Einstieg in die Frage nach dem Glauben
Um die Nachfolge zu verteidigen, mach dich Hashtag Bibelfit.
Darf ich dir eine persönliche Frage stellen? Warum bist du eigentlich Christ? Denk kurz darüber nach. Stell dir vor, Menschen kommen auf dich zu und fragen: Warum bist du Christ? Was würdest du ihnen antworten?
Ich möchte dir dazu eine kurze, etwas peinliche Geschichte aus meinem Leben erzählen. Danach geht es direkt mit dir weiter, denn ich möchte auf etwas ganz Bestimmtes hinaus.
Bevor wir starten, kannst du der Community hier kurz helfen? Es geht darum, dass solche christlichen Videos auf Social Media nicht verborgen bleiben. Wenn du gerade auf Instagram bist, dann doppeltippe doch schnell auf dein Handy. Auf YouTube können alle, die jede Woche hier die Glocke drücken, Danke sagen. Das ist eine technische Sache. Weil Hunderte Menschen vor dir die Glocke gedrückt haben, kannst du dieses Video überhaupt sehen. Danke dir!
Die peinliche Situation im Geschichtsunterricht
Okay, also die peinliche Story: Das war in der Abi-Zeit. Wir hatten gerade eine Frage-Antwort-Stunde mit unserer Geschichtslehrerin, Frau L., als das Thema vom Dreißigjährigen Krieg auf die Kreuzzüge kam. Ich war nur halb bei der Sache, irgendwie abgelenkt. Auf einmal schrecke ich hoch, weil Frau L. vor mir steht – ich sitze ja hier auf so einem Stuhl – und sagt: „Markus, du bist doch Christ, erzähl du uns doch mal, warum die Bibel befiehlt, dass man Ungläubige töten muss.“
Ich denke nur: Was? Du kannst dir ja vorstellen, Herzrasen total. Und auf einmal wird es noch schlimmer. Ich merke, ich gucke ein bisschen zur Seite und sehe, dass fast alle anderen – ja, es waren an die dreißig Leute, weil damals hatten zu dem Zeitpunkt zwei Klassen zusammen Geschichtsunterricht – mich anstarren. Ich bin der einzige Christ hier, und das hatte sich herumgesprochen.
Im Gesicht von Frau L. sehe ich so ein leichtes, ein einseitiges Grinsen, so ein „Hm, ja, nach dem Motto: Diskutier dich mal daraus.“ Ich denke mir: Um es wertschätzend auszudrücken, Frau L. hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass sie Menschen, die an Übernatürliches glauben – also an Religion sowieso, aber besonders das Christentum – für etwas hält, das in ihren Augen so nah dran ist an einer krankhaften Wahnvorstellung für geistig Minderbemittelte.
Und jetzt stellt sie die Frage: „Markus, warum befiehlt die Bibel, dass man Ungläubige töten muss?“ Was würdest du in der Situation denken? Ich denke in dem Moment so: Will sie mich jetzt in die Pfanne hauen? Ist das eine Falle? Will sie mich zur Schau stellen? Ich weiß es nicht, aber es hat sich in dem Moment wirklich so angefühlt.
Aber es ist zu spät, jetzt bin ich in der Situation, alle gucken mich an. Es ist Abi-Zeit, ich muss irgendwas Cooles sagen, zumindest irgendwas, das halbwegs reflektiert klingt und mich möglichst wenig blamiert. Das gelingt nicht und wird noch schlimmer, weil auch das Mädchen, das ich zu dem Zeitpunkt sehr mochte, keine paar Meter von mir entfernt saß und mich auch ansah. Ich dachte sogar: Immerhin, jetzt guckt sie mich mal an. Also mega peinlich, ja.
Und ich so, ja, kommt noch schlimmer, ich so: „Äh...“ Ich weiß noch, wie das einfach so aus der Kehle rauskam, irgendwie aus mir raus. Boah, so peinlich, ja. Ich so: „Äh... Also zunächst einmal...“ Also du hast wahrscheinlich schon durchschaut, ich versuche irgendwie Zeit zu gewinnen. Das hast du wahrscheinlich noch nie gemacht. Ich versuche irgendwie Zeit zu gewinnen und muss mich an die Frage zurückerinnern. Hätte ich einfach nur vorher besser zugehört.
