
Matthäus 22,29-3019.05.2026
Serie•Teil 5 / 8Die Frage nach der Auferstehung
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Gott wird Mensch: Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
Gott wird Mensch, Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
Die erste Antwort Jesu auf den Einwand der Sadduzäer
Episode 714 Die Frage nach der Auferstehung Teil 5
Werfen wir einen weiteren Blick auf die Antwort, die Jesus den Sadduzäern gibt. Matthäus 22,29-30.
Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes. Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel.
Der Denkfehler der Sadduzäer bestand darin, dass sie dachten, das Leben nach der Auferstehung der Toten sei einfach eine Fortsetzung des irdischen Lebens, so wie sie es kannten. Dem ist aber nicht so. Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sind wie Engel in den Himmeln.
Das ist also die Begründung Jesu dafür, dass seine Gegner die Kraft Gottes falsch einschätzen. Wer die Auferstehung ablehnt, der macht also mindestens zwei Fehler. Zum einen ignoriert er die Hinweise in der Bibel auf Auferstehung, zum anderen unterschätzt er die Kraft Gottes.
Der Gott, der ein Universum ins Dasein spricht, ist natürlich in der Lage, Menschen aus dem Tod in eine neue Qualität des Daseins zu rufen, das nur wenig mit der Existenz zu tun hat, die wir heute kennen.
Wenn Menschen Gottes Macht klein denken
Wir entdecken diesen Denkfehler im Neuen Testament auch noch an anderer Stelle. Auch die Korinther unterschätzen die Kraft Gottes. Und auch bei ihnen gibt es Prediger, die behaupten, dass es keine Auferstehung der Toten gäbe. Das ist nach Ostern natürlich besonders absurd, denn seit der Auferstehung Jesu haben wir ja so etwas wie einen Prototypen der Auferstehung. Wir haben einen Erstling der Entschlafenen.
1. Korinther 15,20 Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen.
Und wo es einen Erstling gibt, da gibt es auch solche, die nach dem Erstling auferstehen werden. Durch Jesus werden alle Toten lebendig gemacht werden. Allerdings schön der Reihe nach: Erst Jesus, dann die Gläubigen, dann der Rest.
1. Korinther 15,23-24 Jeder aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling Christus, dann die, welche Christus gehören, bei seiner Ankunft; dann das Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt, wenn er alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht weggetan hat.
Glauben trotz offener Fragen
Aber warum glauben die Korinther dann nicht an die Auferstehung? Die Antwort lautet: Weil sie sich das Ganze nicht so recht vorstellen können.
Wichtiger Einschub: Wir müssen nicht alles erklären können, um daran zu glauben. Ich muss nicht wissen, wie Gott etwas macht, um daran zu glauben, dass er es macht. Nur weil ich nicht verstehe, wie mein Handy funktioniert, darf ich ihm trotzdem vertrauen und mich auf die Uhrzeit verlassen, die es anzeigt. Und bei Gott ist es genauso.
Und doch neigen wir dazu, Gott an Stellen zu misstrauen, an denen wir sein Handeln nicht verstehen, wo es uns vielleicht auch irgendwie unmöglich vorkommt. Bei den Korinthern gab es jedenfalls solche kritischen Denker.
1. Korinther 15,35
Es wird aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferweckt, und mit was für einem Leib kommen sie?
Merkt ihr, wo das Problem der Kritiker liegt? Sie fragen nach dem Leib, den die Auferstandenen haben werden. Und die Frage ist doch auch gerechtfertigt, oder? Jede Leiche verwandelt sich nach einiger Zeit in CO2 und Wasser, egal ob man sie verbrennt oder ob sie von Maden gefressen wird. Am Ende ist der Leichnam selbst verschwunden. Wo soll der Auferstandene dann einen neuen Körper herbekommen?
Und das Problem liegt darin, dass die Auferstehungsleugner die Kraft Gottes unterschätzen.
