Zum Inhalt

UNVERHEIRATET ZUSAMMENZIEHEN

keine gute Idee
04.08.2023

Ein kritischer Blick auf die heutige Partnerschaftskultur

Wir starten mit einer starken Behauptung: Was der Zeitgeist und die Gesellschaft dir an Partnerschaftskultur und Datingkultur vorgeben, ist komplett kaputt. Warum? Jesus sagt: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Deshalb schauen wir uns einmal die Situation in Deutschland und ihre Früchte an.

In Deutschland werden jedes Jahr über hunderttausend Kinder abgetrieben – das sind allein in dieser Woche über einhundertneunzig Kinder. Jedes fünfte Kind, das wir leben lassen, wächst bei alleinerziehenden Eltern auf. Über drei Millionen zweihunderttausend Deutsche haben sich im letzten Jahrzehnt scheiden lassen. Zudem werden weit über einhundertsechzigtausend Frauen von ihren Partnern geschlagen. Das sind allein heute vierhundertvierzig Fälle.

Mehr als jeder vierte Deutsche hat schon einmal seinen Partner betrogen. Der durchschnittliche Deutsche hat im Leben mit sechs bis dreizehn verschiedenen Menschen Sex – und das ist nur der Durchschnitt. Über eine Million Deutsche lassen sich jedes Jahr auf Geschlechtskrankheiten testen.

Außerdem suchen Deutsche – Kinder, Frauen und Männer – täglich über acht Millionen vierhundertvierunddreißigtausend Mal im Internet nach Pornos. Je nach Job schaut einer von fünf Männern Pornos während der Arbeitszeit. Kinder sind inzwischen durchschnittlich elf Jahre alt, wenn sie ihren ersten Porno sehen; viele sind sogar jünger.

Und nun die Frage: Wonach klingt das? Mal ganz ehrlich – klingt das für dich so, als ob man sagen könnte, ja, die machen es richtig, das ist gesund, so sollte man Beziehung leben und nicht anders? Klingt das für dich gesund? Wir glauben nicht.

Fakt ist: Das ist das Ergebnis, wenn Menschen dem folgen, was die Gesellschaft und der Zeitgeist ihnen vorgeben. Solange du dein Beziehungsleben genauso angehst wie Millionen, die daran zerbrechen, wie wahrscheinlich ist es, dass es dir anders ergehen wird?

Du kannst dich fragen: Woran liegt das? Wie kann ich es besser machen? Gibt es einen anderen Weg?

Die Rolle des Zusammenziehens ohne Ehe in der heutigen Gesellschaft

Wir beide und sehr viele Menschen im ganzen Land sind fest davon überzeugt, dass es eine Sache gibt, die all dem Vorschub leistet. Diese Sache sorgt dafür, dass all das, was du gerade angesprochen hast, durch die Decke schießt. Gleichzeitig ist sie völlig unterbelichtet und kaum jemand hat sie auf dem Schirm. Es geht um das Thema unverheiratetes Zusammenziehen, also das Zusammenziehen ohne Ehe.

Schau mal, was Christen dazu sagen. Auf YouTube habe ich eine Umfrage gemacht: Ist es in Ordnung, dass Mann und Frau unverheiratet zusammenziehen? 1.000 Menschen haben mitgemacht. YouTube schauen auch viele neugierige Nichtchristen, die ebenfalls mit abstimmen. Trotzdem sagen 1.161 Menschen „Nein, zieht nicht unverheiratet zusammen“. Von hundert Menschen sagen nur fünfzehn, dass das eine gute Idee wäre.

Auf Instagram ist das Ergebnis noch klarer. Dort sagen 1.363 Menschen „Nein, zieht nicht unverheiratet zusammen“. Von hundert Menschen sind nur acht der Meinung, dass es eine gute Idee wäre. Und alle größeren christlichen Profile und christlichen Influencer, die bei diesen Umfragen mit abgestimmt haben, sagen: Zusammenziehen ohne Ehe ist keine gute Idee. Nicht ein einziger hat mit „Kann man schon machen“ abgestimmt.

Unabhängig von diesen beiden Umfragen: Weißt du, wer sich alle schon öffentlich gegen das Zusammenziehen ohne Ehe und die damit einhergehenden Konsequenzen ausgesprochen hat? Hier ein paar heutige Beispiele – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Das sind zum Beispiel Jürgen Fischer, Natter von Crosspain, Johannes Hartl vom Gebetshaus Augsburg, Markus Wenz, Jana Heiholder, das Apologetikprojekt, etliche EFGs, Fegs, Fcgs, Cvjms, Baptisten und Pfingstgemeinden, das ICF, Hillsong, die gesamte römisch-katholische Kirche. Außerdem Timothy Keller, William Lane Craig, Wilhelm Busch, John Piper, John MacArthur, Paul Washer, Albert Mohler, Craig Rochelle, Josh und Sean McDowell, Frank Turek, Ray Comfort, Dave Ramsey, Jeff Durbin, Mike Winger, Tim La Haye, Alan Parr – und sie sind damit keineswegs allein.

Zum Beispiel haben sich auch Billy Graham, Karl Barth, Dietrich Bonhoeffer, C.S. Lewis, Charles Spurgeon, John Wesley, Johannes Calvin, Martin Luther, Thomas von Aquin, Augustinus von Hippo, Gregor von Nyssa, Johannes Chrysostomus, Ambrosius von Mailand, Clemens von Alexandrien, Cyprien von Carthago, Tertullian, Hermes und besonders bemerkenswert Polykarp von Smyrna und Ignatius von Antiochien dagegen ausgesprochen. Die beiden Letztgenannten sind nämlich bei Jesus’ Lieblingsjünger Johannes persönlich in die Lehre gegangen.

Soll ich noch mehr aufzählen? Wer also behauptet, dass es richtig wäre, unverheiratet zusammenzuziehen, sagt damit automatisch: Alle Christen weltweit, die mit Herzblut dafür werben, alle diese christlichen Gelehrten und klugen Theologen, die sagen, zieht erst zusammen, nachdem ihr geheiratet habt, liegen falsch. Aber ich habe es jetzt raus, ich weiß besser, wie man es richtig macht.

Deshalb stellt sich die Frage: Warum sagen all diese klugen Menschen das? Ist da etwas dran? Und wie sollten du und ich uns als Christen gerade jetzt in dieser Phase der gesellschaftlichen Entwicklung verhalten? Und...

Umfangreiche Recherche und Ziel des Beitrags

Was wir dir in diesem Beitrag zeigen, steckt wirklich viel Mühe drin. Wir haben monatelang für dich recherchiert, Dutzende Studien gesichtet und biblische Urtexte auf Hebräisch und Altgriechisch genau geprüft. Außerdem haben wir uns Hilfe von erfahrenen Leitern und klugen Lehrern geholt.

Das, was wir dir jetzt zeigen und praktisch an die Hand geben, könnte durchaus eine der größten christlichen Materialzusammenstellungen zum Thema „Zusammenziehen ohne Ehe“ sein, die du bisher im deutschsprachigen Raum findest.

Damit bist du herzlich willkommen beim Bibelfitdienst. Hier versuchen wir, leicht verständlich tiefer in die Bibel einzusteigen, Jesus im modernen Alltag nachzufolgen und harte Fragen von Nichtchristen klar zu beantworten.

Jeden Beitrag versehen wir mit Übersichten, biblischen Entscheidungshilfen, kompletten Hörbüchern und sogar Online-Kursen. Das alles gibt es gratis auf dieser Website. Dafür kannst du freiwilligen monatlichen Unterstützern aus dem ganzen Land danken – Menschen wie du und ich.

Um mehr von unseren Inhalten zu sehen, drücke gern die Glocke unter dem Video.

Zielgruppe und Einstieg in das Thema

Dass man nicht unverheiratet zusammenziehen sollte, ist für viele Zuschauer nichts Neues. Deshalb vorweg einmal die Frage: Bist du Christ? Das heißt, möchtest du dein Leben nach dem ausrichten, was Jesus und das Neue Testament sagen?

Falls nein, ist das auch in Ordnung. In diesem Video geht es um Beziehungsthemen, und in der Bibel steht, dass unsere Aufgabe als Christen nicht darin besteht, das Verhalten oder das Sexualleben von Nichtchristen zu beurteilen. Wahrscheinlich kannst du trotzdem einiges aus diesem Video mitnehmen, aber du bist nicht die Hauptzielgruppe. Dieses Video ist nicht für dich gemacht.

Falls du dich an dieser Stelle verabschiedest, schau dir gern ein anderes Video an und nimm dir den Bestseller „Kein Gott ist auch keine Lösung“ mit, den es kostenlos über den Link unter diesem Video gibt. Viel Spaß mit dem Buch und bis bald.

Falls du gerade mit „Ja“ geantwortet hast, also Christ bist und dich in deinem Leben an das halten möchtest, was Jesus und das Neue Testament sagen, dann hier die zweite Frage: Welche dieser drei Kategorien trifft auf dich zu?

Kategorie A: Du willst nie heiraten.
Kategorie B: Du kannst dir Heiraten grundsätzlich vorstellen.
Kategorie C: Du willst definitiv heiraten oder bist sogar schon verheiratet.

Was trifft auf dich zu: A, B oder C? Merke dir deine Einordnung für gleich.

Unsicherheiten und erste Erklärungen zum Zusammenziehen ohne Ehe

Es gibt einige Christen, die sich in diesem Thema unsicher fühlen. Sie fragen sich: Soll man zusammenziehen, bevor man verheiratet ist? Darf man das überhaupt? Manche sind sich da noch nicht sicher.

Dann gibt es eine große Gruppe von Menschen, die instinktiv spüren, dass es keine gute Idee ist, vor der Ehe zusammenzuleben. Sie hoffen jedoch, dass niemand sie darauf anspricht, weil sie es selbst nicht richtig erklären können.

Für all diese Menschen ist dieser Text genau richtig. Viele haben bis jetzt keine klare Erklärung bekommen, warum man erst nach der Hochzeit zusammenziehen sollte. Deshalb wollen wir uns das jetzt gemeinsam ansehen.

Zunächst klären wir, was es eigentlich bedeutet, wenn man unverheiratet zusammenlebt. Es gibt sogar eine Definition dafür: Eine nichteheliche Lebensgemeinschaft ist eine Beziehung zwischen Mann und Frau, die eine enge innere Bindung miteinander verbindet. Diese Beziehung geht über eine einfache Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft hinaus, wie man sie etwa in einer Wohngemeinschaft (WG) kennt.

Früher wurde eine solche Gemeinschaft auch als „wilde Ehe“ bezeichnet. Dabei wird keine rechtsgültige Ehe geschlossen. Das bedeutet, dass keine rechtlichen Rechte und Pflichten zwischen den Partnern entstehen. Eine solche Lebensgemeinschaft kann jederzeit beendet werden.

Gründe für unverheiratetes Zusammenziehen

Was könnten die Gründe sein, dass manche Menschen unverheiratet zusammenziehen? Im Wesentlichen gibt es drei Gründe. Einen vierten Grund werden wir später noch besprechen.

Der erste Grund ist, dass man Geld sparen möchte. Der zweite Grund, der genauso häufig genannt wird, ist Bequemlichkeit. Ein Zitat aus einem Forum, das ich dazu gelesen habe, lautet: „Wir übernachten ständig mal beim einen, mal beim anderen“, sagt sie. „Wir sind gern zusammen, und so war es billiger und praktischer. Es war eine schnelle Entscheidung, aber wenn es nicht funktionieren würde, gab es einen schnellen Ausweg.“

Bis zu 84 Prozent der Paare geben an, dass sie das Zusammenziehen nutzen, um zu testen, ob die Beziehung lebenslänglich hält – zum Beispiel mit Blick auf eine spätere Ehe. Ganz häufig steckt dahinter auch die Angst vor einer Scheidung.

In Deutschland gibt es viele Menschen, die aus einem Scheidungshintergrund kommen. Du hast ja gerade die Statistiken genannt: Drei Millionen Scheidungen gab es nur in den letzten zehn Jahren. Viele Menschen, auch diejenigen, die hier zuschauen, sind sogenannte Trennungskinder. Sie wissen, wie absolut zermürbend Patchwork-Situationen sein können. Oder sie haben selbst schon eine dramatische und extrem schmerzhafte Trennung hinter sich.

Das heißt, diese Angst vor der Scheidung führt oft dazu, dass das Thema Ehe und Zusammenziehen sehr vorsichtig angegangen wird. Das passiert nicht aus böser Absicht, sondern häufig aus einer guten Absicht. Der Gedanke dahinter ist, dass man hofft, dass das Zusammenziehen vor der Ehe zu einer besseren Entscheidung führt und später zu einer stabileren, glücklichen Ehe.

Warum das leider nicht funktioniert und nachweislich nicht funktioniert, dazu gleich mehr.

Die Botschaft des unverheirateten Zusammenziehens

Wir lassen das Thema Geld kurz außen vor und betrachten einmal genauer, was ich im Grunde sage, wenn ich mit meinem Partner unverheiratet zusammenziehe.

Ich sage damit: Ich probiere dich aus, um zu sehen, ob du für eine spätere Ehe geeignet bist. Denn jetzt bist du das noch nicht oder noch nicht genug, sonst hätte ich dich schon geheiratet, was ich nicht tue.

Das bedeutet, dass ihr während der gesamten Beziehung zweideutige Botschaften sendet. Einerseits sagt ihr: „Ich liebe dich und sehne mich danach, dir nahe zu sein.“ Andererseits sagt die Vereinbarung, die ihr getroffen habt: „Komm mir bloß nicht zu nah, denn eines Tages könnte ich weg sein.“

Damit sage ich: Du bekommst einen Wohnungsschlüssel, aber keinen Ring. Für den bist du gerade nicht gut genug.

Aus meiner Sicht möchte ich nicht ausprobiert werden. Denn dieses Nichtsichersein läuft am Ende darauf hinaus, dass man den anderen noch testet. Wenn es der richtige Partner wäre, dann wäre man sich sicher. Das können wir aus Erfahrung garantieren.

Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen, und vieles davon scheint unterbewusst abzulaufen.

