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Der größte Schatz – Jesus Christus!

Warum manche Menschen alles riskieren, um Jesus zu haben.
Matthäus 13,4404.01.2015
Suchst du nach dem echten Sinn im Leben? Stellst du dir die Frage, wie andere alles für Jesus riskieren können? Diese Predigt beleuchtet, dass Nachfolge oft Herausforderungen mit sich bringt, aber auch eine immense Lebensfreude und das Finden von Jesus als dem größten Schatz. Sie ermutigt dazu, persönliche Fragen zu stellen: Was hält dich davon ab, Jesus zu folgen? Wie kannst du deinen Glauben im Alltag leben? Bei all dem geht es darum, den verborgenen Schatz – Jesus – zu entdecken, der unser Leben ausfüllend und transformierend ist. Bist du bereit, alles für diesen Schatz zu geben?

Einleitung und Hinführung zum Thema

Herr Präsident! Das ist ja ganz schön schwierig, der Name Hilfsaktion Märtyrerkirche. Den habe ich mir auch nicht ausgedacht. Das ist ein Hilfswerk, das von den verfolgten Christen in Rumänien gegründet wurde und heute weltweit wirkt.
Aber darum soll es gar nicht gehen, sondern heute Nachmittag soll es um dich gehen. Jetzt haben wir das schon in den Zeugnissen gehört. Das hat mich angesprochen, dass Christian gesagt hat, dass Gott das oft ganz anders macht, als wir uns das selber vorgestellt haben. So war es auch in meinem Leben. Wenn es nach meiner Meinung gegangen wäre, dann wäre ich jetzt Missionar in Mosambik. Aber offensichtlich bin ich das nicht. Ich stehe heute hier vor euch.
Wir durften einige Jahre dort arbeiten, und dann hat Gott es ganz anders gemacht. Johannes hat erzählt, wie er in diese weite Welt hinaus wollte, und jetzt träumt er von einem Dienst in Deutschland. Gott macht das ganz anders. Aber die Klammer, der rote Faden von beiden Zeugnissen ist: Er macht es, der Herr macht es.
Und das ist mein Gebet für mich, für euch heute Nachmittag hier, dass wir das ganz neu ergreifen und dass wir das ganz neu fassen dürfen: Der Herr macht es. Der Herr will jetzt auch dich segnen und dich führen.
Das haben wir gerade gesungen: Wer Gott folgt, riskiert seine Träume. Das klingt so wie das Negative, aber dann heißt es ja: Aber Gott bringt euch an sein gutes Ziel. Das ist die Gewissheit, die wir haben.
Ich weiß nicht, was dir wichtig ist, ich weiß nicht, was dich beschäftigt, ich weiß nicht, was dein Leben ausmacht, was dein Schatz ist. Aber heute Nachmittag will Jesus uns zeigen, worauf es im Leben wirklich ankommt und was unserem Leben Ziel und Bestimmung gibt, damit wir echte Lebensfreude finden können.
Ihr Lieben, worauf kommt es denn wirklich an? Und das ist ja das Thema heute Nachmittag, das uns gegeben ist: Es kommt auf diesen größten Schatz an, auf diesen Jesus Christus. Und der Untertitel ist: Warum manche Menschen alles riskieren, um Jesus zu haben.

Der wahre Wert der Nachfolge

Ja, warum ist das denn so? Warum riskieren manche Menschen alles, um Jesus zu haben?
Freunde, bei unserem Thema zeigt sich eigentlich schon das ganze Problem, das ganze Dilemma. Was soll das denn bedeuten: manche Menschen? Ich weiß nicht, ob ihr darüber nachgedacht habt, als ihr euch hier in diesem Raum aufgemacht habt: manche Menschen, ja, warum riskieren manche Menschen alles? Das klingt ja so, als ob andere Menschen weniger riskieren könnten. Also als ob wir hier auf der JuMiKo, wir, die wir hier in Deutschland leben, als ob Nachfolge für uns vielleicht einfacher sein könnte, billiger sein könnte.
Aber die Botschaft des Evangeliums ist: Wir alle, du, ich, wir alle müssen alles riskieren, um Jesus nachzufolgen. Billiger ist Jesus nicht zu haben, auch für uns nicht. Wir müssen entdecken, dass Jesus von dir, von mir alles möchte.
Darum kann ich heute Nachmittag gar nicht so viel von dem Vorbild der verfolgten Christen erzählen, weil ich dann immer die Sorge habe, als ob wir die jetzt auf einen Sockel stellen und denken: Ja, die, wow, die tun das. Aber die Botschaft, die sie dir vorleben, ist: Ihr Zeugnis ist, und du darfst ihnen, du darfst das jetzt auch tun, du darfst jetzt auch alles für Jesus riskieren.
Schlagt mal bitte auf, wenn ihr die Bibel dabei habt, Matthäusevangelium 13,44. Und da ist eine ganz kleine Geschichte von Jesus berichtet, Matthäus 13,44, wo es genau um dieses Thema geht. Und Matthäus schreibt da aus der Predigt von Jesus ein Gleichnis auf, ganz kurz:
Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.
Herr Jesus, jetzt zeig du uns doch, was wir an dir haben und was du von uns erwartest. Amen.

Der verborgene Schatz und die Frage nach echter Freude

Da ist die Rede von einem Schatz. Und vielleicht sagst du heute Nachmittag: Schatz, wo denn, wie denn, was denn? Wo ist denn so ein Schatz in meinem Leben?
Und Matthäus möchte uns mit diesem Gleichnis die Antwort geben: Da ist der Schatz. Jesus selbst ist dieser Schatz.
Und jetzt sagst du vielleicht: Echt, Jesus ist der Schatz? Und die, die unter uns ein bisschen theologisch versiert sind, sagen: Na klar, Jesus ist der Schatz, das ist die richtige Antwort. In Jesus haben wir alles, was wir brauchen.
Aber mal die richtigen Antworten beiseitegeschoben: Wie sieht es denn wirklich aus in meinem Leben und in deinem Leben? Wenn Jesus wirklich dieser Schatz ist, auch für dich und für mich, und jetzt meine ich ganz wirklich, ganz real, wenn Jesus wirklich der größte Schatz ist, Freunde, dann müssten wir doch total aus dem Häuschen sein. Dann sollte uns doch jetzt gar nichts mehr halten. Dann müssten wir doch losstürmen zu einem Schatz. Dann müssten wir ihn doch ergreifen, koste es, was es wolle.
Und genau das sagt unser Text: Da war ein Mann, der hat diesen Schatz gefunden, und der ging mit Freuden los. Der hat alles verkauft, was er hatte, und er wollte nur noch diesen Schatz haben, nur noch Jesus haben.
Haben wir das schon so erkannt? Gebe ich alles für Jesus hin? Bin ich so aus dem Häuschen? Ist Jesus mein Ein und Alles?
Und jetzt möchte ich dich heute Nachmittag mal fragen: Prüf dich mal, frag dich mal ganz persönlich: Ist das so bei mir? Lebe ich das so? Wie ist das denn bei dir, wie ist das denn bei mir? Merken unsere Freunde, merken unsere Nachbarn, merken unsere Kollegen etwas von unserem Glauben? Oder bleibe ich angesichts dieses Schatzes in meinem Leben manchmal ganz stumm?
Was prägt mich, was treibt mich an? Was prägt dich, was treibt dich an?

