Event•Teil 10 / 10Spurgeon-Konferenz 2016
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Vorbemerkung zur Gebetspraxis und zum Aufbau der Betrachtung
Ich bin froh, wenn wir Seite 18 der Unterlagen haben und die Bibel bei Kapitel 17 offen haben. Ich denke, ich habe vorher etwas nicht sehr klar ausgedrückt, und das möchte ich jetzt klarstellen, richtigstellen.
Wenn der Eindruck entstanden ist, dass ich meine, es sei falsch, zu Jesus zu beten, dann ist das nicht richtig. Das wollte ich nicht sagen, das habe ich nicht so gemeint. Es ist absolut in Ordnung, zu Jesus zu beten. Und wenn du oft zu Jesus betest, ist das ebenfalls absolut in Ordnung. Er ist Gott.
Ich würde nur sagen: Wenn du ausschließlich zu Jesus betest, dann versuche manchmal, beim Beten auch zum Vater zu sprechen. Aber bitte mach dir keine Vorwürfe, wenn du immer zu Jesus betest. Ist das okay? Ist das abgemacht? Ich möchte nicht, dass sich jemand schlecht fühlt, weil er zu Jesus betet. Habe ich das klar genug gesagt?
Super, einige nicken, das freut mich.
Wir sind bei Kapitel 17. Wir werden ziemlich schnell vorangehen müssen, weil wir nicht den ganzen Nachmittag haben. Okay, Jesus und sein Vater, das ist die zweite Einheit. Die drei Einheiten sind: Jesus und seine Jünger, das haben wir schon gemacht; Kapitel 17 ist Jesus und sein Vater. Er betet zu seinem Vater. Und ab Kapitel 18 ist Jesus und seine Gegner.
Jesus und sein Vater, das ist jetzt heiliger Boden.
Das Gebet Jesu für sich selbst und für die Seinen
Zunächst einmal die Verse eins bis fünf: Jesus betet für sich selbst. „Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche.“ Vers 3: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den alleinwahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Vers 5: „Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.“
Das ist bewegend, dass man dieses Gebet hört, oder? Man sieht diese intime Gemeinschaft zwischen Jesus und seinem Vater, und wir dürfen lauschen und das mitbekommen.
Zweitens die Verse sechs bis neunzehn: Jesus betet für die Apostel. Einige dieser Bitten können wir auch auf uns beziehen, aber im Großen und Ganzen geht es hier um die Apostel.
Die Verse sechs bis zehn: Jesus sagt einfach, wer die Apostel sind. Vers 6: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.“
Und dann ab Vers elf gibt es zwei Gebetsanliegen für die Apostel. Zunächst einmal Bewahrung, die Verse elf bis sechzehn: Bewahrung vor Uneinigkeit und Bewahrung vor dem Bösen.
Bewahrung vor Uneinigkeit, Verse elf und zwölf: „Ich bin nicht mehr in der Welt, diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleich wie wir. Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen. Die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen ist verloren gegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde.“
Bewahrung vor Uneinigkeit. Und Bewahrung auch vor dem Bösen. Verse 14 bis 16: „Ich habe ihnen dein Wort gegeben, die Welt hasst sie, denn sie sind nicht von der Welt, gleich wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sehr wichtig, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, gleich wie auch ich nicht von der Welt bin.“
Heiligung durch Gottes Wort und die Bitte um Einheit und Herrlichkeit
Und dann ist das zweite Gebetsanliegen die Heiligung, in Vers 17. Ein sehr wichtiges Gebet: Heilige sie in deiner Wahrheit, dein Wort ist Wahrheit. Heilige sie – das bedeutet letztlich, man könnte es anders ausdrücken: Mach sie so wie ich in ihrem Charakter. Mach sie mehr zu den Menschen, die sie sein sollten. Verändere du sie, heilige sie.
Und siehst du, wie Gott die Apostel heiligen wird und auch uns heiligen will? Heilige sie in deiner Wahrheit, dein Wort ist Wahrheit. Es ist das Wort Gottes, das Gott mehr als alles andere verwendet, um uns Wachstum zu schenken, Heiligung zu schenken, Jesusähnlichkeit zu schenken. Das, was Gott mehr als alles andere verwendet, um uns zu verändern, ist sein Wort, ist die Bibel. Deswegen sind wir dumm, wenn wir die Bibel vernachlässigen. Und manchmal vernachlässige ich die Bibel, und wenn ich so agiere, bin ich dumm. Ich werde nicht wachsen, mein Herz wird kalt werden.
Heilige sie in der Wahrheit, dein Wort ist Wahrheit. Ich mag diesen Satz: Der Geist Gottes verwendet das Wort Gottes, um die Kinder Gottes zu verändern. Der Geist Gottes verwendet das Wort Gottes, um die Kinder Gottes zu verändern. Mein Herz springt ein bisschen, wenn ich den Satz sage.
Und dann betet Jesus in den Versen 20 bis 26 für uns. In Vers 20 heißt es: Ich bitte aber nicht nur für diese allein, die Apostel, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden. Jetzt betet er für alle, die zu seinen Jüngern werden. Und hier gibt es auch zwei Gebetsanliegen.
