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Männerfreizeit - Wandel im Geist

31.01.2020
Nicht nur mehr Disziplin: Der eigentliche Kampf läuft im Inneren. Wer Gottes Geist Raum gibt, statt sich selbst zu vertrauen, bekommt Kraft gegen alte Muster – und Trost, wenn er fällt.

Einleitung und geistliche Grundhaltung

Schmiede! Den ganzen Stand da! Männerfreizeit 2020.
Heute früh hatten wir das Thema Selbstbeherrschung. Der letzte Gedanke, den ich hatte, war: Selbstbeherrschung ist die eine Seite, wir müssen aber irgendwo im Geist wandeln. Und darum geht es jetzt.
Wie wandelt man im Geist? Wieder möchte ich vorweg schicken: Ich möchte euch nur Impulse geben. Also, ich habe hier einfach ein paar Sachen hintereinander gepackt, wo ich denke, die gehören irgendwie in dieses Thema. Und was ich mir wünsche, wäre, dass ihr das selber nacharbeitet. Das müsst ihr sowieso.
Das, was ihr hier hört, wird in eurem Leben nichts bewirken. Das muss euch klar sein. Ihr braucht irgendwo nachgeschaltet zu dem, was ihr an Predigten hört, und das Gleiche gilt auch für Bücher, die ihr lest, für Gespräche, die ihr mit Leuten habt, eine Methodik des Nachsinnens und des Stillewerdens über das, was ihr gehört habt. Wenn das nicht kommt, werdet ihr schon nächste Woche, wenn die nächste Predigt kommt, vergessen haben, was wir hier gemacht haben. Das ist etwas, was ich nicht deutlich genug sagen kann.
Ihr müsst euch selber darum kümmern, jetzt im Nachgang irgendwo Zeit freizuschaufeln, um über das nachzudenken, was ihr gehört habt. Ich habe euch die Skripte oder werde euch die Skripte bei Frogwords reinstellen. Das heißt, ihr habt dort nicht nur alle Bibelverse, ihr habt auch, soweit der Gedankengang des einzelnen Vortrags im Skript wiedergegeben ist, alles, was ich gesagt habe.
Bitte, bitte, tut mir den Gefallen: Ladet keine Referenten ein, wenn ihr nicht bereit seid, auf das zu hören, was sie sagen. Und deswegen schafft Raum. Wenn es das Einzige ist, dass du nach Hause fährst und sagst: Okay, irgendwann habe ich in diesem Jahr jetzt zwei Tage frei oder einen Tag frei, wo ich mich zurückziehe und nochmal da durchgehe und einfach nochmal in Ruhe die Skripte durchlese, mir überlege, welche Texte oder welche Bibelverse hat der Geist Gottes mir persönlich besonders wichtig gemacht. Denn darum geht es eigentlich.
Ich bringe diese Bibelverse nicht, damit ihr seht, dass ich sie kenne. Ich habe meine Bibel schon ein paarmal durchgelesen. Ich glaube, ich kenne all die Verse, sie sind mir alle schon ein paarmal begegnet. Und du wirst sie auch kennen. Es geht nicht um die Frage, ob du sie kennst, sondern du hörst zu: Ist da ein Vers dabei, wo du sagst: Wow, danke, hier bin ich innerlich in der Weise angesprochen worden, das hatte ich vorher so noch nicht?
Und wenn das der Fall ist, dann musst du diesen Vers nehmen und darüber nachsinnen. Und nicht eben nur mal zwei Minuten, sondern du brauchst Zeit dafür. Vielleicht ist das das Wesentliche, was unsere moderne Zeit ausmacht. Wir hatten es ja auch am Mittagstisch kurz: Wir leben in einer Zeit, die uns überflutet mit Aufgaben, überflutet mit Erwartungen, dass bloß keine Zeit ist, um nachzudenken.
Und um es einmal von hier vorne zu sagen: Du kannst so viele Predigten hören, Bücher lesen, Podcasts hier reinziehen, wie du willst. Solange du nicht nachdenkst, hat der Teufel damit kein Problem. Und wenn du weniger hörst und nachdenkst, dann garantiere ich dir, dass dein Leben durcheinanderkommt und dass der Teufel Amok läuft in deinem Leben, dich versuchen wird und versuchen wird, dass du bloß das nicht tust.
Denn Nachsinnen ist als Konzept das einzige Konzept der Bibel, auf dem ein erfolgreiches Leben verheißt ist. Psalm 1: Wer über sein Wort sinnt Tag und Nacht, der wird sein wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen. Das heißt: Schaffe Zeit des Nachsinnens. Das wäre mein Wunsch.
Ich kann das nicht machen, aber das ist so eine Voraussetzung, wenn ich hier vorne Impulsvorträge gebe, dass ihr sie ein Stück nacharbeitet. Das ist ein bisschen anders vielleicht als bei einem Seminar, wo man dann auch noch mal Zeit hat, selber darüber nachzudenken. Das habt ihr hier nicht.
Wandel im Geist. Nirgendwo in der Bibel steht so ganz eindeutig, was das eigentlich heißt, im Geist zu wandeln. Und doch hat wahrscheinlich das ganze geistliche Leben damit zu tun. Die Formulierung selber taucht in meiner Elberfelder Bibel dreimal auf. Ich lese euch die drei Stellen mal kurz vor.
Da heißt es in Galater 5,16: Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen. Dann Römer 8,4: Damit die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt wird in uns, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln. Das ist zwar mal das gleiche griechische Wort, deswegen habe ich euch die beiden zusammengestellt. Und dann, im Deutschen auch mit wandeln übersetzt, aber ein anderes Wort, Galater 5,25: Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns durch den Geist wandeln.
Und wie ihr so schon auf die Schnelle seht, die Übersetzungen unterscheiden sich ein bisschen. Mal heißt es im Geist, dann heißt es nach dem Geist, dann durch den Geist. Ich denke persönlich, dass damit jetzt in erster Näherung erstmal immer dasselbe gemeint ist. Es geht darum, dass wir mit unserem Leben der Leitung des Heiligen Geistes folgen.
Wandeln steht vom Wort her für Leben. Ich wandle im Geist, wenn ich lebe im oder durch oder nach dem Heiligen Geist. Paulus will einfach zum Ausdruck bringen, dass geistliche Menschen, die den Heiligen Geist haben, anders leben als Heiden.
Habt ihr euch mal die Frage gestellt, woher die Christen vor der Entstehung des Neuen Testaments eigentlich wussten, wie man leben soll? Also, sie hatten das Alte Testament, klar, aber sie standen nicht mehr unter dem Gesetz, mussten also lernen, auf eine andere als die ihnen bekannte herkömmliche Weise zu leben.
Wenn Christen heute die Bibel studieren, dann geht es ihnen häufig, habe ich den Eindruck, um theologisch abstrakte Fragen. Das haben wir gestern Abend auch so ein bisschen gehabt, glaube ich. Man unterhält sich dann eher so über Endzeit und über solche Sachen, was kann ich da in der Bibel finden.
Wenn ich ins Neue Testament reinschaue, habe ich den Eindruck, und das leite ich einfach mal ab aus den Fragen zum Beispiel, die Paulus beantwortet, wenn er seine Briefe schreibt, oder den Problemen, die er anspricht: Die ersten Christen waren viel mehr daran interessiert, wie man als Christ lebt. Sie waren Heiden, mit all dem, was eben so Heiden auszeichnet. Da war zu viel Alkohol im Spiel, da waren irgendwelche Fressgelage, da hat man die Babys einfach umgebracht, die man nicht wollte, einfach nur ausgesetzt, da hat man gelogen, da hat man Götzendienst betrieben. Da kamen die her.
Und das Hauptinteresse der ersten Christen galt dieser Frage: Wie sollen wir jetzt als Christen leben? Wie lebt man ein Leben, das Gott gefällt? Und zur Beantwortung dieser Frage hatten sie und brauchten sie nicht mehr als das Alte Testament, ergänzt um so erste christliche Überlieferungen und eben dann den Heiligen Geist.
Das Alte Testament offenbart den moralischen Standard Gottes, und der Heilige Geist hat ihnen geholfen, diesen Standard, den sie da gesehen haben, einfach anzuwenden. Ganz praktisch waren sie mehr vom Heiligen Geist abhängig, als wir das heute sind.
Wir haben das fertige Neue Testament. Und wir glauben zu Recht, dass das Neue Testament und die ganze Bibel vom Heiligen Geist inspiriert wurden. Und wenn wir nach der Bibel leben, dann gehört das irgendwie, das werde ich auch am Ende noch mal sagen, natürlich zu dieser Idee Wandel im Geist oder durch den Geist und nach dem Geist. Die Bibel unterscheidet uns, logisch.
Aber kann es sein, dass wir darüber, dass wir die Bibel haben, uns vielleicht zu wenig der Tatsache bewusst sind, dass wir auch den Heiligen Geist haben? Das ist so eine Frage, die mich manchmal umtreibt.
