Event•Teil 3 / 10Spurgeon-Konferenz 2014
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und erste Grundlinien
Guten Morgen euch allen. Ich hoffe, ihr habt gut schlafen können. Einige von euch hatten schon eine Stunde Griechisch, ihr seid also jetzt fit für das, was wir uns anschauen.
Ich hatte einmal einen Mann in meiner Gemeinde in Southampton, der Folgendes gesagt hat: Manchmal habe ich mein Frühstück schon am Abend vorher, damit ich morgens noch ein bisschen mehr Zeit habe. Also, egal wann du dein Frühstück gehabt hast, ich hoffe, du bist bereit, jetzt loszulegen.
Ich will diese Lektion mit zwei Diagrammen anfangen, die die Grundsätze darstellen. Lasst uns mit diesem ganz einfachen Diagramm beginnen. Hier ist eine Kiste mit dem T für Text, und diese größere Kiste nenne ich F für Frame, also für den Rahmen. Dieses F ist alles, was dich zu dem macht, wer du bist: deine Erziehung, deine Bildung, dein theologisches Verständnis, deine christliche Erfahrung. Und all das ist einzigartig für jeden Einzelnen. Ja, wir haben vielleicht viele Faktoren, die sich miteinander überschneiden, aber jeder Einzelne hat diesen eigenen Rahmen oder diese eigene Rahmenstruktur.
Wenn wir zu einem biblischen Text kommen, können wir es nicht vermeiden, ihn durch unseren Frame zu lesen. Wir brauchen diesen Rahmen, um zu lesen. Wenn ich diese Brille anziehe, ist alles, was ich sehe, durch diese Linsen. Und deshalb sehe ich euch im Moment nicht ganz scharf. Aber ich kann nichts sehen, ohne durch sie hindurchzuschauen. Dieser Rahmen ist so wie die Gläser in unseren Brillen.
Die Gefahr ist folgende: dass wir unser Verständnis, das wir von unserem eigenen Rahmen mitbringen, in den Text hineinschütten. Pastor Johannes hatte eine sehr traurige Woche, viele Notfälle in der Gemeinde und ganz wenig Zeit, seine Predigt vorzubereiten. Erst am Samstagnachmittag hatte er die Möglichkeit, sich den Text anzuschauen. Aber er hat sich den Text angeschaut und gesagt: „Toll, ich finde das Wort Gnade. Für zwanzig Minuten kann ich über Gnade sprechen.“ Also nimmt er aus seiner eigenen Rahmenstruktur all seine Erfahrungen, alles, was er weiß, und schüttet es in diesen Text hinein: „It’s all about grace again.“
Und seine Leute, die in den Gottesdienst kommen, sagen: „Ah, es geht mal wieder um Gnade. That same illustration, that old quotation, dieses alte Zitat, dieses Bild, das schon alle kennen.“ Und sie schalten ab. Du kannst so ein Prediger sein, der immer mit seinem Rahmen kommt, wenn du jeden Sonntag woanders lehrst. Ja, wenn du so ein reisender Evangelist bist, dann kannst du das machen. Aber wenn du derselben Gemeinde Woche für Woche predigst und alles, was du tust, ist, deinen eigenen Rahmen in den Text hineinzuziehen, dann werden sie sehr schnell deine Rahmenstruktur erkennen und gelangweilt sein. Und du wirst auch sehr gelangweilt sein mit dem, was du zu bringen hast.
Was ist also die Lösung? Wir können es nicht vermeiden, dass wir den Text durch diesen Rahmen, durch diese Brillengläser anschauen. Aber wir sollten uns angewöhnen, dass der Text unser Rahmenverständnis sozusagen in Frage stellt. Wenn deine Rahmenstruktur in fünf Jahren immer noch dieselbe ist, dann gibt es ein Problem, weil du geistlich nicht reifst und nicht wächst. Der Text wird unser Rahmenverständnis immer herausfordern.
Gestern habe ich über Schwierigkeiten und Überraschungen gesprochen. Darum geht es bei diesen Fragen, die mich dazu bringen, alles noch einmal zu überdenken. Also: „Ich hätte das nicht so gesagt. Warum sagt er das auf diese Art und Weise?“ Das sind die Fragen, die uns helfen, in unserem Verständnis unseres Rahmenprogramms zu wachsen. Und sie haben die Fähigkeit, diesen Text frisch sein zu lassen, jedes Mal, wenn wir lehren.
Es kann sein, dass du so einen Aufbau auf dein Rahmenprogramm draufbaust, weil der Text aus dem Galaterbrief dir neue Dinge beigebracht hat. Und manchmal stellen wir fest, dass die Dinge, von denen wir gedacht haben, dass sie so wichtig sind, gar nicht wirklich so wichtig sind. Unser Rahmenprogramm oder unsere Rahmenstruktur verändert sich also immer. Nein, das bedeutet natürlich nicht, dass wir unsere biblischen Überzeugungen aufgeben, sondern dass wir sie stärken lassen, dass sie wachsen und sich entwickeln. Und deshalb werden wir heute folgende Fragen an die Textstellen stellen.