Das erste Gebetsanliegen ist Einheit, in Vers 20 und Vers 21: Auf dass sie alle eins seien, gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir, auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Das bedeutet, wir sollten richtig miteinander umgehen. Wenn Leute genauso gerettet sind wie wir, weil sie auch an Jesus glauben, sollen wir nicht auf sie herabschauen. Wir sollen sie lieben.
Wir werden vielleicht unterschiedlicher Meinung sein, was bestimmte Randsachen betrifft, aber was den Kern der Sache betrifft, sind wir uns einig: Jesus ist der Messias, der Sohn Gottes. Jesus ist stellvertretend für unsere Schuld am Kreuz gestorben. Jesus ist auferstanden, Halleluja! Wir sind uns einig. Wir sind eins. Wir sollten das auch leben.
Dass wir eins sind, auch wenn Unterschiede bestehen, zum Beispiel in Bezug auf die genaue Reihenfolge der Begebenheiten vor der Wiederkunft Christi. Es wird Unterschiede geben, es gibt Unterschiede, das ist erlaubt. Aber wir sollten nicht aufhören, einander zu lieben und diese Einheit zum Ausdruck zu bringen.
Wisst ihr von diesem älteren, alten Ehepaar? Sie waren Christen. Und sie haben immer wieder Gemeinden verlassen, weil die Gemeinde nicht gut genug, nicht vollkommen, nicht perfekt war. Sie haben immer wieder eine andere Gemeinde gesucht, und dann, nach einigen Monaten, haben sie gedacht: Nein, das ist auch nicht perfekt, und dann sind sie weggegangen. Als sie 90 Jahre alt waren, diese zwei Leute, waren sie in keiner Gemeinde mehr, weil keine Gemeinde gut genug war. Und sie haben einfach jeden Sonntag im Wohnzimmer Abendmahl miteinander gefeiert.
Und einmal, als sie Mitte 90 waren, haben sie am Sonntag wieder Abendmahl gefeiert. Dann sagt der Mann zu seiner Frau: Weißt du, ich denke manchmal, dass wir die einzigen Christen sind, die wirklich in Ordnung sind, und ich bin nicht ganz sicher, was dich betrifft.
Finde ich auch lustig. Aber es ist etwas da in uns, das sagen will: Wir sind die einzigen, die das wirklich gescheit richtig machen. Es ist okay, überzeugt zu sein von deiner Gemeinde, in der du bist, das ist super, ich freue mich. Aber schau nicht herab auf Christen, die genauso gerettet sind wie du, weil sie auch von ihrer Sünde abgekehrt sind und auf Jesus vertrauen, der für sie am Kreuz gestorben ist. Einheit.
Wahrscheinlich nicht. Sorry, ich muss weitermachen, ich habe Angst. Nachher, ja.
Und dann ist das zweite Gebetsanliegen Herrlichkeit, ab Vers 24: Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. Jesus will, dass wir seine Herrlichkeit sehen und erleben. Halleluja, das gibt mir Heimweh nach dem Himmel. Ich habe kein Heimweh nach England. Aber ich habe Heimweh nach dem Himmel. Es wird super sein, Jesus in seiner Herrlichkeit zu sehen, oder? Wir haben davon gesprochen, und eines Tages sehen wir ihn.
Und in dem Moment, wenn ich Jesus sehe, werde ich verwandelt werden. Ich werde dann wie er sein. Ich werde keine Sünde mehr haben. Ich werde der Andrew Page sein, wie Gott sich Andrew Page ursprünglich vorgestellt hat. Keine Sorge, ich werde mich dir neu vorstellen. Es ist gewaltig, was vor uns liegt: Jesus und sein Vater, dieses Gebet.
Tut mir leid, dass das so schnell war.
Der Weg zum Kreuz: Verrat, Verleugnung und das Verhör vor Pilatus
Und jetzt Einheit drei: Jesus und seine Gegner, Kap. 18,1-19,16.
Zunächst einmal: Jesus verraten, Kapitel 18, die ersten elf Verse.
Vers 1: Als Jesus dies gesprochen hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Winterbach Kidron. Dort war ein Garten, in den Jesus und seine Jünger eintraten.
Und jetzt kommt wahrscheinlich das Gebet in Gethsemane, von dem die anderen Evangelisten berichten. Aber schau Vers 5 an: Die kommen, um ihn zu verhaften. Sie antworteten ihm, als er gesagt hatte: Wen sucht ihr? Jesus den Nazarener. Jesus spricht zu ihnen, Vers 5: Ich bin's. Es stand aber auch Judas bei ihnen, der ihn verriet. Als er nun zu ihnen sprach: Ich bin's, wichen sie alle zurück und fielen zu Boden.
Und er hat natürlich gesagt: Ich bin's, was auch bedeutet: Ich bin. Aber der Name Gottes ist wieder da, ich bin. Erstaunlich der Mut Jesu, die Entschiedenheit Jesu. Er hat die Entscheidung getroffen, er geht zum Kreuz.
Und in Vers 11 da sprach Jesus zu Petrus: Steck dein Schwert in die Scheide. Petrus hat gerade etwas angeschnitten beziehungsweise abgeschnitten. Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat? Es ist dran, dass ich zum Kreuz gehe. Es ist dran, dass ich verhaftet werde. Ich gehe zum Kreuz, und Judas hat ihn hier so verraten.
