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Einleitung und biblischer Ausgangspunkt
1. Korinther 13,11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindlich war.
Eine Aussage des Apostels Paulus im 1. Korintherbrief, Kapitel 13,11.
Wir haben eben schon einmal die Kinder hier im Mittelpunkt gehabt in diesem Gottesdienst. Die Kinder, die jetzt zum Teil in ihren Gruppen sind oder im anderen Raum oder hier unter uns in der Versammlung, haben sicher schon Kinderkrankheiten hinter sich. Vielleicht haben auch einige noch Kinderkrankheiten vor sich.
Das gehört zu einer normalen Entwicklung, dass bestimmte Kinderkrankheiten kommen, wie Masern oder Röteln oder was es da noch alles geben mag. Und so etwas gibt es auch im geistlichen Bereich.
Paulus schreibt: Als er ein Kind war, da redete er wie ein Kind, da urteilte er wie ein Kind, da war er ein Kind, da hatte er auch Kinderkrankheiten. Aber als er ein Mann wurde, da tat er weg, was kindlich war.
Und so gibt es auch im geistlichen Bereich Kinderkrankheiten, und die möchte ich uns gerne heute Morgen einmal vorstellen.
Geistlicher Mangel und die nötige Grundversorgung
Das Erste ist mangelnde Ernährung. Säuglinge und Kleinkinder brauchen Milch, das wissen wir alle. Sie brauchen Milch, und da schreibt uns auch der Apostel Petrus: Ihr jungen Christen, schreibt er, ihr sollt begierig sein nach der vernünftigen, lauteren Milch.
Was bedeutet geistliche Milch? Babychristen, junge Christen, die ganz am Anfang ihres Glaubenslebens stehen, brauchen zum Beispiel Anleitung zu einem fruchtbaren Bibellesen, zur stillen Zeit, wie wir das meistens nennen. Das ist wichtig. Da haben auch wir uns Zeit genommen, jetzt in dem Urlaub, in den Wochen, wo wir weg waren, mit den Kindern in der Bibel zu lesen und sie auch anzuleiten zu einer stillen Zeit, auch zur Gebetszeit und so weiter. Das ist wichtig.
Dann müssen junge Christen auch wissen, wie man mit Anfechtung, Versuchung und Niederlagen umgehen kann. Sie brauchen gute Lehre über Gott, über Jesus Christus, über den Heiligen Geist, über die Gemeinde, über Taufe und Abendmahl, über die zukünftigen Dinge. Die Bibel hat viele wichtige Lehrthemen, die junge Christen kennenlernen müssen, in denen sie unterrichtet werden müssen. Das alles ist Milch.
Milch ist wichtig. Milch ist der Inbegriff der unselbständigen Nahrungsaufnahme. Wer bekommt Milch? Kleine Säuglinge, und alte Menschen, die nicht mehr richtig beißen können, kriegen vielleicht auch wieder Milch, oder Kranke. Und deswegen ist Milch der Inbegriff der unselbständigen Nahrungsaufnahme. Und es soll nicht dabei bleiben, dass Christen immer nur Milch bekommen, gefüttert werden müssen mit Milch.
Und darum sehen wir in Hebräer 5. Eine Stelle, über die auch Arnold Fruchtenbaum einmal hier gesprochen hat, als er hier war. Hebräer 5 wollen wir das kurz aufschlagen. Da sehen wir, wie es weitergehen soll, dass es eben nicht bei Milch stehenbleiben darf, sondern zu fester geistlicher Speise kommen soll.
Vom Anfang zur Reife im Glauben
Hebräer 5,11
Darüber haben wir viel zu sagen, und es lässt sich schwer darlegen, weil ihr im Hören träge geworden seid, schreibt er den Hebräerchristen. Denn während ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, also andere unterweisen solltet, habt ihr wieder nötig, dass man euch lehre, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind. Und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise.
Denn jeder, der noch Milch genießt, ist richtiger Rede unkundig, denn er ist ein Unmündiger. Die feste Speise aber ist für Erwachsene, solche, die gewachsen sind, die infolge der Gewöhnung geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten wie auch des Bösen. Also haben sie durch Gewöhnung geübte Sinne bekommen und können feste Speise aufnehmen.
Was ist geistlich gesehen feste Speise? Natürlich sind da die Grenzen fließend. Was für den einen vielleicht noch Milchbrei ist, ist für den anderen schon unverdaulich feste Speise, oder umgekehrt. Aber allgemein kann man sagen: Alles das, was in unserem Leben mit Nachfolge zu tun hat, mit Hingabe an den Herrn Jesus Christus, mit Dienst für ihn, mit Verleugnung des Ichs und seiner vielen Ansprüche, das ist feste Speise.