Auf einmal fällt mir die Frage wieder ein, und dazu fällt mir ein – wird dann noch schlimmer –, dass ich noch nie die ganze Bibel gelesen habe. Jetzt wirst du wahrscheinlich lachen, aber ich war nicht #Bibelfit, überhaupt nicht. Und das ist natürlich schlimm. Das kennst du wahrscheinlich von dir: Leute fragen dich was über den Glauben, über Gott, über Jesus und die Bibel, und du ertappst dich selbst dabei, dass du irgendwie denkst: Ich weiß doch auch nicht, ich habe die Bibel ja selbst noch nicht gelesen. Da müssen du und ich daran arbeiten, beide.
Na ja, jedenfalls hatte ich zu dem Zeitpunkt das Neue Testament noch nicht gelesen. Ich habe selbst erst die Evangelien gelesen, ich glaube, ich war beim Johannesevangelium, vielleicht bei der Apostelgeschichte, also wie auch immer, nicht so gut.
Also versuche ich irgendwie, eine Antwort zusammenzustammeln. Ich versuche nach bestem Gewissen zu antworten und sage sowas wie: „Also, was in der gesamten Bibel steht, das weiß ich nicht, das kann ich Ihnen nicht sagen, Frau L. Ich frage gern ein paar schlauere Menschen und dann gebe ich Ihnen nächste Woche dazu eine bessere Antwort.“
Ich mache kurz eine Pause. Ich habe irgendwie gehofft, dann geht es irgendwie vorbei. Nichts. Hättest du gehört, im Hintergrund hättest du die Grillen zirpen hören können. Und so ein Strohball geht vorbei, nichts. Alle starren mich aus der Klasse weiter an, Frau L. starrt mich weiter an, nach dem Motto: Mach mal, Markus, wieso so?
Ich rede dann so weiter. Es ist immer das Beste, wenn einem nichts einfällt, einfach weiterzureden, das kann nicht schiefgehen. Ich so: „Also, was ich bis jetzt dazu gelesen habe, ist die Lebensgeschichte und die Aussprüche von Jesus, die Evangelien. Und um den geht es ja im Christentum und wie wir zu ihm stehen.“
Soweit gar nicht mehr so eine schlechte Antwort, sage ich im Nachhinein. Und da fallen mir so zwei biblische Weisungen ein, die ich dann zusammenstammele. Ich so: „Das eine ist bei seiner eigenen Verhaftung, kurz bevor er von der Militärdiktatur nackt bei fast Minusgraden zu Tode gefoltert wird.“ Da gucken so ein paar Leute: „Ach so, er meint die Kreuzigung.“ „Ach, das war bei fast Minusgraden, zu Tode foltern, stimmt, stimmt, die haben ihm nicht einfach den Kopf abgehauen, das war schlimmer als das.“ Da macht so ein bisschen Klick, ne? Da zähle ich weiter.
Und da sagt Jesus zu einem seiner engsten Vertrauten: „Steck dein Schwert weg, wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.“ Und dann rede ich weiter und sage so: „Und bei seiner wichtigsten Rede, der Bergpredigt – so heißt das –, sagt er: Liebt eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen.“ Das waren so ein paar Bibelstellen, die ich noch im Hinterkopf hatte.
Frau L. guckt mich so an, und sie guckt ein bisschen überrascht. Ich rede dann weiter: „Also, wie gesagt, ich kenne jetzt nicht alle Zusammenhänge, aber das klingt jetzt nicht so, als müsste man losgehen und Kreuzzüge starten, oder? Sondern Jesus’ letzte Worte, also seine vorerst letzten Worte vor seiner Auferstehung...“ Da rollen ein paar Leute die Augen, „Auferstehung und so weiter“... „...sind, dass Jesus sagt: Geht in alle Welt und erzählt allen Geschöpfen die gute Nachricht, damit sie alle zu Jüngern werden.“ So ungefähr sage ich das, also zu seinen Nachfolgern. Und man kann ja Jesus schlecht nachfolgen, wenn man ermordet wird. Eiserne Logik.
Und dann erzähle ich weiter: „Von daher tippe ich darauf, dass die Kreuzfahrer das nicht richtig verstanden haben oder dass sie irgendwie instrumentalisiert wurden.“ Gucke ich weiter so Frau L. an.