Warum der Schatz verborgen bleibt

Und ich habe eine Frage: Woran liegt es eigentlich, dass dieser Schatz, dass diese Botschaft, dass dieser Herr Jesus oft so ganz unscheinbar daherkommt? Hast du dich das schon einmal gefragt? Woran liegt das?
Und jetzt gibt Jesus selbst die Antwort. Er sagt, das liegt daran, dass dieser Schatz im Acker verborgen ist. Dieser Schatz ist verborgen, daran liegt es. Jesus sagt das in diesem Gleichnis, das ist die Erklärung: verborgen.
Vielleicht darf ich einmal ganz kurz persönlich anmerken, wie es mir in meinem Leben gegangen ist. Wisst ihr, in einer tiefen Krise in meinem Leben, als mir alles in meinem Leben weggebrochen war, da habe ich eines gemerkt: Jesus, der hält mich, nur noch Jesus. Das habe ich am Tiefpunkt meines Lebens gemerkt.
Und genau das sagt Matthäus: Da ist der Schatz an den Tiefpunkten des Lebens, er ist verborgen. Als ich dachte, ich würde in einen Abgrund stürzen, da hat Jesus mich gehalten. Als ich dachte, ich müsste unter meiner Sünde zerbrechen, hast du das auch schon einmal erlebt, da hat Jesus mir vergeben.
Und wenn ich jetzt in meinem Leben zurückblicke, dann merke ich: Das sind die besten Zeiten gewesen. Das waren die besten Zeiten, in denen ich ganz nah bei diesem Jesus war, in denen ich gespürt habe: Gott sieht mich, Gott segnet mich, und ich darf in seinem Namen und in seinem Dienst etwas tun.
Das waren ganz normale Sachen. Das waren Jugendfreizeiten, wo ich mit jungen Leuten wie euch zusammen war und wo wir miteinander Gottes Wort studiert haben. Und auf einmal merkte ich: Da ist Gott da. Tolle Zeiten!
Das waren Zeiten, wie zum Beispiel eine Zeit, als wir in der Mission gearbeitet haben, eine Evangelisationswoche, wo Hunderte von Menschen zum Glauben gekommen sind und ich durfte dabei sein. Das waren Konzerte, die wir durchgeführt haben, und wo wir von dem Zeugnis der verfolgten Gemeinde erzählt haben. Und wo dann Menschen mit Tränen in den Augen in der Veranstaltung saßen und sich gefragt haben: Wie ist das eigentlich bei mir? Und ich durfte dabei sein.
Und das sind wertvolle Zeiten in meinem Leben. Das sind Schätze in meinem Leben, wo ich merkte: Mein Leben darf etwas sein in diesem großen Reich Gottes.
Und darum bist du ja auf der Jumiko, um das für dich zu entdecken: Was hat Jesus mit dir vor?

Zwischen Nähe zu Jesus und der Gefahr des Kompromisses

Das sind Schätze, ihr Lieben. Und dann gibt es leider, und da sage ich euch, das ist peinlich, wieder andere Zeiten in meinem Leben. Zeiten, in denen ich Abstand genommen habe, in denen ich das nicht so genau genommen habe, in denen ich Kompromisse eingegangen bin. Und wo mir auf einmal wegen der Sünde in meinem Leben dieser Schatz wieder zwischen den Fingern zu zerrinnen schien. Wo ich Jesus nicht Herr über alles sein lassen wollte.
Und dann habe ich gemerkt: Diese oder jene Sünde, die macht mich doch nicht froh, dich doch auch nicht. Sondern nur Jesus kann unser Leben reich machen, nur Jesus kann unser Leben froh machen. Und wer Jesus hat, der hat doch alles, was er zum Leben braucht. Wer ihn hat, der hat den Schatz, der hat das Leben. Und angesichts dieses Schatzes ist alles andere bedeutungslos.
Und ich möchte heute Nachmittag mit euch zusammen diesen Schatz entdecken. Dieser kleine Abschnitt, dieses kleine Gleichnis, ist Teil einer Predigt von Jesus in Matthäus 13. Ich kann uns die ganze Predigt nicht lesen, aber vielleicht nehmt ihr euch heute Abend mal Zeit, dieses Kapitel 13 zu lesen. Da berichtet Matthäus die Predigt von Jesus und das Predigtnachgespräch, das Jesus mit seinen Jüngern hatte.
Die Predigt hat Jesus am See für die große Volksmenge gehalten. Und nachher nahm er seine Jünger mit, und dann gingen sie in die Wohnung. Und dann war das eine Zeit mit Jesus ganz allein. Und dann konnten die Jünger Jesus ihre ganz persönlichen Fragen stellen. Und das darfst du heute Nachmittag auch. Jesus, was hast du für mich vor? Was ist dein Ruf, dein Plan für mein Leben?
Und ich möchte heute Nachmittag Jesus ein paar Fragen stellen.

Der Angriff auf das Wort und die Notwendigkeit des Zugreifens

Die erste Frage ist: Jesus, warum lässt mich denn dieser Schatz oft so kalt? Und mit dieser Frage fängt Jesus seine Predigt hier in Matthäus 13 an.
Am Anfang seiner Predigt erzählt Jesus das Gleichnis von einem Sämann. Ein Sämann, der hinausgeht und seine Saat sät. Die Saat fällt auf den Boden, auf den Acker, auf Felsen, unter Dornen und auf den Weg. Das erzählt Jesus in seinem ersten Gleichnis.
In diesem Gleichnis beschreibt Jesus, wie es kommt, dass uns die Botschaft des Evangeliums oft so kalt lässt. Jesus erklärt das und sagt: Die Antwort ist, da ist ein Böser. Da ist ein Böser, und wenn du das Wort Gottes hörst, dann kommt der Böse und will dieses Wort gleich wieder aus deinem Herzen reißen.
Jemand hat einmal gesagt: Weißt du, Jesus ist dir oder der Teufel ist dir dann am nächsten, wenn Jesus und das Wort von Jesus dir verkündigt werden. Nämlich jetzt in so einer Veranstaltung. Der Teufel kommt und will dir das aus dem Herzen reißen.
Und jetzt verstehen wir: Dass uns dieser Schatz oft so kalt lässt, hat einen Grund. Und der Grund ist der, dass da ein Feind ist, dass da ein Böser ist, der uns dieses Evangelium wieder aus dem Herzen reißen möchte: der Teufel.
Diese Geschichte spielt sozusagen zwischen Himmel und Hölle. Aus dem Himmel, von Jesus her, da kommt diese Saat, da kommt dieses Evangelium, da kommt diese gute Nachricht, die dich erreichen möchte. Und aus der Hölle, vom Teufel her, da kommt der Böse, der das Wort Gottes wieder aus deinem Herzen herausreißen möchte. Freunde, da müssen wir aufpassen.
Und jetzt sagst du: Aber wie soll ich denn da aufpassen? Was soll ich denn da tun? Und nun sagt Jesus mit dem Gleichnis vom Schatz im Acker: Das musst du tun, du musst zupacken. Wenn du spürst, dass Gott zu dir spricht, wenn du spürst, dass Jesus dich sieht, dass er dich anspricht, dann pack zu. Dann nutze diese Chance. Dann lass diese Gelegenheit nicht vergehen. Du darfst nicht zögern.
Es geht hier nicht um einen netten Film wie Jäger des verlorenen Schatzes oder Fluch der Karibik. Es geht hier nicht um Captain Sparrow. Es geht um dein Leben. Es geht um dich. Es ist kein Spiel. Jesus sucht dich.
Und wenn dir das Wort heute Nachmittag hier in deiner Gemeinde, in deinem Hauskreis, in deinem Jugendbibelkreis, wo auch immer, ins Herz fällt, dann pack es. Dann ergreif es und lass es dir nicht wieder aus der Hand reißen. Freunde, wir müssen, was das Evangelium angeht, alles auf eine Karte setzen.
Und der Mann, der den Schatz gefunden hat, der hat ihn zunächst wieder verborgen. Er wusste, da sind Feinde. Er wusste um die Gefahr. Aber dann hat er nicht gezögert, sondern ging hin, hat das sofort klargemacht, hat alles verkauft und diesen Acker gekauft, damit er diesen Schatz hat. Und das hat sein ganzes Leben verändert.
Er gibt alles her, was er in dieser Welt angehäuft hat. Aber was ist denn das alles, was du, was ich in dieser Welt haben, angesichts dieses Schatzes? Und gerade so wie dieser Mann musst du es machen: es packen, es ergreifen und es nicht mehr loslassen.

