29.07.2026
Serie•Teil 2 / 2SoBS 2026 1Kor 10,14-33
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Generierte Mitschrift
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Einführung in das Thema und persönliche Beispiele
Sommerbibelschule 2026. Es geht weiter im 1. Korintherbrief. Theologie, die dich im Glauben wachsen lässt. Nachfolge praktisch. Dein geistlicher Impuls für den Tag.
Mein Name ist Jürgen Fischer, und ich darf euch zwei Wochen lang die Predigten der Sommerbibelschule 2026 präsentieren.
Eine Christin hatte Rückenschmerzen und ging zu einem Reiki-Heiler. Soll ich euch etwas sagen? Die Rückenschmerzen waren danach weg. Aber sie konnte nachts nicht im Dunkeln schlafen, weil sie jedes Mal, wenn sie das Licht ausgeschaltet hatte, eine dämonische Präsenz spürte.
Da war ein Christ, der eine Band gehört hat. Er wusste eigentlich, dass diese Band das Böse wirklich verherrlicht, aber er hat es immer ein wenig abgetan nach dem Motto: Ist doch nur Musik. Irgendwann hat er es begriffen, und er hat sich von diesen ganzen Alben getrennt. Er hat das alles aus seinem Leben rausgeschmissen. Er ist zu einer Veranstaltung mit anderen Christen gegangen, und jemand kam auf ihn zu und sagte: Du strahlst so. Ich habe dich lange nicht so strahlen sehen. Ich habe das gelöst in seinem Leben.
Da war ein Teenie, der aus Spaß versucht hat, mit einem anderen ein paar okkultistische Sachen zu machen und den Geist zu beschwören. Da ist ein Dämon gekommen, und seitdem war er geplagt von Albträumen.
Da war eine Gruppe von Christen, die eine Exkursion in einen buddhistischen Tempel gemacht hat, und eine ist umgekippt, da sie hypnotisiert wurde.
Da war ein Mann, der auf einem Konzert war, und er hat auf dem Konzert gespürt: Diese Band, die hier spielt, das ist ein anderer Geist. Und zum Glück war er so klug und hat einfach auf den Heiligen Geist gehört.
Warum geistliche Warnungen ernst zu nehmen sind
Verstehst du, ich will dir diese Beispiele geben. Ich möchte sie dir nicht geben, weil ich dir Angst machen will vor Dämonen. Das ist ja Quatsch, das ist Quatsch, weil sie besiegt sind. Ja, Jesus hat sie besiegt, er hat einen Triumphzug über sie gehalten. Das wäre ihr großes Ziel, dass wir sie fürchten.
Ich will sie dir sagen, weil wir ernst nehmen sollen, was Gott sagt. Und weil wir ernst nehmen sollen, dass du keine erfüllte, freudige Gottesbeziehung haben wirst, dass du keine Durchbrüche bei Sünde haben wirst, dass du das nicht erleben wirst, was andere dir vielleicht sagen, wenn du geistlich falsche Dinge in deinem Leben kultivierst und mit ihnen lebst.
Und deswegen mein zweiter Punkt, das ist schon gut für einen zweiten Punkt, mal halben Finger: Mein zweiter Punkt ist die Notwendigkeit von Umkehr. Du musst umdrehen, du musst umdrehen. Wir haben das hier gehört: Paulus hat gesagt, flieht dem Götzendienst. Es geht nicht. Ihr könnt keine Gemeinschaft mit Gott haben, wenn ihr euch gleichzeitig auf solche falschen geistlichen Dinge einlasst.
Und jetzt bringt Paulus einen interessanten Begriff. Ich erinnere mal an den Vers 14: Darum, meine Geliebten, flieht dem Götzendienst. Und jetzt Vers 21: Ihr könnt nicht des Herrn Kelch trinken und den Dämonenkelch. Ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilnehmen und am Tisch der Dämonen. Oder wollt ihr den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwas stärker als er?
Gottes heilige Eifersucht und die Einladung zur Umkehr
Hier kommt das Wort Eifersucht. Eifersucht ist bei uns kein positiv besetztes Wort. Eifersucht klingt irgendwie immer so ein bisschen, na ja.
