
12.06.2026
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Generierte Mitschrift
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Einleitung und Anlass der Frage
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Heute darf ich auf eine Frage eingehen, die mir vor kurzem gestellt wurde und die mich total gefreut hat. Da sagte jemand: In meiner Hauptarbeit sind circa die Hälfte meiner Kunden Muslime. Jetzt ist es so, dass ich gerne an meine Pinnwand im Zimmer, auf welche die Kunden direkt den Blick darauf haben, eine schöne Postkarte mit einem Bibelvers hängen möchte. Ich will nicht provozieren, aber ich würde mir wünschen, dass sie durch den Vers vielleicht ins Nachdenken kommen und mich im besten Fall darauf ansprechen, so dass ich ihnen das Evangelium erklären kann.
Das ist eine wirklich schöne Idee.
Warum bestimmte Verse besonders gut anknüpfen
Muslime ehren ja schon Jesus, Isa al-Masih, als großen Propheten im Koran. Aber es kann am wirkungsvollsten sein, Bibelverse und Worte von Jesus zu nehmen, die etwas von ihm zeigen, das im Koran so nicht vorkommt, besonders Gottes Vaterliebe, die Gewissheit vom Heil und die wirkliche, echte Vergebung und Gnade.
Warum ist es so wichtig? Weil laut dem Koran zwar schon Glauben gefordert ist, aber am Ende des Tages doch entscheidend sein soll, wie viele gute Taten man in die Waagschale werfen kann. Das bestimmt, wie es nach dem Tod weitergeht. Daran würde man laut dem Koran gemessen werden. Darin liegt der Punkt, an dem der Groschen fällt.
Das Problem ist nur: Wie viel ist genug? Ich war vor kurzem wieder im Herzen eines islamischen Landes, und ich kann dir sagen, dass es für Außenstehende schwer vorstellbar ist, wie viele teils hoch detaillierte Regeln dort zu befolgen sind. Darauf läuft es ja hinaus: auf regelrechte Register, in denen festgehalten wird, welche Tat und welches Unterlassen unter welchen Umständen für welche Personengruppen jetzt wie viel im Jenseits zählt.
Ich war dann auch mit Pilgern nach Mekka zusammen, also ich selbst nicht in Mekka, aber ich war mit den Pilgern zusammen. Und wenn du dann diese Kleidung trägst und in dieser Woche reist und in dieser Nacht so und so viele Gebete sprichst und religiöse Übungen machst, dann hofft man, dass das für das Jenseits dann so und so und so viel zählen würde.
Das Problem ist nur: Selbst innerhalb des streng religiösen Islam gibt es keineswegs Einigkeit darüber, was wie viel zählt. Niemand kann dir genau sagen, welche Tat jetzt wie viel zählt, weder die guten Taten noch die schlechten Taten. Geschweige denn, dass man sich selbst überhaupt an alles aus dem eigenen Leben erinnern würde, was man jemals nach welchem Regelwerk an guten oder schlechten Taten getan hat oder welche guten Taten man unter welchen Umständen unterlassen hat.
Davon berichten ja auch viele Ex-Muslime: Orientierungslosigkeit, Verwirrung, ständige Sorge und Angst sowie tiefe, tiefe Traurigkeit, mit nachweislich ganz überdurchschnittlichen Raten an Selbstmordgedanken und Selbstmordversuchen unter Muslimen. Das sind die ganz praktischen, realen Folgen davon, dass es im Koran keine Heilsgewissheit gibt.
Was Menschen aus dem Islam zu Jesus führt
Es gibt eine ganze Reihe von Untersuchungen. Wie repräsentativ sie sind, ist noch einmal ein anderes Thema. Aber mehrere Studien haben wirklich gefragt: Was ist der leichteste Zugang für Muslime zu Jesus und zum Christentum?
Die Ergebnisse fasse ich einmal etwas zusammen: Knüpfe an etwas an, das sie schon kennen, aber zeige ihnen, dass sie eben nicht alles kennen. Zu den zentralen Faktoren gehört zum Beispiel, dass man mit der Schrift umgehen kann, wie sie den Lebensstil von Christen beobachten, Freundschaft mit Christen, Unzufriedenheit mit dem Islam, übernatürliche Ereignisse und Faszination mit Jesus.
Eine akademische Arbeit hat sogar 173 Zeugnisse von früheren Muslimen untersucht, die sich zum Christentum bekehrt haben. Sie kam zu dem Ergebnis, dass das Verständnis vom wahren Jesus des Neuen Testaments im Gegensatz zum Isa des Korans der entscheidende Einzelfaktor für die Bekehrung gewesen ist.
So oder so: Viele Muslime sind ernsthaft von Jesus angezogen, zu Recht, teilweise über das, was sie im Koran finden. Dann gehen sie häufig zu den Evangelien.
Welche Verse können wir jetzt nehmen oder auch auswendig lernen für Gespräche mit Muslimen? Der eine oder andere denkt vielleicht an wirklich erstaunliche Bibelverse wie 1. Johannes 3,1, wo es heißt: Seht, was für eine Liebe uns der Vater erwiesen hat, dass wir Gotteskinder heißen sollen; und wir sind es auch.