Verfolgung, Druck und das Zeugnis der Standhaftigkeit

Und Jesus erzählt dann noch, dass der Böse auch anders angreifen kann: durch Bedrängnis, durch Verfolgung, durch Sorgen, sogar durch Reichtum. Das ist vielleicht unser Problem, der Materialismus in Deutschland. Aber das Ziel ist immer das Gleiche: Er will das Wort ersticken. Das Wort soll keine Wurzeln schlagen, das Evangelium soll zum Schweigen gebracht werden.
Die gute Nachricht ist: Jesus ist stärker.
Ich war vor kurzem im Sudan, ihr wisst das. Da war diese Mariam Ibrahim zum Tode verurteilt. Sie war dort im Frauengefängnis in Khartum eingesperrt. Sie wartete auf ihre Hinrichtung, hochschwanger, im achten Monat schwanger. Sie hatte draußen einen Mann und einen Sohn, und sie war dort im Gefängnis zum Tode verurteilt wegen des Abfalls vom Islam.
Inzwischen, das habt ihr mitbekommen, hat sie das Kind bekommen. Sie ist über Italien nach Amerika. Sie ist in Sicherheit. Diese Geschichte ist für sie gut ausgegangen.
Und die Regierung dort, der Richter, der hat diese Mariam Ibrahim noch mal bestellt und hat gesagt: Wir können dich gehen lassen, du kannst zu deinem Mann gehen, du kannst in die Freiheit gehen, zu deinem Kind. Du musst nur den islamischen Glauben annehmen. Und sie hat gesagt: Ist das euer Gesetz? Und er hat gesagt: Ja. Und dann hat diese Frau gesagt: Wenn das euer Gesetz ist, dann müsst ihr mich töten.
Die Welt versucht, das Evangelium zum Schweigen zu bringen, aber Christen können durch die Kraft Jesu diesem Druck der Welt widerstehen.
Ich war dann im Sudan. Wir sind um dieses Frauengefängnis in Khartum herumgefahren. Wir haben für diese Mariam Ibrahim gebetet. Und dann habe ich die Gemeinde dort besucht im Sudan, und es hat mich interessiert: Wie reagieren jetzt die Christen auf diese Anfechtung, auf diese Gefahr?
Ich habe mit einem jungen Mann, einem Theologiestudenten, dort gesprochen in Khartum. Und dann habe ich ihn gefragt, wofür können wir denn beten, wir hier, für euch junge Männer, Frauen in Khartum, die ihr dort auf der Bibelschule seid? Und dann hat dieser Mann gesagt: Oh, Mut. Ich sage: Mut? Wofür? Mut, damit wir ihnen das Evangelium sagen. Und ich sage: Ihnen? Und dann hat er gesagt: Wir wollen den Muslimen in unserem Land das Evangelium sagen.
Und diese Mariam Ibrahim war in dem Moment in der Todeszelle wegen genau dieser Sache, weil die Regierung nicht möchte, dass Muslime von Jesus hören, weil sie es nicht ertragen kann, wenn Muslime Christen werden. Und in genau der gleichen Situation sagt dieser junge Mann zu mir: Bete, dass Gott mir Mut schenkt, dass ich treu das Evangelium sagen kann.
Der Teufel will das Evangelium in dieser Welt zum Schweigen bringen, und er tut das durch Verfolgung. Oder vielleicht tut er das bei uns so, dass uns manchmal das peinlich wird, dass wir uns genieren. Und dann möchte ich dich bitten: Gib dem Teufel keine Chance! Bete: Herr Jesus, nimm doch jetzt meine Befindlichkeit mir weg, dass ich oft nicht den Mund aufkriege. Nimm mir das doch weg. Mach mich frei und gebrauche mich doch auch, dein Wort in meiner Schule, in meiner Ausbildung oder wo auch immer zu bekennen.
Das ist doch unsere Berufung, nicht nur im Sudan.
Und wenn so ein junger Mann im Sudan angesichts einer Todesgefahr beten kann: Herr, schenke mir Mut, meint ihr nicht, dass ihr heute Nachmittag auf der Jumiko das auch beten könnt? Hey, jetzt mach uns mutig, mach uns stark. Und wenn wir alle hier, ich weiß nicht, wie viel wir dieses Jahr sind, vielleicht 5 Leute, hinausgehen in diese Welt oder sogar uns aussenden lassen in alle Welt: Was will Gott tun und was kann Gott tun durch uns?
Der Ohren hat zu hören, der höre. Jesus sagt: Pass auf, pass jetzt bitte auf und lass dieses Wort nicht aus deinem Herzen herausgerissen werden. Bitte doch, Jesus, lass das Wort in meinem Herzen Wurzeln schlagen und Frucht tragen.