Dieses andere Diagramm illustriert, warum biblische Exposition so wichtig ist. Dieses andere Bild, das ich hier habe, zeigt uns, warum die biblische Auslegung so wichtig ist. Denkt an diesen Strich als eine Zeitlinie, die von der Schöpfung zur neuen Schöpfung, also zum ewigen Königreich, führt. All along the timeline, God, who is outside of time, is speaking to people. Während dieser Zeitlinie spricht Gott, der außerhalb der Zeit steht, zum Menschen.
Die Bibel sagt uns, dass er mit Adam und Eva beginnt. Ja, wir sehen in der Bibel, dass Gott eine Unterhaltung mit Adam und Eva beginnt. Und so sehen wir durch das ganze Alte Testament, dass Gott zu den Propheten spricht, durch die Weisheitsliteratur, durch die Poesie im Alten Testament. Bis der Höhepunkt von Gottes Offenbarung durch Worte in seinem Sohn gefunden wird. Wie der Hebräerbrief anfängt: „Gott hat auf verschiedene Art und Weise zu unseren Vätern durch die Propheten gesprochen. In den letzten Tagen hat er zu uns gesprochen durch seinen Sohn.“ Also hier ist Gottes ultimatives Wort in der Offenbarung Jesu.
Und durch die Gabe des Heiligen Geistes fährt Gott damit fort, zu den Aposteln zu sprechen. Und dann haben wir das Neue Testament, das das Alte Testament sogar noch viel deutlicher macht. Das ist also ein Abschnitt über Gottes Offenbarung an die Menschheit. Der Hebräerbrief fährt fort damit, davon zu reden, dass das Werk Jesu ein vollendetes Werk ist. Es kann nichts hinzugefügt werden. Es ist ein perfektes Opfer für die Sünde, für immer. Und weil das Werk Gottes vollkommen ist, ist das Wort Gottes auch vollkommen. Also haben wir in den 66 Büchern das volle und ausreichende Wort Gottes.
Aber wie spricht Gott jetzt zu uns auf dem Rest dieser Zeitlinie? Hier sind wir im 21. Jahrhundert in München. Bitte bemerkt, dass die Position keine eschatologische Predigt ist. Okay, das ist keine eschatologische, ja, endzeitliche Vorherbestimmung, dieses Bildchen. Aber wir warten irgendwo hier auf die Neu-Schöpfung. Und Gott wird doch sicher auch heute zu uns sprechen, oder? Ja, aber wie? Wir müssen eigentlich zurück nach Galatien reisen, um heute wieder in München zu landen. Das ist sehr kontraintuitiv. Nein, wir denken, es muss doch eine direkte Botschaft für uns sein. Aber weil Gott alles gesagt hat, was er sagen muss, in den 66 Büchern, müssen wir dahin zurückgehen, um heute leben zu können.
Die Art und Weise, wie Gott heute mit uns spricht, ist, dass wir zurückreisen, um die Botschaft wirklich zu verstehen. Und dann nehmen wir die Botschaft in unseren Kontext hinein, in dieser Welt, in der wir heute leben. Deshalb ist es so wichtig, dass wir so viel Arbeit in diesen Text investieren. Denn wenn wir verstehen können, was Gott ihnen damals gesagt hat, dann wissen wir ganz sicher, was er uns heute auch sagen wird.
Es bedeutet auch, dass wir, wenn wir das Alte Testament studieren, ganz weit zurückgehen müssen, in den Kontext des Alten Testaments. Aber man kann das Alte Testament eigentlich nur richtig lesen durch die Linse von Christus und dem Kreuz. Denn wo wir auf dieser Zeitlinie stehen, ist unser Zugang zum Alten Testament, dass es durch Christus hindurchgeht. Deshalb steht uns die ganze Bibel zur Verfügung, aber wir müssen sie verstehen und auslegen gemäß Gottes progressiver oder fortschreitender Offenbarung.
Wenn wir uns die Themen im Galaterbrief anschauen, dann tun wir das nicht, um akademisch möglichst präzise zu sein. Wir tun es, um es praktisch anwenden zu können. Denn Gottes Natur in der Schrift ist dieselbe Natur, die Gott heute auch hat. Und die menschliche Natur in der Bibel ist genauso sündig wie die menschliche Natur heute. Also wird es immer Verbindungen oder Parallelen geben: zu Gott damals und zu Gott heute, und von menschlicher Schwachheit und Sündhaftigkeit damals zu menschlicher Schwachheit und Sündhaftigkeit jetzt. Ja, wir müssen natürlich die Frage stellen: Welchen Unterschied macht es jetzt, da Jesus gekommen ist?
Aber das sind Themen, die wir angehen müssen, wenn wir das Alte Testament lesen. Der Galaterbrief ist auf unserer Seite, also nach dem Kommen Jesu. Und deswegen haben wir einfach Zugang zu ihnen, weil sie Heiden sind, sie christliche Gläubige sind. But you see, it takes time to do that work. Aber versteht ihr, es braucht Zeit, diese Arbeit zu tun. Und wenn Pastor Johannes seine Vorbereitung bis Samstagnachmittag liegen lässt, dann wird er es nie schaffen, die Bibel vernünftig auszulegen.
So you need to pray that Pastor John will start on Monday and that he will give time through the week to studying the Word and to preparing it to feed the flock. Und dass er durch die Woche hindurch Zeit gibt, vorzubereiten, um die Herde vernünftig zu speisen. Wenn du ein Prediger bist, dann musst du genau dasselbe tun. Oder wenn du irgendwie Hauskreisleiter bist oder Sonntagsschullehrer. Es gibt keinen Ersatz für die harte Arbeit des Studierens des Textes.