Unsere Gottesdienste haben eine Liturgie. Okay, ich hatte ab dem Eindruck, dass es bei den ersten Christen irgendwie anders ungeregelt dazu ging. Christen kamen zusammen, praktizierten ihre Geistesgaben, das ist Wort der Weisheit, Wort der Wahrheit, Wort der Erkenntnis, Prophetie, Lehre, irgendwie sowas, ja. Und es fällt mir nicht schwer zu glauben, dass ihr Gottesdienst im wahrsten Sinne des Wortes geistgeleiteter war, als wir das heute gewohnt sind.
Ich habe nichts gegen Liturgie, damit ihr mich nicht falsch versteht. Aber es war damals, wenn ich so den ersten Korintherbrief lese, 1. Korinther 14, ja, es war irgendwie noch nicht so klar, was am Sonntag passiert, wenn man sich trifft. Es war so ein bisschen offener.
Ich habe von einem amerikanischen Prediger, Steve Gregg, eine Frage gehört, die fand ich ganz spannend: Wenn du heute ohne deine Bibel oder ohne den Heiligen Geist leben müsstest, was würdest du wählen? Ich dachte mir: Spannende Frage. Wenn du heute ohne deine Bibel oder ohne den Heiligen Geist leben müsstest, was würdest du wählen?
Also, wir haben das Glück, dass wir nicht wählen müssen. Aber ist uns eigentlich klar, dass viele Christen zu allen Zeiten der Kirchengeschichte keine Bibel hatten, sei es, dass es die in ihrer Sprache einfach nicht gab oder dass sie gerade verboten war oder dass sie unerschwinglich teuer war? Es gibt viel mehr Christen, als wir uns das vorstellen können, die haben keine Bibel oder hatten keine.
Also, wenn wir wählen müssten, ist die Antwort klar: Wir wählen den Heiligen Geist. Logisch, das ist die richtige theologische Antwort. Man kann ohne Bibel Christ sein, aber nicht ohne den Heiligen Geist.
Aber kommt es uns, ich weiß nicht, ich lese ja keine Biografien, das wisst ihr schon, aber manchmal lese ich Berichte von Christen, die im Untergrund ihr Christsein leben. Das finde ich total spannend. Und mir kommt es da, wenn ich das lese, ganz fremd vor, solche Berichte von Untergrundkirchenchristen zu hören, die so abhängig sind vom Heiligen Geist, dass sie auf eine in meinen Augen völlig übernatürliche Weise mit all den Informationen versorgt werden, die sie brauchen. Ich finde das total spannend.
Das ist irgendwie so komisch. Das ist so eine Art von Christsein, die ich gar nicht kenne. Und ein Stück weit ist das auch normal, weil ich eine Bibel habe, ich Religionsfreiheit habe. Und den Christen, denen das anders geht, ja okay, da muss Gott sich dann halt kümmern. Und doch merke ich, wenn ich mich damit beschäftige, dass dieses Bibelhaben, Religionsfreiheit haben, wissen, wann mein Gottesdienst und wo mein Gottesdienst stattfindet, dass das etwas ist, was mich in ein System bringt, wo ich dann manchmal denke: Brauche ich eigentlich überhaupt noch den Heiligen Geist?
Also, worum geht es mir jetzt am Anfang? Für uns als westliche Christen des einundzwanzigsten Jahrhunderts ist Wandel im Geist intuitiv dasselbe wie Leben nach der Bibel. Und ich glaube, dass das zu wenig ist. Ich glaube, dass es da mehr gibt, dass wir aufpassen müssen, dass wir da nicht ein Istgleich dazwischen setzen. Ein Wandel im Geist geht nicht ohne die Bibel, aber es ist mehr als einfach nur die Bibel haben und eine Gemeinschaft, die mir Regeln vorgibt.
Jetzt kann man, wenn ich das sage, auch auf der anderen Seite vom Pferd runterfallen. Es gibt auch christliche Gruppen, ich vermute mal, dass ihr nicht dazu zählt, die nicht wirklich daran interessiert sind, was in der Bibel steht, solange sie sich vom Geist geleitet, so in Anführungs- und Schlusszeichen, fühlen. Da wird dann schnell 2. Korinther 3,6 zitiert, wo es heißt, der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. Und das ist dann so ein Totschlagargument, um all die Verhaltensweisen zu legitimieren, die ganz klar nicht okay sind nach der Bibel.
Und das ist natürlich auch Unsinn. Nur weil du so einen inneren Impuls hast, irgendwas tun zu wollen und denkst, das sei der Heilige Geist, kannst du nicht durchstreichen, was in der Bibel steht, die der Heilige Geist geschrieben hat.
Aber wenn wir jetzt mal sagen: Okay, wir spielen die beiden Sachen nicht gegeneinander aus. Wir sagen, die Schreiber der Bibel, Apostel und Propheten, sind vom Heiligen Geist inspiriert, und deswegen kann Geistleitung nicht sein, ich streiche das durch, was in der Bibel steht. Wenn ich das habe, heißt das natürlich noch lange nicht, dass Geistleitung nicht mehr sein kann als das, was einfach nur in der Bibel steht.
Wenn ich das Vorrecht habe, eine Bibel zu besitzen, dann gilt es, das zu tun, was in ihr steht. Die Bibel haben, nicht darin lesen, nicht über das Gelesene nachsinnen, nicht gehorsam sein, ist definitiv kein Wandel im Geist. Aber den Heiligen Geist haben und dann auf dieser Ebene irgendwie stehen bleiben, ist wahrscheinlich auch nicht Wandel im Heiligen Geist.
Ich zeige euch mal eine interessante Spannung. Geistlich haben wir 1. Johannes 2,27: Die Salbung, das ist der Heilige Geist, die ihr von ihm, von Gott, empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand belehre, sondern wie seine Salbung euch über alles belehrt, so ist das auch wahr und keine Lüge.
Ich finde den Vers toll. Ihr habt nicht nötig, dass euch jemand belehre, ihr braucht mich nicht. Warum? Ihr habt den Heiligen Geist. Schreibt ein Bibellehrer im ersten Johannesbrief. Der Apostel Johannes.
Das heißt, auf der einen Seite habe ich den Heiligen Geist, da ist etwas in mir, was mich autonom macht, und gleichzeitig gibt der Geist die Geistesgabe der Lehre und will mir durch Lehre etwas beibringen. Bedeutet: Der Geist Gottes ist einerseits in mir autonom am Wirken und gleichzeitig definiert er die Mittel, durch die er mich leiten will, in dem Fall eben durch biblische Lehre.
Du brauchst mich nicht, aber der Geist Gottes gibt mich dir. Das ist so eine ganz merkwürdige Spannung, das ist etwas Subjektives und etwas, was der Geist Gottes dann in die Gemeinschaft hineinlegt.
Mein persönlicher Eindruck ist der, dass es geistliche Grundlagen gibt, die uns ganz wesentlich vom Heiligen Geist beigebracht werden, und dass es für die meisten anderen Lektionen dann geistbegabte Bibellehrer braucht. Es ist deshalb falsch, wenn man formuliert: Ich brauche keine biblische Lehre, hier ist mein Bibelvers, solange ich die Bibel habe, weil ich den Heiligen Geist habe, der mich alles lehren wird. Das ist falsch, weil der Geist Gottes die Mittel, in dem Fall Lehrer, verwenden will, um mir etwas beizubringen.
Und was bei der Lehre ist, das gilt, glaube ich, oft. Auf der einen Seite habe ich alles von Gott, durch den Geist, und auf der anderen Seite verwendet der Heilige Geist Mittel, und das sind häufig andere Menschen, um mich zu führen. Das heißt, den Heiligen Geist haben bedeutet nicht, andauernd irgendwelche mystischen Erfahrungen zu machen. Ich lese einen Bibeltext und dann macht es pling und dann habe ich ihn verstanden. Es wäre schön, ich meine, das würde ich mir auch wünschen, aber das ist wahrscheinlich nicht so, obwohl ich den Heiligen Geist habe und erst mal vielleicht an vielen Stellen wirklich damit alles erledigt ist in meinem Leben. Aber dann verwendet der Heilige Geist Bibellehrer, um mich in der Lehre weiterzubringen. Und ich darf mich gegen den Einsatz dieser Mittel durch den Heiligen Geist nicht wehren.
So, das war so ein bisschen vorneweg. Also, wir leben in so einer Spannung. Der Heilige Geist ist da, er will uns leiten, wir sollen im, durch, nach ihm wandeln, aber die Mittel, die er verwendet, die liegen auch bei ihm. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht auf zwei Seiten vom Pferd runterfallen: auf der mystischen Seite, ich habe den Heiligen Geist, ich brauche nichts, oder auf der liturgischen Seite, haha, wir haben unsere Gemeinde, wir haben unsere Glaubensgrundsätze, wir wissen, wie geistliches Leben auszusehen hat, und das mit dem Heiligen Geist, das war so im ersten Jahrhundert wichtig.
Wir müssen aufpassen, dass wir ein ausgewogenes Verhältnis zu diesen beiden Seiten bekommen.
So, jetzt ein bisschen mehr zum Thema Wandel im Geist. Galater 5,19-23. Definitiv auch so ein Top-100-Vers, um es an dieser Stelle einmal zu sagen, ganz wichtig.
