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Wind

Wind. Wie Gott Wolken und Winden Lauf und Bahn gibt, ist ein Geheimnis seiner Weisheit (Hi. 28,25; Pr. 11,5; Spr. 30,4; Ps. 135,7, vgl. Mk. 4,41). Ebenso geheimnisvoll ist Anfang und Ausgang der Wirkungen des Geistes Gottes, so unverkennbar dieselben sich äußern (Joh. 3,8). Geist und Wind sind im Hebr. und Griech. Ein Wort. Der Wind ist Träger der göttl. Weltwirksamkeit (Ps. 18,11; 104,4; 1 Kö. 19,11; Hes. 8,3; 37,9), bes. auch der gerichtlichen (Sir. 39,33. 34). Gottes Gericht kommt wie ein Sturmwind und reißt den Sünder wie dürres Laub oder Spreu mit fort (Jes. 41,16; 64,5; 17,13; Ps. 1,4; 83,14; Hi. 21,18).
Ferner ist der Wind, weil ein verwehender Hauch, Bild des Vergänglichen (Hi. 7,7; Ps. 78,39) und Richtigen (Spr. 11,29; Pr. 5,15; Jes. 41,29; Hos. 8,7; 12,2). Der Wind der Lehre und des Zweifels bewegt die Gemüter der Unfesten (Eph. 4,14; Jak. 1,6). Auf den Wind achten (Pr. 11,4) von zaghaften Bedenklichkeiten, die am Handeln hindern.
Die vier Wind öfters = Himmelsgegenden (Mk. 13,27; Jer. 49,36; 1 Chr. 9,24). Daher die Signatur der vier Weltmächte (Dan. 7,2; Sach. 6,5). Siehe Nordwind usw.
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