Und jetzt zweitens: die Verse 12 bis 27, Jesus verleugnet.
Vers 14: Das war der Kajafas, der den Juden geraten hatte, es sei besser, dass ein Mensch für das Volk umkomme.
Simon Petrus aber folgte Jesus nach, und der andere Jünger. Dieser Jünger war mit dem Hohen Priester bekannt und ging mit Jesus hinein in den Hof des Hohen Priesters. Das ist wahrscheinlich Johannes. Petrus aber stand draußen vor der Tür. Da ging der andere Jünger hinaus, der mit dem Hohen Priester bekannt war, und redete mit der Türhüterin und führte Petrus hinein.
Jetzt kommt's: Da spricht die Magd, die die Tür hütete, zu Petrus: Bist nicht auch du einer von den Jüngern dieses Menschen? Petrus spricht: Ich bin's nicht.
Es standen aber die Knechte und Diener um ein Kohlenfeuer, das sie gemacht hatten, denn es war kalt, und wärmten sich. Petrus aber stand bei ihnen und wärmte sich.
Damit gibt es eine Befragung. Es ist nicht nur die Verleugnung hier in diesem Abschnitt. Jetzt spricht der Hohepriester zu Jesus. Und dann kommen noch einmal die Verleugnungen.
Vers 25: Simon Petrus aber stand da und wärmte sich. Da sprachen sie zu ihm: Bist nicht auch du einer seiner Jünger? Er leugnete und sprach: Ich bin's nicht.
Da sagte einer von den Knechten des Hohen Priesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? Da leugnete Petrus nochmals, und sogleich krähte der Hahn.
Denn es ist schrecklich, was Petrus macht. Aber wer von uns ist da, der Jesus nicht verleugnet hat, entweder mit Worten oder mit Taten? Wir haben manchmal Jesus im Stich gelassen und so getan, als ob wir ihn nicht kennen würden. Jesus verleugnet.
Jesus vor Pilatus: Der unschuldige König und das Urteil der Welt
Jetzt bin ich auf Seite neunzehn bei den Unterlagen. Jesus verhört, Kapitel 18, Vers 28 bis Kapitel 19, Vers 16.
Hier verbringt Johannes viel Zeit mit dieser Situation zwischen Jesus und Pilatus. Jesus ist vor Pilatus. Vers 28: Sie führten nun Jesus von Kajafas in das Prätorium. Es war aber noch früh. Das bedeutet wahrscheinlich zwischen drei Uhr und sechs Uhr morgens. Und die Betonung hier ist, dass Jesus ein König ist. Er ist der unschuldige König, ab Vers 28, also 28 bis 40.
Zunächst einmal geht es um Pilatus und die religiösen Führer, ab Vers 28. Da ging Pilatus, Vers 29, zu ihnen hinaus und fragte: Was für eine Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre er kein Übeltäter, so hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz. Die Juden nun sprachen zu ihm: Wir dürfen niemand töten. Damit Jesu Wort erfüllt würde, dass er sagte, als er andeutete, durch welchen Tod er sterben sollte.
Das ist Pilatus und die religiösen Führer. Und jetzt der nächste Abschnitt: Das ist Pilatus und Jesus. Nun ging Pilatus wieder ins Prätorium hinein, Vers 33, rief Jesus und fragte ihn: Bist du der König der Juden? Jesus antwortete ihm: Redest du das von dir selbst aus, oder haben es dir andere von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die obersten Priester haben dich mir ausgeliefert. Was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Reich nicht von hier. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du also ein König? Jesus antwortete: Du sagst, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit?
Also, das ist das Gespräch zwischen Pilatus und Jesus. Und jetzt kommt die dritte Phase hier: Pilatus und die religiösen Führer noch einmal. Nachdem er das gesagt hatte, Vers 38, ging er wieder hinaus zu den Juden und sprach zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Ihr habt aber eine Gewohnheit, dass ich euch am Passafest einen freigebe. Wollt ihr nun, dass ich euch den König der Juden freigebe? Da schrien sie wieder alle und sprachen: Nicht diesen, sondern Barabbas! Und Johannes sagt: Barabbas aber war ein Mörder.
Es ist Jesus, der unschuldige König. Vers 32 steht da, damit Jesu Wort erfüllt würde, dass er sagte, als er andeutete, durch welchen Tod er sterben sollte. Er musste gekreuzigt werden, weil er mehrmals gesagt hat: Der Sohn des Menschen wird erhöht werden. Er muss durch Kreuzigung sterben, und deswegen passiert das immer. Deswegen muss Pilatus sagen, er soll gekreuzigt werden.
Und die Kreuzigung war so wichtig wegen 5. Mose 21, die Verse 22 und 23. Das sind für mich sehr wichtige Worte aus dem Alten Testament. Ich lese sie vor: 5. Mose 21,22-23. Bitte hört zu: Wenn auf einem Mann eine Sünde ist, die ein Todesurteil nach sich zieht, und er wird getötet, und du hängst ihn an ein Holz, so soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn unbedingt an jenem Tag begraben. Denn von Gott verflucht ist derjenige, der ans Holz gehängt wurde.