Als ich vor zwanzig Jahren den Dienst des Pastors verlassen habe, kam jemand zu mir und sagte: „Hey, so wie viel Erfahrung du jetzt hast, brauchst du wahrscheinlich nur noch eine Stunde oder zwei, um so eine Predigt vorzubereiten, oder?“ Und ich habe die Frage gestellt: „Ist es wirklich so schlimm geworden?“ Und natürlich braucht es Stunden der Vorbereitung. Aber du bist die Person, die dein Herz vorbereitet und speist, während du vorbereitest, damit du ein Mann oder eine Frau Gottes sein kannst. Und du hast immer etwas, was du dem Volk Gottes geben kannst, wenn du die Arbeit dafür tust.
Also erlaube, dass der Text deinen Rahmen, deine Rahmenstruktur, in Frage stellt, und reise zurück nach Galatien, bevor du nach München reist.
Okay, mit diesen Prinzipien müssen wir uns jetzt die Frage stellen, was wir in der Bibel haben. Daran denkend gehen wir jetzt zu unserem Text. Mir ist es natürlich jetzt hier nicht möglich, jeden Text und jeden Teil des Briefes zu kommentieren. Das wäre schön, wenn wir im Sommer zwei Wochen dafür hätten. Aber wir können uns hoffentlich auf ein paar Hauptteile ausrichten.
Die erste Frage, die ich mir stelle, ist in Vers 1, weil kein anderer Brief von Paulus so anfängt wie Vers 1. Wahrscheinlich ist das der erste Brief, den Paulus geschrieben hat. Die meisten Gelehrten datieren ihn um 50 nach Christus. Also könnte man sagen, das ist so das erste und primitivste Dokument des Neuen Testaments, das wir besitzen.
Obwohl das Evangelium überall auf der Welt gepredigt wurde, wurde es im mediterranen Raum viel gepredigt. Aber das hier ist der erste geschriebene Bericht. Wenn das Markusevangelium das erste der Evangelien ist, und wir gehen davon aus, dass das um 60 nach Christus ist, von Petrus auch aus Rom, dann ist der Galaterbrief zehn Jahre früher. Also ist es ein sehr wichtiges Dokument, das erste christliche Dokument.
Und Paulus sagt: „Ich bin Apostel. Not from man nor by man.“ Paulus sagt: „Ich, Paulus, ein Apostel, nicht von Menschen und auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Christus gesandt.“ Gesendet durch Jesus Christus und Gott den Vater. Seht hier diese deutliche Aussage, dass Gott ihn gesandt hat. Warum sagt er das direkt am Anfang? Weil der Rest dieses Abschnittes hier zeigt, dass seine Kritiker ihn unter eine menschliche Autorität setzen wollen. Und er sagt: „Hey, ich wurde nie ausgesandt durch menschliche Autorität. Ich bin ausgesandt worden durch den auferstandenen Christus, als ich ihn auf der Straße nach Damaskus getroffen habe, oder besser gesagt, wo er mir begegnet ist und mein Leben verändert hat.“
Alles in dem Brief ist geordnet in die Intention des Briefes, hat diese Ausrichtung auf die Aufgabe, auf das Ziel dieses Briefes. Kritiker haben gesagt, Paulus sollte sich endlich mal unter die Autorität aus Jerusalem stellen. Aber er sagt direkt von Anfang an: „Ich stehe unter der Autorität Jesu.“ Es gibt keine höhere Autorität als diese. Und das macht uns schon aufmerksam für den Inhalt dieses Briefes.
Dann sehen wir Vers 4, der auch sehr eigenartig ist. Ja, er bringt die typische Begrüßung von Friede und Gnade. Und in Vers 3 nimmt er den vollen Titel Jesu, unseres Herrn Jesus Christus. Dann erinnert er uns daran, dass dieser Christus sich selbst für unsere Sünden gegeben hat. Wenn ich das geschrieben hätte, hätte ich wahrscheinlich Folgendes gesagt: dass Gott uns herausrette von Gottes Gericht und der Verdammung in der Hölle. Aber er sagt das nicht. Er sagt: „Damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf.“
Also wird das etwas sein, was sehr, sehr wichtig ist in diesem Brief. Verhalten und der gegenwärtige böse Weltlauf werden deutlich durch das Verhalten seiner Kritiker. Es wird hier im Detail überhaupt nicht davon gesprochen. Aber wenn du den ganzen Brief gelesen hast, dann merkst du: Aha, das hier ist schon ein Hinweis darauf, wohin es geht. Das Evangelium vergibt nicht nur unsere Sünden, sondern es befreit uns auch davon, in dieses Wertesystem der Welt hineingepresst zu werden.
Und wir haben ja gestern Abend gesehen, dass das die Motivation von denen war, die hier in Aggression gegen Paulus aufgetreten sind. Paulus sagt: „Ich bin der Welt und ihren Systemen gekreuzigt“, Kapitel 6, Vers 14, und die Welt ist mir gegenüber gekreuzigt. Also rettet das Evangelium uns von dem gegenwärtigen Weltlauf. Und das ist der Wille Gottes, unseres Vaters. Wer traut sich bloß, gegen den Willen Gottes anzugehen?