Das Bild vom Samen und der neuen Gestalt
Dabei macht es die Natur vor. 1. Korinther 15,36-37. Dort heißt es: „Du Tor! Was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn. Und was du säst, du säst nicht den Leib, der werden soll, sondern ein nacktes Korn, es sei von Weizen oder von einem der anderen Samenkörner. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er gewollt hat, und jedem der Samen seinen eigenen Leib.“
Das ist ein Vergleich aus der Landwirtschaft. Man sät ein Korn und bekommt eine Pflanze. Das Korn vergeht, und es entsteht daraus etwas ganz Neues. Und genau so wird es im Blick auf die Auferstehung sein. Ein natürlicher Leib wird gesät, vergeht, und ein himmlischer Leib wird daraus hervorgehen. 1. Korinther 15,42-44.
So ist auch die Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Vergänglichkeit, es wird auferweckt in Unvergänglichkeit; es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistlicher Leib.
Merkt ihr, wie hier Paulus mit der Kraft Gottes argumentiert, die sich im Kleinen bereits in der Schöpfung zeigt? Aus dem Natürlichen geht das Geistliche hervor. Und wir dürfen uns da ganz sicher sein, weil Jesus bereits auferstanden ist. Wir haben diese Zusage. 1. Korinther 15,49.
Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.
Als Gläubige wissen wir, dass wir zuerst einen irdischen Leib tragen müssen, um dann einen himmlischen Leib anzuziehen. Wir brauchen diesen neuen Leib, weil er uns passend macht für die Ewigkeit mit Gott.
Die Verwandlung, die für Gottes Reich nötig ist
1. Korinther 15,50
Dies aber sage ich, Brüder: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben, auch erbt die Vergänglichkeit nicht die Unvergänglichkeit.
Wenn es um die Ewigkeit bei Gott geht, dann müssen wir Fleisch und Blut und die Vergänglichkeit loswerden. Dann brauchen wir einen unvergänglichen, herrlichen, kraftvollen und geistlichen Körper. Wir brauchen einen Körper, der passend ist für die Ewigkeit und für die Begegnung mit Gott.
Wir müssen verwandelt werden, ganz gleich, ob wir bleiben, bis Jesus wiederkommt, oder vorher sterben.
1. Korinther 15,53
Denn dieses Vergängliche muss Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen.
Es geht nicht anders. Unsterblichkeit und Unvergänglichkeit sind unsere Bestimmung. Und wir erreichen diese Bestimmung, weil der Gott, an den wir glauben, mächtig ist, Kraft hat und souverän zu Ende bringen wird, was er angefangen hat.
Der Sieg über den Tod als Schlusswort
Und lasst uns diese Episode mit dem Jubel beenden, der sich logisch aus dem Wissen um die Auferstehung ergibt.
1. Korinther 15,54-55: Wenn aber dieses Vergängliche Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Verschlungen ist der Tod in Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?
Weil wir um die Auferstehung wissen, haben wir keine Angst mehr vor dem Tod. Wir wissen, was kommt. Ja, wir wissen, dass das Beste, das Eigentliche, das Unvergängliche noch kommt. Der Tod hat für uns, die wir um die Kraft Gottes wissen und im Glauben ausharren, nichts Bedrohliches. Mit ihm kommt der Sieg, mit ihm kommt die Gewissheit, dass wir am Ziel angelangt sind, mit ihm kommt Fülle von Freuden vor dem Angesicht Gottes, mit ihm kommt das ewige Leben.
Was könntest du jetzt tun? Denke darüber nach, wie sehr du im Tod selbst den Sieg spüren kannst, der durch die Auferstehung Jesu in ihn hineingewoben ist.
Das war’s für heute. Überarbeite und aktualisiere jetzt deine Fürbitte-Liste für das Gottesdienst-Team und alle am Gottesdienst Beteiligten und bete für sie.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden! Amen.
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