Deswegen haben die Juden so einen Horror vor Kreuzigung gehabt, weil man dann an einem Holz hängt. Und wenn man an einem Holz hängt, ist man laut 5. Mose 21,22-23 unter dem Fluch Gottes wegen der Sünde. Deswegen ist die Kreuzigung so etwas Schreckliches. Und als Jesus am Kreuz gestorben ist, war er tatsächlich unter dem Fluch Gottes, aber nicht wegen seiner Sünde, sondern wegen unserer Sünden.
Der leidende König und die Bedeutung seines Todes
Jesus, der unschuldige König. Jesus, der leidende König. Der Anfang von Kapitel neunzehn, die ersten drei Verse:
Darauf nahm Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln. Und die Kriegsknechte flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie ihm auf das Haupt und legten ihm einen purpurnen Mantel um. Und sie sprachen: Sei gegrüßt, du König der Juden! Und schlugen ihn ins Gesicht.
Und Jesus hätte das tun können und alle seine Gegner weglöschen. Aber er steht da. Er lässt das alles geschehen, weil er seine Entscheidung getroffen hat: Ich gehe zum Kreuz.
Und die Verse vier bis sechzehn in Kapitel neunzehn. Er ist der einzige König. Schau Vers vier an: Da ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen: Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde.
Wow! Ich meine, ich glaube nicht, dass Pilatus ein besonders gerechter Mann war, aber er hat gesehen: Ich finde keine Schuld da. Jesus hat nichts angestellt. Das ist kein Verbrecher. Und dann fangen sie an zu sagen: Kreuzige ihn, kreuzige ihn.
Vers sieben, die Juden – Entschuldigung, Vers sechs: Als ihn nun die obersten Priester und die Diener sahen, schrien sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn!
Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn, denn ich finde keine Schuld an ihm.
Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserem Gesetz muss er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.
Als Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr. Und dann weiß er: Er will, er muss noch einmal mit Jesus sprechen.
Vers neun: Er ging wieder in das Prätorium hinein und sprach zu Jesus: Woher bist du? Jesus gab ihm keine Antwort.
Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Vollmacht habe, dich zu kreuzigen, und Vollmacht habe, dich freizulassen?
Jesus antwortete: Du hättest gar keine Vollmacht über mich, wenn sie dir nicht von oben her gegeben wäre. Darum hat der, welcher mich dir ausliefert, größere Schuld.
Nur in Klammern muss ich versorgen, hier Vers. Er sagt, dass der, der ihn verraten hat, größere Schuld hat.
Manchmal hört man in christlichen Kreisen, alle Sünden sind gleich. Das stimmt nicht. Es gibt größere Sünden und kleinere Sünden. Ich meine, ich glaube, was wir meinen, wenn wir sagen, alle Sünden sind gleich: Auch die kleinste Sünde ist genug, dass sie uns schuldig macht, und wir haben dann die Hölle verdient. Aber natürlich gibt es größere Sünden und kleinere Sünden.
Eine kleine, wie sagt man, eine white lie, eine Notlüge – ich meine, das ist Sünde, aber das ist weniger schlecht als Mord und Vergewaltigung, oder? Ich meine, mir kommt vor, das ist klar. Es gibt größere Schulden, aber jeder Sünder ist genug, um uns schuldig zu machen, so dass wir die Hölle verdienen.
Und Vers zwölf: Von da an suchte Pilatus ihn freizugeben. Aber die Juden schrien und sprachen: Wenn du diesen freilässt, so bist du kein Freund des Kaisers, denn wer sich selbst zum König macht, der stellt sich gegen den Kaiser.
Als nun Pilatus dieses Wort hörte, führte er Jesus hinaus und setzte sich auf den Richtstuhl an der Stätte, die Steinpflaster genannt wird, auf Hebräisch aber Gabata. Es war aber Rüsttag für das Passa, und zwar um die sechste Stunde. Und er sprach zu den Juden: Seht, das ist euer König!
Sie aber schrien: Fort, fort mit ihm, kreuzige ihn!
Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen?
Die obersten Priester antworteten: Wir haben keinen König als nur den Kaiser.
Da übergab er ihnen Jesus, damit er gekreuzigt werde.
Kreuzigung, Tod und Begräbnis: Erfüllung der Schrift
Jesus und seine Gegner. Geb. 19,17-42
Zunächst einmal schau, wie er gekreuzigt wird. Vers 17: Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgatha heißt. Dort kreuzigten sie ihn, und mit ihm zwei andere, zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte.
Und ihr könnt diese folgenden Verse anschauen, wie sie ihn gekreuzigt haben. Johannes sagt mehrmals, dass gewisse Dinge passiert sind, um die Schrift zu erfüllen. Das ist der Plan Gottes. Das ist nicht alles außer Kontrolle, sondern Gottes Rettungsplan für die Welt.
Ab Vers 28 bis 30 höre, wie er stirbt. Vers 28: Nach diesem, da Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. Es stand nun ein Gefäß voll Essig da. Sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Hyssop und hielten es ihm an den Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.