Und auch dazu werden wir in der Bibel an gewissen Stellen aufgefordert. Schaut hier den Zusammenhang von Hebräer 5, den ihr vielleicht noch aufgeschlagen habt. In Kapitel 5,1-10 hat der Hebräerbriefschreiber den selbstverleugnenden Gehorsam Jesu Christi dargelegt, wie er gehorsam wurde, wie er lernte an dem, was er litt, und den Gehorsam vollendet hat und so der Urheber unseres ewigen Heils geworden ist.
Das ist feste Speise, wo Gott von uns Gehorsam erwartet, wo er von uns etwas erwartet, wo unser Leben sich verändern muss. Diese Dinge, wo wir das in der Bibel lesen, wenn wir das in einer Predigt hören, das ist feste Speise, die schon etwas schwerer zu verdauen ist. Nicht nur der Zuspruch des Evangeliums, sondern auch der Anspruch, den Gott an uns stellt, damit wir weiterkommen und brauchbar für ihn werden.
Also: Säuglinge und Kleinkinder brauchen Milch. Solche, die gewachsen sind und dieses Alter, dieses Stadium hinter sich gelassen haben, brauchen feste Speise.
Ermutigung, Vorbilder und die Sonne der Gnade
Dann brauchen Kinder noch etwas, nämlich Vitamine. Wir alle wissen heute: Mangel an Vitaminen hat schwere Folgen. Wenn zum Beispiel Vitamin D fehlt, D wie Dora, dann entstehen bei kleinen Kindern schreckliche Krankheiten. Früher bekamen Kinder solche Krankheiten, weil man nicht so darauf geachtet hat, dass sie viel Vitamin D bekommen.
Und jetzt verstehe ich erst, warum meine Mutter meinem Bruder und mir immer Lebertran gegeben hat, als wir kleine Kinder waren. Da ist viel Vitamin D drin. Das war also der Hintergrund, jetzt habe ich es verstanden.
Nun, Kinder brauchen also Vitamine, und kleine geistliche Kinder brauchen auch Vitamine. Was sind denn geistliche Vitamine? Zum Beispiel, davon hat Bernd vorhin auch gesprochen: Ermutigung. Ermutigung ist Vitamin E. Ermutigung oder praktische Hilfe, Vitamin P oder H, wie wir es nennen wollen. Vorbilder, Vitamin V. Das alles brauchen Kinder, damit sie sich gut entwickeln können. Menschen, an denen sie sich ausrichten können, und Ermutigung und praktische Hilfe, um vorwärtszukommen.
Wir haben zu Hause ein Kinderbuch von Herrn und Frau Doktor Kettemann. Und die schreiben in diesem Buch, Kettermann mit R dazwischen, in ihrem Buch Unser Kind auf Seite 83: „Vitamin D ist sehr wichtig für gesunde Knochen und für gesunde Haut. Es ist zum Beispiel in Eiern, Fisch und Lebertran enthalten. Aber egal, wie viel Vitamin D im Körper ist, ohne die Einwirkung des Sonnenlichts auf unserer Haut ist es nutzlos. Sorgen Sie darum dafür, dass Ihr Kind genügend draußen ist, auch wenn Sie in einer kalten Gegend wohnen.“
Unser Benjamin war drei, vier Monate alt, da lebten wir in Karlsruhe. Und das ist ja nicht gerade eine sibirische Gegend, das weiß auch Hans Martin, der in der Gegend groß geworden ist. Und trotzdem: Es war Winter, es war kalt, und Silvia hat Benjamin im Kinderwagen draußen auf den Hof gestellt. Am Kinderwagen waren Eiszapfen dran. Und dann kamen mittwochnachmittags die alten Omis in die Bibelstunde, und die sahen den Kinderwagen da draußen und den Benjamin da drin. Die konnten sich fast nicht mehr auf die Klappe halten. Auch die Kinder in der Bibelstunde hatten so Angst um Benjamin, weil er da draußen an der frischen Luft war.
Ihr seht: Es hat ihm nicht geschadet, er hat das überlebt. Und Silvia hat immer darauf geachtet, dass er an die frische Luft kommt, auch im kalten Winter. Das ist wichtig, weil das Sonnenlicht auch im Winter an die Haut kommen muss.
Aber als Christen, vor allem Babychristen, brauchen wir besonders das Sonnenlicht der Gnade Gottes, die Sonne der Gnade. Das ist ein tiefes Verständnis des Evangeliums, ein wirkliches Verständnis dessen, was ich glauben darf, was Wirklichkeit geworden ist in meinem Leben. Ich möchte das so zusammenfassen: Evangelium heißt für mich, wenn ich es erfasst habe, diese frohe Botschaft Gottes: Ich bin trotz meiner vielen und schweren Sünden von Gott mit ewiger Liebe geliebt. Er hat mich so geliebt, dass er seinen Sohn ans Kreuz für mich gegeben hat. Das ist die Sonne der Gnade. Ich, der den Tod verdient hatte, der den Zorn Gottes verdient habe, bin mit ewiger Liebe geliebt.
