Usia
Usia (= meine Stärke ist Jah), auch Ussija, König von Juda, Sohn Amazjas und der Jechalja von Jerusalem, dessen Geschichte 2 Kö. 14,21. 22; 15,1-7 und 2 Chr. 26 erzählt wird. Im Königsbuch heißt er Asarja (= Gotthils), was vielleicht sein vorkönigl. Name war. Als Amazja einem Aufruhre zum Opfer gefallen war, machte das Volk den 16 jähr. Usia zum Könige, und eine lange und glückliche Regierung war ihm beschieden (808-757?). Ein kriegstüchtiger Fürst, gewann er von den Edomitern, die unter Joram abgefallen waren (2 Kö. 8,22), die wichtige Hafenstadt Elath am Roten Meere zu rück, kämpfte siegreich gegen die Philister, deren Städte Jabne und Asdod er eroberte und schleifte, und gründete neue Ansiedelungen auf philistäischem Boden; er machte Ammon zinspflichtig und dämpfte die immer regeRaublust der arabischen Grenzstämme. Die Mauern Jerusalems befestigte er an drei schwächeren Stellen mit Türmen und bewehrte sie sogar mit künstlichen Verteidigungs maschinen; das Heer wurde vermehrt, wohl bewaffnet und gut geführt; aber auch den Landbau liebte und begünstigte der vielseitige König und ließ für die zahlreichen Herden in der Wüste Brunnen graben und Wachttürme errichten. In relig. Beziehung hielt sich Usia musterhaft, nur daß auch unter ihm der Höhendienst weiter ging. Gegen Ende seines Lebens ward er vom Aussatz befallen, nach der Chronik, weil er unbefugterweise und unter dem Widerspruch der Priesterschaft geräuchert hatte; und da der Außatz ihn vom Verkehr außchloss, führte an seiner Statt sein Sohn Jotham die Regierung. Unter Usia erlebte Juda eine Zeit der Blüte, während das Zehnstämmereich seit dem Tode Jerosbeams II. durch Thronwirren und innere Auflösung dem Untergang entgegeneilte. Deshalb sehen die dortigen Propheten Amos und Hosea mit hoffnungsvollem Blicke auf Juda, woselbst früher ein Prophet Sacharja wirkte (2 Chr. 26,5), kurz vor Usias Ende Jesaja auftrat (Jes. 6,1). Während der Herrschaft Usias fand das Am. 1,1 u Sach. 14,5 erwähnte große Erdbeben statt.