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1. Timotheus 6, 6-20

1. Timotheus 6,6-2008.06.2013
SerieTeil 13 / 13Neuwied 2013 - Der 1. Timotheusbrief
Reichtum verspricht Sicherheit, macht aber schnell abhängig. Die eigentliche Frage ist: Woran hältst du dich fest, wenn Besitz wackelt? Zufriedenheit kann mehr tragen als Geld.

Einordnung von Frömmigkeit und Besitz

und zu bedecken, werden wir an denen genug haben. Aber die, die reich werden wollen, fallen in Versuchung und in eine Schlinge und in viele sinnlose und schädliche Lüste, welche die Menschen in Ruin und Untergang versenken.
Mal bis hierher. In den Versen 6 bis 8 haben wir den richtigen Umgang mit geistlichen und materiellen Gütern. Vorher war es der falsche Umgang. Da ging es um falsche Lehre und falsche Gewinnsucht. Jetzt geht es um die richtige Frömmigkeit. Die rechte Ehrfurcht in Verbindung mit Genügsamkeit ist eine grosse Erwerbsquelle, ist ein wirklicher Gewinn.
Also hier die rechte Frömmigkeit, hier wieder dieses allgemeine Wort, das wir haben, diese Gottesverehrung in Verbindung mit Genügsamkeit. Zufrieden sein ist ein grosser Gewinn, sagt er. Nicht auf Gewinn aus sein, auf materiellen Gewinn aus sein, sondern gerade das Zufriedensein ist ein grosser Gewinn. Und rechte Frömmigkeit ist ein grosser Gewinn, echte Gottesverehrung, Gottesfurcht.
Wir gehören dem Herrn. Er hat uns geschaffen, und er hat uns bewahrt bis zum heutigen Tag. Er hat uns erkauft durch das Blut Jesu Christi, und jetzt gehören wir ihm im doppelten und dreifachen Sinne. Und jetzt haben wir ihn. Und wenn wir ihn haben, dann haben wir alles, was wir brauchen.
Ich darf hier noch Habakuk 3 zitieren: Habakuk 3,17-19. Da ist die Rede von jemandem, der wirklich schlimme Dinge erlebt hat. Der Stall ist leer, keine Feigen mehr an den Bäumen. Dennoch will ich mich freuen in dem Herrn und jubeln über den Gott meines Heils. Jachre, der Herr, ist meine Kraft. Den Hirschen gleich macht er meine Füsse, und über Höhen lässt er mich schreiten.
Nichts mehr da, Hungersnot, die Kühe sind weg, die Bäume bringen keine Frucht, aber trotzdem: Ich freue mich an dem Herrn, und ich juble in meinem Gott, der ist meine Kraft. Habe ich Gott, dann brauche ich alles, dann habe ich alles, was ich brauche, was ich wirklich brauche.
Bitte? Habakuk 3,17-19. Ein sehr schönes Zeugnis von Habakuk. Ich juble über meinen Gott, auch dann, wenn es so aussieht, als ob ich nichts mehr habe, gar nichts mehr.
Es betrifft die Ethik, oder die Ethik ist das Richtige, ist das Leben, das moralische, richtige Leben. Ich habe es in Verbindung mit Ethik gebracht. Das eine ist das Dogma, die Lehre, und das andere ist die Frömmigkeit, und das hängt mit der Praxis zusammen, mit der Ethik. Ob man es jetzt so übersetzen darf, ist eine andere Frage, weil Ethik übersetzt würde ich es nicht so. Aber das ist das, was wir unter Ethik verstehen: die Gottesverehrung im praktischen Leben.
Ja, Vers 7: Denn wir brachten nichts in die Welt hinein, offenkundig ist, dass wir auch nichts hinausnehmen können. Die irdischen Güter können wir nicht mitnehmen. Echte Ehrfurcht ist ein wirklicher Gewinn. Das Irdische, an dem müssen wir nicht hängen bleiben, weil wir ohnehin nichts mitnehmen können.
Jemand hat mal gesagt, und das war auch für mich sehr hilfreich: Je älter wir werden, desto weniger wert werden meine Güter, die ich habe, und desto kostbarer wird die Zeit, die ich jetzt noch für den Herrn einsetzen darf. Also die Zeit, die ich für den Herrn auf dieser Erde noch leben darf und dienen darf, wird immer kostbarer, weil sie immer kürzer wird. Aber die Güter, die ich habe, werden immer wertloser. Ich habe sie nur noch so und so lange, sie sind nicht mehr viel wert. Und einen Tag vor dem Tod sind sie fast nichts mehr wert, und an dem Tag, an dem ich sterbe, sind sie gar nichts mehr wert.
Also die irdischen Güter, der Wert verfliegt jeden Tag. Und die Zeit, die ich jetzt noch dem Herrn dienen darf, die wird immer kostbarer, und ich soll gut damit umgehen. Das hat übrigens Gott auch den Israeliten beigebracht mit der ganzen Regelung über das Jubeljahr. Im Jubeljahr musste das Erbteil, das man sich erworben hat von anderen, das man bekommen hat von anderen, wieder zurückgegeben werden. Also je näher man an diesen Tag kam, desto weniger Wert wird dieses Erbteil. Und einen Tag, bevor du es zurückgibst, ist es gar nichts mehr wert, und am nächsten Tag gehört es dir nicht mehr.
So ist es mit unserem Leben auch. Also die irdischen Güter können wir nicht mitnehmen.
Das Dritte ist: Wir begnügen uns daher mit dem Lebensnotwendigen. Daran wollen wir uns genügen lassen, und an diesem wollen wir genug haben. Also wollen wir uns genügen. Da wir Nahrungsmittel und Bedeckungen haben, werden wir uns an diesen genügen.
Hier Nahrungsmittel und Bedeckungen, interessant: also die Mittel, uns zu nähren und uns zu bedecken, das ist das Lebensnotwendige. Zu den Nahrungsmitteln ist klar, und Bedeckungen, dazu gehört Kleidung und Decken und vielleicht noch ein Dach über dem Kopf, je nachdem, in welchen Breiten der Erde wir leben. In ganz warmen Zonen der Erde brauchen wir nur Nahrung und Kleider beziehungsweise Decken, da braucht man kein Dach über dem Kopf. Aber in kälteren Gegenden braucht man auch ein Dach über dem Kopf.
Also man konzentriert sich hier auf ganz das Wesentliche: Nahrung und Bedeckung. Im Garten Eden, im Paradies, da brauchte man nur Nahrung, keine Bedeckung, war nicht nötig. Es war warm genug, und man brauchte sich nicht zu schützen, auch nicht vor Sexualräubern zu schützen, das gab es nicht. Seit dem Sündenfall brauchen wir Nahrung und Kleidung beziehungsweise Decken, um die Scham des Körpers zu bedecken und Schutz vor Kälte.
Also wenn unsere Grundbedürfnisse abgedeckt sind, werden wir mit diesen genug haben, heisst es wörtlich. Werden wir mit diesen Dingen, die wir als Grundbedürfnisse jetzt haben, die unsere Grundbedürfnisse abdecken, mit diesen Dingen werden wir genug haben. Also wir wissen, Gott sorgt dafür, dass wir an Lebensnotwendigem keinen Mangel haben. Und dann wollen wir uns auch dementsprechend verhalten.