Und jetzt geht es weiter: Gott hat mich um Jesu Christi willen als sein geliebtes Kind angenommen und in seine Familie aufgenommen. Ich gehöre zur Familie Gottes. Ich bin ein Kind Gottes. Ich darf Gott mit Fug und Recht Vater nennen. Das ist wichtig zu wissen, es wirklich im Herzen gefasst zu haben: Ich bin ein Kind Gottes aus Gnade. Gehören wir zu der Familie Gottes?
Und dann noch ein Drittes. Da hören viele nach diesen zwei Wahrheiten auf, aber es kommt noch eine weitere Wahrheit hinzu: Ich weiß, was auch immer passieren mag, Gott wird mich nie mehr loslassen. Gott ist treu, seine Treue ist groß, er wird mich nie mehr loslassen. Ich gehöre ihm. Ich bin sein Kind geworden. Er liebt mich mit derselben Liebe, mit der er seinen Sohn Jesus Christus geliebt hat. So liebt er mich. Ich gehöre zu seiner Familie.
Und das müssen junge Christen lernen: diese Sonne der Gnade in ihrem Leben als Grundton, als Cantus firmus, als tragende Stimme zu haben. Was auch immer passieren mag, ob es auf dem See stürmt oder ob irgendwelche anderen Stürme kommen, in der Schule, die jetzt wieder beginnt: Ich weiß, ich bin ein Kind Gottes. Und er lässt mich nicht los, er trägt mich durch.
Zwei gegensätzliche Irrwege im Glaubensleben
Es gab einen alten Bruder und Lehrer, der hieß Hans Brandenburg, und er hat ein Buch über Kinderkrankheiten des Glaubens geschrieben. Von ihm habe ich diesen Titel für die Botschaft heute geliehen oder geklaut. Er wird es mir verzeihen, er ist schon im Himmel.
Kinderkrankheiten des Glaubens, und da nennt er zwei wesentliche Kinderkrankheiten, nämlich auf der einen Seite Gesetzlichkeit, auf der anderen Seite Schwärmerei. Merkt ihr, das sind zwei Sachen, die hängen miteinander zusammen. Es sind Extreme: Gesetzlichkeit und das Gegenteil, Schwärmerei.
Wie soll ich das erklären? Also, Gesetzlichkeit, das ist das Heil ohne Christus, selbst verdienen zu wollen. Das ist eigentlich die Hauptdefinition von Gesetzlichkeit: wenn Menschen versuchen, das Heil bei Gott zu verdienen, ohne Christus, allein durch ihre Anstrengung, durch ihr Mühen, durch ihr Ringen, Fasten, Weinen, sich vorwärts und rückwärts überschlagen mit religiösen Übungen. Also wenn Menschen versuchen, bei Gott ihr Wohlgefallen zu verdienen.
Liebe Geschwister und liebe Freunde, der Verdienstgedanke ist uns allen angeboren, und den verlieren wir auch nicht automatisch am Tag unserer Bekehrung. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, und das wird durch viele andere Faktoren gefördert, dass wir verdienen wollen: die Gunst bei Menschen, bei den Eltern, bei Lehrern, bei Vorgesetzten und vielleicht sogar bei Gott.
Gesetzlichkeit, aber im christlichen Gewand, würde das heißen: Ich glaube an Christus, aber ich tue noch zusätzlich Werke, weil ich nicht sicher bin, ob ich schon ganz sein Wohlgefallen habe oder ob ich das immer erhalten kann. Darum tue ich Werke und füge meine Werke, meine Treue hinzu. Und merke das oft gar nicht, das geschieht unbewusst: Christus plus meine Werke, meine Treue, meine Anstrengung. Das wäre Gesetzlichkeit im christlichen Gewand.
Das ist eine Gefahr, das muss man wissen. Das gehört zu den Kinderkrankheiten, die sich aber durchziehen können.
Und noch ein Gedanke hier: Gesetzlichkeit macht müde. Das Gesetz macht müde Leute. Wenn Christen nicht aus der Gnade leben, wenn die Sonne der Gnade nicht ihr ganzes Leben bestimmt, wenn sie sich nicht getragen wissen von Christus, wenn sie diese Wahrheit nicht verstanden haben: Christus in mir, die Hoffnung der Herrlichkeit, er meine Freude, mein Leben, meine Kraft, dann strampeln sie sich ab. Und das macht müde. Das Gesetz macht müde, Leute, haben unsere Väter gesagt.
Übergeistlichkeit und ihre praktischen Folgen
Und jetzt die andere Wahrheit, die andere Kinderkrankheit des Glaubens: die Schwärmerei. Ich sage das nicht, weil ich das auf irgendjemanden unter uns hier münzen möchte. Ich habe diesen Vortrag schon hier oder da an anderer Stelle gehalten und habe ihn völlig unverändert gelassen. Ich will ihn Ihnen jetzt auch heute Morgen hier weitergeben.
