Zeder
Zeder 2 Sa. 5,11. Von Hiram, dem König zu Tyrus, wurden Zederbäume zum Tempelbau an David gesandt. Der Baum selbst, dem unter den Nadelhölzern der Preis gebührt, wie der Eiche unter den Laubhölzern, hat den königlichen Dichter zum Lob des Baumes begeistert, der heute, verklärt durch die Tradition und Geschichte, eine der ersten Stellen unter allen Bäumen der Erde einnimmt. Botanisch ist die Zeder, Pinus cedrus L., zu der Familie der Pinien gehörig, von $$Jesaja (60,13)::Jes 60,13$$ als tidhâr, Tanne nach Luther bezeichnet, was als Kollektivname ebenso richtig ist, als wenn er für einen der Charakterbäume des Libanons gilt. Noch steht unter dem Schutz des Maronitenklosters Kannubin im Kesruan (nördliche Provinz des Libanon) der Zederhain Dschebel el Arz, eine Gruppe von einigen hundert alter Zeder, von denen 5 Exemplare, nach den gezählten Jahresringen über 3000 Jahre alt, in die salomonische Zeit zurückragen (Tafel 16). So majestätisch der Baum als solcher ist, so vortrefflich und dauerhaft ist das Holz, lieblich duftend und (3 Mo. 14,4) als Räucherholz verwendet. Als Bauholz beim Tempel (1 Kö. 6,10), als Schiffsholz (Hes. 27,5), als Scheitholz (Jes. 44,14) war und ist das Holz unvergleichlich.