Lukas 1,31-3522.03.2021
Dieser Inhalt wird noch redaktionell aufbereitet.
Aktuell können Elemente fehlen oder falsch angezeigt werden.
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Gott wird Mensch: Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
Episode 26: Der Sohn Gottes
Gott wird Mensch, Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist. Episode 26 Der Sohn Gottes
Ein erster Blick auf die Begegnung
Auf unserer Reise durch das Leben Jesu haben wir letztes Mal einen ersten Blick auf das Zusammentreffen des Engels Gabriel mit Maria, der Mutter Jesu, geworfen. Heute machen wir an dieser Stelle weiter und schauen uns noch ein wenig an, was die beiden sagen.
Da ist einmal Maria. Sie sagt eigentlich recht wenig. Was aber klar wird, ist dies: Maria ist noch Jungfrau. Lukas 1,34: Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies geschehen, da ich von keinem Mann weiß?
Es wird ja immer wieder gern gesagt, dass Maria nur eine junge Frau, aber keine Jungfrau war. Falsch! Lukas, der Arzt, kennt den Unterschied. Dieser Hinweis auf ihre Jungfräulichkeit und am Ende des Besuches ihre Bereitschaft, „Magd des Herrn“ zu sein, das ist der Beitrag, den Maria zu dem Gespräch leistet.
Der Engel redet dagegen viel mehr. Lukas 1,31: Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen.
Hier an dieser Stelle erklärt Gabriel der Maria nicht, warum ihr Sohn gerade „Jesus“ heißen soll. Als Josef wahrscheinlich Monate später im Traum ein Engel erscheint, ein Engel, der ihn auffordert, seinen Stiefsohn Jesus zu nennen, bekommt er die Erklärung dafür. Der Name Jesus hat die Bedeutung: „Gott rettet“. Und als Jesus von Nazaret war Gott gekommen, sein Volk von seinen Sünden zu retten.
Die Verheißung des kommenden Königs
Lukas 1,32-33: Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende sein.
Hier wird die davidische Dynastie wiederbelebt. So wie Gott es dem David versprochen hatte, dass seine Nachkommen für ewig herrschen sollten. Hatte Gott das Haus des Benjaminiters Saul verstossen, so sollte das David nie passieren. Gott würde die Nachfahren Davids züchtigen und strafen, aber sie niemals verwerfen.
So heißt es in 2. Samuel 7,14-16: Ich will ihm Vater sein, und er, gemeint ist der zukünftige König aus der Dynastie Davids, soll mir Sohn sein. Wenn er verkehrt handelt, werde ich ihn mit einer Menschenrute und mit Schlägen der Menschenkinder züchtigen. Aber, und das ist jetzt der Unterschied zu Saul, meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul habe weichen lassen, den ich vor dir weggetan habe. Dein Haus aber und dein Königtum sollen vor dir Bestand haben für ewig, dein Thron soll feststehen für ewig.
Das war die Verheißung, aber jahrhundertelang saß kein König auf dem Thron Davids. Und jetzt kam nicht irgendein König, sondern der König mit dem ewigen Königreich, so wie es auch in Jesaja 9 heißt, Jesaja 9,5-6: Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und man nennt seinen Namen wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des Herrn der Heerscharen wird dies tun.
Die Geburt Jesu erfüllt die Prophezeiung aus Jesaja 9. Ein Kind, ein Sohn, ein König. Und wer diesen König beschreiben will, der weiß fast nicht, wo er anfangen soll. Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. Er ist der, der Frieden stiftet, mir den Vater offenbart, selbst Gott ist und mir das Evangelium bringt. Was für ein König!
Die Frage nach dem Wunder
Aber zurück zu Lukas, Lukas 1,32-34. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und der Herrgott wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende sein.
Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies zugehen, da ich von keinem Mann weiß? Gute Frage!
Antwort, Lukas 1,35: Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten.
Wie wurde Maria schwanger? Durch ein Wunder. Sie fragt, wie sie schwanger werden kann ohne Mann, und Gabriel erklärt ihr, dass es Gott selbst ist, sein Geist und seine Kraft. Es ist Gott, der in ihr eine befruchtete Eizelle hervorbringt und dafür sorgt, dass sie sich im Uterus einnistet und zu wachsen beginnt.