Frauen neigen eher dazu, das Zusammenziehen ohne Trauschein als einen Schritt zu sehen, der auf eine Ehe zusteuert. Männer dagegen betrachten das tendenziell eher ohne eine Verbindung zu einer späteren Ehe.

Ihr kombiniert also die Autonomie, also die Selbstbestimmtheit des Single-Seins, mit der emotionalen und auch körperlichen Nähe, die eigentlich nur in einer Ehe stattfinden sollte.

Historische Perspektive und gesellschaftliche Werte

Und noch bis vor hundertfünfzig Jahren, wenn euch jemand neu kennengelernt hätte und gewusst hätte, dass ihr Christen seid und zusammenwohnt, wäre er davon ausgegangen, dass ihr verheiratet seid.

Der Grund dafür ist, dass ihr die äußeren Merkmale einer Ehe teilt: Ihr seid zusammengezogen, ihr schlaft miteinander, ihr teilt den Alltag. Das Entscheidende ist jedoch, dass ihr die Verbindlichkeit herausnehmt – den feierlichen, lebenslangen, unwiderruflichen Bund. Ihr lebt etwas wie eine Ehe auf Widerruf, was ein Widerspruch in sich ist.

Ihr benehmt euch, als ob ihr verbindlich seid, habt aber keine gemeinsame verbindliche Entscheidung getroffen. Das bedeutet, dass man sich das Recht offenhalten möchte, einander austauschen zu können.

Das ist der Unterschied, als ob du einen Mietwagen oder Carsharing stundenweise ausleihst und jederzeit wieder auscheckst, ohne weitere Verpflichtungen, oder ob du das Auto kaufst und es wirklich dein Eigentum ist.

Deswegen lasst uns noch einmal einen Schritt zurücktreten und überlegen, woher wir in unserer Gesellschaft eigentlich unsere Werte in Bezug auf Männer und Frauen nehmen.

Die Antwort bei den meisten von uns ist natürlich: die Medien. Für viele von uns sind das soziale Medien.

Vor kurzem schrieb jemand, er brauche keinen Fernseher mehr, da es inzwischen das Internet gibt. Was du im Internet findest, sind häufig säkulare Influencer. Außerdem gibt es sogenannte selbsternannte Dating-Coaches oder Pick-up-Artists.

Pick-up-Artists sind Männer, die anderen Männern beibringen wollen, so schnell wie möglich die richtigen Dinge zu sagen, um die Frau so schnell wie möglich ins Bett zu bekommen. Das ist, was moderne Dating-Tipps oft bedeuten.

Diese Tipps werden von Influencern oder Pick-up-Artists gegeben, die möglichst viel aus ihren Kurzzeitbeziehungen herausholen wollen.

Danach werden diese Tipps aber von Menschen umgesetzt, die eigentlich eine einzige optimale Langzeitbeziehung wollen – nämlich eine Ehe.

Das ist also ein kompletter Zielkonflikt. Man setzt etwas um, das eigentlich für ein Ziel gedacht ist, aber man will es für etwas ganz anderes nutzen.

Einfluss von Hollywood und gesellschaftliche Entwicklung

Das zweite, wo die meisten von uns ihre Werte herbekommen, ist de facto in der Praxis ganz ehrlich Hollywood. Hollywood ist nun mal so.

Was hat das mit Hollywood zu tun? Nun ja, das Problem ist, dass das, was uns in Filmen und Serien gezeigt wird, überhaupt nicht repräsentativ ist. Wenn man sich anschaut, wie viele Menschen in Hollywood wirklich arbeiten und dort etwas zu sagen haben, sind das gerade einmal 0,0004 Prozent der Weltbevölkerung. So wenige Menschen haben in Hollywood Einfluss.

Dazu kommt, dass Hollywood und Los Angeles zu den liberalsten Städten der Welt gehören. Diese 0,0004 Prozent prägen jedoch, was über 50 Prozent der Weltbevölkerung konsumieren. Dass Menschen unverheiratet zusammenziehen, war auch lange Zeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht der Normalfall. Ganz im Gegenteil: Es gab bis vor wenigen Jahren sogar Gesetze dagegen.

Besonders seit der Wiedervereinigung Deutschlands ist es jedoch stark angestiegen, dass Mann und Frau unverheiratet zusammenleben. Grundsätzlich ist es klug, sich darüber im Klaren zu sein, dass das Christentum keine westliche Weltanschauung ist, sondern eine vorderorientalische Religion.

Es ist also sehr naheliegend und erwartbar, dass das, was viele von uns als Christen unter Ehe, Verlobung und Beziehung verstehen, von dem abweichen kann, was man in der nichtchristlichen westlichen Welt erlebt.

Zur Erinnerung: Jesus sagt deutlich, dass ihr euch von der Welt unterscheiden werdet. Ihr seid nicht von der Welt.

Irrtümer und falsche Vorstellungen im Alltag

Manchmal gibt es Dinge, die vielen Menschen fest im Kopf sitzen. Doch sobald man ihnen auf den Grund geht, stellt man fest: Hoppla, das ist ja ganz anders.

Ich nehme mal ein Beispiel aus der Finanzbranche. Was glauben die meisten Menschen in Deutschland, wie man reich wird? Dabei geht es nicht darum, dass reich zu werden das oberste Lebensziel ist. Es geht einfach nur um die Frage: Wie kommt man dorthin?

Die meisten werden dir antworten, wenn du sie fragst, dass man entweder unglaublich viel erben muss oder im Lotto gewinnen muss. Tatsächlich ist es aber so, dass bis zu vier von fünf Menschen in der westlichen Welt, die heutzutage reich sind – nach verschiedenen Definitionen –, ihren Reichtum nicht geerbt haben.

Und beim Lotto ist es noch krasser: Die meisten Menschen, die reich sind, haben in ihrem ganzen Leben nie einen Lottoschein in der Hand gehabt. Im Gegenteil: Tatsächlich zeigt sich, dass die meisten Lottospieler Menschen mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen sind.

Das heißt im Klartext: In den allermeisten Fällen macht Lottospielen nicht normale Menschen reich, sondern Menschen mit wenig Geld ärmer. Wer also reich sein möchte, der sollte definitiv nicht Lotto spielen – im Gegenteil.

Das ist mal ein harmloses Beispiel von vermeintlichem Allgemeinwissen, das nachweislich völlig danebenliegt.

Sagt ja die Bibel schon dazu: Der Weg, der scheinbar zum Glück führt, kann genau in die entgegengesetzte Richtung gehen. Das heißt, wichtig für dich: Fakten sind Freunde, Fakten sind Freunde.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Zusammenziehen ohne Ehe

Und jetzt lass die Katze aus dem Sack: Es ist wirklich so, es gibt null Komma null Hinweise darauf, dass ein Zusammenziehen vor der Ehe deine spätere Ehe langfristig irgendwie besser macht.

Und wenn es nur einen einzigen belastbaren Hinweis gäbe, würden wir ihn dir nennen. Aber es gibt keinen, nicht einen einzigen. Es tut mir leid, das so hart und klar zu sagen, aber all die vermeintlichen Vorteile, die die Gesellschaft und der Zeitgeist uns einreden wollen – vom Zusammenziehen ohne Ehe, vom unverheirateten Zusammenziehen – das ist wirklich nur Hollywood, das ist nur Phantasie. Das ist alles in unserem Kopf, nichts davon ist real.

Deshalb lass uns der Realität und den nackten Tatsachen ins Auge sehen. Wir zeigen dir jetzt Zusammenfassungen aus jahrelangen Untersuchungen und Langzeitstudien. Also leg dir schon mal etwas für deine Notizen bereit und schreib gerne in die Kommentare, was dir davon am wichtigsten geworden ist.

Nur damit du es weißt: Das sind jetzt nicht Instagram-Umfragen von christlichen Influencern. Nicht, dass daran etwas falsch wäre, gar nicht. Aber diese Studien stammen von nichtchristlichen, also atheistischen Soziologen, Professoren und Forschungsinstituten. Sie haben Langzeitstudien darüber gemacht, unter welchen Bedingungen eine Beziehung zwischen Mann und Frau bessere Chancen hat, eine erfüllte Beziehung zu sein – und vor allem auch darüber, unter welchen Bedingungen sie hält.

Deshalb hör dir das jetzt einfach mal an und überleg dabei nur von den Ergebnissen, nur von den Früchten, die du jetzt hörst: Welche Früchte wünschst du dir für dein Leben? Was für ein Leben würdest du deiner kleinen Schwester raten?

Finanzielle Auswirkungen des Zusammenziehens ohne Ehe

Wir beginnen wieder ganz harmlos mit dem Thema Finanzen.

Weißt du, im Vergleich zu denen, die erst zusammenziehen, nachdem sie schon verheiratet sind, haben Menschen, die ohne Ehe zusammenleben, teilweise über ihr Leben hinweg deutliche finanzielle Nachteile. Technisch ausgedrückt bedeutet das: Zusammenziehen ohne Heirat ist ein klarer Indikator für ein geringeres Netto-Gesamtvermögen. Das heißt, du hast insgesamt weniger Geld zur Verfügung über dein Leben hinweg.

Warum ist das wichtig? Besonders relevant ist das Thema im Zusammenhang mit Kinderarmut. In Haushalten, in denen beide Eltern zwar zusammenleben, aber nicht verheiratet sind, liegt die Quote der Kinderarmut deutlich höher – sie ist mehr als fünfmal so hoch wie bei verheirateten Ehepaaren. Das bedeutet also: Wenn wir uns als Gesellschaft Gedanken über Kinderarmut machen – und das zu Recht –, dürfen wir nicht ausblenden, welche Entscheidungen die Eltern treffen.

In Haushalten, in denen die Eltern nicht verheiratet sind, beträgt das Haushaltseinkommen teilweise nur zwei Drittel des Einkommens von verheirateten Eltern. Warum ist das so? Einer der entscheidenden Gründe ist, dass Männer, die unverheiratet zusammenleben – und das ist wirklich krass – teilweise bis zu 50 Prozent weniger erfolgreich in ihrem Job sind als Männer gleichen Alters, die verheiratet sind.

Das heißt also: Männer, wenn ihr mit eurer Freundin zusammenzieht, ohne verheiratet zu sein, ordnet ihr euch automatisch einer Gruppe von Männern zu, bei denen es statistisch sehr wahrscheinlich ist, dass sie im Beruf nur halb so schnell vorankommen und halb so erfolgreich sein werden wie verheiratete Männer. Lass dir das mal auf der Zunge zergehen.

Ich muss sagen: Als Mann lässt mich das schon ein Stück weit aufhorchen. Einer der Gründe dafür ist, dass verheiratete Männer meist ein höheres Verantwortungsbewusstsein entwickeln, nachdem sie geheiratet haben. Sie werden fleißiger und auch effizienter – und das unabhängig davon, ob sie Kinder haben oder nicht. Bei Männern, die nur zusammenziehen, ohne zu heiraten, ist das nicht so.

Mentale und gesundheitliche Folgen

Was sind nun die Folgen des Zusammenlebens ohne Ehe für die einzelnen Partner im Bereich der mentalen Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens? Studien zeigen, dass sich die meisten Menschen in einer Ehe deutlich stabiler, sicherer und geborgener fühlen.

Ein möglicher Erklärungsansatz ist, dass man als unverheiratete Person sich noch in der sogenannten „Marketingphase“ eines Produkttests befindet. Wie bereits erwähnt, ist man in dieser Phase noch in der Widerrufsfrist, also in einer Art Test- oder Umtauschphase. Man muss sich ständig beweisen, was insbesondere bei Frauen zu dauerhaftem Stress führen kann.

Zudem zeigen Untersuchungen, dass verheiratete Paare eine bessere psychische und körperliche Gesundheit aufweisen als Paare, die ohne Ehe zusammenleben. Das bedeutet, Menschen, die heiraten, sind im Durchschnitt psychisch gesünder, leben länger, ernähren sich gesünder und verbringen mehr Zeit im Freien. Das wäre sicherlich auch für Krankenkassen eine interessante Information.

Doch schauen wir uns auch die negativen Aspekte an, die beim Zusammenziehen ohne Ehe festgestellt wurden. Vielleicht denkst du, dass dir diese Vorteile nicht so wichtig sind. Dennoch lohnt es sich, die Folgen zu betrachten und sich zu fragen, ob man das wirklich möchte.

Laut dem Journal of Health and Social Behaviour ist es bei Menschen, die unverheiratet mit ihrem Partner zusammenleben, wahrscheinlicher, dass sie an Depressionen leiden. Sie zeigen insgesamt einen schlechteren psychischen Gesundheitszustand. Eine weitere Quelle weist darauf hin, dass die jährliche Anzahl von Menschen mit Depressionen bei Paaren, die ohne Ehe zusammenleben, mehr als dreimal so hoch ist wie bei verheirateten Paaren.

Mehrere Studien belegen außerdem, dass Paare, die ohne Ehe zusammenwohnen, eher zu erhöhtem Alkoholkonsum und exzessivem Rauchen neigen als verheiratete Paare.

Eine aktuelle Studie zeigt die Folgen auf, wenn Paare das Zusammenziehen ohne Ehe nutzen, um ihre Beziehung zu testen. Für Männer sind die Folgen erschreckend: Sie leiden häufiger unter depressiven Symptomen, allgemeinen Angstzuständen, Schwierigkeiten, sich auf andere zu verlassen, und haben Angst davor, verlassen zu werden. Zudem zeigen sie mehr körperliche Aggressionen und ein geringeres Maß an Hingabe, also Ernsthaftigkeit in der Beziehung.

Auch bei Frauen wurden große Verlustängste festgestellt. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen zeigt sich ein allgemein schlechterer Umgang miteinander, gesteigerte psychische Aggression sowie eine geringere Zuversicht und Hoffnung in die Beziehung.

Eine weitere Studie weist nach, dass Paare, die ohne Ehe zusammenziehen, nicht nur weniger glücklich sind, sondern auch seltener sexuell exklusiv leben. Das heißt, sie haben weniger häufig Sex nur mit einem Partner und legen sich weniger auf einen Partner fest. Zudem sind sie sexuell weniger erfüllt.

