, 42,8: „Ich bin der Herr, das ist mein Name, und meine Ehre gebe ich keinem anderen.“ Dieses „Ich bin der Herr“ wird in diesen Kapiteln immer und immer wieder wiederholt. Wir können es natürlich lesen und dabei gar nicht so recht wahrnehmen. Aber jedes Mal, wenn hier „der Herr“ steht, steht im Hebräischen der Begriff Jahwe.
Jahwe ist der Bundesname Gottes, den das Bundesvolk Gottes für seinen Gott erhalten hat. Es ist der Name, den Gott Mose im brennenden Busch verkündigt hat, als er sagte: „Ich bin, der ich bin.“ Das heißt also: Ich bin immer derselbe, ihr werdet immer von mir abhängig sein, und ich bin immer Gott. Und jedes Mal, wenn wir hier also diesen Begriff „der Herr“ lesen, dann sollte uns das an die Vertrauenswürdigkeit Gottes gegenüber seinem Bundesvolk erinnern. Der Begriff Jahwe bedeutet, dass er seine Verheißungen hält, die er gegeben hat. Und wenn er sagt: „Das ist mein Name“, dann sagt er damit auch: „Das ist meine Persönlichkeit“, denn der Name ist letztendlich die Beschreibung seiner Persönlichkeit.
Viele afrikanische Geschwister können den Charakter ihrer Kinder recht gut im Namen erfassen. Manchmal heißen sie Freude oder Fest. Oder manchmal heißen sie Freitag, weil sie an einem Freitag geboren worden sind. Der Name sagt uns etwas über diese Person. Im Englischen, und ich vermute auch im Deutschen, wird das nicht ganz so laufen. Ich habe zwei Namen: David und James. David heißt „geliebt von Gott“. David heißt geliebt von Gott, und James heißt Verführer. Haben seine Eltern etwa auf ihn geblickt und gesagt: Ja, das ist die Persönlichkeit unseres Kindes? Nein, James war ein Familienname über Generationen in unserer Familie, und David war der beliebteste Name in den Vierzigerjahren. Das sagt euch also nichts über meinen Charakter aus.
Aber wir nutzen manchmal Spitznamen, um diese Persönlichkeit zu beschreiben. Hallo, du Großer! Ja, weil jemand sehr groß ist. Und es gibt natürlich auch Spitznamen, die nicht ganz so nett klingen, deswegen möchte ich sie euch jetzt nicht weiter sagen. Aber wenn Gott seinen Namen offenbart, dann offenbart er seinen Charakter. Ich bin der vertrauenswürdige Gott, der seine Verheißung hält. Ihr könnt mir vertrauen, was in der Zukunft passieren wird.
Die Schande des Volkes und der Ruf zur Umkehr
Jetzt wollen wir noch schnell erfassen, was Gott in ihnen offenbaren möchte. In Kapitel 43, ja, genau, die nationale Schande, Kapitel 43,21, ist also der momentane Zustand des Volkes, den Jesaja sieht: die nationale Schande. Das Problem ist, sie sollten eigentlich Gottesdiener sein, aber sie können es wegen ihrer Sünden nicht. Und deshalb muss Gott die Situation verändern, indem er einen richtigen Gottesknecht sendet, der für ihn dient.
Trotz ihres Versagens beginnt das erste Kapitel von Kapitel 43 mit großen Verheißungen über Gottes Gegenwart bei ihnen. Und trotz dieser vielen Mangelhaftigkeiten des Volkes beginnt dieses Kapitel doch mit vielen Verheißungen Gottes. Er spricht darüber, dass sie, wenn sie durchs Feuer gehen, nicht verbrannt werden. Ich bin der Herr, dein Gott. Oder in anderen Worten: Auch wenn ihr ins Exil gehen werdet, ihr werdet dort nicht zerstört werden, denn ich werde meine Verheißung halten.
Und dann Vers 11, wo es heißt: „Ich, ich bin der Herr, und außer mir ist kein Retter.“ Seht ihr, wie Gott sein Volk immer wieder zu sich selbst ruft, als Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit? Seht ihr, das Problem des Volkes ist nämlich, dass ihre Schande daherkommt, weil sie sich von Gott weggewandt und den Götzen zugewandt haben. Und deshalb offenbart er ihnen ab Vers 22 in Kapitel 43 die geistlichen Wurzeln ihrer Probleme. Er zeigt ihnen, dass all ihre religiöse Anbetung letztendlich falsch war, sie war nichtig, weil sie dachten, sie könnten im Tempel Gott anbeten und gleichzeitig ihre Götzen behalten. Sie dachten, sie könnten in den Tempel Gottes gehen, Gott dort anbeten und gleichzeitig ihre Götzen weiter besitzen. Aber das geht natürlich nicht. Und doch versuchen auch wir immer wieder, zwischen diesen beiden einen Kompromiss zu schließen.
Die Lächerlichkeit des Götzendienstes und Gottes Befreiung
Und wenn wir dann in Kapitel 44 kommen, dann haben wir einen der stärksten Versuche in der ganzen Bibel gegen den Götzendienst. Es ist vergleichbar mit diesen zwei Versen, die wir vorher schon gehört haben, aber es entfaltet noch einmal im Detail die Kritik am Götzendienst.
Lasst uns einfach diesen zentralen Punkt nehmen: In Kapitel 44, Vers 14, sehen wir diese Geschichte, wie ein Mann einen Baum fällt, um sich daraus einen Götzen zu bauen. Und dann spricht Jesaja davon: Was macht er denn mit dem Rest vom Baum? Na ja, er macht ein Feuer damit und backt sich ein Brot. Also die Hälfte des Baums ist sein Gott, und die andere Hälfte ist sein Essen.