Höre, wie er stirbt. „Es ist vollbracht“ bedeutet nicht einfach: vorbei, Schluss, aus. „Es ist vollbracht“ ist ein Siegesschrei. Es ist vollbracht.
Also, ich mag es normalerweise nicht, ich sage kein griechisches Wort, normalerweise wenn ich in der Gemeinde predige. Aber für dieses Wort mache ich eine Ausnahme. „Es ist vollbracht“ ist im Griechischen Tetelestai, Tetelestai. Und Tetelestai kann man übersetzen mit: Es ist vollbracht. Man kann das auch übersetzen mit: bezahlt.
Wenn man ein Verbrecher war, schuldig war, im ersten Jahrhundert, und wenn man eingesperrt worden ist im Gefängnis, dann war über der Tür, im Gang über der Tür, so ein Schild oder ein Papier, was immer das war. Und das, was du angestellt hattest, der Grund, warum du in dieser Zelle warst, der Grund, warum du im Gefängnis warst, das war alles da aufgeschrieben, so dass jeder gewusst hat, der das Gefängnis besucht hat, warum du da warst, was du alles angestellt hast, warum du schuldig warst.
Und nachdem, wie immer lange du drinnen warst, nachdem das fertig war, haben sie dich freigelassen. Und sie haben dir dieses Blatt gegeben mit deinem Verbrechen darauf. Und sie haben draufgeschrieben: vollbracht, weil du bezahlt hast. Und dann konntest du das behalten, und dann konntest du das mitnehmen. Und vielleicht hat jemand dich einmal erwischt und gesagt: Hey, du bist derjenige, der sowas angestellt hat oder sowas angestellt hat. Und du konntest sagen: Ja, das stimmt, aber schau: vollbracht.
Und wir dürfen das sagen, weil Jesus bezahlt hat für unsere Sünden. Stell dir vor, wir gehen wieder Pizza essen, und am Ende des Essens sage ich dem Kellner: Kann ich zahlen, bitte? Und er sagt: Nein, brauchen Sie nicht, der Herr drüben hat für alle bezahlt. Und ich haue auf den Tisch und sage: Ich will für mich zahlen. Und der Kellner sagt: Brauchen Sie nicht, der Herr drüben hat bezahlt.
Der religiöse Mensch will für sich selbst, für seine Schuld zahlen, will gut genug werden, will dasselbe verdienen. Und das Evangelium sagt: Nein, nein, der Herr hat schon bezahlt. Tetelestai, es ist gemacht worden, es ist erledigt, Jesus hat bezahlt.
Und in einem Buch, nehme ich an, stehen die Sünden von Andrew Page aufgelistet, oder vielleicht ist das eine Bibliothek, das weiß ich nicht. Aber es sind sehr viele Sünden von Andrew Page da, alle aufgelistet. Aber gegen jede Sünde steht Tetelestai, Tetelestai, Tetelestai.
Super, oder? Beten wir den Herrn an! Es ist gewaltig, dass Jesus, der Sohn Gottes, für unsere Schuld gestorben ist, an unserer Stelle, dass er den Sohn Gottes auf sich genommen hat, damit wir Vergebung und ewiges Leben erleben.
Der Beweis des Todes und das öffentliche Bekenntnis der Jünger
Schau, wie er gekreuzigt wird, höre, wie er stirbt, und drittens reagiere, wie es sich gehört. Die Verse 31 bis 37 zeigen, dass Jesus wirklich tot ist.
Ich lese Vers 34 vor: Einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und wer das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit ihr glaubt.
Angeblich, anscheinend, ich kenne mich nicht aus, aber das ist nicht buchstäblich Wasser. Es ist vielmehr so, dass sich das Blut irgendwie geronnen hat. Ja, das ist ein Zeichen dafür, dass der Tod stattgefunden hat, dass dieser Mensch wirklich tot ist.
Und Johannes sagt: Denn dies ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: Kein Knochen soll ihm zerbrochen werden. Das ist Psalm 34,21, und es ist eine Anspielung auf das Lamm, das Passalamm in Ägypten, wo es auch geheißen hat: Kein Knochen soll ihm zerbrochen werden. Das ist 2. Mose 12,46, weil Jesus die Erfüllung des Passalamms ist. Er stirbt, damit wir Befreiung erleben.
Und dann die Verse 38 bis 42: Josef outet sich als Jünger Jesu. Danach bat Josef von Arimathäa, der ein Jünger Jesu war, jedoch heimlich aus Furcht vor den Juden, Pilatus darum, dass er den Leib Jesu abnehmen dürfe. Er hat ihn gefragt, und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leib Jesu herab. Er outet sich als Jünger Jesu. Alle anderen werden jetzt erfahren, dass Josef Jesus liebt.
Aber nicht nur Josef: Es kam, Vers 39, auch Nikodemus, der zuvor bei Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Sie nahmen nun den Leib Jesu und banden ihn samt den wohlriechenden Gewürzen in Leinentücher, wie die Juden zu begraben pflegen.