Lukas 1,35: Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden.
Warum nennt man Jesus den Sohn Gottes? Hier sehen wir die Antwort. Er ist der Sohn Gottes, weil Gott sein Vater ist. Gott steuert das an Erbinformation bei, was normalerweise vom Vater kommen würde. Wie genau das ging, wissen wir nicht. Aber der Herr Jesus hat keinen menschlichen, sondern nur einen himmlischen Vater. Es ist also völlig korrekt, ihn den Sohn Gottes zu nennen.
Etwas weniger korrekt ist es übrigens, Maria die Muttergottes zu nennen, weil sie nicht Gott zur Welt bringt, sondern den Sohn Gottes. Aber das nur am Rande.
Warum die Rettung nur so möglich war
Es ist bis heute keine leichte Sache für Menschen, an eine Jungfrauengeburt zu glauben. Aber machen wir uns bitte klar, dass es auch für Maria und ihre Umgebung nicht leicht war.
Wenn Gott die Bühne der Weltgeschichte betritt, dann mit einem Knall. Aber was haben wir denn erwartet? Wäre die Rettung der Menschheit von ihren Sünden durch einen normalen Menschen möglich gewesen, dann hätte es ja tausend Jahre Zeit gegeben, diesen zu finden und ins Rennen zu schicken.
Aber was ist das Fazit des Apostels Paulus über die Tauglichkeit des Menschen in seiner Gesamtheit? Römer 3,10-12. Wie geschrieben steht: Da ist kein Gerechter, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist, da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden, da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer.
Gott wird Mensch, weil wir einen Mittler brauchen, einen, der sich in die Mitte stellt zwischen uns und Gott, einen, der die beiden Seiten kennt und beide Seiten miteinander verbinden kann. Aber Gott kann nicht einfach einen Menschen für diese Aufgabe aus der Menschheit auswählen, weil keiner für die Aufgabe des Mittlers tauglich ist. Sie sind allesamt untauglich geworden.
Und wir wissen, dass das stimmt. Der netteste Papa fährt mal aus der Haut, die liebste Oma kann sich fürchterlich über den Postboten aufregen. Nobody is perfect. Und deswegen ist Nobody geeignet. Niemand ist qualifiziert für die Aufgabe der Rettung der Menschheit.
Und weil niemand qualifiziert ist, wir aber einen Mittler brauchen, wenn wir nicht verloren gehen wollen, deshalb wird Gott Mensch. Er wird Mensch, nicht Supermann oder Halbgott, sondern richtiger Mensch, zum Anfassen, mit Chromosomen, Mundgeruch und Haarausfall. Ein Mensch, der müde wird, Hunger hat, weinen kann und Schmerz empfindet, wenn man ihn geißelt.
Gott wird Mensch, und trotzdem steckt in diesem Menschen ein Menschsein, das irgendwie besonders ist. Besonders deshalb, weil Gott sich auf besondere Weise im Menschsein Jesu offenbart. Es ist nicht das Was, sondern das Wer, das besonders ist. Was ist Jesus? Mensch. Wer ist Jesus? Gott.
Und warum erschafft Gott diesen neuen Menschen nicht einfach aus Erde, so wie beim ersten Mal mit Adam? Die Antwort lautet: weil er es versprochen hatte, es anders zu machen. Kurz nach dem Sündenfall verflucht Gott die Schlange. Und was verheißt er ihr? Er verheißt ihr einen Samen, das heißt Nachfahren, einen Nachfahren der Frau, der ihr den Kopf zermalmen würde.
Ein Nachfahre der Frau, also ein von einer Frau geborener Mensch, würde der alten Schlange, die der Teufel und der Satan ist, den Kopf zermalmen. Es würde ein natürlich geborener Mensch sein, der das Werk des Sündenfalls umkehrt, den Teufel besiegt und die Menschen befreit.
Der alte Anfang einer neuen Hoffnung
Was könntest du jetzt tun? Lies noch einmal 1. Mose 3 und staune über Vers 15. Man nennt diesen Vers auch das Brotevangelium, das Vorevangelium.
Das war's für heute. Morgen geht es weiter. Das Skript zu allen Episoden findet sich in der App oder auf frogwords.de.
Daher segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden.
Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.
Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.
