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Wurzel

Wurzel, von einem Feigenbaum (Mk. 11,20), Ölbaum (Röm. 11), Weinstock (Ps. 80,10), einer Giftpflanze (5 Mo. 29,17). Bildlich
1) vom Ursprung (Wsh 15,3; Sir. 1,25): Die heil. Wurzel des heil. Ölbaums der Theokratie sind die Erzväter, mit denen Gott einen unverbrüchlichen Gnadenbund schloß, in den auch die Heiden aus Barmyerzigkeit aufgenommen sind, ohne sich dessen überheben zu dürfen (Röm. 11,16-18. 28. 29). Eine böse Wurzel ist der Geiz (1 Tim. 6,10), sind Verführer zum Abfall (5 Mo. 29,17; Hbr. 12,15). In indifferentem Sinn = Stammland, Ri. 5,14. Über Jes. 14,29 vgl. Basilisk.
2) Vom Tiesgegründetsein: Das Volk Gottes schlägt unter sich Wurzel und trägt über sich Zweige und Früchte (Jes. 37,31; 27,6; Hos. 14,6; Jer. 12,2; 17,8; Spr. 12,3. 12). Glaubige Christen sind gewurzelt und erbauet in Ihm (Kol. 2,7; Eph. 3,17). Hingegen oberflächlich Bekehrte, Zeitgläubige haben keine Wurzel (Mk. 4,6. 17). Ebenso ist die Vertilgung gründlich, die auch die Wurzel trifft (Jes. 5,24; 14,30; 40,24; Am 2,9; Hos. 9,16; Hes. 17,9; Mal. 3,19; Mt. 3,10). Aber
3) die Wurzel ist auch verjüngungskräftig (Hi. 14,8; Dan. 4,12. 23). Zwar die Weltmacht, obgleich wie ein Zedernwald, bleibt gestürzt. Aber das Haus David, wenn auch auf einen Stumpf reduziert, wird aus der Wurzel wieder ausschlagen. Aus dem bis zur Unansehnlichkeit des Stammhauses Isai zurückgesunkenen Rest geht ein Wurzel schoß hervor, ein neuer David (Jes. 11,1. 10; 53,2; Röm. 15,12; Offb. 5,5; 22,16; Sir. 47,25). Siehe Reis und Isai.null
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