Zum Inhalt

Was kannst du noch glauben? TOP 10 Irrlehren biblisch korrigiert

18.08.2023

Unvermeidliche Realität des Gerichts

Dieses Video solltest du nicht schauen, falls du jemand bist, der sagt: Meine Meinung steht fest, ich lasse mich nicht mit Tatsachen beirren.

Hier werden zehn biblische Wahrheiten vorgestellt, die viele Menschen nicht hören wollen.

Nummer zehn: Nein, es kommen leider nicht alle in den Himmel.

Weißt du, Gott möchte, dass wir hier Bescheid wissen. Deshalb spricht er in seinem Wort mit großer Klarheit – schon im Alten Testament. So heißt es zum Beispiel in den Psalmen, dass der Herr die Völker richten wird. Oder im Buch Prediger, auch Kohelet genannt, steht, dass Gott über alle unsere Taten Gericht halten wird, seien sie gut oder böse, auch über die Taten, die im Verborgenen liegen.

Im Buch Daniel wird es noch deutlicher: Die vielen, die im Staub der Erde schlafen – das ist ein sprachliches Bild für die Toten – werden erwachen, sie werden auferstehen. Die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Schande und zur ewigen Abscheu. Auch hier ist also schon ganz klar ein doppelter Ausgang beschrieben.

Im Neuen Testament ist das sowieso noch deutlicher. Schau dir zum Beispiel Offenbarung 21 an, wo das Jüngste Gericht beschrieben wird. Dieses Kapitel solltest du unbedingt lesen. Dort heißt es, ich übersetze mal aus den griechischen Texten in unser heutiges Deutsch: Es werden aufgezählt, wer nicht im Himmel sein wird. Da sind genannt: Die Treulosen, diejenigen, die andere verraten, die sich auf sie verlassen. Die, die abscheuliche Dinge tun, Mörder, Menschen, die sexuell aktiv sind, obwohl sie unverheiratet sind. Diejenigen, die sich mit okkulten Mächten einlassen. Die, die sich ein eigenes Bild von Gott machen und ihrem Bild folgen statt dem wahren Gott. Und alle Lügner. Sie bekommen, was sie verdienen, heißt es dort, und werden in den See geworfen, der mit Feuer und Schwefel brennt.

Eine noch frühere Aufzählung findest du im weltberühmten 1. Korinther 6. Dort heißt es, dass diejenigen, die Unrecht tun, Gottes Reich nicht erben werden. Danach steht: Macht euch nichts vor. Was glaubst du, worum es dabei geht? Macht euch nichts vor, weil wir Menschen uns oft etwas vormachen wollen, wir neigen dazu.

Dann wird weiter ausgeführt: Weder Menschen, die unverheiratet sexuell aktiv sind – da steht es wieder – noch solche, die ihrem eigenen Bild von Gott folgen, noch Ehebrecher, noch … (hier überspringe ich kurz zwei Worte, da nicht restlos geklärt ist, was genau gemeint ist und ich keine Vermutungen anstellen möchte), noch Diebe, noch Habgierige, noch Trinker, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. Das heißt, sie werden nicht in den Himmel kommen.

Krass, oder? Hör dir mal nur vier weitere Bibelstellen an und urteile selbst, ob das für dich so klingt, als ob Allversöhnung oder Universalismus stimmt und die Hölle wirklich leer sein wird.

Stelle eins: Judasbrief – dort heißt es, dass andere Menschen aus dem Feuer gerissen werden, indem man ihnen von Jesus erzählt.

Stelle zwei: Jakobusbrief – wer einen Sünder von seinem Irrweg bekehrt, wird seine Seele vom Tod retten. Das wäre sinnlos, wenn es keine Strafe für Sünde gäbe.

Stelle drei: 1. Johannesbrief – kein Mörder hat das ewige Leben bleibend in sich.

Stelle vier: 2. Thessalonicherbrief – die Menschen, die in ihren Sünden sterben, werden die Strafe erleiden, ewiges Verderben vor dem Angesicht des Herrn und seiner herrlichen Macht.

Ich könnte dir noch viele weitere Stellen nennen, aber du kommst an dieser Wahrheit nicht vorbei. Die gesamte Bibel wäre von der ersten bis zur letzten Stelle komplett anders geschrieben, wenn tatsächlich jeder in den Himmel kommen würde.

Auch Jesus selbst ist hier kristallklar. Von Dutzenden Beispielen nenne ich dir hier nur sechs Aussagen von Jesus. Urteile du selbst, ob das wirklich dazu passt, dass es angeblich keine Hölle geben würde oder dass angeblich alle Menschen in den Himmel kommen werden.

Warnungen Jesu vor Verdammnis

Jesus sagt: Wenn dich dein Auge verführt, dann reiß es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, einäugig zum Leben einzugehen, als zwei Augen zu haben und in das höllische Feuer geworfen zu werden.

Jesus sagt auch, hab keine Angst vor denen, die nur den Körper töten, aber der Seele nichts anhaben können. Fürchtet vielmehr den, der Seele und Körper dem Verderben der Hölle ausliefern kann.

Jesus sagt: Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind – also die jetzt tot sind –, meine Stimme hören werden. Und dann, so sagt er weiter, werden die, die Böses getan haben, hervorgehen zur Auferstehung des Gerichts. Jesus sagt ganz deutlich: Die einen werden zur ewigen Strafe gehen, die anderen ins ewige Leben.

Jesus sagt, das Eingangstor, das zur Verdammnis führt, steht weit offen, und der Weg dahin ist breit. Dann sagt er: Viele – und wer viele sind, das sind viele – werden hineingehen. Also nochmal: Viele sind es, die zur Verdammnis hineingehen. Das sind Jesu Worte, nicht meine.

In Lukas 13 liest du Folgendes: Da sagte jemand zu Jesus: „Herr, werden nur wenige gerettet?“ Das ist ja genau unsere Frage. Jesus antwortete: „Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht.“

„Viele“, so sagt Jesus, „werden wollen, in die enge Pforte ins ewige Leben hineinzukommen, und sie werden es nicht können.“ Also nochmal: Viele werden nicht durch die enge Pforte hineingehen können, sondern in das Eingangstor, das zur Verdammnis führt und breit ist.

