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Unglück

Unglück (s. Glück). Das Unglück ist nicht Zufall, sondern notwendige Folge der Sünde (Hi. 5,7; 15,35; Ps. 7,15; Jes. 59,4; Hos. 13,9) und Torheit (Spr. 11,27; 12,21 u. oft), die von Gott geordnet ist (Am. 3,6; Sir. 11,14; 5 Mo. 32,23. 35 usf.). Aber daß das Übel nicht immer in Proportion steht mit der sittlichen Beschaffenheit, ist das Rätsel, das den Frommen des Alten Testaments so viel zu schaffen macht (zum Beispiel Hi. 21,17. 19; Ps. 73,5) und auch auf dem Standpunkt desselben nicht ganz zu lösen ist. Im Glauben zwar fürchtet, wer Gott zum Hirten hat und unter seinen Flügeln geborgen ist, kein Unglück (Ps. 23,4; 57,2; Spr. 1,33). Vollends im Neuen Testament, wo denen, die Gott lieben, alles zum Besten dient, gibt es kein Unglück als die Sünde.
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