Unbekannt
Unbekannt.
1) Wenn Elihu Hi. 36,26 sagt, Gott sei u., so will er damit nicht leugnen, daß die Frommen etwas von Gott wissen: er selbst weiß viel zu sagen von Gottes Gerechtigkeit und Allmacht. Gott hat sich den Menschen auf vielerlei Weise zu erkennen gegeben, Apg. 14,17; 17,27; Röm. 1,19. 20. Aber wir kennen Gottes Wesen und Wirken nicht aus, Hi. 5,9; 9,10; 11,7; Röm. 11,33; Eph. 3,8. Gott ist uns nur soweit bekannt, als er sich uns offenbart, Mt. 11,27; 1 Kor. 2,10. —
2) In Athen fand Paulus einen Altar mit der Inschrift: Unbekanntem Gotte. (Der bestimmte Artikel, den Luthers Übersetzung hat, stimmt nicht recht zu der heidnischen Anschauung, daß noch viele u. Götter existieren.) Auch weltliche Schriftsteller wissen von Altären, welche die Athener u. Göttern gewidmet haben. Es lag darin das Geständnis, daß man bei der bekannten Götterwelt sich nicht beruhigen könne. In der Bereitwilligkeit, der Gottheit, auch soweit sie noch u. sei, Verehrung zu widmen, erkennt Paulus ein Tasten u. Sehnen nach dem wahren Gott, mit dessen Verkündigung er nun den Athenern entgegenkommt, Apg. 17,18 u. 23. —
3) Als die „Unbekannten und doch Erkannten“ stehen die Christen in der Welt, 2 Kor. 6,9. Obwohl die Gläubigen das nicht besitzen, was in der Welt groß und berühmt macht, vgl. 1 Kor. 1,18 ff., obwohl sie von denen, welche nur nach der Welt Art urteilen, sich geringschätzig müssen beurteilen und behandeln lassen, so werden sie doch von denen, welche aus der Wahrheit sind, nach ihrem wahren Wert und Wesen erkannt, vgl. Mt. 5,11-16; Joh. 13,35; 1 Pe. 2,12; 3,15. 16; 4,14-16; Phi. 1,12. 13.