Ein weiterer erstaunlicher Befund ist, dass Paare, die ohne Ehe zusammenleben, auch eine schlechtere Beziehung zu ihren Eltern haben. Das ist eine bemerkenswerte Erkenntnis.

Auswirkungen auf die Beziehung und Konfliktbewältigung

Schauen wir uns an, welche Folgen das Zusammenziehen ohne Heirat für die Beziehung zwischen Mann und Frau hat und was sich daraus ergibt. Und noch einmal, damit wir uns richtig verstehen: Paare, die unverheiratet zusammenziehen, sind unglücklicher als Ehepaare, die erst nach der Heirat zusammengezogen sind.

Das bedeutet, wenn dir jemand einreden will, dass das Zusammenziehen ohne Heirat ein Rezept für eine katastrophale Ehe sei, sieht die Realität ganz anders aus – und zwar genau umgekehrt. Das Kuriose dabei ist, dass Paare, die vor der Heirat nicht zusammengezogen sind, meistens glücklicher sind als jene, die vorher zusammengezogen sind oder zusammenleben, ohne jemals zu heiraten. Diese Schere – also der Unterschied zwischen verheirateten Paaren, die erst nach der Heirat zusammengezogen sind, und unverheirateten Paaren – öffnet sich im Laufe der Jahre immer weiter. Je länger die Paare zusammen sind und verheiratet bleiben, desto größer wird dieser Unterschied.

Schauen wir uns nun die Auswirkungen auf die Beziehungsqualität von Paaren an, die unverheiratet zusammengezogen sind. Und damit du das richtig verstehst: Das ist nicht einfach unsere Meinung, sondern basiert auf Langzeitstudien von Forschern, die sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt haben.

Was bedeutet das nun im Alltag einer Beziehung mit all den kleinen und großen Reibereien? Stell dir vor, ich heirate jemanden, mit dem ich vorher nie zusammengelebt habe. Bin ich dann nicht ständig am Streiten? Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Paare, die vor der Heirat zusammengezogen sind, streiten sich nachweislich häufiger und heftiger. Sie finden seltener konstruktive Lösungen, die für beide Partner funktionieren – und das ist entscheidend für eine gute Lösung.

Man kann zeigen, dass es bei solchen Paaren deutlich mehr verbale Aggressionen gibt. Das heißt auf Deutsch: Es wird persönlich, es wird beleidigend und herabwürdigend. Es wird geschrien, Tassen fliegen und Tränen fließen. All das kommt bei verheirateten Paaren, die erst nach der Heirat zusammengezogen sind, deutlich seltener vor.

Natürlich gibt es im Alltag und in der Kommunikation immer wieder Situationen, in denen man Dinge miteinander aushandeln und klären muss. Das ist normal. Aber bei Paaren, die unverheiratet zusammenleben, zeigt die Praxis, dass sie oft nicht die Energie und den Willen aufbringen, diese Reibereien wirklich dauerhaft zu lösen. Warum ist das so? In den Studien geben viele Paare an, dass sie sich nicht sicher sind, ob es sich lohnt, diese Energie aufzubringen. Der Grund: Sie wissen nicht, ob der Partner wirklich dauerhaft bleibt.

Dann sagt man sich: „Na ja, ich will da irgendwie drüber hinwegsehen“, aber trotzdem fühlt man, dass einem manche Dinge wirklich nicht guttun. Das gräbt sich mit der Zeit immer tiefer ein. Das führt zu einer großen Frustration. Vor allem übt man dann nicht die Strategien zur Konfliktbewältigung und Verhandlung ein, die Ehepaare häufig entwickeln.

Wozu führt das? Unverheiratete Paare sind oft weniger gut darin, Kommunikationsprobleme und Partnerschaftskonflikte zu lösen. Ihnen fehlt es an Kreativität, neue Wege und Lösungen zu finden und diese auch effizient umzusetzen – sowohl bei der Problemlösung als auch in der Kommunikation.

Das hat zur Folge, dass man bei Paaren, die unverheiratet zusammengezogen sind, deutlich mehr negative Kommunikation beobachten kann. Das heißt: Kommunikation, bei der sich mindestens einer der Partner unwohl fühlt. Außerdem ist die Zufriedenheit in der Beziehung geringer als bei Ehepaaren, die erst nach der Heirat zusammengezogen sind.

Diese Erkenntnisse bestätigen sich auch darin, dass unverheiratete Paare im Durchschnitt weniger Zeit miteinander verbringen als Ehepaare, die nach der Heirat zusammengezogen sind – und das bei exakt gleichen beruflichen und familiären Bedingungen.

Das ist bemerkenswert, oder? Nach dem unverheirateten Zusammenziehen steigt die negative Kommunikation deutlich an, und die Zufriedenheit mit der Beziehung nimmt bei den meisten Paaren über die Zeit tatsächlich ab.

Und genau das führt dazu, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Paare, die unverheiratet zusammengezogen sind, am Ende wirklich heiraten, sinkt. Anders gesagt: Es wird nicht wahrscheinlicher, sondern unwahrscheinlicher, dass sie heiraten, nachdem sie unverheiratet zusammengelebt haben.

Dazu gleich mehr.

Ausblick auf die spätere Ehe

Okay, jetzt haben wir uns die Beziehungsqualität angeschaut, und Markus hat bereits einen kleinen Ausblick darauf gegeben, wie sich diese auf die spätere Ehe auswirken kann. Schauen wir uns das einmal etwas genauer an.

Sobald ihr ohne Ehe zusammenwohnt, verkürzt oder verspielt ihr euch im schlimmsten Fall sogar die Chance, den besten Partner für euch zu finden. Hier sind nur einige Gründe dafür.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass du dich mit weniger als dem besten für dich zufrieden gibst, sobald du ohne Ehe zusammenziehst. In guten Beziehungsratgebern wird das im Englischen häufig mit „don't settle“ beschrieben. Das bedeutet nicht, dass man sich nicht irgendwann niederlassen soll oder dass der finale Partner am Ende perfekt sein wird. Vielmehr warnt es vor der Haltung, zu sagen: „Ich werde ja eh niemanden finden, der besser zu mir passt, also kann ich genauso gut mit meinem jetzigen Partner zusammenbleiben.“

Noch einmal: Das heißt nicht, dass mit dem Partner generell etwas falsch ist. Es kann jedoch sein, dass ihr nicht das beste Match füreinander seid. Das führt sehr wahrscheinlich in der weiteren Beziehung zu Schwierigkeiten, bis im schlimmsten Fall zur Trennung und Scheidung.

Bei Paaren, die zusammenziehen, ohne verheiratet zu sein, ist es einfach viel wahrscheinlicher, dass sie sich zufrieden geben und diesen schlechten Startschuss in eine langfristige Beziehung oder in die Ehe mitnehmen.

Praktische Tipps für die Partnerwahl

Ein kurzer Gedanke und ein kleiner Tipp dazu: Es ist ratsam, bevor du dich zum ersten Mal mit jemandem triffst – also nicht erst kurz vor dem Zusammenziehen, nicht bei der Verlobung und auch nicht erst etwas später –, eine Liste zu erstellen. Diese Liste sollte Dinge enthalten, die für dich unverhandelbar sind und bei denen du in der zukünftigen Beziehung keine Abstriche machen möchtest.

Dabei geht es nicht um oberflächliche Kriterien, wie man sie vielleicht als Teenager aufschreibt – zum Beispiel „er muss Gitarre spielen können“ oder „sie muss blonde Haare haben“. Vielmehr solltest du Werte, Lebensziele und ähnliche wichtige Aspekte festhalten.

Ein bekanntes christliches Influencer-Pärchen empfiehlt außerdem, sich dafür einen Rechenschaftspartner zu suchen. Das ist jemand, dem du erlaubst, dich an deinen eigenen Zielen zu messen und dem du gegenüber Rechenschaft ablegst, bevor du dich zum ersten Mal mit jemandem triffst.

Ein markantes Merkmal heutiger Beziehungen ist, dass viele Menschen von einer großen Lebensveränderung in die nächste „hineinschlittern“. Das Zusammenziehen ohne Trauschein macht es wahrscheinlicher, dass man sich mit dem Status quo zufrieden gibt, anstatt bewusst und absichtsvoll zu entscheiden: „Will ich diesen nächsten Schritt wirklich gehen?“

Das Zusammenziehen ohne verheiratet zu sein nimmt die Intentionalität, also die bewusste Entscheidung für das spätere Heiraten, heraus. Statt klar zu sagen: „Ich will, dass du für mein ganzes Leben Teil meiner Familie bist“, lautet der Gedanke dann oft: „Na ja, wir leben ja schon zusammen, also können wir auch heiraten.“

Dafür gibt es sogar ein bekanntes Konzept aus der Verhaltensökonomie: die sogenannte sunk cost fallacy, also die gedankliche Verzerrung durch bereits versunkene Kosten.

Ein einfaches Beispiel: Stell dir vor, du kaufst einen Staubsauger. Nach Ablauf der Garantiezeit, sagen wir nach zwei Wochen, merkst du, dass der Staubsauger wirklich schlecht ist und nicht funktioniert. Du brauchst einen neuen.

Was könntest du jetzt tun? Umtauschen kannst du ihn nicht mehr. Du kannst nur überlegen: Das Geld ist sowieso weg. Kaufe ich jetzt einen neuen Staubsauger, der richtig funktioniert, oder behalte ich den alten?

Viele Menschen behalten tatsächlich den alten Staubsauger und kaufen sogar noch teure Staubsaugerbeutel dafür. Sie denken: „Ich habe ja schon 80 oder 100 Euro für den schlechten Staubsauger ausgegeben, also muss ich jetzt auch dauerhaft die schlechten Beutel kaufen.“

Das macht aber keinen Sinn, denn die 80 Euro sind ohnehin verloren. Du kannst genauso gut jetzt einen neuen, funktionierenden Staubsauger kaufen.

Das heißt: Es ist sehr gesund und klug, sich immer wieder zu fragen: „Wenn ich heute von null anfangen könnte, würde ich mich dann wieder genau in diese Situation manövrieren?“ Wenn die Antwort nein lautet, solltest du die Entscheidung ändern – egal, wie viel es dich schon gekostet hat.

Denn die Kosten der Vergangenheit sind ohnehin verloren. Es geht jetzt um die Zukunft und darum, was sie dich ab jetzt kosten soll.

Das klingt vielleicht nicht intuitiv, ist aber ein vielfach erwiesenes Konzept, das jeder im BWL- oder Psychologiestudium schon einmal gehört hat.

Viele Studien zeigen, dass manche Menschen jemanden tatsächlich heiraten, den sie sonst verlassen hätten, wenn sie nicht schon zusammengelebt hätten. Das muss man sich wirklich einmal bewusst machen: Diese Menschen hätten ihren Partner eigentlich verlassen, heiraten ihn aber stattdessen.

Warum ist das so? Das Zusammenleben macht es oft zu schwierig, die Beziehung zu beenden. Man ist bequem geworden und rutscht so in die Ehe hinein.

Ähnlich verhält es sich auch beim Sex ohne Ehe. Er macht es viel schwieriger, sich vom Partner zu trennen, wenn sich herausstellt, dass die Werte, Zielsetzungen und andere wichtige Punkte doch nicht übereinstimmen.

Dadurch bleibt man oft länger in der Beziehung mit dem falschen Partner. Psychologische Studien belegen, dass man so eher in einer unpassenden Beziehung bleibt oder sogar den falschen Partner heiratet.

Noch einmal: Das haben wir in unserer Beziehungsübersicht, die du dir gerne anschauen kannst, auch mehrfach betont: Solange du nach göttlichen Maßstäben und unter Einhaltung der Grenzen datest, ist es in Ordnung, die Beziehung wieder aufzulösen und dich zu trennen. Das ist keine Sünde.

Auswirkungen auf den Bereich Sexualität

Und da wir gerade beim Thema Sex sind, schauen wir uns an, wie sich dieser Bereich verhält, wenn ihr zusammenzieht, ohne verheiratet zu sein.

Es gibt Studien, die zeigen, dass verheiratete Paare, die bereits vorher zusammengelebt haben, sowohl zu Beginn als auch langfristig sexuell weniger erfüllt sind als Paare, die erst nach der Heirat zusammenziehen.

Das bedeutet insgesamt, dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass dein Freund nicht dein Ehepartner wird, wenn ihr zusammenzieht und Sex habt, ohne verheiratet zu sein, als wenn ihr das nicht tut. Anders ausgedrückt: Ihr habt eine deutlich höhere Chance auf eine langfristig glückliche und dauerhafte Ehe, solange ihr nicht vorher zusammenzieht.

Und das hat nichts mit Christentum, Religiosität, Evangelikalismus oder Freikirchlichkeit zu tun. Es ist einfach ein statistischer Fakt, der genauso für Nichtchristen gilt. Das ist ja gerade das Überraschende daran.

Paare, die vor der Ehe zusammengezogen sind, haben häufiger Eheprobleme. Sie kommunizieren schlechter miteinander und suchen häufiger Konfliktberatungsstellen auf. Zwei namhafte Studien sprechen sogar von deutlich qualitativ schlechteren Ehen, selbst wenn sie später heiraten.

Risiko von Scheidung und Trennung

Und damit sind wir beim Thema Scheidungen, wie du schon gesagt hast. Zahlreiche Studien zeigen, dass das Zusammenziehen ohne Ehe das Risiko einer späteren Scheidung deutlich erhöht.

Um hier einen Denkfehler zu entlarven, nehmen wir das Beispiel Lotto: Nur weil sich etwas intuitiv oder logisch anfühlt, muss es noch lange nicht richtig sein. Viele Paare ziehen zusammen, ohne verheiratet zu sein, weil sie Angst haben, sich später scheiden zu lassen, bevor sie sich nicht vorher „ausgetestet“ haben. Doch genau dadurch machen sie eine spätere Scheidung viel wahrscheinlicher – und sie wissen es oft nicht einmal.

Zum Thema Trennung: Es ist deutlich wahrscheinlicher, dass man sich trennt, sobald man einfach zusammenzieht, als wenn man nie zusammengezogen wäre. Das gilt auch für eine spätere Ehe. Sobald man unverheiratet zusammenlebt – selbst wenn man später heiratet – liegt das Risiko einer Scheidung schätzungsweise um 146 bis 148 Prozent höher als bei Paaren, die erst nach der Heirat zusammenziehen.

