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Woher kommt die Kraft, um geduldig zu warten?

Kolosser 1,1126.05.2020
Serie•Teil 147 / 366Solid Joys
Der Glaube an Gottes herrliche Macht ist der Weg, durch den uns die Kraft, geduldig zu sein, erreicht.

Die Frage nach der Quelle innerer Standhaftigkeit

Sechundzwanzigster Mai
Woher kommt die Kraft, um geduldig zu warten? Mögt ihr mit aller Kraft gestärkt werden, gemäß der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem standhaften Ausharren und aller Geduld mit Freuden. 1. Korinther 1,11.
Gestärkt ist ein passendes Wort. Der Apostel Paulus betete für die Gemeinde in Kolossae, dass sie mit aller Kraft gestärkt werden, gemäß der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem standhaften Ausharren und aller Geduld.
Geduld beweist eine innere Stärke. Ungeduldige Menschen sind schwach und daher abhängig von Unterstützung von außen. Sie sind zum Beispiel darauf angewiesen, dass alles nach Plan geht und alle Umstände ihre fragilen Herzen stützen.
Der Schwall an Flüchen, Bedrohungen und schroffer Kritik gegenüber den Schuldigen, die ihre Pläne durchkreuzt haben, klingt nicht schwach. Doch all dieser Lärm tarnt nur ihre Schwäche.

Geduld als Ausdruck göttlicher Kraft

Geduld erfordert eine enorme innere Stärke. Für den Christen kommt diese Geduld von Gott. Darum betet Paulus auch für die Kolosser. Er bittet Gott, sie zum geduldigen Ausharren zu befähigen, das für das Leben als Christ erforderlich ist.
Wenn er jedoch sagt, dass die Kraft zur Geduld gemäß der Macht der Herrlichkeit Gottes erfolgt, dann meint er damit nicht einfach nur, dass es Gottes Kraft erfordert, damit ein Mensch geduldig wird. Er meint, dass der Glaube an diese Macht seiner Herrlichkeit der Weg ist, durch den uns die Kraft, geduldig zu sein, erreicht.

Der Glaube als Weg zur Frucht des Geistes

Geduld ist tatsächlich eine Frucht des Heiligen Geistes, Galater 5,22. Doch der Heilige Geist, mitsamt all seinen Früchten, befähigt uns aus dem Glauben, der hört, Galater 3,5.
Darum betet Paulus, dass Gott uns mit der Macht seiner Herrlichkeit verbindet, die uns zur Geduld befähigt. Und diese Verbindung ist der Glaube.