Dann kommt er zu dem Abschnitt, den wir uns gestern angeschaut haben, Kapitel 1, Verse 6 bis 9. Und er ist schockiert darüber, dass es hier ein anderes Evangelium gibt, das die Gemeinden in Galatien aufgenommen haben. Ja, es gibt eine lebendige Gemeinde, das Werk des Heiligen Geistes. Ja, wir sehen hier in Vers 6, dass die Gemeinde berufen ist durch die Gnade des Christus. Und dass es Gemeinden in Galatien gibt, ist eine göttliche, nicht eine menschliche Initiative. Das ist ein göttlicher Beginn und nicht ein menschliches Werk.
Also ist die Gemeinde eine Gemeinschaft von Menschen, deren Herzen Gott berührt hat, und so etwas kann nicht von Menschen erschaffen werden. Aber die schockierende Wahrheit von Vers 7 ist, dass es zerstört werden kann durch Menschen, wenn ihr euch einem anderen Gospel zuwendet, welches gar kein Gospel ist, also überhaupt kein Evangelium ist. Und das ist, was passiert, weil einige euch verwirren.
Also finden hier zwei Aktivitäten statt. Das ist keine Geschichtsstunde. Wir schauen hier ein Buch an, das vom Heiligen Geist inspiriert ist. Und der Heilige Geist inspiriert dieses Buch, damit die Gemeinde in jeder Generation auferbaut wird. Also wenn ich mir anschaue, was damals in Galatien passiert ist, dann sollte ich mir anschauen, was in Gemeinden und Kirchen in Deutschland und in England heute passiert. Und ich finde, dass es da Lehrer gibt, die die Gemeinden verwirren. Das Wort bedeutet wortwörtlich aufrütteln, Verwirrung, Chaos bringen. Und dieses Durcheinander kommt nicht von außen, nicht von der ungläubigen Welt, sondern von den Lehrern innerhalb der Gemeinde.
Was er hier sagt, dass diese Lehrer tun, ist: Sie pervertieren das Evangelium. Und dieses Wort bedeutet, wenn ihr das im Wörterbuch nachschaut, Umkehren, verdrehen, komplett auf den Kopf stellen. Und wenn du das anfängst zu tun, dann zerstörst du das Evangelium. Also hat die Herangehensweise der Theologie des zwanzigsten Jahrhunderts das zu einer Besonderheit gemacht. Was die Gemeinden und Kirchen in den letzten Jahrhunderten leer gemacht hat, war die liberale Theologie in der Auslegung des Wortes Gottes. Und diese Gegner haben die ganze Zeit gesagt, sie lehren die Wahrheit, aber sie haben sie eigentlich untergraben.
Was für eine Art Menschen waren sie? Schaut euch Vers 8 an: „Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkünden würden als das ...“ Das gibt uns so einen Hinweis. Warum geht es hier plötzlich um einen Engel aus dem Himmel? Was er hier sagt, ist: Egal wie wichtig die Botschaft vielleicht scheinen mag, er könnte ein Apostel sein, er könnte ein Engel sein. Sogar wenn die ein anderes Evangelium lehren, sollten sie ausgeschlossen werden.
Lasst euch nicht beeinflussen oder begeistern von irgendwelchen tollen Abschlüssen, so wie die Gemeinde und Kirche Menschen sehr gerne besondere Titel gibt: der Bischof, der besondere Bischof und der unglaubliche Bischof. All of these things build up human importance. Aber der Botschafter steht nicht für die Authentizität der Botschaft, denn hier ist es nämlich andersherum: Die Botschaft macht den Botschafter authentisch. Also dürfen wir nie sagen: „Lehrer, du bist richtig.“ Wir müssen immer sagen: Was lehrt der Lehrer? Und stimmt das überein mit der göttlichen Inspiration? Alles basiert auf dem Inhalt.
Also ist er in Vers 8 nicht auf Rebellion aus und untergräbt die Autoritäten? Nein, er stärkt eigentlich die Autorität. Und er wiederholt das in Vers 9, damit wir es auch richtig kapieren: „Und wie ich euch zuvor gesagt habe: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium verkündigt als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht.“
Also hier ist eine Botschaft, die wir ganz dringend hören müssen in unserer Kultur. Those who most seriously trouble the churches are those who most skilfully pervert the gospel. Das sind die, die am geschicktesten das Evangelium pervertieren. Merkt, dass er hier nicht sagt, ihr wendet euch ab von Paulus, sondern dass ihr euch wegwendet von Gott und seiner Gnade. Das ist eine Botschaft, die wir heute in unserer Kultur dringend benötigen.
Und dann in Vers 10 ist da eine komische Frage, die er stellt. Er wiederholt wahrscheinlich die Anklagen seiner Gegner. Paulus will doch nur berühmt und bekannt sein und beliebt sein. Und deshalb setzt er so ein bisschen die Standards herunter, damit Heiden Teil der Gemeinde sein können. Er versucht, Menschen zu gefallen, indem er sagt, dass sie nicht zerstört werden müssen, und deshalb verdreht er Gottes Bedingungen.