Habt ihr gesehen, wie der da gerade hochgeflogen ist? Das muss ich euch noch einmal zeigen. Das hat mit Schwärmerei zu tun. Ihr seht, der hebt ab, dieser Kerl da, der hebt ab und fliegt da hoch. Und das ist Schwärmerei.
Schwärmerei ist Übergeistlichkeit. Übergeistlichkeit heißt: Man will noch mehr als geistlich sein, übergeistlich, über das Ziel hinaus. Zum Beispiel, jetzt muss ich ganz praktisch werden: Man meint auf einmal, keinen Schlaf mehr zu brauchen. Es hat immer wieder gegeben, dass Leute gedacht haben: Christus ist meine Kraft, und der Geist Gottes ist in mir, Schlaf brauche ich nicht mehr, ich bin voll Power. Und dann geht das ein paar Tage oder vielleicht auch eine Woche, und dann irgendwann hat das böse Folgen. Nein, wir sind Geschöpfe. Wir sollen tags arbeiten und nachts schlafen, normalerweise. Alle, die noch gesunden Schlaf haben, sollen sich freuen und sollen das nutzen.
Manche meinen, keinen Arzt mehr zu brauchen. Ich habe Christus, und der nimmt mir alle meine Krankheiten weg. Zu einem normalen menschlichen Arzt brauche ich nicht mehr zu gehen. Das ist Übergeistlichkeit, das ist Schwärmerei. Das haben Leute gemacht, die hatten ein krankes Kind, und haben gesagt: Nein, wir beten über dem Kind im Gebet des Glaubens, das wird schon wieder gesund werden. Und es wurde immer schlimmer mit dem Kind, und dann starb es. Und dann hat der Teufel sie noch mehr betrogen. Dann haben sie gesagt: Wir holen immer noch nicht den Arzt, Gott will noch ein größeres Wunder tun, er will das Kind auferwecken. Da haben sie weiter gebetet, und als schon der Gestank aus dem Haus drang, der Verwesungsgestank, haben Leute die Polizei gerufen. Und dann ist der ganze Schwindel aufgeflogen, ja, und sie haben gemerkt, in was für eine Falle sie da hineingetappt waren: keinen Arzt mehr brauchen, keine Medikamente mehr brauchen.
Natürlich greifen wir vielleicht manchmal zu schnell einfach nach der Tablettenschachtel oder nach dem Röhrchen, wie wir in unserer Gesellschaft hier sagen. Aber bei manchen Dingen braucht man Medikamente, und das ist nicht ungeistlich. Im Gebet auch Medikamente zu nehmen, unter Begleitung von Gebet, ist nicht falsch.
Oder manche meinen: nur noch die Bibel. Ich lese kein vom Menschen geschriebenes Buch mehr, nur noch die Bibel. Das hört sich super geistlich an, ist aber in Wirklichkeit übergeistlich. Solchen Leuten sage ich immer wieder: Ihr dürft dann auch keine Predigt mehr hören. Warum? In einem von Menschen geschriebenen Buch hat irgendein Autor oder irgendeine Autorin etwas niedergelegt. Da sind ihre Gedanken durch sie hindurchgeflossen, und das kann gut sein und hilfreich. Vielleicht ist auch etwas Menschliches mit hineingeflossen. Aber dasselbe passiert bei einer Predigt. Dasselbe kann auch heute Morgen hier passieren, und ihr müsst prüfen, was ich sage, ob es sich so verhält und verhält mit der Schrift. Also nur noch die Bibel lesen ist übergeistlich.
Ja, die Bibel lesen unbedingt. Lest am Morgen eure Bibel, lest sie tagsüber und abends immer wieder. Aber deswegen zu sagen, kein anderes menschliches Buch ist erlaubt, ist übergeistlich.
Oder, genauso am allerschlimmsten ist es, wenn Leute kommen und sagen: Ich lasse mich nur noch vom Geist Gottes, vom Heiligen Geist leiten. Das heißt nämlich dann: Menschen haben mir nichts mehr zu sagen. Brüder können sagen, was sie wollen, mich leitet der Heilige Geist, ich kriege Führung senkrecht von oben. Und dann ist man aller Kritik enthoben und aller Korrektur von Brüdern und Schwestern. Und das geht meistens gegen die Wand mit Volldampf, ja, und irgendwann gibt es dann einen ganz bösen Crash.
Also bitte, das ist Übergeistlichkeit, das ist Schwärmerei. Und vielleicht ist das noch nicht vollständig die Aufzählung, aber wollen wir das als Beispiele genügen lassen.
