Trocken
Trocken, vertrocknen, trocknen.
1) Gegensatz zum Meer und den Flüssen. Der das Trockene schuf (1 Mo. 1,9. 10; Ps. 95,5; Jon. 1,9), wird es über ein kleines bewegen ($$Hag,2,6::Hag2,6$$). Seine Allmachtshand verwandelt das Wasser ins Trockene, wie am Schilfmeer (Hbr. 11,29; Ps. 66,6; 106,9), am Jordan (Jos. 4,22) geschah, und wie den Weltmächten gedroht wird (Na. 1,4; Jes. 19,6; 44,27; 50,2; Jer. 50,38, vgl. Ps. 107,33). Umgekehrt kann der Herr auch das Trockene wasserreich machen, sei’s zum Fluch wie bei der Sintflut (1 Mo. 7,22). Sei’s zum Segen (Ps. 107,35). Über Jes. 35,7 vgl. Hitze. —
2) Bildlich: ist schon Ps. 63,2 dem Dichter das t. Land ein treues Bild seines Innern, so sind vollends die Kräfte des Dulders Ps. 22,16 vertrocknet und einem Scherben gleich geworden. Desgleichen wird die Höllenpein des erwachten Gewissens, solang sich der Sünder zu bekennen sträubt, mit Sommergluten verglichen (Ps. 32,4).