Event•Teil 1 / 5STEPS Konferenz 2026
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung: Die Diagnose des Herzens
Wenn wir an diesem Wochenende über das Thema Götzendienst und Götzen in unserem Herzen nachdenken, dann möchte ich uns gleich mit einer einfachen Frage konfrontieren, die man aber auch leicht missverstehen kann.
Vor ein paar Jahren wurde bei mir Krebs diagnostiziert. Die Frage ist: War es ein Problem, dass mir diese Diagnose gegeben wurde? Die Antwort lautet: Nein, es war überhaupt kein Problem. Aber jetzt denkt ihr vielleicht: Natürlich war es ein Problem. Nein, das Problem ist nicht die Diagnose, das Problem ist, dass du Krebs hast. Die Diagnose ist eine gute Sache. Wenn du Krebs hast, dann willst du die Diagnose hören.
Bei Götzendienst ist es genauso. Wenn der Heilige Geist uns überführt, dass wir Götzen in unserem Herzen haben, dann sei nicht entmutigt, denn Gott hat tatsächlich eine perfekte Lösung. Die Sache ist: Wir alle haben diesen Krebs, dieses Geschwür namens Götzendienst. Aber nicht jeder von uns hat schon die Diagnose gehört.
An diesem Wochenende sind wir also beim Arzt, und dieser Arzt ist das Wort Gottes. Und er will uns verändern, und er will uns heilen. Deswegen ist das erste Thema dieses Wochenendes: unsere Herzen im Krieg. Denn die Realität ist, dass wir uns alle in diesem Kampf befinden. Jesus ist größer, und er will, dass du siegst. Aber die andere Realität lautet, dass Jesus größer ist und dass er uns den Sieg geben will.
Ihr könnt schon mal Psalm 115 aufschlagen, ich spreche gleich darüber. Aber ich muss auch zugeben: Götzendienst ist auch für mich ein sehr persönliches Thema, leider. Und genau das ist der Punkt, an dem sich in meinem Leben alles verändert hat.
Ich bin so aufgewachsen, dass ich schon in jungen Jahren mein Leben Jesus gegeben habe und geglaubt habe, dass er für meine Sünden gestorben ist. Aber das heißt nicht, dass ich mein Leben wirklich ihm gegeben habe.
Der Punkt, an dem alles umkippte
Als ich 15 war, haben meine Eltern etwas Drastisches getan. Als ich 15 Jahre alt war, haben meine Eltern etwas ziemlich Verrücktes gemacht. Wir sind 7 Kilometer umgezogen, nämlich nach Nordamerika, damit ich meiner großen Leidenschaft nachgehen konnte: Basketball zu spielen. Ich wollte Profibasketballer werden, als Point Guard, und ich habe alles darauf gesetzt.
Und es lief alles wunderbar. Ich hatte einen NBA-Trainer, es lief alles super. Aber dann kam das Wort Gottes in mein Leben. Es war ein ganz normaler Tag, keine Konferenz. Es war ein ganz normaler Tag, nicht auf einer Konferenz. Und ich habe die Bibel gelesen, weil ich ja an Jesus geglaubt habe. Dann habe ich Hebräer 12,1-2 gelesen. Und da steht, dass wir, da wir jetzt von einer so großen Wolke von Zeugen umgeben sind, alles beiseite legen wollen, was uns hindert, auch die Sünde.
Es war nicht nur die offensichtliche Sünde in meinem Leben. Es war auch das Gewicht, es waren diese Götzen, die mein Herz gefangen nahmen. Ich möchte euch etwas so einfach wie möglich sagen: Jesus will nicht nur ein Teil deines Lebens sein. Jesus will nicht nur ein Teil von deinem Leben sein, will er nicht. Er will nicht ein Teil von dir oder von mir sein. Jesus will alles. Er will nicht nur für deine Zustimmung da sein, damit er an einem Sonntagmorgen deine Loyalität bekommt. Er ist nicht für deine Seele gestorben, hat nicht das Grab besiegt, damit er einfach Sonntagmorgen mal mit dir an Bord sein kann.