Ich kann dir Dutzende solcher Stellen zeigen, in denen du in deiner eigenen Bibel selbst nachlesen kannst. Du brauchst mich gar nicht dazu. Dort sagt Jesus das klipp und klar.

Wer davor trotzdem willentlich die Augen verschließt, wie das eine große Kirche in Deutschland tut, dem kann ich auch nicht helfen.

Deshalb sind die ersten Worte, die wir historisch jemals von Jesus aufgezeichnet haben, auch in Markus 1, wo Jesus sagt: „Bereut eure Sünden, schlagt einen anderen Weg ein.“ Das meint eine dauerhafte Lebenseinstellung, eine dauerhafte Lebensänderung.

Einige von Jesu letzten Worten auf Erden sind: „Geht in alle Welt und erzählt allen die gute Nachricht weiter.“ Direkt danach redet Jesus wieder von Verdammnis.

Das sind die ersten und die letzten Worte von Jesus.

Jesus sagt absolut eindeutig: Solange ihr eure Sünden nicht bereut und euch von ihnen abkehrt, werdet ihr alle verdammt werden.

Weißt du, wir haben manchmal so ein seltsames Bild von Jesus, als wäre er wie ein schwedischer Hippie – lange blonde Haare, blaue Augen – und wollte einfach nur, dass alle sich liebhaben, wie eine Art Großvaterkomplex oder so.

Aber die Realität sieht tatsächlich anders aus.

Die zentrale Bedeutung des Jüngsten Gerichts

Deshalb ein Vorschlag: Du kannst selbst jede Rede der Apostel im Neuen Testament durchgehen. Dabei wirst du feststellen, dass das jüngste Gericht das häufigste Thema ist, über das die Apostel mit Nichtjuden sprechen – nämlich in drei von vier Fällen.

Noch interessanter ist: Du kannst jeden einzelnen Vers im Neuen Testament zählen, in dem Jesus etwas sagt. Insgesamt sind das eintausend neunhundertsiebenfünfzig Verse in den vier Evangelien. Dabei kannst du notieren, über welches Thema Jesus in welchem Vers spricht. So kommst du zu einer Liste, die ungefähr so aussieht.

Du siehst also, wie du deine Sünden los wirst und alles, was mit dem jüngsten Gericht zu tun hat. Das ist das zweithäufigste Thema, über das Jesus spricht. Das heißt, fast jedes vierte Mal, wenn Jesus überhaupt den Mund aufmacht, redet er genau darüber. Es ist also, als ob Jesus gar nicht mehr aufhören kann, genau davon zu sprechen.

Und noch mehr: Schau mal! Du siehst sogar, dass Jesus tatsächlich mehr über die Hölle als über den Himmel redet.

Deshalb die Frage: Wenn das jüngste Gericht angeblich keine Rolle spielen würde, warum ist es Jesus dann so extrem wichtig, seine Hörer – dich und mich – darauf vorzubereiten? Und wenn es angeblich keine Hölle gäbe, warum redet Jesus dann so viel darüber, sogar mehr als über den Himmel? Nach dieser Logik müsstest du auch sagen, es gibt keinen Himmel.

Und wenn es angeblich keine Verdammnis gäbe und niemand in die Hölle kommen würde, warum warnt Jesus dann einundachtzig Mal davor?

Dazu habe ich einen ausführlicheren Beitrag gemacht, der hier unter dem Video verlinkt ist.

Vielfalt im Glauben und zentrale Einheit

Nummer neun: Ja, es kommen auch Menschen in den Himmel, die einer anderen christlichen Glaubensrichtung angehören als du oder ich. Jesus selbst sagt, dass es wichtigere und weniger wichtige Themen gibt – seine Worte, nicht meine. Entscheidend ist, dass wir in den zentral wichtigen Themen wirklich glasklar sind.

Zum Beispiel: Als ich damals meine Frau kennengelernt habe – eine lange Geschichte – war es damals echt schwierig, an ihre Telefonnummer zu kommen. Stell dir vor, ich hätte eine ihrer Freundinnen gefragt: „Kannst du mir mal die Nummer von ihr geben?“ Und sie sagt: „Ja, das und das ist die Nummer.“ Ich frage: „Okay, das ist wirklich die Nummer?“ Und sie antwortet: „Ja, die ist so ähnlich.“ Was passiert, wenn ich eine Telefonnummer habe, die nur so ähnlich ist, und ich diese anrufe? Dann lande ich am Ende beim falschen Empfänger.

Das heißt, was passiert, wenn ich die Lottozahlen nur so ähnlich tippe? Dann habe ich am Ende nicht den Lottojackpot gewonnen. Der Punkt ist also: Was ist, wenn ich an ein Evangelium glaube, das nur so ähnlich ist wie das, was in der Bibel steht? Oder wenn ich an etwas glaube, das so ähnlich ist wie das, was Jesus sagt? Schwierig.

Was ist, wenn mein Jesus nur so ähnlich ist wie der aus dem Neuen Testament? Wenn mein Jesus nicht von den Toten auferstanden ist, aber immer lieb und nett war? Dann gilt wieder dasselbe Thema: kein Anschluss unter dieser Nummer. Ich komme nicht beim richtigen Jesus raus. Das hilft nicht. Ich brauche die richtige Nummer, den biblischen Jesus und das biblische Evangelium – kein anderes.

Das biblische Evangelium lässt sich in acht Worten zusammenfassen: Jesus starb für dich, du kannst freigesprochen sein. Sobald ich den biblischen Jesus habe und das biblische Evangelium, gibt es viele Dinge, bei denen zwei Christen unterschiedliche Meinungen haben oder unterschiedlich handeln können. Trotzdem werden beide von der Hölle freigesprochen und beide werden die Ewigkeit mit Gott verbringen.

Solange die Unterschiede zwischen Kirchen und Gemeinden aus Nebensächlichkeiten, unterschiedlichen Persönlichkeitstypen oder Traditionen kommen – aber in den wesentlichen Punkten, bei Jesus und beim Evangelium, wirklich Einigkeit besteht und diese Einigkeit fest in dem verankert ist, was im Neuen Testament steht – dann, vereinfacht gesagt, ist alles okay.

Deshalb ist es wichtig für dich, für mich und für unsere Gemeinden, jederzeit bereit zu sein, das, was wir glauben, gegen das einzutauschen, was Gottes Wort sagt.