Und nachdem er dann seinen Götzen gemacht hat, beugt er sich davor. Er freut sich sehr an seiner Anbetung, die er bringt, und er röstet sein Essen am Feuer. Und er sagt am Ende von Vers 16: „Ah, ich bin warm, ich sehe das Feuer.“ Der Rest davon wird zu seinem Götzen. Die eine Hälfte des Baumes verbrennt er, und zur anderen Hälfte sagt er: Errette mich, du bist mein Gott!
Und Jesaja predigt das mit großer Kraft in den Versen 18 und 19. Er sagt: Kann jemand noch dümmer sein als das? Er zerlegt wirklich diesen ganzen Götzendienst. Und wir müssen das auch in unserem Kontext des 21. Jahrhunderts entsprechend predigen, mit unseren Götzen.
Aber was immer in Jesaja passiert, ist eben dieser rote Faden der Errettung. So immediately afterwards, you get Vers 22, where God says: I've swept away your offenses like a cloud, return to me, I have redeemed you.
Und deswegen sehen wir dann wieder auch in Vers 22, wo es heißt: „Ich habe deine Übertretungen getilgt wie einen Nebel und wie eine Wolke deine Sünden. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst.“
Diese Sektion, die wir gerade hatten, war also das geistliche Bedürfnis, und jetzt ist dieser letzte Abschnitt die letztendliche Wiederherstellung.
Chores, Gottes Handeln und der Ruf an die Enden der Erde
Und hier ist die Schlüsselperson Kores, das ist derjenige, der Babylon erobert hat. Und wie hat er es gemacht? Nur durch die Hilfe Gottes.
Deswegen sagt Gott in Vers 2: Ich gehe vor dir her. Und in Vers 3 sagt er: Ich werde dir die Schätze der Verborgenheit geben, ich werde dir meine Pläne offenbaren. Und dann in Vers 4 selbst, auch wenn du nie verstehen wirst, dass ich Gott bin, der dich erhebt.
Und dann sehen wir wieder, wie Gott sich hier selbst beschreibt, in Vers 5: „Ich bin der Herr, und sonst ist keiner.“ Und dann in Vers 6 wieder: „Ich bin der Herr, und es ist kein anderer.“
Also sehen wir wieder: Er ist derjenige, der dieses Exil wenden wird, indem er die politische Ebene verändert. Die Leute mögen das nicht. Man könnte sich fragen: Warum soll Gott heidnische Könige benutzen? Und dann sagt Gott in Vers 11: Siehst du dich in der Lage, mich da zu hinterfragen? Wer bist du, dass du mich hinterfragst in dem, was ich tue?
Und dann eben dieser Vers in Vers 13, wo es heißt: Ich werde Kores erheben, und ich werde seine Wege bahnen. Und warum kann Gott das tun? Das sehen wir am Ende von Vers 18: „Ich bin JHWH, und es ist kein anderer.“
Also, was kommt aus dieser Situation unterm Strich heraus? Das sehen wir wieder verbunden mit Vers 22, mit einem Gebot. Kapitel 45, Vers 22 heißt es: „Wendet euch zu mir und werdet gerettet, all ihr Enden der Erde, denn ich bin Gott und keiner sonst.“
Eine letzte Illustration über die Kraft des Wortes
Es ist fast Pausezeit, aber ich stoppe hier mit einer letzten Illustration. Wisst ihr, wie Spurgeon konvertiert wurde?
Jetzt sind wir dann bald in der Pause, aber ich möchte diese Session mit einer letzten Illustration beenden. Wisst ihr eigentlich, wie der Prediger Spurgeon zum Glauben kam?
Als Spurgeon etwa sechzehn oder siebzehn Jahre alt war, ging er an einem sehr verschneiten Sonntagmorgen in die Kirche. Er kam in eine kleine Gemeinde mit nur wenigen Leuten und setzte sich ganz hinten auf eine Bank. Der Prediger konnte wegen des starken Schnees nicht kommen. Also sagte der Älteste, ein älterer Herr aus dieser Gemeinde: Dann werde ich selbst predigen.
Er hatte nichts vorbereitet, aber er nahm seinen Text: Wendet euch zu mir und werdet errettet, alle Enden der Erde. Und so stellte er sich einfach hin und nahm diesen Text. Er sagte: Wendet euch zu mir und werdet errettet, alle Enden der Erde.
Bald gingen ihm die Gedanken aus, die er zu diesem Text sagen konnte. Ziemlich schnell hatte er keinen weiteren Stoff mehr. Also begann er, die wenigen Leute in dieser Gemeinde anzusehen. Und er sagte: Habt ihr euch zum Herrn gewandt und seid errettet worden?
Dann zeigte er mit dem Finger auf sie und sagte: Hast du dich schon zum Herrn bekehrt? Und dann schaute er zu diesem jungen Spurgeon hinauf, der oben auf der Empore saß, und sagte: Und du, junger Mann, du siehst sehr erbärmlich aus. Du musst dich zum Herrn wenden und errettet werden.
Und Spurgeon kehrte um und wurde errettet. Nur eine Handvoll Menschen, ein unvorbereiteter Prediger, ein verschneiter Morgen, und ein Mann kommt zum Glauben, der später auf der ganzen Welt durch seinen Dienst Frucht bringen sollte. Denn der Geist Gottes hat das Wort Gottes gebraucht, um das Werk Gottes zu vollbringen.
Und hier stehen wir oder sitzen wir heute, und wir danken Spurgeon und vielen anderen Predigern, die Gott geschenkt hat. Kaffeezeit! Wir machen jetzt Pause bis um elf.