Das klingt absurd, aber jetzt verstehe ich auch, warum manche Paare, die unverheiratet zusammenleben, tatsächlich einen Vertrag aufsetzen. Darin wird schriftlich festgehalten, was im Fall einer Trennung passieren soll und wem was gehört.

In Kanada, dessen Kultur Deutschland, Österreich und der Schweiz recht ähnlich ist – sogar noch mehr als die der USA –, sieht man, dass Menschen, die unverheiratet zusammenleben, sich dreimal so schnell trennen wie verheiratete Paare. Und das gilt unabhängig von der Religion.

Diesen negativen Effekt hast du auch schon, wenn nur einer von beiden vorher unverheiratet mit jemand anderem zusammengelebt hat. Das wirkt dann später in die Zukunft hinein.

Deshalb glauben fast doppelt so viele Menschen, die unverheiratet zusammenleben, dass eine Scheidung eine Lösung für Beziehungsprobleme sein kann, im Vergleich zu denen, die erst nach der Heirat zusammenziehen. Von letzteren glaubt das gerade mal die Hälfte.

Jemand, der vorher sogar zweimal unverheiratet mit zwei anderen Menschen zusammengelebt hat, hat ein um 160 Prozent höheres Risiko einer Scheidung, sobald er eine dritte Frau kennenlernt und die beiden heiraten.

Bei Ehepaaren, die erst nach der Heirat zusammenziehen, ist das nicht der Fall.

Außerdem zeigt sich: Die absolute Mehrzahl der Menschen, die später im Leben geschieden werden, haben vorher mit jemand anderem unverheiratet zusammengelebt. Das bedeutet, das Risiko für instabile Familien ist deutlich höher.

Und da haben wir es wieder: Scheidungskinder. Klingelt da was? Viele von uns, die aus Trennungshaushalten kommen, selbst Scheidungskinder sind oder in Patchworkfamilien beziehungsweise nur mit einem Elternteil aufgewachsen sind, sollten sich fragen: Sind meine Eltern damals unverheiratet zusammengezogen?

Falls du möchtest, kannst du das gerne in die Kommentare schreiben.

Bedeutung der Beziehungsvorgeschichte für die Ehe

In glücklichen Ehen ist es im Idealfall so, dass die Ehepartner möglichst wenig Beziehungsvorgeschichte miteinander haben. Das haben wir bereits in unserer Reihe zum Thema Dating und Kennenlernen angesprochen. Dieses Video dazu habe ich dir auch unter diesem Video hier verlinkt.

Deshalb ein ganz wichtiger Tipp: Schon in der Kennenlernphase, lange bevor ihr überhaupt zusammen seid, solltet ihr über die Vorgeschichte des anderen sprechen. War er oder sie schon einmal in einer Beziehung? Was für eine Beziehung war das? Wie lange hat sie gedauert? Wie sah sie konkret aus? Woran ist sie am Ende gescheitert? Solche Gespräche sind natürlich nicht immer angenehm, aber es lohnt sich nicht, sie zu überspringen.

Du siehst also: Paare, die unverheiratet zusammenziehen, machen eine spätere Ehe weniger wahrscheinlich und weniger erfolgreich. Eine Studie zeigt, dass je mehr Monate junge Menschen unverheiratet zusammengelebt haben, desto mehr nimmt ihre Begeisterung für Ehe und späteres Kinderkriegen ab. Eine weitere Studie belegt, dass von zehn Paaren, die unverheiratet zusammenziehen, nicht einmal vier heiraten.

Ein Soziologie-Professor schreibt dazu: Personen, die mit ihrem Partner unverheiratet zusammenwohnen, neigen zu einer geringeren Entschlossenheit, die Beziehung aufrechtzuerhalten, im Vergleich zu verheirateten Paaren. Stattdessen sind sie mehr auf ihre eigene Autonomie, also ihre Selbstbestimmung, konzentriert. Sobald dieses Muster von niedrigerer Verbindlichkeit und hoher Selbstbestimmung in Beziehungen einmal gelernt ist, ist es sehr schwer, es wieder zu verlernen.

Bei Frauen zeigt sich, dass wenn sie vor der Ehe Sex haben, ihr Drang zu heiraten häufig eher gestärkt wird. Bei Männern hingegen führt Sex vor der Ehe häufig dazu, dass ihr Wunsch zu heiraten schwindet oder sogar ganz verschwindet. Also, von Frau zu Frau: Überlege dir, ob du möchtest, dass dein Freund dich später auch heiratet. Dann ist es keine gute Idee, dich vorher körperlich schon hinzugeben. Das wird sein Bedürfnis, dich zu heiraten, eher reduzieren.

Andere Studien zeigen etwas, das vor allem Männer betrifft: Männer, die vor der Hochzeit mit ihrer Freundin zusammengelebt haben, investieren sich häufig weniger in ihre spätere gemeinsame Ehe. Und damit sind wir beim Thema Verbindlichkeit und Ernsthaftigkeit.

Ehrlichkeit, Treue und Gewalt in unverheirateten Beziehungen

Lassen Sie uns einen Blick auf das Thema Ehrlichkeit werfen. Paare, die unverheiratet zusammenleben, geben zu 30 Prozent seltener an als verheiratete Paare, dass sie ihren Partner nicht anlügen. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Partner ehrlich ist, deutlich höher ist, wenn man verheiratet ist und vorher nicht zusammengelebt hat.

Kommen wir nun zum Thema Treue. Personen, die unverheiratet zusammengezogen sind, gehen in ihrer späteren Ehe dreimal häufiger fremd als solche, die erst nach der Heirat zusammengezogen sind. Weitere Studien zeigen, dass bis zu jede fünfte Frau, die unverheiratet mit ihrem Freund zusammenlebt, fremdgehen könnte. Dabei wurde nur das Verhalten der Frauen betrachtet.

Ein sehr wichtiges Thema, das oft unter den Teppich gekehrt wird, ist Gewalt. Gewalt unter Paaren, insbesondere Gewalt gegen Frauen, ist absolut inakzeptabel. Es gibt keinerlei biblische Rechtfertigungen dafür. Das haben wir hier auf diesem Kanal bereits mehrfach betont, zum Beispiel im Interview mit Nelly Kronwald, das unter dem Video verlinkt ist. Körperverletzung ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein Verbrechen und muss angezeigt werden – unabhängig davon, wer der Täter ist. Der Taufschein ist kein Freifahrtschein.

Zu den Fakten: Frauen, die mit jemandem zusammenleben, ohne verheiratet zu sein, werden in der Praxis häufiger geschlagen als verheiratete Frauen. Ohne jemanden beschuldigen zu wollen, muss gesagt werden, dass unverheiratet zusammenlebende Frauen in der Realität häufiger sexuell missbraucht und vergewaltigt werden – sowohl von ihrem Partner als auch von anderen Männern – als verheiratete Frauen. Diese Vorfälle können bis zu 200 Prozent häufiger auftreten, wobei die Dunkelziffer noch nicht berücksichtigt ist.

Das bedeutet konkret: Falls du bei deinen Eltern Gewalt erlebt oder beobachtet hast und deshalb unbewusst denkst, dass eine Ehe vielleicht nicht sicher wäre, gibt es keine absolute Sicherheit. Aber Fakt ist, dass unverheiratetes Zusammenleben deutlich unsicherer ist als eine Ehe, insbesondere eine Ehe, die auf göttlichen Prinzipien basiert. Zu diesen Prinzipien findest du die genauen Schritte im ersten Link unter dem Video.

Wir nehmen das Thema Gewalt ernst und sind überzeugt davon, dass du die beste Chance auf eine sichere Beziehung hast, wenn du diese Beziehungsschritte durchgehst. Eine umfangreiche Untersuchung hat zudem ergeben, dass Frauen, die mit ihrem Freund unverheiratet zusammenleben, über 300 Prozent häufiger Opfer von Körperverletzungen werden. Das bedeutet klar und deutlich: Dreimal so viele Männer schlagen ihre Freundin wie Ehemänner ihre Ehefrauen.

Was schwere Körperverletzungen betrifft – also Verletzungen, die Monate zur Heilung benötigen oder bleibende Schäden und Schmerzen verursachen – treten diese 400-mal so häufig auf, wenn Menschen unverheiratet zusammenleben, verglichen mit verheirateten Paaren. Das heißt noch einmal: Wer bereits schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat, ist im unverheirateten Zusammenleben deutlich unsicherer als in einer Ehe, insbesondere in einer Ehe nach göttlichen Prinzipien.

Die extremste Schätzung geht sogar davon aus, dass in jeder siebten Beziehung, in der Mann und Frau unverheiratet zusammenleben, körperliche Gewalt vorkommt. Dabei sei noch einmal betont: Das bedeutet nicht, dass in jeder Ehe automatisch alles friedlich und harmonisch verläuft. Es gibt psychopathische und schwer gestörte Männer, und diese gehören vor Gericht und hinter Gitter – Punkt. Solche Männer findet man jedoch deutlich häufiger in unverheirateten Beziehungen als in Ehen. Das ist ein Fakt.

Auswirkungen auf den Glauben

Vielleicht hast du dich schon gefragt, wie es mit dem Thema Glauben aussieht. Da immer mehr Christen in Betracht ziehen, zusammenzuziehen, ohne verheiratet zu sein, sollten wir darüber sprechen.

Hat das Auswirkungen auf den Glauben? Ja, hat es. In Gesellschaften, in denen immer mehr Paare unverheiratet zusammenleben, nimmt die Säkularisierung zu. Das bedeutet, dass immer mehr Lebensbereiche und auch Menschen allgemein den Bezug zum Glauben verlieren.

Das gilt auch individuell. Menschen, die unverheiratet zusammenwohnen, sind später deutlich weniger aktiv im Glauben als zuvor. Das hast du vielleicht bei Freunden schon beobachtet, die sich von ihrem Glauben entfernt haben, also dekonstruiert oder postevangelikal geworden sind.

Eine Studie zeigt, dass das Zusammenleben ohne Ehe religiöse Aktivitäten reduziert, während die Ehe sie stärkt. Stell dir ein normales christliches Paar vor: Statistisch gesehen besuchen viele, die unverheiratet zusammenleben, danach seltener Gottesdienste, beten weniger, lesen weniger in der Bibel und fallen deutlich wahrscheinlicher später vom Glauben ab.

Das genaue Gegenteil ist bei christlichen Paaren der Fall, die erst nach der Heirat zusammenziehen. Hier zeigt die Statistik, dass die Ehe viele von ihnen bestärkt, häufiger in den Gottesdienst zu gehen, die Bibel zu lesen und im Glauben wachsen zu wollen.

Das ist doch beeindruckend, oder?

Der Dominosteineffekt des Zusammenziehens ohne Ehe

Das heißt, alles zusammengenommen, ist das Zusammenwohnen ohne Ehe etwas, das man auch als Keystone Habit bezeichnet. Im Deutschen spricht man dabei von einem Schmetterlingseffekt oder auch Dominosteineffekt.

Das bedeutet, dass eine einzelne Handlung automatisch eine Vielzahl nachweisbarer negativer Effekte nach sich ziehen kann. Eine solche Handlung ist das Zusammenziehen ohne Ehe.

Diese Situation ist vermeidbar, und die Entscheidung liegt in deiner Hand.

Auswirkungen auf Kinder und Familie

Lass uns über Kinder sprechen. Bei etwa einem von sieben Paaren, also ungefähr vierzehn Prozent, die unverheiratet zusammenziehen, geben sie selbst an, dass der Hauptgrund für das Zusammenziehen ein gemeinsames Kind war.

Frauen, die nach der Geburt unverheiratet mit dem Vater des Kindes zusammenleben, haben jedoch eine deutlich geringere Chance, jemals ein zweites Kind zu bekommen, als Frauen, die mit dem Vater verheiratet sind und erst in der Ehe schwanger geworden sind.

Das bedeutet im Klartext: Wenn du dir jemals eine Familie mit mehreren Kindern gewünscht hast, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Wunsch mit deinem unverheirateten Partner erfüllt wird, deutlich geringer als mit einem Ehemann, mit dem du erst nach der Heirat zusammenziehst.

Und jetzt kommt das: Neununddreißig Prozent der Paare, also fast jedes zweite Paar, das unverheiratet zusammengezogen ist und Kinder hat, zweifelt ernsthaft daran, ob ihre Beziehung auf Dauer hält. Und das sind nur diejenigen, die wirklich zweifeln – die anderen sind hier nicht mitgezählt. Diese Zahlen stammen übrigens aus einer weltweiten Studie.

Diese Studie ist nicht lange her und zeigt, dass Kinder, die bei unverheirateten Eltern geboren werden, mit einer neunzigprozentig höheren Wahrscheinlichkeit die Trennung ihrer Eltern miterleben als Kinder, deren Eltern verheiratet sind. Das gilt weltweit.

Je nach Region geht die Trennungsrate bei unverheirateten Paaren mit Kindern sogar so weit, dass bis zu vier von fünf dieser Paare sich trennen, bevor das Kind seinen fünfzehnten Geburtstag feiert.

Wenn du jemals auf einem Elternabend warst, erklärt das einiges.

Es gibt noch mehr, und das ist wirklich ungerecht. Stell dir eine Schulsporthalle vor, in der hundert Kinder sitzen, deren Eltern zusammenleben, aber nicht verheiratet sind. Und dann eine andere Halle mit hundert Kindern, deren Eltern verheiratet und zusammenlebend sind.

Überlege mal, in welcher Halle du mehr Kinder mit Konzentrationsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten und schlechteren Schulnoten finden wirst. Tatsächlich ist es die Halle mit den Kindern unverheirateter Eltern.

Ich wünschte, es wäre anders, doch diese Statistiken lassen sich nicht wegdiskutieren. Es ist so unfair und ungerecht, weil das Kind ja als Letztes etwas dafür kann – es trägt überhaupt keine Schuld.

Das sollte uns alle motivieren, unseren Kindern die bestmögliche Grundlage für ihr Leben zu geben.