Habsucht heisst mehr haben wollen im Griechischen. Habsucht ist Pleonexia, Pleo heisst mehr und Nexia, Neigung nach mehr, mehr haben wollen. Seine Gnade reicht aus für uns. Wenn der Herr unser Hirte ist, dann haben wir nicht Mangel. Aber er definiert, was Mangel ist. Er sagt, was Mangel ist, er bestimmt das, was ich brauche, was ich nicht brauche.
Und es ist unser Anliegen, das ist das Anliegen des Paulus, es ist auch das Anliegen der Schrift überhaupt, dass wir das lernen, uns mit dem zu begnügen, was vorhanden ist, was wir haben.
Das hier also diese kurzen Verse 8, Vers 9: Aber die, die reich werden wollen, fallen in Versuchung und in eine Schlinge und in viele sinnlose und schädliche Lüste, welche die Menschen in Ruin und Untergang versenken.
Hier jetzt also der Umgang mit falschen Gütern, Entschuldigung, der falsche Umgang mit materiellen Gütern: das falsche Reichwerdenwollen. Die, die reich werden wollen, das sind nicht die Reichen. Auch die Armen können das sein, es kann jeglicher Mensch sein. Reich werden wollen ist eine Haltung. Man kann ganz arm sein und reich werden wollen. Man kann auch reich sein und noch reicher werden wollen. Die, die reich werden wollen, das ist das Problem. Die werden Probleme bekommen.
Paulus hat einen anderen Massstab allerdings von reich und von arm. Arm ist in der Bibel der, dessen Lebensnotwendigkeit fehlt, der das, was man zum Lebensnotwendigen braucht, nicht hat. Der ist arm. Also da fehlt es an Kleidung und an Bedeckung und an Nahrung. Kleidung, Nahrung, Bedeckung. Wenn es da fehlt, dann ist man arm. Dann ist das Leben bedroht. Wenn ich keine Nahrung habe, dann ist mein Leben bedroht, und wenn ich keine Decke mehr habe, ist auch mein Leben bedroht, dann erfriere ich. Das ist arm, wirklich arm.
Und wenn das vorhanden ist, dann ist es okay, und wenn man mehr hat, dann ist man reich, alles, was darüber hinausgeht. Und wenn man jetzt reich werden will, die da reich werden wollen, das heisst, die wollen mehr haben, mehr haben, die fallen in Versuchung und Schlinge und Lüste.
Die Versuchung selber ist noch nicht die Sünde. Die Versuchung ist die Einladung zur Sünde. Und wo man dann der Versuchung nachgibt, dann entsteht die Sünde, Jakobus 1.
Also die Frage ist: Wie erklären wir, wenn Gott für uns sorgt, wenn Gott für das Lebensnotwendige sorgt, wie erklären wir, dass dann geschehen ist, dass Gläubige verhungert sind? Jeder Mensch stirbt irgendwann. Jeder Mensch, Gott setzt dem Leben, Gott setzt jedem Leben einmal ein Ende, und das bestimmt er, wann das sein soll. Es ist uns ja nicht verheissen, dass Gott uns unser Leben erhält bis in die Ewigkeit, also unser physisches Leben. Folgendessen gibt es irgendwann das Ende. Und wenn Gottes Zeit gekommen ist oder wenn Gott sagt, es ist jetzt die Zeit gekommen, dass ich dich zu mir nehmen werde, und er will auf diesem Weg mich zu sich holen, dann soll es so sein, auf diesem Weg.
Letztlich habe ich ja dann nichts verloren, dann bin ich bei ihm.
Interessant ist in meinem Psalm, ich denke jetzt an einen Psalm, ich denke, es ist der Psalm 37, Vers 25. Psalm 37,1-25: Ich war jung und bin alt geworden, und nie sah ich den Gerechten verlassen, noch seinen Samen, also seine Kinder, nach Brot betteln.
Also er sagt, der Herr sorgt für die Gerechten. Im Alten Testament war das der grösste Segen, wenn man ein Stück Erbteil hat, ein Land hat in Israel, und wenn das Land Frucht bringt und man kann davon leben. Das war der Segen schlechthin, oder? Jeder wohnt unter seinem eigenen Weinstock und unter seinem eigenen Feigenbaum. Wunderbar, das ist Segen!
Er sagt hier: „Ich sah nie den Gerechten verlassen, noch seinen Samen nach Brot geben.“ Der Gerechte wird im Segen leben. Der Gerechte wird daher sorgen, dass er Brot hat, und er wird nicht verlassen sein von Gott.
Im Neuen Testament ist es ein bisschen anders. Bei uns ist nicht der grösste Segen, dass wir ein Stück Land besitzen und einen eigenen Weinstock und einen eigenen Feigenbaum, sondern unsere Segnungen sind erstens geistlicher Natur, aber zweitens auch, dass Gott uns auf dieser Erde, solange er möchte, das zukommen lässt, was wir brauchen. Wenn er dann bestimmt, wir sollen heimgehen, dann gehen wir heim.
Also es ist auch Segen des Herrn, wenn unsere Geldtasche gefüllt ist oder wenn wir ein Haus haben oder irgendwo wohnen können und eine Arbeit haben usw. Aber letztlich bestimmt er dann, wann wir heimkommen, und manchmal sind es solche Wege, dass Katastrophen geschehen, zum Beispiel grosse Überschwemmungen. Viele Christen sind untergegangen in Überschwemmungen oder anderen Erdbebenkatastrophen usw. Dann hat Gott die Zeit bestimmt: Jetzt sollen sie nach Hause kommen.
Ja, aber der Grundsatz stimmt trotzdem: Matthäus 6,33. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, ich werde für euch sorgen, so lange, bis ich euch zu mir hole. „Sorgt euch nicht über die Zukunft, was ihr essen und trinken werdet, ich sorge für euch, und dann kommt die Zeit, wo ich euch heimhole.“
Der Psalm 37 ist ja auch nicht eine Lehre, sondern eine Beobachtung von David. Ja, Psalm 37 ist nicht eine Lehre, sondern eine Beobachtung. David hat das gesehen, so hat er das festgestellt.
Zurück: Die, die reich werden wollen, fallen in Versuchung und in eine Schlinge und in viele sinnlose und schädliche Lüste. Das ist Tatsache, ja. Wenn ich aus bin nach Reichtum, dann bin ich ganz anders konzentriert. Ich soll aber nicht konzentriert sein, möglichst viel Gewinn zu machen, sondern ich soll darauf konzentriert sein, dass es geistlichen Gewinn bringt, dass Gottes Reich gefördert wird, sein Wille geschieht und sein Name gepriesen, gerühmt und geheiligt werde.
Die Lüste sind sinnlos, weil sie nicht anhalten, schädlich, weil sie die Menschen letztlich zerstören. Der Mensch, der nach den Lüsten lebt, zerstört sich.