Das Wort Gottes sagt nicht: Gib einen Teil deines Lebens für Jesus. Es sagt vielmehr, dass dein Leben mit Christus in Gott verborgen ist. Und Götzendienst bedeutet, dass wir eigentlich versuchen, so zu leben wie früher. Deshalb bete ich für eine große Beerdigung an diesem Wochenende. Ich bete, dass es viel Erkenntnis darüber gibt, dass etwas sterben muss. Denn wenn wir am Ende der Konferenz hier rausgehen, dann kann ich euch eines sagen: Deutschland braucht nicht noch mehr solche Leute wie euch. Die Welt braucht Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
Diese Worte haben etwas in mir bewegt, und ich bin zu meinen Eltern gegangen. Mein Herz gehörte dem Basketball, und davor musste ich fliehen. Aber in der Zeit, als ich 16 war, hat Gott, als Basketball aus dem Weg war, mein Herz ergriffen. Er hat verstanden, dass ich ganz ihm gehören wollte. Also hat Gott mein Herz wirklich ganz für sich eingenommen, als ich 16 war, und Basketball musste weichen.
Aber natürlich war das mit vielen Kämpfen verbunden. Darüber reden wir auch. Ich glaube, jeder von uns muss zu dem Punkt kommen, an dem er sagt: Jesus, ich will, dass du alles hast. Und genau das bewirkt in mir etwas.
Dann sprechen wir über unsere Herzen im Krieg. Wir haben den Abschnitt vorher schon gehört, und jetzt kommen wir dazu. Wir werden diesen Text jetzt nicht noch einmal lesen, aber wir gehen langsam hindurch, und ich werde immer wieder auf ein paar Dinge zu sprechen kommen.
Die Ehre, die wir uns selbst nehmen
Der Psalmist wird dieselbe Phrase zweimal wiederholen. Ganz am Anfang des Psalms, im ersten Vers, werden zwei Dinge gleich doppelt genannt. Was steht da? Nicht uns, Herr, nicht uns.
Now, that should be obvious to everyone listening that there is an emphasis being given here. Und das ist offensichtlich eine Betonung hier. Whenever the word of God repeats something, it's saying: Don't miss that! Immer wenn etwas in der Bibel wiederholt wird, dann ist es etwas, das wir nicht übersehen sollten. Und was tun wir dann? Wir übersehen es.
Nicht uns! Warum ist es so wichtig? Denn wenn du die Ehre bekommst, dann bekommt Gott sie nicht. Du fragst dich: Ist das einfach nur deine Interpretation? Nein, es ist Gottes Wort. Er sagt: Ich werde meine Ehre nicht mit niemandem teilen.
Wir müssen verstehen: Wir leben nicht für irgendetwas Minderwertiges, sondern für das Ultimative. But the enemy is always going to try to get us to live for that which is an idol, that which does not last. Aber der Feind will immer, dass wir dahin kommen, dass wir für etwas Minderwertiges leben, für etwas, was nicht anhält.
Also, wenn ihr mitschreibt, dann könnt ihr gerne den ersten Punkt schon notieren: Ehre, die wir stehlen. Da müssen wir verstehen: Wenn es heißt, nicht uns, nicht uns, dann wird hier etwas verneint. Er sagt hier nicht: Weniger von uns, mehr von dir. See, in English there is a big difference, and maybe in German the same, there is a big difference between self denial and denial of self. Im Englischen gibt es einen großen Unterschied zwischen Selbstverleugnung und sich selbst verleugnen.
People like to do self denial, that's going on a diet. Selbstverleugnung kann zum Beispiel so aussehen, dass man eine Diät macht. Ich esse einen Monat lang kein Eis. Sonst gehe ich nach Italien. Sonst gehe ich nach Italien. Dann muss ich.
Aber da geht es einfach darum, dass man auf bestimmte Dinge verzichtet. Und ich sehe so viele Christen, die genau das versuchen. Sie versuchen, Dinge einfach zu vermeiden, und das strengt sie so sehr an, dass sie müde werden, weil das Leben in Christus nie so geplant wurde, dass man einfach nur möglichst viel Nein sagt.
Aber ich sehe so viele Christen, die genau das tun. Aber da ist überhaupt keine Freiheit drin. Da ist nur mehr Religion und mehr Erschöpfung. Jesus ruft dich nicht auf zur Selbstverleugnung in diesem Sinne, das ist Religion. Deny himself, take up his cross and follow me. Jesus sagte in Matthäus 16,24: Wenn jemand mir nachfolgen will, muss er sich selbst verleugnen.