Bei Gott ist Eifersucht heilig. Gottes Eifersucht ist kein emotionaler Ausbruch, den er später bereut und in dem er irgendwelche Dinge tut, wo er sagt: Hups. Gottes Eifersucht ist eine heilige Eifersucht.
Und ich will dir jetzt, weißt du, Gott nutzt ganz oft, und das Wort Eifersucht kommt bewusst, weil es ein Beziehungsbegriff ist. Gott nutzt in der Bibel konsequent das Bild eines Ehemanns, dass er der Ehemann ist und sein Volk seine Frau ist. Und er vergleicht Götzendienst immer mit Ehebruch.
Und jetzt schneid dir das mal vor: Du bist verheiratet, und du feierst Hochzeitstag. Es ist so richtig schön, und ihr esst miteinander und ihr genießt das, eure Beziehung zueinander. Es ist ein bisschen wie das Abendmahl, ja, so ein feierndes Mahl.
Und dann steht deine Frau oder dein Mann, wie auch immer, auf und sagt: Es war ein total schöner Abend mit dir, du, ich muss jetzt aber los. Ich treffe mich noch mit einem anderen Mann, den habe ich auch sehr lieb. Ich wäre heute Nacht übrigens bei dem sein, weil ich will mit ihm schlafen. Ist das für dich in Ordnung?
In jeder halbwegs gesunden Beziehung sage ich: Was? Das ist ein Trennungsgrund. Natürlich ist das nicht in Ordnung. Das geht überhaupt gar nicht.
Und jetzt setz dich mal in die Situation von Gott. Gott sagt: Ich bin eifersüchtig. Warum? Weil du das machst! Du feierst mit mir Abendmahl und sagst, du gehörst zu mir, und dann gehst du im nächsten Moment und lässt dich auf andere geistliche Mächte ein und denkst: Ist doch okay, hab dich mal nicht so.
Gott sagt: Das reizt mich zur Eifersucht. Das geht nicht, das ist krank.
Und jetzt ist das Krasse: Wie würden wir Menschen reagieren? Ich hatte es gerade sehr menschlich gemacht. Trotz des Trennungsgrundes könnt ihr ja dann morgen nochmal Markus fragen, in seinem Seminar noch ein bisschen mehr dazu, zu Scheidung und Wiederheirat. Aber das Coole ist, dass Gott anders reagiert.
Gottes Treue als Grundlage für echte Veränderung
Wisst ihr, in den Versen vorher, die wir heute früh gelesen haben, sagt er Folgendes: Keine Versuchung hat euch ergriffen. Es geht um diesen Götzendienst, um diese menschliche Versuchung, die uns ergreift, dieses Reinfallen, auch diese Fallen, dieses wieder Reintappen. Und jetzt kommt’s:
Gott aber ist treu. Er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.
Darum, meine Geliebten, weil Gott treu ist, weil Gott der ist, der dir die Kraft ist, dir zu helfen, anders zu leben, darum flieht den Götzendienst. Merkt ihr: Er gibt nicht nur ein Gebot und sagt: Mach das. Er sagt auch warum. Weil Gott treu ist. Weil Gott, weißt du, ich habe heute ein T-Shirt an, hier steht: Gustav, I need a hero. Und ich will dir mal was sagen: Du brauchst einen Helden. Und der Held in deiner Geschichte bist nicht du, und nicht du, und nicht du, und nicht du. Du bist nicht der Held deiner Geschichte. Schmeiß dir das ab. Du brauchst einen Helden.
Und es gibt nur einen einzigen Helden. Das ist nämlich der Held, der diese ganzen Mächte besiegt hat, der einen Triumphzug über sie gehalten hat, der gestorben ist, um unsere Sünden zu vergeben, auferstanden ist, um uns ein neues Leben zu geben, und damit den Satan und seine Dämonen besiegt hat. 1. Korinther 2,13-15 zusammengefasst. Okay?
Das ist der Held, den du brauchst. Und du brauchst ihn, weil er der ist, der dir wirklich helfen kann, in dieser Welt zu leben. Er ist der Held deiner Geschichte. Und wenn es dir um Umkehr geht, dann bezieht sich das so sehr auf Gottes Treue.