 Epheser 4,22: Der alte Mensch, der dabei ist, zugrunde zu gehen, infolge der betrügerischen Lüste. Also der alte Mensch geht zugrunde infolge der trügenden Lüste. Die Lüste versprechen ihm etwas, eine Erfüllung, die er letztlich nicht bekommt. Er geht aber weiter auf diesen Trug ein und meint weiter, darin sei das Leben, und in diesem ganzen falschen Denken, weil er meint, dass das Leben in den Lüsten besteht und dass das das Leben ist, in diesem geht er zugrunde. Frage der Zeit. Eine Frage der Zeit. Und die Geschichte beweist es, dass die Menschen kaputtgehen durch dieses Trachten nach Lusterfüllung. Sie fühlen sich als Betrogene, sie werden frustriert, und das treibt sie immer tiefer hinein. Das ist die Realität.
Ja, die schädlichen Lüste, welche die Menschen in Ruin und Untergang stürzen. Hier wird also das Gleiche ausgesagt wie in Epheser 4,22. Sinnlos, schädlich und zerstörerisch. Leben nach Lust und Laune, genau das wird heute propagiert. Hast du Lust? Ich habe keine Lust, das und jenes zu tun. Das ist ganz stark in dieser Welt, dieses Denken, das ist stärker als je zuvor. Der Mensch wird getrimmt, er soll einfach nach seiner Lust und Laune leben, und dadurch bekommt er ein sinnloses Leben, ein schädliches Leben, und er zerstört sich dabei.
Jetzt wissen wir, wer dahintersteckt, hinter dieser Philosophie, die den Menschen hier vermittelt wird. Es gibt natürlich auch aufbauende Lüste, aber das sind Lüste ganz anderer Art. Hier redet er von der bösen Lust, von der schädlichen Lust. Es gibt auch nützliche Lust, das ist die Lust am Gesetz des Herrn, Psalm 1,2. Habe deine Lust am Gesetz des Herrn. Psalm 34,7: Habe deine Lust an dem Herrn, er wird dir geben, was dein Herz wirklich wünscht, das wird er dir geben. Psalm 37,4. Psalm 40,9: Dein Wohlgefallen zu tun ist meine Lust, sagt der Psalmist, das auch ein messianisches Wort ist. Psalm 111,2: Gross sind die Taten des Herrn, erforschbar für alle, die Lust an ihnen haben. Wir sollen an den Taten des Herrn Lust haben, sollen sie erforschen, das ist etwas Schönes. Psalm 112,1: Selig ist der Mann, der den Herrn fürchtet, der grosse Lust hat an seinen Geboten.
Zurück zu Vers 10: Denn eine Wurzel aller Übel ist die Geldliebe. Es gibt viele Wurzeln des Bösen, es heisst hier nicht „die Wurzel des Bösen“, das steht nicht da, der Artikel fehlt hier. Also eine Wurzel von allen Übeln ist die Geldliebe. Es gibt viele Wurzeln des Bösen, viele Türen zum Bösen, aber eine böse Wurzel ist die Geldliebe, und die öffnet die Tür für alle anderen Übel. Oder wenn man viel Geld hat, dann kann man sich alle möglichen Übel leisten.
Ja, und auch für Christen ist das so: Wenn wir vom Herrn wegschauen, wenn wir unsere inneren Augen woanders hin richten, dann erleben wir dasselbe. Jemand hat mal gesagt: Geld ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr. Schaut so, dass es Diener bleibt, nicht ein Herr wird. Verwende es für die Sache Gottes.
Eine Wurzel aller Übel ist die Geldliebe, nach welcher sich etliche ausstreckten. Warum schreibt Paulus das dem Timotheus? Es sind Christen, die sich nach diesen Dingen ausstrecken, nach Geldliebe. Übrigens, hier ist es die Geldliebe, es ist nicht nur das Geld, es ist die Liebe zum Geld. Im Griechischen heisst es philargyria, viel heisst lieben und argyria ist das Geld, das Silber eigentlich, aber Silber war damals das Geld.
Ja, dadurch liebt man natürlich die Schöpfung mehr als den Schöpfer. Das Silber ist Schöpfung, Silber ist ja nur ein Tauschmittel, und mit dem kann man alles eintauschen.
Vers 10: Wonach etliche sich ausstreckten, also nach dieser Liebe streckt man sich aus, das ist hier aber die falsche Liebe, die Liebe nach dem Geld, nicht die Liebe nach Gott, die Liebe zum Nächsten, wonach etliche sich ausstreckten und dadurch vom Glauben abirrten.
Also man hat sich nach dem Falschen ausgestreckt, und auf diese Weise geht das Vertrauen in die falsche Richtung. Sehr interessant. Man streckt sich nach etwas aus, und das Vertrauen geht in diese Richtung. Statt sich nach Gott auszustrecken und ihm zu vertrauen, streckt man sich nach irgendwelchen irdischen Dingen aus, und das Vertrauen geht in die gleiche Richtung.
Das war immer schon in der Geschichte Israels auch so. Als die Israeliten sich nach Ägypten umsahen, als sie nach Ägypten Ausschau hielten und auf Ägypten vertrauten, haben sie ihr Vertrauen auf Gott aufgegeben. Oder anderswo wieder nach Assyrien, auf die starken Mächte, haben sie sich verlassen wollen, und danach sind sie in die Irre gegangen, abgeirrt.
Dann ist kein Ziel mehr da, ziellos irrt man dann dahin. Irren, ohne Ziel, deshalb irren. Man hat kein Ziel mehr, man irrt wie ein Schiff auf dem Meer, das kein Ziel mehr hat, wie ein Segelschiff, das vom Wind hin und her getrieben wird. Abirrten und sich selbst mit vielen Schmerzensstichen durchbohrten, also sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrten. Die Schmerzen sind Schmerzensstiche. Man tut sich selber nicht Gutes.
Dann in den Versen 11 bis 16 oder sind da noch Fragen dazu, Vers 10 und 9?
In den Versen 11 bis 16 der Aufruf zu richtigem Umgang mit den geistlichen Gütern: „Du aber, o Mensch Gottes!“ Im Griechischen steht das Wort „o“. „O Mensch“ gar nicht oft, wenn das Wort „o“ verwendet wird. „O Mensch Gottes“, das ist ein Omega, ein grosses „O“ und soll die Aufmerksamkeit hinlenken. Wird nur etwa 15 mal gebraucht in der Bibel, ich habe jetzt nicht genau die Zahl.
„O Frau“, „o ungläubiges und verkehrtes Geschlecht“, „o Unverständige und im Herzen Träge“, Lukas 24,25, Matthäus 17,17, „o ungläubiges Geschlecht“, Matthäus 15,28, „o Frau“, Apostelgeschichte 1,1, „o Theophilus“, Apostelgeschichte 13,10, „o du voll aller List und Bosheit“, Römer 2,1, „o Mensch, wer bist du“, Römer 9,20, dreimal „o Mensch, wer bist du da, dass du den anderen richtest?“, Römer 11,33, „o Tiefe des Reichtums“, Galater 3,1, „o unvernünftige Galater“, 1. Timotheus 6,11, das ist unsere Stelle hier, und 1. Timotheus 6,20, „o Timotheus“. Hier zweimal im Timotheusbrief, am Ende des Briefes wird Timotheus zweimal so mit diesem beschwörenden O angerufen.