Also nicht Selbstverleugnung, sondern sich selbst, sein eigenes Selbst verleugnen. Weil du selber nicht mehr lebst, sondern Christus in dir.
Wenn Psalm 115 also beginnt mit „nicht uns, nicht uns“, dann wird klar: Der größte Feind für Idolatrie bist du. Beim Thema Götzendienst bist du selbst. Und ich glaube, das können wir sogar noch klarer sehen. Du verehrst nicht das, was du sagst, ist am wichtigsten, sondern das, was die Leute wirklich sehen.
Also ist die große Frage: Worauf legst du am meisten Aufmerksamkeit? Wenn die Leute an dich denken, woran denken sie zuerst? Was wollen wir, dass die anderen über uns bemerken?
Ich sag's dir mal: Was sollen die anderen über dich bemerken? Wenn ich euren Social-Media-Account aufrufe, werde ich es herausfinden. Ist es Christus oder bist du selbst? Du wirst niemanden retten. Du bist nicht für ihre Sünden gestorben. Du kannst morgen auch nicht alles kontrollieren. Du kannst auch nicht den Wind steuern. Und doch präsentieren wir uns auf sozialen Medien so, dass Leute sehen: Oh, der sieht aber gut aus. Ah, das ist ganz schön armselig.
Habe ich schon erwähnt, dass du bald sterben wirst? Now what, you gave them nothing, nothing? Also was, du hast ... We're a bunch of people not helping the world, we're pointing them to eternity where they're damned, come on. Wir helfen der Welt nicht, sondern wir verweisen sie auf etwas, was sie nie retten kann.
Es ist ganz schön interessant: In der Apostelgeschichte werden die Christen zum ersten Mal Christen genannt. Sie haben sich nicht selbst Christen genannt. Die Welt, die die Christen gar nicht gemocht hat, hat sie Christen genannt. Wisst ihr, was das Wort überhaupt bedeutet? Kleine Christusse oder Christussklaven. Sie haben sie Christen genannt, weil sie so aussahen wie Jesus.
Wisst ihr, was mich traurig macht? In the world today we have such a pathetic form of Christianity that we have to go around calling ourselves christian for anybody to even know. Because we're trying to live and point to Christ. Weil wir versuchen zu leben und auf Christus zu verweisen.
And why is there a problem? Aber da gibt es ein Problem. Warum? Because of idols. Wegen Götzen. The idols of the heart. Den Götzen im Herzen.
Aber ich will uns ermutigen: As God convicts us, get excited! Wenn Gott uns jetzt überführt, dann freut euch. Und wenn er dich nicht überführt, dann musst du dir Sorgen machen, denn die Realität ist, dass wir einfach nicht verstehen, dass es ein Problem gibt, obwohl es ja wohl da ist.
Warum Gott unser Herz offenlegt
Aber schauen wir uns den nächsten Satz an. Er sagt: für die Sorge deiner beständigen Liebe und Glauben, dass du gütig und treu bist. Ihr freut euch vielleicht nicht darüber, aber ich schon.
Seht euch den Grund an, warum wir nicht die Ehre haben wollen. Weil wir etwas so viel Besseres gefunden haben. Der Grund ist, weil er gütig und treu ist. Wenn du das Ultimative gefunden hast, warum dann für etwas Minderwertiges leben?
Aber Gott macht da etwas wirklich Schönes. Als wir ganz am Anfang diese KI-Worte gesehen haben, da am Screen, da ging es ja darum, dass wir alle Anbeter sind. Und es kam wohl direkt aus meinem Skript, das dürft ihr gar nicht. Das Problem ist nicht Anbetung selbst. Das Problem ist, was wir anbeten.
Wenn ich dich also fragen würde, wonach sucht Gott heute und an diesem Wochenende? Nun, Johannes 4 sagt, dass Gott Anbeter sucht, und zwar in Wahrheit und im Geist. Also, das ist Gottes Wille für dieses Wochenende. Ich werde ganz am Ende noch darauf zurückkommen, dass dieser Punkt noch einmal aufgegriffen wird.