Um mehr darüber zu erfahren, drücke die Glocke hier unten rechts unter diesem Video.

Gute Taten allein reichen nicht aus

Nummer acht: Nein, gute Taten löschen Schuld und Sünde leider nicht aus.

In Gottes Wort heißt es selbst, dass es einem Gerechten nicht hilft, wenn er zuvor gerecht gewesen ist, aber dann Böses tut. Das bedeutet: Früher gute Taten nützen nichts, sobald man Probleme mit dem Gesetz bekommt. Das kann man ja schon vom irdischen Gericht her verstehen.

Weiter heißt es in Gottes Wort: Wenn sich der Gerechte von seiner Gerechtigkeit abkehrt und Unrecht tut, und nach all den Gräueln lebt, die der Gottlose tut, sollte er dann am Leben bleiben? An all seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, soll nicht gedacht werden. Stattdessen soll er wegen seines Treubruchs und seiner Sünde sterben – im geistlichen Sinne.

Das bedeutet umgekehrt, dass man auch vom irdischen Gericht nicht sagen kann: „Herr Richter, ich habe 35 Jahre meines Lebens unbescholten gelebt, und in dem einen Jahr, in dem ich jetzt geraubt, gemordet, Ehe gebrochen, gestohlen habe, zählt das alles nicht.“ Ein irdischer Richter würde doch sagen: „Du stehst nicht wegen der 35 Jahre vor Gericht, sondern wegen des 36. Jahres.“

Deshalb heißt es in Gottes Wort noch einmal ganz klar: Wenn der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abkehrt und Unrecht tut, dann muss er deswegen sterben. Wegen seines Unrechts stirbt er geistlich. Gute Taten zählen nicht – das wird im Neuen Testament immer wieder betont.

Durch das Halten von Geboten wird niemand vor Gott gerecht. Jesus selbst sagt: „Was kann ein Mensch geben, um seine Seele auszulösen?“ Die Antwort ist: Nichts.

Deshalb heißt es in Daniel 9, dass wir Menschen vor Gott liegen mit unserem Gebet und nicht auf unsere Gerechtigkeit vertrauen, denn die bringt nichts. Stattdessen vertrauen wir auf Gottes Barmherzigkeit. Wie es in den Klageliedern heißt: „Sei nicht gerecht, sonst wäre es aus mit uns allen; sei lieber barmherzig.“

Darum kannst du dir das ewige Leben nicht kaufen, erarbeiten oder verdienen. Das ist eine gute Botschaft, denn sie bedeutet: Menschen, die nicht viel Geld haben, können auch ewiges Leben haben. Menschen, die körperlich, physisch oder geistig nicht viel leisten können, haben ebenfalls Zugang zum ewigen Leben. Und Menschen, die nicht viel verdienen, können es auch bekommen.

Es hängt nicht davon ab, wie du weltlich unterwegs bist. Und mal ganz hart gesagt: Für die Menschen, die mehr Möglichkeiten haben, funktionieren solche Bestechungsgeschenke bei Gott auch nicht. Auch nicht durch geistliche Taten, mit denen man versucht, sich einzuschleimen.

Ich sage es mal ganz deutlich: Solange ich in meinen Sünden lebe und versuche, mich bei Gott durch gute Taten einzuschleimen, gibt es in der Bibel einen kuriosen Ausdruck dafür. Es heißt, das ist wie ein Stück Stoff, das von innen mit Blut durchweicht ist.

Das ist ein ungewöhnliches Bild, aber es sagt viel aus. Es kommt durch, was unter der Oberfläche ist. Wenn Blut unter der Oberfläche ist – also unvergebene Sünde –, dann dringt das auch durch unsere weißen Stoffe von vermeintlich guten Taten hindurch.

Das heißt für dich und mich: Gute Taten sind in Ordnung und gern gesehen, aber sie lösen das Hauptproblem nicht. Das Hauptproblem ist unsere Sünde. Unsere Sünde wird immer unsere guten Taten färben, solange wir die Sünde nicht loswerden können.

Du kannst dir den Himmel nicht mit Taten kaufen, auch nicht mit religiösen Taten. Du musst deine Sünden dauerhaft loswerden, und das kannst du nur und ausschließlich durch Jesus.

Wie das genau funktioniert, dazu habe ich dir hilfreiches Material in die Beschreibung unter diesem Video gelegt.

Damit herzlich willkommen beim Bibelfit-Dienst, wo wir versuchen, leicht verständlich tiefer in die Bibel einzusteigen, Jesus im modernen Alltag nachzufolgen und harte Fragen von Nichtchristen klar zu beantworten.

Jeden Beitrag verschenke ich Übersichten, biblische Entscheidungshilfen, komplette Hörbücher und sogar Onlinekurse. Das gibt es alles gerade auf dieser Website. Dafür kannst du den freiwilligen monatlichen Unterstützern aus dem ganzen Land danken – Menschen wie du und ich.

Um mehr von unseren Inhalten zu sehen, drücke gerne die Glocke hier unten rechts unter diesem Video.

Gebote als Ausdruck der Liebe und Selbstbeherrschung

Nummer sieben: Ja, Jesus hat die zehn Gebote bestätigt.

Das Thema Gebot ist unter Christen manchmal heikel. Oft reagieren Leute schnell emotional und schreiben unüberlegte Kommentare. Das liegt häufig daran, dass manche Christen aus Gemeinden kommen, in denen eine geistliche Schieflage herrschte. Dort wurde Gesetzlichkeit gepredigt nach dem Motto: „Du musst diese und jene Regeln einhalten, sonst bist du kein richtiger Christ, sonst kommst du nicht in den Himmel.“ Dieses Thema der Gesetzlichkeit haben wir gerade gründlich geklärt. Es widerspricht dem Neuen Testament.

Nachdem wir das im Hinterkopf haben, stellt sich die Frage: Wie ist es mit den Geboten, insbesondere den zehn Geboten? Wollen wir als Christen uns nicht grundsätzlich an Gebote halten? Im Psalm 143 heißt es: „Gott, tu mir kund den Weg, den ich gehen soll.“ Die Begründung folgt: „Denn mich verlangt nach dir.“ Ich sehne mich nach Gott. Deshalb will ich automatisch nach den Spielregeln leben, die Gott vorgibt. Ich möchte auf diesem guten und weisen Weg gehen, der Gott am Herzen liegt.