Paulus’ Reaktion in Vers 10 ist sehr interessant: „Wenn ich immer noch Menschen gefallen wollte, dann wäre ich ja gar kein Diener Jesu Christi.“ When he says still trying to please men, notice that he says, I used to be trying to please men. Und seht ihr, was er hier sagt? Er spricht davon, jetzt oder immer noch den Menschen zu gefallen. Also spricht er offensichtlich davon, dass er das mal getan hat. That was his motivation when he was persecuting the church. Das war seine Motivation, als er die Kirche verfolgte. But he says, if I was still acting from that motivation, I wouldn’t be a servant of Christ. Denn alles, was ich bekomme, um ein Diener Christi zu sein, ist Verfolgung. Er blickt auf seine Kritiker und fängt an, ihnen schon Antworten zu geben.
Und dann in den Versen 11 und 12 haben wir eine ganz klare Aussage über seine Grundeinstellung. Das sind sehr wichtige Verse: „Ich lasse euch aber wissen, Brüder, dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von Menschen stammt.“ Das ist diese Wiederholung von Vers 1: nicht durch Menschen, nicht von Menschen. Unser Evangelium ist nicht von Menschen gemacht. Und wenn wir das apostolische Evangelium verfolgen, dann ist das auch wahr von unserem Dienst.
Aber Paulus fängt jetzt an, uns seine Biografie, seine Geschichte zu erzählen. Und deswegen sagt er: Als ich dieses Evangelium empfangen habe, habe ich es nicht durch Menschen empfangen. Menschliche Lehrer haben mir das nicht beigebracht. Am Ende von Vers 12 schaut euch diese mega Aussage an: „Sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.“ Also der Christus, der Paulus gefangen genommen hat auf dem Weg nach Damaskus, ist der Christus, der ihm persönlich das Evangelium geoffenbart hat. Und deswegen ist er ein Apostel, weil er den auferstandenen Christus getroffen hat.
Von Vers 13 an gibt er uns ein bisschen einen Ausschnitt von seiner persönlichen Geschichte, und wir können uns das hier ziemlich schnell anschauen, aber sie sind wichtig, weil sie aus seiner Geschichte heraus das Argument unterstützen, das er hier macht. Sein Fokus hier ist: Was war seine Beziehung zur Jerusalemer Kirche? Er erinnert uns in Vers 13 daran, dass sein früheres Training im Judentum war, und er war einer der Besten. Er war entschlossen, diese falsche Lehre zu verfolgen, und er hat die Kirche Gottes verfolgt und versucht, sie zu zerstören.
So he was top of the class in his group. As far as his own age, his peer group was concerned, no one was more zealous than Paul. Eifernder als Paulus. Aber seine Bekehrung war ein direktes Eingreifen Gottes. Er weiß, dass Gott ihn herausgerufen hat, noch vor seiner Geburt, und jetzt weiß er auch, wofür das passiert ist.
Als er Jesus getroffen hat und verändert wurde durch diese Begegnung, dann spricht er davon, dass Gott ihn gerufen hat durch seine Gnade. Es war eine Berufung, die zwei Dinge getan hat, in Vers 16: Sie offenbarte ihm den Sohn, also Jesus Christus, erst Paulus gegenüber und dann in Paulus. And Christ in Paul hat den Verfolger in den Prediger verwandelt, und das macht es ihm jetzt möglich, das Evangelium unter den Heiden zu verkünden. Das war die Berufung Christi, die mit seiner Bekehrung einherging.
Wie hat er das erfüllt? Am Ende von Vers 16 sagt er: „Ich habe nicht Fleisch und Blut zu Rate gezogen.“ Ich war nicht abhängig von irgendeiner menschlichen Autorität. Und deswegen bin ich nicht nach Jerusalem gegangen, um die zu treffen, die Apostel waren vor mir. Wir wissen, dass er drei Jahre nach Arabien ging und später zurück nach Damaskus ging. Wir bekommen so den Eindruck, dass seine Ausbildung drei Jahre persönliche Lehre oder Belehrung von Jesus Christus höchstpersönlich war.
Das bedeutet nicht, dass wir nicht gelehrt werden müssen von jemandem. Er war ein Apostel und wir nicht. Und die Situationen in seinem Leben waren einzigartig. Aber wenn wir die apostolische Offenbarung der Wahrheit lernen, dann können wir sicher sein, dass das, was wir lernen, Gottes Offenbarung durch Paulus ist. Es hat die Autorität von Gott höchstpersönlich dahinter.
Also das, was wir hier haben, ist eine Scheibe von einzigartiger Kirchengeschichte. Und dann haben wir hier in Kapitel 2 eine Beschreibung von drei Treffen, die Paulus mit den Aposteln hatte. Das erste Treffen, das wir hier haben, ist in Kapitel 1, Verse 18-24, das zweite ist in Kapitel 2, Verse 1-10, und das dritte Treffen ist in Kapitel 2, Verse 11-14. Lasst uns die uns anschauen und dann verbinden wir das mit der Apostelgeschichte.