Offenbar aber sind die Werke des Fleisches. Es sind, jetzt gibt es eine Aufzählung von Sünden: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstzüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen.
Der Nachsatz jetzt ist spannend: Von diesen sage ich euch im Voraus, so wie ich vorher sagte, dass die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Das ist die Geschichte von heute Morgen. Du kannst nicht leben, wie du willst, und denken, du bist Christ.
Vers 22: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und wieder unser Thema von heute Morgen: Enthaltsamkeit. Gegen diese ist das Gesetz nicht gerichtet.
Paulus spricht hier von einer Alternative zum Leben unter dem mosaischen Gesetz. Gegen diese ist das Gesetz nicht gerichtet. Wenn wir im Geist wandeln, dann produziert der Heilige Geist in uns Liebe, Freude, Friede und all diese anderen schönen Charakterzüge.
Cool. Möchtest du wissen, ob jemand im Geist wandelt? Das ist ganz einfach. Ganz einfach. Du musst einfach nur schauen: Nimmt es zu? Machst du jedes Jahr an Silvester? Ganz einfach, dann weißt du, ob es weitergeht.
Auf der einen Seite, gegen diese ist das Gesetz nicht gerichtet, auf der einen Seite sagen wir oder müssen wir sagen, dass die kultischen Gebote der Tora, so Sachen wie Sabbat, Speisegebote, Beschneidung, für uns nicht mehr gelten. Auf der anderen Seite sagen wir, dass der moralische Standard, den die Juden im Alten Testament hatten, genau für uns gilt. Und wenn wir im Geist wandeln, dann sind wir nicht unter dem Gesetz, aber wir leben dennoch den moralischen Standard aus, den das Gesetz vorgibt.
Und deswegen gibt es keinen Wandel im Geist, wenn sich in unserem Leben nicht Stück für Stück die Frucht des Geistes entwickelt. Wir hatten vorhin Galater 5,16 und 25 gelesen, die beiden Verse, wo es explizit um den Wandel im Geist geht, und diese beiden Verse klammern tatsächlich diesen Text Galater 5,19-23 ein. Also der Wandel im Geist steht flankierend links und rechts zu der Frucht des Geistes. Du musst im Geist wandeln, damit du die Frucht des Geistes hervorbringst.
Frage: Wo kommt diese Idee her, dass wir im Geist wandeln müssen? Das ist ja etwas, was es im Alten Testament so noch nicht gab. Da ist so ein David hat den Heiligen Geist und dann hat er Angst, dass er ihn wieder verliert, und da ist er mal kurz bei jemandem und dann wieder weg.
Wir müssen also mal ganz kurz ins Alte Testament hineinspringen, Hesekiel 36, um uns zu vergegenwärtigen, inwiefern der neue Bund ganz anders ist als der alte. Da heißt es Hesekiel 36, ab Vers 25, und das ist eine Verheißung auf den neuen Bund, in dem wir leben:
Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein von allen euren Unreinheiten, und von all euren Götzen werde ich euch reinigen. Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben. Ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben, und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben, und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut.
Es ist ein Vers, wo man einen Tick länger darüber nachdenken müsste. Er ist genial. Gott hat uns ein neues Herz und einen neuen Geist gegeben. Und auf diese Weise, neues Herz, neuer Geist, sorgt er dafür, dass wir in seinen Ordnungen und Rechtsbestimmungen leben.
Merkt ihr, wenn ich sage Wandel im Geist, dann hätten wir gerne einen Fünfpunkteplan. Wie geht bitteschön Wandel im Geist? Und hier merken wir: Es gibt keinen Fünfpunkteplan, weil der Wandel im Geist das Normale ist. Es ist die normale Art, im neuen Bund zu leben.
Wenn wir nämlich von Neuem geboren werden, dann, Johannes 3, aus dem Heiligen Geist. Wenn wir leben, dann sollen wir darauf achten, dass wir voll Geistes sind. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, wenn ich das sage. Manchmal habe ich den Eindruck, das klingt für uns fast ein Stück mystisch. Da heißt es dann, dass wir vom Heiligen Geist geleitet werden sollen in Römer 8. Und wenn man das so liest, ist das ein ganz kleiner Sprung dahin, dass man bei der Leitung des Heiligen Geistes oder durch den Heiligen Geist etwas ganz Persönliches erwartet, so als wäre da so ein Gefühl in mir oder ich höre dann so eine leichte piepsige Stimme, die sagt: Jetzt geh nach rechts oder zieh deine roten Socken an.
Und das ist es eben nicht, es ist nicht mystisch, durch den Heiligen Geist geleitet zu werden. Wenn man in diese Richtung denkt, habe ich den Eindruck, kommt eher so etwas Kindisches daraus. Wenn es in Römer 8 heißt, dass wir durch den Heiligen Geist geleitet werden sollen, dann heißt es im gleichen Kapitel, dass der Heilige Geist mit unserem Geist Zeugnis gibt, dass wir Kinder Gottes sind. Das heißt, unser Geist und der Heilige Geist, die sind irgendwie eins.
Wenn ich von neuem geboren werde, dann betrete ich, weil der Geist Gottes in mein Leben kommt, mit meinem Geist verschmilzt, weil ich ein Geist mit Gott werde, ich betrete die geistliche Realität, in der der Heilige Geist zu Hause ist. Also gerade im Geist wandeln, mit dem Heiligen Geist leben, wird das Normalste der Welt. Das ist nicht die Ausnahme, sondern das ist die Regel. Du kannst gar nicht anders, wenn du Christ bist, als ein Geist mit Gott sein, 1. Korinther 6,17.
Und auf die Weise fühlen sich geistliche Sachverhalte für uns plötzlich völlig normal an. Ich weiß nicht, manch einer von euch ist im christlichen Elternhaus groß geworden, das ist jetzt ein bisschen Pech. Ja, Pech deshalb, weil ihr diesen Bruch nicht so radikal mitbekommen habt. Da ist nicht vorher so und nachher so. Das ist dann so, du wabbelst so ein bisschen rein ins geistliche Leben und irgendwann bist du drin. Das ist Pech im Blick auf dieses Wie fühlt sich geistliches Leben an, ist aber ein Glück im Blick aufs Leben, also freut euch wie ein Kullerkeks, keiner möchte das anders haben.
Also, alle, die später zum Glauben kommen, wünschten sich, in der christlichen Familie groß geworden zu sein. Und trotzdem: Wenn du den Bruch hast, merkst du, vorher gibt es in mir, ist da Sünde ganz normal. Und jetzt bekehre ich mich, und jetzt gibt es keinen Engelchor, der singt und irgendwie ein helles Licht, sondern es passiert eigentlich erst mal gar nichts, außer dass ich merke, dass meine komplette innere Ausrichtung schifft. Ich bekomme ein neues Herz. Jetzt will ich plötzlich hundert Prozent für Gott. Ich weiß nicht, woher das kommt, aber es ist jetzt da. Und jetzt fange ich an, bestimmte Dinge in meinem Leben anders zu beurteilen.
Plötzlich kann ich nicht mehr locker darauf los sündigen. Es geht einfach nicht mehr. Hier, 1. Johannes 3,9: Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. Er kann nicht sündigen.
Also, vor meiner Bekehrung konnte ich in Sünde leben, nach meiner Bekehrung kann ich nicht dauerhaft in Sünde leben. Du kannst natürlich einzelne Sünden tun, aber ein Leben in der Sünde, er kann nicht sündigen, das ist griechisch Präsens, heißt dauerhaft, also Lebensstil, das geht nicht. Das geht nicht ohne, dass du nicht ein unglaublich schlechtes Gewissen hast. Das willst du nicht mehr, das ist so fremd, dass du sagst: Danke, nein.
Du hast ein neues Herz, eine neue Ausrichtung, du hast einen neuen Geist, der jetzt in deinem Geist, das ist wie so, wenn du ein Computerprogramm hast und jemand schickt dir ein Virus, das hast du auch nicht gemerkt, der ist einfach da. Und so ist der Heilige Geist plötzlich da und unterstützt, ergänzt, durchdringt meinen Geist und sorgt durch seine Anwesenheit dafür, dass ein Leben in der Sünde einfach nicht mehr möglich ist.
Immer wenn wir uns dann zur Sünde entscheiden, sorgt der Heilige Geist dafür, dass wir uns unwohl fühlen. Und das ist die Art, wie er uns leitet. Wenn du von der Leitung des Heiligen Geistes liest, dann ist es das, dass er auf dich und auf dein Empfinden, auf deine Persönlichkeit einwirkt.
Und jetzt kann man sagen: Kann der Heilige Geist noch mehr tun? Ja, natürlich kann er mehr tun. Der kann dir auch Offenbarungen schenken, Träume, Visionen, Führungen, Eindrücke, keine Ahnung. Aber das ist nicht die Regel, das ist die Ausnahme. Die Regel ist einfach die, dass dein Geist mit dem Heiligen Geist verschmilzt, auf meine Persönlichkeit einwirkt und dann dafür sorgt, dass ich in den Dingen des Lebens Stück für Stück merke, was dran ist und was nicht dran ist. Der Rest ist Ausnahme.