Aber mit wem redet Jesus da, als er das in Johannes sagt? Mit der Samariterin. Die Frau am Jakobsbrunnen. Eine faszinierende Unterhaltung, weil er ganz vieles sagt, aber vor allem überführt er sie, weil er in ihr Leben hineinspricht. Es kommt einem so unpassend vor, weil er sagt: Komm, ruf doch deinen Mann. Aber sie haben noch nicht einmal über Ehe geredet. Warum hat er es gesagt? Außerdem hat sie so eine schmerzhafte Geschichte. Warum spricht Jesus etwas an, das so beschämend ist?
Ich sage euch warum. Es ist genau derselbe Grund, warum er es vielleicht an diesem Wochenende bei euch macht. Mein Gott ist nicht hier, um uns zu beschämen. In fact, ganz im Gegenteil.
Because have you ever looked at the cross? Hast du jemals auf das Kreuz geblickt? His son hung in shame for you. Denn sein Sohn hing an diesem Kreuz in Schande an deiner Stelle.
I'll tell you why he wants to reveal the deepest idolatry of your heart. Und deswegen will ich euch sagen, warum er den tiefsten Götzendienst in eurem Herzen offenbaren will.
Some of you are believing a lie and you're believing the lie that if God knew or because of this thing in my life I'm too far gone. Manche von euch glauben nämlich der Lüge, dass, wenn Gott nur wüsste oder wenn wegen dieser Sache in meinem Leben, ich eigentlich ein Verlorener bin und keine Hoffnung mehr habe.
Oder du kämpfst schon seit so vielen Jahren mit demselben Götzen, obwohl du noch ganz jung bist. I love you. God will ganz tief in dein Herz dringen, und an dem ganzen Schwermassel, das da ist, will er trotzdem sagen: Ich liebe dich.
Ist deine Sünde grösser als die Barmherzigkeit, die uns durch das Kreuz entgegenkommt? Ich habe eine gute Nachricht für dich: so mächtig bist du nicht. Jesu Blut reicht aus für alles, was du ihm bringst, für jeden Götzen des Herzens.
Und deswegen steht es hier so ganz klar, und deswegen sage ich das so ganz klar: Die Motivation ist, dass Gott gütig und treu ist.
Vor einigen Jahren war ich in Nordirland zum Predigen. Da kam eine junge Frau, ungefähr zwanzig, zu mir und hat gesagt: Ich glaube das, was du über das Evangelium sagst, aber ich habe zwei Probleme. Mein erstes Problem ist, ich liebe Gott nicht so sehr. Und das zweite Problem ist, ich hasse meine Sünde gar nicht so.
Mein erster Gedanke war: Oh, das ist nicht gut. Aber der Heilige Geist hat mich zum Glück stumm geschaltet. Und der Heilige Geist hat zu mir gesagt: Ich stelle dir jetzt zwei Fragen, bevor du dieser Frau antwortest. Genau so ist es passiert.
Der Heilige Geist hat gesagt: Nathan, liebst du mich so, wie du solltest? Nein, natürlich nicht, Gott. Okay, zweite Frage: Hast du deine Sünde so sehr, wie du solltest? Nein, natürlich nicht, Gott. Sonst würde ich ja nie wieder dahin zurückgehen.
Also, die kurze Antwort: Meine Beziehung mit dir beruht sich nicht darauf, wie sehr du deine Sünde hasst, sondern wie sehr ich deine Sünde hasse. Genau.
Und so will ich zurück zu dem Vorgang ins Gespräch, und so will ich euch auch sagen: Schaut nicht so sehr auf euch und eure Emotionen, denn dieser Abschnitt sagt: weil du treu und gütig bist, und nicht weil ich es bin. Also konzentrier dich an diesem Wochenende auch, Christ, auf seine Liebe für dich, auf das, was er für dich getan hat. Denn wir können unsere Götzen nur so offen anschauen, wenn wir verstehen, dass es eine grössere Liebe gibt.
Die falschen Götter, die wir selbst herstellen
Also das Erste, was wir sehen, ist, dass die Ehre gestohlen oder fehlplatziert wird. Aber wir gehen weiter im Text, Vers 2: Warum sollen die anderen Völker sagen: Wo ist denn ihr Gott?
