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Verlieren

Verlieren, Verlust, vom Verlieren, Verlust der zeitl. Güter 5 Mo. 22,3; 1 Sa. 9,3. 20; Luk. 15,4. 6. 8. 9, daher der Ausdruck verloren = vergeblich sein von menschl. Wünschen, Ps. 112,10, Hoffnungen, Hi. 8,13; Ps. 9,19, und Bemühungen, 3 Mo. 26,20; Jer. 2,30 usw. Ferner der geistl. Gnadengüter, besonders der Gemeinschaft mit Gott („verlorener“ Sohn), Luk. 15,24. 32, und Christus, Gal. 5,4 (wörtl.: von Christus abgelöst), und des ewigen Lebens, Joh. 3,15.
Verlieren, Verlust an zeitl. Gütern ist zu verschmerzen, und wird, wenn um Christi willen erlitten, reichlich ersetzt, vgl. Mt. 19,29; Phi. 3,7. 8, wie umgekehrt das Trachten nach irdischen Gütern u. Festhalten an denselben zum Verlieren, Verlust der wahren und höchsten Lebensgüter führt, Mt. 10,39; Luk. 9,25. Leute dieser Art nennt die Schrift Verlorene, d.h. solche, die dem zeitlichen Untergang, 1 Sa. 12,25; Jes. 9,15, und dem ewigen Verderben entgegengehen, Spr. 2,18 (wörtlich: zu den Schatten); Joh. 17,12; 18,9; Röm. 2,12; 1 Kor. 1,18; 2 Kor. 4,3. Weil aber Gottes Wille nicht ist, daß jemand v. werde, Mt. 18,14; 2 Petr. 3,9, und Gott das Verlorene wieder suchen will, Hes. 34,16, darum ist Christus gekommen, selig zu machen, was v. ist, Mt. 18,11.
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