Zeugnis aus dem Sudan und die Kraft des Glaubens

Wir haben heute Nachmittag einen Gast hier. Es heißt ja Bibelarbeit und Interview, und unser Gast ist Yasir Erek. Vielen Dank, Yasir, dass du hierher gekommen bist. Ja, dürfen wir ruhig klatschen?
Yasir kommt aus dem Sudan. Er arbeitet bei der Akademie für Weltmissionen und ist ein guter Freund. Das letzte Mal, als wir zusammen einen Dienst tun durften, war das total spektakulär. Das war in einer baptistischen Gemeinde, und hinterher hat der Pastor dieser Gemeinde eine E-Mail geschrieben und gesagt: So etwas haben wir noch nicht erlebt. Nach diesem Gottesdienst waren eine Handvoll Jugendliche sofort bei mir und wollten sich taufen lassen, weil sie es jetzt festmachen wollten, dieses Leben mit Jesus.
Yasir hat ein ganz bewegendes Zeugnis, und ich möchte dir jetzt erst einmal eine Frage stellen. Yasir, du kommst aus dem Sudan. Wie ist das denn in den Ländern, wo Christen verfolgt werden? Wie ist das denn da mit der Saat, fällt denn da überhaupt etwas auf guten Boden?
Ja, eigentlich ist es in diesen Ländern wie im Sudan, wo du gesagt hast, da kommen nicht nur Menschen zum Glauben, sondern Menschen werden verfolgt. Sie gehen ins Gefängnis. Sie werden dafür bestraft. Aber in meinem Dienst, und als ich viele Leute in diesen Ländern getroffen habe, hat sich niemand davon abschrecken lassen. Ich gebe euch einfach ein Beispiel von meinem Onkel, der auch zum Glauben gekommen ist, bevor ich zum Glauben gekommen bin. Er war zehn Jahre lang im Gefängnis in Khartum, ganz in der Nähe von dem Ort, wo diese Mariam war. Und in diesen zehn Jahren im Gefängnis in Khartum hat er die große Gemeinde im Gefängnis gegründet. Da sind so viele Muslime im Gefängnis zum Glauben gekommen, weil Jesus Christus lebt.
Wow, eine Gemeinde im Gefängnis unter den Muslimen, das ist toll, was Gott tun kann.
Yasir, du kennst jetzt ja beide Seiten. Du kennst die Welt der Verfolgung, und das ist nicht nur der Sudan, das sind andere Länder wie Irak, Syrien, insgesamt 64 Länder. In diesen Ländern leben mehr als 200 Millionen Christen. Aber welche Taktik ist denn jetzt eigentlich für die Gemeinde gefährlicher: die Taktik des Teufels, die Gemeinde zu verfolgen, oder bei uns der betrügerische Reichtum? Wie würdest du das beurteilen?
Einmal habe ich eine Geschichte gelesen von einem Frosch. Man sagte, wenn jemand den Frosch in heißes Wasser schmeißt, dann springt dieser Frosch heraus. Die große Gefahr für diesen Frosch ist aber, wenn er in kaltes Wasser kommt und dieses Wasser dann ganz langsam wärmer und wärmer und wärmer wird. Dann erstickt und stirbt er, ohne es sozusagen zu merken.
Und das finde ich hier ein großes Problem in der freien Welt, sozusagen, wie man das nennen kann. Wo die Freiheit ist, wo alles egal ist und wo man alles hat. Man muss hier in Deutschland nicht beten, damit die S-Bahn pünktlich kommt, das war vor Stuttgart 21. Man muss nicht beten, dass man krankenversichert ist, und das ersetzt Gott in unserem Leben. Das finde ich eigentlich tragisch und problematisch.
Als ich im Sudan war, war ich im Gefängnis. Ich wurde verfolgt, ich wurde von meiner Familie sozusagen weggeschickt, und ich durfte nie nach Hause gehen. Aber in diesen tiefen Momenten der Verfolgung, in der dunklen Nacht in der Zelle, habe ich Jesus Christus dort mehr erfahren als in der Freiheit hier in Deutschland.
Und das wünsche ich von jedem von uns, dass wir nicht erst, wenn wir durch die Verfolgung kommen, näher zu Jesus Christus kommen, sondern auch aus unseren Situationen sagen: Herr, ich danke dir. Ich lebe in diesem Land, in der Freiheit. Was kann ich für dich tun? Und deswegen gibt es eine Menge Sachen, die wir von verfolgten Christen sozusagen lernen können.
Ganz herzlichen Dank. Ich habe gleich noch ein paar weitere Fragen, aber jetzt machen wir erst einmal weiter mit unserer Bibelarbeit.

Die unvollkommene Gemeinde und der Kampf um das Reich Gottes

Wir können viel von der verfolgten Gemeinde lernen. Er hat Jesus ganz besonders im Gefängnis erfahren, weil es an den Tiefpunkten unseres Lebens ist, wo wir oft erst diesen Schatz entdecken. Denn es ist ein Schatz, der verborgen ist.
Jetzt zu meiner zweiten Frage in unserer Bibelarbeit an Jesus: Jesus, warum ist denn die Gemeinschaft der Schatzsucher, warum ist denn die Gemeinde oft so unperfekt? Hast du dich das vielleicht auch schon einmal gefragt?
Meine erste Frage war: Warum lässt mich das oft so kalt, Jesus? Und Jesus hat gesagt: Weil da jemand ist, der dir den Schatz rauben will.
Und meine zweite Frage: Warum ist denn die Gemeinde oft so unperfekt? Jesus will mit seiner Predigt bei uns Glauben wecken. Und das funktioniert auch, denn wir können das ja bei uns selbst überprüfen. Du kannst das jetzt hier heute Nachmittag überprüfen. Stimmt das? Ist das bei dir so, ist das bei mir so? Ist es dir schon einmal so ergangen, dass dich das Wort der Bibel kaltgelassen hat? Davon erzählt Jesus. Ist es dir schon einmal so gegangen, dass dir die Begeisterung über die Bibel wieder verflogen ist?
Das kannst du ja bei dir selbst überprüfen, ob Jesus recht hat. Und wenn du merkst: Mensch, da bin ich auf der richtigen Spur, Jesus hat da etwas in meinem Leben aufgedeckt, dann kannst du ihm auch vertrauen, was die anderen Dinge angeht. Darum erklärt Jesus uns das, damit wir das selbst sehen können, ob das stimmt und ob wir das auch so erfahren.
Also: Warum ist denn die Gemeinde oft so unperfekt? Das ist ja gerade so, wenn ich mir manche Gemeinden anschaue, und es geht ja nicht um eine bestimmte, sondern um alle möglichen, dann kann man sich ja manchmal an den Kopf fassen und sagen: Jesus, was soll das eigentlich mit der Kirche? Da sind ja die Christen auch nicht besser als ich, da sind ja auch alle so wie ich. Und Jesus sagt: Richtig, das stimmt. Und dann erklärt er uns das in einem weiteren Gleichnis, und er sagt: Da wurde nicht nur gute Saat ausgesät, sondern da war ein Feind, und er hat mitten unter dieser guten Saat das Unkraut gesät. Und da wächst jetzt beides miteinander und durcheinander. Und darum sagt Jesus: Darum gibt es keine perfekte Gemeinde.
Jesus erzählt dieses Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen, damit wir das verstehen. In dieser Welt, ihr Lieben, ist das nicht so eindeutig, was das Reich Gottes angeht. Und es ist ja nicht einmal in deinem und nicht in meinem Leben so eindeutig. Wir selbst stehen doch in dieser Spannung, dass da dieser Kampf noch in uns tobt.
Aber jetzt sagst du vielleicht: Mensch, da muss man doch etwas tun. Das kann doch nicht einfach so sein. Die Gemeinde müsste doch viel attraktiver sein. Soll man nicht das Unkraut herausreißen?
Und nun sagt Jesus: Nein, das geht nicht. Denn ihr würdet den Weizen mit dem Unkraut herausreißen. Ihr könnt das doch gar nicht beurteilen, ihr könnt den Unterschied oft doch gar nicht selbst feststellen. Es ist doch bei euch selbst nicht so eindeutig.
Jesus weiß um den Kampf in dieser Welt. Er weiß um den Feind, und er weiß, dass wir zwischen Himmel und Hölle sozusagen stehen, umkämpft. Weißt du, dass dein Leben umkämpft ist? Und jetzt muss es dich gar nicht wundern, dass bei dir oft Dinge schiefgehen. Das hat einen Grund, weil deine Seele umkämpft ist.
Und das beschreibt Jesus hier: Da ist ein Teufel, der kämpft zwar auf verlorenem Posten, der hat zwar nicht viel Zeit, aber er geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er ergreifen kann, um ihn zu verschlingen. Jesus ganz anders. Jesus hat alle Zeit der Welt, Jesus hat alle Macht. Die Machtfrage ist geklärt, Jesus ist der Sieger. Das Evangelium ist die Siegesbotschaft Jesu. Jesus kann auf den Ausgang der Geschichte warten.
Und darum sagt er ganz ruhig zu seinen Jüngern: Lasst es beides miteinander wachsen, lasst es beides miteinander wachsen. Es wird einmal bewertet werden, es wird einmal gerichtet werden. Aber im Moment ist noch die Zeit der Gnade. Weißt du das? Jetzt ist die Zeit der Gnade. Jetzt sucht Gott dich, und jetzt möchte Gott dich gebrauchen, dass durch dich andere von diesem Gnadenangebot Gottes erfahren. Ergreife die Gnade.
Bitte Jesus selbst, jetzt in deinem Leben diese Trennung vorzunehmen: Herr, nimm doch die Sünde aus meinem Leben raus, nimm doch dieses Unkraut aus meinem Leben raus, nimm doch dieses Unschöne aus meinem Leben raus. Jesus, behüte mich vor dem Übel. „Jesus, führe mich an deine Hand, dir will ich mich anbefehlen.“
Und dann dürfen wir als der gute Same, als die Kinder des Reiches, dieser Welt die Botschaft des Evangeliums bringen. Wer Ohren hat, der höre, sagt Jesus. Jesus, du musst doch jetzt in meinem Leben aufräumen, du musst doch jetzt etwas sichtbar werden lassen von deiner Herrschaft in meinem Leben.
Wir sind doch alle solche irdischen Gefäße, sind doch gar nicht so toll anzusehen mit dem, was wir vorzuweisen haben. Aber Herr, jetzt schenke doch, dass etwas durchscheint von dir durch uns. Und Gott will das tun, Gott will das tun. Wie in diesem Anbetungslied: Du hast Gnade um Gnade gegeben, dich wieder spiegelnd erzählt unser Leben von deinem Licht.
Von deinem Licht: Lass dein Leben von diesem Licht Jesu etwas erzählen, in aller Gebrochenheit, in aller Schwachheit. Ist doch bei mir auch nicht anders. Aber er kann es tun, er will es tun.

