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Türe

Türe.
1) s. Art. Haus, Schlüssel. —
2) Uneigentlich von der Öffnung des Mutterleibes, Hi. 3,10; von dem Meeresufer, welches gleichsam als eine Türe das Meer abschließt, Hi. 38,8.
Ps. 78,23 bezw. „Türe des Himmels“ wie 1 Mo. 7,11 die „Fenster“, die poetisch vorgestellten Öffnungen des Himmelsgewölbes, aus welchen der Regen strömt. Vor der Türe des Herzens lauert die Sünde als Versucherin, 1 Mo. 4,7, aber ebenso steht vor derselben, Einlaß bittend, Jesus, Offb. 3,20. Die „Türe des Mundes“ ist zu bewahren, das heißt vor unbedachtem Wort gilt es sich zu hüten, Mi. 7,5; Sir. 28,28. Dem Worte Gottes wird eine Türe aufgetan, wenn es empfängliche Herzen findet, 1 Kor. 16,9; 2 Kor. 2,12; Kol. 4,3; Offb. 3,8. Wer das Wort annimmt, der empfängt eine offene Türe des Glaubens, Apg. 14,27. Von der Türe des Himmels spricht bildlich Mt. 25,10; Luk. 13,25; Offb. 4,1. Wenn Jesus sich die Türe zum Schafftall heißt (Joh. 10,7 ff.), so ist damit gesagt, daß er Mittler des Heils für alle Menschen ist, vgl. Joh. 14,6.
Die Türe hoch machen ist Spr. 17,19 Bezeichnung für stolzes, übermütiges Wesen. „Macht die Türe in der Welt hoch“. Ps. 24,7. 9; wörtlich; „erhöhet euch Türe der Ewigkeit“. Gemeint sind die Tore Zions, die seit uralter Zeit bestehen.
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