Trotz
Trotz, trotzen, trotzig. Meistens: sich stolz und frech über andere erheben und zwar durch fleischliches Pochen auf irdische Güter, Ps. 49,7; Jer. 48,2; 49,4, und weltliche Macht, 2 Kö. 18,19; $$Jud. 1,5::Jdt1,5; $$1 Makk. 3,20, oder auf vermeinte göttliche Hilfe, wie die Heiden auf ihre Götzen, Jer. 50,38, und Israel in seiner Sicherheit und in seinem Leichtsinn auf Gott, Jes. 48,2, dann durch Hochmut und Anmaßung, Ps. 73,6; Jud. 6,14; Sir. 48,20; 2 Makk. 15,6, namentlich seitens der Gottlosen, Ps. 10,5; 37,35; 94,4, aber auch durch Hohn, Gewalttat und Auflehnung, und zwar gegen Menschen, namentlich gegen Arme und Unterdrückte, Ps. 52,3; 54,5; Sir. 13,4, wider das Heil der Seele, 2 Kor. 11,20, und wider Gott, 1 Sa. 2,3; Hes. 20,27. Wie aber dem Herrn kein Mensch widerstehen kann mit all seinem Trotz, trotzen, trotzig, Ps. 49,15; Jes. 10,15; Jer. 49,16; 1 Kor. 10,22, vielmehr sein Trotz, trotzen, trotzig von dem Herrn auf den Kopf vergolten wird, Jer. 50,24; Joel 4,4, und deshalb alle Feinde Gottes aufgefordert werden, nicht zu t., sondern ihm die Ehre zu geben, Jer. 13,15, so braucht auch, wer den Herrn fürchtet, sich nicht zu fürchten vor dem Trotz, trotzen, trotzig der Menschen, 1 Pe. 3,14 (wörtlich: von der Furcht vor ihnen lasset euch nicht ängstigen). Denn Gott schützt die Seinen, Ps. 31,21, setzt dem Trotz, trotzen, trotzig seiner Widersacher ein Ziel. Ps. 10,18, und macht sie in ihrem Trotz, trotzen, trotzig selbst zu Schanden, Sir. 31,38.
Aber auch der Herr heißt der Trotz, trotzen, trotzig der Seinen, d. h, der, auf den sie t. als auf ihre Stärke und Hoffnung, Spr. 3,26; 10,29; Sir. 34,18.
Jer. 17,9 heißt es eigentlich: des Menschen Herz ist krümmer, verkehrter als alles.