Und ich glaube, das können wir auf zwei Arten und Weisen sehen. First of all, there's a problem, because if they're saying, where is their God, obviously those with the Almighty aren't making it obvious. Wenn sie die Frage stellen: Wo ist denn der Gott?, dann ist wohl klar, dass die, die an diesen Gott glauben, es nicht gerade deutlich zeigen.
1. Petrus 3,15. Petrus schreibt an die Gemeinde, wir sollten immer bereit sein, eine Rechenschaft abzulegen für die Hoffnung, die in uns ist. Aber das Problem ist: Ich kann leider keine Rechenschaft ablegen, denn in meiner gesamten ask me one question, so I can't answer you. Also kann ich ihr auch keine Rechenschaft ablegen. And that verse says, be ready to give an answer. Aber Petrus sagt es doch: Wir sollen es machen. But what about my hope? Über meine Hoffnung?
But wait, when was the last time somebody came up and said: I have to know, why do you have so much hope? Aber jetzt ist die Frage: Wann kam das letzte Mal jemand in deinem Leben und hat dich gefragt: Warum hast du so viel Hoffnung in deinem Leben? Aber vielleicht fragen sie dich gar nicht, weil du dich nicht so sehr vom Rest der Welt unterscheidest. Vielleicht fragen sie dich nicht, weil du dich an so viele Götzen klammerst, die einfach das vertuschen, wer Gott eigentlich ist.
Sie haben viele Götter, aber die meisten unserer Götter sollen unser Leben eigentlich leichter machen. Sie sind dazu da, dass wir nicht darüber nachdenken, was eigentlich zählt. Aber wann kommt dann die Hoffnung raus? Die Hoffnung kommt nicht dann raus, wenn das Leben einfach ist. Man braucht keine Hoffnung, wenn die Dinge genauso laufen, wie man sie sich vorstellt.
Hoffnung kommt erst hervor, wenn der Boden unter den Füßen weggezogen wird und man trotzdem noch ein Fundament hat, auf dem man steht. Und deswegen, wenn ich Jesus nachfolge, dann sind so etwas wie Enttäuschungen eigentlich etwas Gutes für mich. Auch Verlust, Missverständnisse und so weiter und so fort. Weil dann stelle ich nämlich eine andere Frage. Dann ist die Frage: Will ich einfach viel über Gott wissen oder will ich ihn wirklich erkennen?
Du bist vielleicht hierher gekommen, um mehr über Gott zu wissen. Aber es gibt kein Versprechen, dass du Gott vielleicht selber besser erkennen kannst. Aber sei doch einfach mal logisch. Wenn ich Gott als meinen Tröster erkennen will, wird er dann einfach kommen und sagen: Hier bin ich? Or wird er mich durch eine sehr schwierige Situation leiden, wo ich dringend seinen Trost brauche? Wenn ich Gott als Heiler erfahren will, wird er dann einfach kommen und sich als Heiler zeigen? Or kann es sein, dass er zulassen wird, dass ich durch Krankheit gehen werde, damit er dann an meine Seite kommt und sich langsam erweisen kann als Heiler?
Viele weitere Beispiele gäbe es. Ich will noch eins anbringen. Mein Jesus hat einen Titel, und das ist die Auferstehung und das Leben. Mein Jesus hat einen Titel, und der lautet: die Auferstehung und das Leben. Ich muss aber auch sagen, ich kenne ihn noch nicht als meine Auferstehung. Oh, aber eines Tages werde ich das. Ganz sicher.
Ich freue mich darauf, dass Ibris mir erzählt hat, dass ich eine Appointment habe. Because the prayer brief says it's on that day. Friends, on that day I'm gonna know him better. And on this day werde ich dir auf der Stirn kommen können, und darauf freue ich mich. I don't want to die. I love my kids, I love my wife, I want to live with them. Ich will eigentlich nicht sterben, ich habe Frau und Kinder. But I'm excited.
Aber ich freue mich trotzdem, weil er nicht sagt, wenn sich meine Augen schließen, dann werde ich Jesus von Angesicht auf Angesicht sehen. Weil er nicht sagt, wenn sich meine Augen schließen, dann werde ich Jesus von Angesicht auf Angesicht sehen, und ich werde ihn erkennen als meine Auferstehung. Ich will nicht einfach nur mehr über ihn wissen. Ich kann über jeden mehr erfahren. Aber ich will meinen Jesus persönlich erkennen.