Nikodemus auch. Nikodemus, der Jesus begegnet ist, Johannes 3. Nikodemus, der in Kapitel 7, denke ich, gesagt hat: Aber wenn ein Mensch noch nicht schuldlos gefunden ist, sollte man ihn reden lassen, oder? Und jetzt dieser Mann, der in einer sehr wichtigen Situation war, er gehörte zum Hohen Rat, und jetzt outet er sich als Jünger Jesu. Er sagt: Ich liebe Jesus, egal was passiert, ich liebe Jesus.
Und ich habe das Gefühl, dass Johannes uns sagt: Es gehört sich so, dass wir uns outen und sagen, wir lieben Jesus. Wir wollen, dass andere wissen, wir wollen, dass die Welt erkennt, dass wir Jesus lieben und Jesus nachfolgen. Die Kreuzigung.
Die Auferstehung als Sieg, Bestätigung und Gegenwart Jesu
Und jetzt in Kapitel zwanzig die Auferstehung, weil das jetzt nicht das Ende der Geschichte ist. Das ist ein Zitat von der Tafel hier: Das ist nicht das Ende, Jesus ist auferstanden. Und das ist eine tolle Nachricht.
Drei Gründe, warum wir sicher sein können, dass die Auferstehung wirklich tatsächlich stattgefunden hat:
Zunächst einmal: Das Grab war leer. Die Verse 1 bis 10 in Kapitel 20. Maria Magdalena kommt, sie findet, dass der Stein von dem Grab hinweggenommen war. Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb hatte, Johannes, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab genommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.
Dann laufen sie hin. Der andere Jünger, Johannes, lief voraus, schneller als Petrus. Er ist Jünger und kam zuerst zum Grab, und er beugte sich hinein und sah die leinenen Tücher daliegen, ging jedoch nicht hinein. Da kommt Simon Petrus, der ihm folgte, und geht in das Grab hinein und sieht die Tücher daliegen und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt war, nicht bei den Tüchern liegen, sondern für sich zusammengewickelt an einem besonderen Ort.
Und jetzt bitte schau Vers 8 an. Es ist wunderbar. Ich bin sicher, dass Johannes sich an diesen Augenblick sehr gut erinnert. Darauf ging auch der andere Jünger hinein, der zuerst zum Grab gekommen war, und er sah und glaubte. Es ist wahr, es ist wahr. Auf einmal macht alles Sinn für ihn. Jetzt glaubt er, jetzt versteht er, jetzt glaubt er, obwohl sie noch nicht verstanden haben, dass die Schrift gesagt hat, dass Jesus aus den Toten auferstehen würde.
Vers 9: Das Grab war leer, und der Stein war weggerollt. Nicht damit Jesus hinausgeht. Er ist nicht so hinausgegangen, er ist so hinausgegangen. Der Stein ist weggerollt, damit Leute hineinschauen können und feststellen können: Das Grab ist leer, Jesus ist weg. Das ist der erste Grund, warum wir sicher sein können, dass Jesus auferstanden ist.
Der zweite Grund: Jesus ist erschienen. Die Verse 11 bis 18. Wahnsinn, das ist gewaltig, was jetzt hier passiert. Vers 11: Maria stand draußen vor dem Grab und weinte. Wie sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab, und sie sieht zwei Engel in weißen Kleidern sitzen, den einen beim Haupt, den anderen zu den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Und diese sprechen sie an: Frau, warum weinst du?
Sie spricht zu ihnen: Ich weiß nicht, dass es Engel sind. Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen und wusste nicht, dass es Jesus war. Sie hat auch Tränen in den Augen, wahrscheinlich. Sie erwartet nicht, dass sie Jesus sehen wird. Sie weiß nicht, dass es Jesus ist.
Jesus spricht zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich will ihn holen.
Vers 16 ist wunderbar. Jesus spricht zu ihr: Maria! Er spricht ihren Namen aus, und jetzt erkennt sie, dass es Jesus ist. Da wendet sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni, das heißt Meister.
Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an! Nicht weil er ein Gespenst ist, sondern weil sie lernen muss, eine andere Art von Beziehung zu ihm zu haben. Weil er nicht bleibt, er geht. Er sendet den Heiligen Geist, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber zu meinen Brüdern und sage ihnen, interessant, wie er das sagt: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater. Er sagt nicht: Ich fahre auf zu unserem Vater, weil seine Beziehung zum Vater anders ist. Wir dürfen eine Beziehung zum Vater haben über Jesus, aber es ist nicht genau gleich. Und: Ich fahre auf zu meinem Gott und eurem Gott.
Da kommt Maria Magdalena und verkündet den Jüngern, dass sie den Herrn gesehen und dass er dies zu ihr gesprochen habe. Jesus ist erschienen.
Und ein dritter Grund, warum wir sicher sein können, dass die Auferstehung stattgefunden hat: Die Jünger wurden verwandelt. Die Verse 19 bis 29. Angst wird zu Freude, 19 bis 23. Schuld wird zu Vergebung, 21 bis 23. Und Zweifel wird zu Glaube, 24 bis 29. Das ist die Geschichte mit Thomas.
Vers 25: Da sagten Thomas die anderen Jünger: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe und meinen Finger in das Nägelmal lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich es niemals glauben.
Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drinnen, und Thomas war bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt in ihre Mitte und spricht: Friede sei mit euch! Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und leg sie in meine Seite. Er weiß genau, was Thomas gesagt hat, oder? Und sei nicht ungläubig, sondern gläubig.
Und ich nehme an, dass Thomas das gar nicht gemacht hat. Er hat es nicht nötig gehabt, Jesus anzutasten. Thomas antwortete und sprach, Vers 28: Mein Herr und mein Gott! Er betet Jesus an.
Vers 29: Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast. Glückselig sind die, die nicht sehen und doch glauben. Das ist eine Botschaft an uns. Wir haben Jesus nicht gesehen, wir waren nicht dabei. Aber wir haben die Berichte der Zeugen gehört. Wir haben das Johannesevangelium gelesen. Er war da, er war dabei, er hat das miterlebt. Und wir haben die Entscheidung getroffen zu glauben, zu sagen: Ja, das stimmt.
Die Jünger wurden verwandelt. Diese Männer, die Apostel, sind weggelaufen, als Jesus verhaftet worden ist. Aber dann später waren sie in Jerusalem und haben öffentlich gepredigt von Jesus. Sie haben irgendwie die Einstellung gehabt: Ja, wenn er uns umbringt, wir wissen, dass es wahr ist, wir wissen, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, wir haben keine Angst vor dem Tod.
Was hat zu dieser Verwandlung geführt? Sie sind Jesus begegnet, dem auferstandenen Jesus begegnet. Deswegen dürfen wir sicher sein, dass Jesus auferstanden ist.
Die Auferstehung Jesu bedeutet mindestens drei Dinge:
Zunächst einmal: Jesus hat den Tod besiegt. Jesus hat den Tod besiegt.
Zweitens: Die Auferstehung bedeutet, der Tod Jesu ist gelungen. Wenn Jesus nicht bezahlt hätte, wenn Jesus nicht alles vollbracht hätte, hätte Gott der Vater Jesus wirklich zum Leben auferweckt? Na, mit der Auferstehung sagt Gott der Vater der ganzen Welt, allen Menschen: Jesus hat es geschafft. Tetelestai, es ist vollbracht. Er hat bezahlt, das Angebot ist da. Wenn du bereit bist, von deinen Sünden abzukehren und auf Jesus zu vertrauen, an Jesus zu glauben, dann hast du Vergebung, ewiges Leben, die Gabe des Heiligen Geistes, die sichere Hoffnung des Himmels eines Tages. Es ist alles für euch da. Das ist die Botschaft des Vaters bei der Auferstehung Jesu.
Jesus hat den Tod besiegt, der Tod Jesu ist gelungen, und drittens: Die Auferstehung bedeutet, dass Jesus jetzt hier ist unter uns durch seinen Geist. Und er spricht zu uns durch sein Wort, und er liebt uns.
Der Zweck des Evangeliums und der Anfang des Nachworts
Seite 20 bei den Unterlagen. Der Abschluss und das Ziel – diese Dinge kommen uns jetzt sehr bekannt vor, oder?
Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias, der Sohn Gottes, ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.
Und jetzt kommen wir für die letzten paar Minuten zum Nachwort in Kapitel 21. Zunächst einmal die ersten vierzehn Verse. Ich habe diesem Abschnitt die Überschrift gegeben: „Das Ende der Vergangenheit“.
Ich denke persönlich, dass dieser Abschnitt von Johannes geschrieben wurde, außer vielleicht Vers 24. Vielleicht ist er nicht von Johannes. Aber ich denke, dass Johannes das geschrieben hat.
Das Ende der Vergangenheit:
Die Verse eins bis drei: die Entscheidung.
Sieben Jünger treffen die Entscheidung, fischen zu gehen. Das ist nicht unbedingt falsch, aber sie fangen überhaupt nichts.
Die Verse vier bis acht: die Offenbarung.
Jemand ist da am Ufer, jemand, der sie Kinder nennt. Es ist sehr ungewöhnlich, diese Anrede, dass Jesus seine Jünger Kinder nennt. Nur diese zwei Beispiele im Johannesevangelium und sonst in Markus 10,24. Und da spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen?
Vers 5: Sie antworteten ihm: Nein.
Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische.
Und ich denke, Johannes hat sich an Lukas 5,1-11 erinnert, als Jesus den Jüngern gesagt hat, den Fisch auf der anderen Seite zu fangen.
Der siebte Jünger spricht, der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Simon Petrus: Es ist der Herr!
Und rate mal, was Simon Petrus macht? Eh klar!
Als nun Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er das Obergewand um sich, denn er war nur im Untergewand, und warf sich in den See. Die anderen Jünger aber kamen mit dem Schiff und zogen das Netz mit den Fischen nach.
Wie sie nun ans Land gestiegen waren, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und einen Fisch darauf liegen und Brot. Jesus spricht zu ihnen: Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt.
Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht.
Jesus spricht zu ihnen: Kommt zum Frühstück.
Aber keiner der Jünger wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr sei.
Es ist komisch, oder? Ich meine, sie wissen, dass es Jesus ist, aber ein Teil von ihnen will es schon sagen: „Du bist es schon, oder? Stimmt es wirklich? Wir haben eh recht, oder?“ Aber sie wagen es nicht zu sagen. Sie sind sich eh sicher: Das ist Jesus, ihr Jesus.