Das unscheinbare Reich und seine weltweite Wirkung

Eine dritte Frage an Jesus:
Jesus, warum erscheint denn dieser Schatz oft so unscheinbar?
Die erste Frage war: Jesus, warum lässt mich der Schatz oft so kalt? Die zweite Frage: Warum ist die Gemeinde so unperfekt? Weil da ein Feind dazwischen sät. Da dürfen wir Jesus bitten, dass er uns vor diesem Feind bewahrt und dass er durch uns etwas sichtbar werden lässt von seiner Gnade.
Aber jetzt: Warum ist der Schatz oft so unscheinbar? Daran kann man ja verzweifeln. Warum ist das oft so bescheiden mit dem Reich Gottes? Warum ist das oft so wenig toll mit der Botschaft von Jesus? Warum können wir so wenig Staat machen? Warum macht das so wenig Eindruck, das Evangelium?
Das war ja nicht immer so. Ganz am Anfang seines Wirkens wurde Jesus vor eine Wahl gestellt. Kennt ihr die Geschichte, Matthäus 4? Da hat der Teufel ihm vorgeschlagen: Mensch, du könntest doch die ganz große Show abziehen, so mit Wunder runterspringen, so Bungee-Jumping, aber ohne Bungee, also ohne Seil, einfach mal so, und die Engel werden dich dann erhalten. Und du kannst Brot vermehren, du kannst die Leute zufriedenstellen.
Und mal ganz ehrlich: Das ist doch eine Versuchung, die wir auch kennen. Das wäre doch toll: Weltfußballer, die sich zu Jesus bekennen, Politiker, die sich für die Gemeinde einsetzen, Fernsehstars in unseren Gottesdiensten, tolle Bilder, tolle Aktionen, coole Sachen.
Und dann merkt Jesus, was das für eine Frage ist. Und Jesus sagt zu dem Versucher: Du meinst nicht, was Göttliches ist, sondern was Menschliches ist. Und er weist das zurück.
Und weil wir das so schwer verstehen, darum erklärt Jesus uns das jetzt in seiner Predigt mit einem Bild. Und das ist ein anderes Gleichnis. Also ihr müsst heute Abend unbedingt mal Matthäus 13 lesen, das Matthäusevangelium. Das ist das Gleichnis vom Senfkorn und vom Sauerteig. Und da sagt Jesus: Mit dem Himmelreich ist das total unscheinbar, wie mit so einem kleinen Senfkorn, wie mit so ein bisschen Sauerteighefe. Aber es entfaltet eine große Kraft. Es hat eine unglaubliche Wirkung.
Mich bewegt das immer so an Weihnachten. Wir kommen ja gerade von Weihnachten. An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu. Aber wie fing das denn damals an? Da waren ein paar Hirten auf dem Feld. Und heute, zweitausend Jahre später, feiern Hunderte und aber Hunderte von Millionen Christen Weihnachten, die Geburt Jesu Christi.
Was ist da für eine mächtige Bewegung entstanden, die Jesus-Bewegung. Und du und ich, wir dürfen heute Teil dieser einen Bewegung sein. Eine mächtige Bewegung.

Hoffnung für verfolgte Länder und die Kraft des Evangeliums

Yasir, jetzt habe ich noch eine Frage an dich. Trotz dieser mächtigen Bewegung sieht das ja mit dem Evangelium oft ganz schön unscheinbar aus, gerade in den islamischen Ländern mit dem islamistischen Terror usw. Warum ist es denn nicht hoffnungslos mit dem Evangelium in den muslimischen Ländern?
Es ist nicht hoffnungslos, weil Jesus Christus lebt. Und weil Jesus Christus uns liebt, können wir keine Angst haben vor ISIS oder Terror. Und wo die Verfolgung groß ist, dort wird die Gemeinde jeden Tag größer. Von daher müssen wir wissen, dass Jesus Christus mächtig und allmächtig ist. Das höre ich oft, wenn ich im Irak bin: Die Christen haben keine Angst vor ISIS, weil sie an Jesus Christus kleben. Und ich glaube, solange wir diese Gewissheit in Jesus Christus haben, werden wir keine Angst vor Islamismus, ISIS oder Al Shabab oder wie sie alle heißen.
Wow, an Jesus kleben, das ist ein tolles Bild. Aber sag mal: Im Irak, in Syrien, da ist es doch so gut wie aus mit der Kirche, oder sehen wir das hier falsch?
Richtig, das sind viele Menschen, die vielleicht ausgehen. Allerdings steigt die Zahl der Muslime, die zum Glauben kommen, jeden Tag. Vielleicht werden wir eines Tages einen Nahen Osten haben, in dem die traditionellen Christen das Land verlassen haben, aber die Muslime, die tagtäglich zum Glauben kommen. Wir erfahren heute im Nahen Osten eigentlich Kirchengeschichte. Die Apostelgeschichte wird vor unseren Augen in diesen Ländern geschrieben, trotz ISIS und all diesen Terroristen, die in diesen Ländern unterwegs sind.
Und wir sollen nicht vergessen: Der große Terrorist ist vor der Tür von Damaskus zum Glauben gekommen und ist ja der Apostel Paulus geworden. Und viele von denen kommen auch im Irak zum Glauben. Die, die ihn hassen, kommen zum Glauben an ihn und werden vom Saulus zum Paulus.
Wir haben einen Brief aus Syrien bekommen. In Syrien ist die Situation für die Christen ganz katastrophal. Da hat uns eine Pastorenfrau erzählt, dass sie gebetet haben, dass Gott etwas in Syrien tun solle. Das war vor dem Krieg und vor den Bomben. Dann kam der Krieg, und dann kamen die Bomben. Und man hat sich gefragt: Ja Gott, wir haben doch gebetet, was soll das jetzt?
Dann hat sie erzählt: In ihrer Gemeinde kamen sonntags zweihundert Leute zum Gottesdienst. Und in dieser Gemeinde feiern sie jetzt in der Woche dreizehn Gottesdienste, und es sind dort mehr als viertausend Gläubige, die sich Woche um Woche unter dem Wort Gottes versammeln. Das tut Gott.
Freunde, Gottes Reich ist in dieser Welt gar nicht aufzuhalten. Gott baut sein Reich allen Widrigkeiten zum Trotz. Und das ist jetzt auch ein Wort des Evangeliums für dich, allen Schwierigkeiten und allen Wirrungen und allen Sorgen in deinem Leben zum Trotz, was auch immer dich heute Nachmittag hier so sehr runterdrückt. Du darfst wissen: Jesus ist stärker, und Jesus kommt auch in deinem Leben zum Ziel, wenn du nur dein kleines, armseliges, zittriges Leben in seine Hand legst.
Und dann dürfen wir das erfahren: Er kommt zum Ziel, wie dunkel es auch immer aussehen mag. Das ist das Evangelium. Niemand und nichts kann Jesus aufhalten. Der, der in dir angefangen hat das gute Werk, der wird es auch vollenden. Darum darfst du ihm dein Leben mit allen Nöten anvertrauen. Er will sich deiner annehmen und dich mehr und mehr verändern. Wer Ohren hat zu hören, der höre, sagt Jesus.

