Würzberg
Würze, würzen, Würzberg, Würzgärtlein. Als Würze diente den Hebräern das Salz, Hi. 6,6; Mk. 9,50; Kol. 4,6; der Essig als Zutat zum Brot, Ru. 2,14; der Honig als Zutat zum Backwerk, 2 Mo. 16,31, und mancherlei Gartengewächse, wie Minze, Till, Kümmel (s. die Artt.). Auch in den Wein wurden Gewürze getan, um ihn stärker und schmackhafter zu machen, Hohel. 8,2.
Mehrmals übersetzt Luther mit W das hebr. bosem u. besem, was Balsam bezeichnet (s. d. Art.). Unter den Würzgärtlein, Hohel. 5,13; 6,1, und den Würzbergen, Hohel. 8,14, sind wohl Beete mit solchen Balsampflanzen zu verstehen. 1 Mo 37,25 und 43,11 ist mit Würze, würzen, Würzberg, Würzgärtlein das Traganth-Gummi gemeint, eine vom Astragalusstrauch gewonnene Substanz, die in Ägypten bes. beim Einbalsamieren der Mumien Anwendung fand. 1 Mo. 24,53 sollte es statt Würze, würzen, Würzberg, Würzgärtlein heißen: Kostbarkeiten od. Kleinodien, wie Luther dasselbe hebr. Wort 2 Chr. 21,3; 32,23 übersetzt hat.