Der Weg der Umkehr im Alltag
Du kannst den Korintherbrief niemals lesen, lies ihn bitte nie, ohne die ersten Kapitel zu vergessen, okay? 1. Korinther 1,9: Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.
Wer hat uns in diese Gemeinschaft gezogen? Gott selbst. Und wer ist treu? Gott ist treu. Das ist so eine gute Botschaft, das Evangelium. Er ist treu, und er lebt in dir. Er ist deine Hoffnung in all dem. Und deswegen lädt er dich ein: Dreh um, dreh um von diesem Weg und vertrau auf mich.
In der Bibel gibt es einen ganz einfachen Weg, wie du dich von geistlich falschen Dingen abwendest, nämlich Jakobus 4,7. Ganz simpel: Unterwerft euch nun Gott, widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen. Kein großer Hokuspokus, sondern unterwerf dich Gott, weil er der Sieger ist. Unterwerf dich ihm. Christus hat alles getan für deine Freiheit.
Wenn du heute Abend frei werden willst von einer Bindung in deinem Leben, die aus geistlich falschen Dingen resultiert, gibt es einen ganz einfachen Weg: Unterwerf dich Gott und widersteh dem Teufel. Ordne dich Gott unter. Das kannst du dann im Abendmahl tun. Du kannst im Abendmahl diese Gemeinschaft mit ihm feiern. Du kannst ein neues Bekenntnis setzen: Ich gehöre zu diesem Gott und widerstehe dem Bösen. Sag dem ab.
Vielleicht ist es dran, dich bewusst von etwas loszusagen. Du wirst nach dieser Predigt ein bisschen Zeit haben, darüber nachzudenken. Aber ich lade dich dazu ein: Flieh dem Götzendienst, schmeiß es aus deinem Leben, unterwerf dich Gott und widerstehe dem Feind. Denn er hat kein Recht. Er hat kein Recht an dir, es sei denn, du gewährst ihm ein gewisses Recht. Aber er hat kein gegebenes Recht, weil du Christus gehörst, wenn du an Jesus glaubst.
Und ich finde das so richtig gut. Ich will das noch einmal sehen. Und jetzt kommt ein Ja: Ihr habt die Freiheit in Christus gehört. Aber mir liegt es wirklich am Herzen, es ist jetzt kein eingebauter Werbeblock. Wenn du merkst, dass du Dinge in deinem Leben hast und merkst, es beschäftigt dich, vorne liegt so ein Material aus, auf dem Büchertisch, Die Schritte zur Freiheit in Christus. Und ich lade dich ein: Mach diesen Schritt, einen davon. Nimm dir jemanden hier aus deinem Team, jemanden, der dich im Gebet begleiten kann. Sprich Günther an oder sprich mich an.
Geh durch diesen ersten Schritt, mindestens einen dieser Schritte zur Freiheit in Christus. Die gehen nämlich genau darum, dass ich mich lossage von geistlich falschen Dingen in meinem Leben. Mach es, sag dich davon los, ordne dich Gott unter, damit du wieder erleben kannst, wie so eine Freude in deinem Christsein wächst, wie so eine Freude an Gott wächst, wie diese Beziehung zu Gott geklärt wird.
Freiheit, Rücksicht und die Frage nach dem Guten
Jetzt komme ich zum letzten Punkt dieses Textes, und Paulus schließt jetzt dieses ganze Thema noch einmal ab. Dieses ganze Thema mit dem Götzenopferfleisch und allem kommt jetzt noch einmal ans Ende und gibt uns die Anweisung, wie unser Gottesdienst in unserem Leben aussehen soll.
Könnt ihr noch? Ihr schafft das, oder? Ich habe den Brief nicht geschrieben. Also, okay, machen wir los.
Was sagt Paulus jetzt? Er geht jetzt weiter und sagt Folgendes: Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut. „Niemand suche das Seine, sondern das des Anderen.“
Wahrscheinlich hatten die Korinther dieses Motto: „Alles ist erlaubt, Paolo, schenk uns doch mal nicht so ein.“ Alles ist erlaubt. Aber Paulus sagt jetzt: Ja, ja, ja, ja, ja. Wenn du dieses Motto hast, alles ist erlaubt, was noch so gerade keine Sünde ist, so ein bisschen, so: „Ist da alles mir erlaubt?“, dann hast du den Kern des Christseins verpasst. Dann bist du an etwas vorbeigeschippert, was der Kern des Christseins ist. Denn das will ich dir jetzt mal ganz ehrlich sagen: Dein Glaube dreht sich nicht um dich. Dein Glaube dreht sich nicht um dich. Du bist nicht der Mittelpunkt deines Lebens.