Gemeinschaftsverlust und die Gefahr des Ichbezugs
Ich habe noch einen zweiten Punkt, wenn wir über Kinderkrankheiten des Glaubens sprechen: mangelndes Sozialverhalten. Wir haben einmal gesehen, wenn Milch und Vitamine fehlen, ist das nicht gut. Aber mangelndes Sozialverhalten ist auch eine Kinderkrankheit.
Ihr müsst Folgendes wissen, Kinder, ihr lieben Kinder: Das ist jetzt ernst. Kinder sind totale Egoisten. Und eure Eltern waren auch mal Kinder, und die waren das auch, als sie klein waren. Kinder sind totale Egoisten.
Wenn ein Baby geboren ist, ist es erst einmal monatelang der Mittelpunkt des Familienlebens. Alles dreht sich um dieses kleine Baby. Wenn es Hunger oder Durst hat, dann zieht es mit Geschrei die Aufmerksamkeit auf sich, und alle müssen hüpfen und springen, das Baby füttern und wickeln. Immer ist das Baby im Mittelpunkt, ja, in den ersten Monaten des Lebens. Da ist das auch berechtigt so.
Aber wenn ein Kind größer wird, dann muss es Schritt um Schritt lernen, dass die Welt sich eben nicht allein um es dreht, um das Kind, sondern dass noch andere Menschen da sind. Dass man Rücksicht nehmen muss, dass man mal zurückstehen muss, Vortritt lassen muss, dass man helfen muss und dienen lernen kann. Mit anderen Worten: Der Weg einer gesunden Entwicklung ist weg vom Ich hin zum Du. Weg vom Ich hin zum Du. Das muss man in der Familie zu Hause lernen, das muss man auch in der Gemeinde lernen.
Weg vom Ich hin zum Du. Egoisten müssen lernen, abzugeben, zu teilen, den anderen zu sehen. Und genauso verhält es sich mit jungen Gläubigen. Auch der junge Christ muss langsam lernen, zu teilen, nämlich das Evangelium mit anderen Menschen zu teilen, in der Familie, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz das Evangelium mitzuteilen, zu sagen, zu bezeugen. Er muss lernen, Materielles zu teilen, schwer verdientes Geld zu verschenken um der Sache des Herrn willen oder für notleidende Menschen. Er muss lernen, Zeit mit anderen Christen zu teilen, Gemeinschaft zu erleben, wie wir vorhin auch in der ersten Botschaft gehört haben.
Und das alles ist eine gesunde Entwicklung. Mangelndes Sozialverhalten ist schlecht. Das muss überwunden werden, und Gemeinschaftsfähigkeit muss entwickelt werden.
Ich höre einmal eine erschütternde Statistik: In Südamerika sollen 80 % der Bekehrten nie eine christliche Gemeinde von innen kennenlernen. 80 % der Bekehrten sehen nie eine christliche Gemeinde. Das heißt, da werden große Evangelisationen gemacht, Massenevangelisationen, auch Menschen kommen zum Glauben, aber dann gehen sie wieder zurück in ihre Familie, in ihr Umfeld und sehen nie eine Gemeinde und lernen die Gemeinschaft nicht kennen. Und das darf doch nicht wahr sein. Ob es das in unseren Breiten hier auch gibt? Hoffentlich nicht.
Und deswegen: Wenn hier junge Christen unter uns sind, sucht und genießt die Gemeinschaft mit anderen Christen. Versammelt euch in den Häusern, in den Gebetstreffen, in Bibelkreisen, in Gottesdiensten. Schätzt die Gemeinschaft als etwas ganz Kostbares und genießt sie.
Und wir, die wir suchende Menschen zum Herrn führen, wir sollten ihnen gleich wichtig machen, dass die Gemeinde Gottes Familie ist, Gottes Werkzeug in dieser Welt. Gott braucht vor allen Dingen die Gemeinde, um seine Ziele zu erreichen. Und da muss man dazugehören, ganz fest und verbindlich dazugehören und sich dort einbringen und auch die Gemeinschaft erleben.
Einseitigkeit in Lehre und Vorlieben
Lasst mir noch in den letzten Minuten Zeit für einen dritten Punkt. Mangelnde Ausgewogenheit ist auch noch eine Kinderkrankheit, die ich zum Schluss noch entfalten will.
Kinder neigen ganz stark zu Extremen. Als unsere Kinder noch ein paar Jahre jünger waren, erinnere ich mich: Da kamen wir von einer Versammlung nach Hause. Wir waren hier schon in Hünfeld. Dann sagte eines der Kinder – ich will jetzt nicht verraten, wer das war, spielt auch keine Rolle –: Du, Papa, der kann kein Christ sein.
Ich fragte: Wieso denn nicht?
Ja, der hat heute nach dem Gottesdienst draußen auf dem Hof geraucht. Bums. Der kann kein Christ sein, der hat geraucht.