Und genau darum geht es, wenn die Frage gestellt wird im Psalm: Wo ist ihr Gott? Und Gott hat sich dazu entschieden, dass wir, die sein Ebenbild tragen, der Welt zeigen sollen, wie er ist.
Die Leere der selbstgemachten Ersatzgötter
Aber der zweite Punkt, den wir in den Versen vier bis sieben sehen, ist Gottes Werk. Das ist Punkt zwei: Gottes Werk. Aber das Problem ist: Wir fertigen unsere eigenen Götter an. Wir suchen einen Ersatz, Verse vier bis sieben.
Und was ich hier sagen will, ist: Statt einen Gott zu suchen, der uns Leben bringt, suchen wir Ersatz, die uns helfen sollen. Statt einen Gott zu suchen, der uns Leben bringen kann, suchen wir nach Ersatz, die uns überhaupt nicht weiterhelfen.
Heute Abend werden wir noch mehr darüber nachdenken. Aber es geht um Folgendes: Wir nehmen normalerweise gute Dinge und machen sie zum Ultimativen, also zu Götzen. Mit anderen Worten: Wir versuchen, mit Angst, Trennung, Verlust oder Verletzung durch Dinge umzugehen, von denen wir denken, dass sie die Lücke füllen können, etwa durch eine Beziehung.
Zum Beispiel: Wenn wir Schmerzen haben oder trauern oder was auch immer, dann versuchen wir damit umzugehen, indem wir uns in eine Beziehung stürzen. Oder vielleicht fühlen wir uns allein und versuchen dann, das mit Süchten auszugleichen, sei es online, durch körperliche Süchte oder durch soziale Medien.
Aber ich möchte, dass wir das größere Bild sehen. Wenn wir eigene Götter fertigen, dann tun wir etwas sehr Interessantes. Habt ihr gesehen, wie diese Götzen beschrieben werden? Sie sind aus Silber und Gold, Machwerke von Menschenhänden. Sie haben Münder, Augen, Ohren, Nasen, Hände und Füße. Aber nichts davon funktioniert.
Was hier wirklich passiert, ist eine Entstellung der Schöpfung. Wenn wir zurückgehen zu 1. Mose 1 und 2, dann geht es dort darum, dass etwas ganz Neues erschaffen wurde. Hier aber geht es um etwas, das schon geschaffen ist. Damals ging es um das, was lebt. Gott hauchte einem Menschen den Lebensatem ein. Jetzt aber haben wir es mit leblosen Dingen zu tun, die uns nicht helfen können.
Und vorher ging es um Ebenbildträger. In 1. Mose 1 geht es darum, dass Gott Menschen geschaffen hat, die sein Bild tragen. Jetzt aber sind es Menschen, die selbst sein Bild werden wollen. Wenn wir uns dem Götzendienst hingeben, dann stehen wir vor Gott und tun eigentlich genau das Gegenteil von dem, was wir tun sollten.
Heute Abend werde ich noch mehr darüber sprechen, warum wir solche Götzen anfertigen. Dafür gibt es einige interessante Gründe, denen ihr alle wahrscheinlich zustimmen werdet. Und wir werden dann auch offenlegen, was der Feind gleichzeitig versucht hat.
Aber ich möchte auch, dass wir verstehen, dass die Götzen, die wir selbst anfertigen, uns nie zufriedenstellen werden. Deswegen wollen wir immer mehr. Und deswegen gilt: Wenn du nach einer Beziehung suchst, die dich erfüllen soll, dann wird das nicht funktionieren, weil sie nicht Gott ist.
Ich habe mit 33 geheiratet. Also könnt ihr zusammenrechnen, dass ich 41 bin. Aber bevor ich geheiratet habe, hatte ich eine ganz klare Erkenntnis im Herzen. Mir war klar: Ich darf von meiner Frau nichts erwarten, was eigentlich nur Gott mir geben kann. Denn sonst würdest du sie in eine Situation bringen, in der sie nur scheitern kann, weil sie gar nicht dazu geschaffen wurde, das zu tun.
Wenn du nach Sinn oder Zugehörigkeit suchst oder mit Einsamkeit zu kämpfen hast, was auch immer es sein mag, dann erkenne: Wenn du etwas suchst, das nicht Gott ist, dann bleibst du nicht nur unerfüllt, sondern hinterlässt wahrscheinlich auch viel Schaden.