Er sagt hier: Nach drei Jahren zog ich nach Jerusalem hinauf. Das ist wahrscheinlich drei Jahre nach seiner Bekehrung. Also als er dann schlussendlich nach Jerusalem gegangen ist, ist er nicht hingegangen, um apostolische Ausbildung oder Bestätigung zu bekommen. Er sagt uns am Ende von Vers 18, dass er da nur für fünfzehn Tage geblieben ist. Und er sagt: Ich habe Petrus getroffen und Jakobus, den Bruder des Herrn, aber ich habe sonst gar keinen anderen gesehen. In anderen Worten: Ich bin nicht da hingegangen und habe gesagt: Bitte bestätigt meinen Dienst.
Wir sehen in der Apostelgeschichte, Kapitel 9, wo diese Begegnung berichtet wird, Verse 26 bis 30. Und klar ist, was Paulus hier sieht: Es ist nur ein Kontakt mit den Aposteln, als er nach Jerusalem geht. In Vers 21 heißt es dann, dass er nach dieser Zeit, nach diesen zwei Wochen, zurück nach Syrien und Zilizien ging, da wo er lebte. Er kam aus Tarsus, einer Stadt in Zilizien. Und die Gemeinden in Judäa kannten ihn persönlich nicht. Er hat sie nicht besucht, er hat nicht bei ihnen gepredigt. Aber sie haben den Bericht gehört, dass der, der verfolgt hat, ein Prediger des Evangeliums geworden ist.
Also seine erste Missionsaktivität ist unabhängig von der Gemeinde in Jerusalem. Sie hören, dass er das Evangelium predigt, sie freuen sich darüber, er ist nicht länger der Verfolger, aber sie kennen ihn nicht persönlich, und er arbeitet unabhängig von ihnen. Das ist die erste Begegnung.
Vierzehn Jahre später, Kapitel 2, Vers 1: „Zog ich wieder hinauf nach Jerusalem, diesmal mit Barnabas.“ Hier geht es wahrscheinlich um Apostelgeschichte 11, Verse 27-30, wo sie Paulus und Barnabas Geschenke mitbringen, um den jüdischen Christen in der Hungersnot zu helfen. Und er sagt in Vers 2, dass er da hinaufzog, weil Gott ihm das geoffenbart hat. Und wieder sehen wir: Er geht nicht, weil er eine Einladung aus Jerusalem hatte, sondern weil Gott ihn berufen hat. Er nimmt Titus auch mit. Titus ist ein unbekannter Heide, und er geht als Reaktion auf diese Offenbarung, um ihnen das Evangelium zu erklären, das er den Heiden verkündigt.
Vers 3 ist ein ganz wichtiger Vers, weil er sagt, dass sie Titus nicht gezwungen haben, sich beschneiden zu lassen. In anderen Worten: Er geht nach Jerusalem und sagt: Ich habe das beschneidungsfreie Evangelium den Heiden gepredigt. Er geht nicht dahin, um ihre Bestätigung zu bekommen, um zu überprüfen, ob er es überhaupt richtig macht, weil er es von Christus höchstpersönlich empfangen hat. Worüber er sicher sein will, ist, dass die Jerusalemer Gemeinde oder die Apostel in Jerusalem nicht von diesem Evangelium abweichen. Und deswegen macht er das allein, privat, mit den Leitern. Und er sagt: Wenn sie dem widersprechen würden, dann wäre meine Predigt, oder das, wie ich predige, umsonst gewesen. Weil ich die ganze Zeit gepredigt habe, dass wir alle eins sind, Juden und Heiden, durch Glauben in Christus. Und wenn die Jerusalemer Apostel auf der Beschneidung bestehen, dann werden wir zwei Kirchen haben. Aber sie haben es nicht getan. Titus wurde nicht dazu gezwungen.
Und es wurde ein Thema. In den Versen 4 und 5 sehen wir, dass dieses Thema überhaupt erst hochgekommen ist, weil da einige falsche Brüder sich eingeschlichen haben. Also eine sehr interessante Aussage hier: die falschen Brüder. Er nennt sie Brüder, weil sie denselben Glauben an Jesus Christus teilen, aber er nennt sie Scheinbrüder oder falsche Brüder, weil sie nicht dasselbe Evangelium in Christus predigen. Und deswegen sagt er, sie haben sich hineingedrängt in unsere Treffen, damit sie uns unterjochen können. Und das ist das erste Mal, dass dieser Freiheit-unterjochen-Sklaverei-Kontrast in dem Brief auftaucht. Und hoffentlich kommen wir Samstagmorgen bis Kapitel 5; da sehen wir dann, wie wichtig dieses Freiheitsthema ist.
Paulus’ Methode ist, dass er dir immer ein paar Hinweise gibt, wohin er eigentlich geht. Und im zweiten Teil des Briefes sehen wir diesen Gedanken des Unterjochens, der Sklaverei, viel, viel öfter wiederholt. Also zusammenfassend, Verse 6-10: Nein, es gab keine Nichteinigung. Wir haben uns also einigen können, zwischen Paulus und den Aposteln. Ja, wer auch immer diese waren, es ist nicht wirklich wichtig, weil Gott nicht auf das Ansehen der Person achtet.
Manche sagen: Wie arrogant Paulus wieder ist, als ob er mit den anderen Aposteln so umgeht, als ob sie überhaupt nichts zählen. Nein, das ist nicht, was er hier sagt. Er sagt, es ist nicht der menschliche Botschafter, der wichtig ist, sondern die Botschaft selbst. Ja, sie scheinen wichtig zu sein, sie waren anerkannt, weil sie Botschafter Jesu waren. Aber Gott richtet Leute nicht gemäß ihres Ansehens.