Da mussten wir das natürlich erst einmal ein bisschen geraderücken. Es war niemand von den Anwesenden hier, das kann ich schon mal sagen, und das ist auch schon einige Jahre her. Da mussten wir das geraderücken und mussten sagen: Du, das ist ein bisschen zu extrem geurteilt. Es gibt tatsächlich Christen, die rauchen noch ab und zu mal eine Zigarette. Ob das gut ist oder nicht, dazu hat es ja neulich hier mal eine Predigt gegeben, wenn ich richtig gehört habe, die das eher befürwortet hat. Ich wäre eher der gegenteiligen Meinung und würde das eher verneinen, und das wissen auch die meisten, die hier sind, denke ich. Aber lasst das mal dahingestellt sein. Wir wollten den Kindern nur klar machen: So schwarz-weiß dürfen wir nicht denken. Der raucht, kann kein Christ sein. Der trinkt ab und zu ein Glas Wein oder eine Flasche Bier, kann kein Christ sein. Der hat ein Fernsehen, kann kein Christ sein.
Ja, es gibt manche Leute, die denken so schwarz-weiß. Und das ist mangelnde Ausgewogenheit, das ist Kinderhorizont. Kinder sind ja auch schnell begeistert. Sie schwärmen heute von Lego, morgen von Diddle, übermorgen von Harry Potter oder noch irgendetwas anderem. Immer wechselt das: heute das, morgen das. Das ist so, weil die Persönlichkeit noch nicht ausgereift ist.
Und wie äußert sich das jetzt bei jungen Christen, wenn sie diese Kinderkrankheit noch haben, mangelnde Ausgewogenheit? Was ich jetzt in den letzten Minuten sage, will ich ganz liebevoll sagen. Ich meine niemanden von euch jetzt. Ich habe das auf niemanden gemünzt. Ich sage noch einmal: Ich habe diese Botschaft schon vor einigen Jahren in Mannheim weitergegeben. Ich habe das nicht für euch jetzt hier mir ausgedacht.
Aber ich will es hier weitergeben. Es könnte ja auch den einen oder anderen hier geben, der jetzt erkennt: Oh, da muss ich selber aufpassen, vielleicht bin ich da betroffen.
Da ist zum Beispiel Anfälligkeit für Gurus. Ich meine keine fernöstlichen indischen, sondern es gibt auch manchmal christliche Gurus. Die wollen das gar nicht sein, aber sie werden von anderen so gemacht, zum Beispiel im Bereich Literatur, Autoren. Ich war an der Bibelschule in Bad Liebenzell – lang, lang ist es her – und da fing plötzlich einer meiner Mitkameraden an, Bücher von Watchman Nee zu lesen. Ich liebe Watchman Nee, ich habe einige von ihm gelesen, möchte euch das sehr empfehlen. Aber der fing auf einmal an, und Watchman Nee war auf einmal sein neuer Guru. Wir merkten das, weil nichts anderes ließ er mehr stehen, nur noch: Da kommt man weiter im christlichen Glauben. Alles andere war auf einmal Dreck, nur noch Watchman Nee.
Das hat böse geendet. Ich fürchte leider, dass dieser Mann heute nicht mehr in der christlichen Gemeinde zu finden ist. Es war abzusehen. Ja, wir haben das damals noch nicht so durchschaut, aber unsere Lehrer an der Bibelschule.
Oder manche sagen Christian Briem, oder egal jetzt William MacDonald oder Rick Warren, und jetzt könnte ich hundert andere nennen. Wenn man anfängt, einen Autor so herauszuheben und zu sagen: Der ist es, nur noch der, alles andere weg damit, dann ist das mangelnde Ausgewogenheit. Die gehören alle uns, von denen dürfen wir alle lernen.
Oder genauso im Blick auf Verkündiger. Bitte, nehmt mir das nicht übel. Ich habe jetzt eben ein paar Beispiele nennen müssen. Wim Malgo, der ist schon beim Herrn, der ist im Himmel. Ich habe ihn sehr geschätzt, obwohl ich ihm nie begegnet bin, aber ich habe viel von ihm gehört und gelesen. Aber ich habe immer wieder Menschen kennengelernt, die sagten: Wim Malgo, nur Wim Malgo, alles andere nichts. Ja, Wim Malgo oder Erlo Stegen oder Bernhard Focken – das sind meistens so ein paar Verkündiger, die so ein bisschen schärfer drauf sind, die die Sachen so scharf und pointiert sagen. Die sind bei manchen die absoluten Stars, und alle anderen sind eben so Softies, und die bringen das nicht so richtig auf den Punkt und so weiter.
Da müssen wir ein bisschen aufpassen bei den Verkündigern. Wir wollen sie alle schätzen und von allen lernen und nicht einen herausheben. Oder ein Lehrer wie Arnold Fruchtenbaum oder John MacArthur oder wen ich da jetzt nennen sollte – ihr habt schon verstanden, es geht nicht nur um den einzelnen, wenn der so rausgehoben wird.
