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Wäscher

Waschen, Wäscher. Über das Waschen, Wäscher der Kleider s. Handwerk. In 1 Mo. 49,11 ist das Waschen, Wäscher des Kleides in Wein Bild des Reichtums. Waschungen spielen im warmen Morgenlande eine größere Rolle als bei uns, aus Reinlichkeits-, Gesundheits- u. Anstandsrücksichten, s. Art. Baden, Fuß u. Fußwaschung. Waschungen zu Heilungszwecken finden sich 2 Kö. 5,10; Joh. 9,7. 11. Bildlich: die Reinigung des Herzens und Wandels, die teils der Mensch selbst an sich zu vollziehen hat durch Buße u. Bekehrung, Jes. 1,16; Jer. 2,22; 4,14, teils der Herr an ihm vollzieht durch einschneidende Züchtigung, aber auch rechtfertigende Sündenvergebung, Ps. 51,4. 9; Jes. 4,4; Hes. 16,9. Deshalb finden wir in Israel auch gottesdienstl. Waschungen, teils dem Volke überhaupt befohlen, teils namentlich für die Priesterschaft festgesetzt, 2 Mo. 19,10; 29,4; 30,18 f.; 40,12. 32; 3 Mo. 8,6; Kap. 15; 4 Mo. 8,7. In der nachexil. Zeit wurden auch andere Waschungen kirchengesetzlich eingeführt und namentlich von der pharisäischen Richtung in verkehrter Weise betont, Mt. 15,2; Mk. 7,2-5; Luk. 11,38.
 Offb. 7,14 redet von der sittl.-geistigen Reinigung des Priestervolks behufs seines Nahens zu Gott. Hbr. 10,22 erscheint die Taufe als die neutest. Erfüllung der alttest. Waschungen. Sie ist die wesenhaft reinmachende Waschung, die Voraussetzung des Eingangs ins wesenhafte Heiligtum. Als symbolische Handlung erscheint die Händewaschung, s. Art. Hand. Bei Luther = Schwätzer, Sir. 21,17.
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