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Asteroiden-Einschläge

Biblisch Prophezeit?
29.04.2022

Montag, 4. Mai 2009. Wir befinden uns auf dem Gipfel des 1.700 Meter hohen Mount Lemon im schönen Arizona. Die US-Luftwaffe hatte hier früher eine kleine Radarüberwachungsstation errichtet, die nach dem Kalten Krieg in eine kleine Sternwarte umgebaut wurde.

Ein 152 Zentimeter großes Spiegelteleskop erfasst zunächst einen unscheinbaren Himmelskörper. Doch dann sehen wir, dass er in unsere Richtung fliegt – und das sehr schnell. Wir können ihn gerade noch vermessen und die wichtigsten Informationen daraus ziehen, bevor wir ihn wenige Stunden später aus den Augen verlieren. Er ist einfach zu schnell und zu dunkel, um ihn vor dem Hintergrund des Weltalls noch sehen zu können.

Teams von Wissenschaftlern beeilen sich, seine Gefährlichkeit zu berechnen. Der Himmelskörper erhält den Namen 2009 JF1. Das alles mit den Meteoriten ist ziemlich neu. Noch vor 300 Jahren haben die meisten Menschen hier in Europa es als puren Aberglauben abgetan, dass tatsächlich Steine vom Himmel fallen könnten.

Erst seit dem Zweiten Weltkrieg ist diese Tatsache akzeptiert und wird von der Forschung ernst genommen. Und was wir seitdem, gerade in den letzten Jahren, herausgefunden haben – und was das mit der Bibel zu tun hat und mit dir – das zieht dir die Schuhe aus. Denn das ist viel, viel größer, als du vielleicht denkst.

Einführung in das Thema Meteoriten und ihre Bedeutung

Herzlich willkommen beim Bibelfit-Projekt! Hier versuchen wir, leicht verständlich tiefer in die Bibel einzutauchen, Jesus im modernen Alltag nachzufolgen und schwierige Fragen von Nichtchristen zu beantworten.

Zu jedem Beitrag gibt es Übersichten, biblische Entscheidungshilfen, komplette Hörbücher und sogar Onlinekurse kostenlos dazu. Diese Angebote sind auf der Website verfügbar und werden durch freiwillige monatliche Spenden von Menschen wie dir und mir ermöglicht.

Eigentlich müsste man jetzt drei Begriffe unterscheiden:

Der erste Begriff ist ein Komet, eine Art riesiger Schneeball, der durchs Weltall fliegt – wie zum Beispiel der Komet, der das Tunguska-Ereignis verursachte.

Der zweite Begriff ist ein Asteroid. Das ist ein großer Gesteinsbrocken, der durchs Weltall fliegt. Wenn dieser Asteroid die Erdoberfläche durchdringt und möglicherweise auf der Erde einschlägt, nennt man ihn einen Meteoriten.

In diesem Video werde ich die Begriffe Asteroid und Meteorit nicht immer streng voneinander trennen, weil es hier vor allem um den Überbegriff von Einschlägen geht. Aber damit du es weißt: Theoretisch müsste man das eigentlich tun.

Teil eins vom heutigen Beitrag.

Teil 1: Die reale Gefahr durch Meteoriten

Fangen wir ganz vorne an. Von Meteoriten geht eine reale Gefahr aus.

Im Februar 2013 zeigte sich in Russland, welchen Schaden ein nur zwanzig Meter großer Brocken anrichten kann: Ein Blitz, ein Knall, eine Druckwelle. Ein Asteroid war in der Atmosphäre explodiert, und eintausend Menschen wurden verletzt.

Es ist Freitag, der 15. Februar 2013, also nach Valentinstag, als eines der wichtigsten astronomischen Ereignisse dieses Jahrhunderts passiert: der Chelyabinsk-Meteorit. Das ist ein vergleichsweise sehr, sehr kleiner Stein, der vom Himmel fällt. Er ist nur 17 Meter breit, aber über 12 Tonnen schwer.

Auch wenn am Ende über 250 aufgeschlagene Bruchstücke gefunden werden, ist der Meteorit selbst zum allergrößten Teil überwiegend in der Erdatmosphäre verglüht. Das liegt vor allem daran, dass er so schräg geflogen ist, dass er viel Zeit in der Atmosphäre verbracht hat und sich am Luftwiderstand tatsächlich zerrieben hat.

Falls das harmlos klingt, sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Dieses Verglühen und das anschließende Zerbersten des Meteoriten am Luftwiderstand haben eine Explosion verursacht, die zwanzig- bis dreißigmal so stark war wie die Atombombe, die im Zweiten Weltkrieg die Stadt Hiroshima ausradiert hat.

Zwar wurden damals von der russischen Regierung keine Todesfälle vermeldet – das kommentiere ich jetzt mal nicht – aber es sind über 1491 Menschen aktenkundig, die so schwer verletzt wurden, dass sie ärztliche oder stationäre Behandlung benötigten. Dazu wurden über 7200 verschiedene Gebäude beschädigt oder sogar zerstört. Augenzeugen berichten, dass die ganze Stadt noch Stunden danach nach Schwefel roch.

Das wirklich Gruselige ist jedoch, dass dieser Chelyabinsk-Meteorit bis zum Eintritt in die Erdatmosphäre völlig unbeobachtet geblieben ist. Niemand hat ihn gesehen. Woran liegt das? Die ungeschminkte Wahrheit ist, dass wir zum einen nicht über die technischen Möglichkeiten verfügen, alle Meteoriten dieser Größe überhaupt zu erfassen. Zum anderen kam der Meteorit direkt aus Richtung der Sonne.