Man spürt das Flehen des Paulus heraus. O du, das ist jetzt so wichtig, was ich dir jetzt sage. Mensch Gottes, Paulus erinnert den Timotheus daran, dass er ein Mensch Gottes ist. Du gehörst dem Gott, der dich geschaffen hat und erkauft hat, du bist Eigentum Gottes. Das Geld ist nicht wichtig, sondern dass du sein Eigentum bist.
O Mensch, der du Gott gehörst, fliehe diese Dinge, jage das andere nach. O Mensch, also Mensch, du bist auch nur ein Mensch, Timotheus, aber ein Mensch, der dem Herrn gehört. Jeder Christ ist in dem Sinne ein Mensch Gottes. Im Alten Testament waren nur besondere Leute Mensch Gottes genannt worden. Elija wurde genannt, der Mensch Gottes, Elisa, Mose, Samuel, David heissen Mann Gottes, manche Propheten heissen Mann Gottes. Aber im Neuen Testament ist jeder Gläubige ein Mensch Gottes.
Also: O Mensch Gottes, fliehe diese Dinge! Hier kommt der vierfache Aufruf: Fliehe, jage, kämpfe und ergreife!
Fliehe diese Dinge! Welche Dinge? Die Geldliebe, das Reichwerdenwollen, das uns alles, das uns ablenken will. Ich darf hier auch darauf aufmerksam machen: Wir haben heute ganz starke Ablenker, und ich denke, für Verkündiger ist es ganz wichtig, dass wir hier sorgfältig aufpassen. Einer der Ablenker heisst Computer oder Internet und diese Dinge. Ich hatte vor zwei Wochen darüber gesprochen zu der Jugend. Die Dinge sind dermassen stark jetzt geworden, weil wir so ständig damit konfrontiert werden und weil alles so nahe ist, alles ist nur einen Klick weit entfernt. Das nimmt uns viel Zeit weg, die wir viel für das Wichtige, für das Wort Gottes verwenden sollten oder für den Dienst.
Und ich merke, man sagt immer: Ich schaue noch schnell nach. Kennt ihr diesen Ausdruck? Das ist uns schon richtig gewohnt, oder? Alles tut man schnell. Und dann schaut man, wie schnell das war. Da wollte ich schnell nachschauen, und es hat mir dreissig Minuten gekostet, das Schnell-nachschauen. Das ist nicht schnell.
Und vor allem Männer sind hier noch stärker versucht als Frauen, was das Visuelle betrifft. Man sieht so viel, was interessant ist, alles ist interessant, aber wir müssen da verzichten, sagen: Nein, ich gehe gezielt dorthin und hole mir das und gehe wieder raus, und fertig. Im Internet und auch im Supermarkt. Ich gehe in den Supermarkt, hole die Sache, die ich brauche, und renne zur Kasse und gehe wieder raus, dann bin ich fertig, sonst brauche ich eine halbe Stunde dort. Alles ist interessant und alles ist immer günstig, oder? Das ist günstig und jenes ist günstig, alles ist günstig. Also klar, wir wollen ja alles günstig verkaufen, damit möglichst viel gekauft wird.
Ich rede davon, weil ich war mit meiner Frau einkaufen in der letzten Woche, und es kostet Stunden. Aber in dem Fall war es gut, ich habe meiner Frau einen guten Dienst erwiesen. Von daher war das wieder wertvolle Zeit mit meiner Frau. Aber dennoch: Man muss sich bewusst machen, wie viel Zeit man hier verliert. Bei uns heisst es ein Bummel machen, Einkaufsbummel, sagt man hier auch.
Ja, also fliehe diese Dinge, das ist gemein, fliehen, oder? Saus rein, hol dir das und verschwind wieder so schnell du kannst, auch im Internet: fliehe!
Jage nach, also fliehen ist die eine Seite, jagen ist die andere Seite. Jage nach, übrigens steht es natürlich hier wieder im Imperativ Präsens, das heisst immer wieder, steh auf der Flucht und steh auf der Jagd. Flucht vor diesen Dingen und Jagd nach jenen Dingen.
Jage nach Gerechtigkeit, nach rechter Ehrfurcht, also hier haben wir wieder diese rechte Gottesverehrung im praktischen Leben, rechte Frömmigkeit. Gerechtigkeit steht an erster Stelle. Gerechtigkeit, das ist zusammenfassend das Richtige, das, was Gott möchte aus meinem Leben, was er aus meinem Leben machen möchte. Ich möchte, ich solle ein gerechter Mensch werden, wie Christus der Gerechte ist. Christusähnlich.
Gerechtigkeit ist das Wesen Gottes, die eine Seite des Wesens Gottes. Es gibt zwei Pole vom Wesen Gottes. Das eine ist Gerechtigkeit, Heiligkeit, diese Dinge, Wahrheit, Treue, es gehört zur Gerechtigkeit, und das andere ist Liebe, Barmherzigkeit, Güte, Gnade, Freundlichkeit, Sanftmut, diese Dinge. Also es sind zwei Pole. Gerechtigkeit und Heiligkeit gehören zusammen, Wahrheit und Liebe und Güte. Und Geduld und so weiter gehört auf die andere Seite.
Hier also, das soll uns beschäftigen, nach dem sollen wir jagen, nach Gerechtigkeit, dass Gottes Gerechtigkeit in meinem Leben zur Auswirkung kommt. Wenn das zur Auswirkung kommt, dann ist es die rechte Ehrfurcht, die rechte Frömmigkeit. Also Gerechtigkeit umfasst die Beziehung zu Gott und zu Mitmenschen. Und die rechte Frömmigkeit, rechte Ehrfurcht, ist die Auswirkung dieser Gerechtigkeit. Dann sieht es so und so in meinem Leben aus.
Das dritte ist Vertrauen und Liebe. Das sind die Kardinaltugenden des Christen: Glauben und Liebe. Glaube und Liebe, das sind auch wie zwei Pole. Glaube und Liebe, wenn die beiden gesund sind, dann ist alles gesund. Wenn unser Vertrauen gesund ist zu Gott und wenn unsere Liebe zu Gott gesund ist, dann ist alles gesund.
Die zwei Kardinaltugenden: Der Glaube ist der Schlüssel unserer Beziehung zu Gott, und die Liebe ist die Substanz unserer Beziehung zu Gott. Der Glaube ist der Schlüssel, durch den Glauben kommen wir überhaupt in die Beziehung hinein, und durch den Glauben bleiben wir in der Beziehung mit Gott, der Schlüssel. Und die Liebe ist die Substanz, das heisst das Wesen, das, was die Beziehung ausmacht, ist Liebe.
In der Ehe ist es dasselbe. Durch Glauben kommt die Ehe zustande, durch Vertrauen, zwei Menschen vertrauen einander, und das Wesen der Ehe besteht aus Liebe. Also so ist es in der Beziehung zu Gott und so ist es in der Beziehung zum Ehepartner und letztlich zum Menschen überhaupt.