Deshalb gilt: Bekommt kein Kind, solange ihr nicht verheiratet seid. Zieht nicht zusammen, solange ihr nicht verheiratet seid. Schlaft nicht miteinander, bevor ihr verheiratet seid.

Es ist wirklich ungerecht, aber tatsächlich zeigen Studien, dass die absolute Mehrheit der Kinder, die missbraucht werden, aus Situationen stammt, in denen die Eltern unverheiratet zusammenleben.

Wir haben einen guten Freund, der hier in der Umgebung viel Erfahrung mit verhaltensgestörten Jugendlichen und missbrauchten Kindern hat. Er leitet vereinfacht gesagt ein Kinderheim und erzählte mir, dass es praktisch nie vorkommt, dass Kinder von verheirateten Eltern in sein Heim aufgenommen werden.

Je mehr Menschen unverheiratet zusammenleben, desto wahrscheinlicher ist es, dass unsere Kinder später dasselbe tun.

Wen überrascht das? Kinder lernen vor allem durch Beispiele – oft unbewusst. Es ist nicht zu unterschätzen, was wir unseren Kindern unbewusst mitgeben.

Das bedeutet: Das Verhaltensmuster des unverheirateten Zusammenziehens, vereinfacht gesagt, vererbt sich nicht genetisch, aber es wird weitergegeben. Wenn deine Eltern unverheiratet zusammengezogen sind, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass du im Laufe deines Lebens ebenfalls darüber nachdenkst oder es sogar tust.

Zusammenhang mit Abtreibungen

Und da wir gerade beim Thema Kinder sind, wollen wir über ein sehr ernstes Thema sprechen: Abtreibungen. Wie kommt es dazu? Seit der Wende ist die Anzahl der Kinder, die geboren werden, obwohl ihre Eltern nicht verheiratet sind, teilweise um tausend Prozent gestiegen.

Bei all dem, was du bisher gehört hast – also über Paare, die unverheiratet zusammenleben und häufig mit einigen bis vielen der negativen Folgen kämpfen, die wir genannt haben – kannst du dir überlegen: Fühlen sich wirklich alle Paare in dieser Situation bereit, zusätzlich die Vollzeitpflege für ein Säugling zu übernehmen?

Hinzu kommt, dass bis zu einer von fünf Frauen im ersten Jahr des Zusammenlebens ohne Trauschein schwanger wird. Wie du dir denken kannst, sind sehr viele dieser Schwangerschaften ungeplant. Und genau das ist der Punkt. Theoretisch gibt es ja funktionierende Verhütungsmittel. Trotzdem werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz jedes Jahr Zehntausende Paare schwanger, obwohl sie das in dem Moment nicht wollen.

Das heißt, man kann nicht einfach darüber hinwegsehen und sagen: „Ja, man kann ja verhüten.“ So einfach ist es in der Praxis eben nicht. Wir können auch nicht so tun, als hätten unsere sexuellen Entscheidungen keinen Einfluss auf die Abtreibungszahlen.

Nun zur Frage: Wozu führt das? Es wird dich vielleicht nicht überraschen, dass Paare, die unverheiratet zusammenleben, ihr eigenes Kind häufiger abtreiben lassen als Paare in Ehen – und zwar 150 bis 210 Prozent häufiger.

Es liegt nahe, dass deutlich über elftausend Abtreibungen jedes Jahr in Deutschland stattfinden, bei denen die Eltern unverheiratet zusammenleben und sich nicht zutrauen, ein Kind gemeinsam großzuziehen. Die Dunkelziffer dürfte dabei noch viel höher sein.

Mal ganz hart, aber wahr zusammengefasst: Du weißt, dass wir hier auch gerne harte Wahrheiten aussprechen. Zusammenleben ohne Ehe ist ein Konzept, das buchstäblich tödlich enden kann.

Drücke jetzt gerne die Glocke und schreibe unten einen Kommentar, was für dich bis hierhin die wichtigsten Fakten sind. In der Zwischenzeit teilen wir ein paar unserer Gedanken mit dir.

Persönliche Reflexion und Vergleich

Weißt du, einen Gedanken, den ich hatte, als wir in den letzten Monaten recherchiert haben, um das hier vorzubereiten und den Leuten zu geben, war folgender: Stell dir mal vor, selbst wenn die Hälfte all dieser Untersuchungen, Studien und Professoren falsch liegen würde – was sie nicht tun –, spricht trotzdem eine eindeutige Sprache. Deshalb stellt sich die Frage: Was habe ich davon, unverheiratet zusammenzuziehen? Ganz naiv gefragt.

Es gibt null Hinweise darauf, dass das langfristig die Beziehung verbessert, dass dadurch eine spätere Ehe besser wird oder dass es für die Kinder gut wäre. Null. Ich stelle mir das ein bisschen vor wie in meiner Zeit in der Finanzbranche: Wenn ich einem Klienten einen Vorschlag für ein Investment mache, für das es keine rationalen oder logischen Gründe gibt, und selbst wenn es gelingen sollte, wird es nichts für ihn besser machen. Und wenn es schiefgeht, dann werden seine Kinder und Enkel über Jahre mit katastrophalen Folgen zu kämpfen haben. Wenn ich das anderen Klienten so empfehlen würde, hätten sie wohl gedacht, ich spinne!

Das ist ein sehr guter Vergleich, das so gegenüberzustellen. Das macht wirklich nachdenklich. Mich hat vor allem der Gedanke ins Nachdenken gebracht, dass viele Paare zusammenziehen wollen, ohne vorher zu heiraten, um die Beziehung zu testen, um den Alltag auszuprobieren.

Gute Beziehungen bauen nicht auf den kleinen organisatorischen Alltagssachen auf, sondern auf dem Konsens in den großen Themen. Umgekehrt kann ein funktionierender Testalltag jedoch darüber hinwegtäuschen, dass die Basis nicht stimmt. Denn ein paar Tage, Wochen oder Monate kann sich jeder zusammenreißen.

Das ist sogar die immense Gefahr beim Thema Sex vor der Ehe und Zusammenziehen. Ganz ehrlich, häufig redet man nur von den negativen Sachen und meint, man müsse testen, ob man zusammenleben kann, weil es vielleicht viele Diskrepanzen gibt. Aber Zusammenwohnen und Sex sind beides wunderschöne Dinge – und gerade deshalb besteht die große Gefahr, dass man diese schönen Gefühle durch Sex und Zusammenziehen alle vielleicht wirklich existierenden Differenzen überdecken lässt.

Mach doch einfach mal die Probe aufs Exempel: Schau dir deine Beziehung an, wie sie ist. Und wenn du den Sex und die gemeinsamen Alltagsroutinen herausrechnest, was bleibt dann noch übrig? Gefällt dir, was du siehst, oder besorgt es dich eher? Habt ihr überhaupt Themen, die über den Alltag hinausgehen? Teilt ihr, was euch in der Tiefe beschäftigt? Teilt ihr ein gemeinsames Glaubensleben? Habt ihr Visionen für die Zukunft? Lasst ihr den anderen an euren tiefsten Gedanken und Gefühlen Anteil haben?

Einfach mal zero-based thinking: Stell dir vor, du könntest dein Leben lang nicht mit deinem Partner schlafen und nicht mit ihm zusammenwohnen. Würdest du dann diese konkrete Person heiraten? Das ist ein echt guter Punkt. Es ist wirklich gut, sich das mal zu überlegen und den Sex und den Alltag bewusst herauszunehmen. Denn wenn in den ganz großen Dingen Einheit da ist, wenn guter Wille da ist und du ein bisschen Glück hast – wenn ihr beide gesund seid –, dann sind die anderen Sachen auch machbar. Dann klappt der Alltag miteinander auch mit gutem Willen, ohne dass man das vorher testen muss.

Das heißt, wie wir in den Statistiken gesehen haben, ist die Angst, dass der Alltag katastrophal werden würde, häufig völlig unberechtigt. Es macht einfach keinen Sinn. Irgendwann musst du dich entscheiden, wie viel vom anderen du kennen musst, damit du dich für immer binden kannst. Mal ein bisschen überspitzt gesagt: Willst du sonst auch noch testen, ob ihr Kinder zusammen großziehen könnt? Ob ihr gemeinsam ein Haus bauen könnt? Ob ihr nach dem Auszug der Kinder gemeinsam klarkommt? Ob ihr in der Rente gemeinsam klarkommt?

Der Punkt ist: Es wird immer Phasen geben, bei denen man noch nicht weiß, wie man da miteinander funktioniert. Deshalb kann es nicht sein, dass wir den Zeitpunkt selbst festlegen, was wir alles vorher ausprobiert haben müssen, bevor wir uns binden wollen. Die Bibel macht das für uns – und vor allem mal wieder für die Männer.

Ja, das ist so wichtig, was gerade gesagt wurde. Ich weiß, dass viele Männer sich so fühlen, und das kann ich total nachvollziehen: Viele von uns fühlen sich ein Stück weit von der Gesellschaft alleingelassen. Viele sind ohne ihren Vater aufgewachsen, weil dieser emotional nicht da war oder räumlich nicht greifbar war. Das heißt, viele von uns sind ohne echte, reale Vorbilder von Männern im echten Leben in Farbe und 3D aufgewachsen – Männer, die zeigen, was es heißt, ein Mann zu sein und nach Gottes Bild ein Mann zu sein.

Ich weiß, wie hart das ist, so ins jugendliche Alter oder sogar ins Erwachsenenleben losgelassen zu werden. Das ist, als müsstest du Geige lernen und gleichzeitig ein Bühnenkonzert geben – eine Quadratur des Kreises. Der Gedanke, einmal in einer festen Partnerschaft mit Gottes Segen zu sein, in einer Ehe, das ist etwas, das viele von uns als Männer spornt, unser Leben auf die Reihe zu kriegen. Es spornt uns an, organisatorisch, finanziell und jobtechnisch alles in den Griff zu bekommen – aber vor allem emotional.

Jeder hat irgendwelche Verwirrungen aus der Jugend, Kindheitsverletzungen, Traumata oder negative Erfahrungen. Die muss man bearbeiten. Das ist nicht einfach und passiert nicht von allein. Man muss daran arbeiten und vor allem sein Leben geistlich vor dem Herrn und mit dem Herrn in Ordnung bringen. Das ist unglaublich wertvoll und kraftvoll – das glaubst du gar nicht.

Es spornt uns auch an, dass wir im Ehrenamt zeigen, dass wir dauerhaft an etwas arbeiten können, dass wir im Job stabil sind, dass wir mit anderen zusammenarbeiten können, uns in Hierarchien einordnen und unterordnen können. Das ist auch für die Gemeinde sehr wichtig: Ein Mann muss sich erst einmal als Mann bewähren, bevor er ein Ehemann sein kann. Du musst lernen, gesund und stark eins zu sein, bevor du zwei wirst mit deiner Ehefrau.

Nur dann kannst du mit dem Segen der Freunde, der Familie und des Pastors um ihre Hand anhalten. Natürlich steckt da auch ein sexueller Wunsch dahinter, und das ist legitim. All das kann dir eine Antriebsfeder geben.

Was kann umgekehrt passieren, wenn Männer zu schnell an Sex, an die Frau oder an das Zusammenwohnen rankommen? In der Praxis passiert, dass viele junge Männer unterbewusst den Ansporn verlieren, ihr Leben so in den Griff zu kriegen, wie sie es eigentlich könnten und sollten. Damit hemmt man junge Männer in ihrer Entwicklung, und am Ende hat man wieder Kinder, die in Erwachsenenkörpern herumlaufen – Männer, die nicht wirklich erwachsen sind.

Ich glaube, das ist keine gute Idee – weder für die Männer noch für ihre Ehefrauen, Kinder, Gemeinden oder die Gesellschaft.

Wenn du vorher all diese Dinge nicht gemacht hast, dann ist es eine enorme Entscheidung, jemanden zu heiraten. Denn daran hängen viele weitere Entscheidungen. Deshalb wird man sich sehr gut überlegen, ob man die Person heiraten will oder nicht – und das ist sehr gut.

Als Gegenbeispiel dazu ist es, wenn man Stück für Stück Dinge macht, die in die Ehe gehören, und sich sozusagen in eine Scheinehe hineinschleicht. Dann ist die Hürde nicht so groß, am Ende zu sagen: „Na ja, wir machen ja eh schon all diese Dinge, wir haben uns irgendwie schon aneinander gewöhnt, sie ist schwanger, dann können wir jetzt auch heiraten.“ Der Aufwand und der Stress wären viel zu groß, sich jetzt noch mal zu trennen.

Genau dazu hat ein weiser Jugendleiter unserer Jugendgruppe mal gesagt: Die Entfernung von der ersten bis zur letzten Treppenstufe ist groß, aber die Entfernung von einer Stufe zur nächsten ist nur ganz klein. Wer nicht vorher heiratet, geht Stück für Stück die Treppe hoch: erst schlafen sie miteinander, dann ziehen sie zusammen, dann bekommen sie ein Kind. Aber sie haben sich vielleicht nie ernsthaft gefragt, ob sie überhaupt die ganze Treppe bis zum Ende hochgehen wollen – also ob sie ihr Leben mit diesem Partner teilen wollen.

Wozu das führt, habt ihr ja gerade in den Statistiken gesehen. Ob das wirklich Gottes Wille für uns als Menschheit ist, schauen wir uns gleich gemeinsam an.

Auch das mit den psychischen Problemen hat mich nicht wirklich überrascht, auch aus meiner Erfahrung als Berater. Wenn du dir mal grundsätzlich überlegst: Die meisten guten Dinge im Leben – Gesundheitsziele, Ernährung, Sport, Karriere, finanzielle Ziele oder Glaubensschritte – beruhen auf Belohnungsaufschub. Man muss nicht sofort bekommen, was man will.

Viele Probleme entstehen, weil wir ein emotionales Kurzzeitgedächtnis haben und keine Spannkraft. Selbstbewusstsein entsteht aus zwei Dingen: Erstens Authentizität – du weißt tief in deinem Inneren, was du langfristig willst. Zweitens Selbstkontrolle – du bist in der Lage, freiwillig aufzugeben, was du jetzt willst, für das, was du dauerhaft willst.