Das muss man sich mal vor Augen halten: Im Jahr 2013 konnten wir einen hausgroßen Meteoriten, der Millionen Menschen töten könnte, wenn er steil in München, Berlin oder Wien einschlagen würde, nicht sehen, weil uns die Sonne geblendet hat. Das macht nachdenklich, denn was einmal passiert ist, kann wieder passieren.

Tatsächlich gibt es in der Astronomie den Begriff „Bolid“. Damit ist ein außerirdischer Körper gemeint, also ein physikalischer Himmelskörper, der mit der Erde kollidiert. Und wenn es schon einen eigenen Begriff dafür gibt, fragt man sich: Kommt so etwas denn häufiger vor?

Schnall dich an! In einem kürzlichen Zeitraum von 19 Jahren wurde das untersucht, und es wurden sage und schreibe 551 solcher Boliden erfasst: 255 am Tag und 301 in der Nacht. Das heißt auf Deutsch, dass alle zwei Wochen ein Meteorit in der Erdatmosphäre zerschellt ist.

Zum Glück hat Gott die Erdatmosphäre so dick geschaffen, und diese Meteoriten waren so klein, dass die Reibung durch den Luftwiderstand sie weit von allen Menschen entfernt zerbröseln ließ. Aber wenn man sich nur die Zahlen anschaut, bedeutet das, dass jedes Jahrhundert etwa dreitausend Meteoriten auf die Erde zurasen.

Und das sind nur die, die wir in den letzten Jahren gesehen haben. Da fragt man sich: Sind die wirklich alle so klein? Die Antwort ist nein, sind sie nicht.

Vor Corona gab es 190 eindeutig bestätigte Einschlagstellen von Meteoriten oder sogar richtig großen Asteroiden auf unserer Erdoberfläche. Einige Krater davon sind mehrere Kilometer breit. Daraus lernen wir: Diese Einschläge passieren wirklich.

Am Donnerstag, dem 23. Juli 2009, schlug ein Meteorit von 200 bis 500 Metern Durchmesser auf unserem Nachbarplaneten Jupiter ein und hinterließ einen schwarzen Krater in der Größe des Pazifischen Ozeans.

Und als am Montag, dem 18. Juli 1994, um 9:33 Uhr morgens das sogenannte Bruchstück G des Shoemaker-Levy-Kometen auf Jupiter einschlug, konnte man das mit bloßem Auge sehen. Wenn du heute ein normales Kinderteleskop oder auch ein sehr gutes Fernglas zuhause hast, kannst du sogar heute noch die braunen Einschlagkrater auf der Südseite des Jupiters erkennen.

Als das zu meiner Lebenszeit – ich war noch Kind – passierte, löste das eine Explosion aus, die ungefähr der Entladung des gesamten Nukleararsenals der Welt sechshundertmal auf einmal entsprach. Es hinterließ einen Krater, der so groß ist wie der gesamte Erddurchmesser.

Wir können einfach nur Danke sagen, dass Gott einen so großen und vor allem schweren Planeten wie den Jupiter geschaffen hat. Der Jupiter ist so groß und schwer, dass seine Anziehungskraft, seine Gravitation, durch das gesamte Sonnensystem ausstrahlt. Das führt dazu, dass der Jupiter viele kleine Himmelskörper wie ein Magnet an sich zieht.

So werden diese Körper zum Jupiter hingezogen und von der Erde abgelenkt. Deswegen ist Leben hier bei uns überhaupt erst möglich. Sonst wären wir nämlich alle schon von Meteoriten zerbombt worden.

Astrophysiker nennen diesen wunderbaren Effekt die sogenannte Jupiter-Barriere, weil Jupiter mit seiner Anziehungskraft eine Art schützende Barriere um uns bildet. Man schätzt, dass diese Barriere dazu führt, dass ungefähr zweitausend bis achttausend Mal so viele Meteoriten auf dem Jupiter einschlagen, wie überhaupt die Erde erreichen. Gott sei Dank für den Jupiter!

Das ist auch bitter nötig, denn weitaus mehr von diesen Steinen fliegen hinter den Wolken, als wir gedacht haben. Seit wir nämlich angefangen haben, den Himmel systematisch nach Dingen abzusuchen, die uns gefährlich werden könnten, haben wir knapp 27 Meteoriten und Asteroiden gefunden, also viel, viel größere Meteoriten, die um uns herum fliegen.

Da fragt man sich: Was passiert, wenn einer von denen einschlägt? Das hängt ein Stück weit davon ab, wie schnell er fliegt und wie groß oder klein er ist. Bei einem direkten Einschlag kann das schnell so aussehen wie auf dem Saturnmond Mimas.

Wie es zu einem solchen Krater kommt und wie das physikalisch korrekt aussieht, wenn ein Meteorit einschlägt, sieht man vereinfacht hier dargestellt. Und wenn von diesen über 27 Himmelskörpern auch nur ein einziger auf die Erde fällt, dann kann das verheerend sein.

Das haben wir ehrlich gesagt am Dienstagmorgen, dem 30. Juni 1908, gesehen. Es ging um einen etwa fünfzig Meter breiten Kometen – und das ist gar nicht sonderlich breit, darauf kommen wir gleich zurück. Dieser Komet flog auf Ostsibirien zu.

Er schlug nicht einmal ein, sondern verglühte in der Erdatmosphäre am Luftwiderstand. Aber das allein reichte aus, um eine Schockwelle auszulösen, die in Tunguska eine Fläche zerstörte, die siebenmal so groß ist wie München. Diese Fläche wurde in Sekunden vollkommen vernichtet und von der Landkarte weggeschwemmt.