Die Gemeinde als gemeinsamer Lernraum
Guckt, das war doch auch das Problem der Korinther, wenn wir noch einmal in den Korintherbrief zurückkommen, in Kapitel 1 des ersten Korintherbriefs. Wir haben ihn ja vor nicht allzu langer Zeit durchgenommen, aber gestattet mir diese Wiederholung noch. 1. Korinther 1,10.
Da muss er die Korinther mahnen, weil Spaltungen unter ihnen waren. Er muss sie mahnen, dass sie denselben Sinn haben und völlig zusammengefügt seien. Und dann ist dem Paulus bekannt geworden, 1. Korinther 1,12: „Ich meine aber dies, dass jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber des Christus.“
Und das muss er mahnen. Er sagt: Ist Christus zerteilt? Ist Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf seinen Namen getauft worden? Ja, nein, das ist doch nicht so, erwartet er als Antwort.
Und in Kapitel 3, 1. Korinther 3, am Anfang, sagt er: „Ich, Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu Geistlichen, sondern als zu Fleischlichen, als zu Unmündigen in Christus“, Kinderkrankheiten, unmündig. „Ich habe euch Milch zu trinken gegeben, nicht feste Speise; denn ihr vermochtet es noch nicht, ihr vermögt es auch heute noch nicht, denn ihr seid noch fleischlich. Denn da Eifersucht und Streit unter euch ist, seid ihr nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?“
Wenn einer sagt, jetzt kommt er wieder auf dieses Thema, ich bin des Paulus, ich bin des Apollos, ich bin des MacArthur, ich bin des Bertrand, ich bin des Macdonald, ich bin des irgendwem, ja? Nein, das wollen wir nicht machen. Ich bin des Dabi, ich bin des Luther, ich bin des Wesley. Das sind alles Männer, die hat Gott sehr gebraucht und von denen dürfen wir lernen. Aber wir wollen uns nicht nach ihnen nennen oder nicht sagen, das sind jetzt unsere Führer, und alle anderen, von denen wollen wir nichts annehmen oder nichts wissen.
Und noch einen letzten Gedanken in diesem Gedankengang, Kapitel 3 am Ende, Vers 21: Jetzt schließt er diesen Gedankengang ab, der Apostel Paulus, und sagt: „So rühme sich denn niemand im Blick auf Menschen. Denn alles ist euer, es sei Paulus oder Apollos oder Kephas.“ Ich füge fort: oder Augustin oder Luther oder Calvin oder Wesley oder Zinzendorf oder Dabi oder Onken oder Grafe und wen soll ich jetzt noch nennen bis in die Gegenwart. Sie sind alle unser. Wir dürfen von allen lernen, ohne dass wir jetzt sagen: der und sonst keiner.
Sonst mangelnde Ausgewogenheit, was Autoren oder Verkündiger angeht. Und noch einen Bereich kann es geben, wo sich mangelnde Ausgewogenheit zeigt, nämlich bei falscher Gewichtung biblischer Lehren.
Weitere Beispiele für geistliche Einseitigkeit
Lass mich das noch sagen, wir sind gleich zu Ende: Es ist gut, wenn Christen die Taufe entdecken. Und einige unter uns müssen dieses Thema noch für sich entdecken beziehungsweise praktizieren, ganz sicher. Es ist gut, wenn man die Taufe entdeckt.
Aber dann gibt es Leute, die haben nur noch die Taufe im Kopf, und die rennen herum und würden am liebsten jeden gleich irgendwo unter Wasser drücken. Das ist überzogen. Und dann entdecken manche das Mahl des Herrn, den Tisch des Herrn, das Brotbrechen. Wunderbar, wenn wir das entdecken. Auch einige unter uns müssen noch mehr entdecken, wie wichtig das ist. Aber nur noch Tisch des Herrn, nur noch Brotbrechen, ist auch wieder mangelnde Ausgewogenheit.
Und genauso das Thema Israel. Ja, Israel hat eine ganz wichtige Rolle in der Heilsgeschichte Gottes. Das müssen auch einige unter uns vielleicht noch mehr erkennen. Aber nicht nur Israel, sondern auch die Gemeinde und alle anderen heilsgeschichtlichen Themen.
Unterordnung der Frau: Ja, wichtig. Unterordnung der Frau. Aber lasst uns auch entdecken, wir Männer, die wir hier sind, die Führung des Mannes in Ehe und Familie und Gemeinde, die geistliche Verantwortung der Brüder. Alles wichtig, alles wichtig. Nicht ein Thema herausheben und über alles erhöhen.
Dann Bibelübersetzungen: Wenn es auf einmal losgeht, nur noch Textus Receptus, ja, lasst uns davon Abstand nehmen. Nein, wir können mehrere Bibelübersetzungen benutzen, und jeder sei da seiner Meinung gewiss. Bibeltreu sollten sie sein, wortgetreu, aber dann nicht uns auf eine festlegen.