Es geht nicht darum, was du alles darfst und was du nicht darfst. Viele Christen gehen so an Ethik heran und sagen: Was ist das Maximale, was ich noch darf? Was ist der Graubereich, wo ich an die Grenze gehen darf? Was darf ich alles noch, Gott? Wenn du so denkst, dann ist grundsätzlich bei dir etwas falsch. Dann hast du nämlich nicht verstanden, worum es im Christsein geht.
Dein Christsein dreht sich um Jesus. Es dreht sich um eine Liebesbeziehung zu Jesus. Und deswegen sagt Paulus: Die Frage ist nicht, was alles erlaubt ist. Er sagt: Die Frage ist, was nützlich ist. Was ist denn? Die Frage ist nicht, was alles anders ist, sondern die Frage ist, was erbaut. Was bringt den anderen voran?
Paulus sagt hier in anderen Worten, was Jesus einmal in Matthäus 22 sagt, wo er sagt, dass das ganze Gebot Gottes zusammengefasst werden kann in dem Satz: Du sollst Gott lieben, von ganzem Herzen, mit deinem ganzen Willen und deinem ganzen Verstand. Das ist dein Ziel. Und deinen Nächsten wie dich selbst. Du sollst dich fragen: Was ist nützlich für meine Gottesbeziehung, und was bringt dem anderen Gutes, was erbaut?
Das ist die große Frage. Und Paulus zieht den Korinthern diesen Zahn von diesem: „Es geht um meine maximale Freiheit.“ Und wenn du es nur mal so willst: Es geht im Leben als Christ nicht um maximale Selbstentfaltung, es geht um maximale Gottesentfaltung. Darum geht es. Warum? Weil er nichts anderes sein will als dein Ehemann, die Liebe deines Lebens.
Das Leben als sichtbares Zeugnis für Christus
Du fragst ja auch nicht, du beginnst ja auch keine Beziehung und sagst: Also, bevor ich mit dir die Beziehung beginne, meine Liebe, will ich mal wissen, was sind so die maximalen Freiheiten, die ich noch kriege? Wie viele Stunden darf ich in der Woche wirklich maximal mit meinen Freunden verbringen?
So gehst du keine Beziehung an. Das ist schräg. So ein Arbeitsverhältnis mag man so angehen, aber keine Beziehung. Das ist sehr schräg. Und wenn du so denkst, dass deine Gottesbeziehung so läuft, dann bist du in einem Arbeitsverhältnis, aber hast nicht verstanden, dass es um die Liebe deines Lebens geht.
Und deswegen sagt Paulus: Die Frage ist eine ganz andere. Die Frage ist Gottesentfaltung. Und er geht jetzt weiter und sagt es zu ihnen. Er bringt jetzt dieses Prinzip noch einmal auf dieses Götzenopferfleisch. Wir haben jetzt schon gelernt, das hast du kapiert: Götzenopfer im Tempel und dort essen, alles Mist, machen wir nicht.
Jetzt kommt die Frage der Korinther. Aber was mache ich mit dem Fleisch, das auf dem Markt վաճառkt wird, oder mit dem Fleisch, das ich zu Hause bei jemandem angeboten bekomme? Und darauf antwortet Paulus jetzt: Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, esst, ohne es um des Gewissens willen zu untersuchen; denn die Erde ist des Herrn und ihrer Fülle.
Wenn jemand von den Ungläubigen euch einlädt und ihr wollt hingehen, so esst alles, was euch vorgesetzt wird, ohne es um des Gewissens willen zu untersuchen. Ich mache das ganz kurz, das hat man schon in 1. Korinther 8. Ganz einfaches Prinzip: Dort, wo es keinen Bezug dieses Fleisches zu einem Götzenopfer gibt, ist es in Ordnung.