Im Psalm 119 steht: „Wie glücklich sind die, die tadellos leben und handeln nach dem Gesetz des Herrn! Wie glücklich sind die, die halten, was er verordnet hat! Mit ganzem Herzen suchen sie ihn.“ Ich kann nur für mich sprechen, vielleicht siehst du es anders oder stimmst mir zu. Aber ich finde, eines der schönsten Gefühle im Leben ist es, wenn man weiß, dass es einen Lebensbereich gibt, in dem man sich für eine gewisse Zeit nichts vorzuwerfen hat. Abends ins Bett zu gehen mit dem Wissen: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich kann mit einem reinen Gewissen einschlafen.“ Dieses Gefühl ist emotional sehr wertvoll.

Weiter heißt es im Psalm 101: „Wer auf rechtem Weg geht“, sagt Gott, „der dient mir.“ Der rechte Weg ist also ein Dienst an Gott, eine Form gelebten Gottesdienstes. Im Propheten Micha steht: „Ihr solltet diejenigen sein, die das Recht kennen“ – also was vor Gott Recht ist.

Zu den zehn Geboten: Jesus selbst bestätigt sie. Ich fasse sie hier einmal im heutigen Deutsch zusammen, und zwar von hinten nach vorne. So hat man nicht den Effekt, dass man denkt: „Ach, kenne ich alles schon“, sondern hört vielleicht besser zu.

Die zehn Gebote in umgekehrter Reihenfolge:

  • Menschen Dinge gönnen.
  • Keine Unwahrheit in deinem Leben zulassen.
  • Eigentumsgrenzen achten.
  • Dazu beitragen, dass Familie und Ehen heilig sind und heilig bleiben.
  • Menschliches Leben soll unverletzlich sein.
  • Unsere Väter, Mütter, die ältere Generation und Autoritäten wollen wir mit Anerkennung behandeln.
  • Über Gott wollen wir nur respektvoll sprechen, weil ihm das sehr wichtig ist.

Dazu heißt es zum Beispiel im Psalm 139: „Ich habe mir vorgenommen, ich will mich hüten, dass ich nicht sündige mit meiner Zunge. Ich will meinen Mund einen Zaum anlegen.“ Das bedeutet, Selbstbeherrschung über die Worte zu üben, die ich ausspreche.

Ganz wichtig sind die letzten beiden Gebote: Wir sollen versuchen, dem biblischen Gott selbst nachzufolgen – und nicht gesellschaftlichen Trends, dem Zeitgeist oder persönlichen Wunschvorstellungen. Wir sollten Gott nicht vorschreiben, wie er zu sein hat.

Deshalb: Das erste Gebot lautet, Gott an erster Stelle in deinem Leben zu behalten – egal, ob er dich segnet oder ob er zulässt, dass dir Dinge genommen werden.

Das war die Zusammenfassung der zehn Gebote im heutigen Deutsch.

Jesus sagt dazu wieder etwas, das viele nicht hören wollen: „Sündige nicht mehr.“ Das heißt, wir Christen sind freigesprochen, aber wir sind auch dazu angehalten, nicht mehr zu sündigen.

Vielleicht denkst du, das sind zu große Anforderungen. Können wir uns überhaupt an Gottes Wort halten? Jesus sagt dazu: „Wenn ihr mich liebt, dann werdet ihr meine Gebote halten.“ Das wird automatisch geschehen.

Das hat viel mit einem heute oft unbeliebten Thema zu tun, nämlich Selbstbeherrschung. Im ersten Petrusbrief heißt es im Altgriechischen wörtlich: „Bemüht euch daher um klares, nüchternes Denken“ – also nicht nur fühlen, sondern auch denken und vorausdenken. Und dann: „Bemüht euch um Selbstbeherrschung.“

Deshalb steht im zweiten Timotheusbrief: Wir Christen haben den Geist der Selbstkontrolle. Wir haben den Geist Gottes, den Heiligen Geist, der in uns lebt, wenn wir Christen sind. Gott hat uns diesen Geist gegeben. Die Frage ist nur: Nutzt du ihn und stellst du dich ihm zur Verfügung?

Eine Sache zur vollständigen Transparenz, weil das auch zu den zehn Geboten gehört: das Sabbatgebot. Das betrifft die Frage, ob man einen Tag in der Woche ruhen soll und wenn ja, welcher Tag das ist – Samstag oder Sonntag nach unserer heutigen Zeitrechnung. Christen lesen die Bibel dazu und kommen zu unterschiedlichen Schlüssen.

Falls Interesse besteht, können wir das gerne einmal gemeinsam aufdröseln.

Ehe und Zusammenleben: Biblische Perspektiven

Nummer sechs: Nein, liebe Paare, zieht nicht zusammen, solange ihr nicht verheiratet seid.

Dazu haben wir vor kurzem einen ausführlichen Beitrag gemacht. Ich glaube, das war die mitgrößte christliche Materialsammlung, die es im deutschsprachigen Raum zu diesem Thema gibt.

Kurzfassung: Es gibt Dutzende psychologische Gründe, warum das Zusammenziehen unverheirateter Paare auf die völlig falsche Fährte führt. Im Vergleich zu denen, die erst nach der Hochzeit zusammengezogen sind, zeigen Studien, dass bei Paaren, die vorher – also unverheiratet – zusammengezogen sind, die Ehen kürzer halten. Das heißt, es gibt mehr Trennungen und diese erfolgen schneller.

Psychologen mussten zu ihrer eigenen Verblüffung feststellen, dass die Ehen in dieser Gruppe, also bei denen, die vorher zusammengezogen sind, häufig weniger glücklich sind – wenn auch nicht immer. In Beziehungen, in denen Mann und Frau unverheiratet zusammenleben, gibt es weniger Sex, mehr Dramen, mehr spätere Alleinerziehende, mehr Streit, mehr Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern, mehr Gewalt zwischen den Partnern und mehr Abtreibungen.

Besonders kurios ist: Statistisch lässt sich zeigen, dass Paare, die unverheiratet zusammenziehen, ein deutlich höheres Risiko haben, sich zu trennen und gemeinsam vom Glauben abzufallen als Paare, die erst nach der Hochzeit zusammenziehen.

