Verbergen
Verbergen, verborgen. Während der allwissende Gott auch das Verbergen, verborgen erkennt und richtet, Hi. 42,2; Ps. 19,13; 69,6; Pr. 12,14; Mt. 6,6. 18; 10,26; Röm. 2,16, bleibt für Augen und Vernunft der Menschen vieles in seinem Rat u. Walten v., 5 Mo. 32,34, für die Stunde aufgespart, da er es offenbaren will, Ps. 31,20; Jes. 45,3. Darum heißt auch Gott selbst ein v. Gott, Jes. 45,15. Im N. B. ist der Ratschluß Gottes, der von der Welt her v. war, Kol. 1,26; Eph. 3,9, enthüllt; nur für diejenigen bleibt er ein v. Rat und Gottes Weisheit eine v. Weisheit, deren Herzen nicht in der rechten Verfassung sind, Mt. 11,25; 1 Kor. 2,7 f. Doch ist auch den Gläubigen — namentlich was ihre eigene künftige Lebensgestalt betrifft — noch manches v., von dem erst in jenem Leben die Hülle fallen wird, Kol. 3,3 f., vgl. 1 Joh. 3,2.
Über die Ausdrucksweise: das Angesicht v. s. Angesicht. Dem Sinne nach daßelbe bedeutet der Ausdruck die Ohren v., Klagel. 3,56, und die kürzere Redeweise, daß Gott sich v., Ps. 10,1; 55,2; 89,47; Jes. 57,17.