Ich möchte ein bisschen zur Vorsicht mahnen, wenn Leute von etwas begeistert sind. Salomo sagt an einer Stelle: Bei viel Geschäftigkeit kommt der Traum. Also, wenn ich von einer Idee richtig begeistert bin, dann habe ich auch schnell den Eindruck, dass sie von Gott ist. Das gehört einfach dazu. Begeisterungsfähigkeit ist in geistlichen Dingen oft kein guter Berater.
Deswegen lasst uns ganz vorsichtig sein, wenn jemand kommt, der so Sachen sagt wie: Das hat mir Gott gezeigt. Ich finde das immer sehr schmunzelig. Oder: Ich habe ein Wort vom Herrn. Das wird unter euch nicht so häufig passieren. Oder: Der Herr hat mir ein Bild gegeben. Okay, ich höre mir das dann an.
Wenn so etwas passiert, und habe immer Hesekiel 13 vor Augen, das sind nämlich Warnungen gegen falsche Propheten oder gegen törichte Propheten, die aus ihrem eigenen Herzen weissagen, die Nichtiges und Lügen weissagen, aber im Namen Gottes auftreten. Da muss man ein bisschen vorsichtig sein. Das hat meistens mit dem Heiligen Geist gar nichts zu tun.
Der Heilige Geist führt dich, indem er in dich eindringt bei der Bekehrung, verschmilzt mit deinem Geist und dann dafür sorgt, dass du in deiner grundsätzlichen Ausrichtung anfängst, Gottes Rechtsbestimmungen und seine Ordnungen, die auf dein Herz geschrieben sind, zu tun. Wenn du also plötzlich anfängst und denkst: Boah, nach meiner Bekehrung kann ich ja gar nicht mehr so drauflos sündigen, wie das vorher der Fall war, dann ist das genau die Erfüllung von Hesekiel 36.
Und deswegen, weil der Geist Gottes an der Stelle so hinterher ist, ist es auch so wichtig, dass wir richtig mit ihm umgehen. Deswegen heißt es 1. Thessalonicher 5,19-21: Den Geist löscht nicht aus. Das ist wichtig. Den Geist löscht nicht aus, Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest.
Und jetzt merkt ihr schon wieder, er hat wieder diese Spannung. Ich habe den Heiligen Geist, ich brauche ja nichts anderes. Doch, du brauchst irgendwie jetzt, wenn du den Geist Gottes hast und wenn du innere Impulse hast, dann ist nicht jeder Impuls, den du hast, gleich vom Heiligen Geist. Du musst das prüfen.
Du darfst nicht einerseits sagen: Prophetie, das ist was ganz Blödes, damit will ich nichts zu tun haben, das machen nur die Charismatiker. Falsch! Du sollst den Geist nicht auslöschen. Das kann von Gott kommen, aber du musst es irgendwie auch wieder prüfen. Und wie prüfe ich es? Im Allgemeinen ist die simple Methode: Ich prüfe es anhand der Bibel. Und wenn ich einen Eindruck habe, der nicht in der Bibel steht, dann würde ich sagen: Sorry, das ist nur ein Eindruck, da bin ich ein bisschen begeistert.
Und wenn ich dann einen anderen Eindruck habe, einfach mal ein persönliches Wort von mir: Ich habe manchmal Eindrücke, dass ich zu Leuten hingehen soll, mit ihnen reden soll. Da bin ich sehr vorsichtig. Vielleicht kommt das nur, weil ich gerade für Leute bete, und dann mache ich mir innerlich so einen Druck. Da mache ich es gerne so, dass ich Gott sage: Gott, ich gehe hin, ich mache das, was du sagst, aber ich hätte gerne noch so ein zweites Zeichen, irgendwie eine zweite Sache, weil das, was du gerade forderst, ist ziemlich heftig. Wenn ich das jetzt da mache, kann das sehr viel Unfrieden hervorrufen, zum Beispiel. Ich hätte gerne noch ein zweites Zeichen.
Ich denke, wir dürfen das. Wir dürfen, wenn wir bei Eindrücken nicht sicher sind, wo die herkommen, Gott darum bitten, dass er diesen Eindruck noch mal bestätigt. Bevor wir einfach losziehen und auf jeden, ich sage es nicht auf jedes Magenzwicken hin, unser geistliches Leben führen, das dürfen wir nicht. Gideon wäre das Beispiel, genau.
Also, was will ich sagen? Wenn der Heilige Geist in uns wirkt, dann fühlt sich das am allermeisten nicht spooky an. Es ist nichts Mystisches, es ist nicht komisch, sondern es ist einfach nur normal. Und warum ist es so normal? Weil ich ein neues Herz habe, weil Gott sein Gesetz auf mein Herz geschrieben hat, Jeremia 31,33, der andere bekannte Vers aus dem Alten Testament: Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auch auf ihr Herz schreiben, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.
Und das Herz ist der innere Mensch, hat das Gesetz Gottes bereits lieb. Das ist der Clou am neuen Herzen. Niemand muss dich mehr für die Gebote Gottes begeistern. Meine Ausrichtung hat sich geändert. Ich will für Gott leben, und ich will nach seinen Geboten, nach seinen Regeln leben. Das habe ich mir nicht vorgenommen.
Achtung, es ist ganz wichtig, dass wir das unterscheiden von heute Morgen ein bisschen. Die grundsätzliche Ausrichtung, dass ich die Gebote Gottes toll finde, hat Gott in meinem Leben gemacht. Also, ich kann mich bekehren im Sinne von, ich kann an den Punkt kommen, wo ich die weiße Fahne raushänge und sage: Ich gebe auf. Ja, ich rufe den Namen des Herrn an, um gerettet zu werden, Herr, rette mich! Und wenn ich das tue, werde ich von neuem geboren, ich bekomme ein neues Herz, und Gott schreibt sein Gesetz auf mein Herz. Das ist im Moment der Bekehrung passiert. Ich habe ein Ja zu Gottes Geboten gefunden.
Und was Gott jetzt tut, ist folgendes: Er gibt mir nicht nur dieses neue Herz, sondern er gibt mir seinen Geist, damit ich nicht länger nach dem Fleisch lebe, sondern nach dem Geist. Fleisch, das ist die Sünde in mir. Ich lebe in einem Körper, hatten wir vorhin, also heute Morgen schon, der nicht immer das tut, was ich mir vorstelle, dass er tun soll.
Aber Paulus kennt das Problem, Römer 7,18: Das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht. Das Wollen ist da. Ich will die Gebote Gottes halten, überhaupt nicht die Frage. Wenn ich mir mein Leben anschaue, kriege ich es nicht immer hin. Okay, das ist dieser Kampf, in dem ich tobe. Und jetzt stellt sich in diesem Kampf Gott an meine Seite.
 Römer 8,12-13: So sind wir nun, Brüder, nicht dem Fleisch Schuldner, das Fleisch hat keinen Anspruch auf dein Leben. So sind wir nun, Brüder, nicht dem Fleisch Schuldner, um nach dem Fleisch zu leben; denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben. Da haben wir wieder diesen Gedanken von heute Morgen, Jakobus 1, die Lust, die in mir drinsteckt, die zur Sünde führt und zum Tod. Jetzt das Fleisch als Ganzes, dieses Negative, was mich dazu treibt, Dinge zu tun, die falsch sind. Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben.
Ganz klar: Der Sieg über das Fleisch kommt nicht aus uns. Versteht ihr das? Der Sieg über das Fleisch kommt nicht aus uns. Wir müssen einfach nur durch den Geist die Handlungen des Leibes töten. Frage: Was sind die Handlungen des Leibes? Das ist genau das, was wir vorhin hatten: die Werke des Fleisches, Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Neid, all diese Sachen. Darum geht es, die müssen weg.
Die in mir wohnende Sünde stachelt mich zur Lust, zur Tatsünde an. Und ich muss es lernen, diesen Impulsen nicht nachzugeben. Heute Morgen hatten wir die menschliche Seite, das hat etwas mit Selbstbeherrschung zu tun. Und jetzt schauen wir uns die göttliche Seite an, denn Gott gibt uns, damit wir das tun können, damit wir überhaupt eine Chance auf Sieg haben, er gibt uns den Heiligen Geist. Sieg über sündige Impulse gibt es durch den Heiligen Geist.
Und der nächste Satz in meinem Skript ist unterstrichen, deswegen lese ich ihn zweimal vor: Es geht also nicht darum, dass wir uns einfach anstrengen und uns bemühen, ein möglichst sündloses Leben zu führen, es geht darum, die Kraft des Heiligen Geistes zu entfalten, dass ich durch die Kraft des Heiligen Geistes lebe.
Zweites Mal: Es geht also nicht darum, dass wir uns einfach anstrengen und uns bemühen, ein möglichst sündloses Leben zu führen. Das hätte die Quintessenz des Vortrags von heute Morgen sein können. Es geht darum, die Kraft des Heiligen Geistes zu entfalten, dass ich durch die Kraft des Heiligen Geistes lebe.
So, der Konflikt ist real. Noch mal Galaterbrief 5,17: Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch. Ihr merkt, da ist ein Kampf in mir drin, denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht tut, was ihr wollt. Das ist der Konflikt, und weil der Konflikt real ist, brauchen wir die Hilfe des Heiligen Geistes.