Dort wachsen bis heute nur noch Sümpfe, das Ganze ist sogar vom Weltraum aus sichtbar. Die Schockwelle zerberstete etwa 80 Millionen Bäume – so viele, wie Deutschland Einwohner hat.

Die Feuer am Himmel konnte man über 500 Kilometer entfernt sehen, und die Schockwellen wurden bis nach London, Indonesien und Washington gemessen. In den Tagen danach war der Himmel so hell, dass man je nach Wolkenlage sogar in Schottland Mitternachtsfotos machen konnte, ohne zusätzliche Beleuchtung.

Die Anzahl der Todesopfer ist nicht sicher bekannt, aber es sieht alles danach aus, dass wir damals, vor hundert Jahren, sehr glimpflich davon gekommen sind.

Warum das so ist, muss man verstehen – das unterschätzen viele Leute. Ich erkläre das anhand eines Nicht-Meteoriten-Beispiels.

Am Montagvormittag, dem 27. August 1883, explodierte die indonesische Krakatau-Insel. Die gesamte Insel wurde in die Luft gejagt. Das brauchte eine Energie, die ungefähr einem Zehntel des heutigen weltweiten Nukleararsenals entspricht.

Damals gab es über 36 bestätigte Todesopfer. Das sind übrigens nur die offiziellen Zahlen, die die niederländische Besatzungsmacht damals gemeldet hat. Man kann sich also vorstellen, wie hoch die Dunkelziffer wohl war.

Als die Krakatau-Insel explodierte, gab sie eines der lautesten Geräusche der Menschheitsgeschichte von sich. Der Knall umrundete siebenmal die Erde und konnte von jedem Menschen auf dem Planeten gehört werden.

Vor allem führte es dazu, dass sich durch Abermillionen Tonnen Staub und Schwefel in der Atmosphäre der Himmel für Jahre leicht verdunkelte. Weltweit sanken die Temperaturen, das Klima geriet völlig durcheinander, und es gab monatelang Regenfälle.

Das war fast noch harmlos. Wenige Jahre zuvor, 1815, explodierte der Mount Tambora in Indonesien. Das führte zum einen zu fast hunderttausend unmittelbaren Todesopfern.

Zum anderen verdunkelte sich die Erdatmosphäre weltweit für bis zu drei Jahre, sodass wir dunkle, gelbe Himmel hatten. Das ließ sich sogar in vielen Gemälden der damaligen Zeit nachweisen.

Die gesamte Erdtemperatur sank, besonders auf der nördlichen Erdhalbkugel. Viele Ernten fielen komplett aus, und Nutztiere starben zu Hunderttausenden.

Auch für Menschen gab es kein Weizen, keinen Hafer, keine Kartoffeln. Viele lernen das heute nicht mehr in der Schule, aber vor nur 200 Jahren, als unsere Ur-Ur-Ur-Großeltern noch lebten, war das eine Katastrophe von biblischem Ausmaß.

Es gab eine Verfünfzehnfachung der Preise für Nahrungsmittel, Plünderungen und Aufstände auf den Straßen. Europa hatte gerade die Napoleonischen Kriege überstanden und wurde nun von einer der größten europäischen Hungersnöte des Jahrtausends heimgesucht.

Historiker gehen davon aus, dass allein im heutigen Großbritannien infolge dieser Hungersnöte und Begleitkrankheiten über 65.000 Menschen starben. Die weltweite Zahl der Todesopfer dürfte eine Viertelmillion übersteigen.

Vielleicht ahnt man jetzt, dass das Hauptproblem nicht der unmittelbare Einschlag ist – solange es nicht Stuttgart oder Zürich trifft. Sondern das Hauptproblem ist das, was danach kommt: Wie viel Material, wie viel Geröll und wie viel Staub in die Erdatmosphäre geschleudert wird.

Im Fall eines Meteoriteneinschlags hängt das hauptsächlich von der Größe des Meteoriten ab.

Wie groß sind also die Meteoriten, die gerade in diesem Moment an unserer Erdumlaufbahn oder sogar an der Erde selbst vorbeifliegen?

Die einfache Antwort zeigt ein Blick auf einige Krater. Hier sieht man ein kleines Beispiel: den sogenannten Kaali-Krater in Estland. Er entstand durch einen kleinen Meteoriteneinschlag vor etwa 1500 vor unserer Zeitrechnung.

Trotzdem reichte dieser kleine Meteorit aus, in Sekunden einen über 100 Meter großen Krater zu erschaffen und den gesamten Wald auf einer Fläche von über 50 Millionen Quadratmetern zu verbrennen.

Archäologen konnten inzwischen zeigen, dass die Gegend vor dem Einschlag bereits besiedelt war. Wir wissen nicht, wie viele Menschenleben das am Ende forderte.

Was wir aber wissen, ist, dass dieses Ereignis so gewaltig war, dass es sogar Eingang in die Mythologie finnischer Legenden gefunden hat, wo man es bis heute nachlesen kann.

Wenn also ein vergleichsweise kleiner Meteorit mit einem überschaubaren Krater schon so viel anrichten kann, was um alles in der Welt ist dann passiert, als der riesige Barringer-Krater in Arizona entstand?

