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Zoar

Zoar, eine der fünf Städte des Tales Siddim (1 Mo. 14,2, hier Bela genannt, 1 Mo. 13,10), bei der Katastrophe Sodoms auf Lots Bitte verschont, wobei ihr Name mit „Kleinheit“ erklärt wird, 1 Mo. 19,20-23; 5 Mo. 34,3 zur Beschreibung der Grenze genannt. Nach 1 Mo. 19, wornach es auf dem Weg zum (Moabiter-) Gebirge lag, und Jes. 15,5; Jer. 48,34, wornach es eine moabit. Stadt war, ist es im Südosten des Sees zu suchen. Man sucht es in dem Nor es-Safije, wo Chirbet es-Safije mit elenden Schilfhütten die Stätte des einstigen Zoar, das in römischer Zeit ein Kastell mit Besatzung hatte und durch seinen Balsam und seine Dattelpalmen berühmt war, bezeichnen könnte. Andere glauben, daß es noch höher, weiter im Süden lag, und halten Chirbet Labrusch für die Stätte von Zoar Dalman (Palästinajahrbuch 1908, S. 84 f.) ist nicht der Ansicht, daß die Städte im Meer untergegangen, sondern daß ihr Gebiet versengt, das heißt verdorrt und unbebaubar wurde, und sucht dieses im Gebiet der fünf das Ostufer des Südbeckens durchströmenden Süßwasserbäche: Zoar sei in Übereinstimmung mit den alten Nachrichten im Ror el-Fefe und Chnezire am weitesten südlich zu suchen. Dann ließen sich die vier Bewässerungsflächen des Ror es-Sasi, Ror en-Numera, Ror el-Mesetbe (südlich von der Halbinsel Lisan) und Ror el-Mezra (nördlich von Lisan) als Reste der Ländereien von Sodom-Gomorra, Adama, Zeboim denken.
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