Selbstkontrolle ist weniger ausgeprägt, wenn man sich nichts absichtlich versagt. Wenn man sich immer alles nimmt, entwickelt man keine Selbstkontrolle. Authentizität ist auch geringer, weil man weniger Klarheit über die eigenen Wünsche hat.

Man kann sich auch ganz klar fragen: Würdest du wollen, dass jemand mit deiner späteren Frau zusammenwohnt? Würdest du es lieber haben, dass deine Traumfrau oder dein Traummann schon mit fünf anderen zusammengelebt hat oder lieber mit keinem?

Kurz zusammengefasst: Verheiratete Paare schneiden in so gut wie allen Kategorien – körperliche und emotionale Gesundheit, Einkommen, Erspartes, Job, beruflicher Erfolg, allgemeine Zufriedenheit, sexuelle Erfüllung, Genesung von Krankheiten, gesunde Ernährung und Sport – deutlich besser ab als Gleichaltrige, die ohne Ehe zusammenleben.

Und das zusammengenommen mit der Tatsache, dass keine einzige positive Auswirkung von Zusammenziehen ohne Ehe auf die spätere Ehe gefunden wurde, ist etwas, das ich vorher noch nie so gehört hatte. Das lässt bei mir alle Alarmglocken läuten.

Lass uns noch mal kurz auf die Motivation schauen: Was willst du mit Zusammenziehen ohne Ehe erreichen? Willst du dich sicherer fühlen? Das funktioniert nicht. Leute, die zusammenziehen ohne verheiratet zu sein, fühlen sich nicht sicherer, sondern unsicherer als solche, die erst nach der Hochzeit zusammenziehen.

Wünschst du dir eine stabilere Ehe? Unverheiratetes Zusammenziehen führt zu mehr Trennungen, mehr Scheidungen und mehr Alleinerziehenden.

Hoffst du auf eine bessere Partnerwahl? In Partnerschaften, in denen unverheiratet zusammengelebt wird, kommt über 300 Prozent häufiger Gewalt vor als in der Ehe. Das ist ein absolutes Zeichen dafür, dass der Partner der Falsche ist.

Was auch immer Leute damit erreichen wollen, es geht in der Masse nach hinten los.

Dazu ein Zitat: Die Hoffnung, dass zwischen unverheiratetem Zusammenwohnen und Stabilität in der späteren Ehe ein positiver Zusammenhang besteht, ist in den letzten Jahren durch Studien in mehreren westlichen Ländern gänzlich zerschmettert worden. Wenn du keine Scheidung erleben willst, dann ziehe nicht vor der Hochzeit zusammen.

Jetzt fragst du dich vielleicht: „Ja, typisch Christen, die sagen immer nur, was man nicht machen soll. Aber was soll ich denn sonst machen? Wie kann ich vorher meinen Partner prüfen, ob er geeignet ist? Wie kann ich herausfinden, ob ich bereit bin? Woher wissen wir, dass wir als Paar für die Ehe bereit sind?“

Das verstehen wir sehr gut, deshalb zwei Tipps:

A) Sei offen dafür, dass die Antwort auf deine Frage, ob du oder ihr bereit seid, auch „Nein“ lauten kann. Es kann ein grundsätzliches Nein sein oder ein „Noch nicht, aber später“. In beiden Fällen ist es hilfreich, innerlich offen dafür zu sein. Wenn du die Frage stellst, aber die Antwort vorher schon festgelegt hast, kannst du dir das Fragen auch sparen.

B) Ganz konstruktiv: Nimm dir gern die Übersicht über die Beziehungsphasen aus christlicher Sicht mit (erster Link unter diesem Video). Dort findest du, was ihr in jeder Phase beachten solltet. Diese Übersicht basiert auf hunderten Seiten Beziehungsratgebern, Gesprächen mit klugen Ehepaaren, und Markus und ich haben uns daran gehalten. Vielleicht hilft sie dir auch.

Im zweiten Hauptteil dieses Beitrags geht es um das Theologische und Biblische.

Eine kuriose Sache: Ich war mal in einer Gemeinde eingeladen, um einen Input zum Thema Sex ohne Ehe zu geben. Bevor es losging, kam ein Typ zu mir und sagte: „Markus, das steht nicht in der Bibel.“ Ich fragte ihn, wie oft er die Bibel zu dieser Frage gelesen habe. Er antwortete: „Hm, habe ich nicht.“ Ich fragte: „Wie oft hast du die Bibel überhaupt schon durchgelesen?“ Er: „Null Mal.“ Ich: „Auf welcher Grundlage behauptest du dann, dass die Bibel nichts dazu sagt?“ Er war sprachlos.

Da muss ich an Sprüche 18 denken: „Wer antwortet, ehe er gehört hat, dem reicht das nicht zur Ehre.“

Ist dir aufgefallen, dass das Thema Zusammenleben ohne Ehe meistens von Leuten befürwortet wird, die ihre Bibel nicht oder kaum durchgelesen haben? Die oft nicht mal die drei wichtigsten Bibelstellen zur Partnerschaft nennen können.

Deshalb ein Selbstcheck: Selbst wenn die Hälfte oder drei Viertel der Bibelstellen, die wir nennen, nicht zutreffen würden – was machst du dann mit denen, die zutreffen? Wie viele Bibelstellen brauchen wir, um einzusehen, dass Zusammenziehen ohne Ehe keine gute Idee ist? Reicht es nicht, wenn es einmal in der Bibel steht?

Wann ist es in der Geschichte Gottes mit den Menschen jemals gut gegangen, wenn Menschen Gottes Weisung zurückweisen?

Die entscheidende Frage: Angenommen, Gott wäre wirklich dagegen, dass Menschen unverheiratet zusammenziehen – würdest du es trotzdem machen? Wenn ja, dann ist es egal, was wir dir jetzt zeigen. Dann können wir uns auf den Kopf stellen, da können wir uns grün anmalen, der Bibel vortanzen – es spielt keine Rolle.

Falls du aber Christ bist und dein Leben authentisch nach dem biblisch-christlichen Gott ausrichten willst, dann ist das jetzt für dich.

Fangen wir ganz vorne an. Leg dir gern Notizen bereit. Tipp: Drück die Glocke und schreib deine Notizen in die Kommentare, so können wir uns gegenseitig bereichern.

Die grundsätzliche Frage ist: Wollen wir den Weg gehen, den Gott segnet? Oder soll Gott den Weg segnen, den wir sowieso gehen, egal ob er ihm gefällt oder nicht? Das ist ein großer Unterschied.

Es geht darum, ob wir uns überhaupt an Gottes Willen halten wollen. Häufig ist nicht unklar, was Gottes Wort sagt, sondern die Frage, ob wir uns daran halten wollen.

Hier einige Aussagen aus Gottes Wort, in loser Reihenfolge, passend zur Frage: Bist du Christ und willst du dich an das halten, was Jesus und das Neue Testament sagen?

Im Galaterbrief heißt es: Jeder von euch soll das eigene Tun überprüfen, ob es vor Gott bestehen kann.

Paulus schreibt: „Als Gefangener des Herrn fordere ich euch auf, ein Leben zu führen, das eurer Berufung würdig ist, denn ihr seid von Gott berufen.“

Denk mal nach: Angenommen, heute wäre der erste Tag nach deiner Bekehrung – würdest du dein Leben so leben, wie du es heute tust? Lebst du so, dass die Antwort auf Jesus’ Opfer für dich „Ja“ ist? Eine harte Frage.

Im Buch Deuteronomium heißt es: „Ehre den Herrn, lebe so, wie er es möchte, liebe ihn und diene ihm mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele.“

Jesus sagt in der Bergpredigt: „Lasst euer Licht leuchten, lebt so, dass es vorbildlich ist und nichts verborgen bleibt.“ Das passt nicht dazu, Dinge im Dunkeln zu halten.

Paulus schreibt: „Wir sind Empfehlungsbriefe Jesu Christi, so dass Menschen durch uns den Weg zu Jesus finden.“

Im Kolosserbrief heißt es: „Gebt dem Wort von Christus viel Raum in euch und lasst seinen Reichtum entfalten.“ Das setzt voraus, dass wir die Bibel kennen.

Darum heißt es auch: „Belehrt und warnt euch gegenseitig mit aller Weisheit in Ehe, Hauskreis, Familie und Gemeinde.“

 Deuteronomium 12 sagt: „Ihr sollt es nicht so halten wie die Welt, wo jeder tut, was ihm richtig erscheint.“

Jesus sagt: „Selig sind die, die reinen Herzens sind.“ Es geht um den Charakter, wenn niemand hinschaut.

Im Jakobusbrief heißt es: „Unterwerft euch Gott.“

Im ersten Timotheusbrief schreibt Paulus an die Männer: „Hüte dich vor allem Bösen, strebe nach Gerechtigkeit und Ehrfurcht vor Gott.“ Bewusst entscheiden, nicht hineinschlittern.

 Sprüche 1 sagt: „Die Toren bringt ihre Sorglosigkeit um.“ Toren sind Menschen, die nicht nachdenken.

Aus meiner Erfahrung als Berater: Solange Leute mehr Zeit damit verbringen, ihren Sommerurlaub zu planen, als abzuwägen, ob sie überhaupt auf ein Date gehen sollen, wundert uns manches nicht.

Jetzt zu den konkreten Bibelstellen zum Thema Zusammenleben ohne Ehe:

Im Römerbrief heißt es: „Bringt eure Körper als lebendiges, heiliges und gottwohlgefälliges Opfer dar – das ist wahrer Gottesdienst.“

Im ersten Thessalonicherbrief: „Haltet euch fern von jedem Anschein des Bösen.“

Jakobus schreibt: „Durch Bewährungsproben erlangt ihr Standhaftigkeit im Glauben.“

Beziehungen sind kein Nebenthema. Viele neutestamentliche Aufforderungen zu richtigem Verhalten betreffen Partnerschaft.

Im ersten Thessalonicherbrief an neue Gläubige steht: „Gott will, dass ihr heilig lebt und ihm ganz gehört.“ Das bedeutet, sich von Sexualität außerhalb der Ehe fernzuhalten.

Man soll lernen, den eigenen Körper in Griff zu haben, auf eine Weise, die heilig und ehrbar ist, und sich nicht blind Leidenschaften hingeben wie Menschen ohne Gott.

„Seid heilig“ heißt: ausgesondert, besonders, anders als die Welt, ohne Negatives.

Petrus schreibt: „Bemüht euch um klares, nüchternes Denken und Selbstbeherrschung.“ Ein Wort, das aus der Mode gekommen ist.

In Epheser heißt es: „Unter euch soll es nicht einmal den Anschein von nicht ehelicher Sexualität geben.“

Das bedeutet, wenn Mann und Frau zusammenziehen und nicht sexuell aktiv sein wollen, sind drei Dinge zu bedenken:

  1. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass ihr das auf Dauer durchhaltet.

  2. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das euer Zusammenleben unbeeinflusst lässt.

  3. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das eure Entscheidung zum Heiraten unbeeinflusst lässt.

Denn es geht um viel mehr als nur das.

Selbst wenn ihr es schafft, wird jeder denken, dass ihr sexuell aktiv seid. Zusammenleben ohne Ehe ist so verbreitet und selbstverständlich, dass es sogar in weltlichen Lexika Eingang in die Definition gefunden hat.

Allein dieser Anschein passt nicht dazu, dass es keinen Anschein von nicht ehelicher Sexualität geben soll.

Das ist ein wichtiges Wort, das in der heutigen christlichen Welt oft verlernt oder verdrängt wurde: das Wort „Anstoß“.

Selbst wenn ihr nicht sexuell aktiv seid, entsteht durch das Zusammenleben eine Intimität, die eigentlich für die Ehe gedacht ist.

Schau, wie das wirkt: Du musstest beruflich für einige Zeit ins Ausland. Wie wäre es gewesen, wenn ich als verheirateter Ehemann in der Zeit mit einer anderen Frau zusammengezogen wäre? Das wäre ein No-Go gewesen, und zu Recht hätte ich Gegenwind von Familie und Hauskreis bekommen.

Stell dir mal vor, ein lediger Pastor würde neuen weiblichen Gemeindemitgliedern vorschlagen, mehrere Monate bei ihm zu wohnen. Alle würden sagen: Auf keinen Fall! Zu Recht.

Oder ich würde ständig bei anderen Frauen übernachten – das würdest du doch auch nicht empfehlen, oder?

Ein extremes Beispiel: Würdest du wollen, dass ein minderjähriges Mädchen mit einem erwachsenen Mann, der nicht verwandt ist, in einer WG lebt? Wenn dich das innerlich aufwühlt, bewahr dir diese Intuition – das ist dein Gewissen.

Das passt überhaupt nicht zu dem, was im Buch Josua steht: „Ich und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.“

So unschuldig und neutral sind diese Dinge also nicht.

Wir sollen ein Vorbild sein und den Weg gehen, den Gott segnet.

Im Römerbrief heißt es: „Achtet darauf, dass ihr euren Bruder nicht zum Anstoß bringt und ihn nicht zu Fall bringt.“

Im 2. Korintherbrief: „Wir geben in keiner Hinsicht einen Anstoß, damit der Dienst für Gott nicht den schlechten Ruf bekommt.“

Der Dienst für Gott ist dein Leben – dein Leben als dreidimensionaler Gottesdienst.

Im Titusbrief heißt es: „Deine Verkündigung soll wahr und nicht anfechtbar sein, damit Kritiker uns nichts Schlechtes nachsagen können.“

Im ersten Korintherbrief steht: „Ich habe euch geschrieben, dass ihr keinen Umgang haben sollt mit Unzüchtigen.“ Das sind Christen, die sexuelle Gebote ignorieren.

Paulus schreibt an Timotheus: „Wer Ausdauer beweist, wird mit Jesus regieren, wer so tut, als kenne er Jesus nicht, den wird Jesus ablehnen.“

Es geht um Ausdauer, dass unser Verhalten sichtbar macht, dass wir Jesus kennen.

Bei der Bekehrung und Taufe übergeben wir Jesus unser Leben – Er soll Herr sein – und so sollen wir auch leben.

Kurz zum Nachdenken: Bei Jesus gibt es keine Trennung zwischen Glaubensleben und Beziehungsleben, auch nicht zwischen Bereichen „über der Gürtellinie“ und „unter der Gürtellinie“. Der ganze Mensch ist Christ.

