Tun
Tat, Täter, Tun1.
1) Gott offenbart sich nicht nur durch Wort, sondern auch durch Tat, wie im Reich der Natur, so der Gnade. Schöpfung und Regierung der Welt ist sein Tat, Täter, Tun, 1 allein, der Himmel kann ja nicht regnen (Jer. 14,22; Jes. 44,24; 45,7. 21). Sein Tun ist wunderbar, unvergleichlich, unwiderstehlich (Ps. 66,5; 86,8; Wsh. 12,1. 2), aber es ist auch Ausfluss seiner Gnade (Ps. 145,19), seiner Weisheit (Spr. 8,14; Jer. 32,19), seiner Gerechtigkeit (5 Mo. 32,4), Wahrheit (Dan. 4,34) und Treue (1 Th. 5,24). Am meisten charakteristisch ist sein Tat, Täter, Tun, 1 in Israel (Ps. 147,20; 5 Mo. 4,34). Von der grundlegenden Tat, Täter, Tun, 1 des Auszugs (2 Mo. 15,1) bis zum Pfingstfest ist es eine Kette von großen Tat, Täter, Tun, 1 (Apg. 2,11; Joel 2,21; Ps. 126,3). Wer dieses auch im Einzelleben unverkennbare Tun Gottes nicht merkt, ist gottlos (Ps. 64,10; 28,5; 78,11), und es soll unter allen Völkern erkannt und gepriesen werden (1 Chr. 16,8; Ps. 9,12; 73,28; 105,1; Jes. 12,4). —
2) Ein Gottesmann wird beglaubigt durch Taten, Wunder und Zeichen (Apg. 2,22; 2 Kor. 12,12), so vor allem Christus (Mt. 11,20; 13,54; Joh. 5,19. 30), Paulus (Gal. 3,5; Apg. 19,11). Elisa (2 Kö. 8,4). Ja im Namen Jesu verrichten wohl auch zweideutige Personen solche Tat, Täter, Tun, 1en (Mk. 9,39; Mt. 7,22). —
3) Das Tun des Menschen als eines freien Wesens ist verantwortlich (1 Mo. 3,13) und bestimmt sein ewiges Schicksal (Mt. 25,40), denn Gott vergilt dem Menschen nach seinem Tat, Täter, Tun, 1 (Ri. 1,7; Luk. 23,41; Hi. 34,11; Jer. 17,10). Vor allem verlangt das Gesetz Tun, nicht Glauben (Gal. 3,12, vgl. Luk. 10,28. 37; Mk. 10,17). Auch das Evangelium dispensiert nicht vom Tat, Täter, Tun, 1, sondern ermöglichtes (Röm. 8,3). In der Schule Jesu macht nicht Hören, sondern Tat, Täter, Tun, 1 gerecht u. selig (Mt. 7,24; Röm. 2,13; Jak. 1,22-25). Die Buße (Jer. 18,11), der Glaube (Gal. 5,6), die Liebe (1 Joh. 3,18) ist tätig, obwohl dieses Tat, Täter, Tun, 1 nie vollkommen gut ist (Gal. 5,17; Röm. 7,15 ff.) und den Tuenden nie befriedigt (Luk. 17,10).
— Neh. 5,10; Mt. 25,20. 22 steht t. für darleihen.