Darum geht es: Ja, es gibt Meteoriten da draußen, die in unsere Richtung fallen. Ja, die Erdatmosphäre hält nicht alle davon ab. Und ja, es sind auch Meteoriten in solchen Größen dabei, dass sie in Minuten einen Schaden anrichten können, der jeden Atomkrieg wie einen harmlosen Silvesterböller aussehen lässt.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat in ihren Scans über 1400 verschiedene Objekte gezählt und bestätigt, die von jetzt bis in 100 Jahren direkt an unserer Erdumlaufbahn oder sogar der Erde selbst vorbeifliegen. Sie sind im Durchschnitt 113 Meter breit.

Einige davon sind weit über 140 Meter groß und haben solche gigantischen Ausmaße, dass die meisten Experten sich einig sind: Wenn ein Felsen dieser Größe und dieses Gewichts bei uns einschlägt, kann uns auch kein Einschlagswinkel mehr schützen.

Das ist die Größe, bei der wir von Katastrophen biblischen Ausmaßes sprechen. Und diese Objekte sind real und schon auf dem Weg in unsere Richtung.

Zum Vergleich: Der Meteorit, der den Barringer-Krater verursacht hat, war keine 50 Meter groß. Auch der Tunguska-Komet war ungefähr gleich groß.

In den nächsten 100 Jahren fliegen 1400 solcher Teile direkt an der Erde vorbei. Einige sind über doppelt so groß, andere erheblich größer.

Und was können wir dagegen tun? Ehrlich gesagt, nicht viel. Es gibt ein paar unausgereifte Vorschläge.

Einer der besseren Vorschläge ist, einen Brennspiegel ins All zu schicken, der eine Seite des Meteoriten so erhitzt, dass auf dem Meteoriten selbst eine Art kleiner Vulkan entsteht. Der Ausstoß dieses kleinen Vulkans soll wie eine Art Düsenantrieb wirken, der die Umlaufbahn des Meteoriten von der Erde wegschiebt.

Theoretisch ist das super, aber auch bei dieser Methode gibt es bei der Umsetzung viele Fragen.

Und selbst wenn das funktionieren sollte, wird uns das nichts nützen bei all den Meteoriten, die wir nicht oder einfach zu spät sehen, wie beim Tscheljabinsk-Meteoriten vor neun Jahren.

Was können wir also am Ende tun? Stand heute nicht viel.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mir persönlich macht das schon etwas Angst. Und das habe ich in den Tagen vor diesem Beitrag gemerkt: Vor allem löst das in mir auf einer tieferen Ebene, und das klingt jetzt vielleicht absurd, eine Art Gelassenheit aus.

Darüber möchte ich am Ende des Videos kurz sprechen. Mir hat die Recherche gezeigt, wie sehr wir wirklich in Gottes Hand liegen.

Weißt du, wenn Gott uns vor einem Meteoriteneinschlag beschützen will, dann wird er das tun. Und wenn Gott den Meteoriteneinschlag zulassen oder sogar bewirken will, dann wird er das auch tun, und es wird passieren.

Nachdem wir die ganze Zeit über Katastrophen biblischen Ausmaßes gesprochen haben, stellt sich die Frage: Wird das jetzt passieren?

Wenn es um die Zukunft geht, hat die Bibel ein gewichtiges Wort mitzureden.

In wenigen Sekunden geht es weiter.

Ich habe vor kurzem gesehen, dass immer noch mehr als vier von zehn Menschen, die diese Videos hier mit dir zusammen sehen, diesen Kanal noch nicht abonniert haben.

Es ist keine Wissenschaft: Indem man die Glocke unter diesem Video drückt, hilft man dem Bibelfit-Projekt. Und wegen des YouTube-Algorithmus hilft das grundsätzlich christlichen Beiträgen in sozialen Medien.

Es gibt keinen Nachteil für dich, und du kannst mit zwei Fingerbewegungen helfen, dass die beste Botschaft der Welt verbreitet wird – und das anonym.

Ich würde mich freuen.

Teil zwei vom Beitrag: Meteoriten in der Bibel.

Teil 2: Meteoriten in der Bibel

Weißt du, so häufig, wie Meteoriteneinschläge vorkommen, müsste man eigentlich erwarten, dass sie früher oder später auch in der Bibel erwähnt werden. Und so ist es.

Schon beim Propheten Amos ist die Rede von einem historischen großen Erdbeben, wo es heißt: „Hader Arsch“, das bedeutet eine wirklich große Erschütterung der Erde. Aber das ist ja ein Erdbeben. Gibt es jetzt auch Bibelstellen, die sich auf Meteoriten beziehen könnten? Tatsächlich ja, in der Bibel ist viel von Himmelskörpern die Rede.

Schau mal beispielsweise in der Apostelgeschichte, als Paulus in Ephesus ist. Hör mal, womit der Stadtangestellte die Menge in Ephesus zu beruhigen versucht. Da heißt es im Urtext: „Katasteraste ho Grammatois ton Ochlon“, also „Schließlich gelang es dem Staatssekretär, die Menge zu beruhigen“. Er sagt weiter: „Andres Ephesioi, Tiskar estin Anthropos Huuginoske“, was bedeutet: „Männer von Ephesus, welcher Mensch wüsste denn nicht, dass die Stadt Ephesus…“ Dann sagt er weiter „tes megalis theas Artemidos kaitu Diopetous“, dass die Stadt Ephesus die Tempelhüterin der großen Artemis ist und ihres vom Himmel gefallenen Steines.

Heutige Historiker gehen davon aus, dass damals in Ephesus eine Art Meteorit angebetet wurde, weil man glaubte, in dem damaligen Meteoriten eine Art Bildnis, eine gesichtsförmige Form der Göttin Artemis zu sehen.