Das wird auch deutlich in Texten gegen die Gnosis, einer damaligen Philosophie, die sagte, man könne mit seinem Körper machen, was man will – ähnlich heutigen Vorstellungen.

Das Johannesevangelium, der Kolosserbrief und die Johannesbriefe sind gegen diese Philosophie geschrieben.

Das sind hohe Anforderungen: Heilig sein, Beziehungsleben im Griff haben, nach Gottes Willen streben.

Kann ein sündiger Mensch das schaffen? Jesus sagt im Johannesevangelium: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“

Im 2. Timotheusbrief heißt es: „Wir Christen haben den Geist der Selbstkontrolle.“

Wenn du Christ bist, hat dir Gott diesen Geist gegeben, den du nutzen kannst, um heilig Single zu sein oder eine Beziehung zu leben, die auf Ehe hinausläuft. Aber du musst ihn auch nutzen.

Als Ermutigung: Viele Christen sehen das genauso, sie wollen dich ermutigen, das umzusetzen. Hunderte Menschen, die dieses Video sehen, feuern dich an. Auch wir beten für dich, dass du das im Alltag leben kannst.

Ich bin sicher, Engel und Gott freuen sich, wenn du so lebst. Psalm 15 sagt: „Gott nimmt den an, der sein Versprechen ehrt.“ Sprüche 11: „Gott freut sich über Menschen, die sich nichts zu Schulde kommen lassen.“

Gott wünscht, dass du das schaffst. Wenn du dir eine Community suchst, die dich unterstützt, kannst du es schaffen – jeden Tag neu.

Schauen wir in die Heiligen Schriften und als Religionswissenschaftler von außen: Es wäre seltsam, wenn alle großen Weltreligionen außer dem Christentum sagen würden, man solle erst nach der Ehe zusammenziehen.

Im Buddhismus ist unverheiratetes Zusammenziehen gegen eines der fünf Silas.

In hinduistischen Schriften wie Manusmriti ist das klar.

Im Koran des Islam ist das ganz klar.

Die größte christliche Glaubensrichtung weltweit, die katholische Kirche, sagt auch klar „Nein“: Wenn du unverheiratet mit deinem Partner zusammenlebst, darfst du die Kommunion nicht empfangen und nicht an der Eucharistie teilnehmen.

Sexualität ohne Ehe ist eine schwere Sünde, wer sie praktiziert, ist von der Eucharistie ausgeschlossen.

Der Papst spricht in seinem apostolischen Schreiben Familiaris Consortio ganz klar gegen unverheiratetes Zusammenziehen und nennt ernstzunehmende geistliche Konsequenzen für die Seele.

Die Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten sagt: „Zusammenziehen vor der Ehe ist always wrong and objectively sinful“ – also immer falsch und objektiv sündig unter allen Umständen.

Denk an all die klugen Theologen und Lehrer, von denen wir am Anfang erzählt haben. Die nehmen das Thema ernst.

Wir denken, es ist ähnlich wie bei Pornografie: Wer die Bibel vorurteilsfrei liest, kommt zu keinem anderen Schluss, als dass Pornos nicht gehen.

Ein „Marsmensch“, der auf der Erde landet und nur die Bibel liest, wird das auch so sehen.

Progressive Theologie und Dekonstruktion haben dann keine Ausrede mehr.

Wir wissen heute mehr über den historischen Jesus als jede andere Generation. Jesus hat Sexualität ohne Ehe scharf verurteilt und als schwere Sünde bezeichnet – seine Worte, nicht meine.

Wer also behauptet, mit unverheiratetem Zusammenziehen Jesus auf seiner Seite zu haben, läuft gegen die Wand.

Wer solche Aussagen macht, wird sich dafür verantworten müssen.

Lehrer werden härter gerichtet, heißt es in der Bibel.

Manchmal hört man: „Zu biblischen Zeiten gab es keine Singles, alle wurden früh verheiratet, Frauen zogen zum Mann.“ Das stimmt nicht.

Solche Aussagen wollen dir unterschieben, dass Gottes Wort keine zeitlosen Prinzipien enthält, sondern nur antike Aufzeichnungen sind.

Das ist nicht Demut und Ehrfurcht vor Gottes Wort.

Es stimmt nachweislich nicht, dass in neutestamentlicher Zeit Menschen mit zehn oder zwölf Jahren verheiratet wurden. Es gab Singles und es gab keine allgemeine Praxis, immer bei den Eltern zu leben.

Natürlich gab es WGs, auch in der Bibel. Männer-WGs und Frauen-WGs waren üblich.

Das ist kein Problem.

Du musst nicht verheiratet sein oder in einer Partnerschaft leben. Single zu sein ist ein vollwertiger Lebensentwurf.

Jesus war auch Single und ihm hat nichts gefehlt in seiner Gottesbeziehung.

In der Ewigkeit sind wir alle Single, aber haben perfektes Glück und eine perfekte Gottesbeziehung.

Das sollte dir zeigen: Du brauchst keine Partnerschaft, keine Ehe für dauerhaftes Glück oder eine perfekte Beziehung zu Gott.

Das Gegenteil von heiliger Ehe oder heiligem Single-Sein ist nicht Single-Sein, sondern in Sünde leben.

 Hebräer 13 macht klar: „Die Ehe soll ehrbar sein in allem, das Ehebett unbefleckt.“ Wer sexuell aktiv ist ohne Ehe, wird Gott richten.

Das griechische Wort für „unbefleckt“ (amiantos) wird auch für Jesus und sein Opfer verwendet.

So rein wie Jesus war, soll auch unsere Ehe und unser gesamter Lebensbereich von Partnerschaft sein.

Im ersten Korintherbrief heißt es: „Vermeidet unter allen Umständen sexuelle Unmoral“ – also Sex ohne Ehe.

Gott sagt klar: Vermeidet Sex ohne Ehe.

Zusammenziehen ohne Ehe ist definitiv nicht Vermeiden.

Im Buch Numeri gibt es Anweisungen, die für einen Mann gegenüber seiner Frau und für einen Vater gegenüber seiner Tochter gelten, solange sie bei ihm lebt. Das macht klar, dass eine unverheiratete Frau nicht mit einem Mann zusammenzieht.

Auch im Buch Tobit, Kapitel 7 und 8, ist deutlich, dass man erst zusammenzieht, nachdem man verheiratet ist.

Genauso im Buch Richter, Esther und im ersten Makkabäerbuch.

Manche sagen: „Das ist nur das Alte Testament, gilt nicht für Christen.“ Schauen wir uns konkrete Beispiele an.

 1. Korinther 6 und 7 geben uns wertvolle Infos, wie Gott sich die Beziehung zwischen Mann und Frau vorstellt.

Mehrfach ist dort die Rede davon, dass ein verheiratetes Ehepaar zusammenlebt.

In manchen deutschen Übersetzungen steht „zusammen sein“ oder „verheiratet sein“, im griechischen Grundtext steht aber „eukain met autou“ – zusammenleben, zusammenwohnen.

Das ist so selbstverständlich, dass nur verheiratete Christen zusammenleben.

„Mann und Frau leben zusammen“ wird sogar synonym für Ehe verwendet.

Für die ersten Christen war das glasklar.

Auch wenn die römische Kultur etwas anderes machte, wussten die Christen: Zusammenleben zwischen Mann und Frau gibt es nur bei Verheirateten.

Man hört manchmal: „Zusammenziehen vor Gott ist nicht wie eine Ehe.“ Nein, definitiv nicht.

Das zeigt Jesus mit der Frau am Brunnen (Johannes 4): Er sagt ihr, sie soll ihren Mann holen. Sie sagt, sie hat keinen Mann. Jesus sagt: „Du hattest fünf Ehemänner, und der, mit dem du jetzt zusammenlebst, ist nicht dein Mann.“

Jesus erkennt das Zusammenleben ohne Ehe nicht als Ehe an.

Alle Verheirateten wohnen zusammen, aber nicht alle, die zusammenwohnen, sind verheiratet.

Das ist falsch, weil es nicht biblischen Sexualitätsprinzipien entspricht und Anstoß erregt.

Ab wann ist man verheiratet? Nicht beim ersten Sex. Nicht bei Verlobung.

In Deuteronomium 28 heißt es: Wenn einer sich verlobt, schläft ein anderer mit ihr. Wenn ihr ein Haus baut, werdet ihr nicht darin wohnen.

Das heißt, bei Verlobung wohnt man noch nicht zusammen.

 1. Korinther 7,38: „Wer seine Verlobte heiratet, handelt richtig.“

Verlobt sein ist ungleich verheiratet. Sonst müsste man die Verlobte nicht mehr heiraten.

Manche behaupten, bei Verlobung könne man schon zusammenziehen oder schlafen. Die wissen oft selbst, dass sie sich etwas vormachen.

Verlobung ist nicht gleich Hochzeit.

 Exodus 22 und Deuteronomium 20 zeigen, dass es zwei verschiedene Dinge sind.

Das macht einen großen Unterschied: Zusammenziehen heißt, ihr seid noch nicht verheiratet, habt keinen gemeinsamen Namen oder Finanzen, und könnt euch noch gegen einander entscheiden.

Macht euch nichts vor: Ihr seid noch nicht so gut wie verheiratet.

Wenn ihr wisst, dass ihr zusammenbleiben wollt, könnt ihr euch verloben. Wenn nicht, denkt über Trennung nach.

Wenn ihr unsicher seid, klärt Dinge, aber bleibt nicht stehen, sonst bestiehlt ihr euch gegenseitig.

Mehr Infos zu den Phasen findet ihr in unseren Videos zum Thema Dating und in der Übersicht unter dem Video.

Noch ein spannender Punkt: Nirgendwo in der Bibel findest du einen Segen für unverheiratetes Zusammenziehen.

Das ist logisch: Du stehst im Gottesdienst, um den Segen zu empfangen, und gehst dann in eine Umgebung, die gegen Gottes Ordnungen verstößt, wo Versuchung und Anstoß über der Tür stehen.

Dann wundert man sich, warum Gott nicht segnet, was nicht heilig ist.

Frag dich: Willst du der Einzelfall sein, der Glück hat und durch das Raster fällt? Oder willst du durchdachte Entscheidungen treffen, die dein Leben und deine Früchte segnen?

In 1. Korinther 6 steht im Grundtext: „Flieht vor der Unzucht“ – also flieht vor Sex ohne Ehe.

Unverheiratet zusammenziehen ist nicht Fliehen, sondern das Gegenteil: Man rennt direkt in die Schusslinie.

In 2. Timotheus 2 heißt es: „Fliehe vor den Begierden, die junge Menschen plagen.“

Was empfiehlt Gottes Wort als Ausweg?

In 1. Korinther 7 heißt es: „Um sexuelle Unmoral zu vermeiden, soll jeder Mann seine eigene Frau haben und jede Frau ihren Mann.“

Sex soll nur in der Ehe gelebt werden.

 Römer 13 sagt: „Zieht den Herrn Jesus an und trefft keine Vorkehrungen für das, was Gott entgegenspricht.“

Zusammenziehen vor der Ehe ist genau das Gegenteil: maximale Vorkehrungen für etwas, was Gott nicht möchte.

Wie war das in der frühen Christenheit?

Zusammenleben außerhalb der Ehe war unter Nichtchristen im Römischen Reich verbreitet.

Christen waren bekannt dafür, nicht zusammenzuziehen, bevor sie verheiratet waren, und sogar enthaltsam zu leben.

Das war ein hervorstechendes Merkmal der ersten Christen.

Enthaltsamkeit ist eine Stufe über Zusammenziehen ohne Ehe.

Das ist, wofür Christen bekannt sind.

Im englischsprachigen Wikipedia steht: „The Christian Doctrines on Sex oppose unmarried cohabitation.“ – Die christlichen Lehren über Sexualität lehnen unverheiratetes Zusammenleben klar ab.

Für unbefangene Außenstehende ist das logisch und klar.

Wir wollen uns nicht nur an den Buchstaben halten, sondern auch dem Geist nachspüren.

Wenn Sex ohne Ehe so stark verboten ist, warum sollte dann Zusammenleben ohne Ehe okay sein? Das macht keinen Sinn.

In meiner Jugendzeit war klar: Zusammenziehen geht nur mit Ehe, schwanger werden auch, Sex ohne Ehe wurde zwar gesagt, aber man wusste nicht genau warum.

Das ist scheinheilig, denn wenn man miteinander schläft, können Babys entstehen. Warum also nicht zusammenziehen? Wenn dann ganz oder gar nicht.

Ein Gedanke, der dich provozieren darf: Wir bitten täglich „Dein Reich komme“, aber wollen nicht, dass es bis in unsere Schlafzimmer reicht.

Wir bitten „Dein Wille geschehe“, aber kümmern uns nicht darum, was Gottes Wille in einer der wichtigsten Lebensbereiche ist.

Wir bitten „Vergib uns unsere Schuld“, wissen aber nicht, was uns vor Gott schuldig macht.

Wir bitten „Führe uns nicht in Versuchung“, führen uns aber selbst in Versuchung.

Die Bibel sagt: „Gebt dem Teufel keinen Raum in euch.“

Eine der wichtigsten Bibelstellen sagt: Richtet euch nicht nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lasst euer Denken von Gott erneuern, damit ihr prüfen könnt, ob etwas Gottes Wille ist.

Drück die Glocke und schreib in die Kommentare, was für dich die interessantesten Punkte und spannendsten Bibelstellen waren. Wir teilen gern weiter unsere Gedanken.

Vielleicht denkst du jetzt: „Da spricht man anderen den Glauben ab.“ Nein, das machen wir nicht.

Ein Christ, der abends eine Bar aufsucht, nur um eine Apfelschorle zu trinken, gibt ebenfalls Anstoß und Anlass zum Richten.

Wir Nachfolger Jesu sollen aber nicht Anlass zum Richten geben, sondern Licht sein.

Deshalb ist es wichtig: 1. Korinther 5 sagt, es ist nicht unsere Aufgabe, Menschen außerhalb der Christenheit zu beurteilen.

Innerhalb der Christenheit aber sollen wir uns gegenseitig an Gottes Wort messen.

