Verächter
Verachten, Verächter, Verachtung. Die Verachten, Verächter, Verachtung einer Person, welcher Ehrfurcht und Hochschätzung gebührt, odereiner Sache, die man mit Dank hinnehmen sollte, ist ein Ausfluss vermessener oder verblendeter Selbstüberhebung.
Verachten, Verächter, Verachtung Gottes, Jer. 5,11; Hos. 5,7; Spr. 14,2; Röm. 1,30, ist die vollendete Verkehrung des rechten Verhältnisses zu ihm, der uns der höchste Gegenstand der Verehrung und Liebe sein sollte, sie äußert sich in Verachten, Verächter, Verachtung seiner Gebote, 3 Mo. 26,15; 4 Mo. 15,31; 2 Kö. 17,15; Ps. 78,57; Jes. 5,24; Hes. 20,13, seiner Weisheit und Zucht, Spr. 1,7; 13,13, wie in der Geringschätzung seiner Güte, Röm. 2,4, seiner Verheißungen, Ps. 106,24, seines gnadenreichen Ratschlußes, Luk. 7,30, in der Verwerfung Christi, Joh. 12,48; Mk. 9,12, und seiner Voten, Luk. 10,16. Solche Verachten, Verächter, Verachtung der göttlichen Gnadengaben hat ihr Vorbild in Esaus Geringschätzung seiner Erstgeburt, 1 Mo. 25,34; Hbr. 12,16. Gott läßt sich nicht ungestraft v., er warnt: wer mich v., soll wieder v. werden, 1 Sa. 2,30. Wenn es den Verachten, Verächter, Verachtung gleich eine Zeitlang wohlgeht, Mal. 3,15; Jer. 12,1, so werden sie doch zuletzt zu Schanden, Ps. 25,3; Spr. 13,15; 22,12; Mal. 3,19.
Mit der Verachten, Verächter, Verachtung der göttlichen Autorität geht die der menschlichen Hand in Hand. Verachten, Verächter, Verachtung von Vater u. Mutter ist ein Zeichen sittlicher Auflösung, bei welcher Strafgerichte nicht ausbleiben können, Mi. 7,6; Hes. 22,7; Spr. 23,22; 30,17. Unrecht und gottlos ist es aber auch, wenn der Hohe den Niederen v., zum Beispiel der Herr das Recht seines Knechts, Hi. 31,13, oder der Große den Kleinen, indem er ihm durch böses Beispiel Ärgernis gibt, Mt. 18,10. Der Sünder v. seinen Nächsten, Spr. 14,21; Röm. 14,10; Luk. 18,9, der wahrhaft Fromme achtet ihn höher als sich selbst, Phi. 2,3.
In der Welt sind die Frommen vielfacher Verachten, Verächter, Verachtung ausgesetzt, Jes. 53,3; 49,7; 2 Kor. 10,10, aber Gottes Urteil lautet anders: was v. ist vor der Welt, das erwählt er, 1 Kor. 1,28, und äußere wie innere Not der Seinigen v., das heißt übersieht er nicht, Ps. 22,25; 51,19. Ein Diener des Evangeliums soll sich nicht v. lassen, das heißt keinen Anlaß zur Verachten, Verächter, Verachtung geben und seiner göttl. Vollmacht sich bewußt sein, Tit. 2,15; 1 Tim. 4,12.