Ich könnte jetzt viel über die psychologischen und statistischen Gründe dafür spekulieren, aber vielleicht ist es viel einfacher: Die Ursachen liegen einfach in der geistlichen Welt. Der Segen fehlt, weil Unverheiratete zusammenziehen – das ist nun mal nicht Gottes Konzept.

Es gibt etliche kluge und wohlbekannte christliche Denker, die das genauso sehen und sagen, dass ihr erst nach der Hochzeit zusammenziehen solltet. So wird das heute von einer sehr großen Anzahl von Kirchen und christlichen Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz gehandhabt.

Lass mich noch zwei Dinge dazu sagen: Erstens, was viele Menschen bei diesem Thema völlig falsch verstehen. Das kann häufig dazu führen, dass wir diese Epidemie von Kinderehen in Freikirchen haben. Deshalb will ich das noch einmal klarstellen.

Was ich nicht sage, ist, dass du unbedingt denjenigen heiraten sollst, mit dem du zusammenziehen willst oder bereits zusammengezogen bist. Das sage ich nicht. Was ich aber sage, ist, dass du nur mit dem zusammenwohnen solltest, den oder die du schon geheiratet hast. Und das ist ein entscheidender Unterschied.

Vielleicht denkst du jetzt: „Typisch Christen, die reden immer über Verbote, was man nicht machen soll und so weiter.“ Das stimmt teilweise, und ich muss mir da auch an die eigene Nase fassen – berechtigte Kritik.

Jetzt kommt die Frage: Wie soll man es denn stattdessen machen? Hast du einen konstruktiven Tipp?

Ja, haben wir. Wir haben eine Materialsammlung mit biblischen Prinzipien zu den Beziehungsschritten erstellt. Darin steckt sehr viel Bibelstudium, Gebet, Beratungserfahrung und Gespräche mit klugen und erfahrenen Leitern.

Wir haben aufgeschlüsselt: Wenn du die biblischen Prinzipien nimmst und das, was in der Bibel über Ehe, Beziehung und die grundlegenden Dynamiken zwischen Mann und Frau steht, und das in die heutige Zeit – Westeuropa, 21. Jahrhundert – überträgst, was ist dann ein kluger und sinnvoller Weg, diese Dinge konstruktiv zu handhaben?

Es geht also nicht nur um ein einfaches Nein, sondern darum, wie du es machen kannst. Welche konkreten Schritte du ergreifen kannst, um deine Beziehung gut zu gestalten.

Das funktioniert übrigens auch schon in der Praxis für Leute, die bereits verheiratet sind und sich überlegen, welche Fragen sie sich jetzt stellen sollten.

Deshalb, Ende des Werbeblocks: Du kannst dir die Materialsammlung gerne kostenlos herunterladen. Der erste Link unter diesem Video ist mein Geschenk an dich.

Ernährung und Genuss im biblischen Kontext

Nummer fünf: Ja, du darfst Fleisch essen, vorzugsweise Biofleisch, und ja, du darfst auch Alkohol trinken. Ich erkläre es ganz kurz.

Laut der Bibel ist Vegetarismus eine große Tradition, denn die ersten Menschen in der Bibel waren ebenfalls Vegetarier. Es wird berichtet, dass erst nach der Sintflut den Menschen erlaubt wurde, Tiere zu schlachten, um sie zu essen. Das bedeutet, dass Fleisch über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg aufwendig oder teuer war. Deshalb konnten sich viele Menschen lange Zeit nicht regelmäßig Fleisch leisten.

Später lesen wir in der Bibel von wohlhabenden Menschen, die sich freiwillig vegetarisch ernähren, zum Beispiel Daniel, der einer der führenden Minister in Babylon war, obwohl er Jude war.

Dennoch steht in den Speisegeboten im Buch Levitikus ganz klar, dass Menschen Fleisch essen dürfen. Das Volk Gottes darf Fleisch essen. Im Buch Levitikus steht zum Beispiel, dass Priestern teilweise untersagt ist, Alkohol zu trinken. Das Neue Testament macht ebenfalls deutlich, dass wir maßvoll mit Alkohol umgehen sollen. Das ist klar.

Das heißt also: Wer von sich aus auf Alkohol verzichten möchte, kann das gerne tun. Das hat definitiv Vorteile, und ich kann das verstehen und respektieren. Aber wir müssen ehrlich zugeben, dass es keinen zwingenden biblischen Grund gibt, es so machen zu müssen und nicht anders.

Bei Fleisch ist es ähnlich. An einer Stelle heißt es sogar, wenn der Herr, euer Gott, euer Gebiet vergrößert, wie er es versprochen hat, dann dürft ihr Fleisch essen, wann immer ihr wollt – oder, wie andere Bibelübersetzungen sagen, so viel ihr wollt.

Jesus selbst zum Beispiel hat das Passalam gegessen. Er hat auch Fische gegessen, und es ist sehr deutlich, dass Jesus dabei nicht gesündigt hat.

Das heißt für dich und mich: Wir sollten auf eine gesunde Ernährung achten – das wollen wir sowieso. Und an die Umwelt denken, ja, auch das wollen wir gerne tun.

Aber zumindest auf biblischer Grundlage kann niemandem vorgeschrieben werden, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren oder keinen Alkohol zu trinken. Da müssen wir ehrlich sein und das zugeben.

Falls du jetzt ein eigenes Video darüber möchtest, wie Jesus sich ernährt hat und was er sowie die Jünger und Apostel damals gegessen haben, falls dich das interessiert, dann drück die Glocke hier unten rechts unter diesem Video und schreib einen Kommentar.

Geld und Gier im biblischen Licht

Nummer vier: Nein, Wirtschaft und Finanzen sind nicht automatisch böse.

Es stimmt, dass viele Menschen sich verleiten lassen, für Geld Dinge zu tun, die falsch sind. Das ist absolut wahr, und niemand bestreitet es. Aber wer sagt denn, dass Menschen diese Dinge nicht auch für andere Formen der Bezahlung tun würden? Zum Beispiel für Respekt, Anerkennung, Liebe, Sex, Aufmerksamkeit oder Macht.