So ungefähr habe ich damals geantwortet. Ich weiß es nicht mehr auf den Wortlaut, aber so ungefähr. Und ich weiß noch die Reaktion von Frau L. und die Reaktion von den anderen Leuten in der Klasse. Die waren überrascht, interessiert.
Vom peinlichen Moment zum Herzensprojekt
Und das ist jetzt einige Jahre her. Inzwischen, viele Jahre später, bin ich erwachsen und werde zu den meistgefolgten christlichen Autoren in Deutschland gezählt.
Heute möchte ich dir ein viel verlangtes Herzensprojekt von mir vorstellen: "Kein Gott ist auch keine Lösung – Tipps für deine Gespräche mit Nichtchristen".
Ich verschenke das E-Book und das vollständige Hörbuch dazu. Du kannst dir beides gern kostenlos herunterladen unter markusvoss.net/got. Dort findest du außerdem eine interaktive Online-Challenge, mit der du selbstbewusster und entspannter in knifflige Gesprächssituationen gehen kannst.
Nimm dir dieses Geschenk gern mit unter markusvoss.net.
Die Bedeutung der Frage nach dem Glauben
Aber mal ganz grundsätzlich: Warum ist das ganze Thema überhaupt so wichtig?
Okay, jetzt geht es um dich. Denk mal ganz kurz darüber nach. Noch einmal zur Ausgangsfrage: Warum bist du eigentlich Christin? Warum bist du eigentlich Christ? Denk mal kurz darüber nach. Vielleicht geht dir so ein bisschen durch den Kopf: Na ja, weil ich so aufgewachsen bin. Oder du denkst vielleicht an so etwas wie: Ich habe mal eine religiöse Erfahrung gemacht. Oder vielleicht gibt es dir Halt. Oder deine Freunde sind auch Christen.
Ich möchte wetten, dass das vielen Leuten gerade durch den Kopf geht, die jetzt gerade dieses Video hier mit dir zusammen anschauen. Wo ist das Problem, denkst du vielleicht? Sind das nicht alles ehrliche Antworten? Und es sind ehrliche Antworten. Ja, es gibt viele Einflugschneisen, viele Landeplätze, um zum biblischen Christentum hinzukommen. Für viele deiner Mitchristen wird sich das auch ganz natürlich anhören: Ich bin so aufgewachsen, meine ganzen Kumpels sind Christen, ich habe meine Erfahrung gemacht, es gibt mir Halt und so weiter.
Aber jetzt denk mal einen Schritt weiter: Wie hört sich das denn in den Ohren von Menschen an, die keine Christen sind, die nicht so aufgewachsen sind? Ich zum Beispiel bin nicht christlich aufgewachsen. Ich hatte viele Jahre meines Lebens keine großen religiösen Erfahrungen. Oder Menschen, die dieses Umfeld gar nicht haben, die den größten Teil ihres Lebens von militanten Atheisten umgeben waren. Was werden Leute denken, die so etwas hören? Und viel wichtiger noch: Wie aussagekräftig sind dann diese Antworten wirklich?
Das ist die Frage. Und siehst du, das ist das große und auch das ernsthafte Problem mit all diesen vier Antworten. All das kann ja jeder andere auch so beantworten. Pass mal auf: Ein Flat Earther, jemand, der glaubt, dass die Erde eine Scheibe ist. Und du fragst ihn: Warum glaubst du das? Der könnte dir antworten: Na ja, ich bin halt so aufgewachsen. Oder er könnte sagen: Meine Kumpels denken das auch so. Oder er könnte dir erzählen: Na ja, ich habe meine Erfahrung gemacht. Ich bin halt ausgerutscht in der Pfütze und habe mir am Boden die Nase plattgedrückt, seitdem glaube ich, dass die Erde flach ist.
Okay, das war schlecht. Das war jetzt ein dummes Beispiel. Aber mal ganz im Ernst: Die Frage ist, selbst wenn jemand völligen Stuss glauben kann und diese Begründungen anführt – sind das dann gute Begründungen? Weißt du, was ich meine?