Die Begegnung, Verse neun bis vierzehn: Frühstück am Strand mit Jesus, das Ende der Vergangenheit.
Der Auftrag an Petrus und das Zeugnis des Jüngers
Und jetzt, in der zweiten Hälfte des Kapitels, der Anfang der Zukunft.
Zunächst einmal ein Gespräch zwischen Jesus und Petrus, Vers 15:
Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich mehr als diese?
In den Kommentaren gibt es darüber Diskussionen. Meint er: mehr als die anderen Jünger? Liebst du mich mehr als die anderen Jünger? Oder liebst du mich mehr als Fischen und Boote und so weiter? Ich glaube nicht, dass wir das wissen können, ehrlich gesagt. Er sagt: Liebst du mich? Und Petrus sagt: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Er spricht zu ihm: Weide meine Lämmer.
Das kommt dreimal: diese Frage, liebst du mich? Und das erinnert Petrus natürlich daran, dass er etwas dreimal getan hat, was er jetzt sehr bereut: Er hat Jesus verleugnet.
Es gibt auch Diskussionen über das Wort Liebe. Manchmal wird das Wort Agape verwendet, manchmal Phileo, Agapao, manchmal Phileo verwendet. Ich denke, ehrlich gesagt, dass sie die gleiche Bedeutung haben. Ich glaube nicht, dass Agapao eine besondere Art von Lieben ist oder Agape. Die Liebe Gottes ist besonders, aber nicht wegen dem Wort Agape.
Und dreimal sagt Jesus dann: Weide meine Lämmer. Oder, Vers 16: Hüte meine Schafe. Oder: Weide meine Schafe. Interessant, dass der Hirte das sorgt. Sorge um meine Schafe, sorge um die Leute, die mir nachfolgen werden, Petrus.
Und Petrus hat das ja ernst genommen. Ich lese euch vor aus dem 1. Petrusbrief, Kapitel 5, Verse 1-4:
Die Ältesten, die unter euch sind, ermahne ich als Mitältester und Zeuge der Leiden des Christus, aber auch als Teilhaber der Herrlichkeit, die geoffenbart werden soll: Hütet die Herde Gottes bei euch, indem ihr nicht gezwungen, sondern freiwillig Aufsicht übt. Nicht nach schändlichem Gewinn streben, sondern mit Hingabe usw., dass ihr Vorbilder der Herde seid. Vers 3, Vers 4: Dann werdet ihr auch, wenn der oberste Hirte offenbar wird – es geht um die Wiederkunft Jesu – den unverwelklichen Ehrenkranz empfangen.
Petrus hat das gelernt. Jesus ist noch dabei.
Und dann Jesus und Johannes, die Verse 20 bis 24:
Petrus aber wandte sich um, sah den Jünger folgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: Herr, ist es der, der dich verrät? Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was ist aber mit diesem?
Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach. Mit anderen Worten: Das geht dich nichts an. Das hat nichts mit dir zu tun. Das ist zwischen mir und Johannes.
Vers 23: Daher kommt nun dieses Wort unter den Brüdern auf: Dieser Jünger stirbt nicht. Und doch hat Jesus nicht zu ihm gesagt, er sterbe nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?
Es ist schön. Sie wissen, dass auch die ersten Christen Dinge missverstanden haben. Es ist irgendwie beruhigend.
Und jetzt, meiner Meinung nach, sagen vielleicht die Ältesten in der Gemeinde, wo Johannes war: Das ist der Jünger, Vers 24, der von diesen Dingen Zeugnis ablegt und dies geschrieben hat, und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.
Und dann schreibt Johannes: Es sind aber noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat. Wenn sie eines nach dem anderen beschrieben würden, so glaube ich, die Welt würde die Bücher gar nicht fassen, die zu schreiben wären.
Ich denke, das ist Übertreibung. Aber was er damit meint, ist: Das ist nur eine Auswahl. Das, was ihr hier in meinem Evangelium gelesen habt. Und was er damit meint, ist: Jesus ist wunderbar, oder?
Und ich bete für mich, und ich bete für euch, für uns, dass wir weiterhin Jesus nachfolgen, unser ganzes Leben lang.
Beten wir miteinander!
Schlussgebet und Sendung
Herr Jesus, vielen Dank, dass du für unsere Schuld gestorben bist, dass du unter dem Fluch deines Vaters warst wegen der Sünde, wegen unserer Sünde. Wir beten dich an.
Und wir danken dir, dass du auch verstanden bist. Danke, dass du hier unter uns bist durch deinen Geist. Danke, dass wir dich kennen dürfen, dich lieben dürfen, dir nachfolgen dürfen.
Und wir danken dir, Vater, dass du uns dein Wort gegeben hast und dass dieses Wort zuverlässig ist. Und wir bitten dich noch einmal, dass du uns durch deinen Heiligen Geist ausrüstest, damit wir anderen helfen können, Jesus, deinen Sohn, in deinem Wort zu sehen und Jesus, deinem Sohn, in ihrem Leben zu begegnen.
Rüste du uns aus, Herr. Wir bitten darum im Namen Jesu. Amen.