Du musst nicht danach suchen. Du musst nicht nachfragen, wo das herkommt. Was heißt das für dein ganz praktisches Leben? Für dein ganz praktisches Leben könnte das heißen: Du musst, wenn du zu Rossmann gehst und den Joghurt kaufst, dich nicht fragen, ob die Firma anthroposophisch oder sonst was ist. Iss den Joghurt.
Du brauchst doch nicht, wenn du bei Ebay Kleinanzeigen – ich habe letztens bei Ebay Kleinanzeigen einen Controller gekauft, der mit Parfüm besprüht war – zu denken: Was ist das? Und zu denken: Was machen die in meiner Kultur? Ich habe gedacht: Okay, gut, ich muss aber jetzt nicht Angst haben, dass der Controller mich mit irgendwas verseucht oder so. Ich kann den Controller nehmen und trotzdem damit spielen.
Du musst nicht bei jedem Lied, das du im Radio hörst, Angst haben, dass es dich sofort dämonisch besetzt. Du musst auch nicht jedes Lobpreislied prüfen, ob der, der es geschrieben hat, auch wirklich hundert Prozent mit dir lehrmäßig übereingestimmt hat. Das wird in 99,9 Prozent der Fälle nicht passen.
Du musst sozusagen nicht so gehen. Du musst auch nicht jede Gymnastikübung bis ins Letzte prüfen. Du kannst Aromatherapie mit deinen Ölen machen, ohne Angst zu haben, sofort in die Esoterik zu rutschen. Du kannst Rockmusik hören und auch Klassik, ohne Angst zu haben, dass im Notenbild irgendein versteckter Mond herrscht.
Also, du kannst mit vielen Dingen ganz normal umgehen. Okay, das darfst du machen. Du kannst sogar – jetzt sage ich das ganz richtig – mit Skatkarten spielen, auch wenn andere die anders nutzen. Okay, das kannst du machen.
Aber: Prinzip eins, du kannst Dinge nutzen, wenn es keinen Bezug gibt zu einem Götzenopfer, zu etwas Dämonischem, zu etwas Falschem. Das kannst du machen, wenn du die Freiheit dazu hast. Und b, es dich nicht selbst wieder bindet. Denn das ist die Einschränkung.
Gewissensfragen und Rücksicht auf andere
Es kann sein, dass du selbst aus einer Geschichte kommst, in der diese Dinge mit dir zusammenhängen, mit Dingen, die nicht gut waren. Ich hatte einen Bekannten, der im Drogenkonsum extrem viel Elektro gehört hat. Und immer, wenn er Elektro gehört hat, ist er zurückgekommen in diese komischen Zustände, die er unter Drogen hatte. Was war die Konsequenz? Kein Elektrohören, nie und nimmer.
Ich hatte einen anderen Bekannten, der stark politisch links geprägt war, viel Punkrock, viel Rebellion hatte. Für ihn war klar, als ich Christ geworden bin, kann ich die Musik nicht mehr hören. Denn ich will nicht wieder diese Rebellion in mir erwachen lassen.
Also: Wo es dich zurückzieht, lässt du es. Ansonsten hast du bei vielen Dingen Freiheit. Wenn es keinen Bezug gibt zu einem Götzenopfer, dann musst du ihn auch nicht suchen. Aber da sind wir unterschiedlich in unserer Freiheit, und das ist okay.
Aber jetzt kommt es: Was ist, wenn aber jemand mich einlädt? Oder was ist mit den anderen? Paulus redet jetzt weiter. Was ist, wenn jemand anderes zu mir kommt und sagt: Das, was du da gerade kaufst, das, was du da gerade isst, das, was du da gerade tust, das gehört doch eigentlich zu dieser und jener Ideologie, zu diesem und jenem esoterischen Zeug, zu diesem und jenem Gott. Also: Jemand anderes stellt jetzt den Bezug zu dem Götzen her, zu dem geistlich Falschen. Wie gehst du damit um?
Paulus sagt: Wenn aber jemand zu euch sagt: Dieses Opferfleisch, so esst nicht, um jenes willen, der es anzeigt, um des Gewissens willen. Ich meine aber nicht das eigene Gewissen, sondern das des anderen. Denn warum wird meine Freiheit von einem anderen Gewissen beurteilt? Wenn ich mit Danksagung teilnehme, warum werde ich geschmäht für das, wofür ich danke?