Es gab ein Prairie Bible Institute in Amerika, in Kanada, und ich glaube, es gibt es heute noch. Und der Leiter war ein Doktor Maxwell. Er stellte sogar bei seinen Studenten immer wieder fest, dass sie so Schlagseite hatten. Plötzlich entdeckten sie in ihrem Studium diesen Autor, dann entdeckten sie jenen. Das kennt man in der Bibelschule: Da gibt es so Steckenpferde auf einmal, und dann ist dieses Thema ganz wichtig. Dann geht es auf einmal um die Entrückung und dann um die Erwählung und so weiter.
Und Dr. Maxwell hat seinen Studenten immer wieder gesagt, einen Satz: Be balanced, seid ausgewogen. Er sah diese Gefahr des Unausgewogenseins, der Schlagseite, und er hat den Studenten das so oft gesagt, dass dieser Ausspruch von den Studenten Maxwell one one genannt wurde, Maxwell 1,1.
Also seid ausgewogen, be balanced. Nicht Schlagseite, nicht nur auf eins fixiert sein, sondern die ganze Bibel. Das gibt gesunde Lehre.
Reife als Ziel und abschließendes Gebet
Wir kehren ein letztes Mal zurück zu 1. Korinther 13. Damit will ich schließen, Vers 11. Damit haben wir begonnen. Ihr habt gemerkt, dass ich heute mehr thematisch gesprochen habe. Aber es kommt bald wieder die Zeit, in der wir im Römerbrief fortfahren. Dann gibt es wieder auslegende Predigten. So habe ich das heute noch einmal genutzt.
Kinderkrankheiten sind etwas Normales. Sie haben sogar gute Aspekte, wird jeder Kinderarzt sagen. Aber wisst ihr, was besonders schlimm ist? Wenn Erwachsene Kinderkrankheiten bekommen. Das ist schlimm. Wenn Erwachsene die Masern kriegen oder die Röteln oder andere Sachen, ist das viel, viel schlimmer, als wenn Kinder das in einem bestimmten Alter haben.
Darum lest noch einmal mit mir 1. Korinther 13, Vers 11. Zum Schluss heißt es: Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind. Das ist gut, richtig und normal. Als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindlich war. Ganz, ganz wichtig.
Gott möchte, dass wir gesund wachsen, durch gesunde geistliche Nahrung: Milch zuerst, dann feste Speise und auch Vitamine. Er möchte, dass wir ein gesundes Sozialverhalten bekommen, weg vom Ich hin zum Du. Und er möchte, dass wir die Segnungen einer echten christlichen Gemeinschaft kennenlernen. Gott möchte auch gesundes Wachstum durch eine gesunde Ausgewogenheit: Jesus Christus im Zentrum.
Jesus Christus ist die Mitte der Schrift. Er ist die Mitte der Heilsgeschichte. Er ist die Mitte der Gemeinde, das Haupt der Gemeinde, und er ist auch das Zentrum meines Lebens. Das ist gesundes, ausgewogenes Wachstum: Christus im Zentrum, nicht irgendeine Lehre, nicht irgendein Mensch, nicht ein Autor, nicht ein Verkündiger. Christus im Zentrum.
Lasst uns mit Gebet schließen, und ich bitte, dass wir noch einmal aufstehen.
Herr Jesus Christus, wir wollen Dich anbeten als den, der im Zentrum seiner Gemeinde steht, als das erhöhte Haupt. Du bist gestorben und auferstanden und bist zur Rechten des Vaters. Wir preisen Dich, dass wir Dich dort wissen dürfen und dass Du Deine Gemeinde führst.
Herr, wir haben uns gefreut über diese Wahrheit, dass wir Kinder des Vaters sein dürfen durch Dich, dass wir zur Familie Gottes gehören dürfen. Und hier sind Menschen unter uns, die am Anfang ihres Glaubenslebens stehen, junge Kinder, aber auch solche, die schon viele Jahrzehnte mit Dir unterwegs sind. Herr, Du weißt, wo wir alle stehen.
Wir müssen Dir bekennen, dass wir manchmal noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen haben. Herr, hilf, dass wir sie identifizieren, dass wir sie erkennen, wahrnehmen und dass wir sie auch ablegen können, damit es zu gesundem Glaubenswachstum kommt. Bei jedem von uns. Hilf uns, dass wir einander helfen durch gesunde biblische Nahrung, aber auch durch Gemeinschaft, durch gute geschwisterliche Korrektur und auch dadurch, dass wir darauf aufmerksam machen, dass Du im Zentrum stehen willst.
So danken wir Dir, Herr, dass wir bitten dürfen, dass jeder von uns eine gesunde geistliche Entwicklung nehmen möchte, und auch wir als gesamte Gemeinde. Amen.