Es ist auch für Muslime total erstaunlich, diese Vorstellung, nicht nur ein Diener, ein Sklave Gottes zu sein, sondern ein geliebtes Kind. Das ist für viele Muslime eine tief berührende Offenbarung.
Aber gerade bei den falschen Leuten kann das echte tiefe Aggression hervorrufen und sogar gefährlich werden. Warum? Weil diese Vorstellung, dass Gott ein Kind haben kann, vielen Muslimen beigebracht wird als Schirk, also als die sogenannte Erzsünde der Beigesellung. So etwas zu glauben oder zu sagen, wäre eine der schlimmsten Dinge im Islam, die ein Mensch überhaupt tun könnte.
Von daher ist das vielleicht nicht so ganz geeignet für den ersten Einstieg.
Eine Auswahl bewährter Bibelverse
Was ist denn besser geeignet? Na ja, hier hast du meine Top sieben Favoriten an Bibelversen für Gespräche mit Muslimen.
Platz Nummer sieben: Sehr praxiserprobt. Dieser Vers wird von vielen unserer Mitchristen in der arabischen Welt genutzt, um mit Muslimen ins Gespräch über Jesus zu kommen. Er wird teilweise auch in Kurzform als Erkennungsmerkmal untereinander verwendet, dass man selbst Christ ist und zu Jesus gehört. Nämlich Jesus in Johannes 8:
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Anna nurr-el-mi Men ya bani fala yat-chabbatu fil dalami bel yakuno la hu nurr-chayati
Du siehst es hier einmal auf Arabisch geschrieben, für alle, die das abfotografieren möchten und für ihre Zwecke nutzen, wie zum Beispiel für eine Pinnwand oder zum Drucken auf Flyer oder Ähnliches.
Mein Favorit Nummer sechs: Psalm 27
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?
Arab-Nuri-Wachalesi-mimen-Achafu
Mein fünfter Favorit ist aus Johannes 1,29:
Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.
He de hua chamalulahi ladhi yuzilu chati'ata lalami
Das ist vermutlich einer der besten Verse für Muslime überhaupt. Er knüpft nämlich an viele Opfermotive an, die Muslimen bekannt sind. Gerade mit Menschen mit islamischem Hintergrund kann man sehr gut über folgende Themen sprechen: Opfer, Schuld, Abraham und Isaak und teilweise dann auch über Themen wie Vergebung oder wie Sünde durch ein Opfer weggewaschen werden kann.
Favorit Nummer vier, jetzt nur auf Deutsch, weil das ein bisschen zu umfangreich ist, als dass Leute ihn jetzt auf Arabisch auswendig lernen können: Jesaja 53
Man hat ihn, Jesus, durchbohrt wegen unserer Schuld, ihn wegen unserer Sünden gequält. Für unseren Frieden ertrug er den Schmerz, und durch seine Striemen sind wir geheilt.
Der Kern des Evangeliums als Gesprächseinstieg
Da meine große Empfehlung: Lerne, was das Christentum von anderen Weltanschauungen unterscheidet. Und warum die Argumente, die für das Christentum sprechen, so groß sind, siehst du hier gut dargestellt: Kein Gott ist auch keine Lösung.
Das Buch hat schon Zehntausenden geholfen, das Christentum besser zu verstehen, im Glauben zu wachsen, Zweifel abzulegen, und Gott hat es schon vielfach benutzt, um Menschen in seine Nachfolge zu rufen. Du kannst es dir gern gratis mitnehmen über den ersten Link in der Videobeschreibung, einfach über den ersten Link in der Videobeschreibung.
Mein dritter Favorit für Gespräche mit Muslimen steht im Römerbrief 5,8. Da steckt so viel drin, wo es heißt: Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Dieser Vers trifft einen zentralen Unterschied. Die Bibel, das Neue Testament, das Evangelium, sagt nicht: Werde erst gut genug, und dann liebt Gott dich. Sondern: Gott liebt Sünder und rettet uns Sünder durch Jesus. Das ist ein fantastisches Sprungbrett, um mit Muslimen ins Gespräch zu kommen.
Und mein Favorit Nummer zwei für Gespräche mit Muslimen ist dieser so zentrale Bibelvers in Lukas 19,10, wo Jesus selbst sagt: Ich bin gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Oft wird Gott im Koran als jemand gesehen, dem der Mensch durch Anstrengung gefallen muss. Das Evangelium dreht das um.
Mein Nummer-eins-Bibelvers für Gespräche mit Muslimen, das war auch einer der allerersten, der mir eingefallen ist, als mir diese Frage gestellt wurde, ist der, wo Jesus selbst sagt in Matthäus 11: Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.
Der Vers transportiert automatisch mit: Jesus ist mehr als ein Prophet. Er ruft Menschen nicht nur zu Regeln, sondern zu sich selbst. Und wir wissen das, und auch jeder Muslim weiß das in sich selbst, in seiner Seele: Die tiefste Last des Menschen ist seine Schuld vor Gott. Und Jesus kann da Ruhe geben, weil er durch sein Sterben und seine Auferstehung Frieden mit Gott schenkt.
In vielen Religionen, auch im Islam, herrscht die Angst, nicht genug Taten getan zu haben. Und dieser Vers ist wie Balsam, weil Jesus der gute Hirte ist, der davon befreit. Und das darf jeder wissen.
Wir danken Markus für die Bereitstellung seiner wertvollen Inhalte!