Glaube und Liebe. Dann das Nächste: Ausdauer und Sanftmut, noch mal zwei. Ausdauer und Sanftmut, dies sind die Krone, das heisst, die sind zum Schluss auch noch da, das bleibt übrig. Die Ausdauer bleibt, und die Sanftmut, das ist ein ganz spezieller Charakter zum Jesu Christi, er ist sanftmütig und demütig von Herzen.
Ausdauer heisst darunter bleiben. Das ist ein Glaube, der sich durchzieht, und eine Liebe, die sich durchzieht, die dabei bleibt. Und Sanftmut ist dann die Auswirkung, da zeigt sich die Christusähnlichkeit. Matthäus 11,29: „Ich bin sanftmütig.“ Das sind die Dinge, denen wir nachjagen sollen, also drei Paare: Gerechtigkeit, Ehrfurcht, Glaube, Liebe, Ausdauer, Sanftmut.
Dann das Nächste: Kämpfe, kämpfe den edlen Kampf des Vertrauens. Kämpfe weiterhin, heisst es hier, also wiederum ein Imperativ Präsens. Kämpfe weiterhin, kämpfe fortwährend den edlen Kampf des Vertrauens, des Glaubens. Es geht hier um das Vertrauen auf Jesus, also deshalb vielleicht besser übersetzen mit dem Kampf des Vertrauens als des Glaubens, denn beim Vertrauen denken wir an eine Aktivität, genau das ist gemeint. Es ist ein Kampf des Vertrauens. Während wir kämpfen, vertrauen wir unserem Herrn, unserem König, unserem Heeresführer, der uns anführt im Kampf, der selber gekämpft hat wie ein Löwe.
Das ist ein edler Kampf, das ist ein schöner Kampf, edel, kalä, wieder schön, das Wort für schön, edel, vortrefflich. Es ist ein schöner Kampf, es ist nicht einfach nur ein harter Kampf, nein, es ist ein schöner Kampf, weil es ein Kampf des Vertrauens auf den Herrn ist. Es ist ja wunderbar, wenn man nicht jeden Schritt in diesem Kampf im Vertrauen auf Gott tun kann, jeder Schlag und jeder Schwertstich im Vertrauen auf den Herrn ist, getan wird.
Das Nächste: Ergreife das ewige Leben. Ergreifen, ja, wieso ergreifen, er hat es doch schon? Er hat es noch nicht ganz. Er hat es zwar in Christus schon, er hat es im Glauben schon ergriffen, das ist richtig, aber er hat noch nicht das Ziel erreicht, und in dem Sinn muss er noch weiterhin ergreifen.
Jetzt möchte ich gerade schauen, ob das hier auch ein Präsensimperativ ist. Das ist ein Aoristimperativ, also hier kein Präsensimperativ. Kämpfe, Vers 12 am Anfang, ist ein Präsensimperativ, das heisst kämpfe weiterhin, kämpfe beständig. Ergreife das ewige Leben, das ist kein Präsensimperativ, das ist ein Aoristimperativ, das heisst eine einmalige Handlung einfach. Ergreif das jetzt, lege Hand an das, was Ewigkeitswert hat. Du hast es schon ergriffen einmal, als du gläubig wurdest, aber jetzt streckst du dich aus nach dem Ziel, das Ziel ist das ewige Leben dort. Greif das, pack das an, das ewige Leben, zu dem du auch gerufen wurdest.
Du wurdest zum ewigen Leben hin gerufen, das ist das Ziel. Gott ruft seine Leute zum Ziel. Er ruft sie einmal aus der Welt heraus, ruft sie zu Christus. Und wenn das geschehen ist und wir sind zu Christus gekommen, dann ruft er uns noch weiter. Es gibt einige Stellen in der Bibel, die zeigen, dass wir auch weiterhin gerufen werden, zum Beispiel 1. Thessalonicher 5,24. Dort heisst es: Treu ist der, der euch ruft, nicht der, der euch gerufen hat, nein, der, der euch ruft. Treu ist er. Die Zürcher Übersetzung hat sehr richtig übersetzt: Treu ist der, der euch ruft, nicht der euch beruft. Beruft, das klingt ein bisschen nach Bestimmung, das ist aber gar nicht gemeint an dieser Stelle. Deshalb ist hier beruft nicht richtig, man darf das hier durchstreichen, das B und das E. Treu ist der, der euch ruft. Er ruft uns immer noch, er ruft uns bis in die Ewigkeit hinein.
„Treu ist der, der euch ruft.“ Das ist die eine Stelle. Die andere Stelle ist 1. Thessalonicher 2,12. Da heisst es, ihr sollt würdig wandeln, also in einer Weise, die würdig ist des Gottes, der euch ruft. Der euch ruft, nicht wie die Elberfelder und Schlachter haben beruft, sondern ruft. Wandelt würdig des Gottes, der euch ruft. Wohin ruft er uns? Zu seinem Königreich und zu seiner Herrlichkeit. Das ist das Ziel, dorthin werden wir gerufen.
Es gibt noch eine Stelle im Galaterbrief, ich denke, wo ist sie? Galater 5,8 ist sie. Bei Elberfelder ist es wiederum beruft, und bei Schlachter ist es sogar eine Vergangenheit, aber das stimmt hier nicht. Galater 5,8, es ist nicht Vergangenheit, es ist Gegenwart. Da weiss ich jetzt nicht, warum die Brüder von der Schlachterübersetzung hier Vergangenheit übersetzt haben, denn es gibt gar keinen Grund, es gibt überhaupt keinen Grund dafür. Vielleicht weil sie Schlachter nachahmen wollten, der hat das so gemacht, ich weiss es nicht. Also wiederum, das ist hier Präsens, da dürfen wir die Schlachter korrigieren: der, der euch ruft. Die Überredung kommt nicht von dem, der euch ruft.
Ergreife das ewige Leben, zu dem du auch gerufen wurdest. Gott hat uns schon gerufen, und er ruft uns weiterhin. Und für das du das edle Bekenntnis vor vielen Zeugen bekanntest, 1. Timotheus 6,12. Also wir wurden gerufen, wir sollen jetzt bekennen. Timotheus hat es auch bekannt vor vielen Zeugen. Und das ewige Leben sollen wir dann ergreifen, wenn es so weit ist. Jetzt strecken wir uns aus nach dem Ziel.
Vers 13: Jetzt kommt ein feierlicher Auftrag an Timotheus. Es ist, als wenn jetzt der eine Apostel die Fackel des Glaubens an den anderen übergibt, hier ganz feierlich gesprochen. Vor Gott, der stets allem das Leben verleiht, und vor Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis, das edle Bekenntnis bezeugte, vor diesem Gott weise ich dich an, das Gebot fleckenlos und untadelig zu halten.
Man spürt, wie Paulus hier Ausdruck verleiht, seinen letzten Aufruf hier an Timotheus. Fast, fast den letzten, nicht ganz den letzten. Also vor Gott tut er das, im Bewusstsein der Gegenwart Gottes, der allen Leben verleiht, und vor Jesus Christus, der vor Pontius Pilatus ebenfalls ein schönes Bekenntnis abgelegt hat.