Oder im Buch Josua, wo von der Schlacht zwischen Josua und den mörderischen Amoritern berichtet wird. Im Urtext heißt es: „Wa donai hi schlach alehem avonim githolot min Haschamaim.“ Da ließ der Herr große Steine vom Himmel auf sie fallen bis nach Aseka, sodass sie starben. Von den Amoritern starben viel mehr durch die Steine, als die Israeliten mit dem Schwert töteten.

Ja, also Gott greift in der Stadt ein durch einen, wie sollen wir es nennen, Meteoritenschauer? Dass Gott Himmelskörper nimmt, um Menschen zu richten, ist auch nichts Neues. Schau mal, was im Urtext an der Stelle von Sodom und Gomorra steht. Dort heißt es: „Wadonai Himtir“, also Gott ließ regnen auf Sodom und Gomorra hinab „Gavrith war Esch Feuer und Schwefel, Me'eth Adonai min Haschamayim“ – vom Herrn selbst aus dem Himmel herab.

Jetzt denkst du vielleicht: Huh, das klingt ja düster. Ich dachte, Gott liebt alle Menschen. Hat er nicht selbst nach der Sintflut noch gesagt, dass er nicht noch einmal die Erde zerstören wird? Dann müssten wir doch sicher sein, gibt es nicht deswegen dieses ganze Ding mit dem Regenbogen und so.

Na ja, nicht ganz. Weißt du, lies mal genau nach, was Gott eigentlich nach der Sintflut sagt. Er sagt in Genesis 9: Nie wieder werde ich das Leben durch eine Wasserflut vernichten, nie mehr wird eine Flut die Erde zerstören.

Da heißt es im zweiten Petrusbrief: Die Himmel und die Erde, die jetzt existieren, sind schon vorbereitet für das Feuer, und sie werden bereitgehalten bis zum Tag des Gerichts. Das heißt, es gibt definitiv ein Gericht, und es gibt definitiv ein Ende der Welt.

Bei den ganzen Wohlfühlpredigten, die man heutzutage hört, wo es hauptsächlich darum geht, eine politische Zusammenfassung der Tagesschau zu bekommen oder wie wir uns fühlen und all diese ganzen Sachen, da übersehen wir das nämlich schnell: Das jüngste Gericht und Gottes Zorn.

Das gehört zu den Top 50 Themen, über die Jesus selbst spricht. Immer wieder spricht Jesus und spricht Gott selbst davon, dass das mit großen Erscheinungen am Himmel einhergehen wird.

In zwei Beispielen macht er das mit einer übertragenen Sprache. Zum Beispiel heißt es an einer Stelle: „Nagulu chassefer ha-Shamayim“, was übersetzt bedeutet: „Der Himmel wird wie eine Schriftrolle zusammengerollt werden.“ Das ist wahrscheinlich noch übertragen gemeint.

An einer anderen Stelle, in Offenbarung 9, heißt es: „Und der fünfte Engel blies seine Posaune, und ich sah einen Stern fallen von dem Himmel auf die Erde. Und diesem Stern wurde gegeben ein Schlüssel, der Schlüssel zum Abgrund.“

Jetzt denkst du vielleicht: Was passiert hier eigentlich? Das hat ein bisschen was zu tun mit der Offenbarung, die in zwei Teile geteilt ist.

Letzten Winter habe ich eine große Videoreihe zum Thema Offenbarung gemacht, wie sie aufgebaut ist. Du kannst gern die Glocke hier unter diesem Video drücken, dann wird es auch angezeigt.

Jedenfalls gibt es in der Offenbarung Siegelplagen, Posaunenplagen und Schalenplagen. Diese sind Teil von neunzehn Plagen der Endzeit. Hier geht es um die fünfte Posaunenplage.

Von dem Stern, der dort erwähnt wird, ist aber sehr wahrscheinlich ein Engel gemeint. Das hängt damit zusammen, dass in der Heiligen Schrift Engelwesen sehr häufig mit Sternen gleichgesetzt werden. Warum das so ist, ist faszinierend.

Wir machen später, entweder Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres, noch eine Videoreihe über Engel und unsichtbare Botenwesen. Du kannst gern hier die Glocke drücken und einen Kommentar dazu schreiben. Wenn es euch so stark interessiert, kann ich das auch nach vorne ziehen.

Aber zurück zum Thema. Es gibt teilweise auch Prophezeiungen, die uns sagen, was wir in der Zukunft zu erwarten haben. So heißt es zum Beispiel beim Propheten Joel: Ein Tag der Finsternis wird es sein, ein Tag der Wolken und ein Tag der dicken Dunkelheit. Wie Finsternis wird sie sich ausbreiten über den Bergen. Solches hat man niemals zuvor gesehen, noch wird man es noch einmal sehen in allen Generationen.

Und im zweiten Petrusbrief heißt es: „Der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht, an dem die Himmel nicht mehr existieren werden, mit jetzt kommt es mit einem lauten Geräusch, mit einem lauten Geräusch.“ Im griechischen Urtext steht da das Wort „loizedon“, ein ganz, ganz lauter Knall. Das ist etwas, was nur einmal in der Bibel vorkommt, diese ganze Vokabel.

Und weil wir gerade von den Posaunenplagen der Offenbarung gesprochen haben: Weißt du, was passiert, wenn die erste Posaune ertönt? Dann ist die Rede davon, dass es Feuer gibt und brennende Partikel, die vom Himmel fallen.

An einer anderen Stelle in der Offenbarung heißt es: Der zweite Engel blies seine Posaune, und etwas wie ein großer Berg brennend mit Feuer – ein großer Berg brennend mit Feuer, also „Ordos, Megapyli Kaiomenon“, das steht im griechischen Text –, wurde in das Meer geworfen, und ein Drittel des Meeres verwandelte sich in Blut.