In der Apostelgeschichte lesen wir davon, dass Christen mehrfach mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden. Paulus gebietet, dass wir voll Heiligen Geistes werden. Und deswegen müssen wir unterscheiden. Es gibt auf der einen Seite das, was man die Innewohnung des Heiligen Geistes nennt, das heißt, der Heilige Geist tritt in mein Leben mit der Bekehrung. Auf der anderen Seite ist da eine Aufforderung, immer wieder vom Heiligen Geist erfüllt zu werden.
Wir bekommen ihn mit der Bekehrung, und dann müssen wir irgendwie dafür sorgen, dass wir von ihm erfüllt bleiben. Wenn wir das versäumen, und das will ich in aller Ernsthaftigkeit sagen, weil ich glaube, das ist auch für junge Christen gerade etwas, wo sie aufpassen müssen: Wenn wir das versäumen und stattdessen versuchen, ein artiges geistliches Leben zu führen, indem wir uns selber Regeln verordnen, werden wir nicht siegreich leben. Es ist ganz wichtig, dass wir das verstehen.
Ich bin nicht gegen Regeln, ich bin nicht gegen Selbstbeherrschung, aber wenn wir denken, unsere Regeln, das, was wir uns selber an Artigkeit verordnen können, das sei es, was unserem Leben Durchbruch und Sieg schenkt, nein, das ist nicht Bibel. Versteht ihr?
Und ich kann das deshalb sagen, weil Gott dich in Situationen bringen wird, wo du überfordert sein wirst. Ich garantiere dir das, es sind gute Situationen. Ich hatte das vor einem Jahr: Nach 40 Stunden Koma machst du auf der Intensivstation auf und realisierst langsam das Richtige, was schiefgegangen ist. Ja, und dann liegst du dann da mit deinem, man nennt das Durchgangssyndrom. Das heißt, dein Tag-Nacht-Rhythmus hat sich verschoben und du hast dann lustige Halluzinationen und naja, und stellst einfach fest: Okay, ich bin gestorben und irgendwie geht es mir gerade richtig mies. Ja, du bist nicht in der Lage, dich aufrecht in dein Bett hinzusetzen, so fertig.
Und jetzt wird spannend: In der Situation ist deine eigene Kraft einfach mal bei Null. Versteht ihr das gut? Genieße solche Situationen, wenn sie kommen, ich kann es dir nur empfehlen. Genieße es. Weil die kommen nicht so oft, aber wenn sie kommen, dann kannst du erleben, was es heißt, durch den Geist zu leben. Weißt du, wenn nichts mehr geht, geht immer noch Gott. Und es ist so schön, das zu erleben.
Mein Beispiel aus dem Leben von Apostel Paulus, 2. Korinther 1,8-9: Denn wir wollen euch nicht in Unkenntnis lassen, Brüder, über unsere Bedrängnis, die uns in Asien widerfahren ist, dass wir übermäßig beschwert wurden, über Vermögen, so dass wir am Leben verzweifelten. Wir selbst aber hatten in uns selbst schon das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.
Schön, oder? Paulus sagt, wir waren völlig am Ende. Warum? Weil es wichtig ist, solche Momente zu haben, wo wir aufhören, auf uns selber zu vertrauen. Ey, wir sind deutsch. Deutsche haben immer einen Plan. Also, das ist einfach auch so ein bisschen Risiko unseres Deutschseins. Dieses Mal mal einfach sagen: Ich habe keine Ahnung mehr, wie es weitergehen soll, das ist nicht so unser Ding.
Es sind aber diese Momente, wo wir spüren, dass es im geistlichen Leben um mehr geht als bessere Pläne zu haben und noch einen Tick disziplinierter zu sein und vielleicht noch eine Schippe Leistung draufzulegen. Und ich habe gegen diese Dinge nichts. Ich bin ein aufgabenorientierter, leistungsorientierter Mensch, ganz grundsätzlich. Aber wenn mir jemand sagt, das sei geistliches Leben, muss ich sagen: Nein, das ist es nicht.
Wir brauchen in jeder Situation unseres Lebens, und manchmal ist uns das eben richtig bewusst, wenn nämlich keine Kraft mehr da ist, Gottes Gnade. Es ist kein Problem im geistlichen Leben, wenn wir schwach sind. Ist es nicht so, dass Paulus hören muss: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung? Wir müssen diesen Vers 2. Korinther 12,9 nur durchbuchstabieren: Meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.
Geistliches Leben scheint dann zu gelingen, wenn Gottes Kraft in uns, egal wie schwach wir sind, wirkt. Ich erschrecke manchmal Leute in der Seelsorge, die sagen, das kann ich nicht. Sage ich: Weißt du was? Sie sagen dann so und so, ich bin viel zu schwach, was du immer von mir forderst. Und ich sage ihnen dann immer eins: Ich sage, weißt du was, dein Problem ist nicht, dass du zu schwach bist, du bist noch viel zu stark, um dich einfach in die Hände Gottes fallen zu lassen. Du hast noch viel zu viel Eigenwillen und Eigenes in dir und Eigenes, wie du denkst, dass es richtig sein muss, um dich einfach mal fallen zu lassen und mal zu schauen, was passieren würde, wenn du dich trauen würdest, an der Stelle einfach mal schwach zu sein.
Und das ist hier so der Punkt: Der Geist Gottes wohnt in uns und möchte uns in solchen Situationen einfach zeigen, dass er da ist. Wenn wir im Geist wandeln, dann bekommen wir vom Geist der Gnade, so wird er im Hebräerbrief genannt, vom Geist der Gnade das an Unterstützung, was wir brauchen, um im Kampf gegen die Sünde siegreich zu sein.
Und der Gedanke ist wichtig, weil es wirklich darum geht, zu verstehen: Im geistlichen Kampf geht es ganz wesentlich auch darum, Gott mal machen zu lassen. Und nach dem Vortrag von heute Morgen wisst ihr schon, das bedeutet nicht, passiv zu sein. Aber es bedeutet eben doch, eine Lüge loszuwerden, und es ist die Lüge, zu glauben, ich kann aus mir heraus Sünde besiegen. Das kann ich nicht.
Erst wenn wir aufhören, auf uns zu vertrauen, können wir anfangen, auf Gott zu vertrauen und können ihn bitten, dass er uns befähigt, befähigt mit dem, was in Lukas 24 die Kraft aus der Höhe genannt wird.
Nochmal, weil ich habe es jetzt schon mal gesagt, aber ich sage es gern nochmal: Wir sind im Kampf gegen die Sünde nie zu schwach, sondern meistens zu stark. Also wir glauben, wir schaffen das selber. Und strengen uns dann an, und wir glauben, bei der Sünde brauche ich Gott nicht, das kriege ich alleine hin. Und dann versagen wir.
Wären wir wirklich schwach, würden wir zugeben, dass wir es nicht schaffen, würden wir glauben, dass die Sünde uns ehrlich überfordert, würden wir uns vielleicht mehr auf Gott einlassen, mehr einfach in seine Arme fallen lassen, mehr aus seiner Gnade leben.
Praktisch sieht das so aus: Mit der Bekehrung schmeißt man gewöhnlich so die groben Sünden sofort aus dem Leben. Also war das bei mir. Ich hatte ein paar Sachen, die mir nicht gehörten, die waren geklaut, also habe ich die in einen Karton verpackt und habe die einfach zurückgeschickt. Damit fängt man an.
So, und dann, wenn man das so hat, so diese groben Sünden, um sich dann auch in die Gemeinde vernünftig eingliedern zu können, dann bleiben Sünden übrig. Das sind dann nicht so die groben, nicht so die offensichtlichen, aber häufig sind das Sünden, die uns trotzdem fest im Griff haben.
Und der einzig wirklich brauchbare Weg, diese Sünden, die dann in unserem Charakter tief festsitzen, zu überwinden, besteht darin, zuzugeben, dass ich es nicht kann. Also wenn du tiefsitzende Sünde in deinem Leben hast und immer noch denkst, die kriege ich noch irgendwann unter die Füße, dann bist du noch lange nicht bei Wandel im Geist angekommen.
Es geht nicht darum, noch disziplinierter und noch hingegebener zu leben, auch wenn ein paar praktische Schritte, um die Sünde loszuwerden, wie Augen ausreißen und Hände abhacken, praktisch sein können. Das will ich nicht durchstreichen. Aber zu glauben, das wäre alles, worum es geht, das halte ich für falsch.
Es geht irgendwann nicht mehr darum, noch hingegebener und noch disziplinierter zu sein, sondern ich brauche dann übernatürliche Hilfe. Und die will mir Gott anbieten, die ist schon da. Also ich kann kein gerechtes Leben führen, wenn ich nur auf die Ressourcen zurückgreife, die ich in mir selber besitze.
Und wenn du dir die Frage stellst, warum leben Christen oder viele Christen so fleischlich, warum geht es manchmal in Gemeinden so lieblos zu, warum nimmt unter uns Scheidung zu, warum geht das Gespür für Heiligkeit verloren? Na ja, ich glaube, es liegt daran, dass vielen Christen in ihrem geistlichen Leben einfach etwas fehlt. Sie erwarten nicht, dass der Heilige Geist da ist und sie mit seiner Kraft unterstützt. Sie haben keinen Blick dafür, was es heißt, mit Heiligem Geist erfüllt zu leben. Sie kennen weder den Wert von Schwachheit noch den Wert von Gnade.