Persönliche Entscheidung und der Preis der Nachfolge

Ach Herr, jetzt führ doch dein Werk in meinem Leben fort, so kannst du beten. Lass mich doch Teil sein dieser weltweiten Bewegung. Bau du doch dein Reich auch durch mich.
Das war das, was ich am Anfang sagte. Das sind in meinem Leben die tollsten Erinnerungen, wo ich das spüren durfte, dass ich Teil sein durfte, ein kleines Teil dieser Arbeit, die der Herr tut.
Und so beantwortet Jesus in seiner Predigt unsere Fragen. Und dann ziehen wir uns mit ihm zurück. Jetzt entlässt er das Volk, und dann kommt das Predigtnachgespräch. Ihr lestet das ja heute Abend mal, Matthäus Evangelium 13.
Und jetzt wird es ganz persönlich. Nun spricht Jesus mit dir und mit mir. Und jetzt sagt Jesus uns: Jetzt bleib dran, bleib dran, gib nicht auf, suche, jage diesem Schatz nach. Und darum erzählt er das Gleichnis vom Schatz im Acker und von der köstlichen Perle.
Und wir fragen natürlich schüchtern und ängstlich Jesus: Was muss ich denn tun? Kostet mich denn dieser Schatz wirklich alles, wirklich alles, wirklich alles?
Und jetzt sind wir ja unter uns. Jesus hat die grosse Volksmenge entlassen, und jetzt ist Hauskreis-Atmosphäre. Und jetzt spricht Jesus mit dir und mit mir, und er sagt: Ja, alles. Das ist Nachfolge.
Und dieser reiche junge Mann, der ging traurig weg, weil er das nicht wollte. Aber er war traurig. Und der Mann in unserer Geschichte geht mit Freuden hin, geht mit Freuden hin und gibt alles. Was willst du denn mit allem ohne Jesus? Und Jesus sagt: Ja, billiger ist das nicht zu haben. Billiger ist dieser Schatz, billiger ist das Reich Gottes nicht zu haben.
Und da erschrickt natürlich mancher von uns: Muss ich denn wirklich alles geben? Und Jesus sagt: Ja. Aber weisst du, dieser junge Mann, dieser reiche Jüngling, wie es in der Lutherbibel heisst, der dann traurig wegging, das willst du doch nicht sein.
Und dann war ein anderer da, der hiess Stephanus, und der hatte die Ehre, der erste Märtyrer der jungen Gemeinde zu werden. Und dieser Stephanus hat sein ganzes Leben gegeben, aber er war nicht traurig, sondern lest das mal in der Apostelgeschichte: Er lächelte, als sie ihn steinigten.
Warum, war der blöd? Weil er in dem Moment den Himmel offen sah. Weil er den Himmel offen sah.
Freunde, wenn ihr den Himmel offen sehen wollt, wenn ihr euer Leben mit Jesus leben wollt, billiger ist Nachfolge nicht zu haben. Für diesen Schatz, für die Perle, lohnt sich jedes Opfer. Aber es ist doch gar kein Opfer.
Was haben wir denn zu geben? Was hast du denn zu geben? Was habe ich denn zu geben? Mein ich-bezogenes, sündiges, kompliziertes, schwieriges Leben, das gebe ich Jesus. Was habe ich denn? Jetzt denkt doch nicht gleich an Geld.
Wie ist denn euer Leben? Ist das denn alles so toll? Was haben wir denn zu geben? Ist es nicht auch oft notvoll, unser Leben? Und Jesus sagt mir: Gib mir deine ganze Schose her. Und er will uns ein neues Leben schenken.
Jesus ist doch nicht daran interessiert, dass wir bei diesem Handel jetzt irgendwie übervorteilt werden, sondern er will uns überreich beschenken. Er redet von diesem Schatz.
Es gab im letzten Jahrhundert einen Missionar, Jim Elliot, dessen grosser Wunsch war es, den Auca-Indianern das Evangelium zu bringen. Das hat er auch getan. Und in den entscheidenden Vorbereitungen, da kam sein Sohn und sagte zu ihm: Nimm doch das Gewehr mit. Weil sie wussten um die Gefahr.
Und der Vater sagt zu seinem Sohn: Ich kann das Gewehr nicht mitnehmen, denn wenn ich mich verteidigen und einen von ihnen töten würde, dann würden sie sterben, ohne etwas über den Erlöser zu wissen. Wenn ich sterbe, ist das nicht so schlimm, weil ich den Erlöser schon kenne.
Und dieser Jim Elliot hat gesagt: Der ist kein Narr, der loslässt, was er sowieso nicht halten kann. Wir können dieses Leben nicht halten, um zu gewinnen, was man nie wieder verlieren kann: das ewige Leben.
Freunde, es geht ja nicht um Geld. Es geht um dein Leben, um dein Verhalten, was du machst, dass du in der Schule jetzt nicht mehr so mitmachst, wenn der Lehrer verlästert wird oder wenn alle irgendwie eine Freundin und einen Freund haben, dann muss das für dich trotzdem nicht das Thema sein, weil dein Leben jetzt auf Jesus ausgerichtet ist, weil du jetzt eine ganz andere Spur fährst, weil du jetzt diesem Schatz, diesem Jesus nachjagst.