Deshalb möchte ich dir eine Frage stellen: Womit versuchst du gerade ein Verlangen in deinem Leben zu stillen, und du weißt, dass es nicht das Letzte, das Ultimative ist? Und was könnte Gott dir stattdessen bereithalten?
Denn die Realität ist: Deine Umstände sind nicht das Problem. Ich sage nicht, dass alles einfach ist, aber deine Umstände sind nicht das Problem. In der Tat sind deine Umstände perfekt geeignet, um Gott vollständig zu verherrlichen. Gott will in dir, in deiner jetzigen Situation, wirken. Und sein Ziel ist nicht, dass alles einfach betäubt wird, sondern er will an dein Herz.
Ich war eine Zeit lang in Indien. Dort habe ich viel mit Leprakranken oder Aussätzigen verbracht. Manche Familien hatten schon keine Gliedmaßen mehr. Sie waren Bettler und konnten die Schüssel nur noch mit dem Mund halten.
Ich habe ein Pflaster für dich, und ich werde das Pflaster auf deine Wunden kleben. Ist das die Lösung? Offensichtlich nicht. Ein Pflaster versteckt das Problem. Aber ein Pflaster heilt nichts.
Was wir also an diesem Wochenende nicht versuchen, ist, unsere Götzen einfach zu verbinden. Ich will euch ein Beispiel geben. Eine Sünde, die unsere ganze Generation schon plagt, ist Pornografie. Und das betrifft nicht nur Männer, sondern auch Frauen.
Und wir könnten Pflaster aufkleben und sagen: Okay, wir setzen Filter auf unsere Geräte. Wir könnten einfach ein Pflaster darauf machen und sagen: Ja, wir installieren Filter auf unserem Telefon. Und wir haben auch einen Rechenschaftspartner.
Und wir machen all diese Dinge, all diese Pflaster und Verbände. Ich habe schon gehört, wie Leute die Geschichte von David und Goliath genommen haben und gesagt haben, dass die Steine, die David aufhob, die Steine seien, die du brauchst, um deinen Goliath zu besiegen. Das würde dich am Ende nur erschöpft zurücklassen und nichts wirklich verändern.
Denn du bist nicht David. Jesus ist David. Er ist derjenige, der unseren Goliath besiegt hat. Er ist derjenige, der den Feind wirklich besiegt hat.
Die Lösung für die Götzen in unserem Herzen wird nie darin bestehen, dass wir einfach mehr versuchen. Die einzige Lösung ist die Schönheit und die Überlegenheit Jesu. Die einzige Lösung ist, Jesus zu erkennen. Bis er unser Schatz ist, werden wir immer nur nach Ersatz suchen.
Und ich sage das voller Liebe: Der Grund, warum du und ich in unserem Leben Götzen haben, ist, weil wir Jesus nicht genug lieben. Die Lösung besteht deshalb darin, ihn klarer zu erkennen und zu sehen. Darüber habe ich vor einer Woche gepredigt, in 2. Korinther 3, dass wir, wenn wir Jesus ansehen, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verwandelt werden.
Aber wir müssen langsam weitermachen in unserem Psalm, denn die Zeit ist fast vorbei. Und ich möchte den letzten und dritten Punkt machen, nämlich, dass wir Ehre spiegeln.
Das Bild, das wir der Welt zurückwerfen
Was soll das überhaupt bedeuten, die Ehre, die wir spiegeln? Nun, in Vers acht heißt es: Diejenigen, die diese Götzen geschaffen haben, und alle, die sich auf Götzen verlassen, sollen alle so werden. Wir werden wie das, worauf wir vertrauen. Und das ist das Problem: Wir werden der Welt ähnlicher, als dass wir von Jesus verändert werden.
Deswegen hat Paulus auch an die Gemeinde in Rom geschrieben: Passt euch nicht dem Weltlauf an, sondern werdet verwandelt in eurem Denken. Das beste erneuerte Denken sieht so aus, dass wir Jesus klarer sehen.