Was war das für ein Bekenntnis? Es war das Bekenntnis von der Zukunft, von dem Königreich, das kommen wird. Das Bekenntnis, dass er für die Wahrheit gekommen ist, für die Wahrheit Zeugnis abzulegen. „Du bist ein König“, fragt Pilatus. Jesus sagt: Du sagst es, ich bin ein König, und ich bin dazu geboren und dazu in diese Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Und wer aus der Wahrheit ist, der hört auf meine Stimme. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme. Ein klares Bekenntnis.
Vor diesem Gott und vor diesem Jesus Christus weise ich dich an, das Gebot fleckenlos und untadelig zu halten. Welches Gebot denn? Jetzt müssen wir wieder zurückdenken an Kapitel 1. Das Gebot, mit dem Paulus angefangen hat, in Kapitel 1, Vers 3 hat er von einem Gebot gesprochen. Also jetzt spannt Paulus den Bogen zum Anfang des Briefes. 1. Timotheus 1,3: „So wie ich dich, als ich nach Mazedonien zog, dich aufrief, in Ephesus zu bleiben, damit du einige anweisen möchtest, nicht anderes zu lehren, noch auf Fabeln und unendliche Geschlechtsregister zu achten“ und dann in Vers 5: „Aber das Ziel der Anweisung ist Liebe aus reinem Herzen.“ Diese Anweisung hier, das ist das Gebot.
Timotheus hat eine Anweisung bekommen, hier auf Griechisch Parangelia. Jetzt suche ich gerade, ja, es ist hier ein anderes Wort. In Kapitel 6, Vers 14 ist es nicht das gleiche Wort für Gebot. Dort ist es Anweisung, hier ist es Gebot. Hier ist es ein stärkeres Wort, entole, das ist das Wort, das der Herr Jesus gebraucht hat, als er zu den Jüngern gesagt hat: Haltet meine Gebote, meine Aufträge!
Aber gedanklich ist es dennoch ein Bogen, der hier gespannt wird. Also die Aufgabe, die Timotheus bekommen hat, das ist das Gebot, das Evangelium weiterzutragen. Der Auftrag am Evangelium, den er bekommen hatte, ist ein Gebot Gottes, ein Gebot des Apostels Paulus. Paulus gibt das Gebot weiter an Timotheus.
Bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesu Christi, also bis der Herr erscheint, so lange gilt der Auftrag. Bis ich komme, heisst es zuerst, bis der Paulus kommt, aber es geht noch länger, nicht nur bis der Paulus kommt, sondern bis der Herr kommt. So lange soll er seinen Auftrag ausführen.
Ich habe vor kurzem wieder Jesaja 6 gehört, als ich die Bibel anhörte, fortlaufend, und dort heisst es in Jesaja 6, wie lange soll man predigen? Jesaja fragt: Wie lange soll ich predigen? Und was sagt der Herr? Bis niemand mehr da ist. Wie lange soll ich predigen, Herr? Bis niemand mehr da ist, dem du predigen kannst. Jesaja 6,11. Wie lange, mein Herr? Und er sagte: Bis die Städte verwüstet sind, ohne Bewohner, und die Häuser ohne Menschen und das Land zu öde und verwüstet ist. So lange.
Bis ich komme, bis der Herr kommt. 1. Timotheus 6,15. Die Erscheinung unseres Herrn Jesu Christi, die zu seinen eigenen Zeiten zeigen wird, der selige und alleinige Machthaber, der König der Könige und Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat und in einem unzugänglichen Lichte wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann, dem Ehre und ewige Macht gebührt.
Wer ist das? Von wem spricht er? Dies zur Erscheinung unseres Herrn Jesu Christi, die zu seinen eigenen Zeiten zeigen wird, der selige und alleinige Machthaber, der König der Könige und Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat und in einem unzugänglichen Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann, dem Ehre und ewige Macht gebührt.
Das ist interessant, oder? Jesus Christus erscheint, und diese Erscheinung wird zeigen: Der selige Machthaber, der König der Könige und Herr der Herren, er selber wird kommen, er selber wird seine Erscheinung zeigen, und er selber ist dieser selige Gott, dieser einzige, der wirklich glücklich ist, der Selige zu seiner Zeit. Er bestimmt die Zeit, er ist der einzige, der wirklich glücklich ist.
Wir sind nur dann glücklich, wenn wir Glück bekommen. Also von aussen wird uns etwas zugeführt, und dann freuen wir uns. Aber er hat das Glück in sich selber. Wir sind von etwas ausserhalb von uns angewiesen, um glücklich zu sein, er nicht. Er ist in sich selbst glücklich, abgeschlossen glücklich.
Der alleinige Machthaber, also der alle Macht hat und alles kann, was er können will, was er können möchte. Der König der Regenten, also der König der Regierenden, der König der Könige und der Herr der Herren. Er hat Unsterblichkeit, nur er hat Unsterblichkeit. Er wohnt in einem unzugänglichen Licht, keiner hat ihn gesehen noch kann ihn sehen. Heute kann ihn keiner sehen, und in der Ewigkeit das eigentliche Wesen Gottes kann man nicht sehen, wir können nur das sehen, was Gott uns zeigt von sich, also was er zulässt, was gesehen wird. Eines Tages werden wir sein Angesicht sehen, Offenbarung 22.
Ihm sei Ehre und ewige Macht, oder ihm gebühren Ehre und ewige Macht, und die soll er bekommen. Und so schliesst er mit einem Amen. So ist es und so sei es und so war es und so hat es zu sein.
Zum Schluss hier noch Anweisungen an Wohlhabende zu richtigem Umgang mit materiellen Gütern. Vers 17-19. Hier eine Anweisung, die notwendig ist, diese Anweisung ist wichtig.
Die Reichen in der jetzigen Weltzeit weise an. Also hier geht es nicht um die, die reich werden wollen, das war früher das Thema. Hier geht es nicht um die, die reich werden wollen, hier geht es um die, die schon reich sind. Wie sollen die jetzt umgehen mit ihren Gütern? Die sollen nicht hochmütig sein. Also die Reichen in der jetzigen Weltzeit, die jetzige Weltzeit ist beschränkt, und da soll man daran denken.
Was sollen sie tun? Sie sollen nicht hochmütig sein, nicht hochgesinnt sein, sie sollen sich nicht zu sicher fühlen, denn der Reichtum ist nicht etwas Sicheres. Auch nicht auf die Ungewissheit des Reichtums Hoffnung setzen, also auch nicht darauf hoffen. Man sagt ja in der Welt: Das Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Kennen Sie diesen Spruch? Das Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Das stimmt auch nicht. Das ist eine irrige Meinung.