Und wenn wir nach dem Fleisch leben, also wenn wir versuchen, das irgendwie selber gebacken zu kriegen, dann werden wir sterben, sagt der Text. Und nur, wenn wir durch den Geist die Handlungen des Leibes töten, werden wir leben.
Und deswegen zum Schluss die Frage jetzt: Was heißt das denn dann ganz konkret? Wandel im Geist. Wie mache ich das denn jetzt? Ein bisschen fünf Punkte braucht ihr ja doch, aber es werden nur vier.
Erstens, und das ist logisch: Wandel im Geist bedeutet für mich, dass ich mich tatsächlich viel mit der Bibel beschäftige und sie intensiv studiere. Ich lebe eine Beziehung mit dem Heiligen Geist, also geht es auch darum, richtig zuzuhören. Das ist wie Ehe: Du musst es irgendwann lernen, deiner Frau zuzuhören. Das ist für Männer nicht leicht, weil wir ticken anders, aber irgendwann musst du lernen zu verstehen, eine Ehe wird nur funktionieren, wenn ich meiner Frau zuhöre. Das ist mit dem Heiligen Geist ähnlich.
Die Bibel ist das primäre Mittel, das der Heilige Geist benutzt, um mir klarzumachen, was er will und was er nicht will. Und alles, was ich euch eben an Impulsen gesagt habe, stammt alles aus der Bibel. Auch hier habe ich mir nicht selber ausgedacht, deswegen gibt es immer einen Bibelvers dazu.
Die erste Frage muss also lauten: Lese ich die Bibel, weil ich wirklich Gottes Wort hören und verstehen will, oder lese ich nur die Bibel? Das ist ein Unterschied. Du kannst morgens deine stille Zeit machen, weil du halt ein artiger Christ bist und weißt, ich bin in einer Gemeinde, wenn ich da den Ältesten sage, ich habe seit fünf Jahren nicht mehr in der Bibel gelesen, dann schauen die mich so ein bisschen komisch an und stellen mir komische Fragen, also mache ich das halt.
Lese ich die Bibel, weil ich, wenn ich die Bibel aufschlage, begreife, ich lese Gottes Wort, oder lese ich nur die Bibel? Denke ich viel über das Gelesene nach? Ihr merkt schon, dieses Nachsinnen-, Nachdenken-Ding ist mir ganz wichtig. Aber es ist mir nur deshalb wichtig, weil es in der Bibel steht. Verinnerliche ich Gottes Denken, kann und will ich es überhaupt in meinem Leben anwenden? Was hat die Predigt vorvorletzte Woche in deinem Leben geändert? Das wäre mal eine interessante Frage.
Jeder von euch hat wahrscheinlich vorvorletzte Woche eine Predigt gehört. Wir lachen, aber es hat sich was verändert. Ich würde sagen, dass die meisten Leute es sich schwer tun, an die vorvorletzte Woche überhaupt noch zu denken, was war denn da dran. Und das ist genau das, wo wir uns die Frage stellen müssen: Wenn der Geist Gottes in uns ist, also will ich eigentlich mit dem, was er da will in meinem Leben, will ich das überhaupt haben? Will ich, dass diese Beziehung tiefer wird? Will ich da rein, oder habe ich vielleicht ein Stück weit auch Angst vor dieser Beziehung, weil ich nicht genau weiß, wo sie mich hinführt?
Also der erste Punkt: Umgang mit der Bibel.
Der zweite Punkt, und jetzt wird es schon deutlich persönlicher: Der Geist Gottes ist eine Person. Man kann den Geist Gottes dämpfen oder auslöschen oder betrüben. Das heißt, ich habe hier von Gott etwas geschenkt bekommen, was ich in meinem Leben entfalten möchte. Ich kann aber auch ein Leben an den Tag legen, wo der Geist Gottes sich überhaupt nicht wohlfühlt, wo das, was er an geistlicher Kraft mitbringt, mir nicht zur Verfügung steht. Und zwar einfach dadurch nicht zur Verfügung steht, weil ich ein eigenwilliges Leben führe.
Eigenwilligkeit ist der Aspekt im geistlichen Leben, der den Geist Gottes vertreibt. Du kannst, wenn der Geist Gottes dir einen Impuls gibt, einfach immer wieder sagen: Will ich nicht hören. Immer dann, wenn du in der Bibel etwas liest oder eine Predigt hörst und der Geist Gottes dich auf die Sache anspricht, wenn du diesen inneren Eindruck hast, ich habe vorhin gesagt, Wandel im Geist ist nichts Mystisches, da muss dann nicht, wenn du nach Hause kommst, am Spiegel was stehen, so von Geisterhand hingeschrieben. Das ist dieser innere, zarte Impuls.
Der Geist Gottes ist kein Vergewaltiger, er wird auf dein inneres Wesen einwirken, und du wirst den Eindruck haben, dass das, was der Prediger sagt, es war, und ich müsste mich jetzt bewegen. Wenn du dem nicht nachgehst und du machst du das immer wieder nicht, dann wird der Geist Gottes als eine Stimme in dir immer leiser werden. Du kannst ihn, wie gesagt, dämpfen, man kann das auch übersetzen mit auslöschen, du kannst ihn betrüben, und am Ende bleibt halt kein Wandel im Geist mehr übrig. Und dann fühlt sich dein Leben innerlich an wie das von einem Heiden, weil der Geist Gottes einfach sagt: Sorry, ich bin zwar noch da, aber anscheinend hast du kein Interesse, auf mich zu hören.
Und dann wirst du auch nichts erleben mit Gott, dann wird es auch keine Führung geben in deinem Leben oder so, weil einfach die Führung daran hängt, auf eine nicht mystische Weise doch zu erleben, dass ich eins bin mit Gott. Das Gegenteil von dem Geist Gottes dämpfen ist, erfüllt zu werden mit dem Heiligen Geist.
Frage: Wie werde ich mit dem Heiligen Geist erfüllt? Na gut, steht in der Bibel, müssen wir uns noch einmal kurz anschauen. Epheser 5, da heißt es in Vers 15: Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, sondern werdet voll Geist, werdet voll Geist.
Und dann ab Vers 19 kommen vier Punkte, die im Griechischen sehr deutlich zu Vers 18b dieses „werdet voll Geist“ gehören. Im Deutschen ist das nicht ganz so klar in den Bibelübersetzungen abgebildet, aber ich kann es euch kurz vorlesen, indem ihr erstens zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern redet und zweitens dem Herrn in eurem Herzen singt und spielt, drittens sagt alle Zeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus, viertens ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. Da ist dann die griechische Konstruktion zu Ende. Vier Punkte.
Wenn du sagst, okay, was ist das Gegenteil von Eigenwilligkeit, davon, dass ich mein Ding tue, egal was ich an innerem Eindruck habe, dass ich tun sollte, was ist das Gegenteil? Das Gegenteil von Eigenwilligkeit ist Vollgeist werden.
Wie werde ich Vollgeist? Punkt eins: Es hat ganz wesentlich damit zu tun, dass wir uns gegenseitig mit geistlichen Texten ermutigen. Du bist zuerst einmal, wenn du voll Geistes bist, ein Ermutiger. Du redest zu anderen Menschen, hier heißt es in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern, das ist etwas Ermutigendes. Aus deinem Mund kommt Ermutigung, das ist ganz wesentlich der Punkt.
Wenn du einer bist, der andere Leute entmutigt, heruntermacht, wenn du jemand bist, der immer nur schlechte Laune verbreitet, wo man sagt: Hoffentlich geht der bald wieder, weil das ist das, wo der Heilige Geist sich nicht wohlfühlt. Du möchtest voll Heiligen Geist? Sei ein Ermutiger, geh auf Leute zu und gib ihnen Gutes.
Zweiter Punkt: Voll heiligen Geistes sein heißt, ich freue mich von Herzen über Gott. Und dem Herrn mit eurem Herzen winkt und spielt. Also erstens, ich bin ein Ermutiger. Zweitens, ich wache morgens auf, und egal was Sache ist, das Erste, was ich denke, ist erst mal Halleluja.
Ja, aber ich fühle mich nicht immer so. Was für die Wurst, was du fühlst. Freu dich. Ja, kann ich mich freuen, wenn ich mich nicht so fühle? Ja, kannst du. Freu dich erst mal. Freut euch im Herrn alle Zeit. Fang an, dein Gefühl, wenn ich dir das ganz kurz sagen darf, ist häufig etwas, was hinterherläuft. Also man fängt erst mal an, sich zu freuen, und dann kommt irgendwann die Freude.
Und irgendwann stellst du fest, also das muss man, es sei denn du sagst: Nee, ich freue mich gar nicht am Herrn, dann musst du dich bekehren. Aber wenn du bekehrt bist und sagst: Hey, mein ewiges Leben ist sicher, Halleluja, ja, dann freu dich auch, weil der Geist Gottes lebt da oder ist da in Fülle, wo wir Ermutiger sind, wo wir positiv sind, wo wir uns an Gott freuen.
