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Unrecht

Unrecht. Jede Sünde ist Unrecht, das heißt Nichtachtung des göttlichen Willens, und eben deswegen schuldhaft (1 Joh. 3,4; Röm. 5,13). Wer im Geringsten u. ist, ist auch im Großen u. (Luk. 16,10; Jak. 2,10). Da Gott der Gesetzgeber ist, so ist kein Unrecht in ihm (Ps. 92,16; 2 Chr. 19,7), und er tut kein Unrecht (Hi. 8,3; 34,12). Hingegen der Mensch säuft Unrecht wie Wasser (Hi. 15,16). Nur der Knecht Gottes tut kein Unrecht (Jes. 53,9) und relativ kann man das auch von Frommen sagen (Ps. 7,4; 66,18; 1 Sa. 12,4; Hes. 18,8). Namentlich der Prediger sieht in der Welt das Unrecht nur zu ost triumphieren (4,1; 5,7), auch vor Gericht (3 Mo. 19,15; Ps. 58,3; Spr. 28,16). Himmelschreiend ist das Unrecht an Witwen, Waisen, Armen, Fremdlingen (Sach. 7,10; Mal. 3,5; Am. 4,1) oder Arbeitern (Jer. 22,13; Jak. 5,4). Unrecht wird begangen im Handel (Hes. 28,18; Sir. 26,28) und Erwerb (3 Mo. 19,13; 5,23), obwohl u. Gut nicht gedeiht (Spr. 10,2; 16,8; 22,16; Sir. 21,5). Auch in Worten kann Unrecht geschehen (Jes. 59,4; Ps. 27,12; Spr. 19,28), obwohl Hiob es nicht auf sich kommen läßt (6,29; 27,4). Wer Unrecht sät, wird Mühe ernten (Spr. 22,8), denn Gott vergilt denen, die Unrecht tun (Ps. 94,23; Mt. 13,41) unparteiisch (Kol. 3,25), und hilft allen, die Unrecht leiden (Ps. 103,6). Darum ist Unrecht leiden seliger als Unrecht tun (1 Kor. 6,7. 8; 1 Pe. 2,19).
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