Now the important thing at the end of verse 6 is that they didn't add anything to Paul's message. Sie haben nichts hinzugefügt, sondern vielmehr anerkannt, dass Gott ihm die Aufgabe gegeben hat, den Heiden zu predigen, genauso wie Petrus die Aufgabe bekommen hat, den Juden zu predigen. Also diese Idee, etwas hinzuzufügen, ist wichtig, weil die falschen Lehrer die Beschneidung hinzufügen wollen und damit natürlich diesen ganzen Gesetzesrahmen der jüdischen Kultur. Aber Paulus’ Argument ist hier: Selbst die wichtigen Leute in der jüdischen Gemeinde haben nichts hinzugefügt. Aber sie haben anerkannt, dass Gott in meinem Dienst am Arbeiten ist.
In Vers 9 gaben sie ihm die rechte Hand der Gemeinschaft. Sie haben anerkannt, dass sein Dienst durch die Gnade Gottes gegeben war, und sie haben bestätigt, dass er der Apostel für die Heiden sein sollte und sie für die Juden. Und das Einzige, was sie für ihn in Vers 10 unterstreichen, war, dass wir uns weiter an die Armen erinnern sollten, und das war etwas, das ich eifrig bemüht war zu tun, sagte er. Nein, sie haben das nicht zu seiner Botschaft hinzugefügt, sondern er kam ja mit dem Geld für die Armen. Deshalb war das, was er zu tun gekommen war, genau das, was er tun wollte, und sie haben das bestätigt.
Also das sind die Bedingungen, die Paulus von den Aposteln in Jerusalem bekommen hat: Hey, mach weiter mit dem Evangelium! Du brauchst nichts von diesem Jüdischen bei den Heiden hinzuzufügen. Gott hat dir dieses wahre Evangelium gegeben, um es zu verkündigen? Und erinnere dich weiter an die Bedürftigen. Und seht ihr, wie das das untergräbt, was die Gegner hier behaupten. Die Herkunft seines Evangeliums liegt in Jesus Christus. Jesus gibt den Rahmen oder die Form und auch die Authentizität, die Wahrhaftigkeit dieses Dienstes, und deshalb ist Paulus’ Dienst wahrhaftig apostolisch. Und all das ist ganz wichtig für diesen arbeitenden Dienst und die Argumentation, die er dann in den nächsten Kapiteln fortführt.
Okay, eine Sache noch, und dann haben wir Fragen. Wie Paulus sagt, diese neue Lehre scheint vielleicht sehr beeindruckend, kommt von der Muttergemeinde in Jerusalem, sie hat sehr beeindruckende Bestätigung mit. Aber was er sagt, ist: Es ist menschlich. Die Frage, die wir die ganze Zeit immer wieder in den Kapiteln 1 und 2 sehen, ist: Ist es von Gott oder von Menschen? Ich bin ein Apostel nicht von Menschen und auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus. Also versuche ich, Menschen zu gefallen? Auf gar keinen Fall. Ich will Christus gefallen. Und dieses Evangelium ist nicht etwas, was ich mir ausgedacht habe. Es ist etwas, was Jesus mir persönlich gegeben hat.
Und das ist auch unser Vertrauen. Nein, und wir haben auch nicht die Freiheit, dieses Evangelium zu verändern. Nein, wegen der Kultur des 21. Jahrhunderts müssen wir so ein paar Sachen verändern. Nein, wir müssen uns die Frage stellen: Ist das Evangelium, das wir predigen, das Evangelium, das von Menschen gemacht ist, oder ist es das Evangelium Gottes? Zeitprediger des heutigen Zeitgeistes fügen dem Evangelium etwas hinzu, weil sie eigentlich nicht glauben, dass das wirklich Gottes Botschaft ist. Sie glauben nicht, dass die Originalbotschaft des Kreuzes genügend ist, um Menschen zu verändern. Sie glauben nicht, dass das Evangelium Menschen in die Heilung hineinführen und sie christusgemäß umgestalten kann. Und deshalb sind sie versucht, dem Evangelium etwas hinzuzufügen.
Und die Zusätze finden sich in Form von Regeln und Regularien wieder, die eigentlich dazu ausgedacht sind, um die Hingabe und die Entschlossenheit des Bekehrten festzumachen. Aber die Regeln werden menschengemachte Gebote sein, obwohl sie als die Gesetze Gottes dargestellt werden. Und eine Religion wie diese ist nicht unpopulär. Was unpopulär ist, ist das Evangelium des gekreuzigten Christus. Das Evangelium des Kreuzes und des Geistes, das ist das, was Leute zum Stolpern bringt. Menschen werden immer eine Religion von strikten Regeln und Regulierungen respektieren. Die Welt hat kein wirkliches Problem mit Religion, so wie sie sie versteht, und sie versteht sie im Sinne von Ritualen und Gesetzen. Aber das Evangelium Jesu Christi ist vollkommen anders, und niemand kann sagen, dass er das lehrt, außer er lehrt, was die Apostel gelehrt haben.