Ja, mal ganz konkret: Denk mal darüber nach. Eine Buddhistin kann behaupten: Ich finde die anderen Buddhisten auch so nett, deswegen bin ich Buddhistin. Ein Mormone kann sagen: Früher war ich nicht so ein netter Mensch, aber jetzt, nachdem ich Mormone bin, verhalte ich mich besser. Eine Studentin kann eine Erfahrung machen und danach zum Islam konvertieren. Es gibt ja einige hier in der Community, die so etwas erlebt haben. Ein Atheist kann Atheist sein, einfach weil er so aufgewachsen ist, ohne dass er jemals das irgendwie durchdacht hat oder die Alternativen sich angeschaut hat oder sich bewusst dafür entschieden hat.
Und das ist ein echtes Problem, weil solange jeder dir die gleichen Glaubensbegründungen liefert wie du, woher soll ich dann noch wissen, was wahr ist und was ich tun soll? Wenn der Buddhist, die Mormone, die Atheistin, der Christ, der Muslim alle die gleichen Begründungen geben – aber es kann ja nicht alles gleichzeitig wahr sein – was ist denn nun? Woran soll ich mich denn jetzt halten? Das ist ein echtes Problem.
Die Herausforderung in Gesprächen über den Glauben
Weißt du, ich bin atheistisch aufgewachsen. Von den wenigen Christen, die ich damals getroffen habe und die ich danach gefragt habe, konnte mir praktisch niemand eine überzeugende Antwort geben, warum er Christ ist. Noch weniger konnte mir jemand glaubhaft und plausibel erklären, warum ich Christ werden sollte.
Das heißt, sie beantworten die entscheidende Frage nicht: Warum soll bitteschön ich Christ werden? Lass dir das mal auf der Zunge zergehen. Bei den vier häufigsten Antworten kann ich bei jeder einzelnen zurückfragen: „Schön für dich, aber was hilft mir das weiter?“
Dann laufen wir Christen oft gegen eine Wand, und das Gespräch endet auf eine ungute Weise. Stell dir einfach mal vor, ich frage dich: „Warum bist du Christ?“ Und du antwortest: „Na, viele meiner Freunde sind halt Christen, mein Umfeld ist halt christlich.“ Dann kann ich sagen: „Schön für dich, tschüss.“
Oder ich frage dich: „Warum bist du Christ?“ Und du sagst: „Naja, ich bin halt so aufgewachsen.“ Dann sage ich: „Schön für dich, aber was hilft mir das? Tschüss.“
Oder du sagst: „Na ja, ich habe mal eine religiöse Erfahrung gemacht.“ Dann kann ich antworten: „Freut mich für dich, mach’s gut.“
Oder du sagst: „Früher war ich nicht sonderlich nett, aber jetzt bin ich dadurch ein besserer Mensch.“ Dann hätte ich damals geantwortet: „Ganz ehrlich, gut zu wissen, ich bin jetzt schon ein guter Mensch, schönen Tag noch.“
Hm, das tut weh, oder? Aber so ist die Realität. Und dann wundern du und ich uns, warum unsere Gespräche mit Nichtchristen meist so katastrophal enden, sodass es oft dazu führt, dass wir das Thema gar nicht mehr richtig ansprechen.
Gründe für das Schweigen im Glaubensgespräch
Nach meiner Erfahrung gibt es meistens zwei Gründe, warum Menschen nicht über ihren Glauben sprechen.
Der erste Grund ist, dass wir unsicher sind, wie wir das Thema wirklich ansprechen sollen. Mal ehrlich, so ist es doch häufig, oder? Wir sitzen vor Corona neben einer Mitfahrgelegenheit, stehen auf einer WG-Party vor dem Lockdown oder essen zusammen in der Mensa. Irgendwie kommt das Gespräch dann auf Themen, bei denen wir eigentlich etwas zu sagen hätten. Themen, bei denen Christen etwas sagen müssten. Zum Beispiel: Sind Gut und Böse nur Meinungsfragen? Ist Sex vor der Ehe okay? Sind Abtreibungen in Ordnung? Wer ist dieser Jesus, und warum finden viele ihn erst mal cool? Sind alle Christen antinaturwissenschaftliche Fundamentalisten? Welche Weltanschauung ist die richtige? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Sind Nahtoderfahrungen real? Und so weiter.