Der dritte Punkt: Wo wir bereit sind, alle Zeit für alles zu danken. Ich dachte immer lange Zeit, boah, was für ein brutaler Vers, bis ich vor einem Jahr auf der Intensivstation aufwachte, so mit Schlauch im Mund, und der kam dann relativ schnell wieder raus, weil ich dann doch wieder eigenständig atmen konnte, und dann dachte ich mir, okay, spannende Sache, danke, Herr, ja, alle Zeit für alles. Also, was sind schon 40 Stunden Koma? Also, ich bin ja noch da.
Ich weiß natürlich nicht, was das sollte. Es ist nicht so, wenn du mich gefragt hättest: Jürgen, hast du irgendeine Idee, warum Gott das zugelassen hat? Bis heute nicht. Keine Ahnung. Aber es ist passiert. Und mein Job ist doch nicht, darüber nachzudenken, warum, ob das eine coole Idee war. Mein Job ist, alle Zeit für alles zu danken.
Und deshalb, wer meine Predigtreihen kennt, weiß: Meine erste Predigt, da war ich noch halb tot, irgendwie so kurz nach der Reha, ging um das Thema „Gott macht keinen Fehler“. Warum? Weil ich das weiß. Gott macht keinen Fehler, und deswegen kann ich ihm alle Zeit für alles danken. Also, es ist diese Haltung in mir, zu sagen: Yeah, ja, mein Leben ist hundert Prozent in der Hand Gottes. Ich werde in der Ewigkeit, Prediger 3,14, ich werde nichts hinzufügen zu dem, was er getan hat, und nichts davon wegnehmen. Hätte ich Gottes Allmacht, Gottes Weisheit, Gottes Allwissenheit, ich würde mein Leben genau so einrichten, wie er es gemacht hat, 40 Stunden Koma inklusive. Ist das nicht schön?
Wenn das aber so ist, wenn ich das glaube, dann kann ich doch alle Zeit für alles danken. Genau. Und dieser Dank, und sei es ein Dankopfer, was mir nicht leicht über die Lippen kommt, ist etwas, was in mir die Voraussetzung dafür schafft, dass der Geist Gottes in Fülle in mir zum Wirken kommt. Also sei ein Ermutiger, sei einer, der sich an Gott freut, sei einer, der alle Zeit für alles dankt und nicht so dieser Zweifler und Murrer und dieser Grieskram, der ständig denkt, Gott meint es nicht gut mit mir. Hör einfach auf damit!
Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, das heißt, ich nehme in der Gesellschaft oder ein bisschen größer gedacht im Heilsplan Gottes den Platz ein, den Gott mir zugeteilt hat. Ich will nicht ständig ein anderer sein, ich will nicht ständig woanders wohnen, ich will nicht ständig unzufrieden sein, sondern ich will da, wo ich bin, Gott zu den Menschen bringen. Und was das auch immer bedeutet, sehe ich in der Bibel. Ich bin gerne der, zu dem Gott mich gemacht hat. Ich finde ein Ja zu meiner Berufung.
Wo das ist, diese Dinge, da werden Menschen voll Heiligen Geistes. Vier spannende Punkte, vier Predigten wert, also wenn ihr mal irgendwie eine kleine Vierpunkt-, also so vier Predigtreihen, das wäre eine schöne Predigtreihe. Unser Leben soll geprägt sein davon, dass wir Geschwister ermutigen, Gott feiern, dankbar sind und gehorsam.
Und wo sich das in deinem Leben wiederfindet, wo du sagst, okay, ich gehe aus dieser Freizeit raus und die vier Punkte nehme ich mir mit, das schreibe ich mir an meinen Spiegel, so dass wenn ich morgens die Augen aufmache, je nachdem wie du drauf bist, ich nach dem Kaffee, du vor dem Kaffee, ich die lese und überlege, wie kann ich die umsetzen. Das wäre ein Ziel für 2020, zu sagen: Am Ende dieses Jahres bin ich das. Das habe ich gelernt. Einfach nur, weil ich möchte, dass der Geist Gottes sich in meinem Leben wohlfühlt.
Und das ist wichtig.
Dritter Punkt: Jetzt hatten wir den ersten Punkt, die Bibel, der zweite Punkt zu verstehen, man kann den Geist dämpfen oder man kann voll heiligen Geistes werden. Warum ist das wichtig? Dritter Punkt: Weil wir dadurch Kraft bekommen. Sacharja 4,6 heißt es: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft. Also nicht durch die Muckis und nicht durch das, was du an emotionaler oder an psychischer Stabilität hast, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr der Heerscharen.
Wir leben nicht aus den Ressourcen, die wir mitbringen ins geistliche Leben, sondern wir leben nach dem, was der Geist Gottes an Kraft in mir mit sich bringt. Das ist ein Plus. Ich weiß nicht, ob du das vorher so gesehen hast, aber ich möchte es dir von hier vorne einfach so sagen: Ein Leben aus Gott macht mir klar, dass Schwachheit ein Plus ist, weil ich Gott in meiner Schwäche den Raum gebe, dass er sich beweisen kann. Ich glaube, dass unsere sogenannte Stärke im geistlichen Leben häufiger ein Problem ist als eine Chance. Ich glaube, dass wir als Christen Schwäche feiern müssen.
Wir haben einen Geist der Kraft bekommen, weil wir selber schwach sind. 2. Timotheus 1,7: Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Disziplin. Auch das hätte man heute Morgen damit einbauen können.
Also, wenn es im geistlichen Leben einfach nur darum gehen würde, das zu mobilisieren, was ich als Mensch an Stärke habe, so ganz persönlich, emotional, psychisch, körperlich, wenn es darum ginge, im geistlichen Leben das zu mobilisieren, was ich bin, aus mir selber heraus, bräuchte ich keinen Geist der Kraft. Aber wenn Gott uns zeigen will, dass Heiligung etwas ist, was er in uns bewirken will, wo es vielleicht sogar darum geht, dass wir einfach mal nicht im Wege stehen, vielleicht sogar weniger tun und ihn tun lassen, dann macht es plötzlich Sinn, dass Gott uns einen Geist der Kraft gibt.
Und deswegen diese Frage: Müssten wir vielleicht mehr lernen, Schwäche zu feiern?
So, jetzt ein Mini-Exkurs zu blöden Anbetungsliedern. Wir haben eine Kultur, in der Lieder gesungen werden, wo es darum geht: Herr, fülle mich, Herr, gib mir Kraft, Herr, mach mein Defizit weg. Ihr könnt die gerne singen, solange ihr wisst, dass es biblischer Unsinn ist. Wir sind in der Fülle angekommen. Der Geist der Kraft wohnt in mir. Du brauchst nicht ein Fuzzelchen mehr Kraft, okay? Du hast Kraft, das ist wie so, du bist angeschlossen am AKW. Kraft ist ohne Ende da.
Das Problem ist nicht, dass Gott uns mehr gibt, und deswegen lass dir das nicht einreden. Das Problem ist, dass wir schauen müssen, dass diese Verbindung hergestellt wird, ja? Die Kraft ist da, und wir müssen uns einfach nur fließen lassen. Wir müssen einfach mal zur Seite treten und sagen: Okay, ich stehe jetzt mal für den Moment nicht mehr im Weg. Ich glaube mal daran, dass Gott in meinem Leben, weil ich das will und weil ich von meiner Seite auch alles getan habe, dass Gott es schafft.
Und ich glaube, das fällt uns schwerer als, also ich glaube, es fällt wirklich Leuten schwer. Und ich frage mich, warum schaffen wir das nicht, einfach Schwäche zu feiern, einfach zu sagen: Ich bin schwach. Halleluja! Warum wollen wir so unbedingt stark sein? Ich weiß es nicht. Es ist irgendwie ein ganz komisches Ding.
Ich sehe reihenweise Leute, die geistlich nicht weiterkommen, weil sie mit eigenen Regeln, eigenem Anstrengen, eigenen Tricks versuchen, ihr Leben zu meistern, und in Wirklichkeit ist alles da, was sie brauchen. Wahrscheinlich müsste man einfach nur zur Seite treten und sagen: Herr, das ist das Problem, ich probiere das jetzt seit fünf Jahren, ich habe nicht den Hauch einer Chance, keine Idee, wie ich es anpacken soll, könntest du mir helfen? Weil ich schaffe es nicht.
Wahrscheinlich ist mal ein Tag in der Stille, in der Ruhe, in der Gegenwart Gottes das, was uns viel weiterbringen würde, als noch ein Fünfjahresplan zur Bekämpfung der nächsten Sünde. Wie heißt es in Jesaja 30,15: Denn so spricht der Herr, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet, in Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke. Cooler Vers, oder? In Stillsein, mal ein bisschen weniger tun, mal ein bisschen mehr Vertrauen, mal einen Schritt zur Seite treten. Der Vers geht weiter, aber ihr habt nicht gewollt.