Also in diesen Anfangsversen ruft Paulus die neuen Lehrer heraus, fordert sie heraus. Er sagt: Ich bin gesandt durch Jesus Christus. Aber diese Menschen haben nur menschliche Autorität für die Lehre, die sie vertreten. Sie haben nur die Weisheit von Menschen, die sie anzubieten, im Kontrast zur Gnade Gottes im Evangelium. Und das ist, weil sie der Welt nicht gekreuzigt sind. Und deshalb haben sie Angst oder werden klein vor der Kritik der Welt und suchen ihre Anerkennung. Und die Kirche des einundzwanzigsten Jahrhunderts muss diese Botschaft hören.
Ja, vielleicht gibt es ein oder zwei Fragen, bevor wir Pause machen.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher über diese gesetzlichen hier. Ist es so, dass sie nach Apostelgeschichte 10 die Gnade und das Evangelium plus diese jüdischen Gesetze vertreten? Also ich glaube nicht, dass sie hier zu den Galatern gekommen sind und ihnen gesagt haben: Ihr seid noch keine Christen. Ich glaube, wenn du sie fragen würdest, dann würden sie sagen: Nein, es ist durch Glauben an Jesus Christus, dass du Christ wirst. Aber wenn du Gott wirklich gefallen willst und wirklich von ihm angenommen werden willst und natürlich von uns als der Heimatgemeinde hier, dann brauchst du diese jüdischen Charakteristika, die dir das ermöglichen.
Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass diese Addition, also diese Zusätze, erschaffen worden sind von Menschen, nicht außerhalb, sondern innerhalb. Sie haben eher an ein Zweiklassen-Christentum geglaubt. Er beansprucht, dass er sein Evangelium direkt von Jesus bekommen hat, dass Jesus persönlich zu ihm gesprochen hat. In der heutigen Zeit haben wir aber auch wieder viele Leute, die beanspruchen, dass Jesus persönlich zu ihnen spricht. Was ist jetzt der Unterschied zu Paulus und zu Leuten, die das heute von sich beanspruchen? Und was ist jetzt der Unterschied zu ihm? Woher weiß man, wenn Jesus wirklich spricht?
Also erst einmal haben sie nicht die Briefe des Neuen Testaments geschrieben, die so etwas sagen. Und normalerweise ist das, was sie sagen, dass das hier höchstpersönlich von Jesus kommt, eine Idee, wahrscheinlich immer eine einzelne Idee, die sie irgendwie forcieren wollen. Und natürlich lehrt uns der Heilige Geist, indem er die Schrift gebraucht, persönlich. Aber ich glaube, das ganz Wichtige ist, dass die Offenbarung an diesem Punkt vollkommen ist. Keiner bekommt heute eine Offenbarung, die so als Buch Nummer 67 geoffenbart oder repräsentiert werden sollte.
Also was auch immer ihr denkt, was Gott euch sagt oder nicht sagt, wir haben diese Sicherheit der 66 Bücher, und alles muss geprüft werden an dem, was Gott sagt und was er weiter sagt.
Du hast uns gesagt, wenn wir ein bisschen mehr Zeit darauf verbringen, du hast gesagt, das Wort Gottes ist komplett und gerade in Christus ist es komplettiert worden. Du hast es auf Hebräer bezogen. Kannst du uns ein bisschen mehr dazu sagen?
Es ist ein eigenes Thema, und wir haben auch jetzt noch zwei Stunden Zeit. Gottes schlussendliches Wort, sein abschließendes Wort, ist in Christus. Alle 39 Bücher da vorne vom Alten Testament weisen auf Christus hin. Es kann kein abgeschlosseneres oder kompletteres Wort geben als das, was in Christus zu finden ist. Christus sagt, dass der Geist die Apostel in aller Wahrheit leiten wird. Also das, was wir in den 27 Büchern des Neuen Testaments haben, ist der apostolische Bericht. Es ist nichts hinzuzufügen, weil es ein vollständiges Werk ist, das Christus getan hat. Alles, was bleibt, ist, dass er zurückkehrt.
Und es ist ein vollständiges Wort, das Gott gegeben hat, alles, was wir brauchen für Leben und Gottseligkeit. Und das ist das Zeugnis der Apostel des Neuen Testaments, und es ist eine ausreichende Offenbarung. Also ich brauche keinen Engel, der zu meinem Bett kommt und mir eine neue Offenbarung gibt, wie es ja einige gibt, die das behaupten. Und dann frage ich: Was hat dann der Engel gesagt? „Oh, Jesus ist wunderbar.“ Ich habe 27 Bücher, die mir das sagen. Warum sollte Gott dir jetzt einen Engel schicken, um das zu tun?
Nein, ich sage auch nicht, dass diese Person den Engel nicht gesehen hat oder dass der nicht da war oder dass sie irgendwie abgedreht ist. Aber ich will meine Sicherheit nicht darauf legen, weil ein Engel vom Himmel kommen und sagen könnte: Jesus ist gar nicht so wundervoll, gemäß Galater Kapitel 1. Und wenn ein Engel kommt, der mir ein anderes Evangelium bringt, dann soll ich das ablehnen. Also ist es die Wahrheit der offenbarten Botschaft, die uns die Wahrheit kommuniziert, nicht die Erfahrung, sie irgendwie zu empfangen, oder die beeindruckenden Bestätigungen des Botschafters.
Lasst uns Pause machen. Danke für eure Fragen.