Manche sagen jetzt, dass das die Erfüllung einer Prophezeiung aus Jeremia 51 sein soll, dass das irgendwie übertragen gemeint ist. Da scheint aber ein bisschen mehr dahinter zu stecken, und den Grund findest du hier.

In Matthäus 24 findest du, wie Jesus wenige Stunden, wenige Tage vor seinem Tod, so um Gründonnerstag, Mittwoch oder Dienstag der Passionswoche, eine Rede hält. Dort sagt er unter anderem: „In solchen Tagen wird die Sonne sich verdunkeln, und der Mond wird nicht sein Licht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden zerrüttelt werden.“

Dann lass uns mal zusammenzählen: Du hast also Sterne, die vom Himmel fallen, du hast keinen Sonnenschein, und du hast, dass der Himmel feuerrot wird.

Hm, also nach all dem, was du bisher in diesem Beitrag schon über Meteoriteneinschläge gesehen hast, wenn dir jetzt jemand sagen würde, dass diese Verse die Auswirkungen eines Meteoriteneinschlags beschreiben sollen, dann würde ich nicht mehr sagen, dass das total daneben ist, oder?

Nun gibt es eine Prophezeiung aus Psalm 37, die sagt: Die Gerechten oder auch die Gerechtfertigten werden die Erde besitzen und sie werden für immer auf der Erde leben. Das heißt aber nur, dass die Erde, solange sie besteht, immer bewohnt sein wird. Es heißt nicht, dass die Erde an sich immer bestehen wird.

Deshalb schau dir mal diese extrem interessante Prophezeiung aus Offenbarung 8 an, wo es heißt: „Kai hotretos angelos esalpisen“, also nachdem der dritte Engel die Posaune geblasen hatte, „kai Ectu uranu aster megas kaeomenos hos lampas“, ein großer Stern fiel vom Himmel herab, der brannte wie eine Fackel. Dazugegen „caepeson epitotriton ton potamon caepetas pegas hydaton“, und er fiel auf ein Drittel aller Flüsse und Quellen.

Dann heißt es weiter: „To anomar, tu asterus legetai absinthos“, das heißt, der Name des Sternes ist Absinthos, Absinth, Wermut steht in manchen deutschen Bibelübersetzungen. Lassen wir das mal ganz kurz so stehen.

„Kai ginetai totriton eis absinthon“, und das heißt, das Einschlagen dieses Steines machte ein Drittel von allem Süßwasser bitter, „kai polloi anthropon abethanon, hekton hydaton hoti epikrantzesan.“ Also viele Menschen starben durch das Wasser, weil es bitter geworden war.

Also noch mal ganz langsam zusammengefasst: Ein großer Stern fällt vom Himmel herab, er brennt wie eine Fackel – also leuchtet, brennt wie eine Fackel, so dargestellt wie eine Fackel hinten mit ihrem Stab. Dann fällt er auf ein Drittel aller Flüsse und ein Drittel aller Quellen, und dann wird ein Drittel von allem Süßwasser bitter. Die Menschen sterben an dieser Bitterkeit des Wassers.

Als ich vor Jahren diese Stelle zum allerersten Mal gelesen hatte – und ich kannte mich damals nicht großartig mit der Bibel aus –, ich hatte gerade, wie gesagt, das Neue Testament zum ersten Mal zu Ende durchgelesen, also völlig unreflektiert oder so, hatte ich irgendwie so im Hinterkopf die spontane Assoziation, ob das irgendwie eine Rakete sein soll oder irgendwas in der Richtung. Was das mit der Bitterkeit auf sich hat, ob das eine Vergiftung ist, ob das eine radioaktive Verseuchung ist oder was auch immer.

Das mit den Gewässern macht eigentlich nur an einer Stelle so richtig geographisch Sinn, nämlich im Großgebiet um Jammu und Kaschmir, im Himalaya, im Großraum um die nordindisch-pakistanisch-chinesische Grenze herum.

Zum einen ist es einfach ein Fakt, dass der größte Teil der Weltbevölkerung nun mal in Südostasien lebt. Und es ist tatsächlich so, dass ein Drittel der Menschheit abhängig von Frischwasserversorgung ist, die im weiteren Sinne aus den Flüssen dieser Gebirgsketten kommt.

Würden also diese Flüsse mit ihren Quellen und Zuläufen irgendwie verbittert, radioaktiv verseucht oder vergiftet – was auch immer damit gemeint ist – dann ist es ein reales Szenario, dass dadurch der Wasserkreislauf von damit einem Drittel der Menschheit vergiftet werden könnte.

Nochmal, um jetzt keine Verschwörungstheoretiker anzuziehen: Ich sage nicht, dass das damit gemeint ist, und ich weiß auch nicht, was diese Stelle in der Offenbarung meint.

Ich sage aber: Wenn du auf dem ganzen Planeten nur eine einzige Stelle hättest und diese Stelle finden müsstest, um die Trinkwasserversorgung von einem Drittel der Menschheit zu vergiften, dann kommt geographisch nur diese eine Gegend überhaupt in Frage.

Und ich sage, dass das, was wir hier in der Offenbarung lesen, wenn es sich wirklich so erfüllen würde, dann könnte das gut möglich den Einschlag eines Boliden auf unserer Oberfläche beschreiben. Es würde nun mal einfach passen.

Kaschmir hin oder her: Falls dir diese Zusammenhänge noch nie so klar waren, kann das daran liegen, dass du beim Bibellesen manchmal einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst. Das ist auch normal. Wenn man überfordert ist, neigen die meisten von uns dazu, sich an irgendwelchen Details festzubeißen.