Ob er isst oder trinkt oder sonst etwas tut: Tut alles zur Ehre Gottes.
Paulus’ Logik ist unfassbar konsequent. Sie ist ganz, ganz konsequent. Was er jetzt sagt, ist Folgendes: Da kommt jemand zu dir, und er stellt den Bezug zu etwas geistlich Falschem her. Er weist dich darauf hin: Das kommt da und da her, das kommt da und da her, keine Ahnung. Und was machst du? Du wirst um seines Gewissens willen es lassen. Du willst ihn nicht zurückziehen in etwas geistig Falsches. Das ist die eine Motivation.
Ja, du gehst mit jemandem, der irgendwie aus so einer Szene, einer Elektroszene, kommt, nicht wieder in den Club. Das machst du einfach nicht. Das ist einfach dumm, das könnte ihm geistig wirklich schaden. Du musst nicht alle deine Freiheiten ausleben. Aber du hast ja verstanden: Es geht ja nicht um maximale Selbstentfaltung, sondern um Gottesentfaltung. Wie schön.
Ja, oder es bedeutet, dass du es auch dann nicht machst, wenn es ein Nichtchrist ist, der einen Bezug herstellt. Warum? Das große Ziel, das Paulus hier im Auge hat, ist, er wünscht sich eine Sache. Er wünscht sich, dass alles, was du tust, am Ende Gott Ehre macht.
Ehre Gottes als Ziel des ganzen Lebens
Ganz kurzer Einschub: Manchmal gibt es Christen, die von dir Dinge verlangen, die nicht biblisch sind, die Gott nicht verlangt hat. Und sie verlangen, dass du dich ihnen unterordnest. Nicht, weil sie verloren geht oder weil sie ein Problem damit hat oder weil sie dadurch geistliche Nöte überwinden können, sondern einfach nur bei manchen Dingen.
Immer wieder versuchen Christen, Regeln aufzustellen, die Gott nicht gegeben hat. Und ich sage jetzt einmal ganz konsequent: Damit führen sie andere wieder in einen neuen Götzendienst. Da müssen wir auch vorsichtig sein. Du kannst auch in einen Götzendienst fallen, wo du einfach nur menschlichen Regeln gehorchen musst, die sich Menschen ausgedacht haben.
Kurze Seitenbemerkung: Wir gehen weiter. Paulus’ Hauptpunkt ist der: Ob ihr esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. Was wünscht er sich? Er wünscht sich, dass dies in den profansten Dingen deines Lebens sichtbar wird. Dass andere es sehen, wenn sie dich essen sehen, wenn sie dich in der Stadt sehen, wenn sie sehen, was du konsumierst, wenn sie deine Playlist bei Spotify sehen, wenn sie deinen YouTube-Verlauf sehen, wenn sie das alles sehen, dass sie an all dem merken: Dieser Mensch liebt Jesus über alles.
Das ist sein großes Ziel: herauszukommen, dass Jesus die Liebe deines Lebens ist. Warum? Sie sollen verstehen, dass Christsein bedeutet, Jesus zu leben, und nicht so ein bisschen. Die hätten ja damals denken können: Na ja, den Jesus kann ich in mein Pantheon schon noch mit aufnehmen, man kann viele Götter haben und Jesus noch dazu. Das war die Gefahr, die Paulus verhindern wollte. Er wollte deutlich machen: Es gibt nur Christus und neben ihm nichts. Deswegen soll dein Leben das widerspiegeln.
Und deswegen sagt er jetzt noch einmal am Ende diesen Missionsgedanken. Wir machen ganz schnell: Seid unanstößig. Wow, das passiert nämlich nicht oft. Okay, aber ihr seid wieder da? Wunderbar, seid unanstößig! Sowohl für Juden als auch für Griechen, sowohl für die Gemeinde Gottes wie auch in allen Dingen. Wie auch ich in allen Dingen zu Gefallen strebe, dadurch, dass ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der vielen, damit sie gerettet werden.
Seid meine Nachahmer, wie auch ich Christi Nachahmer bin. Ich lobe euch aber, dass ihr in allem meiner gedenkt und die Überlieferungen festhaltet, wie ich sie euch überliefert habe.