Man setzt die Hoffnung auf das Geld, und es beruhigt. Da ist die Ruhe nicht zu finden. Es gibt keinen Rückhalt. Man spricht von finanziellem Rückhalt, wir brauchen einen finanziellen Rückhalt, sagte mir jemand, aber es gibt keinen finanziellen Rückhalt, das ist nie ein Rückhalt. Gott ist unser Rückhalt, und deshalb muss man hier Acht geben. Also nicht auf das Geld seine Hoffnung setzen, sondern auf den lebenden Gott. Er ist unser Fels, er ist unser Rückhalt, er ist ein lebender Gott, und weil er lebend ist, weil er lebt, dann wird er uns auch durchhelfen, dann, wenn es nötig ist, der uns alles reichlich zum Genuss darreicht.
Und auch hier haben wir etwas, was Gott ständig tut: der uns stets alles reichlich zum Genuss darreicht. Er gibt alles, was wir brauchen, und er gibt genug davon. Solange wir hier leben sollen auf dieser Erde, gibt er uns die Dinge, um zu geniessen, und reichlich, nicht sparsam, kärglich. Das Christenleben ist nicht ein Leben ohne Genuss, wir dürfen es sehr wohl geniessen, und zwar aus seiner Hand geniessen.
Gutes, was sollen sie jetzt tun? Also auf Gott hoffen, Gutes wirken. Sie sollen die Hoffnung auf Gott setzen, sie sollen Gutes wirken, Vers 18: reich sein an guten, an edlen Werken, also schöne Werke wiederum, schöne Werke, Gutes tun, und reich sein an schönen Werken. Also wenn Gott so viel gegeben hat, dann können wir wieder viel weitergeben an andere, und dann sind wir sehr reich, reich an schönen Werken.
Ja, freigebig zu sein, oder freigebig zu sein, und anteilnehmend und anteilgebend. Das Wort hier, das jetzt am Ende von Vers 18 verwendet wird, heisst Anteil geben oder Anteil nehmen, also an den Nöten der anderen Anteil geben, Anteil nehmen und ihnen auch Anteil geben, an unseren Gütern Anteil geben.
Wobei sie, Vers 19, für sich selbst ein edles Fundament für die Zukunft anlegen. Es ist schön, wenn man hier sieht, wie der Apostel motiviert. Gott ist ja ein Gott, der motiviert. Der sagt uns nicht nur, was wir tun sollen, sondern er sagt uns warum, und er richtet den Blick in die Zukunft. Er sagt: Schaut, warum sollt ihr geben? Weil ihr euch dadurch ein gutes Fundament, ein schönes Fundament für die Zukunft anlegt.
Also das ist ein echter Rückhalt, eine Kapitalanlage für die Zukunft. Und von diesem Kapital, wenn man dieses Kapital anlegt, kann man von den Zinsen leben. Das ist ja immer das, was man wünscht: so viel Kapital haben, dass man von den Zinsen leben kann, und das ist hier genau dieses Kapital. Was Gott uns gibt, er gibt uns ja gute Zinsen. Jemand hat gesagt, 10 Prozent gibt Gott an Zinsen, und das Hundertfältige sind 10 Prozent. Also das hier ist sehr schön, dieser Ausdruck. Es geht hier um eine Kapitalanlage, das Wort anlegen: ein edles Fundament anlegen, damit sie das ewige Leben ergreifen.
Also, sie sollen sich selbst ein gutes Fundament für die Zukunft anlegen. Jetzt muss ich den Satz noch mal lesen: Den Reichen in der jetzigen Weltzeit weise an, nicht hochmütig zu sein, nicht auf die Ungewissheit des Reichtums die Hoffnung zu setzen, Gutes zu tun, reich zu sein an guten Werken, freigebig zu sein, Anteil nehmen und anteilgebend, wobei sie sich selbst ein gutes Grundvermögen für die Zukunft anlegen, damit sie das ewige Leben ergreifen.
Also all diese Dinge soll sie tun, was Paulus jetzt aufgezählt hat. All diese Dinge sollen sie tun, damit sie das ewige Leben ergreifen. Also um dort anzukommen. Die Reichen sollen diese Dinge tun, auf Gott hoffen und so weiter, nicht auf den irdischen Reichtum setzen, Gutes tun und so weiter, das alles sollen sie tun, damit sie das ewige Leben ergreifen. Das ist das, wozu Timotheus vorher aufgerufen wurde: ergreife das ewige Leben. Und diese Reichen werden aufgerufen, das und das zu tun, damit sie das ewige Leben ergreifen. Es geht um das zukünftige ewige Leben, das, was uns noch erwartet dort in der Vollendung.
Gut, sind dazu noch Fragen?
Dann die letzten Verse noch, Vers 20, 21: Noch einmal „O Timotheus“, also hier der Schlussaufruf, und das Schlussgebet. Zuerst eine flehentliche Bitte noch einmal: O Timotheus, verwahre das Anvertraute. Verwahre oder wache darüber, bewahre. Du hast einen Auftrag bekommen, und erfülle diesen Auftrag. Das Anvertraute, das, was der Herr Jesus dem Paulus anvertraut hat und was der Apostel Paulus dem Timotheus anvertraut hat. Letztlich hiess es: das Wort Gottes und der Auftrag des Evangeliums, das Wort Gottes zu verkündigen.
Und jetzt, wie geht es weiter? Timotheus ist gestorben. Jetzt geht es weiter, jetzt sind wir angesprochen, und jeder kann hier nach dem O seinen Namen einsetzen. Verwahre das Anvertraute, verkündige es weiter, gib es weiter und mach deine Sache treu, mach sie gut, mach sie genau. Meide dabei das unheilige, lehrige Reden, auch hier wieder: meide stets, meide immer wieder, bleib dabei zu meiden. Meide das unheilige, lehrige Reden und die Antithesen der fälschlich so genannten Kenntnis, Gegensätze, Gegenaufstellungen, der so genannten Gnosis.
Eine eigenartige Lehre, die es damals schon als Vorform gab. Das Wort heisst Kenntnis oder Erkenntnis, und das sind Leute, die meinten, mehr Erkenntnis zu haben als die anderen. Das ist typisch menschlich. Man meint, dass man mehr weiss als die anderen, mir ist mehr geoffenbart als dir, und dann lehrt man, geht weit über das Wort Gottes hinaus. Gegenaufstellungen, also es steht dem Wort Gottes entgegen, es ist eine Antithese. Das Wort Gottes ist die These, und das ist eine Antithese.
Gnosis, zu der sich einige bekannten, zu dieser eigenartigen Lehre da. Ihre Lehre, zu der sich einige bekannten und sie auch vertreten haben, und hinsichtlich des Glaubens vom Ziel abirrten. Hier haben wir wieder dieses Wort vom Ziel abirren. Sie haben also einer falschen Lehre vertraut, haben sich dann dazu bekannt, haben sich dazu gestellt und sind vom wirklichen Glauben an Christus abgeirrt, und damit auch vom Ziel abgeirrt.
In dem Wort „abirren“ steckt „vom Ziel abirren“ drin. Also das ist das Wort astochein, a heisst etwas verfehlen, nicht dorthin gelangen, eigentlich heisst das Ziel verfehlen, miss the mark. Also ja, daneben schiessen auch. Das Ziel verfehlen. Hinsichtlich des Glaubens haben sie also das Ziel verfehlt. Thematisch ja. Wir haben, was den Glauben betrifft, den Schiffbruch erlebt. Kein schöner Schluss für den Brief.