Um dir dabei zu helfen, habe ich dir die Roadmap durch die Bibel erstellt. Das ist eine kleine Übersicht, die schon Tausende Menschen vor dir heruntergeladen haben. Jeden Monat bekomme ich viele Mails von Leuten, die sagen, wie sehr ihnen das hilft, sich durch ihre eigene Bibel zu navigieren. Ist richtig schön.

Also schau es dir an und entscheide selbst, ob du es nutzen möchtest. Es ist kostenfrei, und der Link ist hier in der Videobeschreibung.

Und das war Teil drei vom heutigen Beitrag.

Teil 3: Der aktuelle Meteorit 2009 JF1 und seine Gefährlichkeit

Dieser konkrete Meteorit 2009 JF1 würde jetzt einschlagen oder nicht? Schauen wir uns die Fakten an.

Das Atlas-System der NASA scannt jede klare Nacht, wenn es nicht bewölkt ist, während du schläfst, in 15-Minuten-Intervallen viermal den gesamten Himmel ab. Dabei kommen vier vollautomatische Observatorien im Pazifik, eines in Südafrika und eines in Chile zum Einsatz. Das System ist noch lange nicht perfekt, aber es ist das Beste, was wir derzeit haben. Die wirklich gute Nachricht ist, dass dieses Atlas-Frühwarnsystem in den letzten Monaten um mehrere vollautomatische Sternwarten ergänzt worden ist.

In der Sekundärliteratur habe ich gelesen, dass man schätzt, dass es etwa dreimal so viele dieser riesigen, über 140 Meter großen Weltende-Asteroiden in unserer Nähe gibt, als wir bisher erfasst oder sehen können. Ich habe verschiedene Berechnungsmodelle geprüft, aber diese konkrete Angabe, dass es angeblich dreimal so viele dieser Weltende-Asteroiden gibt, wie wir bisher erfasst haben, konnte ich in keiner offiziellen Quelle bestätigen – weder bei der NASA, noch beim Atlas-System oder im Space Guard Katalog des US-Kongresses.

Im Gegenteil: Die NASA ist inzwischen so weit, dass alle ein Kilometer großen Meteoriten als erfasst gelten. Und das ist wirklich gut. Daher lassen wir die unbestätigten Angaben aus der Sekundärliteratur außen vor und konzentrieren uns jetzt nur auf das, was wir über den JF1-Meteoriten tatsächlich gesichert wissen.

Ganz wichtig ist zunächst der Durchmesser: Er beträgt zehn Meter und ist damit deutlich kleiner als der Chelyabinsk-Meteorit. Der Chelyabinsk-Meteorit hat zwar eine große Druckwelle ausgelöst, ist aber überwiegend in der Erdatmosphäre in etwa 29 Kilometern Höhe verglüht. Bei unserem JF1 müsste das sogar vollständig passieren, sodass er komplett in der Atmosphäre verglüht und nichts davon auf der Erdoberfläche ankommt.

Da unser JF1 zudem deutlich kleiner ist als der Chelyabinsk-Meteorit, wäre auch die Druckwelle, falls er verglüht, deutlich kleiner.

Betrachten wir nun die Erdoberfläche: 70,8 Prozent bestehen aus Wasser. Die menschliche Infrastruktur – also von uns bearbeitetes Land, Bergbau, Straßen, Bahngleise, Staudämme, Gebäude und alle Orte, an denen sich regelmäßig Menschen aufhalten – umfasst im weiteren Sinne nur 14,6 Prozent der Erdoberfläche.

Rechnen wir beides zusammen: Die jährliche Zahl von etwa 53 Schiffen auf allen Flüssen, Meeren und Ozeanen kommt hinzu. Mit einer durchschnittlichen Besatzung von 53 Personen pro Schiff ergibt das, dass sich Menschen zu jedem Zeitpunkt auf weniger als 14,7 Prozent der Erdoberfläche aufhalten.

Das bedeutet auf Deutsch: Selbst wenn der JF1 in die Erdatmosphäre fallen würde – selbst wenn er steil fallen und nicht am Luftwiderstand verglühen könnte – hätte die größte Druckwelle, die physikalisch möglich ist, nur eine Chance von eins zu sieben, überhaupt einem Menschen gefährlich zu werden.

Hinzu kommt, dass aller Voraussicht nach unser Meteorit zwischen sieben und dreißig Millionen Kilometern an der Erde vorbeifliegt. Selbst bei der gefährlichsten Berechnung ist er immer noch über 8.200 Kilometer weit entfernt, sodass er weder ernsthaft von der Erdanziehung erfasst wird, noch in irgendeiner Weise in den Erdorbit gerät.

Zusammengefasst reden wir also von etwas, das kleiner ist als ein Wohnungsflur und sich in einer Entfernung befindet, die weiter ist als die Strecke von hier bis nach Südafrika. Es ist also völlig unwahrscheinlich, dass dieser Meteorit uns beeinflussen kann.

Wie gefährlich kann uns dieser konkrete Meteorit also wirklich werden? Die Antwort lautet: weniger als eins zu 140.000. Das ist so, als würdest du eine Münze werfen und beim ersten Versuch siebzehnmal hintereinander nur Kopf werfen.

Wenn du das kannst, schick mir das Video! Spaß beiseite: Wenn du wirklich solche Vorhersagen treffen könntest, wärst du wahrscheinlich Multimilliardär, weil jeder deiner Kapitalmarktvorhersagen ein absoluter Treffer wäre.