Wie oft predigst du dir selbst das Evangelium? Ich habe fünf Jahre in Niger, Afrika, gearbeitet. Da waren noch drei andere Männer im Team, wir waren zu viert. Wir waren in einer Gegend, in der es nur sehr wenige Christen gab. Deswegen haben wir oft im Gespräch mit anderen über Jesus erzählt.
Wenn wir dann manchmal zum Essen beisammensaßen, gab es eine interessante Unterhaltung. Einer von uns begann zu essen, und wir fragten den anderen: Während wir essen, würdest du uns einfach das Evangelium weitergeben? Unter den vier von uns. Ah, okay.
Wenn wir also zu viert zusammen saßen, um zu essen, dann aßen drei von uns und fragten einfach den übrig gebliebenen: Kannst du uns das Evangelium noch einmal sagen? Ich will diese Geschichte von Jesus noch einmal hören. Vielleicht fangen wir mit Mose an. Oder mit Elia. Oder mit Elias. Und der Vierte würde dann das Evangelium mit den anderen teilen, während die anderen aßen.
Der Grund dafür war, dass das Ultimative am Ende das vertreibt, was nicht ultimativ ist. Also ist mein Gebet für dieses Wochenende, dass wir Jesus klar sehen.
Es gibt einen Charakter in der Bibel, der so beeindruckend ist. Ich schreibe seinen Namen immer an den Anfang der Bibel, aber nicht als etwas Positives. Denn die Realität ist, dass er eigentlich ein schreckliches Vorbild ist. Ich schreibe seinen Namen dort hin, um mich selbst zu warnen. Und der Name lautet Demas.
Demas war ein Mann, der mit Paulus unterwegs war. Er litt mit Paulus. Demas ist mit Paulus gereist, er hat mit ihm gelitten, aber dann ist etwas passiert. Paulus schreibt am Ende seines Lebens, dass Demas ihn verlassen hat, weil er die Welt geliebt hat. Und dann sagt er uns, dass Demas nach Thessalonika gegangen ist. Demas ist nach Thessaloniki gereist.
Und dann fragt man sich: Warum müssen wir das wissen? Nun, die Botschaft ist: Man kann eine Zeit lang gut unterwegs sein, aber die Liebe zu dieser Welt wird am Ende unser Herz erobern und uns wegziehen. Deswegen sagt die Bibel: Wer auch immer die Welt liebt, der hat die Liebe Gottes nicht in sich.
Also, wohin ist Demas gegangen? Nach Thessaloniki. Das ist ein interessantes Wort, zwei Teile: Thessalos und Nike. Nike, Nike, Nike, Viktorie! Nike bedeutet Sieg, deswegen gibt es diese Marke. Aber Thessalos bedeutet „leer“ oder „nichtig“. Demas hat das Werk des Herrn verlassen, um etwas Nichtigem nachzujagen.
Es kann sein, dass du ein Gewinnertyp bist. Du hast vielleicht Erfolg im Leben. Du bekommst vielleicht sogar das, wovon du träumst. Okay, ich will euch applaudieren, super. Aber in der Ewigkeit ist es nichtig. Das ist alles, was du bekommst, weil in der Ewigkeit zählt, was bleibt.
Ich hoffe, du hast es genossen, und jetzt in diesem Moment genießt es weiter. Denn es gibt nur zwei Dinge, die in Ewigkeit weiter Bestand haben: Menschen und das Wort Gottes.
Ich habe noch 30 Sekunden. Wir alle haben die Gelegenheit bekommen, dass wir eine Leidenschaft im Leben haben können. Aber was bedeutet Leidenschaft? Leidenschaft – da steckt ja das Wort Leiden schon drin. Also das, wofür du Leidenschaft hast, dafür bist du auch bereit zu leiden.
Und meine Frage ist dies: Bist du wirklich leidenschaftlich über Christus und für ihn lebendig? Und deswegen ist meine Frage: Hast du wirklich Leidenschaft für Jesus und dafür, für ihn zu leben? Wofür stehst du morgens auf? Und was hält dich vielleicht abends länger wach? Wofür gibst du dein Geld aus? Worüber redest du? Was bist du bereit aufzugeben, um etwas Größeres zu behalten?
Diese Fragen werden wir weiter bewegen. Jesus Christus. Aber mein Gebet ist, dass, wenn wir hier rausgehen, am Ende der Konferenz, deine Leidenschaft für Jesus brennen wird.