Nachfolge als gelebte Freiheit und Schlussreflexion
Paulus bringt hier ein starkes, starkes Argument. Er sagt nicht einfach nur: Das ist meine Meinung. Er sagt vielmehr: Hey, wisst ihr, wem ich nachfolge? Ich folge Jesus nach, und Jesus hat es so gelebt.
Und wem wollt ihr nachfolgen? Wie wollen wir sein? Wem ahmen wir nach? Jesus. Und worin ahmen wir ihm nach? Darin, dass unser Leben, unsere Freiheit, die Freiheit ist. Ich habe es einmal so formuliert: Christliche Freiheit ist die Freiheit, jedem Menschen in jedem Moment zu zeigen, dass wahres Leben nur bei Jesus ist und dass ich ihn liebe. Das ist die Freiheit, die Paulus meint. Dass jeder in jedem Moment deines Lebens an deinem Leben sieht, dass das echte Leben, dass das, was du wirklich liebst, nur bei Jesus zu finden ist und dass du ihn über alles liebst, damit sie Jesus finden.
Ob du isst oder trinkst oder sonst etwas tust: Hey, das ist Freiheit! Genial. Du musst dich nicht selbst entfalten. Du musst nicht überall schauen: Wo ist meine maximale Grenze? Was kann ich ausreizen? Du kannst dich selbst um der Liebe zu Jesus und anderen willen einschränken.
Und da sind wir wieder bei dem, was Jesus sagt: Du sollst Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, deinem ganzen Willen und deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst. Das ist es, was Paulus hier als den Gottesdienst beschreibt, den es in deinem Leben gibt. Das ist es, was es heißt, das Evangelium zu leben.
Falls du gedacht hast, Evangelium zu leben heißt, Flyer zu verteilen: Kann sein, ist aber nicht der Kern. Der Kern heißt das. Es ist gut, Flyer zu verteilen. Da will ich gar nichts dagegen sagen, manchmal auch. Meine Nachbarn kriegen das immer mal zu Weihnachten. Aber viel wichtiger ist, was sie im Jahr von meinem Leben sehen. Das ist viel, viel wichtiger.
Okay, jetzt sind wir am Ende. Und ich möchte dich jetzt in so einer kleinen Reflexionszeit noch einmal lassen. Und ich will dir vorher noch einmal einen wichtigen Gedanken mitgeben.
Du hast das jetzt alles gehört, und die zweite Hälfte des ersten Korintherbriefs enthält so viele Dinge, die du umsetzen musst und tun sollst. Vergiss nicht, was Paulus am Anfang sagt, und ich sage es dir jetzt noch einmal: Jesu Tod. Also wenn du an Jesus glaubst, jetzt für die, die Christen sind, und für die, die nicht wissen, ob sie Christen sind, die überlegen sich jetzt bitte, was das für ihr Leben bedeutet, okay? Wenn du an Jesus glaubst, dann ist sein Tod dein Tod. Dann ist sein Leben dein Leben. Dann ist sein Vater dein Vater. Dann ist sein Zuhause auch dein Zuhause. Dann ist sein Geist auch dein Geist. Dann ist sein Sieg auch dein Sieg. Es steht alles in Jesus zur Verfügung. Und deswegen darfst du jetzt darüber nachdenken und darfst du ganz bewusst dein Leben auf Jesus stellen.
Ich habe so vier Fragen an dich:
Wie groß ist deine Freude an Jesus?
Durch welche falsche Anbetung könnte deine Nähe zu Jesus beschwert sein?
Zweitens: Von welchen geistlich falschen Dingen musst du dich lossagen? Du kannst es jetzt tun, denn Jesus hat mit seinem Sieg dafür schon alles getan.
Welche Kompromisse machen es schwierig, dass andere Jesus als die Liebe deines Lebens erkennen?
Und viertens, meine Lieblingsfrage: Wie reagiert Jesus laut der Bibel, wenn du jetzt Sünde bekennst? Wie wird er wohl reagieren? Im Notfall schau noch einmal nach.
Das war’s für heute. Die Sommerbibelschule findet nächstes Jahr vom 8. bis 14. August in Volkenruh statt. Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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