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Wenn Gott gegen seinen eigenen Willen handelt

1. Samuel 2,2529.05.2020
Serie•Teil 150 / 366Solid Joys
Manchmal beten wir etwas, was Gottes offenbarter Wille ist, und trotzdem werden unsere Gebete nicht erfüllt, weil Gott in seinem heiligen und weisen Plan etwas anderes bestimmt hat.

Einleitung und Ausgangspunkt

Neunundzwanzigster Mai, wenn Gott gegen seinen eigenen Willen handelt. Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn der Herr hatte beschlossen, sie zu töten. 1. Samuel 2,25.
Sie hörten nicht auf ihren Vater, als er sie wegen ihrer Sünde zurechtwies. Wir können aus diesem Text drei Schlüsse für unser Leben ziehen.

Erstes geistliches Lernfeld: Die Grenze der Umkehr

Erstens: Es ist möglich, dass der Herr, solange wir in schwerer Sünde verharren, keine Umkehr schenkt. Darum sagt Paulus, dass wir nach all unserem Drängen und Ermahnen abwarten müssen, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte, nicht dass Gott Buße geben wird. 2. Timotheus 2,25.
Es gibt ein Zu-spät im sündigen Leben, wie es in Hebräer 12,17 über Esau heißt. Denn obwohl er sie unter Tränen suchte, fand er keinen Raum zur Buße. Er war verloren. Er konnte nicht umkehren.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Menschen, die nach einem langen Leben in Sünde ehrlich zu Gott umkehren, nicht gerettet werden können. Das können sie, und das werden sie mit Gewissheit. Gott ist voll überwältigender Barmherzigkeit. Denkt nur an den Übeltäter am Kreuz. Jesus sprach zu ihm: „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ Lukas 23,43.

Zweites geistliches Lernfeld: Gottes Wille und Gottes Gebot

Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn der Herr hatte beschlossen, sie zu töten. Auf die Stimme ihres Vaters zu hören, wäre das Richtige gewesen. Dennoch taten sie es nicht. Warum? Denn der Herr hatte beschlossen, sie zu töten.
Der Grund, den uns die Bibel nennt, warum sie ihrem Vater nicht gehorchten, war, dass Gott einen anderen Plan für sie hatte und sie der Sünde und dem Tod dahingegeben hatte. Das zeigt, dass es Zeiten gibt, in denen der Wille von Gottes Bestimmungen sich von dem Willen von Gottes Gebot unterscheidet.

Drittes geistliches Lernfeld: Gebet und verborgener Ratschluss

Drittens: Manchmal beten wir etwas, was Gottes offenbarter Wille ist, und trotzdem werden unsere Gebete nicht erfüllt, weil Gott in seinem heiligen und weisen Plan etwas anderes bestimmt hat. Ich vermute, dass Eli dafür gebetet hat, dass seine Söhne umkehren. Das wäre das einzig Richtige gewesen. Doch Gott hatte bestimmt, dass seine Söhne Hophni und Pinehas nicht gehorchen, sondern umkommen sollten.
Wenn etwas in dieser Art passiert, was wir normalerweise vorher nicht wissen, obwohl wir zu Gott schreien, dann antwortet Gott uns nicht: „Ich liebe dich nicht.“ Er antwortet vielmehr: „Ich habe einen weisen und heiligen Plan, warum ich die Sünde nicht überwinde und warum ich nicht Umkehr schenke. Du siehst diesen Plan gerade nicht, vertraue mir. Ich weiß, was ich tue. Ich liebe dich.“