Es gibt zwei Maßstäbe, mit denen man die Gefährlichkeit von Meteoriten oder Asteroiden messen kann. Der erste ist die sogenannte Torino-Skala. Sie ist zwar simpler und wird deshalb von manchen Zeitungen oder Medien benutzt, aber sie ist so stark vereinfacht, dass ihre Seriosität oft umstritten ist.

Deshalb habe ich mich gleich mit der zweiten, wissenschaftlicheren Skala beschäftigt: der sogenannten Palermo Technical Impact Hazard Scale. Die logarithmische Formel hinter dieser Skala ist interessant. Wie man für unseren Meteoriten auf eine Bewertung von minus 4,41 kommt und warum das Sinn macht, kann ich gern genauer erklären.

Kurz gesagt bedeutet das auf Deutsch letztlich nur Folgendes: Am 6. Mai ist der JF1 für dich und mich etwa 26.000-mal ungefährlicher, als es an jedem anderen Tag ist, von irgendeinem unbekannten Meteoriten derselben Größe getroffen zu werden.

Das heißt, du hast schon eine 26-mal höhere Gefahr überlebt, als du gestern früh aufgestanden bist, als die Gefahr, die am 6. Mai vom JF1 ausgeht.

Ich weiß nicht, ob dich das beruhigt, aber ich hoffe, du siehst, dass vom JF1 für dich oder mich keinerlei Gefahr ausgeht.

Anders sieht es beim Meteoriten namens 99942 Apophis aus. Der klingt schon deutlich gefährlicher. Er wird in einer solchen Nähe an uns vorbeifliegen, dass er uns zehnmal näher ist als der Mond.

Dieser Meteorit steht auf der Palermo-Skala bei positiv 1,1. Das ist der höchste jemals gemessene Wert für den uns am gefährlichsten erscheinenden Himmelskörper. Das bedeutet umgerechnet, dass wir eine Chance von eins zu 37 haben, von ihm getroffen zu werden.

Er wird in wenigen Jahren an dir und mir vorbeifliegen, aber wichtig: Er wird vorbeifliegen, nicht einschlagen.

Was es damit auf sich hat? Falls gewünscht, kann ich zu diesem Apophis-Meteoriten ein eigenes Video machen. Drück gerne die Glocke unter diesem Video oder schreib es in die Kommentare. Dann versuche ich, einen Experten zu gewinnen, der uns das mit Apophis genauer erklären kann.

Und das ist Teil vier des heutigen Beitrags.

Teil 4: Persönliche Reflexion und Ausblick

Was machen wir jetzt damit?

Weißt du, wie meistens musste dieser Beitrag hier in großer Eile entstehen. Viele Gedanken habe ich mir dazu auf einer Zugfahrt nach Leipzig zu einer Tagung gemacht. Ich hatte den Laptop mit und auf meinem Laptop gibt es eine App, die jeden Tag den Bildschirmhintergrund ändert und mir immer einen zufälligen Bibelvers dazu anzeigt.

Schau mal, was an dem Morgen, als ich nach Leipzig gefahren bin, um hieran zu arbeiten, zufällig angezeigt wurde: der Sternhimmel und ausgerechnet davor Psalm 3: „Auch wenn Zehntausende mich anfallen, werde ich mich nicht fürchten.“

Und wie passend ist das! Weißt du, jedes Jahr rasen zehntausend kleinere Meteoriten auf uns zu, die wir nicht einmal mitbekommen. Statt auf die Einschläge zu schauen, hat mir das gezeigt: Bin ich denn eigentlich dankbar genug für all die Einschläge, die Gott von mir, von dir, von unseren Lieben und von allen anderen Menschen abgewendet hat?

Mal ganz unabhängig davon, ob uns der JF I oder der Apophis trifft oder in siebzig Jahren irgendein anderer Meteorit – unabhängig davon, ob du und ich das Ende der Welt persönlich miterleben: Jeder von uns beiden hat seine persönliche Endzeit. So sagt Gottes Wort dazu: Dem Menschen ist es bestimmt, einmal zu sterben.

Deswegen ist es richtig und wichtig, dass wir darüber sprechen, welche Auslegungen von biblischen Prophezeiungen am meisten Sinn ergeben. Gottes Gerichtsverhandlung gilt für uns alle.

Weißt du, seit du angefangen hast, diesen Beitrag hier zu sehen und zu hören, sind über 3000 Menschen gestorben. Das ist voller und größer als die meisten Hörsäle, größer als die meisten Kirchen – das sind dreißig komplette Straßenbahnen.

Stell dir einfach mal vor: 2500 Autos. Wie lang wäre diese Schlange? Was für ein Stau wäre das! 2500 Gräber, 2500 Särge, die durch Friedhöfe, durch Straßen und Prozessionen getragen würden. Das wäre eine einzige Prozession von über fünf Kilometern Länge.

Ist dir das klar? Du weißt nicht, wann du dran bist. Und angenommen, du wüsstest, wann du Jesus triffst – so oder so, Meteorit oder ohne – würdest du in deinem Leben etwas ändern? Würdest du etwas ändern?

Wenn die Antwort ja ist, dann solltest du das vielleicht jetzt ändern. Deshalb kann das dein Weckruf sein, wirklich etwas zu verändern.

Wenn das dazu führt, dass du diesen Beitrag gesehen hast, dich hinterfragst, wie Gottes und deine Beziehung ist, was du ändern möchtest, wie du Nachfolge lebst und wie du deinen Alltag gestaltest, dann mach das doch jetzt. Und waddel nicht auf irgendeinen dummen Stein.