Was Gottes Wort dazu sagt, steht im ersten Timotheusbrief. Im griechischen Urtext heißt es dort: "Riza gar panton ton kakon estin he phyll agyria". Das bedeutet, die Liebe des Geldes ist eine Wurzel von allen Arten von Bösen. Wichtig ist: Es steht nicht, dass Geld die Wurzel ist, sondern die Gier nach Geld. Und es steht auch nicht, dass es die einzige Wurzel ist, sondern eine Wurzel.

Warum betone ich das so deutlich? Ich selbst habe mein ganzes Berufsleben in der Finanzbranche verbracht, viele Jahre, bevor es diesen Dienst hier gab. Dabei habe ich gelernt, dass bei Menschen, die gierig sind, meist eine Angst dahintersteckt. Diese Angst ist entweder erstens eine echte Angst, etwas zu verlieren, oder zweitens eine tiefgehende Angst, etwas zu verpassen.

Heutzutage sagen wir umgangssprachlich oft „fear of missing out“. Doch dahinter steckt häufig die Angst vor dem Tod. Das meine ich ganz ernst. Viele Menschen denken fälschlicherweise, dass mit diesem Leben alles aus sei. Sie glauben, sie müssten alles leben, was sie wollen, und das in 25, 30, 35, 40 oder auch 60 Jahren.

Die Bibel sagt jedoch deutlich, dass das nicht der Fall ist.

Aus meiner Erfahrung als Berater heißt das: Wenn du Menschen wirklich helfen willst, auch im Umgang mit Gier, dann musst du sie darin begleiten, dass Gott sie von ihrer Angst freisetzt. In beiden Fällen – der Angst, etwas zu verlieren, und der Angst, etwas zu verpassen – hat es mit Angst zu tun. Das Geld ist nur ein Auslöser.

Wenn du mehr über die Stolperfallen im Umgang mit Geld lernen möchtest und vor allem, wie du da wieder herauskommst – sei es materiell, organisatorisch oder auch geistlich –, dann drücke die Glocke und schreibe einen Kommentar. Ich überlege nämlich ernsthaft, ob wir eine Reihe zu diesem Thema machen und ein oder zwei sehr spannende Gäste einladen, die das selbst schon durchlebt haben.

Wenn du das möchtest, drücke die Glocke und schreibe einen Kommentar dazu. So weiß ich, wie viele Menschen sich das wünschen.

Die biblische Grundlage der Trinität

Nummer drei: Ja, die Trinität ist biblisch.

Bevor wir in den Inhalt einsteigen, frage dich selbst: Was sind das für Gemeinden oder Gruppen, die behaupten, die Trinität sei angeblich nicht biblisch? Wenn man diese Gruppen nur von außen betrachtet, mit welchen anderen Kirchen und Gemeinden sind sie verbunden? Mit wem netzwerken sie? Netzwerken sie mit der Evangelischen Allianz? Tun sie das wirklich? Netzwerken sie zum Beispiel mit dem Arbeitskreis Christlicher Kirchen? Schau dir im Internet, auf YouTube, Instagram, TikTok oder anderen Kanälen, die solche Behauptungen verbreiten, an: Sind das wirklich Kanäle, die in der Masse Menschen zur Buße und Bekehrung aufrufen? Oder sind es eher Kanäle, auf denen du Verschwörungstheorien, Dekonstruktion und liberale Theologie findest?

Deshalb, ganz grundsätzlich: Bevor wir in den Inhalt gehen, musst du überlegen: Wenn jemand behauptet, die Trinität sei nicht biblisch, schließt er sich damit aus riesigen Gruppen von Christen aus. Er schließt sich selbst aus, zum Beispiel aus allen EFGs, FEGs, FCGs, CvdMs, Baptisten, Pfingstgemeinden und der gesamten römisch-katholischen Kirche. Er sagt damit automatisch, dass alle Bibellehrer von Timothy Keller über John Piper, John MacArthur, Billy Graham, Karl Barth, Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther, Augustinus von Hippo und viele mehr seit zweitausend Jahren komplett falsch liegen – aber er hat es verstanden.

Vielleicht haben dir schon Leute gesagt: „Der Begriff Dreieinigkeit steht gar nicht in der Bibel, er wurde erst geprägt, nachdem die Bibel geschrieben wurde.“ Das stimmt auch. Aber die Frage ist: Geht es hier um den Begriff oder um die Sache? Schau dir das mal bei anderen wichtigen Begriffen an, wie posttraumatische Belastungsstörung, dunkle Materie, Antisemitismus, Urknall, Genozid oder Renaissance. Bei all diesen Worten geht es um Dinge, die schon Jahrzehnte oder Jahrhunderte existierten, bevor diese Begriffe zum ersten Mal überhaupt verwendet wurden.

Warum sage ich das? Weil entscheidend nicht ist, wann ein Begriff geprägt wurde, sondern um welche Sache es geht. Es geht nicht um den Begriff, sondern um die Sache. Die Frage ist also: Findest du das, was mit dem Begriff Trinität gemeint ist, in der Bibel? Die Antwort ist ja, und ich zeige dir jetzt in Ultrakurzfassung, wieso und warum.

Zunächst zum gedanklichen Rahmen: Es gibt nur einen einzigen Gott. Das heißt, das biblische Christentum ist nicht polytheistisch. Es gibt nicht viele verschiedene Götter, sondern nur einen einzigen Gott. Ganz wichtig! Dazu heißt es zum Beispiel in Deuteronomium 6: „Höre, Israel! Der Herr, unser Gott, ist der Herr allein.“ (Deuteronomium 6,4) Im Hebräischen: „Shema Yisrael, Adonai Eloheinu, Adonai Echad.“

In Jesaja 43 sagt Gott selbst: „Vor mir hat kein Gott bestanden, und nach mir wird keiner sein.“ (Jesaja 43,10-11) Ganz klares Bekenntnis: Es gibt nur einen Gott.

Im 1. Korintherbrief heißt es ebenfalls: Selbst wenn es Größen im Himmel und auf der Erde gibt, die Götter genannt werden, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alles kommt und zu dem wir gehen. (1. Korinther 8,5-6)

Im 1. Timotheusbrief heißt es: „Es gibt nur einen Gott.“ (1. Timotheus 2,5)

Der Rahmen ist damit klar gesteckt: Es gibt nur einen Gott. Die Frage ist nun: Was ist in diesem Rahmen drin? Es gibt nicht mehrere Götter, sondern nur den einen. Wie ist sein Wesen? In der Bibel wird manchmal vom Schöpfer, dem Vater, gesprochen, manchmal von Jesus, dem Sohn, und manchmal vom Heiligen Geist.