Ich hoffe, dass ihr wollt. Ich hoffe, dass ihr euch motivieren lasst, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, dass ihr euch motiviert, auf der einen Seite von heute Morgen zu sagen: Ja, ich will selbstbeherrscht leben, und gleichzeitig versteht, ich will das tun mit der Gewissheit, dass in letzter Konsequenz ein Geist der Kraft in mir wohnt und dass es darum geht, ihn zu entfesseln in meinem Leben und ihm nicht im Weg zu stehen und nicht irgendein artiges, heiliges, geregeltes Leben zu führen, wo ich dann oben drüber schreibe: Das ist modernes Christsein.
Letzter Punkt, und dann habt ihr es geschafft. Dieser letzte Punkt ist mir persönlich sehr, sehr wichtig. Vielleicht versteht ihr ihn nicht, dann habe ich ihn schlecht erklärt. Aber die Frage ist: Was tue ich, wenn ich sündige? Und die Antwort ist: Na ja, wenn ich sündige, dann bekenne ich meine Schuld. Und dieses Schuldbekennen ist etwas, was ich jeden Tag tun soll. Immer wenn wir beten, sollen wir darüber nachdenken, was wir falsch gemacht haben, und sollen das vor Gott bekennen.
So, jetzt, in diesem Moment, wo ich vor Gott stehe, nimm dir mal gerade die blödeste Sünde in deinem Leben, über die du dich am meisten ärgerst, wo du merkst, sie hat mich eigentlich fest im Griff. Und du bist wieder reingefallen. Und du hast dich wieder mit deiner Frau gezankt, irgendwie eine Zeit am PC mit blöden Sachen verbracht oder keine Ahnung. So, jetzt kommt dieser Punkt, wo du dich so dreckig fühlst, dass du merkst, jetzt muss ich spätestens irgendwas tun. Und vielleicht kommst du dahin zu sagen: Ich muss Buße tun, ich möchte das bekennen. Und du gehst auf die Knie und du bekennst deine Schuld. Du kommst zum Kreuz.
Und in diesem Moment, wo du das tust, schleicht sich der vielleicht dümmste und gröbste Fehler ein, den du in deinem geistlichen Leben tun kannst. Und der geht so: Ich komme dreckig zum Kreuz, ich bekenne meine Schuld, ich hebe meine Augen auf, ich sehe Jesus am Kreuz hängen, wie er für meine Schuld bezahlt, und der nächste Gedanke, den mir mein Fleisch gibt, nicht mein Geist. Der nächste Gedanke, den mir mein Fleisch gibt, ist: Jetzt muss ich es mir aber nächste Woche nochmal richtig vornehmen, es besser zu machen.
Wir knien unter dem Kreuz und jetzt versprechen wir Gott, dass wir uns nächste Woche doppelt anstrengen werden. Macht es nicht. Mach es bitte nicht. Wenn du unter dem Kreuz kniest und deine Sünde bekennst, dann geht es um genau eine Sache: Es geht darum, getröstet zu werden. Es geht darum, mit allen Sinnen zu erfahren, dass mir meine Sünde wirklich vergeben ist. Es geht nicht nur kognitiv darum zu wissen, dass wenn ich meine Sünde bekenne, Gott treu und gerecht ist, dass er uns die Sünden vergibt. Es geht darum, als ganzer Mensch zu erfahren, dass ich geliebt bin, hundert Prozent, in dem Moment, wo ich mich selber über mich schäme und mich selber nicht lieben kann.
Und deswegen: Wenn du mit deiner Sünde zum Kreuz kommst und das Fleisch in dir sagt: So, und jetzt strengen wir uns nächste Woche aber doppelt an, dann sagst du: Nein, das werden wir nicht tun. Unter dem Kreuz suche ich Trost und Vergebung, und ich bleibe unter dem Kreuz bis in mir drin der Friede Gottes über die Scham und über die Schuld triumphiert hat und ich mich auch in meinem Innersten wieder als Kind Gottes wahrnehmen kann.
Und wenn ich diesen Moment habe, dann feiere ich diesen Moment. Diesen Moment, wo es nicht darum geht, Gott zu beweisen, was für ein tolles Kind ich bin und dass ich, nachdem ich einen Fehler gemacht habe, es nächste Woche doppelt gut machen will. Wisst ihr, darum geht es einfach nicht. Wandel im Geist heißt immer auch Wandel in der Gnade Gottes, Wandel im Trost Gottes.
Ich habe Angst, dass Menschen, die diesen Aspekt nicht erleben, weil sie entweder ihre Sünde verstecken und überhaupt nicht bekennen oder weil sie meinen, wenn ich vor Gott stehe und wenn ich meine Sünde bekenne, dann muss ich doch Gott gleich zeigen, das ist jetzt richtig. Nein, musst du nicht! Was du wirklich brauchst, ist Trost, Freude an der Vergebung, ein Ruhen in Gott, ein stilles Sein und Vertrauen. Das ist das, was du brauchst.
Und ich garantiere dir etwas: Wenn du mal anfängst, das zu praktizieren, und ich weiß, das hört sich komisch an, das hört sich fast an wie für eine Frauenkonferenz geschrieben, aber trotzdem, das ist jetzt für Männer: Du brauchst die Erfahrung, die emotionale Erfahrung, geliebtes Kind Gottes zu sein. Und die gibt es auf den Knien am Kreuz, wenn du dich einfach, im Bild gesprochen, von Gott in die Arme nehmen lässt, und wenn Gott mit dir weinen darf über diese verpfuschten Momente, die du gelebt hast, die du nicht wolltest, für die du dich schämst.
Und wenn wir das zulassen, also wenn wir es erlauben, wirklich Beziehung zu leben, weil in uns Geist Gottes lebt, der uns verbindet mit der Trinität. Ein Teil der Trinität lebt in uns, damit wir eine ganz enge, einmalige Beziehung mit Gott haben. Wenn wir das verstanden haben und wenn du dich da aufgefangen weißt in der Liebe Gottes, verstehst, dann kannst du irgendwann später mal schon im Gebet überlegen: Was mache ich jetzt anders? Man muss ja nicht das Gleiche nochmal machen. Aber nicht in diesem Moment, verstehst du?
In diesem Moment geht es darum, dass wir begreifen: Wandel im Geist ist Wandel in einer Beziehung. Und das zeigt sich darum, dass ich das, was der andere sagt, Sprichwort Bibel, ernst nehme. Das zeigt sich daran, dass ich zweitens dafür sorge, dass der Geist Gottes sich in meinem Leben wohlfühlt, und deswegen sorge ich dafür, dass ich voll heiligen Geistes bin, ihn nicht dämpfe, ihn nicht auslösche, ihn nicht betrübe. Dann geht es drittens darum, dass ich begreife, es ist seine Kraft und nicht mein Know-how, nicht ich. Ich muss manchmal zur Seite treten, um viertens wirklich glauben zu können, dass das, was Gott für mich hat, eine echte Liebesbeziehung ist.
Und auch wenn man diesen Vers nicht mag oder vielleicht nicht mag, ich finde ihn toll, ich schließe damit ab: Wir leben aus Gnade, wir leben, wenn wir im Geist wandeln, in der Liebe Gottes. Und der für mich nach wie vor schönste Vers, weil er in meinem Leben etwas so deutlich gemacht hat, ist Zephanja 3,17.
Wandel im Geist heißt, diesem Vers glauben zu können. Glauben zu können, dass ich wirklich einen Vater habe, der mich bedingungslos liebt, einen Vater habe, der hinter mir steht und mir den Rücken stärkt, egal wohin ich in diesem Leben gehe, einen Vater habe, der sagt, ich werde dir alles Gute schenken, was du für dein Leben brauchst, und weißt du was, einen Vater habe, der mich, mal zu den Schweinen verirrt, mit offenen Armen dasteht und sagt: Hey, komm nach Hause, ist kein Problem, ich warte auf dich und ich möchte mit dir feiern. Warum? Weil ich dich bedingungslos liebe.
Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte ein Held, der rettet. Er freut sich über dich in Fröhlichkeit, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel.
Ich würde gerne dir die Frage mitgeben: Kannst du das glauben? Kannst du glauben, dass es einen Gott gibt, der über dich jauchzt? Wenn du das nicht glauben kannst, wird Wandel im Geist schwierig, weil das der Startpunkt ist. Deswegen traut euch, diesen Vers zu durchdenken, darüber nachzusinnen. Und wenn dein eigener Vater dir vielleicht ein bisschen Schwierigkeiten macht durch die Erfahrung, die er dir mitgegeben hat, vergib ihm und überleg, was Gott in deinem Leben sein will.
Meine persönliche Erfahrung: Ich habe wenig Hilfreiches von meinem eigenen Vater mitbekommen. Meine Erfahrung ist, dass wenn man Gott wirklich zum Vater bekommt, wenn man das durchdenkt, was in der Bibel steht und das an sein Herz heranlässt, dass dann Heilung geschieht und dass an der Stelle etwas an Kraft freigesetzt wird, was uns wirklich dazu befähigt, auch tiefsitzende Sünde, wo wir den Eindruck haben, sie gehört fast zu unserem Charakter dazu, mit der Hilfe des Geistes Gottes zu überwinden.
Und das in etwa ist Wandel im Geist. Amen. Wie?

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