Zeugnis der Bekehrung und die Kraft der Vergebung

Mancher stößt ja ganz zufällig auf diesen Schatz, so wie der Apostel Paulus, von dem Jasir gerade sagte, dass er die Christen verfolgte und dessen Leben sich dann veränderte. Mancher sucht sein Leben lang danach.
Jasir, da will ich dich noch mal fragen: Wie war das denn bei dir? Wie bist du denn zum Glauben an diesen Jesus gekommen? Willst du die ganze Geschichte hören, oder nicht?
Kurzfassend: Ich bin in einer islamischen Familie geboren und aufgewachsen. Als ich acht Jahre alt war, hat mein Vater mich in eine Koranschule gebracht. Nach zwei Jahren kam er und holte mich von dieser Koranschule ab. Dort habe ich den Koran auswendig lernen müssen.
Als ich nach Hause kam, war ich innerlich und äußerlich total verändert. Ich bin sehr, sehr, sehr fanatisch geworden. Ich fing plötzlich an, Menschen zu hassen, besonders Christen und Juden.
Ein Freund oder ein Bekannter von mir saß neben mir in der Klasse, kurz bevor ich mein Abitur gemacht habe. Er war Christ, er hieß Zacharier. Ich habe ihn gehasst, nur weil er Christ war. Und in einer Nacht mit Freunden von mir, wir wollten ihn umbringen, weil er Christ war. Wir haben ihn attackiert und fast zu Tode geschlagen, weil er Christ war. Das war meine Begegnung mit Christen.
Bis eines Tages etwas in meiner Familie passierte, was mein Leben völlig auseinanderbrachte. Das war das Ereignis mit meinem Onkel, der auch ein fanatischer Muslim war. Er hat viele Christen verfolgt, und eines Tages ist er Christ geworden. Ich wollte ihm helfen, ihn zurück zum Islam zu bringen. Und deswegen wollte ich diese Frage beantworten: Wer Jesus Christus wirklich ist, um ihn zurück zum Islam zu bringen. Auf dieser Suche ist Jesus Christus mir begegnet.
An einem Abend, als ich im Krankenhaus saß, neben dem Sohn meines Onkels, er war todkrank, er war vier Wochen lang im Koma, konnte nicht reden, seine Arme konnte er nicht bewegen, und wir haben gewartet, bis er stirbt. Und an einem Abend, als ich neben ihm saß, kamen zwei Christen, die ich von Herzen gehasst habe. Und einer von ihnen hat zu mir gesagt: Wir sind hierher gekommen, weil wir vor diesem Kind beten wollen.
Für mich war das total unverständlich, total unlogisch. Wie kann ein ungläubiger Christ vor diesem Kind beten? Und nur aus Höflichkeit habe ich zu ihm gesagt: Ja, ihr könnt beten, und dann einfach verschwindet, ich will euch nicht sehen.
Und sie haben vor meinen Augen ein Gebet gebetet, das ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Dass jemand so persönlich mit Gott reden kann, im Namen Jesu Christi. Sie haben für dieses Kind gebetet, Menschen, die ich gehasst habe, und sie haben mit Liebe für dieses Kind gebetet.
Und als sie Amen gesagt haben, ist dieses Kind aufgestanden, hat seine Augen geöffnet und hat mich gefragt: Warum habt ihr mich in das Krankenhaus gebracht? Er wurde geheilt vor meinen Augen.
Und einer von diesen Menschen, die ich gehasst habe, ist mit mir geblieben und hat mit mir über Jesus Christus geredet. Er fing um 17 Uhr abends an, mit mir über Jesus zu reden, und um 4 Uhr morgens habe ich mein Leben Jesus Christus gegeben. Und ich bin bis heute von Herzen dankbar, dass dieser Nabil mich nicht als fanatischen Muslim gesehen hat, sondern mich als verlorenen Menschen gesehen hat. Und er hat mir das Evangelium beigebracht.
Vor ein paar Jahren war ich in Ägypten unterwegs, und dort habe ich einen sudanesischen Pastor getroffen. Dieser sudanesische Pastor fragte mich, woher ich komme. Ich habe ihm meine Geschichte erzählt. Während ich meine Geschichte erzählte, fing dieser sudanesische Pastor an zu weinen. Er hat zu mir gesagt: Weißt du, wer ich bin? Ich habe ihm gesagt: Keine Ahnung.
Dann guckte er mich an und sagte zu mir: Ich bin Zacharier. Diesem Klassenkameraden begegnete ich nach 20 Jahren wieder. Und als er seinen Namen sagte, konnte ich plötzlich seine gebrochene Hand sehen, seinen gebrochenen Arm sehen und seine Augen sehen, die ich selbst ihm kaputtgemacht habe.
Und dieser Zacharier, ich habe erwartet, dass er mich verfluchen wird. Ich habe erwartet, dass er mir meine Geschichte erzählt und wie grausam ich zu ihm war. Aber nicht dieser Zacharier. Er guckt mich an und sagt zu mir: Yasser, weil du mich so tief gehasst hast, habe ich immer für dich gebetet.
Und erst im Jahr 2007 habe ich verstanden, warum ich Christ geworden bin. Nicht, weil ich auf der Suche war, nicht, weil irgendetwas Besonderes in mir war, sondern weil ein Mensch wie Zacharier für mich gebetet hat. Zacharier war ein verfolgter Christ, und verfolgte Christen geben uns oft ganz bewegende Vorbilder.
Lasst uns auch beten, gerade für die Menschen, die uns Not machen, gerade für die Menschen, mit denen wir Schwierigkeiten haben.
Danke für dieses mutmachende Zeugnis. Und bei Paulus war das so: Als er diesem Jesus begegnet war, da kam es in seinem Leben zu einer radikalen Wende. Und Paulus hat dann gesagt: Alles, was ich bisher erlebt habe, das ist für mich jetzt eigentlich nichts, das erachte ich für Dreck. Das ganze Leben, und das Leben, das der Paulus da hatte, das war ein erfolgreiches Leben. Das ganze Leben erachtet er für Dreck, und er dankt Gott, dass er diesen Schatz in Jesus gefunden hat.
Leute, ich bitte euch: Sucht diesen Schatz, sucht diesen Herrn Jesus!

Mission, Sendung und der Ruf zur Entscheidung

Zum Schluss noch ganz kurz ein Wort zur Mission. Wir sind ja auf der Jugendmissionskonferenz, und du musst wissen: Mission ist nicht einfach. Die Botschaft des Evangeliums ist umkämpft.
Es ist gut, wenn du heute Abend Matthäus 13 liest. Dann wirst du merken: Als Jesus mit dieser Predigt fertig ist, kommt er nach Nazaret, in seine Heimatstadt. Und was wollen die Leute dort tun? Sie wollen ihn töten.
Mit der Mission, mit dem Evangelium, bist du in einen Kampf gestellt. An Jesus scheiden sich die Geister. Bevor Jesus diese Predigt beginnt, ist da seine Familie. Dann erklärt Jesus, wer seine wirklichen Verwandten sind. Und er sagt: Es sind die, die meinen Willen tun, die den Willen des Vaters tun. Mit dem Evangelium bist du zum Gehorsam gerufen.
Und am Ende seiner Predigt sagt Jesus: Wer jetzt diesen Schatz gefunden hat, der ist wie ein guter Verwalter, der aus diesem Schatz nimmt und austeilt und austeilt und austeilt und austeilt. Mit dem Evangelium bist du in die Mission gerufen.
Und mitten in seiner Predigt zitiert Jesus den Jesaja. Und Jesaja, das war einer, der hat den Ruf Gottes gehört. Der hat gehört, dass Gott sagt: Wen soll ich senden, wer will gehen? Und dann kam der Jesaja und hat gesagt: „Ich will gehen, Herr, sende mich!“
Und vielleicht möchtest du nach dieser Veranstaltung durch die Missionsausstellung einmal betend hindurchgehen. Bist du bereit? Dann geh doch betend hindurch. Und wo ein Stand, wo eine Mission, ein Werk dich anspricht, da rede doch mit den Mitarbeitern. Und dann sag ihnen doch: Ich bin bereit. Jesus hat zu mir gesprochen. Könnt ihr denn jemanden wie mich gebrauchen? Ich will gehen, sende mich.
Wenn du diesen Schatz gefunden hast, dann darfst du von diesem Schatz weitersagen. Für diesen Schatz musst du alles hergeben, weil Jesus billiger nicht zu haben ist. Aber es lohnt sich. Das Himmelreich ist so wertvoll, so wertvoll, dass selbst wenn man alles hier auf der Erde dafür verliert, aber das Himmelreich gewinnt, dann lohnt es sich immer noch.