Nun stellt sich die Frage: Sind die drei wirklich göttlich? Sind die drei wirklich Gott? Wenn nicht, gibt es keine Trinität. Wenn ja, dann ist nur die Trinität – die Dreieinigkeit – als Lösung möglich. Warum? Weil wir schon wissen, dass Gott nur einer ist.

Gehen wir das durch: Vater, Sohn und Heiliger Geist werden in der Bibel als allwissend bezeichnet, was eine göttliche Eigenschaft ist. Der Schöpfer, der Vater, wird so bezeichnet, zum Beispiel im 1. Johannesbrief Kapitel 3: „Gott ist größer als unser Herz und kennt alles.“ Jesus, der Sohn, wird ebenfalls als allwissend beschrieben, zum Beispiel in Johannes 16. Dort sagen die Augenzeugen zu Jesus: „Jetzt wissen wir, dass du alles weißt.“ Und der Heilige Geist erforscht alles, wie es in 1. Korinther 2 heißt.

Alle drei sind allwissend.

Zweites Beispiel: Alle drei sind allgegenwärtig, sie sind überall gleichzeitig. Salomo sagt über den Schöpfer: „Der Himmel und die Himmel der Himmel können dich nicht fassen.“ (1. Könige 8,27) Jesus sagt über sich selbst in Matthäus 28: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Und David schreibt im Psalm 139: „Wohin sollte ich gehen, um deinem Geist zu entkommen? Wohin sollte ich fliehen, dass du mich nicht siehst?“ Alle drei sind allgegenwärtig.

Drittens: Alle drei werden in der Bibel Gott genannt. Zum Beispiel wird der Vater in Römer 15 als Gott bezeichnet: „Gott ist der Vater unseres Herrn Jesus Christus.“ Jesus selbst bezeichnet sich als Gott. Das mag verwirrend sein, aber wir müssen die Bibel so nehmen, wie sie ist – nicht so, wie wir sie gerne hätten. Im Anfang des Johannesevangeliums wird das deutlich. Ich habe dazu auch ein eigenes Video gemacht, in dem ich viele Beispiele zeige, in denen Jesus im Urtext sich selbst als Gott bezeichnet hat. Das Video findest du unten verlinkt.

Der Heilige Geist wird ebenfalls als Gott bezeichnet. In der Apostelgeschichte wird beschrieben, wie Petrus zu Hananias sagt: „Warum belügst du den Heiligen Geist? Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen.“ (Apostelgeschichte 5,3-4) Hier werden Vater, Sohn und Heiliger Geist direkt als Gott bezeichnet.

Das war jetzt nur eine oberflächliche Darstellung. Ich könnte noch viele weitere Stellen nennen, die noch tiefer gehen. Worauf ich hinaus will: Wir haben den biblischen Gott, der in der Bibel auf verschiedene Arten beschrieben wird. Die Frage ist: Wie bekommst du das in deinem Kopf zusammen? Man muss einfach feststellen: Das klassische Trinitätsverständnis erklärt den biblischen Gesamtbefund am besten.

Wenn du das klassische Trinitätsverständnis ablehnst, geht das nur, indem du Stellen aus der Bibel weglässt. Und die Bibel warnt deutlich davor, das zu tun. Das klassische Trinitätsverständnis besagt: Gott ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Alle drei sind Gott. Gleichzeitig ist der Vater nicht der Sohn, der Sohn nicht der Heilige Geist und der Heilige Geist nicht der Vater.

Du hast also nur einen Gott, aber drei Personen, drei Bewusstseinskerne, wie man es nennen kann, die als Gott beschrieben werden. Das kann nur derselbe Gott sein, denn es gibt ja nicht drei Götter.

Deshalb: Klassisches Trinitätsverständnis – deutliches Ja.

Ich weiß, das ist ein bisschen kompliziert, und es gibt viele Fragen, wie das im Detail funktioniert. Darüber können wir uns als Christen gerne austauschen, sachlich und ohne Hysterie in den Kommentaren. Ich halte es aber für extrem wichtig, an diesem klassischen Trinitätsverständnis festzuhalten.

Wenn wir das nicht tun, führt das in der Praxis dazu – und das sieht man bei manchen seltsamen Kanälen oder Sondergemeinden –, dass sie sich ein eigenes Jesusbild machen, das mit dem biblischen Jesus wenig zu tun hat. Dann ist Jesus nur ein Geschöpf, nur ein besonderer Mensch oder Weisheitslehrer, oder Jesus ist der Erzengel Michael, oder der Seelenbruder des Teufels, oder ähnliches. Das sind ganz merkwürdige Vorstellungen.

Deshalb führt das auch dazu, dass solche Gruppen häufig nicht netzwerken und von Christen ausgeschlossen werden, die sagen: „Wir stellen uns auf die Bibel und versuchen, ihr so gut wie möglich zu folgen.“

Mehr Infos zum Thema Trinität findest du unten unter diesem Video verlinkt. Wenn du möchtest, dass ich dazu noch mehr Beiträge mache, dann drücke die Glocke unten rechts unter diesem Video und schreibe einen Kommentar.

Freiheit in der Entscheidung für Kinder

Nummer zwei: Nein, du musst keine Kinder bekommen. Du darfst, aber du musst nicht. Ich möchte das bewusst so deutlich sagen, denn es gibt einige Gemeinden, in denen von jungen Frauen teilweise ausdrücklich erwartet wird, dass sie früh heiraten und sechs, acht oder zehn Kinder bekommen.

Das Problem ist – und das muss ich einfach so festhalten, ob dir das nun gefällt oder nicht – dass das nicht biblisch ist. Ja, es gibt eine Bibelstelle, zum Beispiel in Genesis 1, wo Gott zu Adam und Eva sagt: „Seid fruchtbar, vermehrt euch und füllt die Erde.“ Das ist Genesis 1,28. Dass das für Adam und Eva galt, bestreitet niemand.

