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Turm

Turm
1) in eigentlichem Sinn
a) zur Befestigung der Städte, auf der Mauer oder über dem Tor errichtet (2 Chr. 14,6; 1 Makk. 13,33) vgl. Festung. Sie dienen zur Postierung von Geschütz (2 Chr. 26,15), zur Außchau (2 Kö. 9,17), als Zufluchtsort bei Belagerungen (Ri. 8,17; 9,46. 51). Daß die Belagerung vergeblich war, sieht man daran, daß kein Turm bei der Zählung fehlt (Ps. 48,13). Das Gegenteil zum Beispiel bei Tyrus (Hes. 26,4. 9), gegen das der Prophet auch Belagerungstürme sich erheben sieht (Jes. 23,13). Die durchUsia u. Hiskia (2 Chr. 26,9; 32,5) verstärkten Türme an der Mauer Jerusalems (s. d. Art. Tor) lernen wir Neh. 3,1. 11,25-27 (vgl. Luk. 13,4) kennen. Am Turm Davids scheinen als an einem Zeughaus Waffen aufgehängt gewesen zu sein (Hohel. 4,4).
b) Wachttürme für die Hüter im Weinberg (Jes. 5,2; Mt. 21,33) oder bei Herden, zum Beispiel der bei Bethlehem (s. Eder).
c) Hölzerne Türme mit Soldaten trugen die Kriegselefanten der Syrer (1 Makk. 6,37).
2) Bildlich: Sulamith heißt so wegen ihres Wuchses und unnahbarer Treue (Hohel. 4,4; 7,4; 8,10). In schlimmem Sinn sind die Turm seit Babel Bollwerke des Selbstvertrauens, die fallen müßen (Jes. 2,15; 30,25; 32,14). In gutem Sinn ist Gott ein starker, jedem Angriff trotzender Turm (Ps. 61,4).
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