Lass uns doch mal ganz ehrlich sein: Es gibt ja genügend Anknüpfungspunkte, um über das Christentum zu reden, oder? Trotzdem sagen wir häufig nichts, weil wir nicht wissen, was genau wir sagen sollen. Wir wollen niemanden verletzen, keine Diskussionen provozieren. Aber wir wissen oft nicht, wie wir begründen sollen, was uns wichtig ist. Wir haben Angst vor den Emotionen unseres Gesprächspartners, Angst vor Gegenargumenten und, ganz ehrlich, oft auch Angst vor einfachen Rückfragen.
Ist das nicht so? Wir haben Angst, uns zu blamieren, Angst, den Kürzeren zu ziehen, und Angst, sprachlos zu werden.
Ich denke, es gibt noch einen zweiten Grund für unser Schweigen. Wie soll ich das ausdrücken? Das mag hart klingen, aber ich denke, wir sind uns oft gar nicht sicher, ob das, was wir glauben, wirklich wahr ist. Oder ob überhaupt jemand anders Christ sein sollte. Denn wenn ich mir nicht sicher bin, ob das, was ich glaube, wahr ist, macht es ja überhaupt keinen Sinn, mit anderen Leuten darüber zu reden, dass sie auch Christen sein sollten.
Darauf möchte ich kurz eingehen – und dafür will ich jetzt eine Hörprobe aus einem Hörbuch zuschalten.
Viele Christen sprechen diese Dinge nicht an und gehen freundlichen Gesprächen mit andersgläubigen, Nichtchristen und Atheisten sogar absichtlich aus dem Weg. Sie haben Angst, nichts richtig sagen zu können. Dahinter steckt die lähmende Befürchtung: Was, wenn sich im Gespräch mit dem anderen herausstellt, dass das doch alles nicht so ist, wie ich es gerade hoffe?
Hand aufs Herz!
Die Angst vor Zweifeln und die Folgen
Wie lang ist die Liste der Themen, die viele Christen aktiv vermeiden, weil irgendwo tief im Hinterkopf dieser lähmende Mangel an Gewissheit besteht? Das Modewort dafür lautet inzwischen Zweifel.
Seien wir ehrlich: Für manche ist dieser Zweifel tief im Inneren eine geradezu entsetzliche Angst. Die Angst heißt, einmal auszusprechen: Was, wenn alles, was ich mein ganzes Leben lang geglaubt habe, falsch ist?
Diese krasse Bedrohung – dass womöglich schon ein einziges zehnminütiges Gespräch die Grundfesten ihrer Weltanschauung erschüttern und zertrümmern könnte – löst Panik und intensives Vermeidungsverhalten aus. Das ist total nachvollziehbar.
Verstärkt wird das Ganze dadurch, dass wir Christen uns manchmal gar nicht sicher sind, ob wir überhaupt darüber reden sollten.
Jetzt fragt man sich vielleicht: Ist Glaube nicht Privatsache? Kann das nicht jeder mit sich selbst ausmachen?
Warum diese Sichtweise, wenn man sie nur oberflächlich betrachtet, zwar tolerant oder sogar freundlich klingt, aber eigentlich weder reflektiert noch durchdacht ist – und warum Menschen, die so etwas behaupten, das praktisch nie zu Ende gedacht haben –, das findest du ausführlich beantwortet, sodass du es anderen direkt erklären kannst, im Begleitkurs, den du mit diesem Buch freischalten kannst.
Geh dazu einfach auf...
Die Wahrheit des biblischen Christentums und die Auferstehung
Weißt du, hier geht es um Folgendes: Das biblische Christentum behauptet einige ziemlich außergewöhnliche Dinge, das gebe ich zu. Es sagt zum Beispiel, dass tatsächlich niemand von uns ein guter Mensch ist, dass wir auf direktem Weg in die Hölle sind, dass es überhaupt ein Jenseits gibt, Prophezeiungen, das Böse, einen Schöpfer, ein Ende der Welt und dass vor zweitausend Jahren Gott tatsächlich ein Mensch geworden ist. Er wurde getötet, war mausetot und ist echt und wirklich von den Toten auferstanden.