Mal provokativ gefragt: Wie viele christliche Eheratgeber hast du gelesen, die unverheiratetes Zusammenleben thematisieren oder empfehlen?

Es ist komisch, dass das Thema in keinem biblischen Eheratgeber ernsthaft erwähnt wird, wenn es kein Problem wäre.

Ich frage mich auch selbstkritisch, warum wir eher bereit sind, bei Gottes Regeln Abstriche zu machen als bei unseren eigenen Vorstellungen.

Praktisches Beispiel: Es ist stressig, nach Gottes Vorstellungen zu leben – vor der Ehe nicht zusammenziehen oder Sex haben, aber die Traumhochzeit perfekt planen.

Das klingt traumhaft, aber was für ein Stress!

Die Antwort sollte nicht sein, dass wir Abstriche bei Gottes Regeln machen, um Stress zu vermeiden.

Hand aufs Herz: Warum neigen wir dazu, Regeln aufzuweichen, wenn es anstrengend wird, aber nicht, sie länger durchzuhalten?

Wir sollten reife Erwachsene mit Impulskontrolle sein, die auch mal in unbequemen Phasen ausharren.

Gottes Ordnungen sind es immer wert.

Statt Dinge vorzuziehen, damit es nicht so stressig wird, kann man sie auch nach hinten strecken.

Ihr habt den Rest eures Lebens zusammen – warum die Eile?

Wahrscheinlich ist euch die Traumhochzeit wichtiger als Gottes Willen.

Dann macht ihr Abstriche bei Gottes Regeln und redet euch das schön.

Das ist nicht sehr erwachsen.

Wie man das machen kann, zeigen wir euch gleich mit praktischen Tipps.

Wir Christen machen die Regeln nicht – Gott macht die Spielregeln.

Zum Thema unverheiratetes Zusammenziehen gibt es keine verfassten Spielregeln, wie es sie für die Ehe gibt.

Was passiert dann? Jeder macht seine eigenen Regeln.

Das widerspricht dem Christentum, das Heteronomie kennt – eine Autorität über uns, der wir uns freiwillig unterordnen.

Was sollte für Christen oberste Priorität haben? Nicht was dein Partner oder du wollt, sondern was euch näher zu Gott führt und auf dem Weg der Heiligung hilft.

 Psalm 66 sagt: „Hätte ich Böses im Sinn gehabt, hätte der Herr mich nicht gehört.“

Sünde schreit zu Gott und kann dein Gebet übertönen.

Deshalb dürfen wir uns kein goldenes Kalb bauen oder ein falsches Gottesbild.

Leute, die behaupten, es sei okay, Gottes Gebote zu ignorieren, und es ging nie gut aus, können Kaskadeneffekte in Gemeinden auslösen.

Ein Beispiel: Ein Jugendpastor, der unverheiratet mit seiner Freundin zusammenlebt.

Sobald Mann und Frau zusammenleben, sind sie praktisch immer sexuell aktiv.

Selbst wenn sie es anfangs schaffen, nicht sexuell aktiv zu sein, ist das ein konstantes Thema und Versuchung.

Wer sexuell aktiv ohne Ehe lebt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dauerhaft das lehren, was die Bibel sagt.

Er wird nicht Sonntag für Sonntag predigen, dass Sex ohne Ehe nicht geht.

Das führt dazu, dass solche Themen nicht mehr gepredigt werden.

Wenn er nach Bibelstellen gefragt wird, kommen Ausreden wie „damals war das anders“ oder „ist übertragen gemeint“.

Das führt zu liberaler Theologie und „Bibelbastelbogen“.

Frage dich selbstkritisch: Macht mein Glaube mich anders? Unterscheide ich mich vom Zeitgeist?

 Römer 12,2 sagt: „Seid nicht gleichförmig zur Welt, sondern lasst euch erneuern.“

Es ist okay, eine Minderheit zu sein.

Wir dürfen und sollen uns unterscheiden.

Wir werden die nächsten zwei Wochen sachliche Kommentare und Fragen unter diesem Video beantworten.

Falls du es noch nicht hast, nimm dir die Übersicht zu den Beziehungsphasen mit (erster Link unter dem Video).

Das sind Monate der Überlegung, die dein Leben verändern können.

Praktische Frage 1: Was ist, wenn ihr schon zusammengezogen seid?

Ganz ehrlich: Zieht auseinander.

Ich kann es nicht anders sagen.

An die Männer: Sei der Mann und such dir eine neue Wohnung oder WG.

Frag in deiner Gemeinde, wer ein Zimmer frei hat.

Da ihr zu weit gegangen seid, geht einen Schritt zurück: Keine Übernachtungen mehr.

Keine Ausreden wie „Sonst komme ich nicht nach Hause.“

Fernbeziehungen sind keine Ausrede.

Das Wichtigste: Bring das vor Gott, wenn du es bereust.

Bitte Gott ehrlich um Entschuldigung.

 Sprüche 28 sagt: „Wer seine Sünden bekennt und von ihnen lässt, dem erbarmt sich Gott.“

Jeremia beschreibt Reue und Umkehr als Scham und Erkenntnis der Schuld.

Es geht nicht darum, in Sack und Asche zu gehen, sondern um die Geisteshaltung.

In 2. Chronik 7 heißt es: „Wenn mein Volk sich demütigt, betet, meine Gegenwart sucht und von seinen bösen Wegen umkehrt, werde ich ihre Sünden vergeben.“

Manche sagen: „Finanziell geht das nicht, wenn wir nicht zusammenwohnen.“

Wenn deine Freundin bei dir wohnen muss, weil du die Miete sonst nicht zahlen kannst, lebst du in einem Gebiet mit hoher Nachfrage.

Dann sollte es logisch sein, einen anderen Untermieter zu finden.

Christen in anderen Teilen der Welt haben oft viel weniger Einkommen und schaffen das auch.

Ist es wirklich eine Frage des Könnens oder des Wollens?

Praktische Frage 2: Was, wenn ihr heiraten wollt, aber den Stress vermeiden wollt, dass alle Events auf einen Tag fallen?

Die Lösung ist nicht, Dinge vorzuziehen und Gottes Regeln zu missachten.

Ich predige das leidenschaftlich, weil ich es mir selbst predigen musste.

Ich wollte eine perfekte Hochzeit und dass alles an einem Tag passiert.

Wir haben uns entschieden, im Januar eine kleine Trauzeremonie mit Pastor, Familie und engen Freunden zu machen – standesamtlich unbemerkt.

Dann hatten wir bis Juni Zeit, Konten zusammenzuführen, Namen zu ändern, Wohnung zu suchen und die große Feier zu organisieren.

Das war traumhaft.

Wir hatten noch keine gemeinsame Wohnung, ich zog in Markus’ kleine Zwei-Zimmer-Wohnung.

Die ersten sechs Monate schliefen wir auf Matratzen auf dem Fußboden, weil kein Bett für zwei passte.

Es funktioniert.

Das soll nicht heißen, alles perfekt machen zu müssen.

Das Prinzip: Um bei Gottes Ansprüchen keine Abstriche machen zu müssen, müsst ihr bei euren eigenen Ansprüchen Abstriche machen.

Vielleicht klappt es, dass Gottes Wünsche und eure Wünsche Hand in Hand gehen – umso besser.

Aber die Grundhaltung ist entscheidend: Wo machst du Abstriche?

Statt einen niedrigeren Maßstab vor der Ehe anzulegen, muss man einen höheren Maßstab nach der Ehe anlegen.

Praktische Frage 3: Was sollten wir in verschiedenen Positionen anders machen, jetzt wo wir wissen, was Gottes Wille ist?

Ein Tipp an Pastoren und Leiter: Sprecht unverheiratetes Zusammenziehen standardmäßig in Eheseminaren, Jugendstunden und Ehevorbereitungskursen an.

So muss niemand rätseln, was zu tun ist, was der Pastor denkt oder was die Bibel sagt.

Schweigt nicht darüber.

Wenn Paare heiraten wollen und schon zusammenleben, lebt ihr in Sünde.

Fragt sie: Seht ihr das? Tut es euch leid? Seid ihr bereit umzukehren und die Konsequenzen zu tragen? Seid ihr bereit auseinanderzuziehen?

Das kannst du klar kommunizieren.

Empfehlung: Traut Paare erst, wenn sie auseinandergezogen sind, damit sie danach zusammenziehen.

Wie ist das für die ganze Gemeinde?

Wir als Bibelfitdienst haben nicht die Autorität, gegen die Entscheidungen deiner Gemeindeleitung zu sprechen.

Die Leiter haben geistliche Autorität und machen die Regeln, an die sich die Gemeinde halten muss.

Wenn du denkst, die Regeln in deiner Gemeinde sind falsch, bist du frei, eine andere bibeltreue Gemeinde zu wählen.

Wenn in deiner Gemeinde jemand, der unverheiratet zusammenlebt, nicht mitarbeiten darf, ist das so – und wir können das nachvollziehen.

Falls ihr eine neue Gemeinde gründet oder eine geistliche Erneuerung durchmacht, hier eine Mindestempfehlung, die Gottes Werten entspricht:

Wer uneinsichtig in Sünde lebt und nicht bereit ist, umzukehren, sollte keine Leitungs-, Lehr- oder Vorbildfunktion haben.

Das gilt für Pastoren, Älteste, Diakone, Kirchenvorstände, Jugendmitarbeiter, Gottesdienstleiter und alle mit Autoritätsfunktion.

Auch an Ausbildungsstätten, Akademien, Hochschulen und Bibelschulen gilt das.

Dozenten und Lehrer prägen Köpfe, Herzen und Seelen – macht keine Abstriche.

Jesus sagt: „Wer im Kleinen treu ist, wird auch im Großen treu sein.“

Das gilt vor Ort, online und bei christlichen Influencern.

Auch bei der Auswahl von Leitern und Lehrern: Keine Kompromisse.

Das gilt auch für andere Lebensbereiche, z. B. Gewalt gegen Frauen oder illegale Einkünfte.

Wir brauchen klare Linien.

Manche fragen: Ist jemand, der Lobpreis macht, in einer Vorbildfunktion? Ja, kann man so sehen.

Deshalb entscheiden manche Gemeinden, dass niemand, der unverheiratet zusammenlebt, in solchen Positionen mitarbeitet.

Praktische Empfehlung an Eltern und Großeltern: Sprecht mit euren Kindern und Enkeln über christliche Werte, konkret und klar.

Sonst prägt die Gesellschaft sie.

Glaubt nicht, sie bekommen das automatisch mit.

Wo du nicht prägt, prägt die Welt.

Ein leerer Raum wird gefüllt.

Am besten, solange sie jung sind, bevor es ernst wird.

Wenn ich an mich als Kind zurückdenke, hätte es mehr gewirkt zu sagen: „Tu das nicht, sonst passiert das und das“, statt „Tu das, dann wird es dir später besser gehen.“

Auch an Freunde: Seid präventiv und proaktiv im Freundeskreis.

Sprecht frühzeitig über das Thema, nicht erst, wenn ein Paar Wohnung sucht.

Dieses Video ist ein guter Aufhänger.

Christen haben kein Recht, Nichtchristen in ihr Sexualleben hineinzureden.

Innerhalb des Leibes Christi aber dürfen wir uns an Gottes Wort messen.

Mit Nichtchristen sprechen wir über Jesus und warum sie ihn brauchen, nicht nur über Lebensoptimierung.

Wenn du merkst, dass jemand in deiner Gemeinde oder deinem Bekanntenkreis unverheiratet zusammenziehen will, sprich mit ihm über seine Gottesbeziehung.

Wie wichtig ist es ihm, nach Gottes Regeln zu leben? Kennt er das Neue Testament? Liest er es regelmäßig?

Die großen Themen sind oft die Ursache für Beziehungsprobleme, nicht die Symptome.

Für Gespräche in Gruppen haben wir Diskussionsfragen zusammengestellt, die du in der Videobeschreibung findest.

Du kannst sie im Jugendkreis, Religionsunterricht, Hauskreis oder zur eigenen Reflexion nutzen.

Was sollen Christen mit diesem ganzen Beziehungs-Kauderwelsch anders machen?

Erstens: Wir müssen lernen und begreifen, dass es okay ist, Single zu sein.

Wir müssen unser Reden und Denken als Christen ändern.

Das erste Problem: Single-Sein wird oft negativ betrachtet, als wäre man kein vollwertiger Christ ohne Ehe.

Viele Beziehungsprobleme entstehen, weil Leute nicht gelernt haben, Single zu sein und darin keinen Wert sehen.

Sie sehen es nur als Übergangsphase, die weg muss.

Das ist nicht gesund.

Zweitens: Wir haben kein einklagbares Grundrecht auf Sex, Beziehung, Ehe oder Partnerschaft.

Wenn es ein Recht gäbe, müsste es eine Person geben, die die Pflicht hätte, dich zu heiraten und dir Sex zu geben.

Das Anspruchsdenken sollten wir kritisch hinterfragen.

Es geht nicht nur darum, irgendwann in einer Ehe anzukommen, sondern wie man es angeht.

Das Wie macht den Unterschied.

Drittens: Unverheiratet zusammenwohnen ist wie eine Ehe ohne Versprechen.

Im biblischen Zusammenhang hat Ehe enorme Konsequenzen, selbst Tod, falls man das Eheversprechen bricht.

Ehebruch stand damals unter Todesstrafe, vollstreckt von der Gemeinschaft und Trauzeugen.

Auch heute ist Scheidung, außer in bestimmten Fällen, eine schwere Sünde.

Wir haben ein Video über Scheidung verlinkt.

Deshalb sollte man nicht leichtfertig oder blauäugig in eine Ehe gehen.

Zum Schluss: Es geht nicht darum, dem Mann, den du im Blick hast, biblische Beziehungsschritte überzustülpen.

Es geht darum, nur jemanden ins Auge zu fassen, bei dem andere denken, er ist bereit für die biblischen Schritte (Link unter dem Video).

Schlusssatz: Du sollst nicht unbedingt den Typ heiraten, mit dem du zusammenziehen willst, sondern nur mit dem zusammenwohnen, den du schon geheiratet hast – und das ist der entscheidende Unterschied.