Aber jetzt einfach so anzunehmen, dass das ungebrochen, ohne jegliche Einschränkung, ohne Wenn und Aber, eins zu eins für jeden heutigen Menschen exakt genauso gilt – und wenn nicht, dann wäre das ein Verstoß gegen ein Gebot – da wird es unsauber. Ich will dir auch erklären, warum.

Ganz konkret: Sexuell aktiv zu sein ist für den biblisch-christlichen Gott nur in einer einvernehmlichen Ehe zwischen Mann und Frau moralisch möglich. Das heißt also, rein logisch: Kinder können im Normalfall nur durch Sexualität entstehen. Pflege und Adoption lasse ich hier mal außen vor. Sexualität gibt es aber nur in der Ehe.

Warum das so ist, habe ich schon in etlichen Videos erklärt. Dort habe ich genau gezeigt, wo das im Neuen Testament steht und dass Jesus das bestätigt. Das ist so eindeutig, dass man das heute nicht mehr seriös historisch wegdiskutieren kann.

Wenn es also Gottes Gebot wäre, dass wir uns vermehren müssen – für jeden von uns, für dich, für mich, für jeden, der zuschaut und der nicht zuschaut –, dann wäre damit auch vorausgesetzt, dass es Gottes Gebot wäre, zu heiraten. Warum? Weil nur in der Ehe Sexualität möglich ist, und nur durch Sexualität können Kinder entstehen. Das heißt: Wenn Christen Kinder bekommen müssten, wäre es automatisch ein Gebot zu heiraten. Dann wäre es eine Sünde, nicht zu heiraten.

Ist das von der Logik her nachvollziehbar? Die Frage ist jetzt: Ist das so? Sündigt man automatisch, wenn man nicht heiratet? Die Antwort ist Nein. Es ist völlig okay, nicht zu heiraten. Es ist okay, Single zu sein.

Ich gebe dir ein paar konkrete biblische Beispiele: Boas, der Urgroßvater von König David, war mindestens mittleren Alters, als er die junge Ruth heiratete. Viele schätzen, er wäre etwa fünfzig gewesen. Wenn es ein Gebot gewesen wäre zu heiraten, hätte Boas für Jahrzehnte in schwerer Sünde gelebt, solange er nicht verheiratet war.

Isaak zum Beispiel war genau vierzig Jahre alt, als er Rebekka heiratete. Wenn es ein Gebot gewesen wäre, zu heiraten, hätte Isaak zwanzig Jahre oder mehr in schwerer Sünde gelebt, solange er nicht verheiratet war.

Jeremia, der Prophet, war ausdrücklich kinderlos und unverheiratet. War das eine schwere Sünde?

Egal, was Da Vinci Code oder irgendwelche Verschwörungstheoretiker sagen: In der neutestamentlichen und historischen Wissenschaft ist es absoluter Konsens – und das entspricht dem neutestamentlichen Befund –, dass Jesus von Nazaret nie geheiratet hat und keine Kinder hatte.

Warum ist das wichtig? In Hebräer 4 lesen wir über Jesus: Dort heißt es, dass Jesus in allem so versucht wurde, wie wir es auch sind, aber er blieb ohne Sünde (Hebräer 4,15). Das heißt im Klartext: Jesus hat nie geheiratet, er hat nie Kinder bekommen und war dennoch ohne Sünde.

Das bedeutet also rein logisch, dass es keine Sünde sein kann, kinderlos zu bleiben. Sonst wäre diese Entscheidung niemals als sündenfrei bezeichnet worden.

Eine der wichtigsten Bibelstellen überhaupt zum Thema Mann-Frau-Dynamiken ist natürlich der erste Korintherbrief. Dort heißt es zum Beispiel in 1. Korinther 7: „Bemüht euch grundsätzlich nicht darum, verheiratet zu sein.“ Weiter heißt es in 1. Korinther 7: „Wer nicht heiratet, handelt sogar besser als jemand, der heiratet.“

Besonders bemerkenswert ist 1. Korinther 7, wo Paulus, vom Heiligen Geist geführt, schreibt: „Ich sage aber den Verheirateten, es ist besser für euch, wenn ihr bleibt, wie ich es bin, nämlich unverheiratet.“ Das heißt, in Gottes Wort wird eindeutig das Unverheiratetsein als gut beschrieben, sogar als „kalos“ – im Griechischen ein Ausdruck für etwas Gutes.

Wenn also jemand kommt und dir oder euch ein schlechtes Gewissen machen möchte, weil ihr keine Kinder habt oder angeblich zu wenige Kinder, dann ist das einfach schlechte Auslegung. Das heißt, die Bibel wird nicht vollständig ernst genommen. Ich sage nicht, dass das aus böser Absicht passiert, aber jemand, der auf biblischer Grundlage ein schlechtes Gewissen machen möchte, dem geht wirklich die Munition aus. Das muss man so festhalten.

Für dich heißt das im Klartext: Falls dein Ehemann und du, falls deine Ehefrau und du, falls ihr zusammen Kinder haben wollt, falls ihr so viel freie Kraft und Zeit habt, falls ihr euch das finanziell leisten könnt, ohne eure eigene Altersvorsorge zu ignorieren, falls ihr einen breiten Freundes- und Bekanntenkreis vor Ort habt und damit umgehen könntet, wenn ihr ein körperlich oder geistig behindertes Kind bekommt – falls ihr unter diesen Bedingungen Kinder bekommen könnt und euch das geschenkt wird – dann segne euch Gott. Ich freue mich aufrichtig mit euch, das meine ich genau so, wie ich es sage.

Aber falls ihr diese Voraussetzungen nicht oder noch nicht erfüllt, falls ihr keine Kinder bekommen könnt oder euch entscheidet, keine Kinder zu wollen, dann ist das eine absolut legitime Entscheidung. Ihr habt das Recht dazu, es darf so sein, und Gott wird diesen Weg mit euch gehen.

Die Bedeutung der Bibellektüre

Ja, du hättest die Zeit, die Bibel zu lesen. Ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll.

Wenn du über zwanzig Minuten Zeit hast, um dir im Internet ein Video von irgendeinem Typen über unbequeme Wahrheiten anzusehen, dann hättest du in dieser Zeit locker drei Kapitel in deiner Bibel weiterlesen können.

Deshalb nimm deine Bibel, lies sie häufig, lies sie viel und lies sie ganz.