Zukunft
Zukunft braucht Luther im Sinne von „Ankunft“ (so rev. Üb.) 1 Kor. 16,17; 2 Kor. 7,6. vgl. Jos. 2,9. Besonders wird das Wort von der künftigen, neuen, offenbaren Gegenwart Jesu in seiner verklärten Gemeinde gebraucht, Mt. 24,27 ff.; 1 Th. 3,13; 1 Joh. 2,28. Mit der Zukunft Christi verheißt uns die Schrift eine unmittelbare, unverhüllte Gemeinschaft mit ihm, ähnlich dem Verkehr Jesu mit seinen Jüngern auf der Erde, nur daß dieselbe nicht mehr durch Jesu Teilnahme an unserm Fleisch und Blut, sondern durch das Offenbarwerden seiner Gottesmajestät und unsere Einführung ins himmlische Wesen vermittelt ist.
In den Begriff „das Zukünftige“ faßt die apostol. Predigt die ganze Güterfülle, zu der Gott durch Erlösung und Gericht unsere gegenwärtige Natur und Menschenwelt erhöhen wird. Nicht nur das Gegenwärtige ist unser Eigentum, sofern es von Gott zu unserm Dienst und Nutzen geordnet ist, sondern auch das Künftige ist schon jetzt unser, als von Gottes Gnade uns zugedacht und zu eigen gegeben, 1 Kor. 3,22.
Christus ist der Hohepriester der zukünftigen Güter, Hbr. 9,11; ihm hat Gott die zukünftige Welt untertan gemacht, Hbr. 2,5, und von ihm aus reichen die Kräfte derselben schon in unsere Gegenwart hinein, so daß uns ein Schmecken derselben möglich wird, Hbr. 6,5.