Bleiben wir doch mal ganz kurz bei der Auferstehung, weil sie später noch sehr wichtig wird. Siehst du, da reden wir nicht von irgendetwas Übertragenem, so etwas wie „Er lebt in uns weiter“ oder solche König-der-Löwen-Geschichten wie bei Mufasa, sondern wir reden in Wahrheit davon, dass der Mensch Jesus tatsächlich körperlich gestorben ist. Atemstillstand, Pupillen geweitet, kein Puls, Hirntod, kalte Leichenstarre – und am dritten Tag echt und wirklich wieder lebendig ist. Mit seinem vorher entstellten Leichnam ist er wieder herumgelaufen, hat gesprochen, gehört, geschlafen und gegessen.
Tja, das könnte theoretisch wahr sein. Es könnte theoretisch auch falsch sein. Dann wäre Jesus immer noch tot und seine Leiche wäre längst verrottet und verwest. Aber – und das ist der entscheidende Punkt – es kann nicht beides gleichzeitig sein. Jesus ist entweder wirklich und echt körperlich auferstanden oder nicht. Er kann nicht gleichzeitig körperlich tot und nicht körperlich tot sein. Weißt du, was ich meine? Das kann nicht beides gleichzeitig wahr und nicht wahr sein.
Erlaube mir ein absurdes Beispiel: Mein Bruder arbeitet in der Notfallmedizin und musste schon öfter Verunglückte oder Menschen mit einer Drogenüberdosis erstversorgen. Häufig konnte er dazu beitragen, dass ihr Leben gerettet wurde, und manchmal konnte er das nicht.
Jetzt stell dir mal die Situation vor, dass er aus dem OP herauskommt und den verzweifelten Angehörigen seines Patienten Max in die Arme läuft, die zerberstend vor Sorge nur eine Frage an ihn richten: Hat Max überlebt?
Mal ganz ehrlich, wie sinnlos und wie hohl wäre es denn, wenn mein Bruder jetzt so etwas postmodern-relativistisches antworten würde, wie es inzwischen in Mode gekommen ist? Stell dir mal vor, mein Bruder würde wirklich antworten: „Tja, das kann man so nicht sagen.“ Hä, wie bitte?
Stell dir vor, mein Bruder würde sagen: „Tja, das muss jeder für sich selbst entscheiden.“ Alter, würde ich zurückantworten, hat Max jetzt noch einen Puls oder nicht?
Tja, stell dir mal vor, mein Bruder würde jetzt antworten: „Vielleicht hat er einen Puls für Sie, aber keinen für mich. Wer will das schon sagen?“ Du Volltrottel, würde ich als Angehöriger dann antworten, du bist der behandelnde Sanitäter zum Henker noch mal.
Verstehst du, was ich meine? Max ist entweder tot oder nicht tot. Und auch Jesus ist entweder tot oder nicht tot. Beide, Patient Max und Messias Jesus, können nicht gleichzeitig tot für mich, aber nicht tot für dich sein, oder?
Und das – und das möchte ich dieser Gesellschaft, in der du und ich leben, manchmal sagen – das ist doch nicht schwer zu verstehen, oder? Und das ist der entscheidende Punkt: Wenn das biblische Christentum nicht echt und nicht wirklich wahr wäre, sondern eine Fantasie oder ein unbegründetes Märchen, warum sollten wir dann überhaupt Christen sein? Dann könnten wir doch auch Graf Dracula, Vishnu oder Spider-Man anbeten. Das ist der Punkt.
Überprüfbarkeit von Weltanschauungen
Siehst du, jede Weltanschauung, jede Religion macht Aussagen – das stimmt. Was aber nicht stimmt, ist die Behauptung, dass diese Aussagen sich nicht überprüfen ließen.
Schau dir einmal diese vier zugespitzten Beispiele an:
Erstens behauptet der Hinduismus zum Beispiel, dass die Erde eine Halbkugel sei, die auf dem Rücken von Elefanten liege, welche auf einer Schildkröte stünden. Nun ja, das haben wir überprüft und können nachweisen, dass es nicht stimmt.
