Serie•Teil 9 / 37Why not?! Glaubensfragen
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und Rahmung des Gesprächs
Weinert Apologetik für junge und jung gebliebene Christen
Theologie, die dich im Glauben wachsen lässt. Nachfolge praktisch.
Dein geistlicher Impuls für den Tag.
Mein Name ist Bärbel Fischer, und wir wollen heute etwas argumentieren lernen zum Thema: „Was spricht gegen Reinkarnation?“
Eindrücke aus Indien und der Blick auf religiöse Praxis
Hey Dennis, schön, dich zu sehen. Ja, ja, neues Schuljahr und dazu noch das letzte. Schon irgendwie komisch. Hast du schon deinen Stundenplan?
Ja, fast. Mittwochnachmittag ist noch nicht klar, ob die Klassik-AG reinpasst.
Aber wie war Indien?
Ach, der Urlaub mit meiner Mom und Mario und natürlich, nicht zu vergessen, Merle, meine liebste Nervensäge.
So schlimm?
Schlimmer. Die hat einfach keinen Ausschalter. Wenn die neben dir im Auto sitzt, dann helfen nicht einmal Kopfhörer.
Hm, aber wie war es denn sonst?
Na ja, irgendwie schräg. Indien ist natürlich schön für Touris, aber ansonsten total arm, total laut und dreckig. Einfach so, dass ich mich nicht wirklich wohlgefühlt habe. Ich weiß auch nicht genau, was es war, mehr so ein Gefühl. Einfach nicht mein Land.
Und was war so die merkwürdigste Erfahrung?
Also für mich war das der Besuch in Varanasi. Varanasi ist so etwas wie eine heilige Stadt direkt am Ganges. Viele Hindus wollen dort sterben und im Ganges ihre letzte Ruhe finden. Der Führer meinte, es gäbe sogar Sterbehäuser, wo Alte und Kranke darauf warten, in der Nähe des heiligen Flusses sterben zu können.
Das hat doch was mit diesem Karma zu tun, oder?
Ja, genau. Als Hindu bereitet man sich genau auf den Tod vor. Die Sterbenden liegen Richtung Süden, trinken nur etwas Flusswasser, lassen sich aus den heiligen Schriften vorlesen, bis sie dann sterben. Und sie tun das alles, um ihr Karma zu verbessern.
Ich erinnere mich. Karma. Was ich tue, entscheidet darüber, wie es im nächsten Leben weitergeht. Tue ich etwas Gutes, erhöht es die Chance, wieder als Mensch geboren zu werden. Tue ich etwas Böses, werde ich das im nächsten Leben merken.
Genau, und die Bösen werden Tiere, Pflanzen oder Steine. Die Seele wandert immer weiter, und die Hoffnung eines Hindus besteht tatsächlich darin, irgendwann aus diesem ewigen Kreislauf aus Leben, Sterben und Wiedergeborenwerden auszubrechen.
Nirvana?
Na ja, genau genommen Moksha, Erlösung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt. Nirvana ist da nur der buddhistische Begriff dazu.
Okay, aber was war denn jetzt merkwürdig in Varanasi?
Varanasi merkwürdig war zu sehen, wie dort die Toten in Tücher gehüllt und öffentlich verbrannt wurden, während niemand weinte. Ganz merkwürdig.
Oh, das kann ich mir vorstellen.
Erste Einordnung: Warum Reinkarnation problematisch erscheint
Und wie stehst du eigentlich zu dem Thema Reinkarnation?
Ach, damit konnte ich noch nie so richtig etwas anfangen.
Warum?
Ich finde das Konzept böse, zynisch und sinnlos.
Du bist also nicht gerade ein Fan von Reinkarnation?
Du kennst doch meine Tante Sophia. Die nervt mich ständig mit dem Zeug. Und irgendwann habe ich mir dann halt Gedanken darüber gemacht.
Ist dir klar, dass bei Reinkarnation das Böse von allein kommt, aber nicht mehr weggeht?
Nee.
Und zwar einfach deshalb, weil du das Böse, das du tust, in einem späteren Leben im eigenen Leib erfahren musst, eben Karma. Das heißt aber, dass ein anderer dazu verdammt ist, dir das Böse anzutun. Und der muss dann selbst wieder in einem späteren Leben dafür büßen, was wiederum die Aufgabe von wieder einem anderen ist, der ihm Böses antut, und so weiter und so fort.