Schlussgebet und Einladung zur persönlichen Antwort

Ja, es ist die letzte Frage. Ich glaube, ich kann mir die Antwort schon denken.
Du hast ein hohes Opfer gebracht, du hast einen schweren Preis bezahlt. Deine Familie hat dich verstossen, du bist aber immer noch Christ. Du hast es also offensichtlich nicht bereut.
Absolut nicht. Als ich zum Glauben gekommen bin, hat mein Vater zu mir gesagt: Du bist nicht mehr mein Sohn. Meine Familie hat eine Trauerfeier gemacht, sie haben einen Sarg zum Friedhof gebracht. Und wenn du heute in mein Dorf gehst, in Karzum, dort im Friedhof findest du ein Grab, wo mein voller Name steht: Yasir Hussein Arafat Muhammad Hassan Abdurrahman Turabi Ahmad al-Mahdi. Das ist mein voller Name. Also existiere ich nicht mehr für meine Familie.
Und am Anfang war das für mich sehr schwierig. Ich kam in Verzweiflung. Und ich bin mit dieser Verzweiflung zu Gott gegangen. Und bevor ich den Sudan verlassen habe, bin ich zu diesem Friedhof gegangen. Ich stand vor meinem Grab und habe zu Gott gesagt: Was soll das jetzt sein? Du rettest mich, um begraben zu werden?
Und während ich dort war, ich war so tief traurig, tief betroffen, verzweifelt, und während ich dort stand, spürte ich, dass eine Hand über mich gekommen ist. Ich habe niemand gesehen, und diese Hand hat mich festgenommen. Und sie sagte zu mir: Bist du traurig, weil du vor deinem Grab stehst? Du weisst genau, dass dein Grab leer ist.
Guess what, mein Auge ist leer. Und da wusste ich, der mit mir redet, ist Jesus Christus. Und weil er lebt, würde ich mich bereuen, dass ich Jesus Christus nachgefolgt habe.
Ganz herzlichen Dank, Yassir. Ihr dürft ihm auch danken. Er ist ein toller Prediger, ihr dürft ihn auch gerne in eure Gemeinde einladen. Sprecht ihn hinterher an, er arbeitet für die Akademie für Weltmissionen und ist gerne bereit, auch in Kreise und Gemeinden zu kommen.
Dieser Schatz lohnt sich, weil Jesus lebt, weil der, der die ganze Welt geschaffen hat, der den ganzen Kosmos geschaffen hat, der alle Macht hat im Himmel und auf Erden, der ist, der dein und mein Leben segnen möchte. Darum lohnt sich das.
Die Frage jetzt am Schluss ist nur: Hast du diesen Schatz? Hast du diesen Schatz schon gefunden?
Wisst ihr, manche haben diesen Schatz gefunden, manche haben den Schatz zumindest gesehen oder von Ferne eine Ahnung gehabt, aber haben sich nicht getraut, den Preis für diesen Schatz zu bezahlen. Und manche von uns sind vielleicht genau solche Leute. Und die haben das nie festgemacht, weil sie immer gezögert haben, alles zu geben. Lasst doch diese Gelegenheit nicht vergehen, ergreift doch diesen Schatz, mach es doch fest.
Wisst ihr, verfolgte Christen geben uns ein Vorbild, damit sie alles bereit sind, für Jesus zu geben. Aber sie Wir müssen uns damit verabschieden. Kein radikales Vorbild, sondern sie zeigen uns nur etwas ganz Normales: Wer Jesus folgen möchte, vertraut ihm sein ganzes Leben an. Und das ist das Himmelreich, sagt Jesus.
Dieser Schatz, das ist ja das Gleichnis, ist das Himmelreich. Was ist denn das Himmelreich? Das Himmelreich ist die Herrschaft Gottes. Gott herrscht in gewisser Weise über alles, er hat alles geschaffen, und das Himmelreich ist dieser Bereich, wo der Herr herrscht. Aber Gott hat den Menschen die Freiheit gegeben, und in dieser Welt können wir uns gegen Gott und seine Herrschaft entscheiden.
Aber die Einladung heute Nachmittag an dich ist, dass du einwilligst und sagst: Herr, du sollst auch Herr sein in meinem Leben. Und dann ist dieser Herrscher, dieser König des Himmelreiches, der Regent, der seinen Thron verlassen hat, in diese Welt hineingekommen ist, um die Traurigen und die Verzagten, die Bekümmerten, die Verletzten, die Behinderten, die Beladenen zu suchen, sie zu ermutigen, sie zu stärken. Er ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Dieser, der unsere Tränen abwischen möchte, der uns helfen möchte, der uns zurechtbringen möchte, der steht vor deiner Tür und klopft an. Und wenn du bereit bist, diesen Preis zu zahlen und zu sagen: Jesus, mein ganzes Leben soll dir gehören, dann bete doch einfach und ergreif diese Hand Jesu. Und dann kannst du mit Freuden losgehen und diesen Herrn bekennen und gewiss sein: Dieser Herr geht mit.
Ich möchte schliessen mit einem Gebet, danach wollen wir singen. Und in dem Gleichnis vom vierfachen Acker sagt Jesus, es gibt dreissig- oder sechzig- oder hundertfache Frucht. Ich habe gedacht, ich bete heute einfach mal darum, dass es dreissigfache Frucht gibt. Vielleicht sind hier heute Nachmittag dreissig Leute unter uns, die das ganz neu festmachen wollen.
Dann möchte ich dich bitten: Wenn wir jetzt gleich die Augen schliessen und Gott bitten, unser Leben zu gebrauchen, dann macht das doch für dich vielleicht fest und sagt: Ja! Ich will das ergreifen. Wisst ihr, und einer von diesen dreissig, das bin ich. Ich muss es auch immer wieder neu ergreifen. Ich habe es doch auch nicht. Ich habe es doch am Anfang gesagt: Manchmal läuft es mir zwischen den Fingern durch. Lasst es uns ergreifen, lasst uns beten.
Herr Jesus, wir stehen hier vor dir und wir wollen dich bitten: Lass doch die Saat deines Wortes in unserem Herzen aufgehen und lass uns diesen Schatz nie wieder loslassen. Herr Jesus, da ist so viel Not und Schuld in unserem Leben, räum du doch mein Leben auf! Jesus, ich will mich dir anvertrauen mit meiner ganzen Unperfektheit. Jesus, nimm du doch Gestalt an in meinem Leben und lass mich dein Bote sein. Lass mich darauf vertrauen, dass du auch durch mich dein Reich baust.
Und wenn du das jetzt mitbeten willst, dann ergreif es doch ganz für dich persönlich: Jesus, dir will ich mein Leben geben, mit allem, was ich bin und habe. Dein will ich sein, koste es, was es wolle. Jesus, hier bin ich! Sende mich, segne mich und lass mich für andere ein Segen sein. Herr, nur dich will ich haben und diesen Schatz nie wieder loslassen.
Und wenn ihr das mitbeten könnt, dann sagt Amen.