Noch nicht ganz Schluss: Die Gnade sei mit dir. Die Gnade sei mit dir, Amen. So sei es und so ist es und so soll es bleiben. Die Gnade sei mit dir, aus der Gnade wollen wir leben. Das ist ein kurzes Gebet, so ein Gebetswunsch eigentlich, aber wenn man so einen Segen ausspricht, auch unter einem Brief setzt, wenn man einen Brief schreibt und man schreibt zum Schluss: Der Herr mit dir oder die Gnade sei mit dir, dann ist das in gewissem Masse auch ein Gebet für denjenigen. Ich wünsche dir und ich bete für dich, dass der Herr mit dir ist und dass die Gnade Gottes mit dir ist.
Ja, Fragen?
Eine Frage zu Vers 19: Eine Übersetzung sagt, das ewige Leben war das Leben oder ewiges Leben. Sind das auch verschiedene Tränen?
Ja, ich schaue gerade nach. Da ist wiederum das gleiche Problem. Da sind wir wieder bei dem Mehrheitstext, der hat das ewige Leben. Und der andere, der Nestle-Aland-Text, also der künstlich zusammengestellte Text, hat hier das wahrhaftige, das wirkliche Leben. Ich schaue gerade, wie die Bezeugung ist, das wahrhaftige Leben. Sie sind wieder etwas so: Also der Mehrheitstext sind ganz viele Handschriften, die das ewige Leben haben, und der künstliche Text eins, zwei, drei, zwanzig Handschriften, also 20 Handschriften, also 20 Handschriften, also 20 Handschriften, also 20 Handschriften, also 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 Handschriften, so 20 alte, sieben alte und die restlichen sind jüngere.
Hier ist der Mehrheitstext nicht ganz so stark homogen, wie er sonst ist. Also hier könnte man noch diskutieren, was den Mehrheitstext betrifft. Aber dennoch ist es der überlieferte Text, deshalb halte ich daran fest. Das Verhältnis wird vielleicht sein 80 zu 20 Prozent oder so oder vielleicht 90 zu 10 Prozent. Grundsätzlich ist es gut, wenn man nach dem Mehrheitstext geht, das ist der homogene Text. Das andere ist immer so eine Sache, da geht man nach irgendwelchen Handschriften, und man ist sich nicht sicher, vor allem wenn sie nur ein paar Handschriften sind. Wenn so eine Handvoll Handschriften sind, dann würde ich darauf mein Vertrauen nicht setzen. Ich möchte auf den Text, der sich durchgesetzt hat und der die Mehrheit aller Handschriften hat, auf den möchte ich mich verlassen.
Es gibt hier andere Meinungen auch. Es gibt Brüder, die ganz überzeugt sind, dass man nach dem Nestle-Aland-Text gehen soll oder nach der Mehrheit der alten Zeugen, also wenn jetzt fünf alte Zeugen das Gleiche haben, dann gehen sie nach den alten Zeugen und gegen den Mehrheitstext. Ja, ich denke nicht, dass das richtig ist, aber es gibt ernstzunehmende Brüder, die das vertreten.
Gut, sonst Fragen, Gedanken?
Was sehen wir hier? Eine kurze Frage. Wenn ich dem letzten Kapitel zweimal das Amen lege, wie ich es im ersten Petrusbrief lese, hat das eine besondere Bedeutung oder ist es einfach das?
Dass er Amen sagt, zweimal Amen sagt. Er sagt, es ist ... Ja, das Schlussamen, das ist das gleiche Problem, wie wir es sonst haben. Das Schlussamen fehlt meistens in den alten, in diesen alten Textzeugen. Zum Beispiel hier, ich schaue gerade nach, in diesen alten Textzeugen, in diesen alten Textzeugen, in diesen alten Textzeugen, in diesen alten Textzeugen, in diesen alten Textzeugen, in diesen alten Textzeugen.
Also der Mehrheitstext hat immer das Amen zum Schluss. Interessanterweise hat auch der Sinaitikus, es wird korrigiert, auch ein Amen zum Schluss. Vorher fehlte es, jemand hat es nachträglich korrigiert. Dann haben wir noch eins, zwei, drei, vier alte Zeugen haben das Amen nicht. Und noch zwei Minuskeln, zwei jüngere Zeugen. Also ganz wenige haben das Amen nicht, aber die grosse, grosse Mehrheit hat das Amen, also 99, irgendwelche Prozent.
Dann gibt es ja meistens auch noch so eine Nachschrift. Das heisst, in manchen Manuskripten gibt es eine Nachschrift, da wird dann noch geschrieben, zum Beispiel heisst es hier in den verschiedenen Minuskeln: „Antimotius, was geschrieben wurde von Laudikea, welches ist die Metropole von Phrygien, von Kapatian, das ist wahrscheinlich der Landstrich, Kapatian, ja Kapatian.“ Also da meint irgendjemand, der das abgeschrieben hat, hat eine Nachschrift noch hinzugefügt, und die wurde dann immer wieder abgeschrieben. Das ist nicht von Timotheus geschrieben, sondern von einem Abschreiber. Dieser Brief war an Timotheus geschrieben, von Laudikea weg, von Laudikea aus. Wie sie auf Laudikea kommen, weiss ich nicht. Könnte genauso von Ephesus gewesen sein, nein, nicht von Ephesus, von weiter weg gewesen sein. Paulus war ja noch unterwegs, da müsste er ja schon sehr nahe gewesen sein. Laodikia ist ja nicht weit weg von Ephesus, egal.
Aber diese Nachschrift, das ist nicht inspiriert, das ist nur eine interessante Information von irgendwelchen alten Abschreibern.
Das war der Timotheusbrief ein sehr für Reichsgottesarbeiter sehr, sehr wichtiger Brief, für jeden Christen letztlich, aber speziell spricht er die Situation für Verkündiger an, von daher sehr aktuell.
Dann wollen wir hiermit schliessen, es sei denn, es sind noch Fragen dazu. Sie werden wahrscheinlich nicht undankbar sein, wenn wir ein paar Minuten früher Schluss machen. Dank für die Zeit mit euch, ich habe mich sehr gefreut, da zu sein. So Gott will, sehen wir uns im September noch einmal, ich denke bei einem Intensivkurs, bitte.
Das Thema, das mir gestellt wurde, war ein Intensivkurs über das Gebet. Das lehrt die Schrift über das Gebet, und bitte Moment, ja, habe ich. Habe ich. Also, in Sankt Katharinen-Berlin am Rhein, wenn das stimmt, 25. bis 28. September, Mittwochabend, 25. September würde es beginnen um 19 Uhr und es schliesst dann am Samstag, 28. September um 12 Uhr, also Mittwochabend, Donnerstag, Freitag und Samstagvormittag.
Ich bin dankbar, wenn Sie dafür beten. Wenn wir über Gebet sprechen und nicht beten, dann ist es sinnlos.
Ja, wir könnten schliessen mit Gebet. Wollen einige uns leiten.