Reinkarnation als Konzept ist einfach böse und weit davon entfernt, eine Antwort auf das Böse zu sein.
Die moralische Kritik am Karma-Gedanken
Und zynisch? Na ja, wenn man das Karma-Argument weiterdenkt, dann bin ich in einem früheren Leben für mein Leid in diesem Leben verantwortlich. Ich allein? Sorry, aber das geht doch viel zu weit.
Ich finde es super, dass wir unsere Feinde lieben und uns nicht rächen sollen. Oton, Jesus, und ganz mein Ding. Aber einem Kind, das misshandelt wird, zu sagen, dass es selbst schuld ist, das ist einfach nur zynisch. Das ist logisch, wenn ich an Reinkarnation und Karma glaube, aber das geht mir einfach zu weit.
Und weißt du, wohin es führt, wenn mein Leiden von der Gesellschaft um mich herum als gerechtfertigt angesehen wird? Quasi so, als Strafe, die ich durchmachen muss, um fürs nächste Leben dann wieder ein besseres Karma zu bekommen? Dass man den Armen und Leidenden nicht hilft? Genau, genau das! Wenn ich denen helfe, denen es schlecht geht, mache ich quasi ihr Karma kaputt.
Warum Reinkarnation als Erklärung leer bleibt
Hm, ich verstehe. Und mit sinnlos meinst du dann wahrscheinlich, dass ich ohne eine Erinnerung an mein früheres Leben nichts aus den Erfahrungen lernen kann, die ich darin gemacht habe, stimmt’s?
Genau. Und die Menschheit hat sich nicht weiterentwickelt. Die Geschichte spricht gegen Reinkarnation: Der Mensch wird nicht besser, Kriege und Grausamkeiten werden einfach nicht weniger. Abgesehen davon ist das Konzept so hoffnungslos, dass jeder, der daran glaubt, einfach nur raus will. Mokscha. Genau.
Weißt du, und dann lese ich in der Bibel von Auferstehung und merke, wie das den Menschen als Persönlichkeit ernst nimmt. Nicht so ein Aufgehen in nichts oder was auch immer Nirwana oder Mokscha sein mag, sondern Auferstehung in neuen Körpern, aber mit meiner Persönlichkeit. Erde 2.0 ohne Tod, ohne Schmerz. Ohne Sünde, ohne nervigen Lehrer.
Ganz ehrlich, ich hätte überhaupt keine Lust auf Reinkarnation. Ich hatte genug Zahnschmerzen, da brauche ich nicht noch ein paar Leben, um noch einmal welche zu bekommen.
Warum der Gedanke trotzdem attraktiv bleibt
Du bist so grässlich nüchtern manchmal, aber warum glauben dann so viele daran? Na, weil es hip ist und weil ich dann machen kann, was ich will.
Ist dir nie aufgefallen, dass der Glaube an Reinkarnation, so wie ihn viele haben, ganz ohne Karma auskommt? Oder kennst du jemanden, der an Reinkarnation glaubt und irgendwie Angst davor hat, dass er im nächsten Leben als Ratte geboren wird? Das interessiert doch niemanden.
Ich kenne nur solche Leute wie meine Tante Sophia. Die wollen Buddhisten sein, aber sie nehmen sich nur die Aspekte aus der Religion, die nett sind. Und Reinkarnation gehört dazu, weil es irgendwie Hoffnung gibt. Keine Hoffnung, die trägt, weil die Bibel ganz klar davon spricht, dass man nur genau einmal stirbt, bevor man von Gott gerichtet wird.
Und um sich darüber keine Gedanken machen zu müssen, ist Reinkarnation eine gute Alternative. Genau, böse, zynisch und sinnlos. Aber besser, als sich mit den eigenen Sünden zu beschäftigen.
Abschluss und Verabschiedung
Ach, es macht einfach immer wieder Spaß, sich mit dir zu unterhalten. Wir sehen uns in der nächsten Pause. Ciao!
Das war es für heute. Wenn dich die Videos zu diesem Podcast interessieren, dann geh doch auf YouTube und suche nach Why Not Glaubensfragen.
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Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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