Zweitens behauptet der Mormonismus, dass ein israelischer Stamm vor Jahrhunderten von sich aus in die Vereinigten Staaten ausgewandert sei und dort eine hochentwickelte Gesellschaft aufgebaut habe – eine Art Wakanda in Utah. Außerdem soll ein Teil von ihnen als Strafe Gottes eine schwarze Hautfarbe erhalten haben. Auch das haben wir überprüft. Nach allen gängigen historischen und archäologischen Methoden gibt es keinerlei Hinweise, die das bestätigen. Im Gegenteil: Alle historischen und archäologischen Befunde widersprechen diesen mormonischen Behauptungen entschieden.
Drittens beschreibt das biblische Christentum, dass ein Mann namens Jesus im Jahr 30 auf Befehl des römischen Statthalters Pontius Pilatus in der Jerusalemer Oststadt zu Tode gequält wurde. Das haben wir überprüft, und es ist unstrittig.
Viertens und zuletzt beschreibt das biblische Christentum schon vor zweitausend Jahren, dass die Erde ein Ellipsoid ist – also eine schiefe Kugel, die sich freischwebend im Weltall um die eigene Achse dreht. Sie wird von der Sonne angestrahlt und hat auf einem Globus verschiedene Zeitzonen. Dazu kommen wir später noch einmal. Auch das haben wir überprüft und können bestätigen: Es stimmt.
Und das ist der Punkt: All diese Dinge sind entweder grundsätzlich und grundlegend wahr – egal, wer sie ausspricht – oder sie sind nicht wahr. Das hat nichts mit Gefühlsduselei oder kultureller Prägung zu tun. Manche Aussagen sind einfach Nonsens, andere hingegen zutreffend.
Wie gesagt, ausführlichere Informationen, zahlreiche Beispiele, Übungen und Spickzettel für deine Gespräche findest du im Online-Begleitkurs zu diesem Hörbuch. Diesen kannst du dir gratis freischalten unter www.marcusvoss.net/.
Persönliche Glaubensmotivation und Einladung
Und das bringt uns zur entscheidenden Ausgangsfrage: Warum sollte ich Christ sein?
Ich, Marcus Voss, bin nicht Christ, weil ich so aufgewachsen bin. Das bin ich nicht. Ich bin auch nicht Christ, weil ich einen Himmel brauche oder die Vorstellung einer Hölle, oder weil es mir damit gut geht oder mein Leben einfacher macht. Manchmal tut es das, häufig aber nicht. Ebenso bin ich nicht Christ, weil es mir Trost oder Halt gibt. Ich denke, das kann kein Mensch behaupten, der das wirklich durchdacht hat.
Denn wenn das biblische Christentum wahr ist, dann sterben über einhundertzehn Menschen jede Minute. Jeder einzelne von ihnen wird wieder auferweckt werden. Und jeder Mensch, der gegen die ewigen Gesetze verstoßen hat, wird dafür vom Heiligen Gott zur Rechenschaft gezogen und zu niemals endender bewusster Qual verurteilt werden.
Ich wüsste nichts, nicht den geringsten Millimeter davon, was an genau diesem Gedanken tröstlich sein soll. Sondern ich bin Christ, weil ich denke, es ist wahr.
Wichtige Themen, oder?
Um mehr darüber zu erfahren, kannst du dir gern gratis mein neues Buch mitnehmen: „Kein Gott ist auch keine Lösung“. Ich verschenke das E-Book und das vollständige Hörbuch, weil es mir ein Herzensanliegen ist, dass du und so viele Menschen wie möglich in Deutschland, Österreich und der Schweiz das bekommen, lesen und hören.
Nimm dir gern vollständig gratis mit über den Link in der Videobeschreibung: marcusfoss.net/Gott-ist-mein-Geschenk-an-dich.
Was geht dir gerade im Kopf herum? Schreib es gerne in die Kommentare, denn das gesamte Buch ist aus Kommentaren und Nachrichten von dir und anderen entstanden.
Abschluss und Einladung zur Nachfolge
In jedem Fall schön, dass du hier bist. Ich bin Markus Voss, und das war jetzt ein Input zum Thema Nachfolge verteidigen.
Um Nachfolge zu verstehen und zu leben, mach dich Hashtag Bibelfit. Dazu lade ich dich ein, jetzt die Glocke zu klicken. Damit erhält Social Media ein Signal, dass solche Inhalte hier tatsächlich angesehen werden und nicht verborgen bleiben.
Vielen Dank dafür. Wir sehen uns im nächsten Video. Ich freue mich auf dich.
